Cruce de Cristóbal
Straßenszene in San Cristóbal de las Casas, Chiapas, Mexiko. Das Foto habe ich in der ersten Novemberwoche 1981 gemacht. Es gibt zwar ein Straßenverzeichnis, aber ich bin mir nicht sicher, an welcher Kreuzung das ist, da die Schrift auf dem Straßenschild zu klein ist.
Nicht zulässig
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat gegenüber dem DJV (Bundesverband) Stellung bezogen wegen eines Mitschnitts der Rede Bernd Lammels beim Bundesverbandstag 2015 in Fulda.
„…wie mir das Bundesarchiv aufgrund des Übergangs der Aufgaben des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nunmehr bestätigt hat, wurde der Datenträger mit dem von Ihnen erwähnten Audio-Mitschnitt einer Veranstaltung des DJV vernichtet. Ich habe das Bundesarchiv in einem Schreiben nochmals darauf hingewiesen, dass sowohl die Anfertigung als auch der Gebrauch eines Tonträgers, der das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen beinhaltet, nicht zulässig sind. Unabhängig von der Frage, ob es sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung des DJV gehandelt haben mag, war nach meiner Bewertung des konkreten Falls jedenfalls die andauernde Speicherung des Datenträgers nicht zulässig. Spätestens mit der Beantwortung der sich auf den Inhalt des Datenträgers bezogene Fragestellung eines Pressevertreters war der Grund für eine Speicherung entfallen. Ich habe um künftige Beachtung gebeten. Ich gehe somit von einer Erledigung der Angelegenheit aus.“
Die Pointe kommt aber noch. Mittlerweile weiß ich, wer diesen „illegalen“ Mitschnitt gemacht hat und wer die „Stasi-Behörde“ instrumentalisieren wollte, um dem DJV Berlin und dem damaligen Vorsitzenden Bernd Lammel zu schaden. Es stand die Fusion zwischen den beiden „verfeindeten“ Landesverbänden des DJV in Berlin bevor. Das Schiedsgericht des DJV Berlin wird sicher interessiert zuhören, wenn ich demnächst den Fall dort schildern werde.
Frauen, Männer und Kathoey

