Компанія „Цитадель“ 2.0

1943 Unternehmen Zitadelle oder auch Operation Zitadelle war der deutsche Deckname für eine Großoffensive während des Zweiten Weltkrieges. Mit einem Zangenangriff auf den sowjetischen Frontbogen um die Stadt Kursk sollten mehrere Verbände der Roten Armee eingekesselt und zerschlagen werden. Das Unternehmen, das in der Zeit vom 5. bis zum 16. Juli 1943 stattfand, gilt als letzte großräumige Angriffsoperation der Wehrmacht im Krieg gegen die Sowjetunion.
2024 Unternehmen Zitadelle oder auch Компанія „Цитадель“ war der ukrainische Deckname für eine Großoffensive während des Dritten Weltkrieges. Mit einem Zangenangriff auf den russischen Frontbogen um die Stadt Kursk sollten mehrere Verbände der russischen Armee eingekesselt und zerschlagen werden. Das Unternehmen, das im August 2024 stattfand, gilt als letzte großräumige Angriffsoperation der ukrainischen Streitkräfte im Krieg gegen Russland.
Keine Sprachkenntnis, kein Bürgergeld
In der bürgerlichen Presse lese ich ein Interview mit einer „Fallmanagerin im Jobcenter“:
WELT: Gibt es Länder, die es besser machen als wir?
Schwimmer: Dänemark. Die Höhe der Leistungen ist dort an das Sprachniveau gekoppelt. Die Asylanträge sind dadurch zurückgegangen. Bei uns wirkt das niedrigschwellige Bürgergeld hingegen als Magnet – 44 Prozent meiner erwerbsfähigen Kunden haben Migrationshintergrund. Die meisten davon verfügen nicht über Deutschkenntnisse, die für ein Beratungsgespräch ausreichen. Sie können es sich bequem im Bürgergeld einrichten, weil sie nicht vermittelbar sind. (…)
WELT: Sie würden es also zur Bedingung machen, Deutsch zu sprechen.
Schwimmer: Ja. Alle mit einer guten Bleibeperspektive sollten verpflichtend an einem Deutschkurs teilnehmen müssen. Der Übergang vom Asylbewerberleistungsgesetz ins Bürgergeld mit seinen höheren Leistungen sollte erst erfolgen, wenn mindestens das Sprachniveau B1 erreicht wurde. Kurzgefasst: keine Sprachkenntnis, kein Bürgergeld.
WELT: Haben Sie Hoffnung, dass das passiert?
Schwimmer: Nein. Die Politiker leben an der Realität vorbei, unsere Führungsebene genauso. Die haben keine Ahnung, was bei uns vorgeht und mit welchen Menschen wir zu tun haben.
Kurasov, Pinimenthol, Hopper und mehr
Sieh Lieber, was doch alles Schreibens Anfang und Ende ist, die Reproduktion der Welt um mich, durch die innere Welt, die alles packt, verbindet, neuschafft, knetet und in eigner Form, Manier, wieder hinstellt, das bleibt ewig Geheimnis, Gott sei Dank, das auch ich nicht offenbaren will den Gaffern und Schwätzern. (Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief an Friedrich Heinrich Jacobi, 21. August 1774 – Diesen Satz trug Edward Hopper als Zettel immer bei sich).
Wenn ich auf eine Medikament „pflanzlich“ lese, schlägt mein Esoterik-Detektor vorsorglich an. „Tierische“ Medikamente gibt es sowieso nicht, außer vielleicht Blutegel. Was soll also dieser Hinweis?
Hier aber muss ich lobend Pinnimenthol erwähnen, welchselbiges mir der Hausarzt meines Vertrauens verschrieben hatte. (Ich bin immer noch krankgeschrieben.) Das Zeug hilft wirklich, obwohl bei Männerschnupfen bekanntlich gar nichts nützt. Ich habe fast keine Symptome. Dass ich eine Erkältung habe, merke ich nur morgens beim Aufwachen. Es riecht auch angenehm, wenn man sich die Brust damit einreibt und Schlafen legt. Man lernt doch doch nie aus.
Im Hintergrund sieht das Publikum mein neues Reserve-Schlafzimmer, das ich heute mit einem Bild meines Lieblingskünstlers Georgy Kurasov verziert habe. Ich könnte die ganze Bude vollhängen mit Edward Hopper (der bei mir auf einer Stufe mit Diego Velázquez steht) und Georgy Kurasov, aber an den Wänden ist jetzt kein Platz mehr, weil da auch noch zahllose Fotos aus Lateinamerika sind.

Einmal mit Profis E-Mailen…
And now for something completely different. Ich bin heute für mein Hebräisch-Lernen von Duolingo zu Mondly gewechselt. Der Vokabel-Trainer bei Duolingo für Ivrit ist deaktiviert, und niemand meldet sich bei Nachfragen. Die ersten Lektionen bei Mondly sind praxisorientiert und gefallen mir. Die Schrift und Lesen kann ich ja eh schon. Duolingo nutze ich weiterhin für Spanisch, Französisch (beides wiederhole ich nur) und Jiddisch.
And now for something completely different. Smotrich hat natürlich vollumfänglich recht.
Die Weltlage, Armagedon und Areas of Interest

Credits: Israel heute
Naher-Osten-Front
Vielleicht beginnt der 3. Weltkrieg jetzt offiziell.
Intel Slava: Tehran: video from the meeting of the Russian security delegation that arrived in Iran led by Sergei Shoigu, head of the Russian Security Council, with the heads of the Iranian security establishment. Among the members of the delegation, the presence of Alexander Mikhayev, chairman of the board of the Russian State Corporation for Arms Exports, stands out.
Israel heute: Michael Kurilla, der Kommandeur des Zentralkommandos der US-Armee, ist in Israel gelandet, nur wenige Stunden nachdem der Vorsitzende des russischen nationalen Sicherheitsrates Sergej Schoigu in Teheran angekommen ist. Ein Kampf der Großmächte USA gegen Russland.
Ich gehe davon aus, falls die Maulhelden im Iran wirklich losschlagen, dass Israel sie plattmacht. Die Mehrheit im Iran scheint ja auf der Seite der Regierung zu stehen wie die Deutschen unter Hitler. Also sollten sie nachher nicht jammern. Die US-Amerikaner haben etwas vorbereitet: Amerikanischen Berichten zufolge ist ein strategischer B-2 Spirit-Bomber der US-Luftwaffe, der in der Lage ist, zwei 30.000 kg schwere GBU-57A/B Massive Ordnance Penetrators (MOP) zu tragen, auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar eingetroffen. Der MOP ist für tiefes Eindringen ausgelegt und kann bis zu 60 Meter Beton durchdringen, bevor er explodiert. Man weiß, wo die vermutlich hinfliegen.
Die gute Nachricht ist: Jordanien und Saudi-Arabien werden nicht zulassen, dass iranische Raketen ihr Gebiet überfliegen.
Heute kommt aber eine interessante Einschätzung: Sicherheitsquellen in JLM und TLV schätzen, dass der Iran und die Hisbollah ihre Reaktion aufgrund ihrer Angst vor einem heftigen und umfassenden israelischen Vergeltungsschlag verzögert haben. Die Quellen fügten hinzu, dass, wenn Israel über solide und präzise Geheimdienstinformationen über die Absichten des Iran und der Hisbollah, Israel anzugreifen, verfügt und dies einen Präventivschlag ermöglicht, würde die IDF nicht tatenlos zusehen, sondern sofort schlagen.
Ostfront
Deutsche Panzer auf dem Weg nach Charkow, wie gewohnt nicht sehr erfolgreich. Das wird so weitergehen.
Fernöstliche Front
Militärputsch in Bangla Desh, vorher Klassenkampf aller gegen die Regierung. General Waker-Uz-Zaman ist der neue starke Mann. The protest, which initially began as a response to the reestablished quota system for government jobs, quickly spread throughout the entire country because of the government’s violent response, as well as growing public dissatisfaction against an oppressive government. The situation was further complicated by many other ongoing issues, like the government’s inability to manage a prolonged economic downturn, reports of rampant corruption and human rights violations, and the absence of democratic channels for initiating changes. Das Übliche halt.

Berliner Schülerinnen (Symbolbild)
Bildungsfront
Große Teile der Berliner Drittklässler können schlecht lesen und rechnen. Das haben Vergleichsarbeiten gezeigt, die im vergangenen Schuljahr durchgeführt wurden – der sogenannte Schulvergleichstest Vera. Die Ergebnisse dieser bundesweit durchgeführten Tests fallen auch für die Berliner Achtklässler ernüchternd aus Demnach erreichten 43 Prozent der Drittklässler beim Lesen und beim Hörverständnis nicht einmal den Mindeststandard. In Mathematik blieben sogar 46 Prozent unter den Mindestanforderungen. In beiden Fächern hat sich das Niveau im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.
