Examensergebnis:

variables Kapital

Ich habe heute die Künstliche Intelligenz in Marxismus-Leninismus geprüft. Das Examen bestand aus zwei Fragen und dauerte fünf Minuten. Die KI hat mit „gut“ bestanden. Das Publikum mag sich selbst ebenso testen, hat aber fairerweise mehr Zeit.

Wie erklärt Karl Marx im 1. Band des Buches „Das Kapital“ das variable Kapital und dessen Rolle im Wertschöpfungsprozess?

ChatGPT: Im 1. Band von Das Kapital erklärt Karl Marx das variable Kapital als den Teil des vorgeschossenen Kapitals, der für die Bezahlung der Arbeitskraft verwendet wird, also für Löhne. Es unterscheidet sich vom konstanten Kapital, das in Produktionsmittel wie Maschinen, Rohstoffe und Werkzeuge investiert wird. Das variable Kapital spielt eine zentrale Rolle im Wertschöpfungsprozess, weil es der einzige Kapitalanteil ist, der in der Lage ist, Mehrwert zu erzeugen.

Wesentliche Merkmale des variablen Kapitals:
Transformation im Produktionsprozess:
Das konstante Kapital überträgt lediglich den bereits vorhandenen Wert der Produktionsmittel auf das fertige Produkt. Es schafft keinen zusätzlichen Wert.
Das variable Kapital hingegen repräsentiert die Arbeitskraft, die im Produktionsprozess mehr Wert erzeugt, als sie selbst kostet. Dieser Mehrwert ist die Quelle des Profits für den Kapitalisten.

Arbeitskraft als Quelle des Mehrwerts:
Marx argumentiert, dass die Arbeitskraft eine besondere Ware ist, weil sie die Fähigkeit besitzt, mehr Wert zu schaffen, als zu ihrer eigenen Reproduktion notwendig ist.
Der Kapitalist kauft die Arbeitskraft zum Wert ihrer Reproduktion (den Lohn), aber die Arbeitskraft erzeugt während der Arbeitszeit einen größeren Wert.

Mehrwertrate und Ausbeutung:
Die Differenz zwischen dem Wert, den die Arbeitskraft erzeugt, und dem Wert, den sie in Form des Lohns erhält, bezeichnet Marx als Mehrwert. Die Mehrwertrate misst das Verhältnis zwischen dem Mehrwert und dem variablen Kapital, also die Intensität der Ausbeutung der Arbeitskraft.

Rolle im Kapitalistischen Produktionsprozess:
Das variable Kapital ist dynamisch, weil es den gesamten Produktionsprozess antreibt. Ohne Arbeitskraft gibt es keine Produktion, und ohne Mehrwert gibt es keine Akkumulation des Kapitals.

Marx betont somit, dass das variable Kapital im Zentrum des kapitalistischen Produktionsprozesses steht, weil nur die Arbeitskraft in der Lage ist, die Wertsumme zu erhöhen und so die Grundlage für Profit und Kapitalakkumulation zu schaffen.

Wenn die Kosten für das variable Kapital gesenkt werden können, erhöht das den Profit. Welche Methoden gibt es, um die Kosten des variablen Kapitals zu senken?

ChatGPT: Ja, die Senkung der Kosten des variablen Kapitals (Löhne und andere Arbeitskosten) kann den Profit erhöhen. Marx analysiert im Kapital, wie Kapitalisten unterschiedliche Strategien anwenden, um die Arbeitskosten zu reduzieren und die Mehrwertrate zu steigern. Die wichtigsten Methoden sind:

Hier ist eine überarbeitete Zusammenfassung der wichtigsten Methoden, um die Kosten des variablen Kapitals zu senken, basierend auf Marx‘ Analyse im Kapital:

1. Verlängerung des Arbeitstages (absolute Mehrwertproduktion):
Längere Arbeitszeit ohne proportional höheren Lohn: Die Arbeiter leisten zusätzliche Stunden, die oft nur teilweise oder gar nicht vergütet werden. Dies steigert die Produktion und senkt die Kosten pro Einheit Arbeitskraft.
Unbezahlte Mehrarbeit: Die Verlängerung der produktiven Arbeitszeit erhöht den Mehrwert.

2. Steigerung der Produktivität (relative Mehrwertproduktion):
– Einsatz neuer Technologien: Maschinen und technologische Fortschritte ermöglichen, dass ein Arbeiter mehr in derselben Zeit produziert, wodurch die Arbeitskosten pro Stück sinken (vgl. Screenshot oben).
– Rationalisierung der Produktion: Effektive Arbeitsorganisation, z. B. Fließbandarbeit oder Automatisierung, reduziert den Arbeitsaufwand pro Produkt.
– Senkung der Reproduktionskosten der Arbeitskraft: Wenn die notwendigen Güter für das Leben der Arbeiter (wie Lebensmittel oder Kleidung) billiger werden, kann auch der Lohn gesenkt werden.