Wie viele Frauen sind auf dem Foto? Rechts ist ein bekannter Pornostar Thailands, der sich „Prem“ nennt.
Was ist daran so schwierig zu verstehen? Es gibt die biologischen Geschlechter Frauen (das sind die mit Vagina und Eierstock) und Männer (das sind die mit Penis und Prostata) und es gibt was dazwischen etwas wie Hermaphroditen oder „Zwitter“.
Das biologische Geschlecht hat nichts mit dem „sozialen“ Geschlecht zu tun. Wenn Männer gern Frauen sei wollen, sollen die das doch tun. „Normal“ sollten eigentlich vier „Geschlechter“ sein, falls jemand sein biologisches Geschlecht ablehnt und auf die „andere Seite“ wechseln möchte.
Das beste Beispiel sind doch die sozial durchaus anerkannten Kathoey in Thailand, also biologische Männer, die sich wie „Frauen“ verhalten und sich manchmal Brüste wachsen lassen. Dieser Geschlechtstausch funktioniert natürlich nur dann, wenn Frauen und Männern jeweils bestimmte Rollenmodelle zugewiesen werden, an denen man sie erkennt. Die klassische Transe ist äußerlich fast immer die Karikatur einer Frau. Warum sollte ein Mann, der Frau sein möchte, als kesser Vater herumlaufen?
Bezeichnend, dass Frauen, die lieber die klassische Männerrolle übernähmen, nicht so ein öffentliches Gewese daraus machen. Die „Trans“-Bewegung ist meines Erachtens ein reaktionäres kleinbürgerliches Männerrechter-Milieu, dessen größter Wunsch es offenbar ist, auf’s Frauenklo gehen zu dürfen.
Bauernrebellen, Käsegrafen et al
Bin wieder auf einen fiesen Marketing-Trick reingefallen, der speziell für Feudalismus-Experten wie mich zugeschnitten war. Wann kommt der Thomas-Müntzer-Hartkäse?
Auf Fratzenbuch wurde ich gerade darauf hingewiesen, dass es tatsächlich eine rebellische Geschichte gibt:
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts herrschten die Bregenzerwälder Käsegrafen mit wirtschaftlichem Geschick über den heimischen Milchmarkt. Sie verdienten Unsummen mit Käselieferungen in die Lombardei, nach Venetien, in die Niederlande sowie nach Ungarn und Wien. Gleichzeitig knebelten sie die Bauern mit ihrer Marktmacht und Schuldscheinen. Dieses ausbeuterische Handeln der Bregenzerwälder Käsegrafen wollten sich die Urväter der Käserebellen nicht länger mitansehen, das Milch- und Käsemonopol musste gebrochen werden: 1860 beschlossen vier Bauern in Sulzberg, ihre Milch eigenständig zu verarbeiten und verkästen diese im Keller des ortsansässigen „Gasthaus Bären“ (heute: Alpenblick).
Was gab es noch? Ich habe mich heute nach einem ausgiebigen Frühstück von zwei Stücken (sic) selbst gemachtem Käsekuchen und von einer Bulette vom Metzger meines Vertrauens (morgen gibt es Königsberger Klopse!) ernährt, dazu noch eine Avokado mit Zitrone verzehrt (esse ich fast täglich). Ist das genug und gesund?
Ach ja, vorwärts und nicht vergessen: Die Revolution in Deutschland wird auf unbestimmte Zeit verschoben, weil die so genannte Linke hierzulande völlig verstrahlt ist. Das Kommunistische Manifest wird um den obigen Satz ergänzt.
Jawohl, mein Führer!
Ich schrob schrieb hier schon über die cancel culture beim ehemals „liberal-konservativen“ Berliner „Tagesspiegel“. Erst kamen die Genderdoppelpunkte, dann das hier. Martenstein zieht jetzt die Konsequenzen (ich hätte auch genau das getan).
Henryk M. Broder schreibt dazu: „Die „Stellungnahme der Chefredaktion“ ist etwa dreimal so lang wie die Martenstein-Kolumne. Wer immer sie verfasst hat, hat sich viel Mühe gegeben, wie ein Häretiker, der aus Angst vor dem Scheiterhaufen alles widerruft, auch das, was er nicht gesagt hat.“
Ostritt
Ich suchte neulich ein Foto des Brandenburger Tores und fand keines auf diesem Blog. Ich hätte schwören können, dass dieses schon online war. Vermutlich stammt es aus den 80-er Jahren, weil es ein eingescanntes Dia ist.
Cold War
„Neuer Aktenfund von 1991 stützt russischen Vorwurf. Russland behauptet seit Jahrzehnten, die Nato-Osterweiterung verstoße gegen westliche Zusagen nach dem Mauerfall. Nun ist ein bemerkenswertes Dokument aufgetaucht.“ (Spiegel Paywall)
Ja, Russland hat Recht. „Wir haben deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht über die Elbe hinaus ausdehnen“, schrieb der deutsche Diplomat Jürgen Chrobog über ein Treffen der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands im März 1991.
„Der US-Politikwissenschaftler Joshua Shifrinson hat das ehemals als geheim eingestufte Dokument gefunden. Es handelt von einem Treffen der Politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands in Bonn am 6. März 1991. Thema war die Sicherheit Polens und anderer osteuropäischer Staaten.“
Deutsche Medien geruhen ja nicht, uns mit Links und Quellen zu belästigen. Entweder steht das in einem von Shifrinsons Publikationen oder es bezieht sich auf ein alte Quelle aus dem Jahr 2016: „Deal or No Deal? The End of the Cold War and the U.S. Offer to Limit NATO Expansion“.
Wer bringt das jetzt den Grünen bei? „US-Regierung bewilligt 250 neue Kampfpanzer für Polen“. Aha.
Error 1020 – Thank you for your feedback!
Den Error 1010 kannte ich schon. Aber Irrtümer kann man bekanntlich steigern. Ray ID war mir neu. Ich hatte nur gehofft, dass Donald Trump vielleicht persönlich mit mir chattet. Unser Englisch ist ja auf einem ähnlichen Niveau.
Purewriter
Problem gelöst. (Danke, Gumi) Das ist eine Sharkoon PureWriter RGB Mechanische Low Profile-Tastatur. Man braucht keine Software downloaden, sondern richtet alles per Tastatur ein. Die Anleitung ist wie üblich bescheiden, aber man kann es hinfummeln. Ein paar lustige Features, die eher Windows-like sind, funktionieren auch bei Linux, zum Beispiel über die Tastatur Chromium aufzurufen oder den „Arbeitsplatz“ aka Dateimanager aka Nautilus. Bis jetzt habe ich nichts zu meckern.
Gendercancelculture

