The Bird is Free and Speech

schnitzler
Hassredner (Symboldbild)

Der Musk sollte auch Facebook kaufen und alles das, was mit „unabhängigen Faktenprüfern“ verseucht ist. Ich kann eine klammheimliche Freude nicht verhehlen, wenn ich mir das Zähneknirschen unserer deutschen Zensurfreunde vorstellen. Twitter oder: der Trump kommt wieder? Der darf einfach so propagandisieren?

Ja, sollte er können. Das kann man aber hierzulande nicht sagen, weil man dann alle Nazis ausser Mutti jenseits den qualitätsmedialen Mainstreams steht, ja schon fast sozial geächtet ist.

Wait a minute: In Deutschland ist es jetzt strafbar, „einen Völkermord oder Kriegsverbrechen zu leugnen oder zu verharmlosen“. Was bedeutet im Detail“ verharmlosen? Der Staat nutzt sein Gewaltmonopol, um bestimmte Meinungen zu unterdrücken? Ach so, wir sind den Deutschland, wo selbst die so genannten Linken dazu applaudieren…

Hätte ich überflüssiges Geld, würde ich einen guten Anwalt beauftragen, das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht wegzuklagen wegen fehlender Normenklarheit.

Es ist lustig zu sehen, wen Musk bei der Übernahme Twitters zuerst gefeuert hat – vor allem die, die sich in der Vergangenheit durch Zensur gegen missliebige politische Meinungen „Hassreden“ bemerkbar gemacht gehaben, etwa Parag Agrawals oder Vijaya Gadde, die dafür sorgte, dass Trump bei Twitter rausgekegelt wurde und die schon beim bloßen Namen Musks zu Tränen erschüttert war.

Mal sehen, wie das weitergeht. Der Unterhaltungswert ist jedenfalls gesichert.

Was ich heute nicht kommentiere:

– Darf ich etwas meinen oder verlinken über eine Abspaltung von der DKP aka Jüdäische Befreiungsfront oder über die Diskussion kommunistischer russischer Politsekten, ob der Krieg im Donbass zu verurteilen oder gutzuheißen sei? Oder „verharmlose“ ich etwas, wenn ich nur ganz leise vor mich hinmurmele: Die sind alle bekloppt?

– Der Tagesspiegel diffamiert im schönsten Blockwart-Deutsch: „der für rechte Provokationen bekannte Kabarettist Uwe Steimle“. Der harmlose Steimle: Den kann man nicht aushalten? Man darf ihm keine Auftritte im deutschen Fernsehen mehr bieten? Ist der Meinungskorridor schon enger als eine Schießscharte?

– Unser Verteidigungsministerin will einem engen Mitarbeiter einen lukrativen Posten zuschustern.

– Eine private E-Mail zeigt, wie RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus offenbar einen Kollegen kaltstellen und den Ehemann der Berliner Umweltsenatorin Bettina Jarasch befördern wollte – zunächst ohne Ausschreibung.

parag agrawal

Beauftragter für und gegen

Schland. Kann man sich nicht ausdenken. Der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume darf „antisemitisch“ genannt werden.

Vielleicht liegt das auch an der grammatikalisch uneindeutigen Form eines „Antisemitismus-Beauftragten“.

Den Tiger reiten

Pandora
Mein Avatar (nein, nicht der aus Second Life!) reitet einen Thanator (2011)

Die Wagenknecht ist Deutschlands beliebteste Politikerin. Das hindert die Sektierer in ihrer Partei natürlich nicht, ihr die Schuld an den permanenten Wahlniederlagen zu geben. Bei Palmer ist es ähnlich, auch die Textbausteine gleichen sich aufs Haar: Palmer sei in Wahrheit wie die AfD; der Wagenknecht wird ständig Querfront hinterhergerufen.

Wenn man sich die Umfragen ansieht, wird die Sache klar: Gründete Wagenknecht eine neue Partei, hätte die ein Potential von mehr als 30 Prozent der Wählerstimmen. Die Rechten jeder Couleur sind sich nicht einig, aber alle ahnen: Träte sie an, würden sowohl die „Linke“ als auch die AfD halbiert und bedeutungslos.

