Let’s roll“
Vielleicht sollte man nur noch Flugzeuge besteigen, in denen keine Araber genügend Israelis an Bord sind.
Journalist Tamir Morag wrote after reports that one of the pilots on the plane from Dubai tried to take his own life together with the aircraft, and that Israelis on board managed to neutralize him: “We all agree that if the passengers had not been Israelis, who charged at the suicidal pilot and neutralized him thanks to the Israeli character, this would probably have ended in a mass disaster, yes?”
Krumme Lanke
U-Bahnhof Krumme Lanke, Berlin-Zehlendorf. Ich musste heute noch einmal ins Krankenhaus, um mir die Fäden ziehen zu lassen.
Oriental Market Woman
Man sollte die Fantasy-Dame mit dem Mauszeiger drehen, bewegen und zoomen können.
Das ist noch ein einfaches Modell, ich drösele gerade an komplizierteren Objekten herum.
Arm an Erfahrung
Ich darf die der marxistischen Theorie nicht abholden Leserschaft auf den Aufsatz „Erfahrungsarmut. Kapitalistische Vergesellschaftung und der Verlust geschichtlicher Erfahrung“ von Kevin-Rick Doß und Heinz Gess (2026) aufmerksam machen.
Wer ungern lange und verschwurbelte Texte liest – hier eine von mir modifizierte Kurzfassung der KI.
Warum können Menschen Kriege, Krisen, Ausbeutung und gesellschaftliche Umbrüche erleben, ohne daraus eine dauerhafte geschichtliche Erfahrung und ein Verständnis ihrer gesellschaftlichen Ursachen zu entwickeln?
Die zentrale These
Mit „Erfahrungsarmut“ ist ausdrücklich nicht gemeint, dass Menschen zu wenig erleben. Im Gegenteil: Moderne Gesellschaften produzieren eine enorme Menge von Ereignissen, Informationen und Erlebnissen. Das Problem besteht darin, dass diese Erlebnisse nicht mehr zu einem Zusammenhang verarbeitet werden. Geschichte zerfällt in einzelne Ereignisse; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verlieren ihre Verbindung. Die Autoren formulieren es sinngemäß so: Menschen verlieren nicht ihre Erinnerungen, sondern zunehmend die Fähigkeit, Erinnerungen als Geschichte zu verstehen.
Entscheidend ist für Doß und Gess, dass dies kein individuelles psychologisches Defizit, sondern gesellschaftlich erzeugt ist. Ihre Argumentation führt von Engels und Marx über Lukács, Horkheimer, Adorno und Hans Kilian zu Musil und Benjamin.
Kapitalismus und Vereinzelung
Der Ausgangspunkt von Marx und Engels war die Einsicht, dass
die kapitalistische Produktionsweise nicht nur die materiellen Lebensbedingungen der Menschen formt, sondern zugleich ihre Wahrnehmung der gesellschaftlichen Wirklichkeit.
Beispiel: Die Menschen leben in der Großstadt räumlich eng zusammen, begegnen sich gesellschaftlich jedoch vor allem als Konkurrenten, Käufer, Verkäufer oder Arbeitskräfte. Dadurch werden eigentlich gesellschaftlich verursachte Probleme individualisiert: Armut erscheint als persönliches Scheitern und nicht als Ergebnis bestimmter gesellschaftlicher Verhältnisse. Das Leiden anderer wird deshalb immer weniger als Ausdruck einer gemeinsamen Situation erfahren.
Die von Menschen selbst geschaffenen gesellschaftlichen Verhältnisse verselbständigen sich laut Marx und treten ihnen anschließend wie eine fremde Macht gegenüber. Was Menschen selbst produzieren, erscheint ihnen als unveränderliche objektive Realität – gewissermaßen als „zweite Natur“. Arbeitslosigkeit, Konkurrenz oder Krisen werden erlebt, der von Menschen geschaffene gesellschaftliche Zusammenhang dahinter verschwindet jedoch aus dem Blick.
Hier knüpft die Kritische Theorie an. Horkheimer und Adorno interessieren sich besonders dafür, warum objektive gesellschaftliche Krisen nicht automatisch zu gesellschaftlicher Erkenntnis führen. Die Erfahrungen der Weltwirtschaftskrise und des Faschismus hatten gezeigt, dass die marxistische Erwartung eines relativ unmittelbaren Übergangs von gesellschaftlicher Lage zu entsprechendem Bewusstsein nicht aufging. Herrschaft müsse daher nicht nur ökonomisch, sondern auch sozialpsychologisch untersucht werden.
Enteignung des Bewusstseins
Mit Hans Kilian führen die Autoren den Begriff der „Enteignung des Bewusstseins“ ein. Menschen müssen die gesellschaftliche Realität einerseits rational genug erkennen, um sich darin behaupten zu können. Andererseits müssen sie Erkenntnisse über deren Irrationalität verdrängen, weil sie sich genau diesen Verhältnissen zur Selbsterhaltung täglich anpassen müssen.
Nichtwissen oder falsches Bewusstsein ist nicht einfach mangelnde Intelligenz oder Bildung. Die gesellschaftliche Anpassung selbst kann verhindern, dass Menschen das Ganze erkennen. Herrschaft reproduziert sich deshalb nicht nur durch Eigentumsverhältnisse oder staatliche Gewalt, sondern auch über die Formen des Wahrnehmens, Erinnerns und Urteilens.
Erleben ist noch keine Erfahrung
Besonders anschaulich wird die These anhand des Ersten Weltkriegs. Robert Musil stellte nach dem Krieg fest, dass eine Generation etwas ungeheuer Einschneidendes erlebt hatte und dennoch kaum fähig war, daraus eine begrifflich vermittelte Erfahrung zu gewinnen. Das Problem war für ihn nicht der Mangel an Ereignissen, sondern der Mangel an Begriffen, mit denen das Geschehene gesellschaftlich verstanden werden konnte.
