Nieder mit dem variablen Kapital!
Wir müssen über den Kapitalismus reden. Nein, müssen wir gar nicht: Die beiden Screenshots sagen alles aus, was die Zukunft bringt. Die Sache ist aber nicht neu. Dazu gibt es die übliche Lektüre:
Wie ein Wechsel im Wert der Produktionsmittel, ob auch rückwirkend nach ihrem bereits erfolgten Eintritt in den Prozeß, ihren Charakter als konstantes Kapital nicht verändert, ebensowenig berührt ein Wechsel in der Proportion zwischen konstantem und variablem Kapital ihren funktionellen Unterschied. Die technischen Bedingungen des Arbeitsprozesses mögen z.B. so umgestaltet werden, daß, wo früher 10 Arbeiter mit 10 Werkzeugen von geringem Wert eine verhältnismäßig kleine Masse von Rohmaterial verarbeiteten, jetzt 1 Arbeiter mit einer teuren Maschine das hundertfache Rohmaterial verarbeitet. In diesem Fall wäre das konstante Kapital, d.h. die Wertmasse der angewandten Produktionsmittel, sehr gewachsen und der variable Teil des Kapitals, der in Arbeitskraft vorgeschoßne, sehr gefallen. Dieser Wechsel ändert jedoch nur das Größenverhältnis zwischen konstantem und variablem Kapital oder die Proportion, worin das Gesamtkapital in konstante und variable Bestandteile zerfällt, berührt dagegen nicht den Unterschied von konstant und variabel.
Die Roboter knabbern an den Kosten des variablen Kapitals – sie reduzieren sie, erhöhen also letztlich den Profit. Roboter feiern nicht krank und treten keiner Gewerkschaft bei und brauchen keine Pausen – ein Traum für jeden Kapitalisten!
Squad Leader
Kennt das noch jemand? Ich kriege es nur auf einem alten 34-bit-Windows-Rechner zum Laufen. Ich schrieb vor ein paar Jahren: Das Gefühl war mir sofort wieder vertraut, obwohl ich das zuletzt irgendwann Ende der 90-er gespielt haben dürfte. Es war hier vom Publikum empfohlen worden.
Neben Avatar und Privateer habe ich „Dune“ bestimmt am häufigsten gespielt. Die Grafik mag für heutige Verhältnisse grottig sein, aber der Spielspaß ist hoch, und auf den höheren Leveln gerät man ganz schön ins Schwitzen…
Ich gibt bestimmt noch anderen Leute, die sich immer noch mit Computerspielen vergnügen, die ein viertel Jahrhundert alt sind.
Robocop, 警察

Polizeiroboter in China, Symbolbild, made by AI and Burks
Nein, der kommunistische Spherical RTG Robot sieht nicht so aus wie auf dem obigen „Foto“ und ist ein bisschen kleiner. Heise formuliert das Thema sehr hübsch: „Kriminalitätsbekämpfung mit nicht-tödlichen Waffen“.
Was kann da schon schiefgehen?
Ausgerüstet ist der RT-G mit einer KI, die rechtswidrige Handlungen in der Öffentlichkeit erkennen können soll. Zudem kann der Roboter über seitlich angebrachte Kameras per Gesichtserkennung bereits bekannte und gesuchte Kriminelle erkennen. In solchen Fällen informiert er menschliche Polizeibeamte oder setzt die Verbrecher mit den eingebauten Waffen fest oder außer Gefecht. Dazu steht dem Roboter ein ganzes Arsenal nicht-tödlicher Waffen zur Verfügung. Darunter befinden sich etwa eine Netzpistole, Tränengas, Granaten und Schallwellen-Dispersionsgeräte.
Man liest natürlich vergnügt die Kommentare im Heise-Forum. „Wie kann er schwimmen?“ – „Die Dichte der Oberflächengewässer in China ist aufgrund der eingeleiteten Schadstoffe aus der Polizeiroboterfertigung deutlich höher als die von Wasser.“ – “ Bei den false positive Raten, die selbst beste Gesichtserkennung hat, dürfte so ein Ding in jeder Fussgängerzone amoklaufen, weil es gar nicht weiss, wen es zu erst verhaften soll.“ – „Oha, er erkennt automatisch „kriminelle Handlungen“. Dazu hätte ich gern kurz die mathematisch korrekte, vollständige Definition einer „kriminellen Handlung“. Dann brauchen wir auch gar keine Gerichte mehr, denn das können wir ja automatisch erkennen.“
Aber: „Kritiker“ vermuten einen PR-Stunt. Das denke ich nicht: Die Chinesen sind bekanntlich sehr pragmatisch und probieren alles aus. Und wenn es nicht funktioniert, dann eben nicht. So eine Kugel dürfte auch nicht ohne menschliche Begleitung herumrollen. Aber sie wirkt, auch wenn sie nicht eingesetzt wird, weil man weiß, was die notfalls kann. Wäre auch sehr nett auf der Neuköllner Sonnenallee.

Demonstration gegen Polizeiroboter, Symbolbild, made by AI and Burks
Fernüberwachungsermöglichungspflicht oder sudo apt-get synaptic
Eine Meldung wie aus einem Horrorfilm bei Heise: „Bundesländer beschließen Porno-Filter für Betriebssysteme“. Oder auch: Zwangsfilter für Betriebssysteme.