Schwedische Vandalen demolieren das generische Maskulinum und das Patriarchat im Allgemeinen, insbesondere Statuen von Männern (Symbolbild)
Hat jemand von euch Lust, bei Wikipedia herumzuvandalisieren und überall Gendersternchen zu verstreuen? Keine Vorkenntnisse nötig! Die schwedische Botschaft macht es möglich! (via Fefe)
Aber die Artikel auf Wikipedia sind nicht repräsentativ für die Gesellschaft. Männer sind in viel größerem Ausmaß vertreten als Frauen. Zudem sind es überwiegend Männer, die neue Inhalte auf Wikipedia hinzufügen. Es gibt viermal so viel Artikel über Männer wie über Frauen. Und die Informationen über Frauen sind weniger umfangreich als die über Männer. Das können und wollen wir ändern!
Apropos Schweden: „Schweden lässt [2019] Vergewaltigungsvorwurf gegen WikiLeaks-Gründer fallen“ – nach neun Jahren!
Wounded Knee
Zum ersten Mal seit Wochen nicht mit dem Roller, sondern wieder mit dem E-Bike zur Arbeit, weil das bei Sturm stabiler fährt. Läuft doch am Kottbusser Tor eine blöde Schlampe eine Tante direkt über die Fahrbahn, obwohl da weit und breit kein Fußgängerübergang ist, und mir direkt ins Rad. Ich fiel auf die Fresse, weil ich noch eine Vollbremsung machen musste. Die Dame lief schnell davon. (Nennt man das Fußgängerflucht?) Ich hatte zahlreiche Zeugen, die mir aufhalfen und fragten, ob ich ok sei. Ja, bin ich, außer dem Knie und einem Loch in der Hose. Hätte ich meine Motorradhandschuhe nicht angehabt, wären meine Hände auch blutig gewesen.
Girlfriends
Meine 97-jährige Mutter (ganz rechts, ca. 1945, in Holzwickede) ruft mich an, ich solle bei dem Sturm vorsichtig sein. Ich habe ihr im Gegenzug verboten, im Garten herumzulaufen oder unter den Büschen herumzukriechen.
In die Tasten kloppen, aber wie?