Was lehrt uns das? Ich vermute, dass die Genossin Wagenknecht (bei der Anrede kriegen die Linkssektierer grünen [sic] Schaum vor dem Mund) sich das gut überlegt. Es geht auch um Geld. Wenn sie aus der „Linken“ austräte, müsste sie eine neue Partei finanzieren. Sie könnte auch so lange warten, bis die „Linke“ sich vollends ruiniert hat, aber darauf würde ich nicht hoffen. Die Gendersprecher, Flüchtlings- und Klimaretter machten unbeirrt weiter, bis sie auf Promillegröße geschrumpelt sind.

Zeitpunkt: Es muss nahe an den nächsten Wahlen 2025, sein, dass der Abschaum, der voraussichtlich auch sofort eintreten wird, sich (noch) nicht groß bemerkbar machen kann. Bei einer Neugründung werden die bürgerlichen Medien shitstormen, was das Zeug hält und alles tun, überall Nazis zu entdecken oder Kommunisten oder Putin-Versteher, was gerade Konjunktur hat. Und wer das Wort „Nation“ in den Mund nimmt, reitet in Deutschland immer auf einem Tiger.

Andererseits muss eine neu gegründete Partei auch Zeit haben, die Organisation aufzubauen und das Schlimmste zu verhindern, was Eintritte braun gebrannter Kameraden aus der AfD angeht. Natürlich muss man die Leute dort zurückholen. Gerade die Ossis, die früher die PDS aka die „Linke“ gewählt haben, wählen heute die AfD, weil sie „gegen das System“ sei, nicht wegen des Programms. „Gegen“ ist eine verschwommende Kategorie, mit der man aber politisch arbeiten kann, wenn man nicht, wie unsere „Links“sektierer bei den Grünen und „Linken“ ununterbrochen Gesinnungsprüfungen und andere Purifikationsrituale praktiziert.

Welches Personal käme in Frage für eine neue Partei? Natürlich zuvörderst diejenigen, die aus der „Linken“ hinausgeekelt wurden sowie Kommunisten, die die „Linke“ gerade deshalb nicht mehr wählen, weil die Systemfrage gar nicht gestellt wird, sondern der Kapitalismus aka „Klima“ repariert werden soll.

Eine neue Partei täte auch gut daran, sich scharf von den identitären Grünen abzugrenzen. Wer sich primär um Sexfragen, um Transen und Ladyboys und um Männer kümmert, die Frauen sein wollen, obwohl sie sich ihre Schwänze nicht abschneiden, der sollte der neuen Partei möglichst fern bleiben und seinen Fimmel im privaten Heim pflegen.

Erschwerend wird dazukommen, dass sich innerhalb der Arbeiterklasse zur Zeit nichts bewegt wie noch zu Zeiten der WASG. Die Parteifunktionäre sollten aber wissen, was die Klassenfrage bedeutet. Studenten würde ich verbieten, für Ämter zu kandidieren. Man muss gegen die Verkleinbürgerlichung so knallhart vorgehen wie früher die Chinesen. Auch wäre eine Trennung von Parteimitglied und Kandidat sinnvoll, dass nicht jeder Dödel gleich Kassenwart werden kann und dann sich mit derselben verflüchtigt.

Mit wurde aus gut unterrichteten Kreisen mitgeteilt, die Wagenknecht sei kein Teamplayer. Das kann ich mir gut vorstellen, ist sie doch mittlerweile eine eigene Marke, die eine Partei gar nicht brauchte. Gründete sie aber eine, wäre das einen Führerin-Partei wie die Ditfurthsche Ökolinke, die ohne die Frontfrau sofort in sich zusammensänke.

Als Prophet sage ich, die Zukunft betreffend: Vor 2024 wird nichts passieren, es sei denn, die „Linke“ zerlegte sich schon vorher so, dass irgendjemand die Wagenknecht riefe und sie den Trümmerhaufen übernehmen könnte. Ich bin immer noch stolz, dass meine Politsekte die einzige war, die den Mumm und den Verstand hatte, sich selbst aufzulösen. Ich fürchte, das wird die „Linke“ nicht tun.

Ein Pfundskerl

Dem Ausschuss der herrschenden Klasse Großbritanniens, der die Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, sitzt jetzt Rishi Sunak vor. Er besitzt 730 Mio. Pfund. Das sind rund 834 Millionen Euro.

