Sollen die Idioten doch in ihr Unglück rennen

Aus einem Posting im Heise-Forum:
„Das Ausmaß und die Tatsache der Schnüffelei ist schon recht heftig – was mich aber an der ganzen Sache am meisten ankotzt, ist die Tatsache, wievielen Menschen das absolut egal ist oder sogar von ihnen befürwortet wird. Man hat ja nichts zu verbergen und so.

Das nervte mich schon immer, aber ich dachte: hey, wenn irgendwann rauskommt wie sehr wir überwacht werden, wachen die Leute auf. Falsch gedacht. Viele befürworten ja die Überwachung und freuen sich, daß dadurch total viele Terroranschläge auf ihre Nachbarschaft verhindert werden. Ja ne ist klar.

Ich habe keine Lust mehr. (…) Ich habe keinen Bock mehr den Leuten zu erklären, daß Zensur und Überwachung niemals gut ist. Sollen doch die Millionen Facebook-Idioten und Stasi-Befürworter in ihr Unglück rennen.“

Das Internet ist für uns alle Neuland


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Ich will das auch in meiner Wohnung, dieses Internetz… *facepalm*

Zugriff auf Internet-Festplatten, revisited

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Bundesinnenminister [bitte selbst ausfüllen] und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) drängen auf eine verstärkte Inspektion der Kommunikationsströme im Internet, um online vorangetriebene Terrorplanungen und Hetzpropaganda zu verhindern. „Wir müssen die Kontrolle des Internets verstärken. Dafür brauchen wir mehr Experten mit entsprechenden Sprachkenntnissen“, sagte [bitte selbst ausfüllen] „Das Internet bekommt eine immer zentralere Bedeutung für die Kommunikation“, pflichtete der GdP-Vorsitzende [bitte selbst ausfüllen] dem Politiker bei. Wie die verschärfte Internet-Überwachung konkret aussehen soll, ließen die Vertreter der Bundesregierung und der Polizei offen.

In [irgendein Bundesland] soll [irgendein Inlands-Geheimdienst] mit der Kontrolle von Internet-Festplatten auch inländische Terrorzellen aufspüren dürfen. Das sagte Innenminister [bitte selbst ausfüllen] der „[bitte selbst ausfüllen]“. „Zu dieser offensiven Internetbeobachtung gehört neben der Beobachtung von Homepages auch das Lesen von e-mails auf Festplatten.“

Dabei soll [irgendein Inlands-Geheimdienst] aber auch auf Rechner von mutmaßlichen Terroristen über das Internet zugreifen können, die Rede ist vom Zugriff auf ‘Internet-Festplatten’ (…) Konkret heißt es in der Gesetzesvorlage, dass [irgendein Inlands-Geheimdienst] folgende Maßnahmen anwenden darf: ‘heimliches Beobachten und sonstiges Aufklären des Internets, wie insbesondere die verdeckte Teilnahme an seinen Kommunikationseinrichtungen beziehungsweise die Suche nach ihnen sowie der heimliche Zugriff auf informationstechnische Systeme auch mit Einsatz technischer Mittel.’

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat [bitte selbst ausfüllen] am [bitte selbst ausfüllen] grünes Licht für das umstrittene Programm zur Stärkung der Inneren Sicherheit gegeben. Ausgerüstet mit insgesamt 132 Millionen Euro will [bitte selbst ausfüllen] nun etwa terroristische Bestrebungen durch eine schärfere Überwachung von Online-Foren besser bekämpfen.

Mit dem ‚Technikaufwuchsprogramm‘ will der [irgendein Inlands-Geheimdienst] nach Informationen des SPIEGEL deutlich stärker als bislang das Internet überwachen. 100 Millionen Euro kostet das Programm.

Der Computerbenutzer merkt nichts von der Ausspähung. Trojaner nutzen Sicherheitslücken, die nur mit großer Sachkenntnis gestopft werden können. „Der Privatnutzer kann sich dagegen kaum schützen“, sagt Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, einer Lobby-Organisation, die für möglichst wenig staatliche Überwachung im Internet eintritt.

NStAsi

„Opposition, das ist der Guardian, da braucht man keine Piraten.“ (Don Alphonso)

Beobachtet Rainer Wendt!