Waran das liegt, schreiben die Qualitätshauptstadtmedien natürlich nicht: Doch der Abstand zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund bleibt unverändert hoch..
Und? Was lehrt uns das? Wieso sind Schüler aus eingewanderten asiatischen Schüler nicht so dumm die Kinder mit arabischem oder türkischen „Migrationshintergrund“? Liegt es am Islam oder der sozialen Lage, oder verwechsele ich gerade das Ei mit der Henne? Vielleicht hülfen sowohl ein Hijab- als auch ein Genderverbot?
Ökonomische Front
Die Grünen sind unbelehrbar. Das Problem ist aber eine Regierungskoalition im nächsten Jahr: Schwarz-Grün? Oder Schwarz-Rot? Das nennt man dann „vom Regen in die Traufe“.
Ich bin übrigens ein paar Tage krankgeschrieben. Es geht aber bergauf.
Mein Name ist Nakesh, Amit Nakesh
Angeblich soll der Iran heute Nacht beginnen, Israel anzugreifen.
Ich darf auf einen Artikel der Jerusalem Times hinweisen, der sich auf Quellen der New York Times stützt:
Former Hamas political leader Ismail Haniyeh was killed by an explosive device that was secretly smuggled into his guesthouse in Tehran, and not by an airstrike, The New York Times reported and The Jerusalem Post has independently confirmed.
The bomb was hidden in June [!] and used cutting-edge remote technology as has been used in the killing of Iran nuclear chief Mohsen Fakhrizadeh, according to the report and the Post’s sources.
Alles Profis. Dazu passt: Mossad agent Amit Nakesh? – Turkish media identifies Haniyeh assassin by joke name“.
Outlets such as Akdeniz Gercek Gazetesi and Guneydogu Ekspress identified the operative behind the Wednesday death of Haniyeh in Tehran as “Amit Nakesh.” The name, Amit Nakesh is a corruption of “hamitnakesh,” Hebrew for “the assassin.”
Schwarzer Humor, sozusagen, Mossad-Style.
Kamala, Kartoffeln und Klartext

Kamala Harris, so wie die sie Deutschen sehen
Ich muss doch mal ein ernstes Wort mit dem hiesigen Publikum reden. Ein Leser fragt: „Möchte denn der ‚gute Marxist‘ lieber einen Präsidenten in der Rolle eines Trumps oder den Gouverneur of Florida DeSantis?“
Ich zitierte dazu schon etwas: just to see what that might look like. Ich würde Trump wählen. Was die Charaktermasken angeht, ist es natürlich egal, wer dem Ausschuss vorsitzt, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
Mir ist aber nicht egal, wie der Krieg in der Ukraine weitergeht und wie die USA zu Israel stehen. Die Harris hat sich nicht die Rede Netanjahus vor dem US-Kongress angehört – eine symbolische Geste, die genug aussagt.
Hinter Harris steht die Mischpoke um Alexandria Ocasio-Cortez, sozusagen die Sawsan Chebli der US-Demokraten. „Im Mai 2018 kritisierte Ocasio-Cortez die tödlichen Angriffe der israelischen Armee gegen Palästinenser, die an den Grenzen des Gazastreifens protestierten, und bezeichnete sie in einem Tweet als Massaker. Im Juli sagte sie in einem Interview mit PBS, sie unterstütze die Zweistaatenlösung, und bezeichnete die israelische Präsenz im Westjordanland als Besetzung von Palästina…“
Danach kommt nur noch die Hamas- und Hisbollah-Ehrenmitgliedschaft. Und so etwas ist mir nicht egal.

Übrigens, deutsche Qualitätsmedien: Kamala Harris ist nicht „schwarz“. Oder ist Narendra Modi für das ehemalige Nachrichtenmagazin jetzt ein „Schwarzer“? CNN hat ein Interview mit ihr gemacht, in dem sie über ihre indische Herkunft plaudert. Indien, Jamaica, Hauptsache Afrika?
Was ich sagen wollte: Wenn die Hälfte der US-Wähler Trump will und die andere Hälfte Harris (und 95 Prozent aller deutschen Journalisten), warum sind dann achtzig Prozent der Deutschen für Harris? Das muss man doch erklären!?
Man brauchte doch nur ein spontane Umfrage unter den Kartoffeln Deutschen machen, für was die Harris eigentlich politisch stehe? Ich wette, das nicht mehr als ein Promille eine ernst zu nehmende Antwort gäbe. Die entscheiden eher nach Sympathie, Geschlecht und Hautfarbe (weil sie ein schlechtes Gewissen gegenüber den Negern haben) – also total irrational.
Man kann auch sagen: Vier von fünf Deutschen möchten, dass deutsche Panzer auch fürderhin nach Charkow rollen und dass der Krieg in der Ukraine bis zum Endsieg weitergeht. Mir ist es lieber, wenn jemand wie Trump dazu klare Ansagen macht.
Kartoffeln lieben Kamala
Alle Kartoffeln und deutsche Journalisten lieben Kamala Harris. Vernunftbegabte Wesen nicht.
Verständliche Sprache
Eine Sprache, die Araber und Perser verstehen.
Dazu könnte man auch zahllose Zitate aus der Bibel suchen, nur aus Daffke. Zu irgendwas müssen ja meine Kenntnisse auf diesem Gebiet nützlich sein.
Update: Fefe über rechte und linke Hände.
Unter vorgeblichen Schlüsselbesitzern
Die Weltläufte interessieren mich heute gar nicht. Wenn ich Tunten und Transen betrachten wollte, ginge ich in ein einschlägiges Etablissement, nicht aber zu Olympia. Ich habe gestern einen langen Artikel für ein Magazin geschrieben, der sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Recherche beschäftigt, und war daher in einem technischen Stimmungsmodus. Heute also das, was mir mit meinem neuen „Kleine Hirse„-Handy noch fehlte: Verschlüsselung von E-Mails.
Was braucht man alles? Kleopatra> für Linux, OpenPGP, Thunderbird und die OpenPGP-Schlüsselverwaltung davon, OpenKeychain für Android, FairEmail. Natürlich in meinem Fall Filezilla, um Daten vom Handy auf den PC zu spielen und zurück, und Gimp, um Grafiken zu bearbeiten. (Und Veracrypt, um an die Passwörterdatei von KeePass zu kommen.) Und ChatGPT. Für Neulinge ganz schön abschreckend.
Ich war auf alles vorbereitet, auch auf langwieriges Herumfummeln wie vor mehr als einem Jahrzehnt. Vorschau: Es war nicht so kompliziert, wie ich dachte, nur hatte ich einiges vergessen und musste mich erst erinnern/die künstliche Intelligenz fragen (siehe unten).
Das Kryptografie-affine Publikum wird ohnehin schon wissen, wie vorzugehen sei: Das eigene Schlüsselpaar per Kleopatra in eine Datei exportieren, danach alle anderen öffentlichen Schlüssel ebenfalls exportieren. Die ASCII-Dateien (das Format der Schlüssel) sollten dann in das DCIM-Verzeichnis des Smartphones.
OpenKeychain bindet dann alle vorhandenen Schlüssel ein. Ja, das ging ohne Probleme! Ich konnte es kaum glauben.
Kompliziert wurde es, mit FairEmail die Verschlüsselung einzurichten. Ich musste erst einen Roboter fragen. Wenn Sie das Feature „Privatsphäre“ in den Einstellungen von FairEmail nicht finden, könnte es sein, dass die Option woanders platziert ist oder dass eine bestimmte Konfiguration erforderlich ist. Hier sind die Schritte, um PGP-Verschlüsselung in FairEmail einzurichten, falls die Menüpunkte abweichen blabla. Nach ein paar Minuten kam ich drauf, dass man in den Einstellungen auch oben von links nach rechts scrollen kann. Dort taucht dann das Feature „Verschlüsselung“ auf.

Übrigens hasse ich es, auf einem Smartphone mein Passwort für meinen PGP-Schlüssel eintippen zu müssen. Es ist so lang, dass ich mit einem Finger immer einmal daneben tippe.
Ich habe für alles knapp eine Stunde gebraucht, falls das jemanden interessiert. Die verschlüsselte Test-E-Mail vom Handy zum PC kam korrekt an.
Widersprüchliches
Deutsche Medien und die Realität – im Lateinischen nennt man das eine contradictio in adiecto.
Mut und Klarheit
Hier die Übersetzung der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gestern vor dem amerikanischen Kongress (Quelle):
„Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson,
Senator Ben Cardin,
Minderheitenführer Hakeem Jeffries,
Mehrheitsführer im Senat Chuck Schumer,
Minderheitenführer im Senat Mitch McConnell,
Senatoren,
Kongressabgeordnete,
verehrte Gäste,
Herr Sprecher, ich möchte Ihnen dafür danken, dass Sie mir die große Ehre erweisen, zum vierten Mal vor dieser großen Zitadelle der Demokratie zu sprechen.