Unter Aufweichenden

linke
Die politischen Positionen der „Linken“ (Symbolbild)

Kontext: „Die Linken und Die Linke“ – „Bei den vielen Problemen, die der Kapitalismus verschärft, wäre eine kritische Partei im Bundestag extrem wichtig. Doch die „Linke“ steckt in einer tiefen Krise. Unser Autor rät der Partei, sich wieder auf die Rolle einer radikalen Opposition zu besinnen.“ Der Autor Winfried Wolf war PDS-Abgeordneter.

„Vor zehn Jahren gab es drei große Faktoren für das schlechte Abschneiden bei der Bundestagswahl: Erstens weil die Partei im Oktober 2001 in Berlin in eine Koalitionsregierung mit der SPD eintrat und in der Folge für den damaligen Berliner Bankenskandal mitverantwortlich gemacht wurde; die wichtigste Entscheidung – die Übernahme des Risikos von 21,6 Milliarden Euro aus Immobiliengeschäften dieser Bank durch die SPD-PDS-Mehrheit – fiel im April 2002. Zweitens weil führende PDS-Politiker in den sogenannten Bonusmeilen-Skandal verwickelt waren: Es gab Erste-Klasse-Lufthansa-Freiflüge auf Basis von Rabatten, die mit dienstlichen Flügen „erworben“ worden waren. Gregor Gysi, der selbst derart abgehoben unterwegs war, musste aufgrund dieses Skandals drei Monate vor der Bundestagswahl als Berliner Wirtschaftssenator seinen Rücktritt erklären. Und drittens weil die Partei über Jahre hinweg ihre Antikriegsposition aufweichte.“

Immerhin hat er einige grundsätzliche Probleme erkannt, aber leider nicht alle. „Abschiebung von Geflüchteten“ (warum nicht „Flüchtlinge“?) – warum soll das moralinschwangere Thema eines der wichtigen sein? Sieht das die Arbeiterklasse auch so? Nein, tut sie nicht, nur die kleinbürgerliche protestantisch geprägte Mischpoke von der „Linken“.

Rot(!)chinesen kaufen Hamburg (fast)

chinese navy
Ein Vorauskommando der chinesischen Volksbefreiungsarmee erkundet den Hamburger Hafen.

Die Chinesen können bekanntlich Hafen. Die üblichen Verdächtigen aka Qualitätsmedien regen sich jetzt künstlich auf, weil Teile des Hamburger Hafens an den chinesischen Staatskonzern Cosco verkauft werden sollen.

Textbausteine: Feind der freien demokratischen Welt. Autokratisches Regime. Kommunistische Macht. Was war noch einmal die „freie Welt“? Gehören Ungarn und die Türkei dazu? Und was sind die Kriterien für „frei“? Mit „autokratischen Regimes“ hat Deutschland bekanntlich nichts am Hut, außer mit Saudi-Arabien sowie (die Liste wäre zu lang und passte nicht auf mein Blog). China ist im übrigen noch nicht einmal nach eigenem Selbstverständnis „kommunistisch“.

Was soll also diese Propaganda? Und warum werden die Uiguren nicht erwähnt? Die gehören doch zur deutschen Berichterstattung über China wie die behaarte Brust Charlton Hestons zu einem christlichen Sandalenfilm und das Echo zur Eiger Nordwand!

shanghai harbour
Kommunistische Schiffe treffen im Hamburger Hafen ein (Symbolbild).

Die anti-chinesische Propaganda wird schon seit längerem von Georg Kiesinger US-amerikanischen „Experten“ ventiliert; hierzulande plappern sie nur nach. Aus völkerkundlicher Sicht ist es immer wieder interessant zu beobachten, wie zusätzlich uralte antikommunistische Reflexe wiederbelebt werden und in die „Argumentation“ einfließen. Wen kann man mit „kommunistisch“ eigentlich noch erschrecken? Vermutlich nur die hiesige „Linke“.

shanghai harbour

By the way: Können die hier mitlesenden IT-Experten mir erklären, was diese komische Meldung auf https://en.portshanghai.com.cn bedeutet?

