God’s own decision
Schmuddelwetter in Kargash. Zum Glück kann man aber „das Klima“ selbst bestimmen.
Die Wüste lebt nicht, und die Religiotinnen mal wieder [Update]

Tahari in der Abenddämmerung, Second Life, Symbolbild für alles
Nein, damit das klar ist: Nemi El-Hassan in Deutsche. Und alles entgleist angeblich schon wieder. Ach herrje. Die üblichen Verdächtigen kommen aus den Löchern und suchen nach „Islamophobie“, damit sie nicht diskutieren müssen.
„Sie entschied sich im Alter von 17 Jahren aktiv dazu, in ihrem Alltag einen Hidschab, eine Form des muslimischen Kopftuchs, bei dem nur das Gesicht zu sehen und auch der Hals bedeckt ist, zu tragen“, liest man auf Wikipedia. Danach würde ich mich für die Dame schon gar nicht mehr interessieren. Aber Religioten toppen sich immer selbst. Sie „hatte 2014 an der israelfeindlichen Al-Kuds-Demonstration und weiteren Demonstrationen teilgenommen“. „Israelfeindlich“ – ja, das auch, antisemitisch in das richtige Wort. Wer da mitläuft, will Israel auslöschen, so hatte der Iran in Gestalt des Oberpfaffen Ajatollah Ruhollah Chomeini proklamiert. Ich weiß nicht, was es da beim WDR zu diskutieren gibt.
„Patrick Bahners von der FAZ schrieb auf Twitter, meine Kritik an Nemi El-Hassan sei ein Beweis für meine Islamfeindlichkeit“, schreibt Ahmad Mansour in der Zeit.
Mich nervt das „Sich-distanzieren-Getue“, das so sicher kommt wie das Amen in der Kirche. Ich habe bekanntlich in dem Alter ziemlich viel Unsinn geredet, und auch noch mit Ende zwanzig. Ich würde mich aber nie von irgendetwas „distanzieren“, etwa dem Maoismus, wie man das nennt. Man sollte, falls man die Irrtümer anderer Zeiten erkennt, sich selbst erklären, warum man so war, tat und dachte. Und mit wem man sich umgab.

Keine weiteren Fragen, euer Ehren.
Ich lese jetzt doch lieber etwas über Debattenkultur:
Besonders irritiert zeigen sich die Autoren über den mangelnden Respekt für elementare Grundrechte, den manche Studenten während der Befragung offenbarten. So erklärten Vertreter der Union Syndicale, die Unschuldsvermutung sei ein Werkzeug der Klassenjustiz. Nur die Stimme der Opfer dürfe zählen, und wer Opfer angreife, müsse sofort bestraft werden.
Dieses Dogma erklärt auch, weshalb es zwischen linksidentitären Ideologen und Islamisten eine geistige Komplizenschaft gibt, die man in Frankreich «islamogauchisme» nennt.
Was bin ich froh, dass ich mich mit so einem Pack nicht herumschlagen muss.
[Update] Nicht die allerbeste Quelle, aber Cicero hat etwas dazu: „Rassismus auf Kosten der Gebührenzahler“. „Divers“ und „Vielfalt“ über alles – dafür nimmt man beim WDR offenbar Antisemitismus und Judenhass in Kauf.
In den Salz-Minen
Die Umgebung – also das „unterirdische“ Höhlensystem – stammt von einer anderen Gamedesignerin, aber ich musste das Interieur beisteuern. Die folgende Passage aus Tribesmen of Gor sollte als Environment für Spieler realisiert werden (die Pipelines sind noch nicht fertig):
At Klima, however, most of the salt is in solution. It is the subterranean residue of portions of the vanished seas themselves, which have slipped through fissures and, protected from the heat, and fed still by the ancient seeping rivers, now moving sluggishly beneath the surface, maintain themselves, the hidden remnants of oceans, once mighty, which long ago swelled upon the surface of Gor itself. The salt in solution is obtained in two ways, by drilling and flush mining and, in the deeper pits, by sending men below to fetch the brine.