Wir stehen heute an einem Scheideweg der Geschichte. Unsere Welt befindet sich im Umbruch. Im Nahen Osten steht die Terrorachse des Iran Amerika, Israel und unseren arabischen Freunden gegenüber. Dies ist kein Kampf der Kulturen. Es ist ein Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation. Es ist ein Kampf zwischen denen, die den Tod verherrlichen, und denen, die das Leben heiligen.
Damit die Kräfte der Zivilisation triumphieren können, müssen Amerika und Israel zusammenstehen. Denn wenn wir zusammenstehen, geschieht etwas ganz Einfaches. Wir gewinnen. Sie verlieren.
Und meine Freunde, ich bin heute gekommen, um Ihnen eines zu versichern: Wir werden gewinnen.
Meine Damen und Herren,
wie der 7. Dezember 1941 und der 11. September 2001 wird auch der 7. Oktober für immer ein Tag der Schande bleiben.
Es war der jüdische Feiertag Simchat Torah. Es begann als ein perfekter Tag. Keine Wolke am Himmel. Tausende junger Israelis feierten auf einem Musikfestival im Freien. Und plötzlich, um 6:29 Uhr, als die Kinder in den Städten und Kibbuzim in der Nähe von Gaza noch tief und fest in ihren Betten schliefen, verwandelte sich der Himmel plötzlich in die Hölle. 3.000 Hamas-Terroristen stürmten nach Israel. Sie ermordeten 1.200 Menschen aus 41 Ländern, darunter 39 Amerikaner. Im Verhältnis zu unserer Bevölkerungsgröße ist das, als ob 20 9/11-Anschläge an einem Tag stattgefunden hätten. Und diese Monster vergewaltigten Frauen, enthaupteten Männer, verbrannten Babys bei lebendigem Leib, töteten Eltern vor den Augen ihrer Kinder und Kinder vor den Augen ihrer Eltern. Sie verschleppten 255 Menschen, die noch lebten, in die dunklen Verliese von Gaza.
Israel hat bereits 135 dieser Geiseln nach Hause gebracht, darunter sieben, die bei gewagten Rettungsaktionen befreit wurden. Eine dieser befreiten Geiseln, Noa Argamani, ist hier auf der Galerie in der Nähe meiner Frau Sara.
Am Morgen des 7. Oktober sah die ganze Welt Noas verzweifelten Blick, als sie auf dem Rücksitz eines Motorrads nach Gaza entführt wurde. Ich habe Noas Mutter Liora vor einigen Monaten kennengelernt. Sie lag im Sterben. Sie sagte zu mir: „Herr Ministerpräsident, ich habe einen letzten Wunsch. Ich möchte meine Tochter Noa ein letztes Mal umarmen, bevor ich sterbe.”
Vor zwei Monaten habe ich eine atemberaubende Kommando-Rettungsaktion genehmigt. Unsere Spezialeinheiten, darunter ein heldenhafter Offizier namens Arnon Zmora, der in diesem Kampf gefallen ist, haben Noa und drei weitere Geiseln gerettet.
Ich denke, es ist eine der bewegendsten Szenen, als Noa mit ihrer Mutter Liora wiedervereint wurde und der letzte Wunsch ihrer Mutter in Erfüllung ging.
Noa, wir freuen uns sehr, dass du heute bei uns bist. Vielen Dank.
Viele Familien von Geiseln sind heute ebenfalls hier, darunter Eliyahu Bibas. Eliyahu Bibas ist der Großvater der beiden hübschen rothaarigen Jungen, der Bibas-Jungen, die noch Kleinkinder sind. Sie wurden zusammen mit ihrer Mutter und Eliyahus Sohn als Geiseln genommen. Die ganze Familie wurde als Geiseln genommen. Zwei hübsche rothaarige Kinder wurden als Geiseln genommen. Was für Monster.
Und bei uns ist auch Iris Haim, deren Sohn Yotam zusammen mit zwei anderen Israelis aus der Gefangenschaft der Hamas entkommen konnte, die jedoch auf tragische Weise getötet wurden, als sie zu unseren Linien zurückkehrten.
Wir haben auch die Familien der amerikanischen Geiseln bei uns. Sie sind hier.
Der Schmerz, den diese Familien ertragen mussten, ist unbeschreiblich. Ich habe sie gestern wieder getroffen und ihnen Folgendes versprochen: Ich werde nicht ruhen, bis alle ihre Angehörigen wieder zu Hause sind. Alle.
Während wir hier sprechen, sind wir aktiv und intensiv bemüht, ihre Freilassung zu erreichen, und ich bin zuversichtlich, dass diese Bemühungen erfolgreich sein werden. Einige davon finden gerade jetzt statt.
Ich möchte Präsident Biden für seinen unermüdlichen Einsatz für die Geiseln und auch für seine Bemühungen um die Familien der Geiseln danken.
Ich danke Präsident Biden für seine herzliche Unterstützung Israels nach dem brutalen Angriff am 7. Oktober. Er hat die Hamas zu Recht als „das Böse schlechthin“ bezeichnet Er entsandte zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten, um einen größeren Krieg zu verhindern. Und er kam nach Israel, um uns in unserer dunkelsten Stunde beizustehen – ein Besuch, den wir nie vergessen werden.
Präsident Biden und ich kennen uns seit über vierzig Jahren. Ich möchte ihm für ein halbes Jahrhundert Freundschaft zu Israel danken und dafür, dass er, wie er sagt, ein stolzer Zionist ist. Eigentlich, sagt er, ein stolzer irisch-amerikanischer Zionist.
Meine Freunde, seit mehr als neun Monaten beweisen die Soldaten Israels grenzenlosen Mut.
Heute ist Leutnant Avichail Reuven bei uns. Avichail ist Offizier bei den israelischen Fallschirmjägern. Seine Familie ist aus Äthiopien nach Israel eingewandert. In den frühen Morgenstunden des 7. Oktobers hörte Avichail die Nachrichten über den blutigen Amoklauf der Hamas. Er zog seine Uniform an, schnappte sich sein Gewehr, aber er hatte kein Auto. Also rannte er 13 Kilometer bis zur Frontlinie in Gaza, um sein Volk zu verteidigen. Sie haben richtig gehört. Er rannte 13 Kilometer, kam an der Frontlinie an, tötete viele Terroristen und rettete viele, viele Menschenleben. Avichail, wir alle ehren Ihren bemerkenswerten Heldenmut.
Ein weiterer Israeli ist heute hier bei uns. Er steht direkt neben Avichail. Das ist Master Sergeant Ashraf al Bahiri. Ashraf ist ein Beduinen-Soldat aus der israelischen muslimischen Gemeinschaft von Rahat. Am 7. Oktober tötete auch Ashraf viele Terroristen. Zunächst verteidigte er seine Kameraden auf der Militärbasis und eilte dann zur Verteidigung der benachbarten Gemeinden, darunter die verwüstete Gemeinde Kibbutz Be’eri.
Wie Ashraf kämpften auch die muslimischen Soldaten der IDF Seite an Seite mit ihren jüdischen, drusischen, christlichen und anderen Kameraden mit außerordentlicher Tapferkeit.
Ein dritter Held, Leutnant Asa Sofer [ph], ist ebenfalls hier bei uns. Asa kämpfte als Offizier im Panzercorps und wurde im Kampf verwundet. Er wurde im Kampf verwundet, als er seine Kameraden vor einer Granate schützte. Er verlor seinen rechten Arm und das Sehvermögen seines linken Auges. Er erholt sich, und es ist unglaublich, dass Asa schon bald wieder seinen aktiven Dienst als Kommandeur einer Panzerkompanie aufnehmen wird.
Ich habe gerade erfahren, dass es hier noch einen vierten Helden gibt – Leutnant Yonatan, Jonathan Ben Hamo (ph), der in Gaza ein Bein verloren hat und trotzdem weitergekämpft hat.
Meine Freunde, das sind die Soldaten Israels – unerschütterlich, unerschrocken, furchtlos.
Wie es in der Bibel heißt: „עם כלביא יקום“ – sie werden sich wie Löwen erheben. Sie haben sich wie Löwen erhoben, die Löwen von Juda, die Löwen von Israel.
Meine Damen und Herren,
die Männer und Frauen der IDF kommen aus allen Teilen der israelischen Gesellschaft, aus allen ethnischen Gruppen, jeder Hautfarbe, jedem Glauben, von links und rechts, religiös und säkular. Alle sind vom unbeugsamen Geist der Makkabäer durchdrungen, der legendären jüdischen Krieger des Altertums.