Walter Benjamin radikalisierte diesen Gedanken mit seinem Begriff der „Erfahrungsarmut“. Die Menschen seien aus dem Weltkrieg nicht reicher, sondern ärmer an mitteilbarer Erfahrung zurückgekehrt. Moderne Katastrophen produzieren demnach keineswegs automatisch Erkenntnis. Sie können sogar das Gegenteil bewirken: Das Erlebte bleibt fragmentiert, wird verdrängt oder erscheint als isoliertes Ereignis, nach dem möglichst schnell wieder „Normalität“ hergestellt werden soll.
Damit entsteht eine Art gesellschaftliche Amnesie: Krise folgt auf Krise, Ereignis auf Ereignis. Jedes wird für sich behandelt, während die historischen und gesellschaftlichen Verbindungen verschwinden.
Kritik an der Gegenwart
Die Autoren übertragen diese Diagnose auf den gegenwärtigen digitalen Kapitalismus. Die Gesellschaft verfügt über eine historisch beispiellose Menge an Informationen, Nachrichten und Bildern. Gerade diese permanente Verfügbarkeit bedeutet aber nicht automatisch mehr Erfahrung. Ein Ereignis verdrängt das nächste, bevor es begriffen und in einen geschichtlichen Zusammenhang eingeordnet worden ist. „Aktualität“ tritt an die Stelle von Erfahrung.
Dazu passt der von ihnen aufgegriffene Gedanke Roger Willemsens: Die Gegenwart könne gleichzeitig voller Wissen und arm an Erfahrung sein. Wissen allein schützt deshalb nach Auffassung der Autoren auch nicht vor gesellschaftlicher Blindheit. Entscheidend sei, ob Menschen das Gewusste geschichtlich und gesellschaftlich einordnen können.
Was dagegen hilft
Hier sehen Doß und Gess die Aufgabe kritischer Bildung und Kritischer Theorie. Bildung dürfe nicht bloß Faktenwissen, Qualifikation oder Kompetenzvermittlung bedeuten. Sie müsse Menschen ermöglichen, ihre individuellen Erfahrungen mit gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen zu vermitteln.
Das bedeutet insbesondere, scheinbar selbstverständliche Verhältnisse wieder als historisch entstanden sichtbar zu machen. Was historisch von Menschen hervorgebracht wurde, ist nicht naturgegeben und prinzipiell auch veränderbar. Erinnerung ist deshalb für die Autoren keine nostalgische Beschäftigung mit der Vergangenheit, sondern eine Form der Gesellschaftskritik.
Resümee
Der Aufsatz behauptet, dass der Kapitalismus nicht nur bestimmte wirtschaftliche und soziale Verhältnisse produziert, sondern zugleich eine Form des Bewusstseins, in der Menschen diese Verhältnisse zunehmend als einzelne, scheinbar natürliche Ereignisse erleben, statt sie als Teile eines von Menschen gemachten geschichtlichen Zusammenhangs zu begreifen. „Erfahrungsarmut“ bedeutet also: viel erleben und viel wissen – aber immer weniger daraus Geschichte machen können.
Blender – einfach ignorieren und aus der Nähe schön

Die Arbeitsoberfläche von Tripo3D.ai – links oben lädt man neue Fotos/Bilder.
Das Publikum bemerkte zutreffend, das Thema Blender und Mesh interessiere mindestens 99,99 Prozent der hiesigen Rezipienten. Da will ich mich nicht lumpen lassen.
ChatGPT hat mir meine jahrelange Scheu genommen, mich mit den Eingeweiden dem fucking manual von Blender zu beschäftigen.
Kann es sein, dass die zahlreichen Features von Blender vor allem dann wichtig sind, wenn man Objekte und Texturen selbst macht, dass man aber nur wenige braucht, wenn man fertige Mesh-Objekte von Tripo3d.ai importiert?
„Ja. Für deinen konkreten Arbeitsablauf mit Tripo3D → Blender → Second Life brauchst du wahrscheinlich nur einen kleinen Bruchteil von Blender.
Blender ist so umfangreich, weil es die komplette Herstellung eines 3D-Objekts abdecken kann: Modellieren, Sculpting, UV-Unwrapping, Texturieren, Rigging, Animation, Beleuchtung, Rendering, Simulationen usw. Wenn Tripo3D dir aber bereits Geometrie + UV-Mapping + Texturen liefert, sind viele dieser Bereiche für dich praktisch überflüssig. Blender kann FBX-Dateien mitsamt Geometrie, Materialien und weiteren Informationen importieren.
Für deinen bisherigen Second-Life-Workflow würde ich Blender im Wesentlichen auf diese Funktionen reduzieren:
►Importieren – FBX/GLB von Tripo3D öffnen.
► Objekt auswählen und kontrollieren – insbesondere Anzahl der Faces/Vertices und ob das Modell aus mehreren Mesh-Teilen besteht.
► Transformieren – G Verschieben, R Drehen, S Skalieren sowie gegebenenfalls Ctrl+A → Scale.
► Duplizieren – Shift+D, um High, Medium, Low und Lowest anzulegen.
► Decimate Modifier – wahrscheinlich die für dich wichtigste Blender-Funktion. Damit reduzierst du die Polygonzahl für die LOD-Stufen. Blender beschreibt Decimate ausdrücklich als Werkzeug zur Reduzierung von Vertices/Faces bei möglichst geringer Veränderung der Form.
► Mesh gegebenenfalls zusammenfügen oder trennen – Ctrl+J, Selection, Edit Mode usw. Das wird wichtig bei deinen Problemen mit Speeren, Knochen oder Figuren aus zahlreichen einzelnen Mesh-Komponenten.
► Material/Texturen kontrollieren – normalerweise nur prüfen, ob Base Color und gegebenenfalls Normal Map korrekt zugeordnet sind. Die eigentliche ORM-Textur kannst du außerhalb Blenders erzeugen. [Das macht ChatGPT – allerdings muss man manchmal nachhaken, weil das Ergebnis nicht immer korrekt bzw. brauchbar ist.]