In the drilling and flush mining, two systems are used, the doublepipe system and the separate-pipe system. In the double-pipe system fresh water is forced into the cavity through an outer pipe and the heavier solution of salt and water rises bubbling through the second pipe, or inner pipe, inserted within the larger. In the separate-pipe system, two pipes, separated by several yards, are used, fresh water being forced through one, the salt water solution, the salt being dissolved in the fresh water, rising through the other. The separate-pipe system is, by most salt masters, regarded as the most efficient. An advantage of the double-pipe system is that only a single tap well need be drilled. Both systems require pumping, of course.
But much of the salt at Klima comes from its famous brine pits‘ These pits are of two kinds, „open“ and „closed.“ Men, in the closed pits, actually descend and, wading, or on rafts, negotiate the sludge itself, filling their vessels and later, eventually, pouring their contents into the lift sacks, on hooks, worked by windlasses from the surface. The „harvesting“ vessel, not the retaining vessel, used is rather like a perforated cone with a handle, to which is attached a rope. It is dragged through the sludge and lifted, the free water running from the vessel, leaving within the sludge of salt, thence to be poured into the retaining vessels, huge, wooden tubs. The retaining vessels are then emptied later into the lift sacks, a ring on which fits over the rope hooks. In places, the „open pits,“ the brine pits are exposed on the surface, where they are fed by springs from the underground rivers, which prevents their dessication by evaporation, which would otherwise occur almost immediately in the Tahari temperatures. Men do not last long in the open pits. The same underground seepage which, in places, fills the brine pits, in other places, passing through salt-free strata, provides Klima with its fresh water.
Was die Sache extrem kompliziert machte: Die Höhlen waren schon fertig, ich musste das Interieur im nachhinein hineinfummeln. Wer das einmal gemacht hat weiß, dass so etwas einen an den Rand des Wahnsinns treiben kann. Außerdem ist die Oase eine Skybox in 3.500 „Metern“ Höhe, das Wasser also nicht das „natürliche“ Wasser von Secondlife, in dem Avatare automatisch schwimmen könne. Es muss gesondert „künstlich“ hergestellt werden. Auf dem Screenshot ist übrigens auch mein Avatar zu sehen.
Chillend, die Optionen erwägend
Was macht man nach einer Fünf-Tage-Woche mit Frühschicht, auch bekannt als Aufwachen um 4.25 Uhr? Zum Schreiben komme ich heute nicht. In Erwägung dessen: Soll ich mich in die Oasis of Four Palms begeben, by night und die virtuelle Milchstraße bewundern? Oder nach Kargash, weil es da einen virtuellen Hafen, also auch Wasser gibt? (Ich muss heute noch die 341. Ausgabe der Voice of Gor fertigmachen.) Ein Blick in meine Küche überzeugte mich jedoch, dass der Backofen einer Grundreinigung bedarf. Der Plan ist also: Kaffee kochen, HausKüchenputz, Käsekuchen backen, Königsberger Klopse für das Abendessen vorbereiten. Und dann virtuell chillen.
In den Markt integrierte Saat des Bösen

Neue Lektüre und neuer Salat: Thieves of State: Why Corruption Threatens Global Security
Was haben wir denn da, passend zur Überschrift? Wieder einmal den Reichsarbeitsdienst erzwungenen Dienst am Gemeinwesen: „Menschen, die Leistungen vom Staat erhalten und nicht bereit sind, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren“. Das kennen wir schon aus der Diskussion über Drogen: Wer sich immer zudröhnt, verweigert sich irgendwie dem Kapitalismus. Wo kämen wir denn da hin. Nur um das klarzustellen: Arbeit im Steinbruch für bestimmt Leute als Therapie, um das Leben kennenzulernen, halte ich klammheimlich für eine gute Idee; leider würden mir aber ganz andere Leute einfallen, die in Frage kämen, als etwa der Arbeits(sic)agentur.
Zum Thema „bunt“, „divers“, „Vielfalt“ und dem Land, in dem wir gut und gerne leben: „Iraker schlug Hotelangestellten und randalierte mit Eisenstange“ – „Der Mann ist seit Jahren ausreisepflichtig, 2018 wurde sein Asylantrag abgelehnt. (…) Ebenfalls am Sonnabend hatte, wie berichtet, ein Afghane in Wilmersdorf einer ehrenamtlichen Gärtnerin in den Hals gestochen. Die Frau hatte in einer Grünanlage Büsche gestutzt. Der Täter kritisierte, dass eine Frau arbeitete, und stach mit einem Küchenmesser“.