Heute ist Yechiel Leiter bei uns, der Vater eines dieser Makkabäer. Yehiels Vater entkam dem Holocaust und fand Zuflucht in Amerika. Als junger Mann zog Yechiel nach Israel und gründete eine Familie mit acht Kindern. Er nannte seinen ältesten Sohn Moshe nach seinem verstorbenen Vater. Moshe wurde ein vorbildlicher Offizier in einer unserer Elite-Kommandoeinheiten. Er diente zwei Jahrzehnte lang mit Auszeichnung und zog dabei selbst sechs wunderbare Kinder groß.
Am 7. Oktober meldete sich Moshe freiwillig für den Kampfeinsatz. Vier Wochen später wurde er getötet, als eine Sprengfalle in einem Tunnelschacht direkt neben einer Moschee explodierte. Bei der Beerdigung seines Sohnes sagte Yechiel: „Wenn der Staat Israel nach dem Holocaust nicht gegründet worden wäre, wäre das Bild, das sich in unser kollektives Gedächtnis eingegraben hätte, das Foto jenes hilflosen jüdischen Jungen im Warschauer Ghetto, der die Hände in die Luft streckt, während Nazi-Gewehre auf ihn gerichtet sind. Aber dank der Gründung Israels“, fuhr Yechiel fort, „dank des Mutes von Soldaten wie meinem Sohn Moshe ist das jüdische Volk seinen Feinden gegenüber nicht mehr hilflos.“
Yechiel, bitte erheben Sie sich, damit wir das Opfer Ihres Sohnes ehren können. Und ich verspreche Ihnen und allen Hinterbliebenen in Israel, von denen einige heute hier im Saal sind, dass das Opfer Ihrer Angehörigen nicht umsonst gewesen sein wird. Es wird nicht umsonst gewesen sein, denn für Israel darf „nie wieder“ niemals ein leeres Versprechen sein. Es muss immer ein heiliges Gelübde bleiben. Und nach dem 7. Oktober ist „nie wieder“ jetzt.
Meine Freunde,
um unsere brutalen Feinde zu besiegen, brauchen wir sowohl Mut als auch Klarheit. Klarheit beginnt damit, dass man den Unterschied zwischen Gut und Böse kennt. Doch unglaublich viele Gegner Israels, viele von ihnen, stellen sich auf die Seite des Bösen. Sie stellen sich auf die Seite der Hamas. Sie stellen sich auf die Seite von Vergewaltigern und Mördern. Sie stellen sich auf die Seite von Menschen, die in die Kibbutzim kamen, in ein Haus, in dem die Eltern die Kinder, die beiden Babys, auf dem Dachboden versteckten, auf einem geheimen Dachboden. Sie ermordeten die Familie, die Eltern, sie fanden den geheimen Riegel zum verborgenen Dachboden und ermordeten dann die Babys. Diese Demonstranten stehen auf ihrer Seite. Sie sollten sich schämen.
Sie weigern sich, den einfachen Unterschied zwischen denen, die Terroristen, und denen, die Zivilisten ins Visier nehmen, zwischen dem demokratischen Staat Israel und den terroristischen Schlägern der Hamas zu machen. Wir haben kürzlich vom US-amerikanischen Direktor des Nationalen Geheimdienstes erfahren, dass der Iran anti-israelische Proteste in Amerika finanziert und fördert. Sie wollen Amerika spalten. Deshalb haben diese Demonstranten sogar am 4. Juli amerikanische Flaggen verbrannt. Ich möchte den Bruderschaften an der University of North Carolina meine Anerkennung aussprechen, die die amerikanische Flagge gegen diese anti-israelischen Demonstranten verteidigt haben.
Soweit wir wissen, finanziert der Iran die anti-israelischen Proteste, die derzeit vor diesem Gebäude stattfinden – nicht viele, aber es gibt sie – und in der ganzen Stadt. Nun, ich habe eine Botschaft für diese Demonstranten: Wenn die Tyrannen von Teheran, die Schwule an Kränen aufhängen und Frauen ermorden, weil sie ihr Haar nicht bedecken, euch loben, fördern und finanzieren, seid ihr offiziell zu Irans nützlichen Idioten geworden.
Es ist erstaunlich, absolut erstaunlich. Einige dieser Demonstranten halten Schilder mit der Aufschrift „Gays for Gaza“ hoch. Sie könnten genauso gut Schilder mit der Aufschrift „Chickens for KFC“ hochhalten.
Diese Demonstranten skandieren „Vom Fluss zum Meer“. Aber viele haben keine Ahnung, von welchem Fluss und von welchem Meer sie sprechen. Sie haben nicht nur in Geografie eine 6, sondern auch in Geschichte. Sie bezeichnen Israel als Kolonialstaat. Wissen sie denn nicht, dass das Land Israel das Land ist, in dem Abraham, Isaak und Jakob gebetet haben, in dem Jesaja und Jeremia gepredigt haben und in dem David und Salomo geherrscht haben?
Seit fast viertausend Jahren ist das Land Israel die Heimat des jüdischen Volkes. Es war immer unsere Heimat und wird es immer bleiben.
Nicht nur die Protestierenden auf dem Campus liegen falsch, sondern auch die Menschen, die diese Universitäten leiten. Achtzig Jahre nach dem Holocaust konnten sich die Präsidenten von Harvard, Penn und – ich schäme mich, das zu sagen – meiner Alma Mater MIT nicht dazu durchringen, die Aufrufe zum Völkermord an den Juden zu verurteilen. Erinnern Sie sich, was sie gesagt haben? Sie sagten, es käme auf den Kontext an. Nun, lassen Sie mich diesen verwirrten Akademikern ein wenig Kontext geben.
Antisemitismus ist der älteste Hass der Welt. Jahrhundertelang gingen den Massakern an Juden immer wilde Anschuldigungen voraus. Wir wurden aller möglichen Dinge beschuldigt, von Brunnenvergiftung über die Verbreitung von Seuchen bis hin zur Verwendung des Blutes geschlachteter Kinder zum Backen von Passah-Matzen. Diese absurden antisemitischen Lügen führten zu Verfolgung, Massenmord und schließlich zum schlimmsten Völkermord der Geschichte, dem Holocaust.
So wie Jahrhunderte lang bösartige Lügen über das jüdische Volk verbreitet wurden, so werden heute bösartige Lügen über den jüdischen Staat verbreitet. Nein, nein. Nicht klatschen. Hören Sie zu. Die empörenden Verleumdungen, die Israel als rassistisch und völkermörderisch darstellen, sollen Israel delegitimieren, den jüdischen Staat dämonisieren und Juden überall dämonisieren. Und kein Wunder, kein Wunder, dass wir in Amerika und auf der ganzen Welt einen erschreckenden Anstieg des Antisemitismus beobachten.
Meine Freunde,
wann und wo auch immer wir die Geißel des Antisemitismus sehen, müssen wir ihn unmissverständlich verurteilen und entschlossen bekämpfen, ohne Ausnahme.
Und lasst euch nicht täuschen, wenn die Blutbeschuldigungen gegen den jüdischen Staat von Menschen kommen, die schicke Seidenroben tragen und in hochtrabenden Worten über Recht und Gerechtigkeit sprechen.
Hier ist ein typisches Beispiel: Der Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs hat Israel beschämenderweise beschuldigt, die Menschen in Gaza absichtlich auszuhungern. Das ist völliger Unsinn. Es ist eine komplette Erfindung. Israel hat mehr als 40.000 Hilfsgütertransporte nach Gaza zugelassen. Das sind eine halbe Million Tonnen Lebensmittel, und das sind mehr als 3.000 Kalorien für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in Gaza. Wenn es in Gaza Palästinenser gibt, die nicht genug zu essen bekommen, dann liegt das nicht daran, dass Israel die Lieferung blockiert, sondern daran, dass die Hamas die Lebensmittel stiehlt.
So viel zu dieser Lüge, aber hier ist eine weitere: Der Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs beschuldigt Israel, absichtlich Zivilisten ins Visier zu nehmen. Wovon in Gottes Namen redet er da? Die IDF hat Millionen von Flugblättern abgeworfen, Millionen von SMS-Nachrichten verschickt und Hunderttausende von Telefonanrufen getätigt, um palästinensische Zivilisten aus der Gefahrenzone zu bringen. Gleichzeitig tut die Hamas alles in ihrer Macht Stehende, um palästinensische Zivilisten in Gefahr zu bringen. Sie feuern Raketen aus Schulen, Krankenhäusern und Moscheen ab. Sie schießen sogar auf ihre eigenen Leute, wenn diese versuchen, das Kriegsgebiet zu verlassen. Ein ranghoher Hamas-Funktionär, Fathi Hamad, prahlte – hören Sie sich das an – er prahlte damit, dass palästinensische Frauen und Kinder hervorragende menschliche Schutzschilde abgeben. Seine Worte: „hervorragende menschliche Schutzschilde abgeben.“ Was für ein abscheuliches Verbrechen.
