Reise nach Rom
Sehr interessanter Kurzfilm auf Youtube: Die Stadt Rom zur Zeit Kaiser Neros um 67 n.Chr | Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim | Faber Courtial. Es gibt noch eine Fortsetzung: Die Stadt Rom in der Spätantike um 445 n.Chr.
„Die großartigen filmischen Rekonstruktionen wurden von Faber Courtial zu unserer Ausstellung „Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt“ (2017) mit hohem technischem und personellem Aufwand erstellt. In den drei Rekonstruktionsfilmen wird das Stadtbild Roms zu unterschiedlichen Zeiten und damit die urbane Entwicklung des Zentrums der Papstgeschichte dargestellt. Die Filme bieten einen lebhaften Eindruck vom Stadtgebiet und den zentralen Orten der jeweiligen Zeit.“
Oh, wie schön ist Panama
Das wird lustig. Aber schon klar: Wenn Putin in die Ukraine einmarschieren darf, darf Trump auch in Panama einmarschieren. Und die nächste Bundesregierung schickt dann Waffen nach Panama.
By the way, Qualitätsmedien: Man kann Links ins weltweite Internet setzen, auch wenn Truth Social Deutsche natürlich sittlich gefährdet.
Verdachtsmomente ohne ideologischen Bezug [Update]

A gritty and intense screenshot from a fictional Russian first-person shooter, showcasing a dark, industrial environment with rusted metal walls and flickering fluorescent lights. The player’s perspective shows a heavily armed character holding a futuristic weapon, aiming down a dimly lit corridor. The scene is filled with atmospheric details, such as broken pipes emitting steam, Soviet-era posters peeling off the walls, and a sense of looming danger as shadows hint at unseen enemies ahead. –ar 3:2, made by AI/Burks
Wenn ich mir die Textbausteine in den Qualitätsmedien anschaue, wird mir ganz anders. Man sucht nach etwas Unbestimmtem, was den Attentäter von Magdeburg „radikalisierte“. Früher war es einfacher: Man rief „Computerspiele“ und alle wussten Bescheid. Wer daddelt, greift irgendwann auch im realen Leben zur Waffe. Man darf also annehmen, dass der saudische „Facharzt“ zum Beispiel den obigen Ego-Shooter gespielt hat und deswegen die AfD gut findet.
„…hat den Zentralrat der Ex-Muslime und die Säkulare Flüchtlingshilfe über mehrere Jahre hinweg terrorisiert. Allem Anschein nach teilte er Überzeugungen aus dem ultrarechten Spektrum der AfD und glaubte an eine großangelegte Verschwörung, die darauf abzielt, Deutschland zu islamisieren.“ (Zentralrat der Muslime, har har) – „Er fiel immer wieder auf, bedrohte Institutionen und einzelne Menschen. Mehrere Gerichte beschäftigten sich mit dem Täter von Magdeburg.“ – „…fiel wiederholt polizeilich auf, während er seine Facharzt-Ausbildung in Stralsund machte. Er drohte unter anderem mit Bezug zu dem Attentat beim Boston-Marathon.“
Mal eine ganz naive Frage: Wie kann jemand, der schon auf den ersten Blick einen ziemlichen Dachschaden hat, Facharzt für Psychiatrie werden?
In Wahrheit haben alle versagt: Kein Sperren, wo sie sein sollten. Er wurde nicht als Gefährder angesehen. Niemand interessierte sich für ihn. Marke: Wenn ich damit drohe, jemanden zu töten („er habe dabei Überlegungen angedroht, sich eine Pistole zu besorgen und im Zweifel Rache an den Richtern nehmen“), aber Araber bin, werde ich in Ruhe gelassen. Wenn ich aber einen Politiker „Schwachkopf“ nenne, gibt es eine Hausdurchsuchung. Gut zu wissen.
„Als Gefährder sei der Mann aber nicht eingestuft worden, sagte Pegel. Dazu brauche man normalerweise Verdachtsmomente mit ideologischem Bezug. Diese hätten bei ihm nicht vorgelegen.“
Jetzt kommen wir zu dem üblichen verdächtigen Textabausteinen. Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Union: „Es muss eine Mindestspeicherfrist für IP-Adressen zur Bekämpfung schwerer Kriminalität eingeführt werden, es braucht auch eine umfassende Befugnis zur elektronischen Gesichtserkennung. Moderne Software muss zur Analyse großer Datenmengen, polizeilicher Datenbanken, sozialer Netzwerke und zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung und Online-Durchsuchung eingesetzt werden dürfen.“
Erstens kann man gar nicht „onlinedurchsuchen“, wenn das Opfer es nicht will, und zweitens ist es genauso Bullshit-Bingo, wenn man das „Quellen-Telekommunikationsüberwachung“ nennt. Eigentlich hat der gute Mann gar nichts gesagt. Bei der Gesichtserkennung empfehle ich einen Bildungsurlaub in China, auch um die Fehlerquote abschätzen zu können.