A Tyrant and Fat with Greed

gorean warrior
Virtueller Krieger auf Gor, mit einem virtuellen Streitwagen samt virtuellem Zugtier

warriors of gor
„He is a tyrant and fat with greed“, said the scribe. „Should the reward for Talena’s delivery to Ar fall to him, he will emboil Cos in continental and marine wars. He will field armies und blood the seas. In the end Cos will have lost honor and be the threatened foe of a thousand cities and ports. No matter her wealth Cos cannot occupy tax, rule hundreds of thousands of pasangs, cannot indefinitely subdue and hold in check hundreds of resentful, then rebellious, populations.“ (John Norman: Warriors of Gor, 2022)

Ähnlichkeiten mit derzeit lebenden Personen sind in Fantasy-Romanen nicht beabsichtigt, sondern rein zufällig. Die Ghostwriter, die der mittlerweile 90-jährige Bestseller-Autor beschäftigt, werden, als das Manuskript des letzten Romans gefertigt wurde, die politischen Ereignisse diesen Jahres nicht vorausgeahnt haben.

Unter Eingevolkten

ZDF u.a.: „Ukrainisches Volk erhält bekommt Sacharow-Preis“.

Der völkische Irrsinn kehrt also wieder zurück. Das ukrainische „Volk“… Was ist mit den nationalen Minderheiten der Ukraine? Kriegen die den Preis nicht oder werden die eingevolkt?

Soll es bei uns jetzt auch wieder „dem deutschen Volke“ heißen? (Die Sorben und die Friesen?) Und was sagt Hans Haacke dazu?

Money worship, Hedonism, Egocentricity and Historical Nihilism

Die South China Morning Post hat das 25-köpfige neue Politbüro der KP Chinas vorgestellt. Etwas für eure Kader-Akten. Und schaut euch die Ausbildung der Kader an…

Lobenswert auch die Quellen und eine Analyse dessen, was im schriftlichen Report der Rede des wie gewohnt supergroßen Vorsitzenden nicht erwähnt wurde.

“Misguided patterns of thinking such as money worship, hedonism, egocentricity and historical nihilism were common, and the online discourse was rife and disordered. All this had a grave impact on people’s thinking and the public opinion environment,” the report said.

Bei den Chinesen ist das bekanntlich so: Man muss zwischen den Zeilen dessen lesen, was zwischen den Zeilen steht.

Den „Palästinensern“ eine Stimme geben

 Shatha Hammad

„Das kommt von das.“ (Wilhelm Busch)

Tilman Tarach schreibt auf Facebook: „Reuters hat heute eine Preisverleihung an die palästinensische Freelancer-Journalistin Shatha Hammad zurückgezogen, weil sie getweetet hatte, ihre Einstellung in Bezug auf die Ausrottung der Juden entspräche derjenigen von Hitler. Dass diese Entscheidung als „schwierig“ bezeichnet wird, wirft ein Licht auf die Verfasstheit des israelbezogenen Journalismus. Shatha Hammad, das ist wohl die eigentliche Kritik, hat noch nicht gelernt, den eigenen Antisemitismus zu verschleiern und sich daher vom NS zu distanzieren. Bezeichnenderweise wurde sie 2020 für ihre „mutige Arbeit“ mit dem britischen „One World Media New Voice Award“ ausgezeichnet. Und natürlich konnte keiner bei Reuters auch nur ahnen, wie die Person tickt…“

Ein Hijab. Was will man da erwarten. Dummheit und Religion passen einfach zusammen.

 Shatha Hammad

18.10.1977

schleyer

Alles offensichtlich

vomitating
Leser deutscher Tageszeitungen nach dem Lektüre der aktuellen Kriegspropaganda und anderer Themen (Symbolbild). Credits: umryfame/Wikipedia

China

„Ich sage nur China, China, China!“ (Kurt Georg Kiesinger 1969)

„Die demokratischen Staaten sollten sich gegen die immer aggressivere Politik von Xi Jinping gemeinsam wappnen. Sie tun das Gegenteil – Deutschland vorneweg.“ Immerhin ist das Elaborat als „Kommentar“ gekennzeichnet. Was interessiert mich die Meinung eines Journalisten, der chinophobe (gibt es das Wort) Propaganda as usual verbreitet? (Es fehlen noch „die Uiguren“.) Und wer ist mit „demokratische Staaten“ gemeint? Der US-Imperialismus? Erdogan? Unser Handelspartner Saudi-Arabien? Immer aggressiver? Seit wann? Und vor allem: Gegen wen?

„Der Westen“ ist nicht das Maß aller Dinge, und die Chinesen haben das sehr gut verstanden. Man kann sogar darüber streiten ob es besser ist, sich von einem Ausschuss, der die Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, regieren zu lassen, oder ob es nicht vernünftiger sei, dass die politische Elite sich zunächst in der Praxis bewähren muss, wie im alten Rom, bevor man zu einem politischen Amt greifen kann, und dass „Demokratie“ auch ein Einparteiensystem sein kann.

