New Orleans, revisited

Postkarte USAPostkarte USA

Die Postkarte habe ich am 24.09.1979 in New Orleans abgeschickt. Sie kam am 02.10. an.

Ich habe leider die Perspektive nicht wiedergefunden. Auf der Postkarte steht eindeutig „Saint Peter Street“ – die gibt es im Bayou St. John und ist nicht so pittoresk. Sie wird aber durch den Louis Armstrong Park unterbrochen. Vermutlich ist daher der untere Teil gemeint, der bis zum Hafen führt.

Mississippi ist schmutzig. Morgen fahren wir über Houston (NASA-Kontrollzentrum) nach Santa Fe, um uns Indianerpueblos anzusehen.

Darf man das heute noch auf unverschlüsselte Postkarten schreiben, oder wird man wegen Hassrede angezeigt?

Seilzieher, baumlange Neger, Strohgeklebtes und Zusammengewürfeltes

Havelberg

Einen habe ich noch. Wir bleiben noch kurz in der hier schon mehrfach erwähnten beschaulichen Kleinstadt und schauen uns eine Modelleisenbahn an, wie früher Schiffe den Fluss hinaufgezogen wurden, wenn der Wind nicht günstig war oder sie zu schwer zum Rudern.

ChatGPT: Früher nannte man die Personen, die Schiffe mit Seilen flussaufwärts zogen, „Seilzieher“ oder „Schiffszugleute“. In manchen Regionen wurden sie auch als „Zugleute“ bezeichnet. Diese Tätigkeit war besonders an Strömungsgewässern verbreitet, wo Schiffe nicht allein mit Segeln oder Motoren gegen die Strömung fahren konnten.

Havelberg

Nach dem Element Wasser kommt naturgemäß das Feuer als sein Gegenteil. Wir müssen Ludwig Scabell lobend erwähnen, der die Berliner Feuerwehr gegründet hat. Im Februar überheizten Soldaten den Ofen in einem Wohnhaus Havelbergs dergestalt, dass das Heu auf dem Dachboden Feuer fing.

Die Bürger hackten Löcher in das Eise der gefrorenen Havel, in die die Spritzschläuche der Feuerwehr gesteckt wurden. Aber die Schläuche froren bei minus 16 Grad ein! Ein eisiger Nordwind fachte die Flammen weiter an. Schon sehr bald standen mehrere Straßen in Flammen. Nach vier Stunden gaben die Bürger auf und versuchten nur noch, ihre Haben zu retten.

Havelberg

Wir lesen im Museum Havelbergs: „Der Bürgermeister telegraphierte nach Berlin um Hilfe und König Wilhelm entsandte eine Abteilung von 150 Mann der Berliner Feuerwehr per Extrazug nach Glöwen. Sie erreichten unter Führung des Branddirektors Scabell gegen 3 Uhr in der Nacht das brennende Havelberg und hatten das Feuer am Nachmittag des 7. Februar unter Kontrolle.“

Was für ein Drama! Was für ein Filmstoff! Besser kann es sich Hollywood gar nicht ausdenken, nur dass man heute mühsam erklären müsste, was telegrafieren ist.

Havelberg

Havelberg bekam erst 1901 die ersten 21 Telefonanschlüsse. Jetzt, da wir eh schon im Museum sind, wenden wir uns kurz alten Scharteken zu. Das Museum in Havelberg war früher ein Kloster und sieht natürlich auch so aus. Die Mönche gehörten zu den
Praemonstratensern
, von denen – ich gebe es zu! – noch nie wirklich etwas gehört hatte. „Eine Besonderheit – in dieser Zeit allerdings nicht einzigartig – der ersten prämonstratensischen Gemeinschaften war, dass es sich bei ihnen um Doppelklöster handelte, in denen also Frauen und Männer lebten, wenn auch in zwei voneinander organisatorisch getrennten Konventen.“

Da fanden sich doch bestimmt Geheimgänge oder Stelldicheins im Gebüsch! Überdies arbeiten die Praemonstratensern nicht, sondern widmen sich dem Schreiben. Das Essen ist daher bestimmt nicht so gur wie bei den Benediktinern.

HavelbergHavelberg

In einem ehemaligen Kloster findet man natürlich Gesangbücher und das, was man in Klöstern so las.

museum Havelbergmuesum Havelberg

Fragmente der Klosterbibliothek, Pergament, Ende des 13. Jahrhundert. (oben)

Die von einem Bucheinband abgelösten Pergament enthalten Texte des Jacobus von Voragine. Sie gehörten zu einem Buch der Klosterbibliothek über das Leben der Heiligen des Kirchenjahres.

Die Bibliothek in diesen Mauern war bedeutend für die Region. Es sind rund 300 Werke überliefert, darunter 48 Handschriften aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Sie umfassten grundlegende Werke der Theologie, des rechts, der Medizin und der Geschichte. Ein großer Teil ging im Dreißigjährigen Krieg verloren.

