Bürger! Das Klima!
Die Bürger sind angehalten, wenn sie über das Klima reden, einen apokalyptischen Gesichtsausdruck zu zeigen.
Unwählbares

„Ich finde es skandalös, dass jemand, der keinen Schutzstatus, keinen Asylanspruch hat, über zehn Jahre in unserem Land bleibt“, sagt die Wagenknecht. Die Wagenknechte fordern aber eine Zwei-Staaten-„Lösung“ für Palästina, sind also meine politischen Gegner und unwählbar.
In der bürgerlichen Presse lese ich noch: „Die grüne Außenministerin verweigert sich Gesprächen mit den Taliban und mit Diktator Assad. Damit verhindert sie, dass afghanische und syrische Straftäter aus Deutschland abgeschoben werden können. Bei ihrer Begründung scheut sich Baerbock nicht, die eigenen Bürger für dumm zu verkaufen.“
Das aber ist bekanntlich ein Feature und kein Bug der Politik. Die ehemalige Linke kümmert sich übrigens um Flüchtlinge. Verkauft sich so gut wie Messer aus Solingen Mannheim.
Eland
Nein, das ist nichts mit „cyber“, sondern eine Elenantilope. Ich wusste das nicht, weil das Tierchen nicht beschriftet ist, sondern als Beispiel dafür ausgestellt worden ist, dass man schon vor einem Jahrhundert die heute noch angewendeten Techniken der Präparation entwickelt hat.
Ich kam mit einem drahtigen Herrn ins Gespräch, der erzählte, er sei kürzlich in Namibia gewesen und haben ein lebendes Exemplar geschossen und dann etwas Leckeres davon verzehrt. Das sei keine Kuhantilope, wie ich irrig vermutete, sondern ein Eland.
Ich weiß jetzt alles über Abenteuerurlaube in Namibia und Lodges und wo man am besten hinfahren sollte. Das ist durchaus erschwinglich. Man braucht nur eine attraktive Dame an der Seite, die auch noch einen Jeep fahren kann, wenn man selbst keine Lust dazu hat. Vegetarierin oder etwa Schlimmeres sollte sie aber nicht sein.
Königsborn
Christuskirche, Unna-Königsborn
Modena und Bericht, final
Das Grobe ist fertig. Am nächsten Wochenende noch Feinjustierung und noch zwei Regale und eine Lampe und und und. Das hört irgendwie nie auf. Aber das Werkzeug ist wieder dort, wo es hingehört, und verunstaltet mir nicht mein Arbeitszimmer.
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Islamkritiker verwandelt. Nachdem ich am frühen Morgen meines letzten Urlaubstages meine Islamophobie bei der Lektüre der Qualitätsmedien auf der nach oben offenen Rushdie-Skala nach oben rauschen sah, strich ich die vier Fenster meines Reserve-Bads zum zweiten und letzten Mal und begab mich dann ins Beitrittsgebiet zum Fahrradladen meines Vertrauens, wo mein E-Bike seit zwei Monaten repariert wird steht, weil der Akku streikt, eingedenk dessen, dass man mich vermutlich nicht vergessen hatte, aber mein Erscheinen das Erinnern beschleunigen könnte.
Ich hätte sogar ein weiteres Fahrrad gekauft, weil meine drei Reserveräder so schrottig fahren, dass ich mich kaum traue, mich ins Berliner Verkehrschaos zu stürzen. Meine Wunschrad (28″ Singlespeedrad Panther „Modena“ Herren Fahrrad 1-Gang) war aber nicht vorhanden und musste bestellt werden.
Also mit diversen öffentlichen Verkehrsmitteln über Berliner Ortsteile, in denen ich noch nie war, nach Bernau und von dort per Bus in Richtung Waldsiedlung (wo ich auch schon betreut vor mich hin ging). Ein Freund und geschätzter Kollege, der rund 15 Jahre jünger ist als ich, liegt dort nach einem Schlaganfall zur Rekonvaleszenz. Da kommt man ins Grübeln, weil das irgendwie jeden treffen kann. Ich möchte nicht halbseitig gelähmt sein und nicht richtig sprechen können. Immerhin konnte er meinen selbst gemachten Kartoffelsalat, den er sich gewünscht hatte, essen. Der Schlaganfall ist jetzt schon zwei Monate her, und niemand weiß, was werden wird und ob überhaupt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wieder zuhause, kämpfte ich eine Stunde lang mit dem Spiegelschrank. (Wer hat diese dämlichen neuartigen Scharniere mit Verstellschrauben erfunden? In die tiefste Hölle mit ihm und seinem Schrott!) Ab Morgen muss ich wieder arbeiten. Bis Ende des Monats sollte alles, was ich mir vorgenommen hatte, fertig sein. Das Publikum werde ich aber damit nicht mehr belästigen.