3. Direkte Lohnkürzungen:
Senkung der Nominallöhne: Direkte Kürzungen der gezahlten Löhne oder Gehälter.
– Einsatz von Niedriglohnarbeit: Beschäftigung von Arbeitskräften in prekären oder unsicheren Arbeitsverhältnissen mit geringen Löhnen.

4. Verlagerung der Produktion (Globalisierung):
Outsourcing in Niedriglohnländer: Verlagerung der Produktion in Länder mit niedrigeren Löhnen und schwächeren Arbeitsrechten.
Offshoring: Reduzierung der variablen Kosten durch Produktion in Regionen mit geringen Lebenshaltungskosten.

5. Erhöhung der Arbeitsintensität:
– Steigerung der Leistung: Mehr Arbeit in derselben Zeit durch Erhöhung des Drucks, Überwachung oder Einführung strengerer Arbeitsnormen.
– Verkürzung von Pausen: Verringerung der Erholungszeiten, um die produktive Zeit pro Tag zu maximieren.

6. Flexibilisierung und Prekarisierung der Arbeit:
– Zeitarbeit und Leiharbeit: Einführung von flexiblen und kurzfristigen Arbeitsverträgen, die oft schlechter bezahlt werden und keine zusätzlichen Sozialleistungen bieten.
Minijobs und Teilzeitarbeit: Förderung von Arbeitsmodellen mit niedrigen Stundenlöhnen oder ohne Anspruch auf reguläre Arbeitnehmerrechte.

7. Abbau von Sozialleistungen:
– Reduktion indirekter Lohnkosten: Kürzung von Renten, Krankenversicherungen oder Urlaubsgeld.
– Privatisierung von Sozialleistungen: Verlagerung von Verantwortung für Altersvorsorge oder Gesundheit auf die Arbeitnehmer. [Es heißt „Arbeiter“, KI! Das gibt einen Minuspunkt.]

8. Einsatz ungeschützter oder unbezahlter Arbeitskräfte:
Praktika und unbezahlte Arbeit: Nutzung von Arbeitskräften ohne Lohnanspruch, etwa in Ausbildungsprogrammen.
Kinder– und Zwangsarbeit: In extremen Fällen Einsatz von Arbeitskräften ohne Anspruch auf angemessene Bezahlung oder Rechte.

Das Kapital erschien 1867 und erklärt den heutige Kapitalismus noch immer hinreichend.

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Kommentare

8 Kommentare zu “Examensergebnis:”

  1. blu_frisbee am Dezember 27th, 2024 8:55 pm

    Daß Wert = Preis ist Generalvoraussetzung für Band 1
    (außer Kap1 Tausch. Der Preis ist Kompromiss).

    Der Preis klebt nicht am Warenkörper sondern ia. an den Machtverhältnissen. ZB Eigentum.
    Der Kapitalist holt raus was er kann (kurzfristig).

    Marx verhandelt den Fall wenns funktioniert.
    Spannend wirds wenn nicht mehr. ZB Konkurrenz.

    Ein Markt besteht aus individuellen Verträgen die alle nur Wetten sind. Irgendjemand muß den produzierten Plunder auch kaufen. Woher kommt das Geld?

    Zyklische Krisen (3-10 Jahre) kennen alle.
    Auch ENSO.

    Kapitalismus ist ein chaotisches System
    von dem man nix ausrechnen kann.
    Man kann Puffer einfügen die kosten.
    Im Kapitalismus wird auf Kante kalkuliert.

    Der Kapitalist muß nicht rechnen, die Katze weiß auch so wo die Heizung ist.

    Die Rückversicherer werden bestimte Gegenden nicht mehr versichern.
    https://www.youtube.com/watch?v=xWWXD_NKpHs Lesch

  2. Godwin am Dezember 27th, 2024 9:23 pm

    ja toll – Literatur rezipieren und rezitieren…

    Wer besitzt aktuell welche (gesellschaftlich relevanten) Produktionsmittel?

    Welche Szenarien wären realistisch, die andere Eigentumsverhältnisse begründen würden?
    Und wie würden bei diesen neuen Eigentumsverhältnissen vermutlich gesellschaftlich auswirken?

  3. blu_frisbee am Dezember 27th, 2024 10:37 pm

    Kapitalismus funzt nimmer wie gewohnt (=Krise).

    Bürgerliche Ideologie sagt Menschen haben was falsch gemacht.
    Dann sollen Bürgerliche sagen wie sie es wieder hinkriegen.