► Exportieren – für Second Life insbesondere Collada/DAE und die vier LOD-Versionen.
Den größten Teil von Blender kannst du daher ignorieren. Du musst für diesen Zweck weder selbst modellieren noch sculpten, UV-Maps erstellen, Bones/Rigs bauen, animieren, rendern, Geometry Nodes lernen oder Partikel-, Flüssigkeits- und Physiksimulationen beherrschen.
Das erklärt auch, warum Blender zunächst viel komplizierter wirkt, als es für deinen Zweck tatsächlich ist. Dein Blender ist im Grunde eine Zwischenstation zur technischen Aufbereitung der von Tripo3D erzeugten Meshes für Second Life.
Für deinen Workflow reichen vielleicht 10–15 Blender-Funktionen, die man wirklich beherrschen muss.“

Die Arbeitsoberfläche von Blender nach dem Hochladen der FBX-Datei, die von Tripo3D.ai erzeugt wurde.
Ich habe nicht vor, mich auf Secondlife zu beschränken. Aber dort ist es natürlich am einfachsten, die Objekte sofort anzusehen.
Falls es jemand ausprobieren will:
►Ein Foto des gewünschten Objekts erzeugen mit der KI der Wahl – für meinen Zweck reicht ChatGPT (Bezahlversion).
► Das Foto zu Tripo3D.ai hochladen und ein Mesh-Objekt erzeugen lassen. Für Secondlife herunterladen als FBX-Datei; zum Einbinden in ein WordPress-Blog als glTF 2.0 (.glb, .gltf)-Datei. Tripo3D.ai erzeugt automatisch eine Zip-Datei, die man auf dem eigenen Rechner entpacken muss.
► Importieren (nicht „öffnen“!) der FBX-Datei in Blender.
► Reduzieren („dezimieren“) der Anzahl der Polygone zum Weiterverarbeiten.
– Ich mache meistens einen Screenshot und frage ChatGPT nach einem Vorschlag für die Werte. Mittlerweile weiß ich aber bei bestimmten Objekten, zum Beispiel Figuren für Secondlife, auswendig: Rund 90.000 Polygone sind ein guter Start.
– Problem: Firestorm – die Software, die man benutzt, um Objekt nach Secondlife hochzuladen -, verlangt vier verschiedene Versionen: high, medium, low und lowest (was die Zahl der Polygone meint). Die kann man schon mit Blender erzeugen, was eine erbärmliche Fummelei ist und bei mir erst nach dem zigsten Mal funktionierte. Irgendwann riet mir sogar ChatGPT davon ab, weil Firestorm damit nichts anfangen konnte, obwohl es theoretisch hätte funktionieren müssen.
– Blender muss die fertige („dezimierte“) Version des Objekts als Collada-Datei exportieren (Dateiendung .dae).
► Firestorm lädt diese Datei nach Secondlife hoch (build, upload, mesh object).
– Dann erst kommt der knifflige Teil. Man kann nach dem Upload der high-Version die anderen drei von Firestorm reduzieren lassen. Für die variablen Zahlenwerte fragt man besser auch die KI – nicht jedes Vehältnis zwischen den jeweiligen Versionen wird akzeptiert.
Für die eineinhalb Leser, die es bis hier geschafft haben:
► High – höchste Detailstufe, wenn du nahe am Objekt bist.
► Medium – etwas weiter entfernt; weniger Polygone.
► Low – größere Entfernung; deutlich weniger Polygone.
► Lowest – sehr weit entfernt; nur noch eine stark vereinfachte Form.
Der Zweck ist: Aus der Nähe schön aussehen, aus der Entfernung Rechenleistung sparen.
Dann noch die Texturen. Die ORM-Textur (aus den Dateien metallic und roughness, die Tripo3D.ai mitliefert) macht die KI, basecolor und normal kann man einfach hochladen und sie in ein neu erzeugtes „Material“ dröseln (das man dann aus dem Inventar über die Figur zieht).
Das funktioniert leider nicht bei Objekten, die zu viele „herausragende“ Einzelteile haben – zum Beispiel bei Männern, die Speere tragen. Wann das Objekt beim hochladen zerrissen wird bzw. nicht komplett rendert, weiß man nie vorher.
Auf meiner To-Do-Liste steht jetzt zu kapieren, wie man mehrere Mesh-Objekte separat erzeugt und sie dann zusammensetzt.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Zwei von mir erzeugte „Wüstenkrieger“ als Dekoration auf meiner Sim in Secondlife.
Au clair de la lune
Ankunft am Arbeitsplatz, 05:10 Uhr, bei Mondschein.
Scoville und Carolina Reaper
Ich habe ein neues Wort gelernt: Die Scoville-Skala „ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze. Der Schärfegrad wird in Scoville-Einheiten (SCU für Scoville Units, auch: SHU für Scoville Heat Units) gemessen.“
Mein südindischer Untermieter und ich haben das gemeinsame Hobby Kochen und können darüber lange fachsimpeln. Ich hatte, weil ich scharfe Paprika brauchte, im Supermarkt meines Vertrauens neugierig Carolina Reaper gekauft, ohne genau zu wissen, was das ist. Ich wunderte mich schon, dass der Auflauf für zwei Tage, in den ich eine der Schoten hineingedröselt hatte, so schmeckte, als hätte ihn Asterix persönlich zubereitet.
Mein Untermieter beichtete mir heute, er habe nach dem Verzehr einer Schote geweint. Darüber musste ich heftig lachen, weil die südindische Küche, die er gewohnt ist, auch gerade nicht so schmeckt wie ungewürztes Tofu.