Frage an die Schwarmintelligenz: Ich suche eine kabelgebundene beleuchtete Gamer-Tastatur, die mit Linux funktioniert und bei der man keine Software installieren muss. Logitech verkauft offenbar nur Schrott. Die, die ich habe, ist nicht mehr erhältlich, und die Tasten sind nach einem Jahr zum Teil nicht mehr lesbar.
Barbara Streisand!
Da beißt die Maus keinen Faden ab (endlich kann ich diese Metapher mal benutzen!): Der Tagesspiegel ist jetzt auch Teil der cancel culture.
Am 6. Februar veröffentlichte der Tagesspiegel an dieser Stelle eine Kolumne von Harald Martenstein [die noch online ist], in der es um „Nazi-Vergleiche“ ging. Darin wurde die These aufgestellt, das Tragen von „Judensternen“ auf Corona-Demonstrationen mit der Aufschrift „Ungeimpft“ sei zwar „eine Anmaßung, auch eine Verharmlosung“ und „für die Überlebenden schwer auszuhalten“, aber „sicher nicht antisemitisch“, weil die Träger sich mit verfolgten Juden identifizierten. Die Kolumne wurde sowohl innerhalb der Redaktion als auch von Leserinnen und Lesern stark kritisiert.
Die Chefredaktion hat sich in den vergangenen Tagen intensiv mit dieser Kolumne und der Kritik daran auseinandergesetzt. Wir haben mit Kolleginnen und Kollegen, mit Wissenschaftlern und Betroffenen gesprochen und selbstverständlich auch mit dem Autor und wir kommen zu dem Schluss, dass wir diese Kolumne so nicht hätten veröffentlichen sollen; wir haben sie deshalb zurückgezogen.
Wie erbärmlich! Ich habe überlegt, ob ich denen einen Leserbrief schreibe. Aber da ich die Genderdoppelpunkte, mit denen dort die Artikel übersät sind, eh nicht ertrage, werde ich das lassen. Ich bin gar kein Leser. Wenn ich gute Texte lesen will, kann ich das auch bei der Berliner Zeitung tun.
Bitte bevorraten Sie sich!

Die Großbourgeoisie passt ihre Algorithmen schon der aktuellen Weltlage an.
Mann mit komischem Hut
In den Bergen bei Cuauhtémoc (Chihuahua), Mexiko, fotografiert im September 1981. Ich weiß nicht, warum ich so einen komischen Hut auf habe, vermutlich hatte ich keinen anderen. (Mehr: Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe, 30.09.2018.)
Unter Säbelrasslern

Ich darf das geneigte Publikum auf eine merkwürdige Tatsache hinweisen: Keine relevante deutsche Zeitung, kein Radiosender, keine Fernsehsendung unterstützen die russische Position im Ukraine-Konflikt, welche auch immer das sein mag. Alle jammern für die arme Ukraine. Das nenne ich „Schießschartenmodus“.
Man könnte doch auch – ganz anarchistisch gestimmt – fordern: Warum nicht die Ostgrenze Polens und die Westgrenze Russlands wie 1922 neu festlegen? Warum marschiert Russland nicht in den failed state Ukraine ein und überlässt den Westen eben dieser, also die ehemaligen Ostgebiete Polens, dem neuen Nachbarn, als Zeichen ewiger Freundschaft oder so ähnlich? Auch wenn das vielleicht absurd klingt, aber es zeigt, dass es ein breites Spektrum von Meinungen zum Thema, was doch zu erwarten wäre, hierzulande nicht gibt – in den Medien. Die propagandistische Dauerberieselung wirkt. Und in der Ukraine werden kritische Stimmen sowieso unterdrückt.

Meine Prognose stimmt mit der von Al Jazeera überein: „No, Russia will not invade Ukraine. A large-scale military operation does not fit into Moscow’s cost-benefit calculus.“ Man kann natürlich nie wissen. Der ehemalige deutschen Generalfeldmarschall Helmut von Moltke dazu: „Jede Strategie reicht bis zur ersten Feindberührung. Danach kommt nur noch ein System von Aushülfen.“
Man darf annehmen, dass Putin sich mit dem chinesischen Premier verständigt hat, wie weit er gehen sollte und könnte. Die werden sich weise eins grinsen, sich nicht wirklich festlegen und ihm bedeuten, er solle mal machen. Alle wissen, dass die USA keine Soldaten in die Ukraine schicken wird. Die Vereinigten Staaten wollen nur, dass Deutschland ihr Fracking-Gas kauft, das extrem umweltschäödlich produziert wird, anstatt das billigere Gas von Russland. Bei diesem Thema ist den „Grünen“ die Umwelt plötzlich schnurzpiepegal.