„Hersteller von Betriebssystemen müssen dann etwa gewährleisten, dass „nur Apps nutzbar sind, die der Altersangabe entsprechen oder die individuell und in abgesicherter Weise freigeschaltet wurden“. Die Installation von Programmen soll nur noch über Vertriebsplattformen wie App-Stores möglich sein, die die Altersfreigabe berücksichtigen und ein automatisiertes, von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) anerkanntes Bewertungssystem vorhalten.“
Das gibt es zwar alles schon, aber irgendein dämliches Gesetz kann man trotzdem beschließen.
Das Gute daran ist, wenn das überhaupt technisch umsetzbar wäre, dass Jugendliche eine starke Motivation für Medienkompetenz entwickeln würden, weil jeder die Filter austricksen wollte. Falls ich aber hier eine Anleitung online stellen würde, wie man den Quatsch umgehen kann, dürfte eine Hausdurchsuchung fällig werden, mindestens wegen Beihilfe zum Porno-Konsum oder wegen Störung des öffentlichen Friedens.
Schwarze Tauben
Zugegeben, ich habe Black Doves nur wegen Keira Knightley angeklickt (by the way: „She was diagnosed with dyslexia at age six“). Wenn ich mich recht erinnere, kenne ich sie seit „Pirates of the Caribbean“. Sieht man ihr Gesicht einmal, vergisst man es nie wieder, nicht weil sie überirdisch schön wäre, sondern weil es einzigartig ist.
Bei Wikipedia steht ein ganzer Roman über sie: „Knightley is reputed for her signature ’strong female lead‘ roles, and she has been compared to actresses Katharine Hepburn, Greta Garbo, Audrey Hepburn, and Nicole Kidman.“ Merke: „Knightley does not shoot nude scenes for her films, unless directed by a female filmmaker.“
Resumé: Ohne Knigthley wäre „Black Doves“ einfach nur woker Bullshit. Natürlich können Schauspieler nichts für die Rollen, und wenn die Blödes von ihnen verlangen, müssen sie das Beste daraus machen. Was haben wir also hier? Ein freiberufliches lesbischen Killer-Pärchen – so realistisch wie ein Mann mit zwei Penissen. Ich weiß nicht, welches Klischee bedient werden soll, aber so etwas kommt eben nur im Film vor, ist also Quatsch. Ein schwuler Killer, der, während er seinen Beruf ausübt, seine Beziehungsdramen per Smartphone diskutiert. Brauche ich überhaupt nicht.
Wenn schon Killer, dann so wie in Der eiskalte Engel. Killer sollten überhaupt keine Gefühle und Beziehungen haben und sowieso lonely rider sein. Das alles ist nur ein Tribut an Wokistan und wird mit dem pädagogischen Holzhammer vorgetragen. Ich frage mich, warum die Kneightly, die doch sehr klug ist, in so einem Film mitspielt. Das kann nur die Karriere ruinieren (was bei der Knightley natürlich gar nicht mehr möglich ist). Go woke, go broke.
„Black Doves“ ist trotz der Knightley für mich eher ein B-Movie. Der Plot ist so unwahrscheinlich und weit hergeholt, dass ein Anime dafür besser passte.
Syrien oder die gerufenen Geister
Leider muss ich das Publikum noch einmal mit Syrien belästigen. (Chor im Hintergrund mit weinerlichem Unterton: „Warum tust du dir das an?“) Es geht um die Kohle, woher sie kommt und geht und um Öl und Gas.
Die Experten sind sich nicht einig, deshalb muss ich selbst recherchieren.
Meinung I: Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört.
Meinung II: Der Krieg für Gas und die „Pipeline-Theorie“ seien ein Märchen. Besonderer Popularität erfreut sich die „Pipelinetheorie“. Ihr zufolge sei der Krieg in Syrien auf das Scheitern einer „Katar-Türkei-Pipeline“ zurückzuführen. Diese hätte von Katar über Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien in die Türkei und von dort nach Europa führen sollen. Die USA hätten das Projekt unterstützt um die ebenfalls Erdgasexportierenden Iraner zu schwächen – auch hätte es Europa unabhängiger von russischen Gasimporten gemacht. Doch Assad, so die Erzählung, hätte ihnen allen einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er das Projekt ablehnte (um die Interessen seiner iranischen und russischen Alliierten zu schützen).
Und im Hintergrund agiert natürlich Erdogan.
Zur Info: die zweite Meinung wird von der Organisation Adopt a Revolution (AaR) vertreten, die Gendersprache schreibt („zivilgesellschaftlicher Akteur*innen“). Man weiß also schon vorher, was sie sagen und dass möglichst bald und oft der Begriff Rassismus vorkommt. Und siehe: die Pipelinetheorie „ist perfide rassistisch, weil sie Syrerinnen und Syrern ihren freien politischen Willen abspricht und sie stattdessen als Marionetten ausländischer Mächte denunziert…“ Man kann solche Leute* nicht ernst nehmen, aber die Argumente sind nicht alle von der Hand zu weisen.
Die erste Meinung (2015) vertritt der Journalist Helmut Scheben. Der hat, wie er schreibt, seine Analyse von Mitchell Orenstein und Foreign Affairs. Der Pipeline-Streit war wohl nicht mehr als ein gewichtiger Faktor unter vielen, die Syrien in den Krieg trieben.
Scheben bezieht sich auch auf das Buch Lüders‘ Buch Lüders‘: „Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“. Die grünen „Faktenchecker“ sehen das anders: Auch in Michael Lüders‘ Syrien-Bestseller „Die den Sturm ernten“ wird die falsche Geschichte unkritisch wiederholt.