Die Herren exportieren deutsches Wesen
zu den Chinesen!
Zu den Chinesen!
(Stefan Heym)

Ukraine

„Russlands Nachschubprobleme in der Südukraine offenbar verschärft“. Offenbar. Vermutlich. Vielleicht. Oder auch nicht. Einzige Quelle: Britischer Geheimdienst – dann muss man es drucken.

„Deutschland will dem Vernehmen nach rund 5.000 Soldaten schulen“. (Was bedeutet „dem Vernehmen nach“? Hat irgendjemand gesagt, aber wir wissen nicht wer?) In was denn? Wie man gendergerechte Toiletten benutzt?

„Nato beginnt am Montag Verteidigungsübung mit Atomwaffen.“ Das hat natürlich gar nichts mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Für was üben die denn? Wie man am schnellsten Jod-Tablette schluckt oder sich eine ABC-Plane, die bekanntlich gegen Atombomben schützt, über den Kopf zieht?

Die pöhsen Drogen

„Auch in Berlin sterben wieder mehr Männer und Frauen an harten Betäubungsmitteln, oft an einer Heroin-Überdosis. Doch immer weniger Süchtige sind in Therapie.“ Das, Tagesspiegel, ist grober Unfug. Warum habe ich eigentlich ein Buch (1993!!) darüber geschrieben? Damit ihr die abgelutschten Sprechblasen aus den 80-ern jetzt wiederholt? Therapie heilt von Heroin? Ach was. Irgendwelche Statistiken, ob das stimmt? Habt ihr nicht? Dachte ich mir. By the way: Ich habe damals alles, was nötig ist, gesagt und geschrieben. Allein schon das Wort „Entgiftung“ ist so „neutral“ wie ein beliebiges Statement Melnyks. Alkohol ist Gift, Heroin jedoch nicht. Keine Ahnung, aber um so lauter herumjaulen…

Zusammengeschweisst oder: Volksgemeinschaft 2.0

Volksgemeinschaft

„…das einfache, untertänige Volk wurde nahezu immer betrogen.“ (Johannes Fried: Die Anfänge der Deutschen: Der Weg in die Geschichte, S. 335, über die Zeit der Karolinger)

Wenn „Industrie – also known as „das Kapital“ – und Privatpersonen zusammengeschweißt werden sollen, ist es zur Volksgemeinschaft nicht weit. In der Ukraine ist sie bekanntlich schon verwirklicht.

Die „Linke“ könnte das zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, was sie seit dem russischen Angriffskrieg alles verkackt hat. Dabei ist es doch gar nicht so schwer, eine klare Position zu haben.

– Ein kapitalistischer Staat, der von einer korrupten Oligarchen-Clique regiert wird, greift einen anderen kapitalistischen Staat an, der von einer korrupten Oligarchen-Clique regiert wird. Müsste Linke irgendwelche Emotionen pro oder contra haben? Nicht, dass ich wüsste. Aber die deutschen Linken haben schon einmal versagt, als das Thema aktuell war.

– Eine recht große Anzahl von Leuten haben irgendetwas „gegen das System“. Die Gründe sind oft die falschen – die kleinen Leute ahnen nur verschwommen, dass sie verarscht werden, aber erkennen den wahren Feind nicht, sondern irren herum und suchen irgendeinen. Es macht überhaupt keinen Sinn, sie deswegen zu beschimpfen oder zu verachten. Nein, die Linke müsste sich an die eigene Nase fassen und fragen: Warum gelingt es uns nicht, den Protest in die richtige Richtung zu lenken? Die Masse ahnt ganz richtig, dass der Kapitalimus aka „das Klima“ nicht repariert werden sollte, weil das nur Herumdoktern an Symptomen bedeutet. Also: Verzichtet auf alle Wörter die mit „K“ beginnen und mit „lima“ aufhören! („Nachhaltig“ will auch niemand hören.)

– Die Linke hätte gleich zu Beginn des russischen Angriffskrieges glasklar gegen Sanktionen sei müssen. Warum? Weil Moral hier nicht weiterhilft. Sanktionen sind pure Heuchelei, da sie die Bevölkerung trifft, nicht aber die herrschende Klasse. Glaubt jemand ernsthaft im Bullerbüannalenaland, dass Putin deswegen einlenken würde? Hätte die Linke so reagiert, würden jetzt die Leute, die gegen alles Mögliche protestieren und mit politisch verirrten Seelen durchmischt sind, immerhin zuhören. Aber nein, die Linke war wie immer feige und ängstlich und fürchtete sich vor dem zu erwartenden Shitstorm, wenn sie nicht mit dem Mainstream heulte.