Journalisten werden in drei Kategorien nach Ampelfarben Rot, Gelb und Grün eingeteilt – um die Dringlichkeit der Nachverfolgung zu kennzeichnen.
Ich kaufe Rot.

Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Symbolbid), made by AI/Burks
[Update]: Die Mitteldeutsche Zeitung beantwortet vielleicht meine obige Frage: „Die Belegschaft nannte ihn „Dr. Google“: Ist der Attentäter von Magdeburg wirklich Arzt?“ Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) fasst den Artikel auf Deutsch zusammen: „Er heißt bei uns Dr. Google.“ Diesen Spitznamen trage er, weil er „vor jeder gestellten Diagnose im Internet nachgucken musste“. Doch dies ist nicht das einzige seltsame Verhalten, das er an den Tag legte.
Der Mann, der als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie drei Therapiestationen leitete, soll seine Visiten grundsätzlich allein gemacht haben, Gespräche mit Mitarbeitern habe er grundsätzlich vermieden. Doch auch bei Patienten stieß der saudische Arzt offenbar auf Misstrauen. (…) Wenn neue Patienten ihn fragten, wie sie schnell von ihrer Rauschgiftsucht loskommen können, soll Taleb A. geantwortet haben: „Alkohol gut, Honig schlecht.“ Er soll zudem mehrfach Medikamente verschrieben haben, deren Einnahme die Patienten in Lebensgefahr gebracht hätte. (…)
Bei Hinweisen habe die Klinikleitung immer wieder abgewiegelt.“ Ich fasse es nicht…
Für Haus, Bureau und Schule

Tja. Die Unterlage ist das Neue geographische Handbuch für Haus, Bureau und Schule. Hrsg. von R. Fritzsche. Daniel, H. A., Verlag: Buchhandlung des Waisenhauses, Halle, 1929 (gehörte meiner verstorbenen Mutter).
Der Hass der Konvertiten

Grade das Gegenteil tun ist auch eine Nachahmung, und die Definitionen der Nachahmung müßten von Rechts wegen beides unter sich begreifen. (Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
Natürlich hat das etwas mit dem Islam zu tun!
Ich halte es bekanntlich mit Marx: Es ist möglich, dass ich mich blamiere. Indes ist dann immer mit einiger Dialektik wieder zu helfen. Ich habe natürlich meine Aufstellungen so gehalten, dass ich im umgekehrten Fall auch recht habe. (Marx an Engels, 15.8.1857)
Also fächern wir auf: Der Täter von Magdeburg war Muslim, und bekehrte sich dann zum Gegenteil – also der lehrbuchmäßige Hass der Konvertiten.
Die Qualitätsmedien berichten: „Bereits Ende der 1990er-Jahre habe er sich vom Islam losgesagt, sich als Atheist bezeichnet und den Islam scharf kritisiert. So sagte es der Mann selbst, der als Flüchtlingsaktivist in der Öffentlichkeit aufgetreten war, 2019 der Frankfurter Rundschau in einem Interview. Demnach sah der mutmaßliche Täter eine angebliche Islamisierung Deutschlands und kritisierte dafür in sozialen Medien deutsche Politik und Behörden. An diesen, so kündigte er mehrfach an, wolle er Rache nehmen.“
Rache? Wait a minute. Nur unter uns: Das Publikum hier weiß, warum ich mich mit dem Thema besonders gut auskenne. Aber sagt es nicht weiter – es würde niemand zuhören. (Im Flüsterton:) Konvertiten denken und handeln „strukturell“ genauso wie vorher. So einfach ist das nämlich nicht mit dem „Konvertieren“, also dem „Anders-als-vorher-werden“. Woher soll man wissen, was „anders“ ist?
