Das organisierte Böse
Israel Hayom: Zwei Jahre nach dem Massaker vom 7. Oktober veröffentlicht der Staat Israel eine Website, die die Vorbereitungen, Pläne und Anweisungen der Hamas-Führung für das Massaker dokumentiert. Dies ist das erste Mal, dass eine solche Website online geht und alle Informationen zum Massaker geordnet und dokumentiert präsentiert.
Die neue Website ist unter folgender Adresse erreichbar: www.october7files.com.
Die Website trägt den Titel „October 7 Files – Organisiertes Böses“. Sie soll ein umfassendes Bild der Hintergründe des Massakers, seiner Vorbereitungen, seiner grausamen Ausführung, einschließlich Echtzeitdokumentation, und seiner späteren Folgen vermitteln.
Unter anderem soll sie Behauptungen von Hamas-Anhängern weltweit widerlegen, es habe keine Gräueltaten gegeben und der Ausbruch der schweren und massenhaften Gewalt an diesem Tag sei angeblich „Widerstand gegen die israelische Besatzung und Belagerung“ gewesen. Darüber hinaus zeigt die Website, dass der Angriff auf die südlichen Gemeinden ein Akt vorsätzlichen Völkermords war – im Gegensatz zu den weltweit verbreiteten Verleumdungen, wonach Israel den Völkermord im Gazastreifen verübt.
Die Website wird in sozialen Netzwerken, auf wichtigen Websites und in Suchmaschinen, insbesondere in den USA und Europa, beworben. So sollen diejenigen, die Informationen über das Massaker suchen, das Ereignis so erleben, wie es wirklich war. Es wird erwartet, dass auch künstliche Intelligenz, die Inhalte von Websites liest, Informationen daraus gewinnen wird.
Die Website wurde auf Initiative des Ministers für Diaspora-Angelegenheiten Amichai Chikli eingerichtet und von seinem Ministerium finanziert, obwohl dieses Ministerium nicht für den Bereich der Interessenvertretung zuständig ist. Einige der Inhalte der Website befinden sich als physische Exponate im Intelligence Heritage Center in Glilot und wurden digitalisiert. Andere stammen aus anderen Informationsquellen.
Die neue Website präsentiert unter anderem Originaldokumente in Yahya Sinwars Handschrift sowie deren englische Übersetzungen. Darin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Süden so viele Einwohner wie möglich getötet werden sollen, „um Familienoberhäupter zu enthaupten und zu ermorden“.
Die Website enthält außerdem detaillierte Anweisungen für Terroristen, wie sie die Taten fotografieren, dokumentieren und live übertragen können. „Wischen Sie die Kameralinse Ihres Mobiltelefons vor dem Filmen gründlich von Staub ab.“ – „Stellen Sie sicher, dass das Telefon aufgeladen ist. Verwenden Sie bei Bedarf den verfügbaren Akku.“ – „Beantworten Sie keine eingehenden Anrufe auf der SIM-Karte, insbesondere keine von unbekannten Nummern.“ – „Schalten Sie das Telefon erst kurz vor Beginn der Mission ein.“
Darüber hinaus werden die von den Terroristen verwendeten Karten gezeigt, die umfassende Beteiligung von „Zivilisten“ aus Gaza an dem Massaker, die Nutzung von Krankenhäusern, Bildungseinrichtungen und UN-Einrichtungen in Gaza als Hauptquartiere und Stützpunkte der Hamas sowie der Einsatz von Zivilisten als menschliche Schutzschilde durch die Hamas und ihre vorsätzliche Schädigung israelischer Zivilisten, was einen Verstoß gegen das Kriegsrecht darstellt.
2 Years After