Aber der Gerd sei entspannt, erzählen Freunde. Er habe schon ganz andere Kämpfe durchgestanden. Was gerade passiere, sei ein laues Lüftchen. Hauptsache, die Deutschen sehen es mehrheitlich wie er: Frieden mit Russland. Das sei das Einzige, was zähle. Er, Gerhard Schröder, soll mit seinem Kurs der Außenpolitik dieses Landes schaden, gar ganz Europa, wie führende Parteifreunde jetzt kritisieren? Ach Gottchen. Ist ja niedlich. (Aus dem aktuellen „Spiegel“)

Ich frage mich, welche Motive die deutsche Journaille treiben? Der Klassenstandpunkt? Die Eitelkeit, endlich der Politik mal sagen zu können, was sie tun soll? Wen interessiert schon, was Journalisten zum Thema zu kommentieren haben? Das ist doch nicht systemrelevant. Wer meint, jetzt müsste „hart durchgegriffen“ und Putin „in seine Schranken verwiesen“ werden, den würde ich persönlich auf einen LKW verladen und in einem Schützengraben im Donbass wieder auskippen. Was für eine lächerliche Mischpoke!

Wieder mal stimmt der Marxsche Satz: „Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“ Leider stimmt aber auch: „Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden.“ Man sollte nicht glauben, dass alle Beteiligten, die herrschenden Klassen und ihrer medialen Helfershelfer, jeweils rational handeln.

Vereinsmeierei, reloaded
An: vorstand@djv-berlin.de
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das gestrige informelle Gespräch zwischen Steffen Grimberg und mir war sachlich und konstruktiv (um nicht zu sagen: so wie zwischen Macron und Putin, bloß ohne Militärmacht). Ich wurde ausreichend informiert.
Ich hatte ein schriftliches „Agreement“ vorbereitet, das Steffen aber nicht unterschrieben hat, weil, wie er zu Recht anmerkte, eine individuelle Vereinbarung zwischen einem Vorstandsmitglied und einem einfachen Mitglied in der Satzung nicht vorgesehen ist. Wenn jemand mit der Satzung argumentiert, bin ich immer beeindruckt, weil ich irrig davon ausgehe, dass ich der einzige bin, der die auch liest.
In fast allen Punkten könnte eine Einigung erzielt werden. Das hätte man auch gleich so haben können. Der erste Punkt meines Vorschlags ist mein eigentliches Motiv und wäre auch nicht verhandelbar. Dazu bin ich zu sehr „Old-School-Gewerkschaftler“. Wer die Gehälter der Abgestellten kürzen will, um Rentner zu alimentieren, die eh ihr Schäfchen im Trockenen haben oder um sich mit Bonzen [sic] an einem Buffet zu versammeln, um sich gegenseitig zu bepreisen, ist in einer Gewerkschaft falsch.
Es hat übrigens auch ein Geschmäckle, wenn jemand, der einen großen Teil seines Einkommens durch Seminare beim DJV Berlin bezieht und in den sozialen Medien als „Beruf“ „Freelance Tutor bei DJV Berlin – Journalisten – Verband Berlin Brandenburg“ angibt, für ein Ehrenamt (!) im Vorstand kandidiert. Wir sind nicht 2004 gegen Korruption und Vetternwirtschaft im DJV angetreten, dass sich das wiederholt. Der DJV Berlin ist keine Kuh, die man zu eigenen Zwecken melken kann, auch wenn das einige offenbar anders sehen. Dafür würde ich jederzeit wieder auf die Barrikaden gehen.
Der Streit ist also vorerst beigelegt.
Mit kollegialen Grüßen
Burkhard Schröder (auch bekannt als Burks)
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Vereinbarung (die aber nicht unterzeichnet wurde)
1. Steffen Grimberg, Vorsitzender des DJV Berlin – JVBB e.V. (im folgenden: DJV Berlin), und Burkhard Schröder sind sich darüber einig, dass die Gehälter der Angestellten des DJV Berlin nicht gekürzt werden und dass keine Angestellten des DJV Berlin entlassen oder diese freigestellt werden. Davon ausgenommen sind Vereinbarungen im gegenseitigen Einvernehmen.
2. Steffen Grimberg und Burkhard Schröder sind sich darüber einig, dass [xxx] nicht Geschäftsführerin des DJV Berlin werden und dass sie auch keine anderen (Honorar-)Verträge mit dem DJV Berlin erhalten wird.
3. Steffen Grimberg und Burkhard Schröder sind sich darüber einig, dass [xxx] keine Beraterverträge in irgendeiner Form erhalten soll, die aus Mitgliedsgeldern des DJV Berlin bezahlt werden.
4. Steffen Grimberg wird auf [xxx] einwirken, dass dieser presserechtliche Streitigkeiten mit Burkhard Schröder im Einvernehmen und ohne Anwälte löst und, falls das nicht möglich ist, mit Hilfe des Schiedsgerichts. Burkhard Schröder erklärt, dass er jederzeit zu Gesprächen bereit sei.
5. Burkhard Schröder erklärt, dass er durch Steffen Grimberg ausreichend über den Inhalt der verbandsinternen Protokolle aufgeklärt worden sei. Burkhard Schröder verzichtet darauf, sein durch die Satzung verbrieftes Recht auf Auskunft durch den Vorstand und auf Einsicht in sämtliche Protokolle gerichtlich durchzusetzen.
5. Steffen Grimberg wird auf den Vorstand einwirken, den Antrag Burkhard Schröders zur nächsten Mitgliederversammlung zu unterstützen, dass die verbandsinternen Finanzen und die Finanzierung des Journalistenpreises „Der lange Atem“ getrennt und transparent bilanziert werden. Burkhard Schröder versichert im Gegenzug, dass er auf weitere Recherchen bei Sponsoren, Juroren und Preisträgern verzichte.
6. Burkhard Schröder erklärt, dass er die Arbeit des Vorsitzenden und des Vorstands unterstütze und jederzeit als Berater unentgeltlich zur Verfügung stehe, insbesondere auch in Angelegenheiten, die den Bundesverband betreffen.
7. Falls Teile dieser Vereinbarung nicht eingehalten werden, wird sie insgesamt ungültig.
Polyglotte Venus

