Das Herabgewürdigtwerden oder: Der Barbara-Streisand-Ricarda-Lang-Effect

Vorsicht! Der Link führt auf eine gefährliche russische Propaganda-Website! Jugendliche und Heranwachsende dürfen die nur unter Aufsicht weltanschaulich gefestigter Erwachsenen rezipieren! Ein anschließendes wertewestliches Aufklärungsgespräch wird vom hiesigen Jugendschutzbeauftragten dringend empfohlen.
Ich hatte hier schon über den Versuch des woken Milieus berichtet, den Blogger Hadmut Danisch fertigzumachen. Die Russen trollen gut, aber der Bericht von Rt.de ist nicht ganz korrekt.
Danisch zitiert Ulf Poschardt von der „Welt“: „Körperliche Herabwürdigung muss ein Tabu bleiben“. Warum eigentlich, und was genau bedeutet „Herabwürdigung„? Gibt es auch eine Hinaufwürdigung? Bei solchen holpernden Wortungetümen kommt mir immer die Strafvorschrift der DDR in den Sinn: „Öffentliche Herabwürdigung“.
Wir haben schon den strafrechtlichen Tatbestand der Beleidigung. Mehr braucht es nicht. Poschardt schreibt: „…die lässige, gut gelaunte Weigerung, sich standardisierten Schönheitsidealen zu unterwerfen, wie eine Provokation für insbesondere jene, im Zweifel männlichen, Reaktionäre, die politische Differenz zu den streitbaren Grünen auf eine denunziatorische und in Teilen menschenverachtende Abwertung ausweiten.“
Wait a minute. Ich nehme mir das Recht heraus, fette Frauen und Männer für hässlich und unattraktiv zu halten. Das ist aber eine Geschmacksfrage, über die man sich bekanntlich trefflich streiten kann. Ich finde den Geschmack der Lang, ihre Kleidung betreffend, viel entsetzlicher als ihren Körper, dessen Konturen man nur erahnen kann. Was exakt, Poschardt, ist das „standardisierte Schönheitsideal„? Gilt die P0rn-kategorie „skinny“ oder eher „anorexic“? Wie dick darf ein Frauenhintern sein, damit man ihn noch standardisiert als hübsch empfindet? Und ist ein Waschbrettbauch Pflicht? Muss man die Rippen noch sehen können, und was gilt für MILFs?
Danisch schreibt: „Aber zu Ricarda Lang? Wonach wollte man die intellektuell beurteilen? Keine Publikation. Nicht mal eine plagiierte oder eine vom Ghostwriter. Kein Abschluss. Nicht mal einer, der keiner Überprüfung standhält. Kein Lebenslauf. Nicht mal einer, der zusammenfällt und täglich aktualisiert werden muss.“ Also nach dem Motto: Nichts gelernt. Ich aber beschloss nun, Politikerin zu werden.
„Fat-Shaming ist indiskutabel. Zur Freiheit des Menschen gehört die Freiheit, so zu sein, wie man sich in und mit seinem Körper wohlfühlt„, meint Poschardt. Wenn schon Denglisch, dann: I disgree. Das ist doch Bullshit. Diese „Freiheit“, die Poschardt meint, ist die des isolierten Warenproduzenten im Kapitalismus (nach Habermas), der frei von jeglichem Zwang und jeder persönlicher Pflicht seine einzige Ware Arbeitskraft anbietet. Warum, so frage ich als Chinese, darf die Gesellschaft dem Einzelnen nicht ein Schönheitsideal aufzwingen oder zumindest empfehlen, da wir doch von derselben protestantisch eingefärbten Klientel, die darüber jammert, mit missionarischer Inbrunst ein Klima-Ideal bzw. die dazu passenden Heizungen aufgezwungen bekommen oder gar Veggiedays, an denen ich gerne und erst recht Currywurst esse? Das ist doch pure Heuchelei. Oder, mit Mr. Spock gesprochen: Fascinating, but highly illogical.
Fat-Shaming ist völlig ok. Warum machen die Mexikaner, Chilenen und die US-Amerikaner, die weltweit durchschnittlich am fettesten sind, nicht mehr Sport, vielleicht auch nur temporär wie unser ehemaliger Außenminister? Es heißt „fit for fun“ und nicht „fat for fun“, oder? Aber das propagieren nur die Mittelklassen, die denken, ein Steinsetzer könnte auch Home Office machen.
In Wahrheit ist es natürlich noch komplizierter. Die „übergewichtigen“ Mexikaner sind ja nicht fett, weil sie Mexikaner sind, sondern weil sie sich „falsch“ ernähren im Sinne des US-Imperialismus.. Falsch heißt, und nur deshalb wird das kritisiert: Ihr Körper hält Arbeit nicht mehr so aus, steht also der Profitmaximierung im Weg, weil Krankheiten die Kosten des variablen Kapitals in die Höhe treibt. Der weltanschaulich braun gebrannte Turnvater Jahn weiß, wovon ich rede. Es wäre nur konsequent, wenn Ricarda Lang forderte, dessen Denkmäler abzureißen und die nach ihm benannten Parks einzuebnen.
Unter Ernährungsberaterinnen oder: Invest in Türkiye oder doch nicht