Melde gehorsamst
…den Vollzug. Ich habe das Care-Paket der besorgten Leser, die mich dem Hungertod nahe wähnten, jetzt verarbeitet – getreu der Vorlage bzw. dem beigelegten Rezept.
Noch einmal herzlichen Dank, Friedrich B. aus – Moment, wie hießt das noch gleich? Triburin… äh.. Stöckendrebber – es war lecker!
Talking about Business 2.0
Da ich gestern aus der Nachtschicht kam, ausschlafen musste und mich noch ein Freund besuchte, kam ich nur dazu, virtuelle geschäftliche Verhandlungen in Imperial Ar zu führen.
Esst mehr Äpfel
Ein Arbeitskollegin brachte eine riesige Tasche mit Äpfeln aus ihrem Garten mit, ungespritzt und voll bio. So sehen die auch aus – im Supermarkt würde die niemand kaufen (außer mir). Ich durfte mir so viele nehmen, wie ich abtransportieren konnte, knapp vier Kilo.
Wenn man gerade zwischen zwei 12-Stunden-Schichten ist, muss man effizient kalkulieren. Die Nachtschicht endet um 06:00 Uhr, ich bin meistens um 06:25 zu Hause. Die Wecker lärmen um 14:30 Uhr, frühstücken (nur eine Mahlzeit am Tag reicht), eventuell duschen, eventuell einkaufen. Um 17:00 Uhr fahre ich wieder los – wir lösen uns schon um 17:30 Uhr ab.
Frage: Wann habe ich Zeit, Äpfel zu schälen, einzukochen, oder zu Mus zu verarbeiten? Da fragt man natürlich eine Wahrscheinlichkeitsmaschine die KI. Wie lagert man Äpfel? Meine Großeltern hätten das noch gewusst.
Das kommt darauf an, wie lange du die Äpfel lagern möchtest und welche Sorten du hast (einige sind Lageräpfel, andere nicht). Hier ein Überblick:
Kurzfristig (einige Tage bis 2 Wochen)
– Kühl und dunkel: Am besten im Kühlschrank im Gemüsefach oder in einem kühlen Keller.
– Luftig lagern: Nicht in luftdichten Plastikbeuteln, sonst beginnen sie schneller zu faulen. Besser in offenen Beuteln, Körben oder Papiertüten.
– Separat von anderem Obst: Äpfel geben Ethylen ab, das anderes Obst schneller reifen (und verderben) lässt.
Mittelfristig (Wochen bis Monate, je nach Sorte)
– Kühle Lagerräume: Ideal sind Temperaturen um 2–6 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Ein unbeheizter, frostfreier Keller oder eine Speisekammer eignet sich.
– Einlagig lagern: Äpfel am besten in flachen Holzkisten oder auf Pappen/Regalen ausbreiten, nicht zu hoch stapeln.
– Papier/Wellpappe: Zwischenlagen aus Papier oder Karton helfen, Druckstellen zu vermeiden.
– Regelmäßig kontrollieren: Faulige oder beschädigte Früchte sofort entfernen („ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb“).
Tipp:
– Lageräpfel wie Boskoop, Ontario oder Idared halten sich viel besser über Monate als Sommeräpfel wie Klarapfel oder Gravensteiner, die eher sofort verarbeitet werden sollten.
Ich weiß gar nicht, welche Sorte das ist. Daher habe ich eineinhalb Kilo sofort zu einem leckeren Apfelkuchen verarbeitet (den ich um 16:50 Uhr aus dem Backofen holte, aber gestern keine Zeit mehr fand, ihn zu probieren). Den Rest werde ich morgen, wenn ich endlich Urlaub habe, zu Mus verarbeiten.
Die Macht des Drachen
Ich habe mir einen englischsprachigen Artikel von RT.com übersetzen lassen (der mir hier zunächst – trotz eigenem VPN und DNS-Server – wegzensiert wurde – daher nur per Tor-Browser erreichbar). Ich habe ihn in besseres Deutsch umgeschrieben und Bilder und Links hinzugefügt.
Von ICBMs bis zu Hyperschall-Gleitflugkörpern – Peking hat ein gestaffeltes Arsenal aufgebaut, das mit dem der USA und Russlands konkurriert – und es in mancher Hinsicht sogar übertrifft.
Raketen sind die neue Visitenkarte der chinesischen Macht. Nicht Flugzeugträger, nicht Panzer, nicht Kampfjets – sondern Geschosse, die die halbe Welt umrunden oder eine US-Flotte im Pazifik zerreißen können.
Am 3. September 2025 zeigte Peking sein Arsenal in einer Parade, die weniger wie eine Militärschau, sondern mehr wie ein Warnschuss wirkte. Schlanke ICBMs, Hyperschall-Gleiter und sogenannte „Träger-Killer“-Raketen rollten über den Tiananmen-Platz und sendeten eine einfache Botschaft: China ist angekommen – und spielt nicht länger Aufholjagd.
Anders als Russland und die Vereinigten Staaten war China nie durch Rüstungsabkommen des Kalten Krieges gefesselt. Diese Freiheit hat der Raketenstreitmacht der Volksbefreiungsarmee (PLA Rocket Force) das breiteste Raketenarsenal der Welt ermöglicht – interkontinental, intermediär, hyperschall, von U-Booten gestartet oder aus der Luft abgeworfen. Das ist nicht nur Technik – es ist Pekings Art, der Welt mitzuteilen: Das Kräfteverhältnis verschiebt sich – Rakete für Rakete.
Raketen aus Russland: Ein Blick in Moskaus aktuelles tödlichstes Arsenal
Chinas Raketenprogramm begann mit dem Nachbau sowjetischer R-2-Raketen, die der Volksbefreiungsarmee überlassen worden waren. Sprung nach vorn und ins Heute: Peking verfügt nun über das gesamte Spektrum land- und seegestützter ballistischer Raketen – schwere, flüssig angetriebene Silowaffen, mobile Feststoffsysteme und SLBMs (U-Boot-gestützte ballistische Rakete). In allen Varianten können die Sprengköpfe mit MIRVs (Mehrfachsprengköpfen) bestückt werden.

Vergleich der Flugbahnen eines Hyperschallgleiters (rot) und herkömmlichen ballistischen Sprengköpfen (grün)
DF-61 und DF-41: Chinas mobile Schwergewichte
Die Parade am 3. September 2025 zeigte das öffentliche Debüt der DF-61, einer neuen straßenmobilen, feststoffgetriebenen ICBM. Vom Aussehen und vom Umfang her wirkt sie wie eine Weiterentwicklung der DF-41, die seit 2017 im Dienst ist. Das Upgrade ist logisch: An der DF-41 wurde seit 1986 gearbeitet. Als sie in Serienproduktion ging, waren Teile ihres Designs bereits veraltet. Das erklärt möglicherweise auch die Verzögerung bei der Einführung der Silos- und Schienenmobil-Versionen, die zwar getestet, aber verschoben wurden. Mit der DF-61 könnten diese Hürden genommen sein. Beide Systeme teilen wahrscheinlich viele der gleichen technischen Leistungsdaten.
Ihre Abschussfahrzeuge ähneln Russlands Topol-M und Yars: achsige (achtachsige) TELs, die die Raketen in versiegelten Containern tragen. Jede Rakete wiegt grob 80 Tonnen. China verfügt sehr wahrscheinlich über die Technik, sie nicht nur von vorbereiteten Abschussplätzen, sondern überall entlang ihrer Patrouillenrouten abzufeuern. Die DF-41 gilt als voluminöser als ihre russischen Verwandten. Sie wurde ursprünglich dafür konzipiert, bis zu 10 hochexplosive (low-yield) Sprengköpfe (~150 kt je Stück) auf Entfernungen von 12.000–14.000 km abzuschiießen.
Westliche Schätzungen legen nahe, dass seit 2017 mindestens 300 DF-41 in verschiedenen Stationierungsformen eingesetzt wurden; dazu kommt jetzt die neuere DF-61. Diese Mischung aus mobilen und festen Stationierungen diversifiziert Chinas Abschreckung und sichert eine überlebensfähige Zweitschlagfähigkeit.