Das hat natürlich nichts mit dem Islam zu tun. Man könnte viel dazu schreiben. Ich empfehle wieder einmal Rian Malans Mein Verräterherz – das Kapitel über den „Hammermörder“.
Zum Erinnern und auf Empfehlung des hiesigen Publikums: Es gibt durchaus westliche Werte, die es zu verteidigen gilt – inklusive der Shorts der Sängerinnen! (Sehr süß!)

Die Saat des Bösen. Credits: Christian Y. Schmidt auf Fratzenbuch
Die BBC hat Fake news zum Thema „Giftgasangriff in Syrien“ verbreitet (via Telepolis). „Nach dem angeblichen Angriff mit chemischen Waffen in Douma waren die Leichen von rund 50 Zivilisten geborgen worden. Die USA, Großbritannien und Frankreich bombardierten bereits wenige Tage nach den Ereignissen – noch während der OPCW-Ermittlungen – Einrichtungen der Assad-Regierung und der syrischen Armee. (…) Demnach hatte die OPCW-Führung systematisch alle Erkenntnisse übergehen oder gar zensieren lassen, die der Giftgasthese zuwiderliefen“. Westliche Werte eben. Kann man nichts machen.
Das ist doch die alte Western-Parole: Erst schießen, dann fragen. Passt auch zu den deutschen Qualitätsmedien, die damals gewohnt seriös berichteten.
Erholen wir uns. Nun zum Feuilleton. Ja, ich werde mir Dune im Kino ansehen.
Die FAZ rezensiert ganz unterhaltsam: „Der thematischen Schwere dieses Themas gehorsam, baut Villeneuve seinen Film aus Bildergebirgen, Hans-Zimmer-Getöse, gewaltigen Fabrikraupen, prächtigen Ornithoptern, flatternder Flucht, funkensprühenden Zweikämpfen, uralten Prophezeiungen und Trugspiegelungen.“
(Merke: Wolf Schneider hatte in Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil empfohlen, mit Adjektiven äußerst sparsam umzugehen. Ich füge hinzu: Bricht der Stab nicht, wenn wir ihn reimen? fragten fünfzig funkensprühende falsche Fuffziger.)
Vermutlich wird man gut unterhalten so ähnlich wie mein Avatar, der sich auch meistens in den virtuellen Dünen herumtreibt, obwohl ich alle Filmversionen schon mehrfach gesehen habe und auch die Ballerei eines gleichnamigen Computerspiels nächtelang genoss. Ach nein, das war ein ganz anderes: „Lets Play Dune 2000“. Würde ich heute sofort noch mal bis zum höchsten Level durchziehen. So gut wie Privateer!
Ich schweife ab. Natürlich ist der Plot Fantasy und nicht Science (!) Fiction und genauso albern wie die Bücher John Normans. Man kann über die Ikonografie räsonnieren oder das Werk, wozu ich meistens neige, als Kinderfilm abzutun (die Bücher sind definitiv nichts für die lieben Kleinen).
Jenny Jecke fasst das auf Moviepilot treffend zusammen:
– „Ein junger Kerl schlurft wie eine bedröppelte Arrested Development-Figur durch die Wüste.
– Zahlreiche Oberkörper in extravaganten Kostümen schauen erwartungsvoll auf unsere Geldbeutel oder in die unsichere Franchise-Zukunft.
– Die Tagline „It begins“ sitzt als überlagerte Kirsche auf dem zutiefst originellen Sahnehäubchen dieses Posters.“
Vermutlich wird das so grün ökologisch moraltriefend und divers herüberkommen wie die pseudorevolutionären Witzfiguren in der Matrix: Quotenmaximalpigmentierte, Wursthaare und Pseudo-Obdachlosen-Chic. Aber natürlich besser als der schlechteste Film, den ich mir jemals reingezogen haben. Demnächst mehr in diesem Theater.