Ich scrollte soeben kurz durch die Postings von Neverforgetniki, der irgendwo verlinkt worden war, und bekam gleich passende Werbung eingeblendet. Die Algorithmen passen auf! Du bist nie allein!
Aus dem Publikum ging der Hinweis ein, Hadmut Danisch versus Ricarda Lang zu lesen. Danisch werden gerade wiederholt die Konten gesperrt.
Ich hatte, wenn ich mich recht erinnere, Danisch irgendwann in grauer Vorzeit kurzzeitig in meiner Blogroll, warum, ist mir entfallen. Es heißt rein gar nichts, wenn jemand von mir verlinkt wird. Ich höre lese sogar Feindsender, obwohl das in Deutschland schon wieder nicht opportun ist.
Danisch hatte sich vor einiger Zeit auch mit Baerbock angelegt und von allen möglichen (Paywall) und unmöglichen Leuten Beifall und das Gegenteil bekommen.
Ich habe das ja auch alles hinter mir, daher wurde mein Interesse geweckt. Man lauerte mir vor der Wohnungstür auf, um mich zu verprügeln, weil ich etwas Pöhses gebloggt hatte. Ich bekam Myriaden von Abmahnungen und Klagen, sogar noch zwei Jahrzehnte nach Erscheinen der jeweiligen Artikel. Ich wurde auf Steckbriefe gesetzt. Man verleumdete mich, um meine Existenz zu ruinieren. Das BKA zeigte mich an, und mein Computer wurde bei einer Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmt.
Ich kann es nachempfinden, wenn jemand von anonymen Trollen angegriffen wird. Es gehört nicht viel dazu, und oft ist es Zufall. Ich könnte jetzt laut rufen: [diese Abkürzung, die ich mir nicht merken kann] sind elitär, rechts, reaktionär. Oder: Tunten sind der Volkssturm des Patriarchats! Oder: Die Guten benutzen Streubomben und lassen Transen auf’s Damenklo, und die Bösen tun das nicht. Und dann warten, was kommt und ob sich jemand offended fühlt oder ob meine Wohnung wieder durchsucht wird wegen hate speech.
Aber das ist Zeitverschwendung. Wenn jedoch Freunde von mir derart attackiert werden, dann schalte ich in den militärische Spezialoperation Kriegsmodus und das ist – das muss ich ganz uneitel anmerken – bisher noch niemandem gut bekommen. (Ich habe neulich mit einem alten und jahrelangen Gegner telefoniert, weil der über viele Leute viel weiß, und wir haben uns gegenseitig Respekt bekundet, obwohl wir mit fast allen denkbaren Mitteln gegeneinander vorgegangen sind, weil ich damals, so schmeichelte er mir, der einzige ernst zu nehmende Gegner gewesen sei. Aber ich komme ins Plaudern über alte Zeiten – ein Vorrecht alter Männer, die vom Krieg erzählen…)
Apropos Danisch: Schriebe ich über die Ernährungsberaterin Ricarda Lang, würde ich das subtil tun, etwa nach dem Motto timeo Danaos et dona ferentes dergestalt, dass ich sie gern bei einer Neuverfilmung eines Bettenkaufs sähe und dass man sich vermutlich darin einig sei, nicht jede Frau habe beim genetischen Roulette einen Hintern wie Kimoriiii aka sweet_tinker_bell (Russin!) abgekriegt, was auch evolutionär gar nicht sinnvoll wäre wg. Diversifikation des Genpools.
Im übrigen halte ich die Lang aus vereins- und gruppendynamischer Sicht für ziemlich clever und würde sie nicht unterschätzen – andere Damen schlafen sich einfach hoch (hier will ich vorsichtshalber keine Links setzen). Die Jung wäre ein interessanter Gegner [sic] – im Gegensatz zu Damen, die gern klagen und öffentlich rumheulen und sich mit Penetranz „palästinensisch“ nennen, so dass man versucht ist, Bezalel Smotrich, den ich übrigens für einen sehr talentierten Politiker halte im Sinne des publizistischen Trumpismus und der, wie unsere Außenministerin, aus dem Internationalen Recht kommt, eine E-Mail zu schreiben mit der Bitte, die Sache ein für allemal zu klären.
Der Popcorn-Faktor bei Danisch stieg steil an, als ich las:
Ricarda Lang und ihr Anwalt haben aber mit Nichtwissen bestritten, dass ich je Aktfotografie betrieben habe. Deshalb fehle es mir dann auch an der Befähigung, Frauenkörper zu bewerten. Ich wäre also gar nicht in der Lage, zu bewerten, ob sie dick ist oder nicht.
Ich habe deshalb die alten Abrechnungen vom Fotostudio und der Workshops und die Model-Verträge rausgesucht und samt Arbeitsproben vorgelegt, um Beweis darüber zu erbringen, dass ich professionell ausgebildet und befähigt bin, und durchaus schon eine hinreichende Zahl hübscher Frauen nackt gesehen habe, um eine ausreichende Qualifikation zu haben, um zu beurteilen, ob eine Frau im Allgemeinen und Ricarda Lang im Besonderen dick ist, und ich den Unterschied zwischen einer schlanken und einer dicken Frau tatsächlich kenne und erkennen kann, zu einem Urteil darüber sowohl befugt, als auch befähigt bin.
Ich führe also Beweis darüber, dass ich schon schöne nackte Frauen gesehen habe, darin von Profis ausgebildet wurde, und deshalb in der Lage, befähigt und berechtigt bin, selbständig darüber zu meinen, ob jemand dick ist. Das ist der Zustand, in dem Deutschland angekommen ist.
Ganz großes Kino, das geradezu nach eine Bebilderung schreit. (Ich höre gerade Summertime, gespielt von Henri Herbert, und komme richtig in Fahrt.)
Schön, dass wir darüber geredet haben.