Beide Seiten haben Argumente, aber Scheben IMHO die Besseren. Ich glaube aber eher nicht an einen Masterplan der USA, sondern dass alle beteiligten Parteien da hineingeschlittert sind und jetzt das klassische Problem des Zauberlehrlings haben.
Herr, die Noth ist groß,
Die ich rief die Geister
Werd ich nun nicht los.
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*Im Impressum steht u.a. Svenja Borgschulte, Sprecherin der BAG Migration und Flucht der „Grünen“.
Inhaltsleere Stichworte

Several tax officials and auditors, looking very stuffy, with glasses and ill-fitting boring suits, throw banknotes lavishly into the air with both hands
Der Bundesrechnungshof hat wieder Backpfeifen verteilt, die leider nicht weh tun. Es ist einfach unglaublich,
Deutliche Worte findet der Rechnungshof auch hinsichtlich der Vergabe von Aufträgen an externe Berater. Das konkrete Beispiel ist hier ein Auftrag der Deutschen Rentenversicherung Bund. 765.000 Euro zahlte diese an eine Beraterfirma, um sich eine „Geschäftsordnung“ erstellen zu lassen, wie in den Bemerkungen 2024 aufgeführt wird. Das Ergebnis: ein Dokument von zehn Seiten, gefüllt mit „mit weitestgehend inhaltsleeren Stichworten“.Das sei kein Einzelfall, heißt es vom Rechnungshof. Es fehle „regelmäßig an einem nachgewiesenen Bedarf und an konkreten Beratungszielen“. Auch sei meist nicht nachvollziehbar, „wie die Beratungsergebnisse in die Praxis umgesetzt wurden oder welchen Mehrwert die zum Teil millionenschweren Beratungsaufträge brachten“.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt. So eine Geschäftsordnung schreibe ich übrigens in einem Tag mit links und mit ein paar Blicken in den Sauter.
Drei Fenster
Postkarte am meinen Großvater (väterlicherseits) am 05.01.1980 aus Cusco, Pero, wenige bevor ich zu meinem ersten Marsch nach Machu Picchu aufbrach. Das Foto zeigt den Tempel der drei Fenster, den ich natürlich auch fotografiert habe.
Ich werde erst bei dieser Karte wieder daran erinnert, dass ich auf meiner ersten halbjährigen Reise eigentlich von Bolivien nach Brasilien wollte, und von dort aus über Surinam nach Guyana. Aber da ich mich mit meinem Reisebegleiter nicht einig wurde, habe ich letztlich nachgegeben, und wir sind von Bolivien über den Rio Mamoré nach Puerto Velho und von dort nach Manaus am Amazonas.
Der Pfeil Bashans
Israel hat jetzt auch den Gipfel des Bergs Hermon besetzt. Ein Schelm, wer denkt, daran würde sich jetzt irgendwann noch etwas ändern.
Hier ist eine Analyse von Naftali Hazony/X („Israeli fighter pilot turned combat special forces“) auf X:
In the past, Israel’s radars suffered from a significant blind spot, unable to see beyond Mt. Hermon and parts of Lebanon from their position on Mt. Meron. Iran’s low-fyling drones exploited this weakness, infiltrating Israel time and time again.
Once placed on Mt. Hermon, Israel’s radars will see far into both Syria and Lebanon, providing early warning of incoming low-flying jets and drones. Israel’s intelligence canalso leverage the peak, placing sensors to condut surveillance and intercept enemy communications.
The mountains also provide the perfect cover for Israel’s spacial forces and spies, wo can ow enter Syria more freely, conducting missions under the cover of darkness.
Several of Hezbollah’s smuggling routes north of the Hermon have been cut off.
Be it ISIS HTS, Iran, or Hezbollah, a hostile force advancing toward Israel will now be exposed – at the mercy of Israel’s drones, surface-to-surace missiles, and laser-guided ombs. Residents of north Israel can sleep more soundly knowing that Israel controls this peak.

Source: Naftali Hazony/X
Grafik unten: Russische Propaganda, also automatisch voll gelogen. Man sieht, dass die russische Meinung sich nicht unterscheidet von dem, was die Bundesregierung, die Wagenknechte, die „Linke“ und die Taz meinen: Die Golenhöhen und die „Palästinensergebiete“ seien „besetzt“. Intel Slava schreibt auch: „Israel announced the successful completion of Operation Sword of Bashan against Syria.“ Falsch, es heisst Arrow of Bashan. Bashan ist natürlich wie alles in der Region uralt und wurde in der Bibel erwähnt (was nicht bedeutet, dass es wahr ist – aber fast immer gut gelogen).
Wie umgeht man Zensur und Sperren von Websites?

Take a photo that describes the content of this judgment: A free press, not controlled by public authority and not subject to censorship, is an essential element of a free state; in particular, a free, regularly published political press is indispensable for modern democracy. If citizens are to make political decisions, they must be fully informed, but also be aware of the opinions that others have formed and be able to weigh them against each other. –s 750
Diesen Text habe ich für das Nitro-Magazin (Dezember 2024) verfasst.
Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfene Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates; insbesondere ist eine freie, regelmäßig erscheinende politische Presse für die moderne Demokratie unentbehrlich. Soll der Bürger politische Entscheidungen treffen, muß er umfassend informiert sein, aber auch die Meinungen kennen und gegeneinander abwägen können, die andere sich gebildet haben. (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 05.08.1966 – das so genannte „Spiegel-Urteil“)
Ich glaube, dass diese unregulierte Form von diesen sozialen Medien inzwischen nicht mehr akzeptabel ist. (Robert Habeck am 17.10.2024)
Wir sind massiver Propaganda und Desinformation über diesen verabscheuungswürdigen Angriff auf ein freies und unabhängiges Land ausgesetzt. Wir werden diesen Sprachrohren des Kreml nicht länger gestatten, ihre toxischen Lügen zu verbreiten, um Putins Krieg zu rechtfertigen und zu versuchen, unsere Union zu spalten.(Ursula von der Leyen, 2.3.2022)
Journalisten müssen umfassend informieren, wenn sie ihren Beruf ernst nehmen. Das heißt: Nach dem berühmten Satz „audiatur et altera pars“ handeln – höre auch die andere Seite. Diese Maxime ist im Zeitalter des betreuten Denkens und des Haltungsjournalismus leider außer Mode gekommen.
Wer sich im Internet als Journalist informieren will, muss jedoch in der Lage sein, Zensur und so genannte „Netzsperren“ umgehen zu können. Das dürfte selbstverständlich sein. Länder wie Russland, China, Iran, Russland, die Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten und Vietnam, dazu viele kleinere Länder zensieren und sperren „unliebsame“ Websites direkt.
Auch Suchmaschinen und Soziale Medien, etwa Facebook, zensieren Nutzer aus bestimmten Ländern, Deutschland inklusive.
Der Spiegel titelte schon 2010: „Wie die Deutschen Zensur-Vizeweltmeister wurden – Sperren, löschen, Personen identifizieren: Google macht jetzt erstmals öffentlich, welche Staaten solche Anfragen stellen. Bei der Entfernung von Videos, Blogeinträgen und Suchtreffern landet Deutschland auf Platz zwei hinter Brasilien“.
Fast alle Internet-Sperren kann man umgehen, sogar mit wenig Aufwand und ohne technische Spezialkenntnisse. Hier werden die gängigsten Zensur-Maßnahmen beschrieben – und wie man sie ad absurdum führt. (Die Liste ist nicht vollständig.)

A female computer genius in front of a futuristic computer, using sophisticated virtual tools to circumvent the censorship measures of a totalitarian state
2. Internet-Sperren und Maßnahmen gegen Zensur
Geo-IP-Blocking:
Die Betreiber von Websites erkennen die IP-Adresse eines Nutzers. Diese wird mit Datenbanken abgeglichen, etwa Maxmind oder IP Geolocation. Damit kann man IP-Adressen aus bestimmten Ländern blockieren.
Gegenmaßnahmen: Anonymisieren der eigenen IP-Adresse, zum Beispiel durch VPN-Dienste oder den Tor-Browser.
DNS-Blocking:
Die Internet-Provider blockieren den Zugriff auf bestimmte Domains, indem ihre Domain-Name-Server (DNS) den gefragten Hostnamen nicht auflösen. Beispiel: rtnewsde.site (Hostname) hat die IP-Adresse 185.79.236.191 – die kann man auch direkt eingeben.
Gegenmaßnahmen: Wenn nur der Hostname nicht in die IP-Adresse „übersetzt“ wird, gibt man einfach diese ein. Falls auch die IP-Adresse vom DNS-Server blockiert wird, wählt man einen anderen DNS-Server als den, den der Internet-Provider vorschlägt. Manche Provider (wie Vodafone) versuchen das zu unterbinden.
– Liste vertrauenswürdiger und unzensierter DNS-Server www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm
– Schneller und ohne Sperren: Alternative DNS-Server einsetzen:
www.heise.de/ratgeber/Schneller-und-ohne-Sperren-Alternative-DNS-Server-einsetzen-8659971.html
– DNS How to (CCC) www.ccc.de/censorship/dns-howto/
IP-Blocking auf Netzwerkebene:
Regierungen oder ISPs blockieren bestimmte IP-Adressen oder IP-Bereiche von Websites, um den Zugriff auf Websites zu verhindern. Diese Methode kann auf nationaler Ebene durchgesetzt werden.
Gegenmaßnahmen:
– VPN-Dienste oder Tor-Browser. Manche Länder blockieren auch deren IP-Adressen, zum Beispiel die der Torserver.
– Surft man mit dem Tor-Browser und erreicht eine gesperrte Website dennoch nicht, hilft meistens die „Brücken-Relay“-Technik von Tor: Man fordert einen Server an, der verbirgt, dass er zum Tor-Netzwerk gehört.
– Gegen Sperren auf Netzwerkebene helfen oft so genannte (meistens kommerzielle) Smart DNS-Dienste, etwa GetFlix. Nicht alle dieser Dienste sind empfehlenswert.
Keyword-Blocking (Deep Packet Inspection)
Diese Methode scannt den Internetverkehr nach bestimmten Schlüsselwörtern oder Inhalten und blockiert den Datenverkehr, der diese enthält. Internet-Provider nutzen oft Deep Packet Inspection (DPI), um den Inhalt der übertragenen Datenpakete zu analysieren und unerwünschte Inhalte herauszufiltern oder zu zensieren.
Gegenmaßnahmen:
– Tor-Browser benutzen
– Manche kommerziellen Anbieter bieten sogenannte Obfuscated-Server an, die speziell gegen DPI entwickelt wurden.
– Man verwendet Shadowsocks (Open Source). Shadowsocks verschleiert den Datenverkehr und ist schlechter erkennbar als VPNs. Es wird häufig in Regionen mit starker Internetzensur eingesetzt – wie in China, Iran und Russland.
– Psiphon (Open Source). Psiphon kombinierts VPN, SSH und HTTP-Proxys, um Zensur zu umgehen. Psiphon passt sich automatisch an die sicherste Verbindungsmethode an (als App und Desktop-Version).