Zwischenbericht
Jetzt streiche ich noch die Rahmen der zwei alten und der zwei neuen Fenster. Alles passt. Danach kommt Detailarbeit.
Bedienen Sie das Narrativ
Neulandrebellen: „In China, so wird in Deutschland kolportiert, gibt es ein System der umfänglichen Kontrolle. Die Chinesen werden staatlich überwacht und ihr Wohlverhalten wird belohnt, Fehlverhalten bestraft. Ob es dieses System tatsächlich gibt, ist fraglich. Die Autorin und Kolumnistin Zhang Dong, die dereinst auch für die Deutsche Welle über China berichtete, sagt, es gibt so ein System nicht. Es gab in einigen chinesischen Städten Versuche, aber über Versuche ging es nie hinaus, schrieb sie einmal auf X als der Nachrichtendienst noch Twitter hieß.
Zhang Dong hat sich mit der Deutschen Welle überworfen, denn das, was sie über China zu berichten hatte, passte nicht zu dem, was die Deutsche Welle über China berichten wollte. Wie das eben so ist mit den deutschen Medien. Man muss das Narrativ bedienen, sonst gibt’s Ärger.“
Die Akte Lammel, to be continued [Update]
Kauf- und Lesebefehl. Ich weiß nicht, ob die heutige Titelgeschichte der Berliner Zeitung jemals online verfügbar sein wird.
Ceterum censeo: Die Bild-Zeitung samt „Chefreporter“ und der RBB hatten unrecht. Ich hatte recht. Manchmal muss man sich eben mit allen anlegen.
Zur Erinnerung (das ist schon acht Jahre her!)
Die Bild-Zeitung in Gestalt ihres „investigativen“ Reporters“ Hans-Wilhelm Saure behauptet, ich würde in meinem Blog „pöbeln“. Das würde ich doch nie tun! Aber wenn es die „Bild“ behauptet, muss es ja stimmen.
[Update] Der Artikel ist online verfügbar.
Das Lied vom polycarbonaten Fenster
Ich befolgte den Rat des fachkundigen Publikums und besuchte den Baumarkt meines Vertrauens und bevorratete mich mit Hohlkammerplatten aus Polycarbonat.
Nehmet Holz vom Fichtenstamme,
Nehmet Holz vom Stamm der Eiche,
Grober Klotz will groben Keil,
Spart für fein’ren Guß das Weiche,
Uns’re Rüstung fordert Eil.
Wohlthätig ist des Mundes Macht,
Wenn sein Besitzer ihn bewacht,
Denn was er redet, was er spricht,
Oft ist’s was Kluges, oft auch nicht.
Fest gemauert in der Erden
Steht die Form, aus nichts gebrannt.
Heute muss das Fenster werden,
Frisch, Gesellen! (nicht zur Hand).
Von der Stirne heiss
Rinnen mus der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben.
Schwer bewaffnete muskulöse Männer und ein paar verschleierte Frauen
Ganz einfach: Ich wollte nichts über Transen aus Südafrika hören, die syrische Wachmänner töten. Auch nichts von Dmitri Suslow: „Es ist Zeit für Russland, eine Atombombe abzuwerfen„.
Ich wollte gar nichts mehr hören, sondern in Ruhe gelassen werden. Also marschierten ich mein Avatar zusammen mit anderen quer durch die virtuelle Wüste zur virtuellen Oase von Klima. Was dort vor sich ging, versteht es keiner. Alle hatten zwei Stunden Spaß. #secondlife #fantasy #Gor #roleplay #roleplaying #Tahari
By the way: Braucht jemand einen Cyberbunker?
Tatort Berlin
Der Tagesspiegel-Podcast Tatort Berlin beschäftigt sich in seiner neuen Folge mit dem Tod des Hackers „Tron“. Ich komme dort ausführlich zu Wort (ca. 45 Minuten).