Geschätzte Reichweite der DF-5C. Source: Military Power of the People’s Republic of China 2007
DF-5C: der silobasierte Riese
Die Kommentartexte zur Parade in Peking beschrieben die DF-5C als in der Lage, „jedes Ziel auf der Welt“ zu treffen, mit einer Reichweite von bis zu 20.000 km. Im russischen Sprachgebrauch würde man das als „globale Rakete“ bezeichnen, obwohl dieser Begriff technisch oft Systeme meint, die Nutzlasten in eine erdnahe Umlaufbahn heben, bevor sie wieder abtauchen. Die Abweichung hier liegt wahrscheinlich eher an der Übersetzung als an der Leistungsfähigkeit.
Die DF-5C ist die neueste Version der flüssiggetriebenen DF-5, die erstmals 1971 flog. Technologisch steht sie in der Linie der sowjetischen R-36-Entwürfe der späten 1960er, wobei die DF-5C dem R-36M2 „Satan“ ähnlicher sein könnte. Erste Tests datieren auf 2017; berichtet wird, dass sie 10–12 Sprengköpfe mittlerer Sprengkraft trägt und in Silos stationiert ist. Heute betreibt China rund 20 dieser Raketen.
DF-31-Familie: Chinas erste straßenmobile, feststoffgetriebene ICBM
Chinas erste straßenmobile, feststoffgetriebene Interkontinentalrakete, die DF-31, wird oft als Pekings Antwort auf Russlands Topol beschrieben: eine dreistufige Rakete mit einer Reichweite von 12.000 km und einem einzelnen Sprengkopf mit 200–300 Kilotonnen. Entwickelt in den 1990er und 2000er Jahren, trat sie 2006 in den Dienst.

DF-31AG-Rakete der chinesischen Volksbefreiungsarmee
Die DF-31AG, erstmals 2017 beobachtet, feierte ihr Paradedebüt im September 2025; sie war auf einem verstärkten Mehrachs-TEL montiert, das an die DF-41 erinnert. Ebenfalls gezeigt wurde eine fortschrittlichere Variante, die DF-31BJ; ihr auffallend längerer Container nährte Spekulationen, dass sie einen hyperschallmanövrierbaren Gefechtskopf tragen könnte. Insgesamt könnten mehr als 80 Raketen der DF-31-Serie in China stationiert sein.
Seegestützte ballistische Raketen (SLBMs): JL-2 und JL-3
Seit den 1990er-Jahren baut China den maritimen Zweig seiner strategischen Kräfte auf: nuklearbetriebene ballistische Raketen-U-Boote, die mit feststoffgetriebenen SLBMs bewaffnet sind. Seit 2007 betreibt die Marine der Volksbefreiungsarmee (PLA Navy) die Typ-094-SSBNs, von denen jedes Boot 12 JL-2-Raketen mitführt. Sechs Boote sind heute im Dienst, zwei weitere sind im Bau.
Die JL-2 greift auf Technologie der DF-31 – und vermutlich auch der DF-41 – ICBMs zurück. Sie bietet eine Reichweite von bis zu 8.000 km und kann entweder einen einzelnen Sprengkopf der Megatonnenklasse oder bis zu acht MIRVs tragen.
Ab 2022 wurden JL-2-Raketen Berichten zufolge schrittweise durch die fortschrittlichere JL-3 ersetzt, die ähnliche Abmessungen aufweist. Die JL-3 hatte ihr öffentliches Debüt auf der Parade am 3. September 2025. Schätzungen gehen von einer Reichweite von etwa 10.000 km aus, wobei MIRV-Bestückungen zum Standard gehören.
Da bereits die neuen Typ-096-SSBNs im Bau sind, ist klar ersichtlich, dass Peking den maritimen Bestandteil seiner strategischen Nuklearkräfte priorisiert.
Intermediär- und mittelstreckenballistische Raketen (IRBM / MRBM) & Hyperschallwaffen
Bevor wir zu den interkontinentalen Schwergewichten kommen, lohnt es sich, sich die Klasse von Raketen anzusehen, die in einem tatsächlichen Konflikt um Taiwan oder das Südchinesische Meer womöglich am wichtigsten sind: Intermediär- und Mittelstreckensysteme. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten und Russland, die lange durch den INF-Vertrag beschränkt waren, hatte China nie Beschränkungen beim Bau von Waffen in der 500–5.500-km-Reichweite. Diese Freiheit verschaffte Peking einen entscheidenden Vorteil in ganz Asien. Diese Raketen bilden das Rückgrat seiner regionalen Schlagkraft – ausgelegt, um US-Stützpunkte, verbündete Infrastruktur und Marineverbände in Gefahr zu bringen – und sie sind das schärfste Instrument in Chinas Anti-Access/Area-Denial-Strategie (A2/AD).

YJ-20 – eine Hyperschall-Antischiffs-Aeroballistikrakete, einsetzbar auch gegen Flugzeugträger. Foto: Screenshot chinesische Medien
DF-26 und DF-21 – die Gestalter der Region
Die DF-26 hat sich einen treffenden Spitznamen verdient: den „Trägerkiller“. Diese zweistufige, feststoffgetriebene intermediäre ballistische Rakete kann bis zu etwa 4.000 km erreichen und wird in Varianten mit konventioneller oder nuklearer Nutzlast eingesetzt. Einer Variante wird nachgesagt, sie trage einen hyperschallmanövrierbaren Gefechtskopf, der für den Einsatz gegen sich bewegende Seeziele ausgelegt ist – eine Fähigkeit, die Trägerkampfgruppen direkt bedroht und Peking ein mächtiges A2/AD-Werkzeug in die Hand gibt.
Die DF-26 ging ab 2016 in Dienst und ersetzt schrittweise die ältere DF-21, Chinas erste feststoffgetriebene Mittelstreckenrakete, die Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurde. Die DF-21-Familie existiert weiterhin in mehreren Konfigurationen; der Text schätzt mindestens ~80 DF-21-Systeme in unterschiedlichen Rollen. Gemeinsam verschaffen DF-21- und DF-26-mobile Abschussfahrzeuge China Reichweite über Südostasien, große Teile des westlichen Pazifik und sogar in Teile russischen Territoriums – eine geografische Abdeckung, die die operativen Optionen in der Region neu gestaltet.
DF-17 – Chinas einsatzfähiges Hyperschall-Gleitflugkörper-System
China testete sein erstes Hyperschall-Gleitflugkörper-Konzept im Jahr 2014, offenbar unter Verwendung einer DF-16-Trägerrakete. Mobile Systeme mit dem DF-17-Hyperschall-Gleitflugkörper traten ab 2019 in den Dienst. Bemerkenswert an der DF-17 ist nicht nur ihre Geschwindigkeit, sondern auch ihre Manövrierfähigkeit: Der Gleitflugkörper fliegt mit Überschallgeschwindigkeit entlang der oberen Atmosphäre und kann sowohl seitlich als auch vertikal manövrieren – was die Verfolgung und Abwehr durch moderne Raketenabwehrsysteme erheblich erschwert.
Berichten zufolge liegt die effektive Reichweite der DF-17 bei etwa 2.500 km, wobei die Nutzlasten – selbst konventionelle – mit Geschwindigkeiten von über Mach 5 zugestellt werden. Während diese Reichweite die Reichweite über dem Meer begrenzt, ermöglicht sie präzise Schläge über Küstengewässern und Landgebieten, die sich klar innerhalb von Chinas strategischer Peripherie befinden – genau jene Zonen also, die Peking am ehesten verteidigen oder beanspruchen würde. Offene Schätzungen gehen davon aus, dass heute mehrere Dutzend DF-17-Einheiten im Einsatz sind.
Hyperschall-Gleitflugkörper wie die DF-17 sind besonders effektiv, weil sie die Reaktionszeit für Verteidiger drastisch verkürzen und die Wirksamkeit von Abfangsystemen, die auf vorhersehbaren ballistischen Flugbahnen basieren, stark verringern. Genau deshalb hat China sie zu einem zentralen Bestandteil seiner gestaffelten Abschreckungs- und Gebietsverweigerungsstrategie gemacht.

