Sklavenhaltergesellschaft und verschleierter Völkermord, revisited
Hier eine kurze Zusammenfassung dessen, was mich gerade umtreibt. Wie ich am 23.07.25 schon schrieb, lese ich gerade Egon Flaigs: „Weltgeschichte der Sklaverei: Von der Antike bis zur Gegenwart“. Ich bin noch nicht ganz durch, aber das Buch ist eine Art Standardwerk und nervte mich dergestalt, dass ich befürchtete, ich müsste meine gesammelten Thesen zum Thema „Sklavenhaltergesellschaft“ über den Haufen werfen. Also: Es ist hoch interessant.
Flaig ist kein Marxist, aber schüttet eine Fülle von Fakten über einem aus, dass einem Hören und Sehen vergeht. Leider verfügten Marx und die, die sich auf ihn ernsthaft berufen, damals über diese Fakten noch nicht.
Durch Flaig wurde ich auf Rudolf Fischers „Gold, Salz und Sklaven: die Geschichte der grossen Sudanreiche Gana [Ghana], Mali, Songhai“ (1986, 2. Auflage 1991) aufmerksam. Vor allem deswegen, weil es – soweit ich weiß – überhaupt kein vergleichbares Buch gibt. Die Rolle des arabischen Sklavenhandels in Afrika? Vermutlich wird das Thema ohnehin in deutschen Universitäten nicht behandelt, weil das woke Pack sich schon von der Fragestellung getriggert fühlt.
[Übrigens hat ChatGPT keine biografischen Informationen über den Autor und Historiker Rudolf Fischer. Nach längerem Suchen fand ich heraus, dass er an der Universität Tübingen war, vielleicht ein Doktorand.]

„Carte Du Cours Des Rivieres De Faleme [Senegal/Mali] Et Sanaga“ [Kamerun], Paris: Chez Didot, 1747; dans A.F. Prevost, Histoire Générale Des Voyages, Tome II, n° 27, 1747 – Scale: 1:845,000 (Extrême Est du Sénégal et Mali : le long de la rivière Falémé et de la rivière „Sanaga“. A l’ouest, le Boundou). cliquez pour agrandir
In dem weiten Bereich des Senegal-Niger-Gebietes kontrollierten die Herrscher des Ghanareiches den lukrativen transsaharanischen Gold- und Sklavenhandel. Der arabische Geograph und Schriftsteller des 10. Jahrhunderts, Ibn Hauqal, bezeugte diesen Handel erstmals schriftlich zwischen dem marokkanischen Sidschilmasa und dem heute mauretanischen Aoudaghost/Ghana am Nord- und Südende der großen westsaharanischen Goldroute, nachdem Ghana 990 die Kontrolle über Aoudaghost übernommen hatte. In der Hauptstadt Koumbi Saleh wurden Gold und Sklaven gegen die Waren aus dem Maghreb, Pferde, Stoffe und Waffen, aber auch gegen das Salz der Sahara getauscht. Die Wangara-Händler schafften das Gold aus Buré [Guinea] und Bambouk bis nach Koumbi Saleh und von dort brachten es berberische und arabische Händler weiter nach Norden.
[Anmerkung: Wenn ich so etwas lese, bereue ich es fast, dass ich nicht, wie geplant, 1981 quer durch Afrika getourt bin, von Algerien bis nach Timbuktu und weiter. Ich hatte schon alles beisammen, auch die Karten. Aber eine Frau überredete mich damals dazu, noch einmal nach Südamerika zu reisen. Heute wäre das fast unmöglich wegen des islamistischen Terrors und der zahllosen Kriege.]
Vorschau: Meine These, dass die „Gesellschaftsformationen“ – wie zum Beispiel „Sklavenhaltergesellschaft“ – in der marxistischen Diskussion nur analytische Kategorien sind bzw. sein sollten und keineswegs etwas über eine zeitliche Abfolge aussagen, bestätigt sich. „Analytisch“ meint: Wie ist die Beziehung des Menschen zu den Produktionsmitteln? Am „Beginn“, der idealtypischen und klassenlosen Urgesellschaft, besitzt er oder sein Kollektiv diese. Am Ende, dem Kapitalismus, hat er nichts mehr als seine Arbeitskraft, die er den Kapitalisten, die über die Produktionsmittel verfügen, verkaufen muss.
Kompliziert wird es, wenn man den Begriff „Gesellschaft“ näher ansieht. Unstrittig war das römische Reich eine Gesellschaft, die primär auf der Arbeit von Sklaven beruhte. Wie sieht es aber in Afrika aus, wo der Sklavenhandel und die Menge der Sklaven laut Flaig über die Jahrhunderte weitaus größer waren als in der Antike? Während der Lektüre kam ich immer wieder ins Grübeln, ob die These, nach den frühen Klassengesellschaften habe es mehrere Optionen gegeben, etwas die „Asiatische Produktionsweise“ oder auch die klassische Sklavenhaltergesellschaft wie im antiken Griechenland, umformuliert werden müssen: Offenbar war die Sklavenhaltergesellschaft weltwelt verbreitet; Flaig erwähnt unter anderem Korea. Bisher neigte ich eher zur Idee, diese sei insgesamt ein Sonderfall, und der Feudalismus als Idealtypus könnte auch ohne Sklavenhaltergesellschaft als Vorläufer entstanden sein. Das ist nach der Lektüre von Flaig eher unwahrscheinlich.
Ich muss gestehen, dass ich vom Thema des Buches von Fischer nicht die geringste Ahnung hatte. Reich von Songhai? Nie gehört. Auch in der Literatur, die ich bisher zitierte, werden die Sklavenhaltergesellschaften in Afrika nicht behandelt.
Ich in gespannt und werde berichten, solange es noch nicht verboten ist, kritisch über den Islam zu schreiben.

