Constanze Kurz: We regret the Error

Der Chaos Computer Club hat heute auf einer Pressekonferenz mehrere Statements des Vereins widerrufen. 14 Jahre nach dem Tod des Hackers „Tron“ sei es unter anderem an der Zeit, die vom CCC auch öffentlich geäußerten Verschwörungstheorien, Tron sei „ermordet“ worden, zu kritisieren. Der damalige Pressesprecher Andy Müller-Maguhn habe sein Gesicht nicht verlieren wollen und deshalb den Unsinn zum Tode Trons nie zurückgenommen. CCC-Pressesprecherin Constanze Kurz sagte angesichts der anwesenden internationalen Presse in englischer Sprache: „We regret the error.“ Der CCC sein eben ein Verein, zu dem „quite a number of conspiracy theory enthusiasts“ gehöre.

Der Journalist Burkhard Schröder, so Constanze Kurz, habe 1998 ein Buch geschrieben und angesichts der Faktenlage suggeriert, dass Tron den Freitod gewählt habe. Schröder sei seit damals immer wieder von CCC-Mitgliedern wüst beschimpft und verleumdet worden. Der CCC distanziere sich mittlerweile von Andreas Bogk, der sich dabei besonders unrühmlich hervorgetan habe. Auch sei Schröder jetzt nicht mehr, wie der CCC noch 2008 offiziell verlautbart habe, „Persona non grata“.

„Wir können aber nicht ausschießen“, so Kurz, dass Journalisten, die sich kritisch über den CCC äußerten, „in Zukunft wieder gemobbt werden“. Zum Glück werde das aber nur auf sehr wenige Journalisten beschränkt sein, da die Presse ohnehin alles unkritisch wiedergebe, was der CCC behaupte. Viele Journalisten hätten so wenig Ahnung von technischen Themen – wie etwa von der so genannten ‚Online-Durchsuchung‘ -, dass sie „jeden Quatsch“ veröffentlichten, „wenn wir das publizieren“, sagte Kurz. Unter dem Gelächter der anwesenden Pressevertreter fügte sie hinzu: „Auch wenn Sie das nicht glauben: Der Chaos Computer Club ist nicht unfehlbar. Auch wir können irren.“

Volks-Facebook oder: Befreunden Sie diese Personen

bürgerinnennetz

Zitat aus der aktuellen c’t: „Sämtliche Daten sind dabei sicher vor unerwünschten Zugriffen, liegen sie doch auf Regierungsservern.“

You made my day.

Update: Vgl. Hal Fabers Kolumne

Meine eigene Wolke

„Wichtige Daten verfrachte ich nun in meine eigene Wolke. Die kann mir keiner nehmen, solange ich die Server-Rechnung bezahle.“ (Stefan Porteck. c’t-Redakteur, 25.3.2013)

Schillhaiderhuber reloaded und revisited

Kollege Feynsinn hat den optimalen Begriff für die neuen hellbraunen Kameraden geprägt: „die unsympathischen Rechtsausleger der Henkel-Lucke-Bande.

The Last Letter

Truthdig: „A Message to George W. Bush and Dick Cheney From a Dying Veteran“.
You may evade justice but in our eyes you are each guilty of egregious war crimes, of plunder and, finally, of murder, including the murder of thousands of young Americans — my fellow veterans — whose future you stole.

Wer hat die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt und welche Parteien waren dafür? Ist mir grad entfallen…. Ach ja:
Insgesamt votierten 538 der Abgeordneten mit Ja: Neben SPD und Bündnis 90/Die Grünen trugen auch Union und FDP fast geschlossen den geplanten Militäreinsatz am Hindukusch mit. 35 Abgeordnete stimmten mit Nein – die meisten kamen aus den Reihen der Fraktion der PDS, die (bis auf eine Enthaltung) die deutsche Beteiligung an der Isaf-Mission komplett ablehnte.

Die SPD, Freund und Helfer des Kapitals

Ex-Bundeskanzer Gerhard Schröder sagte in Rede zur Agenda 2012, wie es ist und wie es Karl Marx Burks nicht hätte besser erklären können: Deutschland profitiert am meisten vom Euro und der Europäischen Union, weil den ökonomisch schwächeren Staaten „das Instrument der Abwertung“ ihrer Währung nicht mehr zur Verfügung stehe.

Es geht also nur um den deutschen Export. Ein Land, das die Euro-Zone verlassen würde, verbilligte seine Ausfuhren. Das schadet den deutschen Kapitalisten und ist selbstredend nicht erwünscht.

„Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube“

Harald Neuer auf Telepolis interviewt Christian Weymayr über alternative Medizin, Geisterglauben und sein Buch „Die Homöopathie-Lüge„:

„…ein Wesensmerkmal des Glaubens ist, dass der Gläubige keine rationalen Argumente an sich heranläss.“

Das gilt natürlich auch für die Anhänger der Glaubensgemeinschaft Freie Marktwirtschaft(TM).

Leistungs“schutz“recht, revisited

Heise-Verlag: „Wir akzeptieren keine Einschränkungen der Freiheiten und Möglichkeiten des Internet.“

Das Recht, Waffen tragen zu dürfen, ist ein demokratisches Anliegen

Da eine wohl organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden. (2. Zusatzartikel der Verfassung der USA)

Guckst du auch hier:
Schon früher hatte der Zugang zu Waffen gesellschaftlichen Status begründet. Sklaven und Unfreien war die Waffe schon im Altertum verboten gewesen, und im Ancien Régime hatte der Adel die Waffenfähigkeit monopolisiert. Somit war die Forderung, das Recht des Waffentragens auf alle auszudehnen, ein demokratisches Anliegen. Die Parole der Demokratie lautete ‚allgemeine Volksbewaffnung – jeder sollte Waffen tragen dürfen.