– UDP-basierte Protokolle (zum Beispiel die VPN-Lösung WireGuard, kostenlos, erhältlich für Smartphones, PCs und Fritz!Box-Router).
URL-Filtering:
Bei dieser Methode wird der Zugriff auf bestimmte URLs oder Pfade innerhalb einer Domain gesperrt, um bestimmte Inhalte zu zensieren.
Gegenmaßnahmen:
Tor, VPN, alternative DNS-Server. HTTPS statt HTTP (Hypertext Transfer Protocol ) verwenden: Einige URL-Filter blockieren nur die HTTP-Version einer Seite und nicht die HTTPS-Version. Der direkte Zugriff über HTTPS (https://) kann manchmal die Sperre umgehen.
Verschlüsselungs-Blocking:
In einigen Fällen können Regierungen den Zugriff auf Websites einschränken, die verschlüsselte Verbindungen (z. B. HTTPS) verwenden. Sie tun dies, um die Inhalte besser kontrollieren zu können, da verschlüsselte Verbindungen die Überwachung erschweren.
Gegenmaßnahmen: Alle oben erwähnten
Throttling oder Drosselung:
Eine weniger offensichtliche Methode der Zensur ist die Drosselung des Datenverkehrs zu bestimmten Websites oder Diensten. Dies macht den Zugriff so langsam, dass die Nutzer davon abgehalten werden, die Seite zu besuchen, obwohl sie technisch gesehen noch zugänglich ist.
Gegenmaßnahme u.a.: Browser-Erweiterungen für Datenkomprimierung. Einige Erweiterungen wie Google Chromes „Lite Mode“ komprimieren Daten und leiten den Datenverkehr über Google-Server, wodurch das Datenvolumen reduziert wird und der ISP das Nutzungsverhalten schwerer überwachen kann.
3. Begriffserklärung:
Tor-Browser
Der Tor-Browser schützt die Privatsphäre beim Surfen, indem er die Internetverbindung über ein Netzwerk von Servern weltweit verschlüsselt und weiterleitet. Dadurch werden die Identität und der Standort des Nutzers verborgen.
Den Tor-Browser gibt es für alle Betriebssysteme, einschließlich für Smartphones, und ist einfach zu installieren.
Für Smartphones ist Orbot eine Alternative:
Tor gerantiert nur Anonymität, wenn man den Browser wie „ab Werk“ vorgesehen nutzt, also alles verbietet, was Hinweise auf den Nutzer geben könnte (Cookies, Scripte usw.). Soziale Medien kann man damit nicht benutzen.
Alternativen und kostenpflichtige VPN-Dienste: www.netzwelt.de/sicherheit/anonym-surfen/alternativen-zum-tor-browser.html
Virtuelles Privates Netzwerk (VPN)
Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) stellt eine sichere und verschlüsselte Verbindung über das Internet her. Es verbirgt die echte IP-Adresse des Nutzers und lässt ihn so erscheinen, als sei er von einem anderen Standort aus online. Das VPN schützt dadurch die Privatsphäre, macht das Surfen sicherer – vor allem in öffentlichen Netzwerken.
Für VPN kann man kostenpflichtige Dienste benutzen oder etwa WireGuard.
1. China: China blockiert das Tor-Netzwerk systematisch über die „Great Firewall“. Tor-Nutzer müssen auf „Bridges“ oder alternative Technologien zurückgreifen, um Zugriff zu erlangen. Die Nutzung des Tor-Netzwerks ist jedoch praktisch illegal und kann zu Strafen führen.
2. Russland: In Russland ist Tor de facto illegal, da das Land eine umfassende Zensur durchführt und den Zugang zu anonymisierenden Netzwerken stark einschränkt. Die Regierung hat in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, um den Zugriff auf Tor zu blockieren, und russische Behörden warnen vor rechtlichen Konsequenzen für Nutzer.
3. Iran: Im Iran ist die Nutzung von Tor ebenfalls illegal, da das Land strenge Internetkontrollen durchführt. Tor wird häufig blockiert, und Nutzer riskieren rechtliche Verfolgung oder Strafen, wenn sie beim Zugriff auf Tor erwischt werden.
4. Belarus: In Belarus ist der Zugang zu anonymen Netzwerken wie Tor und VPNs offiziell verboten. Die Nutzung solcher Technologien kann zu rechtlichen Konsequenzen führen, und der Zugang wird vom Staat blockiert.
5. Venezuela: Venezuela hat in den letzten Jahren die Nutzung von Tor und anderen anonymisierenden Diensten eingeschränkt, insbesondere während politischer Unruhen. Obwohl es kein ausdrückliches Verbot gibt, wird der Zugang häufig blockiert und die Nutzung kann in bestimmten Fällen zu Problemen führen.
6. Türkei: In der Türkei ist der Zugang zu Tor nicht explizit illegal, aber das Netzwerk wird häufig blockiert, insbesondere während politisch sensibler Zeiten. Die Regierung hat in der Vergangenheit Maßnahmen gegen Tor-Nutzer ergriffen, insbesondere, wenn sie für Aktivitäten genutzt wird, die als „regierungsfeindlich“ angesehen werden.
7. Ägypten: In Ägypten wird Tor teilweise blockiert und überwacht, besonders während politischer Krisen. Der Zugang ist nicht explizit illegal, aber Nutzer können Schwierigkeiten bekommen, wenn sie auf das Netzwerk zugreifen.