Bei der Auflösung des Domstifts 1819 wurden die erhaltenen Bücher und Handschriften der Staatsbibliothek in Berlin übergeben.

Was für ein Jammer. Theologische Bücher brauchte ich nicht, aber ich besäße gern ein großes gekühltes Lagerhaus mit den Werken der Bibliothek von Alexandria. Dann hätte ich ausgesorgt.

Havelberg

Die Leser werden schon ungeduldig auf ihren Gamer-Sesseln herumruckeln und fragen: Und was ist mit den baumlangen Negern? Es geht um die Kriegsinternierten, auch bekannt als prisoners of war und auch Zivilpersonen, 1914-1921 (wieso nicht 1918?). Julian Marchlewski wurde auch im Lager gefangengehalten.

Havelberg

Bald kamen vom Bahnhof her wieder eine große Anzahl von gefangenen Belgiern und Franzosengenossen, darunter ein baumlanger Neger,… außerdem waren die Franzosen eine bunte Weltkarte, Europäer, Afrikaner, Fremdenlegionäre, Neger, Zuaven, Spahis, kurzum, eine zusammengewürfelte Menschheit.

Havelberg

Zum Schluss noch etwas für die Leser aus dem Beitrittsgebiet und DDR-Nostalgiker.

Havelberg

Pontonregiment 5 (PoR-5) Kurt Römling ist klar, aber über Kurt Römling habe ich kaum etwas herausgefunden (es hat doch bestimmt jemand hier ein ND-Abo?) „Kurt Römling wuchs in einer klassenbewußten Arbeiterfamilie auf. Sein Vater, ein Funktionär der KPD in Braunschwelg, wurde am 4. Juli 1933 von den Faschisten ermordet.“

Fragen wir also die künstliche Intelligenz, ob sie auch Antifaschstisches kann: Was weißt du über den Kommunisten Kurt Römling, dessen Vater in Braunschweig ermordet wurde und dessen Schwester Helene Schimens hieß und nach dem ein Pontonregiment der NVA benannt wurde?

ChatGPT: Kurt Römling (1911–1944) war ein deutscher Kommunist und antifaschistischer Widerstandskämpfer, der sich aktiv gegen das NS-Regime engagierte. Er stammte aus Braunschweig, und sein Vater wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Seine Schwester Helene Schimens war ebenfalls in der antifaschistischen Widerstandsarbeit involviert.

Kurt Römling selbst wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verhaftet und 1944 in Brandenburg hingerichtet. Er wird in der DDR als Held des antifaschistischen Widerstands gewürdigt und ist Namensgeber eines Pontonregiments der Nationalen Volksarmee (NVA). Dies war ein Zeichen der Anerkennung und Erinnerung an seinen Einsatz gegen den Nationalsozialismus und seine Verbundenheit zur kommunistischen Bewegung.

In der DDR spielte das Gedenken an Römling und andere antifaschistische Kämpfer eine wichtige Rolle, um den Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Teil des staatlichen Erbes darzustellen.

Gut zu wissen! (Ich weiß nicht, ob die KI den Rest dazuhalluziniert hat…)

Louis Jacoby und die Schule von Athen

jüdischer Friedhof havelbergjüdischer Friedhof havelberg
Jüdischer Friedhof Havelberg, links: bei meinem ersten Besuch 2021, rechts: heute – finde den Unterschied!

Manchmal bewirken sogar Gerüchte etwas. Irgendwer hatte irgendwem offenbar erzählt, dass irgendwer sich vor ein paar Jahren über die drei Kreuzchen vor dem Jüdischer Friedhof Havelberg echauffierte. Wir waren ganz überrascht, dass jemand das geändert hatte. So etwas wäre in Berlin nicht passiert.

Louis Jacoby jüdischer Friedhof havelbergjüdischer Friedhof havelbergjüdischer Friedhof havelbergjüdischer Friedhof havelberg
Oberes Foto: Der Grabstein Louis Jacobys

Wir wollten uns nur vergewissern, dass auf dem Friedhof irgendein Hinweis auf die Ausstellung über den berühmten Kupferstecher Louis Jacoby zu finden sei. Nein, war es nicht, und als wir das Museum im Dom betraten, war die Ausstellung auch schon geschlossen und abgebaut. Jetzt wurde es eine spannende und lehrreiche Schnitzeljagd Geschichte. Wir hatten Heinz dabei, der als Einheimischer natürlich alle kannte und glaubwürdig so tat, als brächen wir fast in Tränen aus. Ein jüdischer Maler, aus Chile – vielleicht sogar extra angereist?! Und jetzt ist alles geschlossen?

Und siehe, man winkte uns in die Privaträume des Museums! Dort hing das Bild, was uns interessierte. Und damit wurde es kompliziert.