Die Carolina Reaper ist eine Zuchtform der Paprika-Art Capsicum chinense. Im November 2013 erhielt diese Sorte den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als schärfste Chili-Sorte der Welt und verdrängte damit den zuvorigen Spitzenreiter Trinidad Moruga Scorpion vom ersten Platz. Der gemessene Spitzenwert der Carolina Reaper lag bei über 2,4 Millionen Scoville, der errechnete Durchschnittswert lag bei 1,6 Millionen Scoville.
Ich habe wieder einige 12-Stunden-Schichten vor mir und muss heute noch Birnenkompott machen, weil ein Arbeitskollege mir ein paar Kilo Birnen aus seinem Garten mitgegeben hat, die er nicht loswurde. Dann Bouletten aka Frikadellen und Kartoffelsalat zum Mitnehmen zur Arbeit. Und Chili con Carne mit einem winzigen Bisschen Carolina Reaper für heute Abend. Zwischendurch fummele ich wieder an Blender…
Model
Man sollte die Dame mit dem Mauszeiger drehen, bewegen und zoomen können.
Auch wenn vielleicht ein Promille des Publikums nur einen grauen Streifen sieht: Ich muss noch ein bisschen herumspielen und Erfahrungen sammeln, damit ich mich an die komplizierten Dinge in Blender heranwage.
Nudity and Risque
Heute auf der Arbeit mit einem Firmenrechner. Wisst ihr Bescheid.
Zimmes
Am Montag, dem letzen Tag von Jom Kippur, habe ich einen jüdischen Freund mit Zimmes bekocht (Möhren, Rosinen, Zimt und Honig). Wir haben dazu urdeutsche Kartoffeln gegessen, was nicht üblich ist.
Unter Geweihträgern
Museum für Naturkunde, Berlin, Geweihsaal.
Democrazia Cristiana finito
Die Bettler betteln, die Diebe stehlen, die Huren huren, die Wähler wählen. Ein Blogger bloggt. Oder so ähnlich. Zu den jüngsten Wahlen haben alle schon alles gesagt, auch Bertolt Brecht in der Dreigroschenoper:
„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“

Das Ergebnis in Berlin war vorherzusehen. Da ein großer Teil der Wähler in Berlin Nachfahren von Einwanderern sind, konnte man irgendwann einen Bürgermeister erwarten, der Hakim al Bülbül heißt. Jetzt heißt die Bürgermeisterin eben Elif Eralp.
Interessant ist, dass die Wähler mehrheitlich „rechts“ gewählt haben, aber überall das gleiche Ergebnis herauskommt: Irgendeine Koalition aus CDUSPDGrüneLinke, also Parteien, die sich nur noch marginal und in Petitessen unterscheiden. Und das Motto danach: Wir machen weiter wie bisher, weil wir nicht anders können.
Die Linke wird natürlich kläglich scheitern, weil jetzt erst recht keine Wohnungen in Berlin gebaut werden.
Wann waren PDS oder Die Linke am Verkauf kommunaler Wohnungen beteiligt?
Belegte Beispiele sind Berlin 2004, Dresden 2006 und Schwerin 2015. Die Beteiligung reichte von der Zustimmung als Regierungspartei über Stimmen einzelner Fraktionsmitglieder bis zur politischen Unterstützung eines Verkaufs.
Berlin: GSW-Verkauf 2004
Am 17. Juni 2004 stimmte das Abgeordnetenhaus dem Verkauf der landeseigenen GSW mit rund 65.000 Wohnungen an ein von Cerberus geführtes Konsortium zu. Der Kaufpreis betrug 405 Millionen Euro; hinzu kam die Übernahme von rund 1,7 Milliarden Euro Schulden. Die PDS war Koalitionspartnerin der SPD und stimmte dem Verkauf zu. Auch CDU und FDP votierten dafür, die Grünen dagegen.
Quelle: Berliner Zeitung, 18. Juni 2004
Dresden: WOBA-Verkauf 2006
Am 9. März 2006 beschloss der Stadtrat den Verkauf der gesamten kommunalen WOBA mit etwa 48.000 Wohnungen an Fortress. Neun von 17 Mitgliedern der Linkspartei.PDS-Fraktion stimmten dafür. Insgesamt fiel die Entscheidung mit 40 Ja- gegen 29 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung. Die Fraktion war gespalten; ihre zustimmenden Mitglieder waren für die Mehrheit entscheidend.
Quellen: Zeitgenössischer Bericht mit Abstimmungszahlen und Wohnungsmarktbericht der Stadt Dresden
Schwerin: WGS-Wohnungsverkauf 2015
2015 verkaufte die kommunale WGS über 1.000 Wohnungen an Intown. Die örtliche Linksfraktion unterstützte den Verkauf. Laut einem späteren Bericht von Schwerin-Lokal lehnte sie einen SPD-Antrag ab, die Stadtvertretung darüber abstimmen zu lassen. Als Begründung führte sie die wirtschaftliche Rettung der WGS an. Belegt ist hier politische Unterstützung, keine entsprechende Ja-Abstimmung über den Verkauf im Stadtparlament.
Quelle: Schwerin-Lokal, 23. April 2019
In Berlin waren die Wohnungen formal landeseigen, da Berlin ein Stadtstaat ist. Die Fälle von 2004 und 2006 betreffen die PDS beziehungsweise Linkspartei.PDS, die Vorgängerpartei der 2007 entstandenen Partei Die Linke. Diese Beispiele sind keine vollständige Liste aller kommunalen Einzelverkäufe.
Der damalige PDS-Wirtschaftssenator Harald Wolf bewertete die Zustimmung zum Berliner GSW-Verkauf später als „folgenschweren Fehler“.
Quelle: Harald Wolf, Rot-Rot in Berlin

Spannend ist die Frage, ob die Christdemokraten das Schicksal ihrer italienischen Schwesterpartei Democrazia Cristiana erleiden werden. (Bonus: Eine Democrazia-Cristiana-Regierung unter Fanfani beschloss 1962 mit den Stimmen der PSI eine Verstaatlichung der italienischen Elektrizitätswerke.)