Examples for censorship of websites
Keine Schnappatmung wegen Telepolis
Ich muss das Publikum ein wenig wieder von den Palmen herunterlocken. Nein, ich bekomme keine Schnappatmung wie Peter Bürger, das Neue Deutschland oder Multipolar, wenn meine alten Artikel nicht mehr auf Telepolis verfügbar sind.
Natürlich bedauere ich zutiefst, dass ich etwa „Der Verliebte Avatar“ oder „Einsame Herzen 2.0“ (zwei Teile über Sex in Secondlife) noch nicht einmal mehr auf archive.org ansehen kann. Aber nichts ist älter als eine Zeitung von gestern.
Beispiel: Ich habe im Oktober knapp 1000 Euro an einen Anwalt zahlen müssen, weil Reuters mit KI Blogs durchforstet und in meinem Fall geklaute (ich wusste noch nicht einmal, dass die von Reuters waren) Fotos, die rund 20 (!) Jahre auf meinem Blog standen, abgemahnt hat. Ich bin noch glimpflich davongekommen. Ich wüsste aber nicht, woher ich die Zeit nehmen sollte, alle meine Blogartikel seit 2002 zu checken, ob es irgendwo Urheberrechtsprobleme geben könnte, obwohl ich sehr vorsichtig bin. Für Telepolis stelle ich mir das technisch unmöglich vor.
Ich hatte aber ein anderes Wort als „Qualitätsoffensive“ benutzt; das
lädt zum Spekulieren ein.

Mein Bild (ChatGPT) ist besser als das von Telepolis – und gratis.
Wg. Syrien
Ich fühle mich zum Thema Syrien durch die Qualitätsmedien nicht ausreichend informiert.
Deshalb habe ich selbst ein wenig herumrecherchiert eingedenk der meistens völlig ausreichenden Fragen – wenn man die Antwort dazu hat -: Wo kommt die Kohle her? Wo geht die Kohle hin? (Matthew D. Rose) sowie: Cui bono? Und dann sucht man natürlich auch nach map natural resources Syria.

Source: M. Izady/geocurrents.info
Einen syrischen Staat hat es in der Geschichte nie gegeben. Damaskus war zwar die Metropole der ersten imperialen Ordnung des Islam, der Umayyaden-Dynastie von 661 bis 750, aber das heutige Syrien ist eine Schöpfung der französischen Kolonialzeit. Damaskus wiederum war eine Entität für sich. Die französischen Kolonialherren haben in Syrien ein Gebilde konstruiert, aus dem nominal ein Nationalstaat hervorging, das aber jeder Substanz der staatlichen Institution des Nationalstaats entbehrt. Nationalstaaten im Nahen Osten sind ein europäisches Transplantat in einer fremden Umwelt. Meine eigene kulturelle Identität hat mit Syrien nichts zu tun. In Damaskus habe ich gelernt, mich als ein Schami, ein Damaszener, und nicht als ein Syrer zu definieren. Was ist dann Syrien überhaupt? (Bassam Tibi)
Ist Syrien ein „normaler“ kapitalistischer Staat wie Italien oder Frankreich?
Nein. Syrien ist vergleichbar mit Staaten wie Venezuela. Es gibt keine nennenswerte Industrie, wie sie sich Westeuropa oder Japan entwickelt hat, sondern nur Rohstoffe (Öl, Gas, Phosphate), die andere imperialistische Staaten auch haben wollen. Der Erlös wird unter die jeweiligen mehr oder weniger loyalen Peer Groups der herrschenden Klasse aufgeteilt.
Während der hoch entwickelte Kapitalismus immer faschistische Herrschaftsformen als Alternative hat, wenn das Kapital in Gefahr ist, die Kontrolle zu verlieren, gibt es in den „protokapitalistischen“ Staaten der so genannten Welt, insbesondere den arabischen Staaten, nur den Umsturz, wahlweise den Militärputsch (wenn keine der großen imperialistischen Mächte einmarschiert).
Im Unterschied zu Lateinamerika ist der vordere Orient (außer natürlich Israel) immer noch tribalistisch organisiert, das heißt: Die Loyalität gilt nicht der eigenen Klasse, sondern eine Gruppe, die sich nach irrationalen Kriterien organisiert: Nation, Religion, Sprache oder „Stamm“ (vgl. Karte oben). Die Nation entstand als Form der ideologischen Überhöhung der bürgerlichen Klassenherrschaft; Frankreich ist das klassische Beispiel. Arabische Nationen gibt es gar nicht, dazu kamen sie „zu spät“, auch wenn die deutsche Presse immer die Nation der „Palästinenser“ herbeischreiben und -zaubern will.
Man muss sich daher fragen: Warum ist das nicht in Großbritannien oder Deutschland so wie in den arabischen Staaten? Weil der voll ausgebildetete Kapitalismus Tribalismus (Bayern, Sachsen usw.) obsolet gemacht hat: Das Individuum wird vollends auf seine Existenz als Ware Arbeitskraft reduziert, alles andere ist Feuilleton, zwar möglich, aber letztlich entbehrlich (vgl. das Zitat Bassam Tibis).