Jacoby lebte von 1860 bis 1863 in Rom und fertigte dort eine Kopie von Raffaello Sanzio da UrbinosSchule von Athen“ an. Wait a minute: Das Original-Fresko in den Vatikanischen Museen ist fast acht Meter breit! Wie macht man und womit davon eine Kopie? Das bekäme man noch nicht einmal mit einem kommunistischen Smartphone hin!

Jacoby schule athen

Jacoby war genial: Er malte zuerst ein Aquarell der „Schule von Athen“, also mit Wasserfarben. Bei den unzähligen Details muss das eine unglaubliche Arbeit gewesen sein. Danach malte er das schwarz-weiße Bild, das auf den Millimeter genau das Fresko Raffaels – und im richtigen Verhältnis! – zeigt. Allein für die Farbkopie brauchte er schon drei Jahre. Und dann erst begann er mit einem Kupferstich. Insgesamt benötigte er – so wurde mir das berichtet – ein Jahrzehnt.

raffael schule athenraffael schule athen

Wikipedia: Der Kupferstecher ist ein Künstler oder Handwerker, der mit der Technik des Kupferstichs arbeitet. Durch spanabhebende Verfahren überträgt er Abbildungen auf Platten aus Kupfer, die als Druckplatten dienen. Zur Vervielfältigung der Abbildung werden die in die Kupferplatte eingearbeiteten Linien eingefärbt. Kupferstiche werden heute nur noch von wenigen Künstlern hergestellt.

Weil der Kupferstich höhere Auflagen als die Radierung zulässt und detailgenauere Darstellungen als der Holzschnitt erlaubt, waren Kupferstecher als Künstler und Kunsthandwerker bzw. Druckstockhersteller bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts gefragt, bis die Lithografie den Kupferstich und den Holzstich als Illustrationsmittel ablöste.

juden

Jetzt beginnt jedoch eine Odysee. Jacoby schenkte das Werk seiner Heimatstadt Havelberg. Dort wurde es im Rathaus aufgehängt. 1935, nach der Machtergreifung des Nationalsozialisten, ließen diese das Gemälde entfernen – es sei „jüdischer Kitsch“. Bilder jüdischer Künstler durften nicht mehr gezeigt werden, wie heute in vielen arabischen Staaten. Die Havelberger Bürgerin Christel Block versteckte das Werk bis Kriegsende in ihrer Wohnung.

jacoby schule athen

Die Nachfahren der mutigen Frau lebten in Kappeln der Bundesrepublik. Erst 2007 kam das Werk zurück nach Havelberg. Aber mit einer Auflage: Nicht die Stadt sollte es bekommen, sondern das – unpolitische! – Museum am Dom. Vielleicht in weiser Voraussicht? Vielleicht würde es wieder abgehängt, wenn Muslime in nicht allzu ferner Zeit die Mehrheit in deutschen Rathäusern hätten, falls die Nazis noch einmal in einem anderen Kostüm wiederkämen?

jacoby schule athen

Am Markt ist an einem Privathaus eine Gedenktafel für die ehemalige Synagoge. Die Tür war ausnahmsweise offen, aber im Hof gibt es keine weiteren Überbleibsel. Wir hatten an dem Tag noch mehr Glück und trafen auf eine geradezu unglaubliche Geschichte.

Juden Havelberg

Ein Neuanfang in Palästina – das war die Hoffnung der jungen Jüdinnen und Juden, die von 1934 bis 1941 in einem Waldgehöft bei Havelberg ausgebildet wurden. Die 15- bis 18-jährigen lebten dort wie im Kibbuz und erlernten alles, was sie für ihr späteres Leben in der Gemeinschaft brauchen würden. Mit Abenteuerlust oder Selbstverwirklichung hatten ihre Auswanderungspläne nichts zu tun. Diese jungen Menschen versuchten, dem nationalsozialistischen Terror zu entkommen.

In der der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde das Gelände verwüstet, die Jugendlichen wurden im Polizeigefängnis eingesperrt. »Die Frau unseres Leiters war auf der Farm geblieben und stand vor der Entbindung. Das Kind blieb im Bauch, sie hat furchtbar gelitten und ist daran gestorben«, hielt die Zeitzeugin Annette Eick fest.

Aber: Auch hier gab es einen Gerechten, dessen Name aber nicht bekannt ist. Er öffnete eine Tür, – so die oral history – und einige der Gefangenen konnten fliehen. Wie viele, weiß man nicht. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

synagoge Havelbergsynagoge Havelberg

In Memoriam Julian Balthasar Marchlewski

Julian Balthasar MarchlewskiJulian Balthasar MarchlewskiJulian Balthasar Marchlewski

Am interessantesten sind immer die Denkmäler, über sie sich alle aufregen oder die niemand mehr haben will, weil sie den vermeintlichen Frieden stören. Die gefühlten (temporären) Sieger der Geschichte legen immer großen Wert darauf, dass alles Vergangene, was an aufrührerische Zeiten, an gesellschaftliche Utopien oder allgemein an das Volk erinnert, wenn es mal rebellierte, ausgetilgt werden.