JL-1 (luftgestützte ballistische Rakete Chinas)
Luftgestützte Raketensysteme (JL-1, H-6 / CJ-10 / YJ-Familie)
Chinas strategische Raketenhaltung beschränkt sich nicht auf Silos und U-Boote – die Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee (PLAAF) verfügt ebenfalls über ein umfangreiches luftgestütztes Arsenal, das rund um die bewährte Bomberfamilie H-6 aufgebaut ist. Die H-6N, die fortschrittlichste Variante, die derzeit öffentlich gezeigt wird, dient als Startplattform für eine neue Generation luftgestützter ballistischer und Marschflugkörper, wodurch Peking seine Schlagreichweite weit über die Küstengewässer hinaus ausdehnen kann.
JL-1: Eine neue luftgestützte ballistische Option
Bei der Parade am 3. September stellte Peking die JL-1 (Jù Làng-1) vor – eine zweistufige, luftgestützte ballistische Rakete, die von der H-6N getragen wird. Die JL-1 wird von einem Pylon unter dem Flugzeug gestartet und folgt anschließend einer ballistischen Flugbahn zum Ziel. Jede H-6N kann eine einzelne JL-1 mitführen, und die Kombination aus Bomber und Rakete ergibt einen Einsatzradius von bis zu etwa 8.000 km – ausreichend für präzise Schläge gegen Marineverbände und stationäre Ziele über große Entfernungen hinweg. Die Einführung der JL-1 in die strategische Luftflotte der PLAAF scheint im laufenden Jahr begonnen zu haben.
H-6 als vielseitiger Raketen-Träger
Die H-6-Familie – im Wesentlichen eine inländische Weiterentwicklung der sowjetischen Tu-16 – bleibt Chinas wichtigste Langstreckenbomberflotte. Moderne H-6-Varianten können eine Vielzahl von Waffen unter den Tragflächen tragen, darunter die CJ-10/CJ-12-Marschflugkörper (abgeleitet von sowjetischer Kh-55-Technologie, die nach dem Zerfall der UdSSR adaptiert wurde). Diese Unterschall-Marschflugkörper – mit Reichweiten im Bereich von 1.500 bis 2.000 km – tauschen Geschwindigkeit gegen Nutzlast und Ausdauer ein, sodass H-6-Bomber stationäre Ziele oder Marineeinheiten aus sicherer Entfernung angreifen können – allerdings auf Kosten der eigenen Reichweite des Bombers.