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat sich (2018) an einer Art Klassenanalyse versucht, was ein völlig korrektes Vorgehen ist: „Die wichtigste Komponente der Bewegung bestand aus ökonomisch benachteiligten sunnitischen Landarbeitern zusammen mit städtischen Angestellten und selbstständigen Arbeitern, die die Last der neoliberalen Politik tragen mussten, vor allem seit der Machtübernahme durch Bashar al-Assad im Jahr 2000. Die Geographie der Revolten in Idlib, Dar’a und anderen mittelgroßen Städten sowie in anderen ländlichen Gegenden weist Muster auf, denn all diese Orte waren historische Hochburgen der Ba’th-Partei und profitierten von den Agrikulturreformen der 1960er-Jahre. (…) Im Jahr 2005 wurde die «soziale Marktwirtschaft» bei der zehnten Regionalkonferenz der Ba’ath-Partei als neue wirtschaftliche Strategie verabschiedet.“
Bashar al-Assad’s politische Herrschaft und Wirtschaftspolitik führten zu einer noch nie dagewesenen Verarmung der Gesellschaft und weiter wachsenden Wohlstandsgefällen. (Joseph Daher)
Das Regime der nationalistischen Baath-Partei hat sich also daran versucht, den ökonomischen Rückstand zur den großen Industriestaaten aufzuholen, ist aber naturgemäß gescheitert, ein Problem, das sich etwa in Indien kaum stellt (ein interessantes Problem, aber mit Indien kenne ich mich nicht aus), eher aber in Staaten wie Argentinien und Brasilien.
Die Zukunft in Syrien ist natürlich ein Bürgerkrieg. Das rührselige Gefasel in der bürgerlichen Presse („Freiheit!“) wird bald Makulatur sein. Die schwache Struktur der Gesellschaft hat für die herrschende Klasse nur die Diktatur oder eine sich als Demokratie tarnende Diktatur (wie in Ägypten) als Option.
Syrien ist einer der mittlerweile zahlreichen failed states an der Peripherie der imperialistischen Mächte und Staaten, und wird zerfleischt werden – die Frage ist nur, ob das auf Kosten der Staatlichkeit gehen wird. Die USA, die Russen und die Türken sind schon dabei, sich alles Wertvolle unter den Nagel zu reißen. Die Kurden, die ewigen Verlierer, werden auch dieses Mal zuschauen.
„Dass die Türken der Offensive nicht zugestimmt haben, bedeutet ja nicht, dass sie nichts davon gewusst haben“, sagt ein Beobachter. „Man kann ja auch zustimmen, indem man nicht Nein sagt.“ (Die bürgerliche Presse zitiert einen „Beobachter“…)
Die Israelis machen, was zu erwarten war, genau das Richtige: „Israeli Air Force Shaldag special forces have captured Mount Hermon during their advance on the Golan Heights. The UNDP base, located at an altitude of 2,814 meters, has come under the control of the special forces. At the moment, the IDF advance on the Golan Heights is 14 km.“
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Quellen:
– Karten von Syrien: Perry-Castañeda Library
Map Collection – Syria maps https://maps.lib.utexas.edu/maps/syria.html
– Forat Suliman / Homam Khwanda /R.V. Ramana Murthy: An Analysis of the Syrian Economy in the Era of Military Conflict, 2011–2020: The Perspective of Government and Economics, 1923 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2667319323000253?via%3Dihub
– The Energy Consulting Group – Management consultants for upstream oil and gas producers and service companies: Syrian Oil and Gas https://www.energy-cg.com/MiddleEast/Syria/Syria%20Oil%20and%20Gas%20Overview.html
– Bassam Tibi: „Falsche Tabus führen zu falscher Politik. Die wahren Fluchtursachen“: Analyse im Cicero (Februarausgabe 2017) https://www.bassamtibi.de/?p=3014
– Martin W. Lewis: Michael Izady’s Amazingly Detailed Map of Ethnicity in Syria (and the Syrian Armenians) https://www.geocurrents.info/blog/2014/10/26/michael-izadys-amazingly-detailed-map-ethnicity-syria-syrian-armenians/
– Joseph Daher: Syrien: Die sozialen Ursprünge des Aufstands (2019) https://www.rosalux.de/publikation/id/39149/syrien-die-sozialen-urspruenge-des-aufstands/
Neu in der Blogroll
Neu in der Blogroll:
– GeoCurrents (Martin W. Lewis): „GeoCurrents is dedicated to exploring the geographical and historical patterns that underlie the world’s current events and that structure global and regional relationships.“ – „Martin W. Lewis is senior lecturer emeritus at Stanford University, where he taught world history and world geography from 2002 to 2022.“
– Memri TV: „MEMRI TV monitors over 100 channels from the Arab and Muslim world – from Saudi Arabia and the Gulf, Yemen, Iran, and Iraq to Egypt, Jordan, Lebanon, Syria, Turkey, Palestinian Authority, and Gaza, and parts of Africa as well as Af-Pak and Russia“.
AI Surveillance oder: Profitmaximierung im Kapitalismus
In diesem Instagram-Video kann man sehr schön erkennen, wie Künstliche Intelligenz dem Kapital bei der Profitmaximierung hilft. Wenn die Angestellten sich von ihren Plätzen erheben, werden sie gleich markiert, und die Fehlzeit wird vom Lohn abgezogen.
Das variable Kapital besteht aus den Kosten der Ware Arbeitskraft (nicht zu verwechseln, ChatGPT, mit dem Lohn). Je größer die Kosten des variablen Kapitals, um so geringer der Mehrwert und letztlich Profit.
ChatGPT: Laut Karl Marx besteht der Unterschied zwischen Mehrwert und Profit darin, dass der Mehrwert die grundlegende Größe ist, die durch die Ausbeutung der Arbeitskraft im Produktionsprozess entsteht, während der Profit eine Erscheinungsform dieses Mehrwerts darstellt, die durch die Konkurrenz und Verteilung im kapitalistischen System beeinflusst wird.