Die Volksstimme schrieb 2011: Die DDR gibt es nicht mehr, aus der Polytechnischen Oberschule „Julian-Marchlewski“ wurde die Sekundarschule „Am Weinberg“ und die Straße, die dem polnischen Politiker und Mitbegründer des Spartakusbundes gewidmet war, heißt nun Birkenweg. Das Denkmal – eine Betonstele mit fünf Bronzereliefs, die den Namenszug Julian Marchlewski und vier Darstellungen von Internierungslagern zeigt, eines von Havelberg – steht verlassen auf der Rasenfläche im oberen Abschnitt des Birkenwegs.

Was muss man über Julian Marchlewski (17.5.1866-22.3.1925) wissen? „Von 1888 an gehörte er der sozialistischen Arbeiterbewegung an und gründete 1888/89 den Verband Polnischer Arbeiter (Związek Robotników Polskich, ZRP), 1893 war er mit Rosa Luxemburg und Leo Jogiches [was für ein Leben!] Gründer der Sozialdemokratie des Königreichs Polen (SDKP).“

Teilnehmer an der Revolution in Russland 1905. Kommunist, Mitgründer des Spartakusbundes, Mitglied der KPD, Vorsitzender der Internationalen Roten Hilfe. Vermutlich werden die Polen irgendwann sein Grab einebnen oder ihn ganz vergessen.

Man frage einen ex-beliebigen deutschen Journalisten nach ihm… Oder unsere Qualitätspolitiker wie Baerbock, Özdemir, Esken, Chebli…

Seid allezeit fröhlich, esst Falten-Tintlinge und führt Bücher zu!

Havelberg

Was lassen wir heute weg? „Gaza-Clan terrorisiert Berlin und der Staat schaut zu.“ Die Qualitätsmedien berichten gar nicht, nur die Boulevard-Presse: „Die Behörde weiß nicht einmal, wie viele Menschen aus dem Gazastreifen seit dem Hamas-Massaker in Israel (7. Oktober 2023) nach Deutschland gekommen sind. Eine Antwort auf die BILD-Frage sei „nicht möglich, da eine solche statistische Erfassung nicht erfolgt“.“ Lassen wir weg. Wir schaffen das.

In USA ist es ja noch schlimmer. „The foxes aren’t just in the henhouse. The foxes are running the henhouse“. Das kommt hier erst noch. Wait a minute: Haben wir ja doch schon. Wir haben Ataman und die „Muslimfeindlichkeit“. Mit Ansage.

Eigentlich war ich gestern noch in Havelberg. Jeder Schritt ein Fotomotiv, wenn man einen ortskundigen Führer Guide hat, was für mich zutraf. Die beiden Herren auf dem Schild unten waren übrigens die Besitzer des Hauses, das jetzt meinem Freund Heinz gehört. Herr Schulze war im vorletzten Jahrhundert Geldverleiher. Mehr ist nicht herauszubekommen.

Havelberg

Das Schicksal deutscher Kleinstädte abseits der Städte ist klar: Immer mehr Gebäude stehen leer, kleine Läden schließen. Auf der Stadtinsel von Havelberg wohnen noch knapp 400 Leute. Die restlichen 6000 siedeln oben auf dem Hügel, oft in Neubauten, die zu Zeiten der DDR gebaut wurden. Havelberg hat noch eine Werft, und der Tourismus ist eine recht gute Einnahmequelle – nur im Sommer. Der Pferdemarkt mit seiner 1000-jährigen Tradition zieht bis zu 200.000 Besucher an, aber nicht das Publikum, das sich auf TikTok und Instagram herumtreibt. Alles andere geht den Bach runter. Sogar das Krankenhaus wurde abgewickelt

Havelberg

Ich wurde gefragt: Würdest du hier wohnen wollen (Konjunktiv II)? Wenn ich ein Haus mit Garten geschenkt bekäme, wenn ich schnelles Internet hätte? Selbst dann: nein. Für mich gibt es dort keine Arbeit. Und meine Rente würde nicht reichen.

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Der etwas jüngere Anbau des Hauses, in dem ich wohnte und auf den das Publikum schon vor einigen Jahren kurz blicken durfte, wird ruinös bleiben. Stairway to heaven sozusagen. Dazu kommt eine Dekoration der Mauer, über die man philosophisch sinnieren könnte, aber vermutlich ohne prägnantes Ergebnis.

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Aber jetzt die gute Nachricht: In den Ruinen wachsen Pilze, hier Schopf-Tintlinge, die, wie Heinz als gelernter Drucker und aktiver Kunstmaler weiß, zu Tinte verarbeitet werden können. Falls man ihn essen will, sollte man die Wernung beherzigen: „Der Schopf-Tintling enthält zwar das in Verbindung mit Alkohol giftige Coprin, allerdings beträgt der Anteil mit 26 mg pro kg Frischgewicht nur ein Fünftel des Anteils im Falten-Tintling; eine so geringe Menge, dass es zumeist nicht zum Coprinus-Syndrom kommt, selbst wenn Alkohol zusammen mit der Schopf-Tintlings-Mahlzeit konsumiert wird.“

Havelberg

Im Haus finden sich immer wieder Relikte, die erst freilegt werden müssen. Die Makulatur der ursprünglichen Tapeten wurde aus Zeitungen des Jahren 1881 gemacht.