Keine Ernährungsberaterin (Symbolbild)
(Noch) ohne Schutzhelm auf dem Wasser

(Panoramafoto) Blick zum Südhafen Spandau (links), ungefähr fotografiert auf der Höhe der Alten Havel, rechts geht es zum Unterhafen und zu den Einfahrten zum Großen und Kleinen Jürgengraben.
Bei über 30 Grad sollte man Wassersport betreiben, wenn man nicht arbeiten muss. Ich ließ mich heute paddelnd dreieinhalb Stunden wie ein Spiegelei braten, jedoch unter dem Schutz eines Käppis und eingeölt mit hohem Sonnenschutzfaktor. Keine besonderen Vorkommnisse, außer der unerwarteten Tatsache, dass mir mein Allerwertester weh tat, während die neue Hüfte wohlgemut und schmerzfrei ihren Dienst verrichtete.
Junge Leute auf dem Wasser, versammelt auf viereckigen Kähnen, von denem man vermutet, dass sie so windschittig sind wie ein quergestellter Container, die aber dennoch lärmend vor sich hintuckern, muss man mit Sorge betrachten. Auch hier (ungefähr in der Mitte des Fotos) stieß das „Boot“, auf dem ein Dutzend Leute lärmend herumfeierten, allerdings mit einer blutjungen und sehr schnuckeligen Kapitänin, plötzlich eine Rauchwolke aus, und jemand sprang ins Wasser. Ich zückte die Kamera, um das Kentern zu dokumentieren oder gar eine Explosion, heimlich hoffend, dass es mir vergönnt sein würde, just diese erwähnte schnuckelige Kapitänin aus Seenot zu retten, was sie, natürlich mit schmachtenden Blicken und zerfetzem verbrannten Bikini, mir danken würde. Aber es war nicht so: Die Rauchwolke war ein Feature und kein Bug, und die Gesellschaft zuckelte von dannen. Vielleicht war es auch nur der Grill gewesen, den jemand fachmännisch angefacht hatte.
In der Nähe von Heckeshorn kehrte ich um, zumal sich am Horizont gefühlt 100 Segelschiffchen tummelten, von einem Motorboot mit Lautsprecher dirigiert und herumkommandiert, was ohne Zweifel eine Schule des Segeln war, die man als Paddler weiträumig vermeiden sollte, da keine Garantie besteht, dass die Segelschüler plötzlich desorientiert ein Kanu umfahren, weil sie wieder mal Backbord mit Steuerbord verwechselt haben oder den Wind von einer anderen Seite wehend vermuteten.
Ich machte noch eine Runde durch Klein-Venedig, was dem Stammpublikum mittlerweile vertraut sein wird. Ich habe leider vergessen, den riesigen Baum zu fotografieren, der jüngst abgebrochen und in den Kleinen Jürgengraben gefallen ist dergestalt, dass ich dachte, ich hätte mich verpaddelt, da der Anblick ungewohnt war. (Bitte nicht den Grünen weitersagen, weil wir Wassersportler dann alsbald allesamt einen Schutzhelm tragen müssten.)
Pizza ist gesund
Dalwhinnie oder: Luxury Highlands
Beim Drogendealer meines Vertrauens war der Highland Park von den Orkney-Islands ausgegangen. Auch Talisker, der mir einen vollwertigen Ersatz bot, war nicht zu kriegen. Ich wollte nicht die Großbourgeoisie bemühen und dann die Flaschen wieder irgendwo in der Neuköllner Pampa wieder einsammeln müssen, zumal ich jetzt zwei Wochen Frühschicht habe dergestalt, dass drei Wecker um 4.20 Uhr herumlärmen und ich nach der Arbeit ungern in der Stadt herumlaufe. Also ließ ich mich beraten und erstand einen Dalwhinnie.
Die schottische Brennerei gehört auch dem Großkapital. Aber was will man machen. „Kaufe regional“ bei Whisky bleibt erstens hierzulande immer erfolglos und ist zweitens eine verlogene Kampagne, die angeblich der lokalen Kleinbourgeoisie nutzen soll, in Wahrheit aber darüber hinwegtäuscht, dass alles den kapitalistischen Marktgesetzen unterworfen ist, was meint: Je ein Kapitalist schlägt – natürlich nur als Charaktermaske – viele tot.
Der Kauf eines Whiskys erinnert mich immer an die für mich legendäre Antwort eines FachVerkäufers in meinem bevorzugten Elekronik-Laden, der, auf meine Frage, was der Unterschied zwischen einer 5000-Euro-Glotze und einer 1000-Euro-Glotze der intelligenten Art sei, lapidar bemerkte, dieser sei für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar. Was also ist die geschmackliche Differenz zwischen einem Whisky für 50 oder für 100 Euro? Mir schmeckt ein guter Bowmore oder Talisker um die 30 Euro nicht schlechter als ein Lagavulin für hundert Euronen. Ich bin da für eine Einzelfallprüfung.
Der Dalwhinnie aus der highest and coldest working distillery in Scotland mundet ganz vorzüglich, obwohl er mir etwas „härter“ erscheint als der Talisker. Für meine laienhaften Geschmacksorgane kann das vernachlässigt werden. Ich beabsichtige auch nicht, meinen Geschmack so zu verfeinern wie die Grünen, die sogar zwischen veganer Kacke und veganer Scheiße differenzieren können.
Ich habe in den schottischen Highlands mal ein bisschen herumgegooglemapt. Ein Kurztrip zur flüssigen Verköstigung hätte was, obwohl die Anfahrt („here are a number of ways to start your holiday in Dalwhinnie, although a car is advised for your stay“) genauso lange dauern würde wie von Berlin zu den Raudales des Orinoco.
Auch die wenigen Unterkünfte dort sind eher „luxury“ und für Leute, die einen Whisky für 200 Euro die Flasche gleich kistenweise kaufen. Ich hin gegen würde im Dalwhinnie Old School Hostel absteigen: „is a base for mountain biking at nearby Laggan Wolftrax„. Alles noch nie gehört.
Noch exotischer wird es mehr westlich, zum Beispiel bei der Isle of Eigg oder am Loch Nan Uamh Die Schotten scheinen geographisch so viele Rachenlaute zu verwenden wir beim Hebräischen. הדרך להגיע לשם ארוכה. Vermutlich werde ich im Spätherbst sagen: Wenn ich Elektrobiken will, dann mach in das in der Negev oder auf den Golan-Höhen…
Demütigende Events oder: Mens sana in corpore sano