Nein, wenn die bürgerliche Presse geifert (kennt ihr den Begriff überhaupt?), ist das gut! Das bedeutet: Man wird als Systemopposition wahrgenommen. Man muss auch beleidigen und hetzen und unter die Gürtellinie schlagen – das ist das Basiswissen der Propaganda. So kann man sogar Präsident der USA werden.

– Offenbar möchte die Linke aber lieber mitregieren und Pöstchen an die Getreuen verteilen. Wenn ihr nicht kapiert, dass man sich unter’s Volk mischen und dessen Sprache sprechen muss, werden clevere Vertreter der Herrschenden wie Orban, Bolsonaro, Duterte und eben Trump die „sytemkritischen“ Emotionen für sich nutzen. Die erwähnten Pappnasen werden bekanntlich auch von den „kleinen Leuten“ gewählt – weil die jeweilige Linke sich um sie nicht kümmert, sondern lieber Verhaltens- und Sprachvorschriften erlässt und sich denjenigen widmet, die ihre sexuellen Vorlieben über den Klassenstandpunkt stellen. Überlasst also den Diversity-, Trans- und LGBT-Lifestyle-Quatsch den Grünen.

Die Abendlage im Klartext [Update]

abendlage
Abendlage (Symboldbild), credits: Cristy Ren/Instagram. Mit dem Mädel habe ich ein bisschen Mitleid. Wer so aussieht, hat bestimmt ununterbrochen Ärger. [Update] Das Mädel ist Russin.

Was haben wir:

– Der Gerichtshof der EU hat entschieden: „Eine interne Regel eines Unternehmens, die das sichtbare Tragen
religiöser, weltanschaulicher oder spiritueller Zeichen verbietet, stellt keine unmittelbare Diskriminierung dar, wenn sie allgemein und unterschiedslos auf alle Arbeitnehmer angewandt wird.“ Umkehrschluss: „Firmen dürfen Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuchs verbieten“. Dann sollen sie es tun, Vivantes! (Werden sie aber nicht.)

– Interessant, was Demonstranten in Leipzig den Bandera-Verstehern zuriefen: „Nazis raus!“ „Die Polizei sieht hingegen (sic!) keine strafrechtliche Relevanz.“ Das wäre ja noch schöner.

– Russen und US-Amerikaner fraternisieren temporär in Syrien.

– Halina Wawzyniak „Über autoritäre Selbstgerechte“.
… erzählen gutverdienende und materiell abgesicherte Personen was angeblich getan werden müsste. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier Menschen mit geringem oder keinem Einkommen sowie Transferleistungsempfangende für den eigenen Ego-Tripp (sic) und den Kampf zum Erhalt der eigenen Privilegien benutzt werden. Im Kern nämlich wissen die autoritären Selbstgerechten meist nichts von deren Leben und wollen es auch nicht wissen. Sie müssten dann nämlich zum Beispiel früh aufstehen und sich in den ÖPNV quetschen, um an einen Arbeitsplatz zu kommen bei dem selbst jede Pinkelpause genau notiert wird. Sie müssten zum Beispiel mit Leuten reden und nicht nur für Fotos posieren, die nicht wissen, ob sie Morgen noch ihre Miete oder ihren Strom bezahlen können und die keine Rücklagen haben. Sie müssen zum Beispiel in Kneipen und nicht in Edelrestaurants gehen, möglicherweise sogar ziemlich verrauchte Kneipen mit Alkohol. Sie müssten auf einem Campingplatz Urlaub machen und nicht im 5-Sterne-Hotel.

abendlage

– Das Finanzkapital beurteilt die Lage der russischen Wirtschaft nicht so schlecht.

– Der ukrainische Außenminister redet Klartext: „Wenn Sie mich fragen, wer auf der Krim oder in Belgorod etwas in die Luft sprengt, dann sage ich Ihnen im Privaten, ja das waren wir.“

Наше дело правое. Победа будет за нами! Schon klar.