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Wir haben noch das Bernsteinzimmer. „Bereits 1716 tauschte der wenig kunstinteressierte König Friedrich Wilhelm I. [links] das Bernsteinzimmer beim russischen Zaren Peter I. [rechts] gegen groß gewachsene Soldaten.“ Das geschah in Havelberg. Daher die Figuren.

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Was wir heute übrigens auch weglassen: Ein Lob auf den Abgeordneten Moritz Körner (FDP) im Europaparlament. Man sollte die Rede Frau Chebli vorspielen.

Kommen wir jetzt zum wiederholten Male zum Havelberger Dom. Man lernt dort in Kürze, was Protestantismus ist und was ihn kulturell vom Katholizismus unterscheidet.

HavelbergHavelberg

Merksatz eins: Die very important persons hatten zwar ihre eigenen, vom gemeinen Volk abgetrennten Sitze, die waren aber mit Eselköpfen verziert dergestalt, dass diese auf die Großkopfeten mahnend herunterblickten und sie erinnerten, dass sie sich der Tugenden der Maze und Diomuoti befleißigen sollten. Dazu braucht man aber Selbstbeherrschung, die man in Mitteleuropa über Jahrhunderte mühsam üben musste (im Gegensatz zum arabischen Raum, wo es so etwas gar nicht gibt).

Merksatz zwei: Lest und studiert die Worte des Vorsitzenden Sentenzen, die man unter der Orgel erkennt! Seid allezeit fröhlich! Wie soll das gehen? Ist das Romulanisch? Sie werden fröhlich gemacht – Widerstand ist zwecklos? Ja, genau so. Wir erinnern uns an Egon Flaigs hervorragendes und originelles Buch „Ritualisierte Politik – Zeichen, Gesten und Herrschaft im Alten Rom“. Schon die römischen Kaiser zwangen die Untertanen, bei bestimmten Anlässen in der Öffentlichkeit einen bestimmten Gesichtsausdruck zu zeigen, manchmal sogar bei Androhung der Todesstrafe im Falle, dass dieses nicht geschah (vgl. insbesondere S. 120ff: „Eine Taxonomie von Gesten und das Problem der Emotionen“).

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Im Protestantismus ist der gewollte Frohsinn auf die „Öffentlichkeit“ bezogen, also vor allem auf die Gemeinde. Man trägt die Konflikte nicht aus, sondern unterdrückt sie permanent (daher braucht es auch keine Beichte, weil wie Marx richtig sagte [Luther] „hat die Pfaffen in Laien verwandelt, weil er die Laien in Pfaffen verwandelt hat“). Wieso nur in der Gemeinde? Im Siegerland, wo sich die protestantischen calvinistischen Sekten gegenseitig auf die Füße treten, heißen die Orte zwar „Freudenberg“, aber die Menschen gehen, wie man dort spottet, „zum Lachen in den Keller“. Das Leben ist bekanntlich ein Jammertal, und der Mensch sollte immer nur arbeiten, weil das höhere Wesen es so will. Zum Lachen, Chillen und für Parties ist keine Zeit mehr. Aber wir schweifen ab…

HavelbergHavelberg

Wir sind immer noch in Havelberg, wo uns Spaziergängern am Bischofsberg einer der beiden Wartburgs von Manne entgegenkommt, einem ehemaligen Stadtrat und Offizier bei einem verruchten Dienst. Die „138“ auf dem Nummerschild weisen auf den 13.8.1961 hin, was nur der weiß, der ihn kennt und mit dem er redet, was wir ausgiebig taten. (Nochmal: Ein jüdischer chilenischer Maler, ein ehemaliger Maoist, ein Westberliner [sic] Drucker und Studentenbewegter der ersten Stunde und ein ehemaliger Stasi-Offizier treffen sich. Worüber reden die?)

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Die Buchhandlung ist auch geschlossen. Dafür gibt es jetzt das Kulturprojekt Stadtinsel, natürlich deutschtümlich als Verein organisiert. In der Buchstation ist ein sozialer „Treffpunkt, an dem gespendete Bücher entgegengenommen und neuen Lesern zugeführt werden.“ (Bücher den Lesern zuführen! Jawoll!)

Havelberg

Heinz bloggt übrigens täglich mit einer Schreibmaschine, hat aber natürlich nur wenige Leser – eigentlich nur einen. Vielleicht sollte ich das auch tun.

Havelberg

Morgen noch mehr… Auch Israel lassen wir heute weg.