Meine Antwort ist: ja. Man sieht, dass überall eine Art Zwei-Parteien-System heranreift: Alle gegen die AfD, und den Wählern ist es egal, ob sie als deren Gegner die SPD – wie in Mecklenburg-Vorpommern – oder etwas anderes wählen. In Deutschland geschieht alles später als in den anderen großen europäischen Ländern. Die „bürgerliche“ Rechte – also die klassische Nachkriegskoalition von Groß- und Kleinbürgertum – hat sich überall als monolithischer Block aufgelöst, auch in Frankreich, wo sie noch vor einem Vierteljahrhundert stark war.
Neu ist das nicht, zumal es schon in der Weimarer Republik unterschiedliche Fraktionen des Kapitals gab, die sich nicht einig darüber waren, wo die politische Landschaftspflege der finanziellen Form am sinnvollsten wäre.
Man wird also weiter wie gehabt verfahren, solange bis die AfD irgendwann die absolute Mehrheit kriegt.

Der Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen schreibt ganz richtig: „Wer findet den Unterschied? Die Groß- und Urgroßeltern der biodeutschen Linken-Wähler skandierten »Kauft nicht bei Juden«, »Juden ab nach Palästina« und »Der Jude bringt das deutsche Volk um«. Ihre Nachfahren skandieren heute, nur wenig direkter, »Kauft keine israelischen Produkte« »Juden raus aus Israel« und »Schluss mit dem Genozid Israels in Palästina«.“
Ich warte auf einen Lokalpolitiker der so genannten Linken, der Remmo heißt.
Alligator, ick seh dir trapsen
Man sollte das Tierchen mit dem Mauszeiger drehen, bewegen und zoomen können.
Ich lege gleich mal nach: Mein erster Alligator!
Targi.glb
Man sollte die Figur mit dem Mauszeiger drehen, bewegen und zoomen können.
Welche Anwendungsmöglichkeiten für 3d modelle, die tripo3d.ai herstellen kann, gibt es noch außer Secondlife? Gib Beispiele!
Die Modelle, die du mit Tripo AI erzeugst, sind keineswegs auf Second Life beschränkt. Tripo unterstützt GLB, FBX, OBJ, USD, STL und 3MF und deckt damit Spiele, Animation, Web-3D, VR/AR und 3D-Druck ab.
Für die Art von Modellen, die du zuletzt erstellt hast – Tiere, Figuren, Felsen, Gebäude, Inka-/Dschungelobjekte – sehe ich insbesondere diese Anwendungen:
►3D-Druck
Dein Tiermodell könnte beispielsweise als 10–20 cm große Figur tatsächlich gedruckt werden. Dafür würdest du aus Tripo STL oder 3MF exportieren und das Modell anschließend mit einem Slicer für einen FDM- oder Resin-Drucker vorbereiten. Tripo bietet inzwischen sogar Funktionen, große Modelle automatisch in druckbare Einzelteile aufzuteilen.
Beispiel: Aus deinem Inka-Krieger wird eine kleine Statue; aus einer Ruine ein Diorama.
►Eigene Computerspiele
Tripo nennt ausdrücklich Unity, Unreal Engine, Godot, Cocos und Roblox als Ziele. Dafür sind vor allem FBX und GLB geeignet. Die Smart-Mesh-Funktion kann Modelle mit relativ niedrigen Polygonzahlen für Echtzeitdarstellung erzeugen.
– Du könntest beispielsweise eine kleine begehbare Kuelap-/Peru-Dschungelwelt bauen: Ruinen, Brücke, Tiere, Inka-Figuren und Vegetation als einzelne 3D-Assets.
►VR-Welten
Im Prinzip ähnlich wie Second Life, aber als eigene Anwendung für etwa Meta Quest oder PC-VR. Tripo bezeichnet Smart Mesh ausdrücklich als für VR/AR/XR optimiert.
– Interessant wäre beispielsweise eine virtuelle Rekonstruktion einer archäologischen Stätte, durch die man tatsächlich hindurchlaufen kann.
►Augmented Reality (AR)
Ein Modell kann in die reale Umgebung eingeblendet werden. GLB ist dafür besonders geeignet; für Apples AR-Systeme gibt es außerdem USDZ.
– Beispiel: Du richtest das Smartphone auf deinen Schreibtisch und darauf erscheint dein Tripo-Tier in 3D. Oder ein Besucher richtet sein Telefon auf eine Ausgrabungsstätte und sieht eine rekonstruierte Figur oder ein verschwundenes Gebäude.
►Filme und Animationen
Tripo kann Figuren automatisch mit einem Skelett versehen (Rigging), sodass sie anschließend animiert werden können. FBX unterstützt dabei Skelett- und Animationsdaten.
– Beispiel: Dein Tier läuft durch den Dschungel; ein Inka-Krieger bewegt sich durch eine Ruinenanlage. Das könntest du anschließend in Blender/Bforartists rendern und als Film ausgeben.
►Fotorealistische Bilder und Illustrationen
Dafür braucht das Modell überhaupt nicht besonders polygonarm zu sein. Du kannst ein hochauflösendes Tripo-Modell in Blender/Bforartists importieren, Beleuchtung, Kamera und Umgebung aufbauen und daraus Bilder rendern. Tripo bietet High-Detail-Modelle mit bis zu etwa 2 Millionen Polygonen gerade auch für Rendering und VFX an.
– Das wäre für deine historischen Artikel interessant: Ein einmal erzeugter Konquistador, Inka-Krieger oder ein bestimmtes Gebäude könnte aus beliebigen Kameraperspektiven gerendert werden.
►Virtuelle Rekonstruktion historischer Orte
Das finde ich für deine Projekte besonders interessant. Aus Fotos, Zeichnungen und Rekonstruktionsvorlagen könntest du einzelne Objekte erzeugen und in Blender zusammensetzen. Tripo unterstützt neben Einzelbildern auch 2–4 Ansichten desselben Objekts, was eine genauere Rekonstruktion ermöglicht.