Brooklyn Bridge

brooklyn bridge

Brooklyn Bridge, New York, USA, fotografiert im September 1981. Heute sieht das da anders aus.

Der Weg zum Frieden

time

„For the enemies of Russia, the morning does not start with coffee.“ (Sergej Surowikin, russischer Oberbefehlshaber in der Ukraine). Der „Westen“ hat es vorgemacht. (Puls und Atmung noch normal?)

Alles nobel oder: Was sonst noch geschah

Villavicencio
Nur der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine Valery Zaluzhny und sein unauffälliges #Hakenkreuz Armband.

Was haben wir?
– Die FAZ schreibt über die Nobelpreisträgerin Annie Ernaux. Außer dem Recht auf Abtreibung verteidigt die Schriftstellerin auch das Recht muslimischer Frauen, sich zu verschleiern. Aktuell betont Ernaux, dass sie die Pro­teste in Iran unterstütze, aber einen großen Unterschied sehe: Dort kämpfe man gegen „den absoluten Zwang“, in Frankreich dagegen „um die Freiheit“, den Schleier zu tragen. (…)
2018 sprach Ernaux sich gegen eine französisch-israelische Kultursaison aus, 2019 rief sie zum Boykott des Eurovision-Wettbewerbs in Tel Aviv auf.

– Es weitet sich aus: On the evening of October 8, the Ambassador of Ukraine to Minsk, Igor Kizim, was invited to the Belarusian Foreign Ministry, who was presented with a diplomatic note. In the note, the Belarusian side claims that Ukraine allegedly plans to strike at the territory of Belarus,” the Ukrainian Foreign Ministry said.

Gleiwitz, ick hör dir trapsen.

– „Ein unbekannter Spitzenkandidat, Streit und Skandale – dennoch wird die AfD in Niedersachsen zweistellig.“ Sie profitiert von
[bitte ankreuzen] Energiekrise,
[bitte ankreuzen] Inflation,
[bitte ankreuzen] Putin
[bitte ankreuzen] Erderwärmung,
[bitte ankreuzen] Frust
[bitte ankreuzen] Arbeitslosigkeit,
[bitte ankreuzen] Rechtsextremismus
[bitte ankreuzen] Wahlmüdigkeit
[bitte ankreuzen] Merkel
[bitte ankreuzen] Protestwählern.

Die Linke hat übrigens 2.6 Prozent, also die Anzahl der Stimmen fast halbiert.

Error 931 oder: How to Bypass Geo-Restrictions

error 931

Ich las etwas über russische Bootsflüchtlinge (via Fefe), die in Alaska festgesetzt wurden. Russen sind bekanntlich weder dunkelhäutig noch Afrikaner, lösen deshalb im hiesigen Glottisschlag-Kapitäninnen-Wursthaare-Milieu keinen Robbenbaby-Effekt aus. Flüchtlinge sind eben nicht gleich Flüchtlinge. Das Motiv „Ich helfe, damit ich mich moralisch höherwertig fühle“ entfällt.

Aber nun zu etwas ganz Anderem. Manchmal ist es nützlich, etwas Gelerntes zu wiederholen. Aus welchen Gründen auch immer ist Deutschen (?) nicht erlaubt, das betreffende Video zu sehen. If you’re thinking to yourself „This is dumb“……you’re absolutely right.

Das wollen wir doch mal sehen, ist meine Reaktion in solchen Fällen. Dummerweise half mein Tor-Browser nicht weiter. Meine IP-Adresse blieb deutsch, und der Error 931 wiederholte sich. (Vielleicht sollten wir Zensurweltmeister nicht so viele Tor-Server betreiben.) Man kann natürlich so lange herumprobieren, bis man endlich einen ausländischen Tor-Server erwischt hat.

JonDo ist übrigens auch nicht mehr online. Oder? Jap läuft bei mir, aber verbindet sich nicht.

error 931

Bevor das IT-affine Publikum jetzt zu gähnen beginnt: Es ist gar nicht so einfach. Ich sitze vor einem schwachbrüstigen Windows-Rechner, der sich partout nicht mit dem VPN meiner Fritzbox verbinden will. Das ist doch eine erbärmliche Fummelei, die man einem normalen Menschen nicht zumuten kann! Ich habe schon drei VPN-Zugänge eingerichtet, weil sich per Versuch und Irrtum ergab, dass jeder Rechner je nach Betriebssystem einen eigenen haben möchte. Nachdem ich mir ein neues Smartphone angeschafft hatte, funktioniert dessen VPN auch nicht mehr – ich habe noch nicht herausgefunden, woran es liegt.