Für Israel ist jeder zivile Tote eine Tragödie. Für die Hamas ist es eine Strategie. Sie wollen tatsächlich, dass palästinensische Zivilisten sterben, damit Israel in den internationalen Medien in Verruf gerät und unter Druck gesetzt wird, den Krieg zu beenden, bevor er gewonnen ist.
Dies würde es der Hamas ermöglichen, einen weiteren Tag zu überleben und, wie sie geschworen haben, den 7. Oktober immer und immer wieder zu wiederholen. Ich möchte Ihnen versichern, dass ich dies niemals zulassen werde, egal wie viel Druck ausgeübt wird.
Die große Mehrheit der Amerikaner ist nicht auf diese Hamas-Propaganda hereingefallen. Sie unterstützen Israel weiterhin, und ich möchte sagen: Danke, Amerika, und danke, Senatoren und Kongressabgeordnete, die uns weiterhin unterstützen, die weiterhin Israel unterstützen, die weiterhin die Wahrheit unterstützen und die Lügen durchschauen.
Aber was die Minderheit angeht, die vielleicht auf die Täuschungsmanöver der Hamas hereingefallen ist, schlage ich vor, dass Sie auf Oberst John Spencer hören. John Spencer ist Leiter der Studien zur urbanen Kriegsführung in West Point. Er hat jeden größeren städtischen Konflikt untersucht, ich wollte sagen, in der modernen Geschichte, aber er hat mich korrigiert. Nein. In der Geschichte.
Israel, sagte er, hat mehr Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen, als jedes andere Militär in der Geschichte und mehr als das Völkerrecht verlangt.
Deshalb ist die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung im Gaza-Krieg trotz aller Lügen, die Sie gehört haben, eine der niedrigsten in der Geschichte der urbanen Kriegsführung. Und wissen Sie, wo die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung im Gaza-Krieg am niedrigsten ist? In Rafah. In Rafah. Erinnern Sie sich, was so viele Leute gesagt haben? Wenn Israel in Rafah einmarschiert, werden Tausende, vielleicht sogar Zehntausende Zivilisten getötet. Letzte Woche war ich in Rafah. Ich habe unsere Truppen besucht, die gerade die letzten Terrorbataillone der Hamas bekämpft hatten. Ich fragte den Kommandanten dort: „Wie viele Terroristen haben Sie in Rafah getötet?“ Er nannte mir eine genaue Zahl: 1.203. Ich fragte ihn: „Wie viele Zivilisten wurden getötet?“ Er sagte: „Herr Ministerpräsident, praktisch keine. Mit Ausnahme eines einzigen Vorfalls, bei dem Splitter einer Bombe ein Waffenlager der Hamas trafen und versehentlich zwei Dutzend Menschen töteten, lautet die Antwort praktisch keine.“ Wollen Sie wissen, warum? Weil Israel die Zivilisten in Sicherheit gebracht hat, was man uns nicht zugetraut hatte, aber wir haben es geschafft.
Diese Helden, die heute hier sind, die heldenhaften Soldaten Israels, sollten nicht dafür verurteilt werden, wie sie den Krieg in Gaza führen. Sie sollten dafür gelobt werden.
Ich möchte allen danken, die sich heute hier gegen die falschen Anschuldigungen des IStGH ausgesprochen und für die Wahrheit eingetreten sind. Diese Lügen sind nicht nur verleumderisch. Sie sind ausgesprochen gefährlich. Der IStGH versucht, Israel die Hände zu binden und uns daran zu hindern, uns selbst zu verteidigen. Und wenn Israel die Hände gebunden sind, ist Amerika der nächste. Ich sage Ihnen, was als Nächstes kommt. Die Fähigkeit aller Demokratien, den Terrorismus zu bekämpfen, wird gefährdet sein. Das steht auf dem Spiel. Lassen Sie mich Ihnen versichern, dass die Hände des jüdischen Staates niemals gefesselt sein werden. Israel wird sich immer verteidigen.
Meine Freunde,
im Nahen Osten ist der Iran praktisch für den gesamten Terrorismus, den gesamten Aufruhr, das gesamte Chaos und das gesamte Töten verantwortlich. Und das sollte niemanden überraschen. Als Ayatollah Khomeini die Islamische Republik gründete, versprach er: „Wir werden unsere Revolution in die ganze Welt exportieren. Wir werden die islamische Revolution in die ganze Welt exportieren.“ Nun fragen Sie sich, welches Land letztlich den wahnsinnigen Plänen des Iran im Wege steht, der Welt den radikalen Islam aufzuzwingen? Und die Antwort ist klar: Es ist Amerika, der Hüter der westlichen Zivilisation und die größte Macht der Welt. Deshalb sieht der Iran Amerika als seinen größten Feind an.
Letzten Monat hörte ich einen aufschlussreichen Kommentar, der angeblich den Krieg im Gazastreifen betraf, aber in Wirklichkeit etwas anderes zum Thema hatte. Er kam vom Außenminister des iranischen Stellvertreters, der Hisbollah, und er sagte Folgendes: „Dies ist kein Krieg mit Israel. Israel“, sagte er, „ist lediglich ein Werkzeug. Der Hauptkrieg, der eigentliche Krieg, ist der mit Amerika.“
Das iranische Regime bekämpft Amerika seit dem Moment seiner Machtergreifung. 1979 stürmte es die amerikanische Botschaft und hielt 444 Tage lang zahlreiche Amerikaner als Geiseln fest. Seitdem haben die terroristischen Stellvertreter des Iran Amerika im Nahen Osten und darüber hinaus ins Visier genommen. In Beirut töteten sie 241 US-Soldaten. In Afrika bombardierten sie amerikanische Botschaften. Im Irak lieferten sie Sprengstoff, um Tausende amerikanische Soldaten zu verstümmeln und zu töten. In Amerika schickten sie sogar Todesschwadronen. Sie schickten Todesschwadronen hierher, um einen ehemaligen Außenminister und einen ehemaligen nationalen Sicherheitsberater zu ermorden. Und wie wir kürzlich erfahren haben, drohten sie sogar dreist damit, Präsident Trump zu ermorden.
Aber der Iran weiß, dass er Amerika nur dann wirklich herausfordern kann, wenn er zuerst den Nahen Osten erobert. Und dafür setzt er seine vielen Stellvertreter ein, darunter die Houthis, die Hisbollah und die Hamas. Doch im Herzen des Nahen Ostens steht dem Iran eine stolze pro-amerikanische Demokratie im Weg – mein Land, der Staat Israel.
Deshalb rufen die Massen in Teheran „Tod Israel“, bevor sie „Tod Amerika“ rufen. Für den Iran steht Israel an erster Stelle, Amerika an zweiter. Wenn Israel also gegen die Hamas kämpft, kämpfen wir gegen den Iran. Wenn wir gegen die Hisbollah kämpfen, kämpfen wir gegen den Iran. Wenn wir gegen die Houthis kämpfen, kämpfen wir gegen den Iran. Und wenn wir gegen den Iran kämpfen, kämpfen wir gegen den radikalsten und mörderischsten Feind der Vereinigten Staaten von Amerika.
Und noch etwas. Wenn Israel Maßnahmen ergreift, um den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern, von Atomwaffen, die Israel zerstören und jede amerikanische Stadt bedrohen könnten, jede Stadt, aus der Sie kommen, dann schützen wir nicht nur uns selbst. Wir schützen auch Sie.
Meine Freunde,
wenn Sie sich an eine Sache aus dieser Rede erinnern, dann an diese: Unsere Feinde sind Ihre Feinde, unser Kampf ist Ihr Kampf und unser Sieg wird Ihr Sieg sein.
Meine Damen und Herren,
dieser Sieg ist in Sicht. Israels Sieg über die Hamas wird ein harter Schlag für die Terrorachse des Iran sein. Ein weiterer Teil dieser Achse, die Hisbollah, griff Israel am 8. Oktober an, einen Tag nach dem Angriff der Hamas. Sie hat Tausende von Raketen und Drohnen auf uns abgefeuert. 80.000 unserer Bürger im Norden Israels mussten ihre Häuser verlassen und wurden so zu Flüchtlingen im eigenen Land. Wir sind entschlossen, sie wieder in ihre Heimat zurückzubringen. Wir ziehen es vor, dies auf diplomatischem Wege zu erreichen. Aber lassen Sie mich eines klarstellen: Israel wird alles tun, was nötig ist, um die Sicherheit an unserer Nordgrenze wiederherzustellen und unsere Bürger sicher in ihre Häuser zurückzubringen.