Venus von Esqulin – vielleicht Kleopatra
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Kleopatra sprach Griechisch, Ägyptisch, Aramäisch, Arabisch, Syrisch, Medisch und Parthisch.
Bananensegler, reloaded
Im Hafen von St. George’s, der Hauptstadt Grenadas, (Kleine Antillen) während der Revolution 1982.
Das Segelschiff im Hintergrund hatten wir hier schon vor vier Jahren und vor zwei Jahren und von seewärts.
Ich habe mir das noch einmal angesehen. Ich stand auf The Carenage. Die Kneipe, die dem damals gestürzten Diktator Eric Gairy gehört haben soll und die die Revolutionäre des New Jewel Movement enteignet hatten, heißt heute Sails Restaurant & Bar, wahrscheinlich für Globetrotter wie mich heute unbezahlbar.
Die Schiffe legen heute noch vor der Kreuzung The Carenage, Monkton street und Wharf road an. Ich habe ein Foto gefunden, das den Anlegeplatz von einer Jacht im Hafen aus zeigt.
Ich muss gerade über einen Eintrag in meinem Reisetagebuch lachen: „Schreibmaschine mit Korrekturtaste wäre auch schön.“
21.03.1981: Am Samstag treffen wir Igor Jedlin, den Zauberer, nebst Frau oder Freundin. Sie kommen von einem gecharterten russischen Kreuzfahrerschiff. Wir führen sie ein bisschen durch die Stadt und trinken einen Rum-Punsch mit ihnen. Die Kreuzfahrer sind zu bedauern, für eine Insel haben sie jeweils nur einen Tag, und dann wollen sie noch nach Venezuela und Jamaica.