Ich habe mir die Sektenbiografie mit einer anderen Sekte ausgetrieben, aber das funktioniert auch nicht. Man macht genauso weiter wie vorher, nur mit anderen Farben, Kostümen und anderen heiligen Büchern. Das gilt immer für „Aussteiger“ aus Religionen. Ich erkenne solche Leute, wenn sie das Maul aufmachen.
Jetzt schreit das Publikum im Chor: Du behauptest also, du seiest anders?! Ich antworte in Kurzform: Sais Tupac Amaru! Drei Mal macht das das nicht mit einer Sekte. Ich hatte ein wahnsinniges Glück mit meiner Biografie (erst mal abhauen, und möglichst weit weg), und habe unbewusst die richtigen Entscheidungen getroffen, obwohl ich dafür viel in Kauf nehmen musste, wie ich später erkannte: Keine Karriere, keine Kinder, keine private Pflegeversicherung im Alter. Aber wir schweifen ab.
Ich schrieb 2015: „Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema „Terror“ Hans Blumenbergs „Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)“ studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).
Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, „sondern im Betreiben des Untergangs“. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um „islamistische“ Terroristen handelt.“

„Der Teufel weiß, dass er wenig Zeit hat.“ (Apokalypse, also known as „Die Offenbarung des Johannes“, 12, 12)
Natürlich kommen solche Leute in allen drei Buchreligionen vor; islamische Einwanderer, die von „Ungläubigen“ umgeben sind, sind offenbar besonders anfällig. Wir hatten den Islam-Hasser Breivik. Wir hatten diese Art von Leuten in Israel.
Übrigens: Auch hier passt Blumenberg! „Während aber die Ultraorthodoxie prinzipiell geduldig auf die Ankunft des Messias wartet – denn es ist Gottes Entscheidung, wann die Erlösung kommen wird –, haben die Vertreter des Religiösen Zionismus, die in Israel auch als Nationalreligiöse bezeichnet werden, andere Vorstellungen. Vor allem ihre radikalen Vertreter sind der Ansicht, dass sie die Ankunft des Messias beschleunigen müssen.“
Fazit: Wer das Konvertieren nicht bewältigt und keine Metatheorie seiner selbst entwickeln kann, der bleibt ein potenzieller Apokalyptiker, auch als Atheist.
Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. (F. W. Bernstein)
Vielleicht verstehen jetzt einige Leute die Israelis besser, die jederzeit damit rechnen müssen, dass jeder Muslim Araber, auch ein arabischer Arzt, plötzlich aus heiterem Himmel Leute umbringen will, und dass man immer mit dem Schlimmsten rechnen muss.
Wie könnte man den so genannten „Hass des Konvertiten“ metaphorisch darstellen?
ChatGPT: Metaphorisch könnte der „Hass des Konvertiten“ als ein Feuer dargestellt werden, das umso heftiger brennt, je näher es an den eigenen Wurzeln entfacht wird. Diese Metapher fängt die leidenschaftliche Ablehnung ein, die oft aus einer tiefen inneren Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit oder ehemaligen Zugehörigkeit resultiert.
Andere mögliche Bilder könnten sein:
– Ein Baum, der seine eigenen Wurzeln zu ersticken versucht, weil er glaubt, ohne sie höher wachsen zu können.
– Ein Spiegel, der zerschlagen wird, um das frühere Selbst nicht mehr zu erkennen, aber dessen Scherben dennoch in alle Richtungen schneiden.
– Ein Vogel, der seine alte Neststätte mit Steinen bewirft, um den Bruch mit der Vergangenheit zu vollziehen, auch wenn das Nest ein Teil seiner Geschichte ist.
– Diese Metaphern zeigen, wie der Hass des Konvertiten oft ein Ausdruck von innerer Zerissenheit und dem Drang nach Abgrenzung sein kann.
At any cost [Update] [Update II]
Welt-Redakteur Tim Röhn schreibt auf X: „Seinen – gelöschten – Beiträgen auf x zufolge dürfte er die Tat über sehr lange Zeit geplant haben, kündigte schon vor Monaten für den Moment der Rache genau den Post an, den er um kurz nach 19 Uhr am Freitag absetzte. Die Behörden bekamen von all dem offenbar nichts mit. Diese schon im Frühling 2024 wieder gelöschten Tweets wurden bei x gemeldet – aber passiert ist nichts. Aus Sicherheitskreisen heißt es, der Täter sei bislang völlig unbekannt gewesen.“
Wir warten auf:
[ ] Elon Musk und X sind schuld.