OOC gossiping
Wir hecken gerade was aus, in der Baustelle der Oasis of Klima (in Secondlife), die am 1. Oktober für das Rollenspiel eröffnet wird. Wir sind gerade out of character, weil wir ausgucken müssen, wer bei dem dann geplanten mehrstündigen Rollenspiel-Plot den Salt Ubar spielt. Ich jedenfalls nicht.
One of the most powerful men in the Tahari was once the Salt Ubar, also known as the Guard of the Dunes. His kasbah was located northwest of Klima, at a secret location. Only a few merchants in the salt trade knew of its exact location.
Diese Oase ist ein zentraler Ort in John Normans Tribesman of Gor. Es wird ein kompliziertes Arrangement geben mit vermutlich mehr als einem Dutzend Spielern, mit guten und bösen Überraschungen und vielleicht sogar Hauerei. Alles kann man vorher nicht festlegen. Vielleicht endet auch alles ganz anders als wir geplant haben. Der gesamte Plot geht schon über zehn (!) Jahre.
In the distance, below, perhaps five pasangs away, in the hot, concave, white salt bleakness, like a vast, white, shallow bowl, pasangs wide, there were compounds, low, white buildings of mud brick, plastered. There were many of them. They were hard to see in the distance, in the light, but I could make them out.
“Klima,” said Hamid.
“I have made the march to Klima,” said one of the prisoners. He cried out, elatedly, “I have made the march to Klima!” It was the man who had, for many of the days, cried out for us to be slain. It was he who had, since the noon halt of four days ago, been silent.
I looked at the prisoners. We looked at one another. Our bodies were burned black by the sun. The flesh, in many places, had cracked. Lighter colored flesh could be seen beneath. There was salt on us, to our thighs. The leather wrappings about our legs were in tatters. Our necks and bodies were abraded, raw from collar and chain. In the last days we had been denied salt. Our bodies were cruel with cramps and weakness. But we stood, all of us, and straight, for we had come to Klima.
Twenty had come to Klima.
Kargash
The harbour of Kargash and the vineyard. Kargash is a town located on the western coast of Gor between Turia and the Anango Island. The town is a member of the Southern Trade Alliance (STA) and the main port for trade with northern Gor.
Der Hafen von Kargash. Außerdem habe ich gerade dort einen Weinberg gebaut. #roleplay #secondlife #fantasy #Gor #gamedesign #vineyardviews
Wenn man nach dieser Fantasy-Stadt sucht, findet man Websites, die seit Äonen nicht mehr gepflegt wurden. Um 2007 fing der große Second-Life-Hype in den deutschen Medien an, und die Avatare fielen damals wie Regen vom Himmel. Mittlerweile ist das „Personal“ sehr ausgedünnt, und nur noch der harte Kern langjähriger Spieler ist immer aktiv. Kargash war immer eine deutschsprachige Sim, aber alle haben den Ort und verlassen. Jetzt ist auch engliśches Rollenspiel erlaubt.
Avatare sehen Dich nicht an, reloaded
#secondlife #roleplay #gor #fantasy
The Looking Glass
Es passiert gerade nichts, worüber es sich zu schreiben lohnte. Flüchten wir kurz in Fantasie-Welten!
Gestern habe ich in Second Life eine beeindruckend schöne Sim kennengelernt (Horizon Dream) – kein Rollenspiel-Environment, auch nicht adult, sondern just for fun. Der Künstler J. Matthew Root hat auch eine Website dazu – „The Looking Glass“. „Inworld“ (d.h. in Second Life) verkaufen er und offenbar noch eine Frau, von der ich nur den Avatar-Namen kenne, einige der „Gebäude“ oder was auch immer das sein möge – unten steht mein Avatar gerade vor einem der Dispenser.
Eines dieser „Häuser“ kostet weniger als zehn Euro. Wenn man bedenkt, wie viele Stunden man daran sitzt, dass via Blender dreidimensional „herzustellen“ und dann hochzuladen, ist alles pure Liebhaberei und nur ein symbolischer Preis. Man muss natürlich eigenes virtuelles „Land“ haben, wenn man das selbst nutzen möchte – und davon nicht zu wenig.
Die Sim, von der die Screenshots sind, verbraucht ca. 17.000 Polygone. Da müssen Grafikkarten schon recht ordentlich rendern. Für Rollenspiel wäre das schon zu viel, das würde „laggy“, vor allem, wenn noch ein paar Avatare herumballern.