Fiat Lux
Stromleitungen neu verlegt, Steckdosen funktionieren, mein 2. Klo hat jetzt Licht. Es war eine erbärmliche Fummelei, weil alles so eng und weil die Leiter fast breiter als der Raum ist und ich eine existierende Stromleitung anzapfen musste, von der unklar war, ob sie überhaupt zu meiner Wohnung gehört (ja, tut sie, learning by doing). Ab morgen mache ich zwei neue Fenster. Auch der Spiegelschrank hängt, aber noch ohne Spiegel.
An manchen Stellen kann man das Mauerwerk mit dem Daumen eindrücken, und es bröselt einem entgegen, an anderen muss man 10 Minuten mit roher Gewalt schlagbohren, bis der Bohrer glüht. Altbau eben. #Heimwerker #Perspektive
Unter Döp-Memen

Ich fürchte, die KI hat „Döp-Meme“ nicht wirklich verstanden, sondern erstellt Bilder nach dem schönen Motto „man tut, was man kann“.
„Da kommt es für ein Medium mit Hitlertagebuchhintergrund wie den „Stern“, der eine ganze Ausgabe in Zusammenarbeit mit der Organisation der Antisemitin Greta gemacht hat, natürlich wie eine kalte Dusche, wenn das besagte Döp-Meme nun vor dem Hamburger Medienhafenschlamm auf Sylt aufgeführt wird, von Leuten, die Abitur haben und vom Vermögen her weit über dem stehen, was Journalisten heute noch erreichen können.“ (Don Alphonso, Couponschneider, hinter der Bezahlschranke der bürgerlichen Presse)
Am Mühlbach und in der Zelle
Man muss die Sache entschleunigen, sonst kann man es nicht ertragen. Also schauen wir auf das Weltgeschehen, aber aus der Perspektive von Unna-Mühlhausen, etwas am Kriegerdenkmal, das heute vermutlich nicht mehr so heißen darf, sondern Krieger*/%_InnendenkmalInnen.
Der ehemalige Vizekanzler Deutschlands, dessen Namen allen entfallen sollte, betreibt Täter-Opfer-Umkehr. „Der Überfall auf Rafah muss gestoppt werden“. Überfall?! Ich kann gar nicht so viel kotzen, wie ich vomitieren möchte. Man schämt sich, Deutscher zu sein.
Leider bin ich dort schon wieder weg, aber ich möchte in den Mühlbach springen, um mich abzukühlen, wenn ich die Visagen hier in Neukölln sehe. Dumm wie Brot und Hijab um den leeren Kopf gewickelt. Man müsste eine Kompanie Chinesen einladen und denen erklären, das seien Uiguren und sie sollten mit denen verfahren, wie sie es verdienen. Oder sie neuen Nazis müssten alle SA-Uniformen tragen und dann das Schicksals des queeren Nazis Röhm teilen.
Oder man versteckt sich einfach in einer Telefonzelle und liest die Bücher dort. Das gibt dann auch keine Hardwareprobleme.
Zwei Anmerkungen: Ich habe Preußen als Wohnsitz nie verlassen. Und auf dem Schild möge das Publikum den Satz berücksichtigen: „etwa 1770 – 1830: Das als Viehweide gemeinsam genutzte Gemeindeland – die Uelzener Heide – wird unter den Dorfbewohnern aufgeteilt“. Stichwort: Allmende. Und jetzt bitte eine marxistische Analyse vom Feinsten dazu.
Unsere westasiatischen Kandidaten für den Darwin-Award würde ich gern zukünftig ausschließlich eine Draisine fahren lassen, zehn Jahre von Unna-Lünern nach Unna-Uelzen und zurück, 12 Stunden am Tag.
Ich habe heute angefangen, mein zweites Badezimmer upzugraden. Ich werde berichten. Aber ich habe das neurodivergente Tagesgeschehen gar nicht vermisst. Und schwupp, sitze ich in der Login-Falle. (Spinnen denn jetzt alle?) Und wer ist eigentlich dieser Wissing? Ist der echt oder ein KI-Bot?
Die ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidatin Nikki Haley hat während eines Besuchs in Israel auf eine israelische Artilleriegranate »Macht sie fertig« geschrieben – und wurde dafür schnell kritisiert (von den üblichen Verdächtigen und vermutlich auch von Geraldine Rauch). Von mir aber nicht.
Glück auf!