Havelberg

Havelberg, revisited

HavelbergHavelberg

Die Weltläufte Weltlage wäre interessant zu kommentieren. Wenn man aber weit weg ist und aus der Perspektive einer malerischen Kleinstadt draufguckt, erscheint vieles anders als direkt aus der Medienbubble. Ich besuchte gerade zusammen mit einem Freund meinen alten Freund Heinz, den ich schon über vier Jahrzehnte kenne und der auch dem Stammpublikum vertraut sein müsste.

Havelberg

Ich wohne da, wo die Hand hinzeigt. Auch die Katze wurde hier schon vorgestellt. Ebenso der Dom und das sowjetische Ehrenmal – dennoch ist letzteres Pflicht.

HavelbergHavelberg

Ich habe lange nicht mehr zugeschaut, wie man einen Allesbrenner anfeuert. Hier ist es jetzt schnuckelig warm.

Havelberg

Und auch der Rest von Havelberg hat sich nicht geändert. Nur stehen mittlerweile noch mehr Häuser leer. Hat jemand 129.000 Euro übrig?

Havelberg

Alles KI oder was

AI police

Die Berliner Polizei will in ihren Notrufzentralen jetzt KI einsetzen (via Fefe). Das schreit natürlich nach einer adäquaten Bebilderung….

Unter neumärkisch Speisenden

Restaurant NeumärkerRestaurant Neumärker

Fisch im Restaurant „Neumärker“ in Varel: Klare Fischsuppe mit Gemüsestreifen sowie Nordseescholle mit gebratenen Speckwürfeln, Bratkartoffeln und Marktsalat.

Aus Gründen mit Gruß an den Trittbrettschreiber!

Am Jadebusen

Varel

Natürlich schreit der Titel nach einer komplett anderen Bebilderung, die auch mit flach nichts zu tun haben sollte. Aber so ist es nun mal hier bei den Teetrinkern. Das Rollstuhlschieben hat mir überraschend wenig Muskelkater eingebracht. Dafür habe ich seit drei Tagen einen Schnupfen, was nervt.

Varel

Am Horizont ist die Skyline von Wilhelmshaven zu sehen. Der Fluss Jade, der von rechts (Süden) in die Nordsee fließt, ist nur 22 Kilometer lang, ist also eher ein Flüsschen. Man kann darüber natürlich trotzdem wissenschaftlich forschen.

VarelVarel

Schafe sind natürlich auch da. Der Hafen Varels (das sich übrigens mit scharfem F ausspricht) wird durch eine Schleuse vom Busen getrennt.

Varel

Die Häuschen erscheinen nur auf den ersten Blick als malerisch; dieses hatte keinen Schornstein, und nach Zentralheizung sah es auch nicht aus. Aber vielleicht hat die dort hausende Künstlerin noch eine Zweitwohnung.

Wir außen übrigens Krabbenbrötchen (eines für fast sechs Euro!) und das ortsübliche Fischige.

Varel

Das obige Bild lässt mich tief nachdenklich zurück. Wer stellt sich einen rosafarbenen Gorilla in den Vorgarten – oder das andere Zeug? Oder verkaufen die nur an psychiatrische Anstalten oder Blindenheime?

Morgen fahre ich wieder zurück und bin schon gespannt darauf, ob die IDF schon den Nachfolger des Nachfolgers des Nachfolgers Nasrallahs zu den Jungfrauen befördert hat.

Varel

Unter Wetterfesten oder: Wo zum Teufel sind Hude und Varel?

bahn

Nein, alles gelogen, Deutsche Bahn! Ich kann auch mit Rucksack und Tasche schnell rennen und habe den Anschlusszug in letzter Sekunde noch bekommen. In Bremen war es dann auch so, dass ich wieder den Anschlusszug beinahe verpasst hätte. Alle Züge waren unpünktlich. Der ICE von Berlin nach Hannover wäre rechtzeitig angekommen, musste aber eine Viertelstunde bei der Einfahrt waren, weil sein Gleis „noch belegt“ war.

Wie hat die Bahn das eigentlich in grauer Vorzeit gemacht, also vor zwei oder drei Jahrzehnten? Sind das alles heute Softwarefehler, gegen die man bekanntlich nichts machen kann?

bahn

Als ich 1981 zum zweiten Man in Belize war, verkauften sie T-Shirts auf der Straße mit der Aufschrift „Where the hell is Belize? Kosteten aber mehr als 20 Dollar und waren mir zu teuer.

Heute ging es mir ähnlich. Hude? Jade? Südbollenhagen? Rastede? Varel?

hude

Wie könnte man die Menschen in Friesland beschreiben im Unterschied zum restlichen Deutschland?

ChatGPT: Die Menschen in Friesland, insbesondere im nordwestlichen Teil Deutschlands, haben eine ausgeprägte regionale Identität, die sich in verschiedenen Aspekten des täglichen Lebens von anderen Teilen Deutschlands unterscheidet. Einige wesentliche Unterschiede sind:

Sprache und Dialekt: In Friesland wird oft noch die friesische Sprache gesprochen, die neben Hochdeutsch eine wichtige Rolle spielt. Friesisch ist eine germanische Sprache, die eng mit dem Englischen verwandt ist.