Am vergangenen Freitag griff eine dritte iranische Proxy-Gruppe, die Houthis, Tel Aviv mit einer tödlichen Drohne an. Diese explodierte nur wenige hundert Meter vom amerikanischen Konsulat entfernt und tötete eine Person, neun weitere wurden verletzt. Am Samstag habe ich eine schnelle Reaktion auf diesen Angriff autorisiert.
Alle unsere Feinde sollten dies wissen. Wer Israel angreift, wird einen sehr hohen Preis zahlen.
Und während wir uns an allen Fronten verteidigen, weiß ich, dass Amerika uns den Rücken stärkt. Und dafür danke ich Ihnen. Von allen Seiten des Ganges. Vielen Dank.
Meine Freunde,
seit Jahrzehnten unterstützt Amerika Israel großzügig mit militärischer Hilfe, und ein dankbares Israel hat Amerika wichtige Geheimdienstinformationen zur Verfügung gestellt, die viele Leben gerettet haben. Wir haben gemeinsam einige der fortschrittlichsten Waffen der Welt entwickelt. Ich wähle meine Worte mit Bedacht: Wir haben gemeinsam einige der fortschrittlichsten Waffen der Welt entwickelt, die zum Schutz unserer beiden Länder beitragen. Und wir helfen auch dabei, amerikanische Soldaten aus dem Nahen Osten fernzuhalten, während wir unsere gemeinsamen Interessen im Nahen Osten schützen.
Ich bin für die Unterstützung Amerikas sehr dankbar, auch in diesem aktuellen Krieg. Aber dies ist ein außergewöhnlicher Moment. Eine schnellere Bereitstellung der US-Militärhilfe kann das Ende des Gaza-Krieges erheblich beschleunigen und dazu beitragen, einen größeren Krieg im Nahen Osten zu verhindern.
Im Zweiten Weltkrieg, als Großbritannien an vorderster Front der Zivilisation kämpfte, appellierte Winston Churchill mit den berühmten Worten an die Amerikaner: „Gebt uns die Mittel, und wir werden die Arbeit beenden.“ Heute, da Israel an vorderster Front der Zivilisation kämpft, appelliere auch ich an Amerika: „Gebt uns die Mittel schneller, und wir werden den Job schneller erledigen.“
Meine lieben Freunde,
der Krieg in Gaza könnte morgen enden, wenn die Hamas sich ergibt, ihre Waffen abgibt und alle Geiseln freilässt. Wenn sie das nicht tut, wird Israel so lange kämpfen, bis wir die militärischen Fähigkeiten der Hamas und ihre Herrschaft in Gaza zerstört und alle unsere Geiseln nach Hause gebracht haben.
Das bedeutet ein vollständiger Sieg, und wir werden uns mit nichts Geringerem zufrieden geben.
Am Tag nach dem Sieg über die Hamas kann ein neues Gaza entstehen. Meine Vision für diesen Tag ist ein Gaza ohne Militär und ohne Radikale. Israel strebt keine Wiederbesiedlung des Gaza-Streifens an. Doch in absehbarer Zukunft müssen wir dort die Kontrolle über die Sicherheit behalten, um ein Wiederaufleben des Terrors zu verhindern und sicherzustellen, dass Gaza nie wieder eine Bedrohung für Israel darstellt.
Gaza sollte eine zivile Verwaltung haben, die von Palästinensern geführt wird, die nicht versuchen, Israel zu zerstören. Das ist nicht zu viel verlangt. Es ist eine grundlegende Sache, die wir zu Recht fordern und erhalten können.
Eine neue Generation von Palästinensern darf nicht länger dazu erzogen werden, Juden zu hassen, sondern muss lernen, mit uns in Frieden zu leben. Diese beiden Begriffe, Demilitarisierung und Deradikalisierung, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auf Deutschland und Japan angewendet, und das hat zu Jahrzehnten des Friedens, des Wohlstands und der Sicherheit geführt.
Nach unserem Sieg kann die Demilitarisierung und Deradikalisierung des Gazastreifens mit Hilfe regionaler Partner auch zu einer Zukunft in Sicherheit, Wohlstand und Frieden führen. Das ist meine Vision für Gaza.
Nun zu meiner Vision für den Nahen Osten im Allgemeinen. Sie ist auch zum Teil von dem geprägt, was wir nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Nach diesem Krieg hat Amerika ein Sicherheitsbündnis in Europa geschmiedet, um der wachsenden sowjetischen Bedrohung entgegenzuwirken. Ebenso können Amerika und Israel heute ein Sicherheitsbündnis im Nahen Osten schmieden, um der wachsenden iranischen Bedrohung entgegenzuwirken.
Alle Länder, die mit Israel in Frieden leben, und alle Länder, die mit Israel Frieden schließen werden, sollten eingeladen werden, sich diesem Bündnis anzuschließen. Einen ersten Eindruck von diesem potenziellen Bündnis haben wir am 14. April erhalten. Unter der Führung der Vereinigten Staaten haben mehr als ein halbes Dutzend Nationen mit Israel zusammengearbeitet, um Hunderte von Raketen und Drohnen zu neutralisieren, die vom Iran gegen uns abgefeuert wurden.
Vielen Dank, Präsident Biden, dass Sie diese Koalition zusammengebracht haben.
Die neue Allianz, die ich mir vorstelle, wäre eine natürliche Erweiterung der bahnbrechenden Abraham-Abkommen. Diese Abkommen haben den Frieden zwischen Israel und vier arabischen Ländern besiegelt und wurden von Republikanern und Demokraten gleichermaßen unterstützt.
Ich habe einen Namen für diese neue Allianz. Ich denke, wir sollten sie „Abraham-Allianz” nennen.
Ich möchte Präsident Trump für seine Führungsrolle bei der Vermittlung der historischen Abraham-Abkommen danken. Wie die Amerikaner waren auch die Israelis erleichtert, dass Präsident Trump diesen heimtückischen Angriff auf ihn, diesen heimtückischen Angriff auf die amerikanische Demokratie, unversehrt überstanden hat. In Demokratien ist kein Platz für politische Gewalt.
Ich möchte Präsident Trump auch für all das danken, was er für Israel getan hat, von der Anerkennung der Souveränität Israels über die Golanhöhen über die Konfrontation mit der Aggression des Iran bis hin zur Anerkennung Jerusalems als unsere Hauptstadt und der Verlegung der amerikanischen Botschaft dorthin. Das ist Jerusalem, unsere ewige Hauptstadt, die nie wieder geteilt werden darf.
Meine lieben Freunde, Demokraten und Republikaner,
trotz dieser Zeiten des Umbruchs bin ich hoffnungsvoll, was die Zukunft angeht. Ich bin hoffnungsvoll, was Israel angeht, denn mein Volk, das jüdische Volk, ist aus den Tiefen der Hölle, aus Enteignung und Völkermord hervorgegangen, und entgegen aller Wahrscheinlichkeit haben wir unsere Souveränität in unserer alten Heimat wiederhergestellt, wir haben eine starke und lebendige Demokratie aufgebaut, eine Demokratie, die die Grenzen der Innovation zum Wohle der gesamten Menschheit erweitert.
Ich bin hoffnungsvoll, was Amerika angeht, denn ich bin hoffnungsvoll, was die Amerikaner angeht. Ich weiß, wie viel die Menschen dieses Landes geopfert haben, um die Freiheit zu verteidigen. Amerika wird auch weiterhin eine Kraft des Lichts und des Guten in einer dunklen und gefährlichen Welt sein. Für alle freien Völker bleibt Amerika das Leuchtfeuer der Freiheit, wie es seine außergewöhnlichen Gründer im Jahr 1776 vor Augen hatten.
Ich bin zuversichtlich, dass unsere beiden Nationen gemeinsam die Tyrannen und Terroristen besiegen werden, die uns beide bedrohen. Als Ministerpräsident von Israel verspreche ich Ihnen: Egal, wie lange es dauert, egal, wie schwierig der Weg ist, Israel wird nicht nachgeben. Israel wird nicht nachgeben. Wir werden unser Land verteidigen. Wir werden unser Volk verteidigen. Wir werden kämpfen, bis wir den Sieg errungen haben. Der Sieg der Freiheit über die Tyrannei, der Sieg des Lebens über den Tod, der Sieg des Guten über das Böse. Das ist unsere feierliche Verpflichtung.
Und wir werden weiterhin mit den Vereinigten Staaten und unseren arabischen Partnern zusammenarbeiten, um eine unruhige Region, die bisher ein Rückzugsgebiet für Unterdrückung, Armut und Krieg war, in eine blühende Oase der Würde, des Wohlstands und des Friedens zu verwandeln. Bei dieser edlen Mission, wie auch bei vielen anderen, wird Israel immer Amerikas unverzichtbarer Verbündeter bleiben. In guten wie in schlechten Zeiten, in guten wie in schlechten Zeiten wird Israel immer Ihr treuer Freund und Ihr standhafter Partner sein.