[ ] Wir brauchen jetzt sofort die Vorratsspeicherung.
[ ] Das hat nichts mit dem Islam zu tun.
[ ] Der Verfassungsschutz braucht mehr Befugnisse.
[Update] Das ehemalige Nachrichtenmagazin liefert: „…ein islamistischer Hintergrund so gut wie ausgeschlossen“. Das Gegenteil ist auch eine Nachahmung.
[Update II] Rainer Wendt liefert: „21:40 Uhr hat Rainer Wendt bei WeltHD Vorratsdatenspeicherung gefordert, weil sich das sonst nicht aufklären lässt.“
Klassenfragen
Sehr interessantes Interview im Overton-Magazin: „An Universitäten werden zunehmend Professoren entlassen oder von hohen Ämtern degradiert, weil sie irgendwie stören. Aber wann stört ein Professor? Darüber hat Roberto De Lapuente hat mit der Geographin Heike Egner gesprochen.“
»Wenn Studenten mit einer 2 benotet werden, kommen Beschwerden.«
Was bin ich froh, dass ich nicht mehr an einer Universität lehre…
Unter Versicherten
Aus dem Telegram-Kanal der religiös-zionistischen Nachrichtenagentur „Israel heute“: „Laut dem russischen Nachrichtendienst TASS hat der ehemalige syrische Präsident Baschar al-Assad Israel eine Liste mit militärischen Zielen übergeben, bevor er Syrien verließ. Ein türkisches Medienwerk fügte hinzu, dass Assad die militärischen Positionen als eine Art persönliche „Versicherung“ Israel übergab, um sicherzustellen, dass Israel ihn bei der Flucht nach Russland nicht anschießt [gemeint ist vermutlich: „abschießt“].
Baschar al-Assad hat alle Koordinaten und Standorte syrischer Militärziele, darunter Waffenlager, Raketenabwehrsysteme und Kampfjets, an Israel weitergegeben.
Abdulkadir Selvi, ein Kolumnist der türkischen Zeitung Hürriyet, schrieb, dass eine „verlässliche Quelle“ ihm bestätigt habe: „Assad übergab eine Liste mit genauen Positionen, um sicherzustellen, dass Israel ihm keinen Schaden zufügt, während er das Land verlässt.“
Polyglott
Watson.ch: Niko Aktas ist womöglich der vielsprachigste Mensch in der Schweiz. Der 36-Jährige kann auf Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Türkisch und Russisch Gespräche führen. Auf weiteren drei Sprachen – Slowakisch, Arabisch und Albanisch – kann er sich verständigen. Eine Handvoll weiterer versteht er, zum Beispiel Rumantsch.
Aktas ist damit einer der wenigen Hyperpolyglotten im Land. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: «Poly» bedeutet «mehrere» und «glōtta» ist «die Sprache». Während Polyglotten drei oder mehr Sprachen sprechen, sind es über sechs bei Hyperpolyglotten wie Niko Aktas.
„Grundsätzlich lege ich den Fokus am Anfang kaum auf Grammatik. Ich habe fünf Punkte entwickelt, die ich meinen Sprachschülern weitergebe. Erstens: eine Liste mit den wichtigsten zweihundert Wörtern, die ich mit einem anderen Polyglotten zusammengestellt habe. Diese Wörter sind noch relativ unspezifisch.“
Dazu im ehemaligen Nachrichtenmagazin (Paywall) ein Interview mit Torben Schmidt, Professor für Didaktik des Englischen an der Leuphana Universität in Lüneburg: Sollten Kinder eine zweite Fremdsprache lernen?
„Wir sprechen hier von ‚Skill Skipping‘: Wenn durch technische Möglichkeiten gewisse Fähigkeiten nicht mehr erlernt oder trainiert werden. Wir kennen das aus der Mathematik: Wer häufig den Taschenrechner nutzt, verlernt das Kopfrechnen. Die neuronalen Verknüpfungen werden nicht mehr gebraucht. Wer verschiedene Sprachen beherrscht, dessen Hirnareale sind besser miteinander verbunden, es findet mehr Aktivierung statt.“ Mehrsprachige Menschen seien auch im Alter noch neurologisch fitter als solche, die nur eine Sprache sprechen.