Auf der Tafel in Unna-Mühlhausen steht: „Zur Erinnerung an die vielen Bergleute aus Uelzen und Mühlhausen, die von hier aus ihrer schweren Arbeit auf den umliegenden Schachtanlagen (Königsborn, Alter Hellweg (in Unna], Heinrich Robert, Monopol [dort war mein Vater beschäftigt]) nachgingen.“
Frontberichte

Create an image that captures the essence of Franz Kafka’s novel „The Trial.“ The scene should depict a bewildered and anxious Josef K., the protagonist, standing in a dimly lit, claustrophobic courtroom with oppressive, towering walls. The atmosphere should be dark and surreal, evoking a sense of paranoia and confusion. The courtroom should be filled with ominous, faceless bureaucrats and indistinct figures, symbolizing the incomprehensible and nightmarish legal system. The overall mood should be one of alienation and existential dread, reflecting the novel’s themes of absurdity and the inscrutable nature of authority. –s 750
Juristische Front
Lesebefehl: Joachim Nikolaus Steinhöfel: Die digitale Bevormundung: Wie Facebook, X (Twitter) und Google uns vorschreiben wollen, was wir denken, schreiben und sagen dürfen.
Zitat: „Da es an jeglicher neutraler Überprüfungsinstanz fehlt, sind die Faktenchecker niemand rechenschaftspflichtig, noch stehen sie irgendjemandem gegenüber in der Verantwortung, noch haben sie mit Konsequenzen wie einer Dezertifizierung zu rechnen, (…) Bei der entscheidenden Frage, wer bestimmt, was bei einem Dissens richtig und was falsch ist, überwacht jeder Faktenchecker nur sich selbst. Damit ist schon strukturell eine Befangenheit institutionalisiert, nemo iudex in sua causa“.
Rezension auf Der Achse der Guten: „Der Anwalt Joachim Steinhöfel hat sich einen Ruf als entschlossener Verteidiger der Meinungsfreiheit erworben. Jetzt hat er ein Buch geschrieben, das verirrten Politikern in diesem Lande die Schamröte ins Gesicht treiben sollte.“
Text bei der Großbourgeoisie: „….tausendfacher Rechtsbruch, digitale Massenvernichtung freier Rede und drastische Eingriffe in die Meinungsfreiheit sind die Folge. Selbst Texte von den Seiten des Deutschen Bundestages werden als »Hassrede« gelöscht. Womit selbst der Gesetzgeber Opfer seiner eigenen Medizin, des verfassungswidrigen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes, geworden ist.“
Ich habe es erst angefangen. Das ist gruselig. Man sollte parallel Kafka „Der Prozess“ lesen, um in Stimmung zu kommen. Ich kriege bei so etwas Gewaltfantasien.

Chasov Yar, noch ukrainisch
Ostfront
Russia’s defense industrial base (DIB) will reportedly manufacture and refurbish three times as many artillery shells as the West will produce in 2024, although Russian shells reportedly suffer from quality-control issues and Ukrainian artillery is reportedly more precise than Russian artillery. Sky News, citing open-source research from US-based consulting firm Bain & Company, reported on May 26 that Russian DIB producers will likely be able to manufacture and refurbish 4.5 million artillery shells in 2024 compared to 1.3 million artillery shells that the US and European countries will collectively produce in 2024. Sky News reported that it costs Western countries about $4,000 to produce one NATO-standard 155mm shell – although this price „significantly“ varies depending on the country of production – while it costs Russia about $1,000 to produce one 152mm shell. (ISW)
Ökonomische Front
Da esse ich doch heute in aller Ruhe mein Möpkenbrot. Plötzlich stutze ich und lese auf dem Milchkarton:
Eine ökologisch intakte Natur- und Kulturlandschaft sichert unsere gemeinsame Zukunft. Um dem Klimawandel effektiv entgegenzuwirken, muss noch viel getan werden!. Als Beitrag zum Klimaschutz und dem Erhalt der kleinbäuerlichen Stukturen im Alpenraum unterstütz die Molkerei Berchtesgadener land und Penny Landwirt*innen [sic] bla bla.
Ich weiß, welche Milchprodukte ich ab sofort boykottiere. Man müsste denen mal schreiben, wie sie Kunden vergraulen. Grüne Propaganda auf der Milch! Alle Buzzworte und Gendersternchen zusammen – fehlt eigentlich nur noch etwas „Israelkritisches“ und „Wir stellen vor allem Tunten und Transen ein“.