Ich bereite mich täglich auf die Bundesaltenspiele vor.
Die taz macht sich für Jugendliche start, die den Arsch nicht mehr hochkriegen (wollen). Die Bundesjugendspiele – „diese Event gewordene Demütigung aller, deren Körper nicht für Leichtathletik, Geräteturnen und Schwimmen geboren wurden“ – seien ein „traumatisches Erlebnis“. Sport ist ohnehin sowas von Nazi.
Man erwartet natürlich von einer Autorin wie Eiken Bruhn nichts anderes: „Soziales, Gender, Gesundheit. M.A. Kulturwissenschaft (Univ. Bremen), MSc Women’s Studies (Univ. of Bristol); Alumna Heinrich-Böll-Stiftung; Ausbildung an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin; Lehrbeauftragte an der Univ. Bremen; in Weiterbildung zur systemischen Beraterin.“ Wer Gender und Women’s Studies gelernt hat, kann mit Mens sana in corpore sano nichts anfangen.
Heute darf man kranke Geister in fetten Körpern nicht kritisieren, weil die dann beleidigt sein könnten und sofort nach systemischen Berater*%$I_mnnen rufen würden, was ein höheres Wesen verhüten möge. Und wenn es sich dann noch um nicht schwimmfähige Muslime handelt, so ahnt man, wird demnächst das Bewegen an sich geächtet, weil dabei der Niqab verrutschen könnte.
Welt, Leib und Cyber
Heute haben wir das Weltgeschehen und die Leibesübungen gemischt, weil weder von dem einen noch dem anderen genug vorhanden, um entweder Texte opulent zu bebildern oder umgekehrt oder was auch immer.
Die Ostfront: Die Qualitätshauptstadtmedien bestätigen meine Verschwörungstheorie Meinung: Doch Schoigu schlug zurück, indem er am 10. Juni den Befehl erließ, alle russischen Söldnergruppen in der Ukraine hätten sich dem Verteidigungsministerium zu unterstellen. Unterwerfung war für Prigoschin unannehmbar. Dieser Befehl öffnete den Weg zur alles entscheidenden Schlacht zwischen beiden. Schoigu setzte sich durch.
Eine noch hübschere Theorie kommt von Hinter-der-Paywall-Militärs: Ex-General Roland Kather hat im Interview mit WELT geäußert, dass er den Putschversuch in Russland für eine Inszenierung hält. Er vermutet dahinter einen verdeckten Aufmarsch. Auch der britische Ex-General Richard Dannatt warnt vor Wagner-Angriffen aus Belarus.
Nee, Leute, so raffiniert wie in House of Cards sind die nicht. Der Plot ist mir zu kompliziert für Leute wie Gerasimov oder Prigoshin. Dazu bedarf es einer anderen, weniger holzschnittartigen und mehr römisch-italienischen Kultur der herrschenden Klasse. Die Italiener haben schon finstere Ränke geschmiedet, als die Russen noch gar nicht wussten, was Russen sind. (Höre dazu passende Bala Bala Musik)
Leibesübungen Ich bin heute erst einmal eine kleine Strecke gepaddelt, um zu sehen, ob das Boot nicht sänke ob ich das Leck auch richtig epoxidiert hatte. Und siehe, es war so, was ich mit einem kleinen und fast gesungenem „Halleluja“ auf den geschürzten Lippen quittierte. Mit einem Wermutstropfen: Offenbar war das Leck im Heck schon länger da und daher das Hinterteil nach kurzer Zeit Paddelns zu tief im Wasser, sodass der Bug wiederum, was der dialektischen Logik entspricht, zu hoch aufragte dergestalt, dass das winzige Loch dort, welchselbiges schon begierig war, Wasser aufzusaugen und ins Bootsinnere zu spülen, nur Luft schnappte, jetzt aber, da das Kajak wieder in der Waagrechten, tröpfchenweise schlubberte und schlurpte, was ich misstrauisch beäugte, aber es geschehen ließ, da die Menge der Rede nicht wert und nur dann nach einer Tat gerufen hätte, wenn man einen Tag lang durchs Wasser gefurcht wäre, ohne mit einem Tuch das Rinnsal ab und zu aufzuwischen und dieses dann jenseits der Reling auswränge. (Weder meine ehemaligen Studenten – allesamt! – noch ChatGPT kriegten jemals so einen Satz hin, obwohl man an meinen Konjugationen herumkritteln könnte.)
Die Tour ging also vom Hauptgraben über den Großen Jürgengraben in den nördlichen Seitenarm des Spandauer Südhafens, dann nach Süden bis zum recht versteckten Grimnitzgraben zum Grimnitzsee. Den hatte ich wie immer für mich allein. Dann dieselbe Strecke zurück, aber über den Kleinen Jürgengraben zum Bootshaus.
Cyberfront O je, ich bin bei der Barmer. Fefe hat das Nötige dazu gesagt. Das werde ich denen copyundpasten.
Leibesübungen Nachdem ich geprüft hatte, ob die hintere Kammer noch trocken war (ich habe jetzt einen Antriebskörper hineingefummelt und aufgeblasen), paddelte ich zum Stößensee, umrundete das Begegnungsverbot und lenkte das Boot wieder gen Norden, wo mir, als gäbe es dort ein Nest, zahllose Paddler entgegenpaddelten, sowohl der profihaften als auch der laienhaften Sorte, denen man also aktiv ausweichen muss, weil sie einen sonst umfahren, weil sie nicht wissen, wo Backbord und Steuerbord sind, wie man das Boot lenkt und ich außerdem recht schnell auf dem Wasser unterwegs bin.
Innere Front „Im thüringischen Sonneberg ist erstmals in Deutschland ein Politiker des Rechtspartei AfD zum Landrat gewählt worden. Am Sonntag erhielt der AfD-Kandidat Robert Sesselmann, ein AfD-Landtagsabgeordneter, in der Stichwahl nach Auszählung aller 69 Stimmbezirke 52,8 Prozent der Stimmen. Der CDU-Gegenkandidat Jürgen Köpper kam auf 47,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Statistischen Landesamtes bei 58,2 Prozent.“ Das berichten die Qualitätshauptstadtmedien und nicht nur die. „Bereits in der ersten Runde der Wahl hatte Sesselmann fast 47 Prozent der Stimmen erzielt. Danach riefen auch SPD, Grünen und Linken zur Wahl des CDU-Kandidaten Köpper auf.“
Oh. Eine Einheitsfront! Das ich das noch mal erleben darf! Wenn sich alle einig sind, bin ich sowieso dagegen. So gefährlich ist die Gurkentruppe von der AfD nicht. Immerhin haben die niemanden, der aus dem internationalen Recht kommt, sondern Opportunisten und Karrieristen, was sie also von anderen Parteien nicht unterscheidbar macht. Ich glaube, dass diese Einheitsfront aller anderen der AfD noch mehr Stimmen gebracht hat. Just saying.
Medienfront „Die Öffentlich-Rechtlichen befinden sich im Würgegriff der Parteien. Das zeigt auch die Neubesetzung des RBB-Intendantenpostens: Gewählt wurde passgenau eine Frau, die auf SPD-Ticket eine der Regierungssprecherinnen Merkels war. Alternativlosigkeit scheint ein heißer Modetrend zu sein.“ (Harald Martenstein)
Innere Cyberfront Haben wir alles? Spiggel.de und alle Links auf das alte phpBB-Forum ergaben jüngst einen critical error bzw. meldete einen error creating new session, was vom besten aller Hoster sofort repariert wurde, als ich es merkte. „Ich habe die sessions gelöscht, die in phpbb_sessions gespeichert worden sind. Davor waren es 65535 Einträge. Offenbar räumt phpBB die Sessions nicht ordentlich auf.“ Früher habe ich so etwas persönlich repariert; ich hatte nur vergessen, wie das ging.
Bauer Harms, revisited
Bevor ich jetzt etwas über Prigoschin schreibe, worauf alle warten, muss ich erst einmal essen: Bauer Harms‘ Kasselerbraten im Römertopf mit Honig, Senf und Tomatensauce, modifiziert von mir höchstderoselbst.
Unter Harzern
Heute habe ich das Leck in meinem Kajak ausgebessert. Als ich genau hinsah, fand noch ein zweites. Dazu benutzte ich mit großem Vergnügen total unnachhaltiges unökologisches ultragiftiges Epoxidharz, in dessen Nähe man ohne Gummihandschuhe nicht kommen sollte, ähnlich wie bei manchen meiner ehemaligen Kunden in der Notaufnahme.
Ich chillte danach ein paar Stunden vor dem Bootshaus, bis das Gemisch einigermaßen hart war und ich das Boot wieder in der Halle verstauen konnte.
Keine Chance für Nippel