YJ-15 Überschall-Antischiffs-Marschflugkörper (Bild: SinoDefenceForum)
YJ-Familie: Überschall- und Hyperschall-Antischiffsraketen
Besonders beunruhigend für Überwasserflotten ist Chinas wachsendes Arsenal an Hochgeschwindigkeits-Anti-Schiff-Waffen. Die H-6 kann die YJ-12 tragen – eine Überschall-Antischiffsrakete mit angegebenen Geschwindigkeiten zwischen Mach 2,5 und Mach 4 und einer Reichweite von bis zu etwa 500 km – Leistungswerte, die das Zeitfenster für die Verteidigung von Marineeinheiten drastisch verkleinern. Bei der Parade in Peking zeigte China außerdem eine Familie von Raketen der nächsten Generation – YJ-15 sowie möglicherweise YJ-17, YJ-19, YJ-20 und YJ-21 –, von denen einige offenbar Überschall- oder Hyperschall-Designs sind.
Die YJ-17 soll Berichten zufolge einen zweistufigen Booster und einen Hyperschall-Gleitflugkörper nutzen, um Reichweiten von etwa 1.000 km zu erreichen; die YJ-19 verwendet angeblich ein Staustrahltriebwerk (Scramjet) und operiert im Bereich von rund 500 km; YJ-20 und YJ-21 ähneln aeroballistischen oder aeroballistisch inspirierten Raketen mit einer Reichweite von 300–400 km – ähnlich in Funktion wie die russischen Iskander-M oder Kinzhal. Viele dieser Systeme werden vermutlich noch erprobt, doch ihr öffentliches Auftreten signalisiert Chinas Fokus auf schnelle, schwer abzufangende Anti-Schiffs- und Küstenverteidigungswaffen.
In ihrer Gesamtheit verleihen die H-6-Flotte und ihre Raketenfamilie China die Fähigkeit, große Teile des westlichen Pazifiks von Landbasen aus zu erreichen – eine Fähigkeit, die im Zentrum jeder möglichen PLA-Operation steht, die auf die Kontrolle der umliegenden Seegebiete oder die Bedrohung entfernter Einsatzverbände abzielt.
Kurzstreckenraketen – das Taiwan-Werkzeugkasten
Während Interkontinentalraketen (ICBMs) und Hyperschallwaffen die Schlagzeilen beherrschen, sind es Chinas Kurz- und Mittelstreckenraketen, die mit größter Wahrscheinlichkeit in einem regionalen Konflikt eingesetzt würden – insbesondere über Taiwan sowie im Süd- und Ostchinesischen Meer. Diese Systeme sind speziell dafür ausgelegt, den Zugang zu sperren, Verteidigungssysteme zu überlasten und Abschuss- oder Basiseinrichtungen zu zerstören, bevor ein Gegner überhaupt reagieren kann.
China stellte 2013 die DF-12 in Dienst – ein modernes, hochpräzises taktisches Raketensystem, das nach vielen Berichten die US-amerikanische ATACMS in Reichweite und Mobilität übertrifft. Abgeschossen von geneigten Transport-Start-Containern auf einem vierachsigen Fahrgestell, erreichen DF-12-Raketen 400–500 km. Peking exportiert außerdem eine M20-Abwandlung für die weißrussischen Polonez-Werfer mit reduzierter Reichweite von etwa 300 km.
Ergänzt wird die DF-12 durch andere Kurzstreckenraketen mit Feststoffantrieb wie die DF-15 (bis zu 600 km) und die DF-16 (rund 1.000 km). Beide Familien existieren in mehreren Varianten und können mit konventionellen oder nuklearen Sprengköpfen bestückt werden – darunter präzisionsgelenkte, terminal manövrierende Gefechtsköpfe, die die Treffgenauigkeit gegen Punktziele erhöhen. Zusammengenommen betreibt die Volksbefreiungsarmee (PLA) wahrscheinlich mehrere Hundert Abschussfahrzeuge für diese Systeme.
Diese Dichte und Tiefe an Startsystemen sind entscheidend. In jeder Operation gegen Taiwan könnte die PLA massierte Angriffe mit SRBMs (Kurzstreckenraketen) und MRBMs (Mittelstreckenraketen) einsetzen, um Luftverteidigungssysteme zu unterdrücken, Aufklärungseinrichtungen zu blenden sowie Start- und Landebahnen oder Häfen zu zerstören. Der kombinierte Einsatz dieser Raketen – ergänzt durch Marschflugkörper und Anti-Schiffs-Systeme – würde es jedem Gegner extrem schwer machen, eine wirksame Verteidigungsstellung aufrechtzuerhalten.
Bei der Parade 2025 hob Peking außerdem Überschall- und Hyperschall-Antischiffswaffen mit gemeldeten Reichweiten von bis zu 1.000 km hervor (YJ-Familie). Selbst wenn einige dieser Systeme noch Prototypen sind, ist der Trend eindeutig: China rüstet seine Küsten- und Regionalstreitkräfte mit schnellen, schwer abfangbaren Waffen auf, die Marineoperationen innerhalb der ersten Inselkette erheblich erschweren.
Vom Aufholen zum Überholen
Chinas Raketenarsenal holt heute nicht mehr nur zu den führenden Nuklearmächten der Welt auf – in einigen Bereichen liegt es bereits vorn. Die schiere Vielfalt der in Peking präsentierten Systeme – von schweren Silo-ICBMs bis zu straßenmobilen Startern, von U-Boot- und luftgestützten Systemen bis hin zu Hyperschall-Gleitflugkörpern und Überschall-Antischiffsraketen – weist auf eine gestaffelte, flexible und moderne strategische Abschreckung hin.
Tatsächlich drückt Peking gerade in dem Bereich am stärksten aufs Tempo, in dem seine Rivalen deutlich hinterherhinken: Hyperschalltechnologie. Während Washington sich noch in der Forschungs- und Testphase befindet, hat China bereits operationelle Hyperschall-Gleitflugkörper im Einsatz und erweitert sein Hyperschall-Antischiffsarsenal. Russland ist das einzige andere Land in diesem exklusiven Kreis – doch sowohl Moskau als auch Peking bewegen sich derzeit schneller als die Vereinigten Staaten.
Die Parade vom 3. September 2025 war also nicht bloß ein Schauspiel – sie war ein Signal. China baut eine Raketenstreitmacht auf, die nicht nur einen Zweitschlag im nuklearen Krieg garantiert, sondern auch den Zugang zu seinen Küstenzonen verwehren, gegnerische Flotten bedrohen und Rivalen in jedem regionalen Konflikt im Unklaren lassen soll.
Zum ersten Mal in der modernen Geschichte spielt Peking bei der Raketentechnologie nicht mehr die zweite Geige. Es gibt den Takt vor – und fordert die anderen heraus, Schritt zu halten.
Von Dmitry Kornev, Militärexperte, Gründer und Autor des Projekts MilitaryRussia (Website erlaubt kein https).
Anmerkung: Alle Links stammen von mir. Wieso können andere das immer noch nicht, auch nicht der Autor des Artikels? Sollen die Leser sich das selbst zusammensuchen? Was ist so schwierig daran, Quellen und Informationen zu verlinken?
Krieg und Frieden
New York Post (das ist eher eine Boulevard-Zeitung):
Hamas’ top military leader in Gaza wants the terror group to reject President Trump’s cease-fire proposal, urging negotiators to walk away from the deal, according to a new report.
Ezz al-Din al-Hadad, who helped plan the Oct. 7, 2023, terrorist attack, slammed Trump’s 20-point peace deal as a way to eliminate Hamas without achieving any of its goals, the BBC reported.The terror chief, who holds the fate of the 48 hostages in his hands, called on negotiators in Qatar to reject the deal, reportedly telling the team that he plans to continue the war with Israel.
Man muss nicht alles glauben, was in den Medien verbreitet wird. Aber wie ich schon schrieb, glaube ich nicht, dass die Hamas aufgeben wird, zumindest nicht alle. Trump irrt sich: Die wollen keinen Frieden.
Wahrscheinlichkeitsmaschine
Großartiger Artikel von Thomas Grüter auf SciLogs: KI: „Der Kollaps des Schlaraffenlands“ – mit das Beste, was ich zum Thema bisher gelesen habe.
Within thirty years, we will have the technological means to create superhuman intelligence. Shortly after, the human era will be ended. (Vernor Vinge, 1993)
Grüter stellt zunächst die apokalyptischen Modelle zur KI vor: „Aktuelle generative KI-Systeme wie ChatGPT werden trainiert, nicht programmiert. Deshalb sei kaum vorherzusagen, welche Ziele sie tatsächlich erreichen wollen und welche Wege sie dafür einschlagen. Ihre innere Funktionsweise, sagen die Autoren, sei dermaßen unterschiedlich von der des menschlichen Gehirns, dass man sie mit Recht als „Außerirdische“ bezeichnen könne. Menschliche Ethik sei ihnen fremd. Die Autoren resümieren, dass eine übermenschlich intelligente KI (ASI = Artificial Superintelligence) von Menschen nicht mehr kontrollierbar ist.“
Natürlich gab es die Schlussfolgerungen daraus schon in zahllosen Science-Fiction-Filmen und -Büchern. Der Mensch ist gefährlich und stört nur – ein Standpunkt, den man aus der Sicht der Evolution durchaus vertreten könnte. Deshalb sollte er verschwinden. Und dann handelt die KI dementsprechend. Die Artificial Superintelligence könnte zum Beispiel heimlich der Erde den Sauerstoff entziehen.
Jetzt das große „Aber“: „Die heutigen KIs beantworten zwar Fragen, entwerfen Präsentationen und schreiben Computerprogramme, aber ihnen unterlaufen dabei groteske Fehler. Deshalb sind die aktuellen Large Language Models (LLM) in kritischen Situationen schlicht unbrauchbar. Ein aktueller Report des MIT Media Lab stellte dazu fest: Dieser Report deckt die überraschende Tatsache auf, dass trotz Investitionen von 30 bis 40 Milliarden US$ in generative KI, 95 Prozent aller Firmen keinen Gewinn daraus erzielt haben.“
Grüter geht davon aus, dass die meisten Unternehmen, die mit KI Geld verdienen wollen, scheitern werden. Die KI funktioniere als “ Wahrscheinlichkeitsmaschine“ und habe kein kein tieferes Verständnis der Fragestellung.“
„Im Wahrheit ist eine ASI sehr viel weiter entfernt, als die meisten Menschen denken. Selbst das größte heutige LLM spiegelt ihre Intelligenz nur vor. (…) Füttert man KI-Modelle immer wieder mit ihren eigenen Antworten, werden die Aussagen immer fahriger, bis sie sich am Ende in sinnlosem Gebrabbel verlieren. Experten sprechen hier von einem sogenannten Modell-Kollaps.
Fazit: „Bei Menschen sind Beharrlichkeit, gute soziale Fähigkeiten, Übersicht und Zielstrebigkeit wichtiger als bloße Intelligenz. Die erfolgreichsten Zeitgenossen sind nicht die mit einem himmelstürmenden IQ, sondern eher diejenigen, die unbeirrbar ein Ziel verfolgen und dabei sehr gut mit anderen Menschen zusammenarbeiten (oder sie für sich arbeiten lassen)“.
Auf die Ökonomie übertragen: „Man hat im teuersten Lokal der Stadt Austern bestellt und hofft jetzt, in einer davon eine Perle zu finden, mit der man die Rechnung bezahlen kann. In der Vergangenheit haben solche Szenarien im besten Fall zu einer Marktbereinigung geführt, im schlimmsten Fall zu einem kompletten Zusammenbruch der Weltwirtschaft.“
Na also. Erst die Apokalypse des Kapitalismus, dann übernehmen die Chinesen alles und nennen es Kommunismus.
Did I make you feel uncomfortable?
Falls ihr nicht wisst, wem auf X oder auf Instagram zu folgen sei…
Diese Attitude bringt mich immer zum Schmunzeln. Könnte fast von mir stammen…
Alice in Borderland
Empfehlenswert – mit Abstrichen wegen der großen kulturellen Differenz: Alice in Borderland auf Netflix. (Ich bin erst am Ende der ersten Staffel angelangt, weil ich Filme nur zum Einschlafen ansehe, also jeweils eine halbe Stunde oder so… Nur sehr selten muss ich mich zwingen abzuschalten – das war das letzte Mal bei Yellowstone der Fall.)
Die Serie läuft schon ein paar Jahre. Die Algorithmen spülten sie mir aber erst jetzt zu.
Die gute Nachricht: Japanische Filme sind ohnehin immer um Klassen intelligenter als US-Produktionen, wie auch südkoreanische. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals etwas Logisches in einem Film nicht verstanden hätte. Aber hier kommt irgendwann ein dialektisches Rätsel vor, das gelöst werden muss, weil sonst alle störben – und der Held ist dafür zuständig. Ich habe das nicht kapiert, zumal auch extremer Zeitdruck bestand.
Der Plot ist einfach und bekannt und ähnelt Squid Game. Eine Gruppe von Leuten ist aus unbekannten Gründen irgendwo eingesperrt und muss Aufgaben lösen, bei denen die meisten draufgehen. Das ist per default spannend, kann aber unendlich oft wiederholt werden. Eine Allegorie auf: Je ein Kapitalist schlägt viele tot?
Die „schlechte“ Nachricht: Die Reaktionen der Hauptdarsteller Kento Yamazaki und Tao Tsuchiya – auch auch die der anderen – sind manchmal so unverständlich und europäischem Verhalten fremd, dass man nicht versteht, warum die so sind und was das japanische Publikum dabei denkt.
Beispiel: Die äußerst attraktive Heldin liegt in einem winzigen Zelt, der Held draußen und wird von Moskitos und anderem Getier zerstochen. Sie bittet ihn hinein, beide sind nur leicht bekleidet und haben schon einiges gemeinsam hinter sich – aber nichts passiert. Sie liegen starr nebeneinander wie Ölgötzen. No sex please, we are Japanese?
Oder: Die beiden mussten sich trennen, um ihr Leben kämpfen und treffen sich unvermittelt in einer Menschenmasse wieder, laufen aufeinander zu. In jedem Ami – oder europäischen Film würden sie sich um den Hals fallen, weil man sogar sieht, wie sie sich freuen. Aber die Usagi (Tao Tsuchiya) in scharfen Hot Pants zieht sich erst mal das Hemd über den Oberkörper, obwohl ihr Badeanzug extrem züchtig ist, und beide bleiben voreinander stehen. Es fehlt nur noch, dass sie sich formell die Hände schüttelten und sich verbeugen. Spätestens hier wäre in Hollywood der erste Kuss angesagt. Vermutlich hat das damit zu tun, dass „öffentlich“ und „privat“ in Japan viel stärker getrennt ist. Ich weiß es nicht.
Auch das Agieren des Helden finde ich oft albern. Er ist ein richtiges weinerliches Weichei, den man schnell erschrecken kann und der – für unser Empfinden – emotional total überreagiert, so dramatisch und kitschig wie die Protagonisten in der Peking-Oper. Manchmal so langatmig wie ein Beziehungsgespräch, so dass ich auf Vorlauf gedrückt habe.
Die Heldin scheint im Film gleichaltrig zu sein, agiert aber in Relation zu ihm mehr – fast immer – als sexy MILF. Frauen und Männer mögen absolut klischeehaft wirken, sind aber de facto gleichberechtigt. Sie sehen auch ähnlich aus: Der Held wirkt androgyn und nicht klassisch „männlich“.
Spätestens in solchen Szenen wird deutlich, dass der Film eine Adaption des gleichnamigen Mangas (erschienen 2010-2016) bzw. Anime ist: Die Schauspieler handeln charakterlich „tiefgründig“ wie im Comic Strip. Die Japaner könnten das anders. Also muss es Absicht sein. So etwas kriegen eh nur die hin. Deutsche Comics in Serie (gibt es das überhaupt?), verfilmt auf Streaming-Portalen? Undenkbar oder nur für zwölfeinhalb Zuschauer gedacht.
– Manga sind japanische Comics oder Graphic Novels, die man liest (meist schwarz-weiß, von rechts nach links).
– Anime sind japanische Zeichentrickfilme oder -serien, die man anschaut (oft basierend auf Mangas, aber nicht immer).
👉 Kurz: Manga = Lesen 📖 | Anime = Schauen 🎬.
Was ist also der Sinn des Ganzen, neben normaler Action und Unterhaltung?
Was mir auch bei dem koreanischen Beyond the Bar auffiel: Die Moral wird dem Holzhammer eingebläut, so subtil, wie ich über Israel schreibe. Nach dem Motto: Der Held ist ein Gamer und Nichtsnutz, und während er um sein Leben kämpfen muss und das Blut herumspritzt, dämmert es ihm, dass er vielleicht doch nicht seine Zeit mit Computerspielen vergeuden sollte.
Das kommt so oft und so drastisch, dass man laut schreien möchte: Da wäre ich jetzt von allein nicht drauf gekommen!
Trotzdem: Gute blutrünstige Unterhaltung.
Kesse Väter