Ich habe dem Kerl geschrieben, er sei genial. Er freute sich natürlich. Gekauft habe ich nur ein paar vortuelle Kissen – nach denen hatte ich gesucht.
Unter Kashanis
Meine neue Heimat in Secondlife (und dieses Mal nicht selbst gebaut): Oasis of Four Palms, Tahari Desert. Die Oase gehört den Kashani.
Auf Youtube gibt es ein Video einer gleichnamigen Sim vor fast einem Jahrzehnt. Damals sahen die Avatare noch ziemlich grottig aus – und das Ambiente auch.
Bach und Brüste
Sorry, den Screenshot habe ich nur wegen des naheliegenden Titels gepostet. Der in der Mitte war ein Killer und außerordentlich guter Rollenspieler. Auch der andere Kerl war ein paragraph roleplayer.
“The dictionary definition of roleplay is “to assume or act out a particular role.” Roleplay is, basically, assuming the form of a character, and writing as that character, in a certain setting. It’s writing, but more/less structured, depending on how you look at it. When you set to write a story, you must write the setting, the plot, the characters, everything. When you roleplay, the setting and main plot has already been decided, as well as every character but your own. You have control over only half of the story, your own side. The other half is up to the other players. This strengthens interaction skills.”
#secondlife #roleplay #gor #fantasy #assassines
Wüstenkrieger
Ich drehte mich um, als ich das Klicken der Kamera hörte. #roleplay #fantasy #tahari #norman #gor #kaffiyeh #agal
The man, rare in Port Kar, wore the kaffiyeh and agal. The kaffiyeh is a squarish scarf, folded over into a triangle, and placed over the head, two points at the side of the shoulders, one in back to protect the back of the neck. It is bound to the head by several loops of cord, the agal. The cording indicates tribe and district. (John Norman: Tribesman of Gor)
VV, virtuell
Vollversammlung („out of character) auf der Wüsten-Sim Teehra in Second Life.
Wenn ich „Vollversammlung“ höre, muss ich an die zahllosen „VVs“ an der FU Berlin denken, Ende der 70-er. Immer interessant, meistens full action. Wir, die maoistischen Sekten, haben uns immer minutiös inhaltlich vorbereitet, und es war immer umsonst, weil irgendjemand – meistens eine attraktive Frau – aufstand und sagte, die K-Gruppen wollten eh alles unterwandern und sie hätte da „spontan“ einen ganz anderen Vorschlag (der meistens positiv beschieden wurde).
Man lernt a) Rhetorik und b) Gruppendynamik. Nützliches auch für das Partei- und Vereinswesen. I love it, auch die Metatheorie derselben.
Im Tanztheater
Im realen Leben würde ich vermutlich nie in ein Tanztheater gehen, außer die Tänzerinnen wären nackt oder eine attraktive Dame lüde mich ein mitzukommen, weil sie Tanztheater interessant fände und ich gute Miene zu blödem Spiel machen müsste. Gestern war ich bei den Oasis Dancers, und weil alles nur virtuell geschah, mussten die Avatare keine Masken tragen und sich auch nicht testen lassen.
Ich war ziemlich beeindruckt: Gute Musik, ein wechselndes professionelles Bühnenbild und Tänze, die mindestens so gut choreografiert waren wie im realen Leben. Ich wüsste gar nicht exakt zu definieren, welche Version – virtuell oder real – besser ist.
Wenn man weiß, wie kompliziert es ist, in Second Life bewegte Objekte zu programmieren und auch noch viele auf einmal und mehrere Avatare dazu, und gleichzeitig Musik zu streamen und die Bühne zu verändern, dann bekommt man richtig Respekt vor der Truppe und was sie leistet. (Die Leiterin ist übrigens im realen Leben ein Jahr jünger als ich.) Virtuell gibt es keine bessere und profesionellere Tanztruppe als die Oasis Dancers. Just saying.
Die Lage

Die Soljanka muss zur Lektüre passen und umgekehrt.