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Die KI zeigt sich bei nackter Haut noch sehr störrisch. Ich habe versucht herumzutricksen und Frauen mit Tangas aus Pools steigen lassen, Wasser auf Bäuche von Fitness-Models tropfen lassen und dergleichen Feuchtes mehr, aber alles wurde abgelehnt. Man spürt formlich, dass die KI schon bei „full body“ zusammenzuckt. Ja, die Zensur-Filter werden „improved“. Aber sicher nicht lockerer sein als die protestantische Prüderie in den USA. Nippel haben keine Chance, auch nicht in ferner Zukunft.
Die Pr0n-Industrie ist bekanntlich immer ganz vorn, was technische Neuerungen angeht. Vermutlich kommt jemand bald auf die Idee, die Zensur der KI ganz auszuschalten und den feuchten Träumen der zahlenden Nutzer freien Lauf zu lassen. In Second Life ist das jetzt schon so, aber da findet in den entsprechenden und kostenlosen! – Segmenten vorher eine Altersüberprüfung statt.

Vorerst ist das Personal, das die KI erzeugt, so züchtig gekleidet wie auf den Bildern von Norman Rockwell oder auf den Propaganda-Illustrationen der Zeugen Jehovas.
Ich sehe da ein Geschäftsmodell vor mir, aber ich kann keine KI programmieren…


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Gelobt und geleakt am Tegeler See

Panaramafoto (sehr groß!) nördlich der Insel Scharfenberg, südlicher Tegeler See
Ich hatte im Mai 2022 ein Gelöbnis abgelegt: …im August wieder unter der Spandauer Wasserstadtbrücke hindurchzupaddeln, und vorher unter der Spandauer Seebrücke. Ich hatte das Jahr nicht erwähnt (har har). Aber ein Jahr nach der Hüft-Operation wäre realistisch gewesen. Insofern habe ich den Plan vorfristig erfüllt, weil ich genau das heute getan haben.
Heute wäre ich beinahe untergegangen. Kurz nach dem Spandauer Hafen traten meine Füße ins Leere – die Pedalen für die Seilzüge, die das Ruder lenken, reagierten nicht. Das Ruder war abgefallen. Das ist mir schon mal passiert. Man kann ja immer noch Paddeln, nur mühsam, und das Ruderblatt ist nicht weg, sondern kann ins Boot gezogen werden, was ich tat.

In der Nähe des Spandauer Hafens: Ein Vögelchen auf der Jagd
An der Spandauer Schleuse musste ich ohnehin aussteigen und steckte wieder alles so, wie es sich gehört. Als ich das Boot mit dem Trolley zog, vermutete ich, ich sei seit der letzten Woche plötzlich gealtert oder einfach nur sehr schlecht in Form (was nicht sein kann, weil ich von sechs Liegestützen vor einem Jahr und nach der Operation bei 20 angelangt bin und noch Luft nach oben ist). Ich habe gestöhnt und geächzt, dass es eine Art war.

Südufer von Valentinswerder; man beachte den riesigen umgestürzten Baum
Als ich nach der Hälfte der Tour die Havel in Richtung Eiswerder paddelte, rief mir jemand, der mit einem Schlauchpaddelboot unterwegs war und mich forsch überholte, es wäre bequemer, wenn man in der Mitte des Kajaks säße. Ich verstand weder sein Motiv noch den konkreten Anlass, ich rief zurück, meine Beine seien lang, und er könnte mein Enkel sein, was er lachend akzeptierte.