Der Beginn des Thomasevangeliums (nicht Teil der Bibel!) in der sahidischen bzw. koptischen Handschrift, Nag-Hammadi-Schriften, ca. 350 n. Chr.. Darüber das Subskript der vorausgehenden Schrift, des Apokryphons des Johannes.
„Simon Petrus sprach zu ihnen: Maria soll von uns weggehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht wert.
Jesus sprach: Siehe, ich werde sie ziehen, auf dass ich sie männlich mache, damit auch sie ein lebendiger, euch gleichender, männlicher Geist werde.
Ich sage euch aber: Jede Frau, die sich männlich macht, wird eingehen in das Königreich der Himmel.“ (Thomasevangelium, Logion 114)
Die Kavallerie kommt
Meta Platforms Ireland Limited
Legal Department
Merrion Road, Dublin 4
D04 X2K5 Irland
(…) Weiter fordern wir Sie auf, eine entsprechende strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Wegen des vorliegenden Vertragsverstoßes besteht eine Wiederholungsgefahr für weitere unbegründete Einschränkungen. Diese kann nach der Rechtsprechung grundsätzlich nur durch Abgabe einer ernsthaften und daher strafbewehrten Unterlassungserklärung beseitigt werden. (…)
Für den Fall, dass die Ansprüche unseres Mandanten, insbesondere die Entsperrung des Kontos, bis zum Ablauf der gesetzten Frist nicht erfüllt sind, werden wir ihm zu einem gerichtlichen Vorgehen raten, gegebenenfalls im Wege einer einstweiligen Verfügung. (…)
Unter von Arabern Befreiten
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Die Nationalhymne Andorras beginnt mit der Zeile „El gran Carlemany, mon Pare, dels àrabs em deslliurà“. Das heißt auf Deutsch: „Der große Karl der Große, mein Vater, befreite mich von den Arabern“.
ChatGPT: Der Pew Research Center-Datensatz über muslimische Bevölkerungen listet für Andorra weniger als 1.000 Muslime (unter 1 % der Bevölkerung) auf.
Schiffe versenken! [Update]