– Beispiel: eine hypothetische Rekonstruktion der von dir recherchierten Brücke am Río Utcubamba, kombiniert mit Landschaft, Statue, Vegetation und Figuren.
►Interaktive 3D-Modelle auf deiner Website
GLB eignet sich sehr gut für Web-3D. Tripo nennt ausdrücklich Web-Viewer und WebGL-Anwendungen; die API-Dokumentation nennt beispielsweise Three.js, Babylon.js und model-viewer.
– Damit könntest du auf burks.de statt eines normalen Fotos ein Modell einbauen, das der Leser mit der Maus drehen, vergrößern und von allen Seiten betrachten kann.
►Produkt- und Objektvisualisierung
Aus Fotos kann ein dreidimensionales Produktmodell entstehen, etwa Möbel, Skulpturen, Geräte oder historische Gegenstände. Tripo führt E-Commerce-Produktvisualisierung ausdrücklich als Anwendungsgebiet auf.
Vorstufe für eigene professionelle 3D-Modelle
– Das ist wahrscheinlich eine der praktischsten Anwendungen: Tripo erledigt die schwierige Grundmodellierung, anschließend bearbeitest du das Ergebnis in Blender/Bforartists. Du kannst Teile trennen, Fehler korrigieren, Polygone reduzieren, Materialien verändern und eigene Texturen aufbringen. Tripo bietet dafür Retopologie, Segmentierung, Texturierung und Rigging als Teile seiner Pipeline an.
Für dich wären meines Erachtens drei Bereiche besonders interessant: Second Life kennst du bereits; als nächstes wäre 3D-Druck relativ leicht auszuprobieren. Noch interessanter wäre aber 3D im eigenen Blog. Du könntest beispielsweise dein gerade bearbeitetes Tier als GLB exportieren und direkt in eine WordPress-Seite einbauen, sodass der Leser es selbst drehen kann.
Und als größeres Projekt wäre eine begehbare virtuelle Peru-/Kuelap-Szene aus deinen eigenen historischen Recherchen denkbar. Dafür könntest du genau denselben Workflow verwenden, den du gerade gelernt hast:
Fotos/Zeichnungen → Tripo → FBX/GLB → Blender/Bforartists → Landschaft + Objekte → fertige interaktive 3D-Welt.
So. Das ist ja total abgefahren. Möchte das Publikum etwa in 3D auf meinem Blog herumlaufen? (Ich bin ein bisschen stolz, dass ich das hingekriegt habe.) Weitere Wünsche?
Unter unentschlossenen Problemlösenden
Ich bin natürlich heimlich weiter in die Geheimnisse von Blender eingedrungen. Wenn ich mich erst einmal in etwas festgebissen habe, dann höre ich vorerst nicht auf, obwohl das Publikum mit Recht etwas Vernünftigeres erwartet, etwa über das vorbildliche Kopflappenverbot in Österreich für Minderjährige, oder über den lobenswerten Vorschlag Broders, Wahlen an die
Ziehung der Lottozahlen zu knüpfen, oder über Trauerwachen?
Soll ich morgen überhaupt wählen gehen? Ich habe noch einen Verband um den Arm und kann schlecht duschen, das wäre eine gute Ausrede.
Heute also wieder stundenlang Blender und Verwandtes. Diese Software hat gefühlt zwei Fatastillarden Features, und ChatGPT blickt selbst nicht durch und entschuldigt sich oft, wenn ich einwende, das Gesagte sei aber Blödsinn und könne nicht stimmen. Aber ohne die Hilfe der KI würde ich schier verzweifeln und hätte schon aufgegeben.
Ich will nicht so tun, als hätte ich schon das Wesentliche begriffen, aber ich kenne mich mit den Basics von Blender aus. Es kommt noch zu zahllosen Fehlermeldungen, die mühsam korrigiert werden müssen, und Firestorm zickt auch ständig herum – ich lerne sogar neue Features kenne, obwohl ich den Viewer schon seit 2007 exzessiv nutze.
Wenn alles richtig funktioniert, sind die Mesh-Objekte leider noch viel zu „groß“, das heisst die Anzahld er Prims ist zu hoch. Mein Targi sieht inworld schick aus, hat aber fast 100 Polygone – ein Viertel wäre sinnvoll. Der fette Fantasy-Lastensaurier sogar knapp 400… so geht das nicht. Vermutlich – auch die KI ist der Meinung – muss ich einzelne Objekte separat erzeugen und die dann im nachhinein zusammendröseln.
Den Tipp mit den vier Versionen (unten) hat ChatGPT mittlerweile zurückgenommen. Man kann die physics (Vektorflächen) auch in Firestorm noch herunterschrauben. Versuch und Irrtum mit unzähligen Variablen. So fühlt sich vermutlich auch jemand, der mit Typo3 beginnt.
Immerhin hatte ich heute ein Erfolgserlebnis und erschuf ein „hölzernes“ kopierbares Kanu mit Sitzen und Außerborder, das auch ordnungsgemäß in Secondlife rezzte und sogar nicht schlecht aussieht.
Zur Zeit sitze ich an einem virtuellen Alligator, der mit ungeahnten Problemen aufwartet. Vielleicht löse ich die morgen nach dem Frühstück…
Der Jesse-Ventura-Effekt, reloaded
Frei nach Michael Moore: Schließlich sollte man die Fähigkeit der Wähler, schelmisch zu sein, nicht unterschätzen und auch nicht, wie Millionen sich insgeheim als Anarchisten fühlen, sobald sie den Vorhang beiseite schieben und ganz allein in der Wahlkabine sind. Es ist einer der wenigen Orte in der Gesellschaft, an dem es keine Überwachungskameras, keine Abhörgeräte, keine Ehepartner, keine Kinder, keinen Chef, keine Polizisten gibt – nicht einmal ein verdammtes Zeitlimit. Man kann sich dort so viel Zeit nehmen, wie man braucht, und niemand kann einen zu irgendetwas zwingen. Man kann den Knopf drücken und einfach die Parteilinie wählen oder Mickey Mouse und Donald Duck auf den Wahlzettel schreiben. Es gibt keine Regeln.