„Grundrechte nach eigenem Gusto zu interpretieren, gegeneinander auszuspielen oder eben für weniger wertvoll zu erklären, ist streng genommen ein Zeichen von Verfassungsfeindlichkeit. Eigentlich müsste Rainer Wendt deshalb vom Verfassungsschutz beobachtet werden, wenn nicht der Verfassungsschutz selbst noch viel dringender vom Verfassungsschutz beobachtet werden müsste“, sagt Sascha Lobo.

Full Ack.

Bundesinnenminister will Zombies verhaften

„Friedrich: Einen Selbstmordattentäter, der seinen eigenen Tod bei der Planung der Tat einkalkuliert, werden auch Videokameras nicht abschrecken.

SPIEGEL ONLINE: Also sind die Kameras gegen Terror unwirksam?

Friedrich: Das wäre ein falscher Schluss. Wenn wir zum Beispiel den Täter nach dem ersten Mal verhaften, kann er kein zweites oder drittes Mal zuschlagen.“

Religion der Liebe und des Hasses

„Die Religion der Liebe, die christliche, ist seit mehr als achtzehn Jahrhunderten gegen alle Andersdenkenden eine Religion des Hasses, der Verfolgung, der Unterdrückung gewesen. Keine Religion der Welt hat der Menschheit mehr Blut und Tränen gekostet als die christliche, keine hat mehr zu Verbrechen der scheußlichsten Art Veranlassung gegeben; und wenn es sich um Krieg und Massenmord handelt, sind die Priester aller christlichen Konfessionen noch heute bereit, ihren Segen zu geben, und hebt die Priesterschaft der einen Nation gegen die feindlich ihr gegenüberstehende Nation flehend die Hände um Vernichtung des Gegners zu einem und demselben Gott, dem Gott der Liebe, empor.“

August Bebel, Politiker, 1840-1913, ehemaliges „marxistische Zentrum“ der SPD

Gar keine Kapitalismuskritik

„Wer bloß Geld, Banken, Spekulation und Finanzmärkte ins Visier nimmt, betreibt keine verkürzte Kapitalismuskritik, sondern gar keine.“ (Friedrich Burschel)

Leistung spielt keine Rolle

Golem: „Erst als Microsoft die zahlreichen Sicherheitslücken in Windows XP als Bedrohung für sein Geschäft mit Windows erkannte, reagierte der Konzern. Leistungsoptimierungen spielen aber weiterhin keine große Rolle bei der Entwicklung des NT-Kernels, schreibt der Microsoft-Mitarbeiter. Das liege auch an den internen Strukturen beim Windows-Hersteller.“

Staatsliebe

„Die Liebe zum Staat hat in der Linken Tradition.“ (Jan Fleischhauer)

Leider hat er recht. Es gab auch andere:

„Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig.“ (Gustav Heinemann)

Klugscheißerei

„Ich kenne sehr viele Menschen, mich eingeschlossen, die einen nur sehr schwer zu unterdrückenden Hang zur Klugscheißerei haben. Das Klugscheißen allerdings zum Beruf machen zu können, muss großartig sein. Da wird man schon ein bisschen neidisch.“ (Paul Horst Evers: Mein Leben als Suchmaschine)

Retro-Surfen für alle!

lynx

„Internet für alle – Btx startet durch!“ (Deutsche Telekom, 1995)

Screenshot: Surfen mit dem Browser Lynx.

Ihnen geht es doch gut!

„Deutschland dagegen ist so reich und klug geworden, dass die organisierten Absahner das Land nur so weit ausbeuten, dass die meisten den Eindruck haben, es ginge ihnen gut.“ (Don Alphonso)

Wie macht man gute Propaganda

„Es sei wichtig, sich zu wiederholen“, meint Feynsinn und hat selbstredend recht. Man kann das noch genauer sagen. Wer will, dass das Gute, Schöne und Wahre, für das man selbst einsteht, sich in den Köpfen des zu indoktrinierenden Publikums festsetzt, muss die Ratschläge der Boulevard-Presse Martin Luthers für einen guten Redner beherzigen: „Hauptsätze. Hauptsätze. Hauptsätze.“

Genau so wichtig ist der Rat eines US-amerikanischen Sektenpredigers, der auch für Blogger gilt:

Wenn du willst, dass die Leute dir glauben. musst du, wenn du eine Rede halten willst, drei Dinge tun: Sage den Leuten, was du ihnen sagen wirst. Dann sage es ihnen. Und dann sage ihnen, was du ihnen soeben gesagt hat.