Auch hier ist ein Vögelchen versteckt. (Vergleichsfoto vom Amazonas)
Ich war heute sechs Stunden unterwegs, was bei weitem nicht mein Rekord ist (der steht auf neun Stunden), und die Hüfte und auch sonst nichts muckte. Ich kann mich also demnächst noch steigern. Ich habe auch an meiner Maximalpigmentierung erfolgreich gearbeitet.

Südlicher Tegeler See


haben die Grünen schon Helmpflicht für Paddeler gefordert?
An der Schleuse musste ich an meine Grenzen. Ich schob das auf das Ermüden und vielleicht auf mangelnde Kondition. Das Boot kam mir vor, als wöge es 50 Kilo.
Fazit: Es gab ein Leck, und der Stauraum hinter dem Sitz, der abgeschottet ist, was fast voll Wasser. Das merkte ich erst, als ich das Kajak aus dem Wasser zum Bootshaus ziehen wollte und ein kleines Rinnsal aus dem hinterem Teil nicht aufhören wollte zu fließen. Vermutlich hat mir ein Stein auch das Ruder weggehauen und gleichzeitig das Loch verursacht. Gemerkt habe ich das nicht. Das Boot war vor meinen Füßen auch trocken.
Jetzt brauche ich die Hilfe des fachkundigen Publikums. Axel, der Inhaber des Wassersportheims Stößensee, sah sich das an und sagte etwas von Glasfasermatten und Polyester. Ich habe die KI gefragt: „Wie und womit repariert man am besten ein kleines Leck in einem Kajak aus Polyester?“ Hat das Publikum der Antwort etwas hinzuzufügen, was die konkreten Materialien angeht?
ChatGPT: „Um ein kleines Leck in einem Kajak aus Polyester zu reparieren, gibt es verschiedene Methoden. Eine häufig verwendete Methode ist die Verwendung von Epoxidharz und Glasfasergewebe. Hier ist eine Anleitung, wie du vorgehen kannst:
Materialien, die du benötigst:
Epoxidharz (mit Härter)
Glasfasergewebe (Glasfasermatte oder -band)
Handschuhe
Pinsel oder Spachtel
Abdeckband
Schleifpapier (verschiedene Körnungen)
Aceton oder ein ähnlicher Reiniger
Wachspapier oder Plastikfolie
Ein Stück Karton oder Plastik zum Mischen des Epoxidharzes
Schritte zur Reparatur:
Reinigung: Reinige die beschädigte Stelle gründlich mit Aceton oder einem ähnlichen Reiniger, um Schmutz, Fett und Wachs zu entfernen. Stelle sicher, dass die Oberfläche vollständig trocken ist, bevor du mit der Reparatur beginnst.
Vorbereitung: Schleife die beschädigte Stelle leicht an, um die Haftung des Epoxidharzes zu verbessern. Verwende dazu Schleifpapier mit einer mittleren Körnung (z. B. 120er Körnung). Entferne den Schleifstaub gründlich.
Abdeckung: Um das umliegende Gebiet vor dem Harz zu schützen, klebe um die beschädigte Stelle herum Abdeckband auf das Kajak. Lege auch Wachspapier oder Plastikfolie unter die beschädigte Stelle, um ein Festkleben zu vermeiden.
Harzmischung: Mische das Epoxidharz gemäß den Anweisungen des Herstellers. Verwende dazu einen sauberen Karton oder Kunststoffbehälter. Trage während des gesamten Prozesses Handschuhe, um deine Haut zu schützen.
Reparatur: Trage eine Schicht Epoxidharz auf die beschädigte Stelle des Kajaks auf. Lege dann vorsichtig eine Lage Glasfasergewebe auf das Harz. Drücke das Gewebe mit einem Pinsel oder Spachtel vorsichtig an, um sicherzustellen, dass es vollständig mit dem Harz getränkt ist.
Schicht für Schicht: Trage weitere Schichten Epoxidharz und Glasfasergewebe auf, bis die beschädigte Stelle vollständig abgedeckt ist. Achte darauf, dass du zwischen den Schichten ausreichend Zeit zum Aushärten des Harzes einplanst (folge den Anweisungen des Herstellers).
Glätten: Sobald das Harz vollständig ausgehärtet ist, kannst du die reparierte Stelle mit Schleifpapier glätten. Beginne mit einer groben Körnung und arbeite dich zu einer feineren Körnung vor, um eine glatte Oberfläche zu erhalten.
Das ist eine grundlegende Anleitung zur Reparatur eines kleinen Lecks in einem Kajak aus Polyester. Beachte jedoch, dass die genauen Schritte und Materialien je nach Kajakmodell und der Schwere der Beschädigung variieren können. Es könnte auch sinnvoll sein, zusätzliche Informationen oder Anleitungen von Herstellern oder erfahrenen Kajakreparatur-Spezialisten einzuholen.“
Slutshaming oder: Sex and Drugs and Rock and Roll
Sex and Drugs and Rock and Roll – das geht ja nun mal gar nicht.
Land der Frauen
Ich halte diese so genannte „Trans“-Bewegung ohnehin für den Volkssturm des Patriarchats, also für einen Haufen reaktionärer kleinbürgerlicher Lifestyler – absolut irrelevant.
Paddeln durch das Paradies: Eine idyllische Tour um die Zitadelle Spandau
Ich habe ChatPGT den Befehl gegeben: „Schreibe eine Reportage über eine Paddeltour rund um die Zitadelle Spandau bei sehr gutem Wetter“. Alle Fotos sind ebenso künstlich intelligent.