Und genau deshalb, und wegen der Wut so vieler auf ein kaputtes politisches System, werden Millionen für die AfD stimmen – nicht weil sie ihr zustimmen, nicht weil deren Programm gutheißen, sondern einfach nur, weil sie es können. Einfach nur, weil es die etablierten Strukturen durcheinanderbringt und Mama und Papa wütend macht. Und genau wie man am Rande des Röthbachfalls steht und sich einen Moment lang fragt, wie es wohl wäre, hinunterzustürzen, werden viele es lieben, die Fäden in der Hand zu halten und für die AfD zu stimmen, nur um zu sehen, wie das aussehen könnte.
Erinnern Sie sich an die 90er Jahre, als die Einwohner Minnesotas einen professionellen Wrestler zum Gouverneur wählten? Sie taten das nicht, weil sie dumm waren oder Jesse Ventura für einen Staatsmann oder politischen Intellektuellen hielten. Sie taten es einfach, weil sie es konnten. Minnesota ist einer der intelligentesten Bundesstaaten des Landes. Er ist auch voller Menschen mit einem schwarzen Humor – und die Wahl von Ventura war ihre Version eines guten Streichs auf Kosten eines kranken politischen Systems. Genau das wird mit der AfD wieder passieren.
Unter Blendernden [Update]
Nein, wieder nicht die Weltläufte was sonst so geschah. (Es geschah nichts.) Ich habe fast fünf Stunden mit Blender und dessen fucking manual und ChatGPT und tripo3d.ai gekämpft und es endlich hingekriegt – mein erstes Mesh-Objekt! Hochgeladen nach Secondlife, wo es sich „materialisierte“.
Zum ersten Mal habe ich die zwei Monitore nebeneinander wirklich gebraucht, sonst hätte es noch länger gedauert. Es handelt sich übrigens um eine peruanische Mumie.
Das war wirklich verflucht knifflig….
Update: So sieht die Mumie aus „inworld“. Nur drei Prims!
The Lost Bridge and the Inca Warrior

Virtuelle Reminiszenzen an die Statuen beim peruanischen Kuelap.
Ich muss das wohlwollende Publikum, bevor wir uns wieder den Weltläuften widmen, noch mit irrelevantem Quatsch belästigen, also mit einem meiner Hobbys, dem Gamedesign. Außerdem schreibt sich mit einem Verband am Handgelenk, das zu schonen sei, nicht so gut.
Wie ich schon schrob schrieb, baue ich gerade den peruanischen Urwald um Kuelap nach. Das an sich interessiert niemanden, der das nicht auch versucht hat. Aber vielleicht kann ich erklären, warum mein Werk als „Kunst“ gelten könnte und was das mit Literatur zu tun hat.
Literatur? Du erfindest eine Geschichte und hoffst, dass dreieinhalb Leser Spaß damit haben. Ich bin nicht so unbescheiden wie Johann Wolfgang von Goethe: „Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.“ Eines meiner Bücher hatte eine Auflage von 26.000 – das war das Maximum, das ich bisher erreichte. Die Konquistadoren wurden immerhin rund 8.000 Mal verkauft, die gesamte erste Auflage.
Ein Rollenspiel-Plot in Secondlife erreicht nur eine zweistellige Zahl von Interessenten, und man verdient gar nichts daran. Im Unterschied zu Literatur spielen aber andere die Story, die als Basis für ein Event gilt, nach.

Das von mir gebaute Rollenspiel-Environment „Dschungel von Peru“ aus der Vogelperspektive.
Vorgabe des Organisators des knapp zweiwöchigen Events im Oktober war:
P. Grande here with one last script proposal that is… well, let’s say it’s operating on a slightly higher frequency.
We’re developing a narrative arc deeply rooted in altered states, mysticism, and the spiritual underground. Think guided meditations, deep inner journeys, and drug-related thematic arcs. Yes, before you ask—Ayahuasca is explicitly on the call sheet for this one, alongside voluntary self-experimentation rounds and deep-dive spiritual sessions for the cast members brave enough to step through the portal.
Have you danced with the shamans before? Splendid! Never touched a plant medicine in your life? Also fine—fresh souls make for fantastic close-ups.
Are you ready to expand your mind for the camera, or would you rather keep both feet planted firmly on physical Earth? Hit reply and tell me how deep down the rabbit hole you’re willing to wander.
Un abrazo fuerte and warm regards,
¡Nos vemos pronto en Perú!
P. GRANDE
Executive Vice President of Talent Development & Creative Affairs
Navargento Pictures S.A.C. – Studio District, Lima
www.navargento-pictures.pe | +51 (1) 555-0199 ((Both NOT provided functionally here, if you use them, do so in RP please.))
“Capturing the raw, the real, and the unforgettable.”
Ich habe also den Dschungel gebaut, einen versteckten Inkatempel, etwas von Kuelap, Wasserfälle, was eben zu einem Urwald – auch der virtuellen Art – gehört. Aber wie erkläre ich die Brücke ohne Straße? Das ist für die KI eine Aufgabe von 30 Sekunden, wenn man die richtigen Vorgaben macht.

Ich habe einen Screenshot wie unten hochgeladen und gepromptet: Turn it into a black and white photo from the fifties, place two construction workers with helmets but in Peruvian dress with shovels in front of the statue, posing proudly.
The Lost Bridge and the Inca Warrior
TINGO, PERU. Near the famous ruins of Kuélap, an old bridge deep in the jungle may point to an archaeological discovery that has been overlooked for more than half a century.