Das Naheliegende

„Das wird richtig, richtig teuer. Ich mein, in der ganzen Zeit von 1998 bis heute habe ich noch keine einzige Marktuntersuchung zu Pay Content gesehen, die später real geworden wäre. Es ist immer das gleiche. Und die Redaktionen werden es ausbaden.“ (Don Alphonso)

Margaret Thatcher – the woman who saved Britain

„Es steht ja gerade in allen Zeitungen, wie unerschrocken sie die kostenlose Pausenmilch für Grundschüler abschaffte, dass sie zu den wenigen gehörte, die den aufmüpfigen Kaffer Mandela einen Terroristen nannten und dass wenigstens sie Chiles Retter Pinochet eine fürsorgliche Freundin blieb.“ (Quelle: Spam)

Werbung ist böse

„Werbung ist im Kern böse. (…) Werbung mag ich aber einfach nicht. Ich will sie nicht und niemand wird mich dazu zwingen, mir sie anzuschauen. Das ist meine Sicht und ich weiß nicht, wie sich jemand anmaßen kann, dagegen argumentieren zu wollen.“ (Quelle: ein Posting im Heise-Forum)

Deswegen sehe ich mir grundsätzlich keine Videos von Spiegel online und anderen Websites an, die mich zum Konsum von Werbung zwingen wollen. Ich weiß nicht, was sich die Pappnasen in den zuständigen „Agenturen“ dabei denken? Falls jemand auf die Idee käme mir verbieten zu wollen, bei Werbung in der Glotze wegzuzappen, würde ich das Gerät doch auch ausgeschaltet lassen!

Es kommt auch „gut“, wenn man in der vorgeschalteten Werbung eines Youtube-Videos Pseudojugendliche oder pseudoprominente Arschgesichter mit dämlichem Grinsen und merkwürdiger Kleidung herumzappeln sieht, die einem ein Gefühl suggerieren wollen, dieses und jenes kaufen zu müssen, und in den Filmen über Tsunamis oder Verkehrsunfälle, die man sich ansehen will, dann ein paar Leichen gezeigt werden.

Ich war schon immer der Meinung, dass die Anzahl der Hohlbirnen in Werbeagenturen so hoch ist wie bei der FDP, bei „Abmahn“-Anwälten oder in der Immobilienbranche.

Schlangenöl

Antivirenprogramm

Foto: Mexikanischer Verkäufer von Antivirenprogrammen, Foto: Burks (1982)

Fefe: „Vielleicht glaubt ihr mir jetzt endlich, wenn ich sage, dass Antiviren Systeme unsicherer machen statt sicherer.“

Finger hoch, wer Windows nutzt, aber kein Schlangenöl keine „Antivirenprogramme“ aka „Virenscanner“ etc. installiert hat – wie ich?

Quod erat demonstrandum.

Unter Kulturtechnikern

Kritik und Kunst über die tendenziöse Berichterstattung von Spiegel online: „Lesen ist eine schwierig zu beherrschende Kulturtechnik, nicht jedem gelingt es auf Anhieb.“

Gremliza über die Papstwahl, Medien und Mehrheiten

Hermann L. Gremliza über die Medienberichterstattung zur Papstwahl: „Und das alles, weil ein Verein für Aberglauben seinen Vorstand einbestellt jatte, einen neuen Vereinschef zu wählen – eines Vereins, nach dessen Satzung nur noch drei Millionen Deutsche (12,3 Prozent der Kirchenmitglieder) sich richten, keine vier Prozent der Bevölkerung. Beim Alkoholismus, einem nicht ganz unvergleichlichen Phänomen, machen immerhin zehn Prozent mit.“

Und: „Die Mehrheit stellen in jedem Kollektiv die Arschlöcher, welches kein Schimpfwort ist, sondern eine – wenn vielleicht auch nur meine – soziologische Kategorie. Aus Arschlöchern besteht die Masse der Lehrer, der Bundestagsabgeordneten, der Journalisten, der Militärs (bei den letzten beiden zu gut hundert Prozent).“

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