Die Sache mit den 200 Wörtern finde ich interessant. Aber wann „kann“ man eine Sprache? Ich spreche Deutsch und Englisch fließend, Spanisch ganz gut. Französisch kann ich lesen, ich verstehe fast alles und kann mich verständigen (hatte ich in der Schule, aber das Spanische hat es überschrieben). Jiddisch kann ich lesen und verstehen, aber richtig aussprechen natürlich nicht immer. Hebräisch lerne ich seit gut eineinhalb Jahren, aber bis zum aktiven Sprechen ist es noch weit. Lateinische Texte verstehe ich nicht ganz, aber weiß immer, worum es geht (großes Latinum: mehr als fünf Jahre Lateinunterricht).
Für das übernächste Jahr, wenn ich mit hoffentlich mit meinem Hebräischen zufrieden bin, habe ich mir vorgenommen, wieder mit Mandarin weiterzumachen.
Also: Neurologisch ist hoffentlich alles ok mit mir.
RAF jetzt mit Gendersternchen
Die RAF benutzt jetzt Gendersternchen. Mehr muss man gar nicht wissen. Jedes dämliche Klischee passt: Klimakleben, Corona, „Gaza“.
Vielmehr beschreibt Garweg sich weiter als politischen Aktivisten, als Teil einer „revolutionären Linken“ bis heute.
Solche antisemitisch-völkischen und weltanschaulich verirrten Vollhonks sind weder „links“ noch „revolutionär“.
Indianerfrau aka Mujer Campesina
Postkarte an Verwandte vom 28.01.1980 aus Sucre, der Hauptstadt Boliviens. (In Sucre war ich 1984 noch einmal.)
Auf der Rückseite der Karte steht: Mujer campesina de Tarabuco, con su traje de fiesta. Indianerfrau aus Tarabuco (Sucre) in Festtagskleidung. Tarabuco Indian Woman with typical „fiesta“ dress.
La Paz, Bolivien, 27.1.
Ihr Lieben! Hier gibt es keinen Putsch und wir sind nach 5 Wochen Peru und vielen schönen Erlebnissen hier ohne Schwierigkeiten eingereist. In 2 Wochen kommen wir in den Urwald im Norden und es wird sehr heiß bis Guyana und Barbados bleiben. Von Georgetown fliegen wir am 19.3. nach Barbados und hoffen auf schnellen Anschluß nach Europa.Buchungen sind sehr kompliziert hier. Liebe Grüße an alle.
Unter virtuellen Agenten, dreistellig

The virtual agents present themselves as shadowy and enigmatic, their personas cloaked in secrecy and intrigue. They frequently operate under elaborate pseudonyms, creating an air of mystery to mask their true identities. Their avatars are often dressed in dark, nondescript clothing, projecting an image of someone skilled in covert operations. However, their lack of professionalism becomes evident in their actions. They often miss critical details in their assignments, misinterpret simple instructions, or fail to maintain basic operational security. For instance, they might use poorly encrypted communication tools, inadvertently reveal sensitive information, or leave obvious digital footprints that make them easy to trace. Their mysterious demeanor is frequently undermined by comical missteps. They might try to appear intimidating but end up exposing their lack of preparation during a simple interrogation or surveillance mission. They are also prone to internal squabbles over trivial matters, further eroding their credibility. Despite their shortcomings, they remain deeply committed to their roles, often compensating for their lack of skill with exaggerated theatricality. Their antics can sometimes lead to unintended successes, making them more of a curiosity than a genuine threat to adversaries. –ar 3:2 –
„Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag offengelegt, dass der Verfassungsschutz des Freistaates derzeit eine beträchtliche Anzahl von Fake-Accounts in sozialen Medien unterhält. Die Zahl dieser Accounts liege „im dreistelligen Bereich“. Schuster lehnte es jedoch ab, genauere Angaben zu machen, etwa zu den spezifischen Plattformen oder der Zahl der involvierten Mitarbeiter. Er begründete dies mit dem andernfalls gefährdeten „Einsatzerfolg“.“ (Apollo News, MDR)
Im Video des MDR ist von „virtuellen Agenten“ die Rede. Das schreit natürlich nach eine adäquaten Bebilderung.
Ich hoffe nicht, dass diese virtullen Verfassungsschützer in Secondlife auftauchen. Da könnte ich sie umhauen – ich habe 17 Jahre Erfahrung im virtuellen Schwertkampf.
Frage an das Publikum: Sind Blogs eigentlich „soziale Medien“?