Wait a minute. Warum will die Großbourgeoisie die Kleinbourgeoisie erhalten? Schlägt nicht je ein Kapitalist viele tot? Das ist doch ein heuchlerisches, verlogenes Pack!
Mitbürgerfront
Die Meldungen über die muslimischen arabischen Mitbürger habe ich auch nur angefangen. Das erinnert mich an die Feuerwehrleute vor der Rettungsstelle, die fachsimpelten, ob man gegen Störer eher das A-Rohr, das B-Rohr oder das C-Rohr einsetzen sollte. Dann doch lieber Kleinstadt… aber nicht so große wie Tscheljabinsk.
Ran an den Speck
Ich war heute wieder in dem schon mehrfach lobend wähnten Milchhof der Familie Lategahn in Unna-Mühlhausen. Ich kaufte, wie gewohnt, Möpkenbrot, dazu echten deutschen Honig (ohne Zusatzstoffe aus Tschernobyl), eingelegten Sauerbraten und Mettwurst. Alle Fleischprodukte stammen von Tieren dieses Hofes.
Zurüück bin ich zu Fuß gelaufen; das sind nur rund acht Kilometer, wofür man weniger als eine Stunde braucht.
Unter ruhrpöttischen Herumsumpfenden
Ich sumpfe hier nur herum, was aber für einen Kurzurlaub angemessen ist. Mit einem Schulfreund, den ich seit 59 Jahren kenne, erörterte ich gestern die Weltlage. Wir konnten uns gemeinsam nicht erklären, warum die deutschen Medien sich bei den aktuellen Themen freiwillig gleichschalten. Der Freund verkehrt in besseren Kreisen, weil mehrere Gehaltsklassen über mir, aber auch die schütteln nur die Köpfe, wie mir berichtet wurde. (Putin wird gewinnen. Beim Thema „Uiguren“ und China sind die deutschen Köpfe gehirngewaschen. Usw.)
Der „Olle Klotten“ war der Treffpunkt für uns Schüler, als jemand für uns eine Brauerbesichtigung organisiert hatte. Ein unvergessliches Erlebnis, allerdings für die meisten Mägen, spätestens auf der Rückfahrt mit einem Bus, mit katastrophalem Ende.
Jetzt werde ich mit einem Lokalbus fahren, und morgen gibt es einen Kindergeburtstag zu feiern. Was man in der alten Heimat so macht…
Lünschermannsweg, solitär Arrondierte und die vereinigte Margarethe
Eilmeldung: Bielefeld, Avalon und Mordor erkennen Disneyland als Staat an.
Auf gut ausgebauten Radwegen entfleuchte ich den verstörenden Nachrichten, wohl wissend, dass einige deutsche Politiker genau so gut im Schlefaze dieses Jahrtausends (die Killertomaten sind aus dem letzten Jahrtausend) auftreten könnten, ohne groß unangenehm aufzufallen. Obwohl: der Plot hätte was, wenn Netanjahu hier verhaftet würde und nur fünf Mossad-Agenten ausreichen würde, um ihn wieder aus den Fängen der deutschen Bundespolizei zu befreien. Mir wird übrigens Angst und Bange, wenn ich überlege, welche Honks uns regieren. Was steht uns da noch alles bevor?
Also trat ich in die Pedalen und trank einen Kaffee vor meinem Geburtshaus (3. Stock, 2. Fenster von links, vom Baum verdeckt).
Die Holzwickeder haben sich für 14 Millionen Euro ein neues Rathaus gegönnt (was bei Google noch als Baustelle zu erkennen ist), und, was die gute Nachricht ist, das alte nicht abgerissen – es ist denkmalgeschützt. Heuzutage weiß man ja nie, wozu das Klima einen zwingt. Die Überschrift drängt sich auf: Unter solitär Arrondierten. Aber, das muss man zugeben: Es hätte schlimmer kommen können. (Die neue Engangstür sieht trotzdem bescheiden aus.)
Ich schrieb am 27.07.2011: „Holzwickede est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Nordseite, aliam Südseite, tertiam Opherdicke et Hengsen appellantur. Zugeben: Holzwickede ist und war, obzwar im Ruhrpott gelegen, immer ein Dorf – zwischen Dortmund und Unna -, und hat selbst andere Dörfer eingemeindet. Da ich dort meine Kindheit verlebt habe, bin ich vermutlich ein Landei.“
Man kann die Geschichte des Ruhrgebiets (der „Ballungsraum“ oder die „polyzentrische Städtelandschaft“ hat mehr Einwohn s Berlin) anhand der Architektur erzählen, auch in Holzwickede.