Citadel Spandau Berlin by kayak, cloudless sunny weather, ultrarealistic, one male person in the kayak sitting, from behind, small streams and channels, walls of red bricks, environment green trees and bushes
Unter einem strahlend blauen Himmel und bei perfektem Wetter begab ich mich auf eine Paddeltour rund um die Zitadelle Spandau, eine historische Festung inmitten der pulsierenden Stadt Berlin. Mit meinem Kajak im Gepäck und voller Vorfreude auf ein Abenteuer voller Naturschönheiten und historischer Entdeckungen, machte ich mich auf den Weg.
Das geht ja mal gar nicht. Man sollte der KI beibringen, dass Adjektive unter dem Generalverdacht des Kitsches stehen und in gutem Deutsch nur spärlich eingesetzt werden sollen. „Strahlend blau“ und „Himmel“ passt zusammen wie dicker Arsch auf hässlichem Eimer. Kombiniert mit perfektem Wetter ist das ein weißer Albino-Schimmel. Pulsiert Berlin wirklich? Was kann eine Stadt sonst tun? Faul herumliegen? Außerdem, KI, hatte ich den/das/divers Kajak nicht im Gepäck – das wiegt 13 Kilo.
Schon beim Startpunkt an der Havel konnte ich die Vorfreude der anderen Paddler spüren. Alle waren in bester Stimmung und bereit, die malerische Umgebung zu erkunden. Die Havel, umgeben von üppigem Grün und blühenden Ufern, lud uns ein, ihre ruhigen Gewässer zu erkunden.
Falsch. Ich spüre grundsätzlich nie die Vorfreude anderer. Das will ich gar nicht. Ich bin Misantroph, wenn es drauf ankommt. Das hätte ich noch dazusagen müssen. Immerhin: Die KI vermeidet das Passiv und lässt den Fluss ganz anthropomorph handeln – mich einladen. Dieser Einladung hätte es aber nicht bedurft. (Kennt die KI den deutschen Genitiv?)
Mit jedem Paddelschlag fühlte ich mich mehr und mehr von der Natur umgeben. Entlang des Flusses zogen friedlich grasende Kühe meine Aufmerksamkeit auf sich und Vögel zwitscherten in den Bäumen. Das sanfte Plätschern des Wassers begleitete uns auf unserer Reise.
Vögel klingen gut, aber nicht ganz unerwartet, Kühe sind da jedoch nicht. Das hätte ich per Parameter ausschließen müssen. Das nächste Mal phantasiere ich noch einen Säbelzahntiger dazu, damit die Sache Fahrt aufnimmt.
Schon wieder Adjektive, die einem das Blut gerinnen lassen: Vorher wurden wir auf „ruhige Gewässer“ eingestimmt, nicht etwas auf reißende Wildbäche, und jetzt – Überraschung! – plätschert das Wasser sanft. Im Hintergrund röhrt vermutlich ein Hirsch, und Heidi jodelt die mongolische Nationalhymne.
Als ich mich der Zitadelle Spandau näherte, wurde mir die historische Bedeutung dieses beeindruckenden Bauwerks bewusst. Die Festung, die im 16. Jahrhundert errichtet wurde, diente einst als Verteidigungsanlage und hat im Laufe der Jahrhunderte viele historische Ereignisse miterlebt. Heute beherbergt sie ein Museum und zieht Besucher aus aller Welt an.
Als ich mich diesem Abschnitt schreibend näherte… nein, so macht man das nicht. Als ich mich in dem Raum befand, wies das Auto vier Räder auf? Besser: Die Zinnen der Festung, die sich die herrschende Klasse bauen ließ, leuchteten blutrot. Vor dem geistigen Auge des Paddlers poltert der Kopf Tschechs vom Schaffot direkt in die Havel, während man traurig murmelt: „Man hätte in dieser ganzen Art und Weise an einen südlichen Banditen (eher an einen Wahnsinnigen!) denken können.“
Ich beschloss, mein Kajak an einer ruhigen Stelle anzulegen und die Zitadelle zu Fuß zu erkunden. Die majestätischen Mauern und Türme strahlten eine beeindruckende Ruhe aus. Die gepflegten Grünflächen rund um die Festung luden zum Entspannen ein, und ich genoss den Ausblick auf die umliegende Landschaft.
In Badehose? Nein. Gepflegt sind die Flächen und das Flächenbegleitgrün nicht, sondern schön urwaldmäßig. Die umliegende Landschaft kann man nicht sehen, und das ist auch gut so, weil Autoverkehr langweilig ist und viele Häuser, weil Industrie, hässlich. Nur Lamborghini ist backstage originell.
Nachdem ich die Zitadelle ausgiebig erkundet hatte, setzte ich meine Paddeltour fort. Ich folgte dem Verlauf der Havel, während sich die Landschaft allmählich veränderte. Sanfte Hügel tauchten am Horizont auf und verliehen der Umgebung eine malerische Atmosphäre.
Schon klar, dass ich dem Verlauf der Havel folgte und nicht etwa auf Schienen weiterwanderte, das Kanu im Gepäck! Überrasche mich, KI, sonst wird das nix!
Immer wieder passierte ich kleine Inseln, auf denen sich Vögel und andere Tiere tummelten. Die Stille der Natur wurde nur durch das gelegentliche Geräusch vorbeifahrender Boote unterbrochen. Die unberührte Schönheit der Umgebung ließ mich den Stress des Alltags vergessen.
Rharbarber, rhabarber. Ein bisschen neugierig bin ich aber auf die anderen Tiere, die sich tummelten. Mücken? Läuse? Wasserratten?
Während meiner Paddeltour hatte ich die Gelegenheit, mit anderen Wassersportlern ins Gespräch zu kommen. Viele von ihnen waren leidenschaftliche Naturliebhaber und hatten bereits zahlreiche Abenteuer auf dem Wasser erlebt. Ihre Geschichten inspirierten mich und verstärkten mein Verlangen nach weiteren Erkundungen.