Ich vermute, dass ich irgendetwas verwechsele: Typ (IKEv2/IPSec PSK – ach so!) Vorinstallierter Schlüssel, Anmeldeinformationstyp, Benutzername (optional: Wieso optional? Der meiner Fritzbox oder der des VPN-Zugangs? Ist das mit „IPSec Identifier identisch?), Kennwort (optional – wieso optional? Ist das der IPsec Pre-shared Key?) Und wieso „können nur numerische DNS-Serveradressen für Always-on VPN verwendet werden?

Ich könnte es hier über den Firmenzugang versuchen. Das sind aber Vollprofis, und ich möchte nicht, dass die mein privates Surfverhalten protokollieren. Also nehme ich mein mobiles Modem, das über Vodafone online geht. Ort: Neustrelitz, MV DE ISP: Vodafone GmbH. Damit war ich immer noch deutsch, und der Error 931 nicht weg.

In solchen Fällen, wenn man verwirrt ist, hilft nur, dass man die bad guys heftig zurückverwirrt. Ich habe also die Verbindung des Laptops zum mobilen Modem gekappt und per Handy einen mobilen Hotspot eingerichtet und den Rechner damit verbunden. Das löste das Problem, was aber gar nicht hätte sein dürfen, denn Handy und mobiles Modem sind derselbe Account bei Vodafone. Den Geolokalisatoren, die mich zensieren wollen, machen das doch nicht anhand der Mac-Adresse? Außerdem wäre das in diesem Fall völlig sinnfrei.

Das nerdige Publikum wird es mir sicher erklären können.

error 931

Im Osten nichts Neues

ukraine

Die russischen Propagandisten gehen erstaunlich gelassen mit dem ukrainischen Vormarsch bei Cherson um. Offenbar ist es ihnen zur Zeit nicht wichtig. Das hat seine Gründe. Die Financial Times titelt: „Ukraine faces critical battle in the south before winter, US says. Western allies warn muddy conditions will soon make fighting treacherous in strategic regions“.

Da die Russen ihrer 200.000 Mann, die sie an die Front werfen wollen, auch noch ausbilden, wird es ihnen reichen, sich dorthin zurückzuziehen, wo man sich verteidigen kann. Ich tippe sogar darauf, dass es hinter dem Fluss Dnipro sein wird.

ukraine

Mittlerweile verhalten sich die Ukrainer so wie die Russen, wie man es aus Kriegen kennt: „How the Ukrainians are taking brutal revenge“. Die Russen beschießen derweilen die ukrainische Infrastruktur, so weit ich das beurteilen kann aber „halbherzig“.

Ich halte aber die Idee, man könne nur „ein bisschen“ Krieg führen, für unsinnig. Aus militärischer Sicht wäre es sinnvoll, den Nachschub für die Ukraine abzuschneiden, und zwar schon nahe der polnischen Grenze. Dafür hätten sie zum Beispiel die RS-24,die aber mit atomaren Sprengköpfen bestückt ist. Vielleicht spart Putin sie noch auf für den Fall, dass es wirklich ernst wird – die RS-24 fliegt mindestens 5000 Kilometer weit. Und die Russen haben nicht so viele davon. Das wäre definitiv der Anfang der Apokalypse.

ukraine

Мир!

russian soldiers
Russische r Volkssturm Wehrpflichtige, die offenbar zum ersten Mal ein Gewehr sehen oder prüfen, ob eine Kugel im Lauf ist.

Hat der Musk von mir abgeschrieben?

In den von Moskau annektierten Regionen sollen unter UN-Aufsicht Referenden stattfinden. Falls eine Mehrheit der Bevölkerung bei der Ukraine bleiben will, muss Russland seine Truppen abziehen. Die Krim-Halbinsel soll zu Russland gehören, die Trinkwasserversorgung der Krim soll gesichert sein. Die Ukraine verzichtet auf eine Nato-Zugehörigkeit.

Die deutsche Öffentlichkeit verträgt gar keine Kontroversen mehr und auch keine abweichenden Meinungen. Die Journaille schaltet sich selbst gleich. Unverschämt, Musks Idee gleich in Titeln als wirr abzutun.

Ceterum censeo, Melnyk: Fuck off!

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