– Die Lage in Peru – doch halt, lassen wir die bürgerliche Presse zu Wort kommen: „Das Comeback des Marxismus“. Als ehemaliger Deutschlehrer muss ich das Denglisch bemängeln: Die „Rückkehr des Marxismus“ klingt besser. Ein Gespenst geht um usw.. Mal sehen, wann die US-Amerikaner die ersten Sanktionen verhängen.
Castillo war von 2005 bis 2017 Mitglied der Partei Perú Posible und ist seit 2020 Mitglied der Partei Freies Peru, die als marxistisch-leninistisch gilt. Er vertritt wirtschaftspolitisch linke bis linkspopulistische Positionen, auch wenn er sich selbst als „progessiv“ und nicht marxistisch definiert. So spricht er sich für die Verstaatlichung und Teilverstaatlichung von Infrastruktur und Rohstoffförderung und eine Erhöhung der Ausgaben für Bildung und Gesundheit aus. Er distanzierte sich aber vom Kommunismus und Chavismus. Ihm werden gleichzeitig Verbindungen zu einer Unterorganisation des Leuchtenden Pfads vorgeworfen.
Guter Mann! Von dem könnte die hiesige Linke was lernen: „Klima“, „nachhaltig“, „soziookölogisch“, „genderdings“ gibt es bei ihm nicht. Er besinnt sich aufs Kerngeschäft der Linken. So überzeugt man die Massen.

Heute Nachmittag zu Ehren des Genossen Pedro Castillo gebacken!
– Die Lage in Wokistan: An der Universtität Oxford (!) wollen sie die Bilder der Queen abhängen. Ist Kolonialismus und so. Mein Rat: Zwangsarbeit im Steinbruch Studenten ans Fließband und auch sonstwo in die Produktion!
– Die Lage bei den Grünen: Gibt es irgendwo einen Annalena-Baerbock-Lebenslauf-Liveticker? (Variante: Gibt es irgendwo einen Armin-Laschet-Lebenslauf-Liveticker?)
– Die Lage bei der CDU: Jemand von denen „will wegen der wachsenden Zahl antisemitischer Vorfälle das Staatsbürgerschaftsrecht ändern. Wer gegen Juden hetzt, soll nicht Deutscher werden können.“ Das ist ja eine großartige Trollerei. Man sieht die Grünen und die Linken die Lippen zusammenbeißen und murmeln: Dazu sagen wir jetzt nichts.
– Die Lage in Nordkorea: Hatte ich schon über das Uhrenarmband von Kim Jong Un berichtet?
– Die Lage in Gor: We are expecting two to three feet of drama this evening with bullshit blowing in from all directions.

Ausstattung: Golan Heights Winery Gamla Syrah Galilee-Galiläa 2018
Leonardos Bibliothek
Sehr schönes Projekt vom Museo Galileo: „Leonardos Bibliothek“.
So etwas hätte man natürlich in Second Life viel besser präsentieren können. Natürlich ist die Hemmschwelle, eine Software dafür herunterladen und installieren zu müssen, riesig. Aber das hätte man umgehen können, wenn dort zum Beispiel ein Avatar herumliefe, in zeitgenössischer Kleidung, und alles erklärte, mit Sound, und man davon einen Film gedreht hätte.
Alter Ego oder: Unter Mohren
Banker, Inhaber einer Handelsgesellschaft, und das in der Wüste, die entfernt Arabien ähnelt – ich weiß gar nicht, wie ich dazu gekommen bin. Vielleicht war es der Flux, nachdem ich keine Lust mehr auf die Rolle eines Warlords hatte. Und ja, mein Avatar ist ein Mohr.
Ausstatter: Aesthetic Advanced Mesh Body by Niramyth Productions, Nivaro- Aesthetic Head Applier (Smith) – Orion. Das ist schon mit das Beste, was man sich virtuell leisten kann. Man gönnt sich ja sonst nichts.
#roleplaying #fantasy #Gor #tahari #SecondLife #Teehra #Mesh
Avatarglottisschlaginnen sehen dich an
Efficiency, anonymity
Und nun das Wort zum Sonntag. Ich war genötigt, zwei Killer anzuheuern. Der Anlass ist zu kompliziert zu erklären. Der „literarische“ Rahmen:
„Why Assassins?“ asked the pit master. „Why those of the black caste?“
„Efficiency, anonymity,“ said the officer.