Unter Wagenknechten
Die neue Brombeer-Koalition in Thüringen ist der Anfang vom Ende des BSW aka der Wagenknechte. Das sagen „politische Beobachter“ wie ich voraus. Zur Zeit dümpeln sie bundesweit ein wenig oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde herum. Und das wird nicht signifikant besser werden.
Warum? Die Leute wollten doch eine Opposition, aber weder eine aus dem Genderklimaflüchtlingeretten-Milieu noch so angebräunte Dumpfbacken wie die Mehrheit der AfD-Mitglieder. Und was kriegen sie? Eine Partei, die mit denen, die eh schon alles verkackt haben, eine Koalition eingeht.
Und dann diese sinnfreien Textbausteine: „Uns ist ein guter Aufbruch gelungen, der das Leben der Thüringer spürbar verbessern wird“. Das glaubt doch niemand mehr. Gutes Leben im Kapitalismus. Was hamwa wir gelacht.
„Wir werden die irreguläre Einreise nach Deutschland reduzieren.“ Könnt ihr gar nicht, aus technischen und juristischen Gründen. Das ist so logisch wie die fantasierte Ankündigung Scholzens, man müsse „jetzt“ in großem Stil abschieben.
„Eine Stationierung [von Mittelstreckenraketen] und deren Verwendung ohne deutsche Mitsprache sehen wir kritisch.“ Ich sehe auch vieles „kritisch“. Und? Heißt das, die Deutschen wollen auch die Befehle geben können und auf die Knöpfe drücken? Verarschen kann ich mich allein. Wenn die jemals abgeschossen würden, gäbe danach niemand mehr Befehle.
„Wir wollen die Friedensbildung bereits an den Schulen stärker in den Fokus nehmen und eine Schule, die nicht werben muss für den Kriegsdienst.“ Muss nicht, aber kann. Wie ich schon sagte: Die Parole kann nicht heißen: Ohne Waffen und sich sofort ergeben! Sondern: „Waffen in die richtigen Hände“ und „Rüstungsindustrie vergesellschaften!“ Und Friedensbildung mit Arabern oder gar denen, die sich „Palästinenser“ schimpfen? In Israel würde man sich vermutlich kaputtlachen.
Inventur
Die Inventur artet in Arbeit aus…
Krieger, Zehnägel mit Dolchen und nützliche Sklaven
Da wir schon bei Modelleisenbahnen waren, können wir auch andere, total relevante Themen durchnehmen wie Wüstenkrieger, die sich nicht die Zehnägel schneiden müssen (das sind übrigens die Füße meines Avatars), und Sklaven, die sich nützlich machen, was löblich ist.
J’ai compris y ils sont fous
Ich habe Le Monde in der Blogroll durch Le Figaro ersetzt. Aus Gründen.
Übrigens: „Votre navigateur Chrome n’étant pas à jour, le site du Figaro risque de ne pas fonctionner correctement. Il est conseillé de mettre à jour votre navigateur.“ Ils sont fous, les IT-Français. Außerdem surfe ich gar nicht mit Chrome.
Märklin H0
Meine Modelleisenbahn war drei Jahrzehnte eingepackt. Was mache ich jetzt damit? Die Lok ist eine Märklin – Spur H0 – BR 24 058 aus dem Jahr 1958 und fährt natürlich noch. (Zustand 1957 oder 1958 und ein Jahr später. Zustand Ende der 60-er Jahre.)
Die meisten der unzähligen Häuser, die ich habe, finde ich noch auf Ebay, rund 10 Euro das Stück. Aber wer soll das alles verpacken und verschicken?
Schnell auf’s Land
Machu Picchu, Perú, 2,400 m. Vista panoramica. 1977,. Swiss Foto S.A. Apartado 430, Lima
Postkarte vom 21.12.1979 aus Lima, Peru, angekommen am 03.01.1980.
Liebe Eltern! Gestern sind wir nach einem 57 Std. Trip mit Lastwagen und Bus in Lima, Peru, angekommen. Zum umseitigen Foto kommen wir erst in ca. 3-4 Wochen, aber die Post hier ist sicherer. Uns geht es gut, heute haben wir Geld bekommen, und nach Bolivien geht’s auch wieder. Temp. 25°, sehr unweihnachtlich. 1000 km vor Lima bis hier nur Sandwüste mit Oasen wie in de Sahara. Bitte Weihnachts- und Neujahrsgrüße an alle. Demnächst aus La paz ausführlicher Bericht, wir fahren schnell auf’s Land, da ist es schöner. Gruß Burkhard
Die Fahrt vom Süden Ecuadors nach Lima war abenteuerlicher, als ich es geschrieben habe. Wir kamen auf die abwegige Idee, die Panamericana nach Süden zu trampen. Aus meinem Reisetagebuch, 18.12.1979:
Morgens um 8 Aufbruch zum 57-Std. Trip nach Lima [von Duran bei Guayaquil, Ecuador]. Kriegen carro in den nächsten Ort, dann sofort Ölfahrer [Truck] nach Naranjal. Will unbedingt Papierblättchen, um Gras zu rauchen.