    Momentan werden Wahlprogramme der Parteien pobliziert mit je nach Ideologie mentalem Bild vom Kapitalismus.
    Es geht um Wählerstimmen die nach der Wahl nix mehr bewirken.

    Marx sagt, kein Mensch ist ursächlich sondern das System selber, seine Widerprüche und deren Dynamik.

    Die akademischen Schurrpfeifereien mit konstantem und variablen Kapital sind nette Textzusammenfassungen für Leute die die Anstregung des Begriffs scheuen, nur den Deutschlehrer beeindrucken sollen.
    Ein Furz im Wind beeindruckt mehr.

    Bürgerliche Ideologie glaubt fest daß „Markt“ ein selbststabilisierendes System sein.
    Das ist magische Denke.

    Marx Kritik am K. ist nicht daß er „ungerecht“ sei
    sondern ein Scheißsystem das ins Unglück führt und abgeschafft werden muß.

    K. löst keine Krisen sondern gibt eine Verlaufsform.
    Normalerweise durch temporalen/spatialen fix.
    Wo ist der nächste Kondratieff?
    Die größten Kapitalsammlungen sind nicht personal.
    BlackRock verwaltet umra 11.ooo Milliarden.

  4. blu_frisbee am Dezember 28th, 2024 12:28 am

    Kapital verschwindet nicht.
    Der einzele Kapitalist mag seine Wette verlieren, das Kapital hat dann jemand anderes.

    Wenn bei einem Börsencrash behauptet wird „Werte“ wären „vernichtet“ worden ist das Bullshit.
    Nein! Es sind Illusionen.

  5. nOby am Dezember 28th, 2024 12:54 pm

    Ich habe mir den Text nicht durchgelesen. Ist mir etwas entgangen?

    Burks sollte sich lieber mit Musk, der coolen Sau, beschäftigen.

  6. nOby am Dezember 28th, 2024 1:19 pm

    Sorry, ich noch Mal.

    Für wen hat Marx eigentlich geschrieben? Er behandelt das Thema Arbeiter und Arbeitsleistung in Worten die kein damaliger Arbeiter verstehen konnte. Dafür hatten die keine Bildung und nicht das Geld sich Marz zu kaufen.

    Deswegen stelle ich mir immer wieder die Frage für wen Marx geschrieben hat? Eigentlich fallen mir nur Leute wie Lenin ein, die den ganzen lieben langen Tag auf der faulen Haut lagen und das Geld und die Zeit hatten das zu kaufen und zu lesen. Der Arbeiter als Adressat war von Marx doch wohl eher nicht vorgesehen. Selbst als variable Masse war der nicht vorgesehen.

  7. Albert Rech am Dezember 28th, 2024 2:48 pm

    Das eine andere Welt möglich ist hat der Erfolg der real-sozialistischen System in Osteuropa gezeigt.
    Obwohl ein Großteil des Mehrwertes für die Sicherung der sozialistischen Gesellschaft nach Innen- und Aussen (Staatssicherheit, Grenzschutz, Militär) war die Gerechtigkeit größer als beim kapitalistischen Klassenfeind.
    Dadurch das die Produktionsmittel unter Kontrolle der Arbeiterklasse standen hatte diese auch kein Problem mit freiwilliger Mehrarbeit und Verzicht durch Subotniks und dem Einsatz von Schuhlkindern während der Erntezeit in der Landwirtschaft.

    Was damals fehlte war die spirituelle Komponente die z.B. heute der Islam liefern kann und der Einsatz von modernen Informationstechnologie.
    Den ganzen Schlendrian in der Stasi hätte man z.B. durch den Einsatz von KI verhindern können die auf rein wissenschaftlicher Basis des Marxismus Leninismus feindlich-negative Elemente identifiziert und zur Resozialisierung markiert.
    Eine solche KI würde sich auch nicht durch menschliche Schwächen wie Sympathie oder Faulheit korrupieren lassen.

  8. Godwin am Dezember 28th, 2024 4:54 pm

    Was wäre denn die „sehr gute“ Antwort gewesen?

    Habe beide Fragen auch mal durch „mein“ ChatGPT gejagt. Die Antworten fielen zunächst deutlich kürzer aus. Auf erneute Nachfrage das etwas ausführlicher zu machen kam ähnliches.
    Technologische Sachen würden als 8. genannt.
    Hab’s aber wieder vergessen…

    Hab dann auch meine Fragen mal eingebracht.
    Arg oberflächlich – Staatseigentum, Privateigentum, Genossenschaften, Mischformen…
    naja – Douglas Adams lässt grüßen:
    Findet erstmal die richtigen Fragen…

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