Kultur und Traditionen: Friesische Kultur ist stark von maritimen und ländlichen Traditionen geprägt. Dies zeigt sich in traditionellen Festen wie dem Biikebrennen, bei dem riesige Feuer zum Ende des Winters entzündet werden, sowie im Ringreiten und der Trachtenpflege. Auch die friesische Teezeremonie, bei der Tee mit Kandis und Sahne serviert wird, ist ein wichtiges kulturelles Merkmal. Diese Traditionen unterscheiden sich von denen anderer Regionen Deutschlands, die oft stärker von städtischen oder industriellen Einflüssen geprägt sind.

Mentalität: Den Friesen wird oft eine gewisse Bodenständigkeit, Zurückhaltung und Unabhängigkeit nachgesagt. Sie gelten als wetterfest, pragmatisch und stolz auf ihre regionale Identität. Dies spiegelt sich auch in ihrem starken Gemeinschaftssinn wider. Im Vergleich dazu wird den Menschen in anderen Regionen Deutschlands, etwa in Bayern oder dem Rheinland, oft eine geselligere und extrovertiertere Lebensweise nachgesagt.

Lebensweise: Friesland, das sich durch weite, flache Landschaften und Küstengebiete auszeichnet, hat eine Lebensweise, die stark von der Natur und dem Meer beeinflusst wird. Der Umgang mit den Gezeiten, dem Wind und dem rauen Wetter spielt eine wichtige Rolle. In anderen Teilen Deutschlands, insbesondere in städtischen Gebieten oder bergigen Regionen, ist das Leben oft schneller und urbaner geprägt.

Geschichtliche Eigenständigkeit: Friesland hat eine lange Geschichte der Eigenständigkeit und war im Mittelalter teilweise unabhängig. Diese Tradition von Selbstbestimmung prägt bis heute das Selbstverständnis der Friesen. Im Vergleich dazu haben andere deutsche Regionen unterschiedliche historische Erfahrungen mit der territorialen und politischen Zugehörigkeit gemacht.

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Bevor die Frage kommt: Ich besuche einen Freund, der – 15 Jahre jünger als ich – nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt im Rollstuhl sitzt. Meine engen Freunde wissen, wer gemeint ist.

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Neben Dickschädelechsen

Stygimoloch spinifer
Credits: Museum für Naturkunde, Berlin

Schädel eines Stygimoloch spinifer. „Stygimoloch war mit geschätzten 3 Metern Länge ein mittelgroßer Pachycephalosaurier.“ Das Artefakt aus der Kreidezeit ist ca. 66 Millionen Jahre alt und wurde in North Dakota gefunden.

Unter Missgeburten

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Credits: Museum für Naturkunde, Berlin

Feline Data Vandalism

cat on keyboard

Die Meldung ist zu schön (via Fefe), als dass ich mir entgehen lassen könnte, sie zu bebildern: „Cat accused of wiping US Veteran Affairs server info after jumping on keyboard“.

„On a mid-September call, one of the participants explained that while a technician was reviewing the configuration of a server cluster, their cat jumped on the keyboard and deleted it. Or at least that’s their story.“ Sehr hübsch – der letzte Satz könnte fast britischer Humor sein. Und erst die Links!

„This is not an unheard of problem. Anecdotes of feline data vandalism abound in various online forums.“

Hauptstädtisch mittig, fiktiv arrangierte Ortbetonbauten

Berlin MitteBerlin Mitte

Ich musste heute früh an einem arbeitsfreien Tag noch ein Device ins Naturkundemuseum bringen. Das waren rund 25 Kilometer mit dem Rad durch die Mitte Berlins, die wegen des Marathons morgen halb gesperrt war.

Falls mich jemand fragt: Meinetwegen kann man das Nikolaiviertel samt seinen „fiktiv arrangierten Bürgerhäuser in traditioneller Bauweise sowie Ortbetonbauten mit Vorhangfassaden“ komplett abreißen. Außer der Kirche. Das ist alles nur schlechter Pseudo-Historien-Kitsch. Aber was Neues kriegte man natürlich auch nicht hin. Dazu müsste man polnische oder chinesische Firmen beauftragen.

Hisböllern oder: Unter Älteren am PC und mit Hilfsmitteln

burks
Burks ist stets motiviert, wenn man seinem Lächeln Glauben schenken darf.

Ach, Heise! Laut einem Modell könnte es bis 2035 gelingen, rund 1,5 Millionen 55- bis 70-Jährige für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Denkbar wären Jobs am PC oder Ähnliches.Studie: Bananen sind krumm.

Oder Ähnliches? Vielleicht einen Job an einem Pager? Oder meinen die Schreibmaschinen? Kauft keine Elektronik bei der Hisbollah!