Im Namen des israelischen Volkes bin ich heute hierher gekommen, um zu sagen: Danke, Amerika. Danke für Ihre Unterstützung und Solidarität. Danke, dass Sie in unserer Stunde der Not an der Seite Israels stehen. Gemeinsam werden wir unsere gemeinsame Zivilisation verteidigen. Gemeinsam werden wir eine glänzende Zukunft für unsere beiden Nationen sichern.
Möge Gott Israel segnen.
Möge Gott Amerika segnen.
RKT-Leak
Tja, Facebook, da gibt es diesen Barbara-Streisand-Effekt….
„Wir beenden das Drama um die Schwärzungen der RKI-Protokolle an dieser Stelle. Hier kommt der komplette Datensatz aller Sitzungsprotokolle des RKI-Krisenstabs, von 2020 bis 2023, ungeschwärzt, inklusive 10 GB Zusatzmaterial zu den Sitzungen: rki-transparenzbericht.de. Seit 4 Uhr ist der Leak auf X veröffentlicht.“
Seaside [Update]
Während die Weltläufte so vor sich hin läuften und es hier und dort rummste und krachte, Bäume im Sommer erfroren, alte Männer resignieren und ukrainische Marionetten eine Ölspur hinterlassen, beschloss ich angesichts des Kaiserwetters und 31 Grad, den Körper durch Wassersport zu ertüchtigen und die Pigmentierung der Haut mehr afrikanisch werden zu lassen.
Das werden wohl die letzten Fotos gewesen sein, die ich mit meinem alten Smartphone geschossen habe. Das neue scharrt schon mit den Phantomfüßen, um in Betrieb genommen zu werden.
[Update:] Links zu den großen Bildern repariert.
Beseeltes Personal am Abgrund von Landesverrat

Derzeit bei der Großbourgeoisie nicht verfügbar
Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfene Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates; insbesondere ist eine freie, regelmäßig erscheinende politische Presse für die moderne Demokratie unentbehrlich. Soll der Bürger politische Entscheidungen treffen, muß er umfassend informiert sein, aber auch die Meinungen kennen und gegeneinander abwägen können, die andere sich gebildet haben.
Tja, der Elsässer. Ich bin ein bisschen besorgt. Hätte man mir vor vierzig Jahren gesagt, es werde die Zeit kommen, da in Deutschland Medien verboten würden, die Meinungen verbreiteten, die strafrechtlich nicht zu beanstanden sind, ich hätte es nicht geglaubt. Wer ist als nächstes dran? fragte das Publikum hier schon zu recht. Erst RT.de, dann Elsässer, dann wer?
Ich habe nie etwas von Elsässers „Medienimperium“ gelesen, weiß also nicht, was er so von sich gibt. Seitdem er die „Konkret“ verließ und Panserbist wurde, habe ich ihn nicht mehr ernst genommen. Ich heftete das unter der Rubrik ab: „keiner hört mir mehr zu, also suche ich mir welche, die das tun, egal, wer das ist.“ Harald Juhnke hat solchen Leuten ein Denkmal gesetzt.
Als in der 70-er Jahren alles verboten wurde, was als „kommunistisch“ galt, auch die Zeitschrift „radikal“, haben die Liberalen und die Linken protestiert. Das müssten sie auch tun, wenn es die Rechten trifft. Tun sie aber nicht. Ganz im Gegenteil: Sie begrüßen Zensur. Den Vogel schießt der DJV ab: Das, was Elsässer publiziere, sei gar kein Journalismus, daher berühre ein Verbot nicht die Meinungsfreiheit. Das ist nur noch cringe, aber spiegelt natürlich den erbärmlichen weltanschaulichen Zustand der deutschen Journaille wieder, der von den Funktionären der Journalisten-Verbände immer noch unterboten wird.
Die so genannten „Linken“ möchten die AfD gleich mit verbieten. Wie dämlich kann man sein?
Wir hatten das schon einmal bei der Nationalzeitung:
1969 stellte der damalige Bundesminister des Innern Ernst Benda beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag nach Art. 18 Grundgesetz – das Verwirken der Pressefreiheit aufgrund Missbrauchs. 1974 lehnte das Bundesverfassungsgericht den Antrag jedoch ab, da das Blatt „keine […] ernsthafte Gefahr für den Bestand der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ darstelle und keine „politisch bedeutsame Resonanz“ finde.
Deniz Yücel schreibt dazu ganz richtig:
Da aber, siehe oben, unterhalb der Strafbarkeitsgrenze alles erlaubt ist, versucht die Innenministerin nun etwas anderes: Sie senkt die Strafbarkeitsgrenze. „Ich habe heute das rechtsextremistische ‚Compact-Magazin‘ verboten“, verkündete sie auf X. „Es agitiert auf unsägliche Weise gegen Jüdinnen und Juden, gegen Muslime und gegen unsere Demokratie. Unser Verbot ist ein harter Schlag gegen die rechtsextremistische Szene.“
Eine Begründung, die für diese Bundesregierung zur Art Handschrift wird: Ob das Forschungsministerium versucht, missliebige Universitätsprofessoren zu bestrafen oder das Innenministerium „unsäglich“ für eine hinreichende Verbotsbegründung hält – es ist derselbe Mechanismus: Eine Exekutive, die keinen Unterschied mehr zwischen Recht und Moral kennt und deren leitendes Personal derart beseelt ist von der Richtigkeit des eigenen Tuns (gegen „Hass“, Rechtsextremismus, Antisemitismus etc.), dass es rechtsstaatlichen Prinzipien so viel Beachtung schenkt wie dem Kleingedruckten auf einem Beipackzettel.
Die Qualitätshauptstadtmedien schreiben: Verfassungsschutz bescheinigt Elsässer „devote Moskau-Ausrichtung“ – Nach Angaben der Behörden stellt Compact die Legitimität des Grundgesetzes offen infrage. Hinzu kommen Umsturzfantasien.“ Die üblichen Textbausteine: Journalisten übernehmen schlicht die Pressemeldungen oder das Briefing des Verfassungsschutzes.
Und verbotene Fantasien? Umsturzfantasien habe ich auch manchmal, nur gebe ich das nie zu…
Clankriege
Ceterum censeo: Der Übergang von der römischen Republik zum Kaiserreich ist immer noch ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch der dialektisch-materialistischen Geschichtstheorie dafür, dass die herrschende(n) Klasse(n) sich nicht einig sein müssen, wie die Unterdrückten am besten an der Kandare (kleine Wortschatzübung!) zu halten seien.
Man musste sich schon damals fragen, ob es rational sei, dass die Herrschenden permanent Bürgerkriege anzettelten und sich gegenseitig abmurksten. Aber eine Charaktermaske handelt eben nicht unbedingt psychologisch vernünftig.
Aktuell: Welche Fraktionen der herrschenden Klasse in den USA unterstützen Biden und Trump und jeweils: warum?
Ich darf das Publikum an zwei Fakten erinnern:
– 1981 stieß der Steuerfahnder Klaus Förster nach hartnäckigen Ermittlungen, ausgehend von rechtswidrigen Transaktionen der Soverdia, einem gemeinnützigen Unternehmen der Steyler Missionare, in Schließfächern der Dresdner-Bank-Filiale Nordstraße in Düsseldorf-Pempelfort auf ein Kassenbuch des Flick-Generalbuchhalters Rudolf Diehl, in dem Bargeldzahlungen an Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien verzeichnet waren.
– Ich schrieb am 18.11.2017 über Karsten Schönbachs Buch „Die deutschen Konzerne und der Nationalsozialismus 1926–1943“: „Äußerst interessant fand ich auch die Passagen, die anhand zahlreicher Firmenakten, Augenzeugenberichten, Briefen und Protokollen belegen, dass Hitler und die NSDAP-Führung bewusst „sozialistische“ Parolen übernahmen, um Wähler zu bekommen, das aber gegenüber den Vertretern des Kapitals zurücknahmen und relativierten. Alle Kapitalisten, die Geld gaben, wussten, dass es den Nazis damit nicht ernst war. Die NSDAP wir sogar schon pleite und hätte ohne die großzügigen Spenden des Kapitals keinen Wahlkampf mehr machen können.“
Was lehrt uns das?
– Schon in der Weimarer Republik gab es unterschiedliche Fraktionen der Bourgeoisie, die sich nicht darüber einig waren, ob die Nazis unterstützt werden sollen oder nicht. Diejenigen, die die NSDAP vor dem finanziellen Bankrott retteten und Hitler den Weg ebneten, waren gar nicht in der Mehrheit – sie wussten nur genau, was sie wollten.
