Jerichosche Agitprop [Update]

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Nehmt dies, Araber: Dieses Posting wird mit dem Tag „Israel“ indiziert.

Wenn man das Kleingedruckte liest, fällt einem hier schon auf, was in Judäa im Westjordanland unter der Oberfläche brodelt. Die Leute sind genauso freundlich wie in Israel, vor allem auch deshalb, weil sie über jeden Touristen dankbar sind, der ein paar Schekel unter ihnen verstreut. Das Tourist Information Center in Jericho ist auch geschlossen (heute morgen kurz nach neun).

Unsere Bundesregierung warnt vor Reisen hierher: „Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen oder im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich – ausreisen.“ Mach ich aber nicht.

Ich habe bis jetzt nur ein asiatisches Paar und eine kleine Gruppe niederländischer Christen getroffen und mit ihnen viereinhalb Worte gewechselt. Sonst bin ich immer der einzige Wessi Nicht-Westasiate oder wie man das nennt, und ich werde zum Teil neugierig angestarrt wie auf einem Dorf in den südamerikanischen Anden.

Hier im Hotel liegen ein paar Bücher aus über Jericho, die u.a. vom Ministry of Tourism and Antiquities (Palestine) herausgegeben wurden. Was sofort auffällt: Die tun so, als hätte es Israel vor der arabischen Kolonisation nie gegeben, was natürlich Fake News sind. Es taucht immer nur der Begriff „Canaanites“ auf, nie aber „Israel“ oder „Juden“.

Die „palästinensischen“ Araber habe ihre Geschichte frei erfunden, weil sie diese mitnichten in die Zeit vor den Römern verlängern können. Da gab es sie noch gar nicht in Palästina. (Das gab es auch nicht, weil die Römer den Begriff genommen haben, um die Erinnerung an die Juden auszulöschen.)

In der arabischen Tradition war Palästina ein Teil von Bilad al-Scham (Großsyrien), das die gesamte Levante umfasste mit dem Zentrum Damaskus. So war es noch mindestens bis zur Staatsgründung Israels.

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Fakten: Vor 1900 war Palästina Teil des Osmanischen Reichs (1516–1917). Die Bevölkerung bestand aus einer Mischung von arabischsprachigen Muslimen, Christen, Juden, Drusen, Tscherkessen, Türken und Beduinen. Arabische Einwanderung aus den Nachbarregionen wie Ägypten, Syrien, dem Hauran (Süd-Syrien) und Transjordanien war üblich, oft aufgrund von Arbeit, Handel oder Landwirtschaft.

Besonders im 18. und 19. Jahrhundert wanderten Bauern, Händler und Beduinen aus benachbarten Gebieten nach Palästina ein, weil es dort fruchtbare landwirtschaftliche Flächen gab, Steuern und Rekrutierungen in anderen Provinzen strenger waren, oder durch Verwüstungen in Nachbarregionen (z. B. Dürren oder Konflikte).

Beispiele für Einwanderungswellen:
– Ägyptische Migration unter Muhammad Ali (1831–1840),
Als Ägypten Palästina zeitweise besetzte, kamen ägyptische Soldaten, Beamte und Bauern in die Region. Einige blieben dauerhaft.
– Beduinenstämme aus der arabischen Halbinsel (z. B. aus dem Negev, dem Hauran oder Ostjordanien) zogen in das südliche und östliche Palästina.
– Tscherkessen und Bosnier (nicht Araber, aber Muslime) wurden ab den 1860ern von der osmanischen Regierung angesiedelt, um Grenzgebiete zu sichern.

Quellen von ChatGPT:
Justin McCarthy: The Population of Palestine: Population History and Statistics of the Late Ottoman Period and the Mandate (1990).
Yehoshua Ben-Arieh: The Rediscovery of the Holy Land in the Nineteenth Century (1979).
Kemal Karpat: Ottoman Population, 1830–1914 (1985).

Jetzt dudeln ringsum die Muezzine. Ich muss mal etwas einkaufen.

[Update] Ich vergaß zu erwähnen, dass ich gestern alle arabischen Fernsehsender durchgezappt habe, Katar, Oman, Jordanien. Das ist schon exotisch…

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