Der Marsianer – Rettet Mark Watney

marsianer

Es gibt einen Roman, der so heißt. Vielleicht hätte ich den lesen sollen. Und wenn die Deutsche Film- und Medienbewertung etwas als “besonders wertvoll” erachtet und die Obersten Landesjugendbehörden von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft eine “Freigabebescheinigung” erstellen (muss man sich auf der Zunge zergehen lassen), dann ist der Film vermutlich langweilig oder grottenschlecht oder beides. Ich war also gewarnt.

Kurz gesagt: “Der Marsianer” ist ein Propaganda-Film für die NASA und deren Programm, mit Musik von Abba unterlegt (“Waterloo”, 1974) und Schauspielern, die nicht schauspielern, weil sie keinen Charakter haben müssen, außer Matt Demon, der so vielschichtig agiert wie Asterix, weil der Plot es so will. Also alles ganz großartig und besonders wertvoll.

Noch etwas: Das Gute siegt, weil die Chinesen mit den US-Amerikanern zusammenarbeiten und alle Wissenschaftler mindestens so klug sind wie MacGyver. Putin aka die Russen dürfen nicht mitspielen.

Noch etwas, reloaded: Gewalt, Sex, Olga Kurylenko und Jessica Alba kommen auch nicht vor, und alle Frauen haben was an, trotz 3D-Brillen für die Zuschauer. Ich habe ihn dennoch bis zu Ende gesehen, weil ich gerade nichts anderes zu tun hatte und er ja besondert wertvoll ist.

Kommentare

3 Kommentare zu “Der Marsianer – Rettet Mark Watney”

  1. Patrix am Oktober 22nd, 2015 6:28 am

    Lies das Buch. Punkt.

  2. Wolf am Oktober 22nd, 2015 4:08 pm

    Werbung für die NASA ist doch gut.

    Die Abermilliarden die in das Apollo Programm geflossen sind konnten schon nicht in Vietnam verbombt werden. Meine Theorie: Ohne Apollo wäre der Krieg in Südostasien noch mindestens fünf Jahre weiter gegangen.

    Ergo: einen Amerikaner auf dem Mars zu schießen kann Millionen Menschenleben retten!

    Also ist Werbung für die NASA was Gutes und Schönes :)

  3. LordPiccolo am Oktober 22nd, 2015 8:15 pm

    https://www.youtube.com/watch?v=PmsCXMqMW14

    Mit den blauen Bändern im Hintergrund :)

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