Span Style

Wie kann man in einem WordPress-Blog die Schrift des Textes farblich unterlegen? (Antwort vgl. oben)
ChatGPT: Wenn du regelmäßig Texte farblich hinterlegen möchtest, könnte ein Plugin hilfreich sein: Plugins wie „Advanced Editor Tools (TinyMCE Advanced)“.
Nein, da ich HTML per Hand schreibe, lasse ich das mit dem Blockeditor lieber. Und ein „benutzerdefiniertes CSS“, das ChatGPT mir als dritte Option vorschlägt, ist mir nicht variabel genug.
Dem deutschen Volke und der Bevölkerung
Die Kleine Hirse macht auch in der Nacht ganz ordentliche Fotos.
Machu Picchu, revisitado
Postkarte aus Peru an meinen Großeltern, Januar 1980. Die Karte kam leider eine Woche nach dem Tod meines Großvaters an. Ich erfuhr erst nach meiner Rückkehr nach Deutschland, dass er gestorben war. Liebe Nachgeborene: Man hatte damals kein Handy, konnte also auch nicht telefonieren. Und wenn man das in einer Post in einer Großstadt versuchte, kostete eine Minute so viel wie eine Woche Aufenthalt….
Die Karte zeigt Machu Picchu, El Grupo Real. Ich war 1980 und 1984 dort.
Kulturell angeeignet
Der Kerl (im wahren Leben „weißer“ US-Amerikaner) spielt meinen „Bruder“ in Secondlife. (Mein Avatar ist auch dunkelhäutig und hat Rasta-Locken.) Darf der das? Das ist doch bestimmt kulturelle Aneignung!
Zum Glück schert das in Secondlife niemanden. Deswegen gibt es auch so wenige deutsche Rollenspieler. Und welche Rolle die Dame spielt, will ich am besten gar nicht erwähnen. Den Screenshot kann ich aus Gründen nicht in sozialen Medien verbreiten, aber hier…
Alice und Bob oder: Encryption is your friend
Die Hölle friert ein. Heise: Wegem schwerem Cyberangriff auf US-Provider: FBI wirbt für Verschlüsselung“. („Wegen eines schweren Cyberangriffs“ – Genitiv!)
Die Originalmeldung von NBC News ist etwas ungenauer: „U.S. officials urge Americans to use encrypted apps amid unprecedented cyberattack“.
„Encrypted Apps“ – ist denn PGP eine App? Transportverschlüsselung, Software ohne Hintertüren oder Verschlüsseln der Inhalte? Die Unterschiede zu erklären bedeutete für deutsche Medien, intellektuell überfordert zu sein: Sind die Apps nun verschlüsselt (worden, Passiv) oder tun die Verschlüsseln das (Aktiv)?
“Our suggestion, what we have told folks internally, is not new here: Encryption is your friend, whether it’s on text messaging or if you have the capacity to use encrypted voice communication. Even if the adversary is able to intercept the data, if it is encrypted, it will make it impossible,” Greene said.
The FBI official said, “People looking to further protect their mobile device communications would benefit from considering using a cellphone that automatically receives timely operating system updates, responsibly managed encryption and phishing resistant” multi-factor authentication for email, social media and collaboration tool accounts.
Aha. Es geht wieder mal primär um die mobile devices. Das hatten wir schon durchgenommen. Und Maßnahmen gegen Phishing haben nur sehr indirekt etwas mit dem Thema zu tun. Ausreichend wäre schon, wenn man E-Mails nur im Textformat ansähe.
Also nur und wieder einmal allgemeines ungenaues Gefasel.

2015 schrieb ich: „Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat gefordert, dass deutsche Sicherheitsbehörden befugt und in die Lage versetzt werden müssen, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln oder zu umgehen‘.“ (AFP via Heise)
Oh, wir haben hier noch etwas aus dem Jahr 1997: Rede: von Bundesinnenminister Manfred Kanther anläßlich der Eröffnung des 5. IT-Sicherheitskongresses am 28. April 1997 in Bonn „Mit Sicherheit in die Informationsgesellschaft“:
Die legalen Überwachungsmöglichkeiten müssen auch dann gewahrt bleiben, wenn der Fernsprechverkehr künftig mehr und mehr verschlüsselt wird. Die Frage, ob deswegen der Einsatz von Verschlüsselungsverfahren gesetzlich zu regeln ist, wird derzeit leidenschaftlich diskutiert. Wenn in einigen Jahren nicht nur der gesamte Datenverkehr über das Internet und andere Netze verschlüsselt wird, sondern vielleicht sogar das ganz normale klassische Telefongespräch, dann hat das ohne eine wirksame Regulierung zur Folge, daß die Befugnisse der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden nach dem G 10-Gesetz, der Strafprozeßordnung oder dem Außenwirtschaftsgesetz zum Mithören des Telefon- und Datenverkehrs praktisch ins Leere laufen werden.
By the way, Heise, warum wird mein Artikel aus dem Jahr 2013 nicht mehr zur Verfügung gestellt?
99, mütterliche Messerbänkchen
Meine Mutter wäre heute 99 Jahre alt geworden. Die Familie hat zum letzten Mal in ihrer Wohnung ein Essen veranstaltet. Dabei kamen auch die hier schon bei meiner Schwester lobend erwähnten mütterlichen Messerbänkchen zum Einsatz. Ab morgen fangen wir an, die Wohnung aufzulösen…














