Taz, das ist einfach nur noch ekelhaft und zum Fremdschämen. Es handelt sich nicht um eine „Hilfsflotte“, und das Antisemitenpack provoziert Israel, nicht umgekehrt. Die können doch froh sein, dass sie nicht versenkt werden oder gar nach Gaza in die Stahlgewitter geschickt werden.
[Update] Die Qualitätsboulevardmedien stellen es richtig dar: „Das israelische Außenministerium teilte auf X mit, die Marine habe die Flottille aufgefordert, ihren Kurs zu ändern. Ihre Hilfslieferungen könnten sie in Häfen außerhalb des Gazastreifens an Land bringen, sie würden in das palästinensische Küstengebiet weitertransportiert. Allerdings: „Die Flottille hat (das Angebot) abgelehnt, weil sie nicht an Hilfeleistung interessiert ist, sondern an Provokation“, hieß es in der Stellungnahme des Außenministeriums weiter.“
Nieder mit dem variablen Kapital!
Heise: „China installiert 2024 mehr als die Hälfte aller Industrieroboter weltweit“. Eine interessante Meldung und nicht die erste ihrer Art.
„Die USA sind in Nord- und Südamerika der größte Robotikmarkt. 68 Prozent der Neuinstallationen gehen auf das Konto der USA. 2024 verzeichnet das Land jedoch einen Rückgang um 9 Prozent auf 34.200 Einheiten. Die meisten davon stammen aus Japan und Europa, denn es gibt in den USA nur wenige inländische Roboterhersteller.“
Da hat Trump natürlich schlechte Karten. Aber wie sieht das im Detail aus, und was folgt daraus? Wie man an den Schaubildern der Quelle sehen kann, war vor einem Jahrzehnt die Autoindustrie der Motor, die Automatisierung durch Roboter einzuführen. Mittlerweile hat der Rest der Industrie nachgezogen. In der Elektronikindustrie hat sich kaum etwas verändert, was den Anteil der Roboter angeht – im Verhältnis zu anderen Branchen.