Finca = ist im Gegensatz zu Hazienda „vegetarisch“. Von Naranjal leerer Zementsattelschlepper bis Huaquillas. Die Gegend besteht fast nur aus Bananenplantagen. Vor der Grenze die üblichen Polizeikontrollen, wir kommen aber schneller voran als mit dem Bus, weil der Truckfahrer ein Höllentempo drauf hat. Kurz vor Huaquillas wereden wir bei einer Zementfabrik abgeladen. In der Kantine [der Fabrik] essen wir, und ich hole mir einen Bazillus für den Durchfall.
Pick-up bis zum Zollgebäude. Die Geldwechsler spinnen. Zu Fuß quer durchs Dorf und [den] Markt über die Brücke [Puente de la Paz] nach Peru. Für die Einheimischen herrscht freier Grenzverkehr. Bei Vorlage unserer [Flug]Tickets [von Barbados nach Europa] bekommen wir sofort 90 Tage [Visum] und genehmigen uns erst mal jugos.
Wieder Zementtruck bis Tumbes [unleserlich]. Leider legt sich der Fahrer kurz vor Mitternacht mit Frau + Kind schlafen und wir auf der Ladefläche, eingemummt in den Schlafsack, bei eisigem Winde. Die Landschaft ist großartig, Sand und Felsenwüste auch am Meer, dazu Sternenhimmel.
19.12. Morgens geht es weiter bis zu einer Oase (irgendwas mit A…)[vermutlich El Alto] bei Sonnenaufgang. Ziemlich verfallenes Nest. Ich muss wahnsinnig scheißen. Derselbe Fahrer nimmt uns weiter bis Sullana, dann Pick-up nach Piura = 200 km bis um 10. In einem Hof vor der Kneipe können wir uns waschen [wir waren total eingedreckt vom Zementstaub].
Bus kostet = 2800 [Soles], nach einigen Fragen soll er um 12 gehen, fährt aber erst nach Sullana zurück und dann wieder nach Piura. Die Gegend unbeschreiblich, abwechselnd flache Sandwüste, Felsen, meterhohe Dünen und Oasen mit Palmen. Mehrere Pannen, Riefenwechsel, Schaltung klappt nicht, gegen Mitternacht 1 Stunde Reparatur, aber bei 3 Fahrern klappt es. Abends um 17:15 Uhr Ankunft in Lima…
Willkommen zurück, Moskow!
Beinahe hätte ich dem Fahrraddealer meines Vertrauens das Misstrauen ausgesprochen. Mein NCM Moskow war seit dem 25. März in der Werkstatt – der Akku funktionierte nicht mehr -, und heute habe ich das Radl zurückbekommen (rund 400 Euro ;-() Aber das würde eine lange Geschichte, warum das so lange dauerte.

Was mich aber entzückt ist, dass der Akku mehr Features hat als vorher. Und natürlich kommen jetzt kommunistische chinesische Schriftzeichen ins Spiel: XiaoXiangElectric heisst die App, die per Bluetooth mit dem Akku kommuniziert und die mir den Zustand jeder Zelle anzeigt und noch viele mehr.
Es macht natürlich Spaß, mit dem fetten Teil zu brettern. Ich bin eben von Weißensee nach Neukölln: Durchschnittsgeschwindigkeit 24 km/h, ohne dass der Pulsschlag sich beschleunigt. So etwas kriege ich mit dem Singlespeed auch hin, aber dazu muss ich mich richtig anstrengen und es muss ganz flach sein – und auch nur für eine kurze Strecke.

Mein Ziel:
Walter Bingham, now approaching the age of 101, holds Guinness World Records as the world’s oldest working journalist and oldest active radio host.“
Wisst ihr Bescheid, was auf euch zukommt.












