Um Menschen in der letzten Phase ihres Berufslebens zu ermuntern, mehr zu arbeiten, länger im Job zu bleiben oder aus dem Ruhestand noch einmal zurückzukehren, sei ein ganzes Bündel an Schritten und Veränderungen erforderlich. Dazu gehörten finanzielle Anreize, arbeitsrechtliche Erleichterungen, Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze, aber auch der Ausbau von Gesundheitsvorsorge, Pflege- und Betreuungsangeboten.

Das ist doch Bullshit-Bingo. Und was ist ein „altersgerechter“ Arbeitsplatz? Darf ich vielleicht als Security einen Taser am Gürtel tragen, um einen Störer umzuhauen, nur weil ich alt älter bin? Ich werde meiner Firma mitteilen, dass ich gern ein Pflege- und Betreuungsangebot hätte, weiblich nach meiner Wahl, und natürlich im Homeoffice!

Mich muss man nicht ermuntern. Ich brauche die Kohle. Dieser Fall scheint aber nicht vorgesehen zu sein.

By the way:
hisböllern (Deutsch) (Hebräisch: השבאוֹלרן)
Worttrennung: his-böllern
Aussprache IPA: [[hɪsˈbœlɐn]]
Bedeutung: Elektronische Geräte von Terroristen mit Sprengstoff präparieren und zur Explosion bringen

Einstürzende Brückenbauten

Augustusbrücke

Ich vermutete, dass ich ein Foto der eingestürzten Brücke in Dresden hatte – und würde fündig. Fotografiert am 25.10.2006. Auch damals gab es Hochwasser.

Augustusbrücke

Aussicht mit Trauben

staatsoper Berlin

Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Chillen unter dem preussischen ADler

Klein Venedig

Ich musste nach dem mentalen Stress meinen Körper ertüchtigen und wählte naturgemäß Kayaking den Wassersport. Was soll man bei 35 Grad auch sonst machen! Ausnahmsweise bin ich froh, dass mir vier Nachtschichten bevorstehen, drei davon 12 Stunden. Das ist auszuhalten.

spandauer Schleusespandauer Schleuse

Entweder werde ich älter oder das Boot schwerer und die Schienen weniger glitschig – ich meine mich erinnern zu können, dass ich vor ein paar Jahren hopplahopp mit dem Trolley samt Kajak die Schleuse rauf und wieder runter bin. Das war noch vor der Hüftoperation. Heute fiel es mir schwer, und ich musste mich richtig ins Zeug legen. Geschwitzt habe ich eh schon.

Ich paddelte wieder zur Zitadelle dergestalt, dass ich mir eine Fahrrinne mit Gewalt erzwingen musste zwischen den Seerosen und dem wuchernden Algengestrüpp. Man kommt da schon durch, aber ich fürchtete, das Grünzeug würde sich in meinem Ruderblatt verheddern. Da komme ich nicht heran, ohne auszusteigen. Es ging aber alles gut, aber viel Schatten werfen die Mauern nicht.

Zitadelle SpandauZitadelle SpandauZitadelle SpandauZitadelle Spandau

Ich bin also fast bis zur Spandauer Seebrücke und kehrte dann zurück, weil ich nicht mehr in Übung bin und nicht weiß, wie lange ich bei der glühenden Hitze ausgehalten hätte.

wasserstadt Spandau

Ich musste danach noch mein 98-jähriges Mütterlein besuchen und hatte keine Zeit mehr zum Kochen. Restaurantkritik Drei Flaschen. Hervorragende Gnocchi für zehn Euro! Ein hungriger Proletarier würde vielleicht nicht satt, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt-

drei flaschen Gnocchi

Unter Abgemahnten und Brückenüberquerenden

Oberbaumbrücke

Gestern musste ich mit dem Fahrrad von Neukölln nach Weißensee und zurück, was meiner Kondition gut tat.

Meine Laune wurde aber nicht besser, weil auch mich die gegenwärtige Abmahnwelle erreicht hat und eine Hamburger Kanzlei rund 5000 Euro von mir haben will. In meinem Fall gab es aber keine Abmahnung, was ein gutes Zeichen ist, sondern nur eine Zahlungsaufforderung. Jetzt sind also Sitzungen mit Anwälten angesagt. Die inkrimierten Fotos bzw. Ausschnitte davon sind zum Beispiel aus dem Jahr 2010 (!). Ganz so dringend scheint es also nicht zu sein. Man wird es herunterhandeln können.

Sogar ein Meme ist dabei, dem angeblich ein Foto von Reuters zugrunde liegt.

Auf Dächern Stehende

staatsoper

Nur noch zehn Stunden Nachtschicht.

Von wegen „können wir mal diskutieren, wenn Burks wieder zu alter Stärke und alten Themen zurückgefunden hat“ – ich habe schlicht zu wenig Zeit. Aber das wird alles nachgeholt, weil ich fast den ganzen Oktober Urlaub habe, aber zu wenig Geld, um weit weg zu fahren.

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