Die Neandertaler und die Urnenfelder waren im Emschertal, haben aber nichts hinterlassen. Die geografischen „Vorfahren“ der Holzwickeder waren die Marser bzw. Sugambrer, die natürlich von den Römern besiegt wurden.
Die Dörfer, aus denen sich Gemeinden wie Holzwickede zusammensetzten, sind oft mehr als ein Jahrtausend alt. (Natürlich kein Vergleich mit Israel, wo alles mindestens drei Mal so alt ist.) Aber erst mit der Industrialisierung, insbesondere mit dem Abbau von Steinkohle, entstand ein mittelständisches Bürgertum, das sich auch architektonisch darstellte (vgl. oben). Davon gibt es nur noch wenige Zeugnisse. Daneben und zeitlich parallel entstanden Wohnungen für Arbeiter wie in Holzwickede die „Schlichtwohnungen der mittlerweile abgerissenen Alten Kolonie oder Häuser für Angestellte der Bahn.
Da jetztr die Arbeiter fehlen, werden die Dörfer wie Holzwickede ausgedünnt und wieder aufgefüllt mit Pendlern in die größeren Städte wie Dortmund.

Die Emscher, deren Quellbäche sich am Emscherquellhof vereinigten, fließt hier unter der Hauptstraße hindurch und in denkleinenPark südlich des Rathauses und taucht auf der anderen Seite der Bahn plötzlich wieder auf.
Aber das interessiert natürlich niemanden mehr. Radeln wir also weiter zu dem hier schon mehrfach lobend erwähnten Lünschermannsweg.
Genauer sagte: Zur Quellenstraße, wo man die beste Aussicht hat. Dieses Mal war ich professionell ausgerüstet und hatte eine Sitzgelegenheit dabei. Übrigens: Mein Opa väterlicherseits hat auf der Zeche Margarete, deren Relikt noch da steht, gearbeitet.
Im Hixterwald, dem Spielplatz meiner Kindheit, wollte mein E-Bike nicht über die umgestürzten Bäume fahren, was ein wenig anstrengend wurde. Genau dort habe ich als Kind oft winzige Staudämme aus Holz und Steinen gebaut, um den Quellbach der Emscher temporär in einer pfützengroßen Stausee zu verwandeln (in den fünfziger Jahren).
Ich radelte dann über die Landskrone über Opherdicke zum Stennert. von dort aus geht es nach Unna ständig bergab. Wer die Tour in umgekehrter Richtung machen will, sollte dessen eingedenk sein.
by the way: Habe ich irgendetwas verpasst?
Mit sehr viel Ekel
Richard Schuberth sieht fassungslos, wie die Linke immer verrückter wird. Wenn Queerfeministinnen mit Vergewaltigern von der Hamas kuscheln, wünscht er sich Waffenlieferungen gegen Narren.
Schuberth: Ich habe nichts gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, aber wer beliefert mich mit Waffen, um mich gegen all die simplifizierenden Narren und Ideologen in und außerhalb des linken Spektrums zu wehren?
WELT: Nächstes Streitthema in der Linken: Israels Krieg nach dem Massaker. Wie haben Sie die Reaktionen auf den 7. Oktober wahrgenommen?
Schuberth: Mit sehr viel Ekel. Wer seine Pappenheimer kannte, ahnte Böses. Ich befürchtete, dass der erste Impuls bei weiten Teilen der Linken am 7. Oktober nicht Entsetzen, Trauer, Fassungslosigkeit über die Bestialitäten der Hamas sein würde, sondern Entsetzen, Trauer, Fassungslosigkeit über die militärischen Reaktionen des israelischen Staates. Und genau so kam es. Die genozidale Attacke auf jüdische – und übrigens viele nichtjüdische und arabische – Menschen durch eine klerikalfaschistische Bande Irrer, die ihre eigene Bevölkerung terrorisiert, opfert und per Stockholm-Syndrom pathisch an sich bindet, wurde automatisch mit einer palästinensischen Opfererzählung verknüpft.
















































