(John Norman: Witness of Gor)
The men looked at the Assassin, who regarded them, one by one. Men turned white under that gaze. Some fled from the tables, lest, unknown to themselves, it be they for whom this man wore the mark of the black dagger.
(John Norman: Assassin of Gor)
I thought of the assassins of the medieval Middle East. The caste of assassins was quite different. They were not dupes, fools, madmen, too stupid to understand how they had been manipulated by others, young men drunk with the wine of death, who think they will somehow thrive in the cities of dust. Against such mindless puppets, such naive fools, such lunatics, manipulated by those who send them forth, sitting safe in their mountain fastness, safe in their lair of prevarication and deceit, it is difficult to defend oneself. But the Gorean Assassin, he of the Black Caste, is not a naive, twisted, deluded, managed beast serving the purposes of others, but a professional killer. He wishes to kill and vanish, to live, to kill again. Otherwise he is no more than a clumsy oaf, a failure, having accomplished no more than might have a desperate, simple, misguided fool. If he himself dies, he has botched his work, he has failed, he has shamed his caste.
((John Norman: Swordsmen of Gor)
#roleplaying #fantasy #Gor #Assassines #tahari #SecondLife #Killer #teehra
Das Wunder am Karl-Marx-Platz und die Lage
Lob und Preis dem Straßen- und Grünflächenamt Berlin-Neukölln! Da ich die lokalen Medien nur sporadisch zur Kenntnis nehme, war mir dieser geniale Plan entgangen: Die Straße zwischen Richard- und Karl-Marx-Platz in Neukölln ist ab sofort für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt. Oh, die SPD macht mal was richtig! Martin Hikel , du bist mein lokaler Gott! (Ex-Zivilidienstleistender wie ich! Und Mathe-Lehrer – der hat wenigstens etwas Ordentliches gelernt.) Da man lokal taktisch entscheiden muss, da es mehr um Personen und weniger um Programme geht und in Neukölln CDU und SPD immer fast gleichauf lagen, weiß ich, wen ich das nächste Mal wähle. (Vadre retro, Shitstorm!)
Da niemand außer den hier Ansässigen weiß, warum ich so jubiliere: der Straßenzug Hertzbergplatz – Richardplatz – Karl-Marx-Platz-Karl-Marx-Straße war ein beliebter Schleichweg. Während des Berufsverkehrs staute sich oft der Verkehr in Richtung Westen bis über den gesamten Richardplatz. Da hier grobes Kopfsteinpflaster die Regel ist, verstand man oft, wenn man in den Biergärten am Platz saß und aß und trank, das eigene Wort nicht mehr. Der Wochenmarkt auf dem Karl-Marx-Platz war ein zusätzliches Nadelöhr – man kam sogar manchmal noch nicht einmal mehr mit dem Fahrrad durch, weil parkende Autos alles blockierten.
And now for something completely different. Greta Thunberg teilt einen Beitrag von der BDS-Aktivistin Naomi Klein und erwähnt mit keinem Wort, dass die Hamas über 200 Raketen auf Israel geschossen hat. Warum sollte ich mir überhaupt von einer dummen Göre mit Inselbegabung die Welt erklären lassen? Ich kann das Wort „Klima“ nicht mehr hören.
Übrigens hat Alan Posener (Welt Paywall) einen lesenswerten Hintergrundartikel dazu geschrieben: „Radikale Araber wünschen sich „judenfreie“ Stadtviertel“.
And now for something completely different. Heute ist mein letzter Urlaubstag. Ab Morgen muss ich wieder in dem Beruf, der die meiste Kohle sicher bringt, schindern. (Was für ein Slang…) Jetzt lasse ich meinen Avatar noch ein wenig herumlaufen. Am Wochenende wollen wir jemanden in einer anderen Stadt kidnappen – das muss geplant sein. Ich habe aber schon genug bewaffnete Männer zusammen. (Hallo? Ich spreche über Second Life?! Schickt mir hier nicht ein SEK-Kommando hin!)





























