– Die Vertreter der herrschenden Klasse, die dafür kandidieren, den Ausschuss zu leiten, der die gemeinsamen Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, müssen sich durchaus dem anpassen, was die Mehrheit will, sonst werden sie nicht gewählt. Daher kostümieren sie sich mehr oder weniger oder verkleiden sich, um ihre wahren Interessen zu verbergen.
Trump ist nicht gegen die herrschende Klasse, weil er selbst zu ihr gehört, sondern posaunt herum, er sei gegen „die Eliten“, von denen man naturgemäß nicht weiß, wer das eigentlich ist, weil alles geheim bleiben muss. Der Fuchs warnt also die Hühner und Gänse vor den Mardern.
Der Flick-Skandal hat vorgeführt, dass die herrschende Klasse alle Parteien gewichtet unterstützt, die ihnen nützlich sein können. Das ist damals nicht anders als heute.
Die russischen Medien sind oft sehr amüsant mit ihrem verschwörungstheoretischem Geraume. Sie unterscheiden sich aber in der „Tiefenschärfe“ nicht von den QualitätsMedien der USA. Man kann Fraktionen der herrschenden Klasse „Clans“ nennen – das war im alten Rom genauso. Die Absicht ist immer, den Lesern zu suggerieren, sie müssten sich mit den Vertretern der „Clans“ solidarisieren, statt ganz abgebrüht zu sagen: Es ist egal, wer uns regiert.
Wenn es darauf ankommt, sind sich dann ohnehin alle einig. Der Kapitalismus muss erhalten bleiben, ganz gleich, um welchen Preis. Deswegen werden auch alle bei der „politischen Landschaftspflege“ bedacht.
Unter Herostraten
Ich tippe auf das Herostrat-Motiv. Zweite Wahl: Der ukrainische Geheimdienst hat es organisiert und vorher noch ein paar Polizisten und Geheimdienstler bestochen, dass die die Warnungen des Publikums ignorieren. (Heute nur ultraseriöse Qualitätsmedien als Quellen.)
Annexing the territories

Beim Nahost-Konflikt versagt die Künstliche Intelligenz komplett. „ChatGPT: Ich möchte eine Karte des heutigen Israel, aber es sollen nicht die Grenzen der „palästinensischen“ Gebiete vorkommen, die Karte soll so aussehen, als hätte Israel diese Gebiete annektiert. Der Sinai muss komplett zu sehen sein, inklusive Eilat. Die Karte darf nicht beschriftet sein.“
Schöner Kommentar von Hadassah Chen in der Jerusalem Post von Hadassah Chen über einige Thesen des Lubawitscher Rebbe Menachem Mendel Schneerson (1902-1994): „Annexing the territories while overcoming the ‘demographic’ issue“.
Hanegbi argued that while “Hamas cannot be eliminated completely because it is an idea,” the government’s new approach was an “alternative” that could, in fact, eliminate the “idea of Hamas.” Instead of eliminating this idea, however, this new approach gives oxygen to “armed struggle.”
Ein sehr starkes Argument. But the only serious alternative that achieves the objective of eliminating this idea is Israel ending the idea of “Palestine” by annexing and taking full responsibility for the land and all its inhabitants, as the Rebbe always advocated.
Der Lubawitscher Rebbe vertrat die Position, „dass die Halacha [die überlieferten jüdischen Gesetze] die Aufgabe von eroberten Gebieten für vermeintlichen Frieden verbiete“.
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einem orthodoxen Rebbe aka Rabbiner zustimmen würde. Der so genannte Oslo-„Friedensprozess“ hat bewiesen, dass die Formel „Land für Frieden“ nicht funktioniert (auf dem weltanschaulichen Stand ist noch die deutsche Regierung). Also kann man die Hamas und andere Terroristen nur besiegen, indem man die Idee ad absurdum führt und den Arabern die Hoffnung nimmt.
Es wird nie einen weiteren „Palästinensischen“ Staat geben. Also findet euch damit ab, Araber.
Und um die Leser zu beruhigen: Ich halte Religion immer noch für Unsinn. Die Koinzidenz der Ideen zwischen einem Rabbi und mir ist purer Zufall.

Auch bei Midjourney ist das Ergebnis grober Unfug: „I would like a map of present-day Israel, but the borders of the „Palestinian“ territories should not appear; the map should look as if Israel had annexed these territories. The Sinai must be completely visible, including Eilat. The map must not be labeled. –ar 3:2 –s 750″
Eine Zensur findet statt
Deutsche Journalistenverbände wi der DJV sind für Zensur, und sie denken auch, Musk sei pöhse. Warum, hat man aber vermutlich vergessen.
Übrigens, DJV: Twitter hatte bei Leuten, die gegen Zensur sind, einen schlechten Ruf, bevor Musk den Laden übernahm. Ich zitiere mich selbst vom 28.05.24 und empfehle Joachim Nikolaus Steinhöfel: Die digitale Bevormundung: Wie Facebook, X (Twitter) und Google uns vorschreiben wollen, was wir denken, schreiben und sagen dürfen.
Zitat: „Da es an jeglicher neutraler Überprüfungsinstanz fehlt, sind die Faktenchecker niemand rechenschaftspflichtig, noch stehen sie irgendjemandem gegenüber in der Verantwortung, noch haben sie mit Konsequenzen wie einer Dezertifizierung zu rechnen, (…) Bei der entscheidenden Frage, wer bestimmt, was bei einem Dissens richtig und was falsch ist, überwacht jeder Faktenchecker nur sich selbst. Damit ist schon strukturell eine Befangenheit institutionalisiert, nemo iudex in sua causa“.
Unter Überfliegenden
Ich habe alle Fotos meiner vier Reisen nach Lateinamerika zwischen 1979 und 1998 jetzt online. Drei oder vier fehlen noch; die sind aber wenig aussagekräftig und nicht zuzuordnen. Hier ist das letzte, womit ich eventuell etwas anfangen kann. Ich hatte es als „irgendwo in Mexiko“ eingeordnet, aber das stimmt vermutlich nicht.
Ich habe einen Verdacht, wo es sein könnte: Ich habe 1979 beim Flug von Guatemala City über Tegucigalpa in Honduras nach San Andrés in Kolumbien (die Insel liegt auf der Höhe von Nicaragua) ein Foto gemacht, das ich aber nicht finde. Es könnte dieses sein, zumal ich weder 1979 noch 1982 in Mexiko geflogen bin.
Aus meinem Reisetagebuch, 04.11.1979: „Wecken um 5.30 Uhr. Ohne Frühstück zum Flughafen. 5 $ Ausreisetax. 8.30 Uhr Start nach Tegucigalpa. In Honduras Maschinenwechsel. Exzellentes Mittagessen [im Flugzeug], Wein und Wodka. Hochebene von Nicaragua bis zur Küste fast menschenleer. [Vielleicht zeigt das Foto Nicaragua – auf der ersten Reise habe ich das Land nur überflogen.] Von Tegucigalpa bis San Andrés 1 1/2 Stunden. Das Meer ist knallblau. Einreiseformalitäten in San Andrés ohne Schwierigkeiten. Brüllende Hitze. Banken und Fluggesellschaften alle geschlossen. Fragen uns durch zum „Restrepo“ oder so ähnlich. (Flughafen links, noch mal links, gegenüber eine Fischbraterei auf der linken Seite.) 70 Pesos pro Person. Essen 50 Pesos. Treffen zwei Deutsche, geben uns Adressen und Empfehlungsschreiben für Ecuador. [Ich weiß nicht mehr, was ich damit meinte.] Wunderschöne Mädchen.“
Warum habe ich das damals alles notiert? Vermutlich, weil ich es nicht besser wusste bzw. konnte. Meine Tagebücher von 1981/82 und 1984 lesen sich ganz anders.
Als ich die ersten Fotos aus Lateinamerika (ich weiß nicht, wann das war) hier online stellte, habe ich nur selten in meine Reisetagebücher geschaut. Ich überlege, ob ich deshlab noch mal ganz von vorn anfangen sollte, und auch in der zeitlichen Reihenfolge, in der ich real gereist bin. Ich will das alles auch den Nachgeborenen hinterlassen, ganz gleich, ob die daran interessiert sind oder nicht. Man hat sich bemüht.
Was sagt das Publikum? Oder habt ihr genug davon gesehen?
Unter Energieeinsetzenden
Ich konnte nicht widerstehen, die Künstliche Intelligenz auf chinesische Weisheiten loszulassen. Aber damit war sie total überfordert.
„Nur wenn alle Großmächte positive statt negative Energie einsetzen, kann es in diesem Konflikt so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen.“ (Mao Zedong) (Xi Jinping)


















