Was wohl unsere so genannte „Linke“ in Deutschland dazu sagen würde? Die konkret 2/2013 hat einen sehr interessanten Artikel dazu „Gunfight: Amerikas Waffenrecht“ – einer der wenigen Artikel in Medien der letzten Jahre, der vermochte meine Meinung zu ändern.

Zehn Jahre Burks’ Blog, reloaded

„Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich genau überlegte, nichts zu sagen. Und wer waren alle?“ (Bertolt Brecht)

Die eigentliche Herausforderung ist:

„Letztlich besteht die eigentliche Herausforderung aber darin, eine soziale Revolution herbeizuführen.“ (konkret-Interview mit dem Psychotherapeuten Georg Pieper, Autor von „Überleben oder Scheitern„, via classless Kulla)

Das Ende ist nahe, reloaded

„Für den Fall eines weißen Blitzes und eines großen Kondensstreifens am Himmel müssten man wissen, dass man sich vor der kommenden Druckwelle schützen muss und beispielsweise nicht am Fenster steht.“ [Expertengruppe des UN-Office for Outer Space Affairs (Büro für Weltraumfragen) laut Heise, Grammatik und Rechtschreibung korrigiert]

Versuche am lebenden Menschenobjekt

„…diese ganze Methode im Umgang mit den Grundpfeilern staatlicher Sicherheitsgewährung hat eine verzweifelte Ähnlichkeit mit dem „Trial and Error“-Prinzip.(…) Es handelt sich also beim Vorgehen der politischen Klasse um Versuche am lebenden Menschenobjekt. (…) Wenn der Staat systematisch die Pfeiler untergräbt, auf denen Lebensplanung ruhte, wird er nicht neuen individuellen Wagemut ernten – sondern Verzweiflung. Mit den aus der Geschichte Deutschlands bekannten Folgen.“ (Christian Semler in der taz im März 2006, reprint Februar 2013 nach seinem Tod)

Das Schreien der Lämmer

„Das Problem an Debatten über Sexismus ist, dass vielen Frauen gar nicht klar ist, dass Sexismus und sexuelle Belästigung verschiedene Dinge sind.“ (Meike Lobo via Opalkatze)

Leistungsbeziehende staatliche Neonazis

„Eine Anstellung für Neonazis als staatlich bezahlte Spitzel beim Thüringer Verfassungsschutz gehört durch die besondere steuerliche Begünstigung zu den lukrativsten Einkommensquellen.“ (Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Linksfraktion)

Ruhige Zeiten für Neonazis

N-TV: „Der Landes-Verfassungsschutz habe die Polizei gebeten, nicht im rechtsradikalen Umfeld zu ermitteln, ‚um keine Unruhe in die Szene zu bringen‘, berichtete der Thüringer Zielfahnder Sven Wunderlich vor dem Ausschuss.“ (via Feynsinn)

Ich hätte ja nicht gedacht, dass es noch schlimmer sei als ich es mir schon selbst vorgestellt hatte. Aber es ist schlimmer. Meine Wette, dass sich nichts ändern wird, gilt dennoch.

Ceterum censeo: Verfassungsschutz esse delendam.

Das tut uns noch mehr Leid!

Leider hat uns die GEMA nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt Ihnen mitzuteilen, dass der von Ihnen angeforderte Clip nicht verfügbar sei, weil die GEMA nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt habe.
Das tut uns noch mehr leid!
(Quelle: Heise-Forum)

Arme Hunde hetzen und die Triebabfuhr des autoritären Charakters

Tomasz Konicz in Telepolis über das so genannte Dschungelcamp bzw. die gleichhnamige Fernsehserie: „Bloch vs. Dschungelcamp“
Dem autoritären Charakter ist eine Untertanenmentalität eigen, die in Krisenzeiten ihre Servilität gegenüber dem herrschenden System psychisch nur aufrechterhalten kann, wenn sie sich Möglichkeiten der Triebabfuhr verschafft. Die Unterordnung unter die Systemimperative geht während der Krise mit immer größerem Triebverzicht einher, während die Gratifikationen wegfallen. Da dem autoritären Charakter ein Aufbegehren gegen die Verhältnisse, die ihn in den Irrsinn treiben, unmöglich scheint, bricht sich die so angestaute Wut gegen Schwächere Bahn. Menschen, die von der kriselnden Kapitalverwertung zu Objekten gemacht und ausgepresst werden, ergötzen sich daran, andere zu Objekten degradiert zu sehen. Der angestaute Druck muss weitergeleitet werden, weswegen das Publikum es liebe, „arme Hunde so zu hetzen, wie es die Reichen mit einem selber tun“ (Bloch).

100 Leute können die Welt eine Weile retten

„The 100 richest people in the world earned enough last year to end extreme poverty suffered by the poorest on the planet four times over.“ (Oxfam laut BBC)

Verdiente Ökonomen

„Und das bedeutet: Es gibt nur einen Ökonomen, der es verdient, diesen Titel zu tragen. Karl Marx.“ (Börsenlegende Seth Glickenhaus laut sueddeutsche.de)

„‚Die Regierung hat entschlossen gehandelt‘, lobt Glickenhaus. ‚Mit der Teilverstaatlichung unserer Banken hat sie das Richtige getan.'“

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