„Das Verlangen verstärken“ passiert mir nur bei attraktiven Frauen. Mir kommen da zwei Schönheiten am Bootshaus in den Sinn, von denen eine zu jung und die andere zu verheiratet war. Hätten sie mir zugelächelt, wäre mein Verlangen sicher verstärkt worden. Vermutlich hat die KI mein Alter ergoogelt und irrig angenommen, ich würde statt Sex auf nicht-orgiastische Erkundungen ausweichen. Falsch!
Die Tour führte mich schließlich zurück zum Ausgangspunkt. Mein Kajak gleitete sanft in das ruhige Wasser der Havel, während die Sonne langsam am Horizont unterging. Es war ein perfekter Abschluss für einen Tag voller
Hier fehlt der Schluss, KI! Oder soll ich das selbst ergänzen, damit mein Gehirn nicht dahinsiecht? Ein Tag voller Plattitüden?
Kronprinz, König und ein geheimer Hinterausgang
Während die Zeitläufte so vor sich hin zeitläuften und auch allerlei hergaben, was zu berichten wäre, entschloss ich mich hindessen, der Leibesertüchtigung zu frönen und die Schlagzahl zu erhöhen dergestalt, dass ich heute vier Stunden Paddeln war, was die neue Hüfte ohne zu Zucken und zu Mucken hinnahm, ja mir sogar das Gefühl gab, ich käme schneller in das und aus dem Boot als vor zwei Jahren, als ich bei der Spandauer Schleuse, das Kajak (m,w,d?) an einem Tau hinter mir herzerrend mitsamt des Trolleys, der Schleusenwärter laut aus seinem Häuschen rief, die Stimme vor Mitleid triefend oder auch vor Hohn, ob ich Hilfe benötige?, was ich zähneknirschend und dennoch lauthals ablehnte, obwohl ich damals schon hinkte, wenn ich mich anstrengte.
Heute meisterte ich die Schleuse mit Bravour und auf die Schnelle, paddelte aber nur um die Zitadelle Spandau herum, was ich hier schon im Oktober 2018 zum ersten Mal fotografisch dokumentierte. Ich entdeckte sogar ein geheimes Türchen, was ich noch nicht kannte und was vermutlich außer mir noch niemand gesehen hatte.
Das vorletzte Foto entstand in Höhe des Ravelins Schweinekopf, warum auch immer der/das/divers seit 1650 so heißt.
Jetzt habe ich zwei Wochen Frühschichten, das heißt: Meine drei Weckgeräte lärmen unerbittlich ab 4.20 Uhr. Ich muss also ins Bett…
Unter Siebenern
Was mir auffiel, als ich spät, aber nicht zu spät die Paddelsaison eröffnete und was das zweite Foto beweist: Auf den Booten der wohlhabenden Berliner Mittelklasse sitzt immer eine attraktive Frau und sonnt sich, der Mann steuert (nicht etwa umgekehrt). Der arme paddelnde Proletarier kann nur die eigenen Zehen bewundern.
Oder sich amüsieren, wenn Azubis Anfänger im Rudern zu fünft durch die engen Kanäle von Klein-Venedig müssen und mit ihren Paddeln an jeder Seite überall hängen- und steckenbleiben dergestalt, dass sie, ihrer eigenen Unfähigkeit eingedenk, mir dann höflich den Vortritt lassen anbieten, an ihnen vorbeizuziehen.
Frage an das bootsaffine Publikum: Da ist ein Ruderboot mit sieben Leuten. Ist das nicht verboten? Ich dachte, es gäbe Achter mit Steuermann, aber Siebener? Ist einer verloren gegangen oder wurde aus Kostengründen eingespart?
Kurz nach Mittag wurde es dann voll und voller und ich paddelte zurück ins Bootshaus, wo seit Neuestem Leckereien aufgetischt werden.
Am 14.08.2022 war ich das letzte Mal aus dem Wasser und das erste Mal seit der Hüft-Op. Das sollte wieder öfter geschehen, aber ich arbeite jetzt in Vollzeit und habe nur die Wochenenden frei. Dank der Klimaerwärmung ist es leider bekanntlich kälter.
במטבח
Die Heidelbeermarmelade blubbert wie in einer Hexenküche.
First Witch When shall we three meet again
In thunder, lightning, or in rain?
Second Witch When the hurlyburly’s done,
When the battle’s lost and won.
Third Witch That will be ere the set of sun.
First Witch Where the place?
Second Witch Upon the heath.
Third Witch There to meet with Macbeth.
First Witch I come, graymalkin!
Second Witch Paddock calls.
Third Witch Anon!
ALL Fair is foul, and foul is fair:
Hover through the fog and filthy air.
Pfirsichtorte mit Sahne (rechts), Heidelbeermarmelade, und hinten wartet Kasseler mit Schalotten und Tomaten im Römertopf. Und die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld. (Hebräisch muss ich heute auch noch lernen: במטבח heißt „in der Küche“. Bitte von rechts nach links lesen.)
Unter unregelmäßigen Flowerwatchern
Zugverkehr unregelmäßig. Immerhin bis zum Bahnhof geschafft…Danke, deutsche Bahn!
Trattoria Toscana: Ich aß Tagliolini con Filetto d’Agnello e Verdurine und danach Banana-Split.
Ich liebe den Blick vor dem Frühstück auf meine Blümlein (die Sansiverie habe ich versehentlich zu viel gegossen, sorry). Fast wie eine Lodge im Urwald, nur eine anderen Geräuschkulisse (aber die erzeugt notfalls Alexa).
Was jetzt? Nur noch morgen arbeiten, dann eine Woche Urlaub bis nach Pfingsten. Aber das Programm ist schon wieder übervoll… Jetzt alles für die neuen Armaturen im Bad vorbereiten, den Krieg gegen die Ameisen, die vom Balkon aus zu oft hier hereinwandern, intensivieren, Hebräisch lernen, mehr als 14 Liegestütze am Stück schaffen und eine halbe Stunde gynastikisieren usw….
Tel-O-Fun
Ha! Guckst du hier!
Erbsensuppe an [bitte selbst ausfüllen]
Welche Lektüre passt am besten zur selbstgemachten Erbsensuppe?









































