Quelle: World Robotics 2025
Um es realistisch zu machen, muss man diese Zahlen in Relation setzen zum gesamten Umfang der jeweiligen Industrie. ChatGPT sagt hier etwas völlig anderes als im Heise-Artikel suggeriert wird:
Laut International Federation of Robotics (IFR, Stand 2023):
– China: etwa 392 Roboter pro 10.000 Beschäftigte in der Industrie
– Deutschland: etwa 415 Roboter pro 10.000 Beschäftigte
👉 Das bedeutet: Absolut dominiert China, mit mehr als der Hälfte aller weltweit installierten Roboter. Relativ zur Industriegröße liegt Deutschland aber sogar etwas vor China, weil die deutsche Industrie kleiner ist, aber ähnlich viele Roboter einsetzt.
⚖️ Zusammengefasst:
– Ohne Berücksichtigung der Industriegröße: Verhältnis China : Deutschland ≈ 2:1 (54 % vs. 27 %).
– Unter Berücksichtigung der Industriegröße (Roboterdichte): Deutschland und China liegen praktisch gleichauf, Deutschland minimal vorne (415 vs. 392 Roboter je 10.000 Beschäftigte).
Wiederholung vom 07.12.2024 und vom 25.12.2025:
Das variable Kapital besteht aus den Kosten der Ware Arbeitskraft. Je größer die Kosten des variablen Kapitals, um so geringer der Mehrwert und letztlich Profit.
Laut Karl Marx besteht der Unterschied zwischen Mehrwert und Profit darin, dass der Mehrwert die grundlegende Größe ist, die durch die Ausbeutung der Arbeitskraft im Produktionsprozess entsteht, während der Profit eine Erscheinungsform dieses Mehrwerts darstellt, die durch die Konkurrenz und Verteilung im kapitalistischen System beeinflusst wird.
Über die Dörfer


Oben: Vietbowl’s Frühlingsrollen mit Tofu und Gemüse, unten: Pho Ha Noi (Classic Hanoi Style), Duftreisbandnudeln in einer kräftigen, klaren Hühnerbouillon, verfeinert mit Zimt, Kardamom, Anis, Ingwer, Lauchzwiebeln und Koriander sowie Tofu.
Gestern bin ich mit einem amigo hispanohablante über die Dörfer durch das Neuköllner Nachtleben gezogen. Dazu musste zuerst eine kulinarische Grundlage gelegt werden.
Später testeten wir noch das Mausi (sehr schön geworden!) und die Zosse. Die Zosse ist gemütlicher und das Personal professioneller, aber an der Theke ist nur für wenige Leute Platz. Mausi hat eine riesige Theke für mehr als 20 Leute, ist also für Singles empfehlenswerter, um ins Gespräch zu kommen.
Karibischer Nachtmarsch der Partei
Die Umgebung und die Dekoration für das 10-tägige virtuelle Rollenspiel-Event auf „Kuba“ sind jetzt fertig. Wenn es losgeht, bin ich ohnehin in Israel und kann nur ab und zu flüchtig vorbeischauen. Es werden ca. 30 Leute Avatare involviert sein.
Ausstattung: ACpixl, LifeShop Joles, Jumboone [2], [3] [4] [5], mickey Kling [2], ATOZJ, willem Koba, Neri Miarte, Shug Crazyboi u.v.a.m. und natürlich Selbstgebautes. Die Tänzer musste ich selbst scripten. Die bewegen sich permanent, also auch Dekoration. Auf den Screenshots sind also noch keine Avatare zu sehen.
Miszellen

Mitgliederversammlung des DJV Berlin – JVBB. Wir haben uns (fast) garnicht herumgezankt, sondern ein paar Dinge diskutiert.
Heute nur gute Nachrichten. Ich habe einen Tag frei, bevor es wieder in die 12-stündigen Nachschichten geht. Nein, ich würde nie vom Arbeitsplatz bloggen oder dort surfen. Das ist total vollumfänglich absolut verboten. Ich starre meinen Laptop mit eigenem Modem nur an.

Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Westen
Meine Rechtsschutzversicherung hat überraschend zugesagt, die Kosten für mein gerichtliches Vorgehen gegen Facebook zu übernehmen. Das hatte ich gar nicht erwartet. Mein Anwalt setzt gerade ein Schreiben auf, Meta aufzufordern, meinen Account wieder komplett freizuschalten. Wenn die das nicht unverzüglich tun, kommt die juristische Kavallerie.

Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Süden, am Horizont ist der Radarturm des ehemaligen Flughafens Tempelhof zu sehen.
Ich habe auch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, weil mir rechtzeitig einfiel, meine Krankenversicherung zu fragen, ob ich in Israel versichert wäre. Nein, wäre ich nicht. Wenn mich dort vor zwei Jahren einen Rakete gestreift hätte, wäre das auch finanziell übel geworden. Jetzt kann ich arabische Messerstecher verhauen und muss nicht selbst zahlen, wenn ich dabei was abkriege.

Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Norden – man sieht die Kuppel des Deutschen Doms.
Gaza, revisited
Israel besetzt und annektiert Gaza nicht. Das Weiße Haus hat einen Friedensplan von Trump zu diesem Konflikt veröffentlicht. (Diverse Quellen)
Hier sind die Details, die darin vorgeschlagen werden:
🛑 Gaza wird eine „deradikalisierte, terrorismusfreie Zone“ sein, die keine Bedrohung für die Nachbarn darstellt.
🛑 Innerhalb von 72 Stunden nach der öffentlichen Annahme dieses Abkommens durch Israel werden alle Geiseln, lebendig und tot, zurückgegeben.
🛑 Nach der Freilassung aller Geiseln wird Israel 250 lebenslänglich Inhaftierte und 1700 Personen aus Gaza freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 festgenommen wurden.
🛑 Die USA werden einen Dialog zwischen Israel und den Palästinensern einrichten, um ein friedliches und gedeihliches Zusammenleben zu vereinbaren.
🛑 Wenn beide Seiten diesem Vorschlag zustimmen, endet der Krieg sofort.
Natürlich wird die Hamas das nicht akzeptieren. Ich bezweifele auch, dass die Terroristen-Warlords überhaut noch Einfluss auf die Mitglieder haben oder wissen, wer was macht. Die Folge wird daher sein, dass Gaza zu rund 80 Prozent besetzt werden wird. So sehe ich das.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Begegnung während der Nachtschicht…








