The event agency Navargento Pictures recently established a jungle camp near Kuélap, offering guided expeditions into the surrounding rainforest. Visitors reported an unusual sight: a bridge crossing the Río Utcubamba, apparently without any road leading to or from it.
Research by Peru Noticias indicates that the bridge was built in 1969 as part of a planned road. The project was abandoned before the road was completed. At the time, the remote area was considered unsafe because of smuggling activities and remained largely unexplored.
But the bridge itself is not the most intriguing part of the story.
In our newspaper archives, Peru Noticias discovered a photograph taken during construction in 1969. It shows two workers wearing helmets and posing proudly with their shovels beside the new bridge. Between them stands a large stone figure whose appearance strongly suggests an Inca origin.
Reports from the period mention rumors among the workers that the remains of an ancient temple were hidden somewhere nearby. No archaeological investigation followed, and when the road project was abandoned, the story was forgotten.
The statue, however, was not lost.
It is still there.
More than 50 years later, the stone warrior remains near the abandoned bridge, surrounded by dense jungle vegetation.
That raises an intriguing historical question: What were the Inca doing at this particular location?
The Chachapoya controlled much of what is now Peru’s Amazonas region, with Kuélap as their most famous monumental site. Around 1475, only a few decades before the arrival of the Spaniards, the expanding Inca Empire conquered the Chachapoya.
The Inca established roads, administrative centers, military posts and other installations throughout conquered territories. An Inca presence in the Utcubamba Valley would therefore not be unexpected. But a previously unknown Inca ceremonial or administrative complex close to Kuélap could provide important evidence about how the Inca controlled the newly conquered Chachapoya territory.
For now, the mysterious temple remains only a rumor from 1969.
But the first clue is no longer a rumor. Deep in the vegetation stands a bridge leading nowhere – and beside it, just as in the old photograph, the stone Inca warrior is still waiting.
Jetzt wisst ihr, was eine „Storyline“ ist. Das obere „Foto“ ist natürlich von ChatGPT, das untere dieselbe Stelle auf der virtuellen „realen“ Sim, dort wo ich die Statue und die Brücke platziert habe.
Die Avatare Rollenspieler werden also ab Anfang Oktober „anreisen“ und zum Basis-Camp gebracht. Von dort auf erkunden sie den gefährlichen Dschungel und entdecken auch irgendwann – hoffentlich! – den Tempel. Und dann werden sie alle entführt und mit einem Raumschiff nach Gor gebracht, wie beim letzten Mal aus Amsterdam.
Der Organisator hat schon rund zwei Dutzend Anmeldungen. Gestern gab es ein Preview.
[13:28] Jasmine Emerald (jassysis26): oh lord above this is beautiful
[13:28] Nephtides na Neidos (nephtides): [mein Avatarname] built the landscape.
[13:29] Jasmine Emerald (jassysis26): absoloutely incredible
[13:29] Nephtides na Neidos (nephtides): he’s an excellent and very dedicated builder
Den Künstler freut es.
Alles im grünen Bereich
Wie ich schon schrieb…
Miszellen zu Diesem und Jenem

Fotografiert am Krankenhaus Waldfriede, Berlin-Zehlendorf.
Morgen werde ich mich ambulant einer SchönheitsOperation unterziehen. Nichts Schlimmes, aber dennoch Vollnarkose nötig. Die Ärzte haben mich bei der Voruntersuchung heute ausgeschimpft, weil ich versicherte, ich wäre in der Lage, mit der U-Bahn nach Hause zu fahren – das sei nicht erlaubt.

Nun gut. Mein kleine Schwester wird mich also abholen müssen in Ermanglung einer motorisierten Lebensabschnittsgefährtin.
Ich habe dem geschätzten Publikum in den letzten Tagen nicht die ganze Wahrheit erzählt. Neben der 12-stündigen Lohnschinderei machte ich auch noch ein Sprachturnier bei Duolingo mit – wer die meiste Zeit beim Lernen verbringt, gewinnt. Es mag sein, dass andere Apps einem Sprachen besser beibringen.
Für Hebräisch bin ich ohnehin auf Sprechenlernen24 umgestiegen. Aber Dualingo macht Spaß und ist eher spielerisch konzipiert, und man steht nicht wirklich unter Druck, sondern bildet sich das nur ein. Für’s Wiederholen der Vokabeln und der Grammatik ist es aber geeignet – ich nutze das, um mein Spanisch und Französisch aufzupäppeln. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer App für Mandarin: Man findet zahllose Angebote, mit der KI zu lernen, aber ich bin noch nicht überzeugt.
Außerdem baue ich gerade wieder an einem Environment für ein Rollenspiel-Event im Oktober, das zehn Tage dauert, vielleicht auch mehr. Ich muss den Dschungel in „Peru“ bauen.


Die roten Prims zeigen mir während der Bauarbeiten, wo der Rand der Sim ist. Was „außerhalb“ der Ränder zu sehen ist, ist das so genannte sim surround, also ein von Avataren nicht begehbares Gelände, das nur für die Illusion da ist, dass der
„Spielort“ unendlich groß ist. Unten eine Detailaufnahme – ein versteckter Geheimgang zu einem Tempel, der den Inka gehört haben soll.
Philip Manows Die politische Ökonomie des Populismus“ hab eich jetzt gelesen und werde es hier alsbald besprechen. Es ist es wert.
Ich habe jetzt auch von Hans-Ulrich Wiemer „Theoderich der Große: König der Goten, Herrscher der Römer. Eine Biographie“ angefangen zu studieren sowie von Raoul Schritt „Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe“. Beide Werke sind schon von Anfang an spannend und gut und versprechen eine interessante Lektüre.
Ich langweile mich wirklich nicht… Das musst mal gesagt werden.










