Fischer, S. 143: Frau eines Songhai-Häuptlings. Im Buch findet man den Hinweis, dass der Autor selbst mehrfach durch Afrika gereist ist; alle Karten und Fotos stammen von ihm.
Finanzielles Werkzeug
Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) aka Fjodor Lukjanow, Chefredakteur von Russia in Global Affairs, schreibt: „Trump behandelt Europa offen als ein Werkzeug – in erster Linie ein finanzielles –, das die Vereinigten Staaten von lästigen Ausgaben befreit. Er betrachtet Europa nicht als einen Partner, dessen unabhängige Position berücksichtigt werden muss.“
Gut zu wissen, dass das Propaganda ist und also gar nicht wahr sein darf kann.
Sozial engagierter Journalismus
„Das Posting eines ORF-Mitarbeiters hat für heftige Kritik auf Social Media gesorgt: Ein Redakteur, der für die Sendung „Am Schauplatz“ arbeitet, hatte mit Bezug auf Israel kommentiert: „wenn ich 2000 Jahre lang Opfer bin, dann sollte ich mir langsam überlegen, woran das wohl liegen mag.“
Auf Kurier-Anfrage teilte der ORF mit: „Der ORF verurteilt den Inhalt des Posting als völlig inakzeptabel. Eine Überprüfung möglicher dienstrechtlicher Konsequenzen wurde bereits eingeleitet. Das Posting wurde in der Zwischenzeit gelöscht.“
„Robert Gordon, Verfasser des antisemitischen Postings, arbeitet bereits seit 1995 als Redakteur bei „Am Schauplatz“. Der gebürtige Mödlinger hat in seiner beruflichen Laufbahn einige Anerkennungen und Nominierungen erhalten, darunter etwa der Claus Gatterer-Preis für sozial engagierten Journalismus und der Leopold Unger-Preis 2016.“
Der Schoß ist eben fruchtbar noch, aus dem das kroch. Wahrscheinlich kann sich der Herr gar nicht erklären, warum jetzt einige so empört sind.
Das Scheitern der Mainstream-Ökonomie

Make a realistic photo with a white background of a thick bundle of dollar bills held together by a rubber band
Ich habe mir Michael Roberts Posting „Dollar decline; the failures of mainstream economics and epochal crisis – reviews auf seinem Blog (ist auch in der Blogroll) von Google und ChatGPT übersetzen lassen und das Ergebnis noch sprachlich feinjustiert korrigiert. In Deutschland erscheinen keine marxistischen Bücher zum Thema Ökonomie bzw. Kapitalismus, die es wert wären, rezensiert zu werden. Es gibt hier keine marxistischen Ökonomen, auch nicht bei der so genannten „Linken“. (Ich lasse mich gern des Besseren belehren.) Bei Roberts funktionieren nicht alle Links – das habe ich korrigiert. Meine Bücher-Links gehen zum Original oder zur Großbourgeoisie.
Es ist Hochsommer auf der Nordhalbkugel, daher dachte ich, es wäre an der Zeit, in Ruhe einige Bücher über die Trends der Weltwirtschaft zu rezensieren. Es handelt sich um kurze Rezensionen ohne große Tiefe, und ich schließe neue Bücher aus, die einer ausführlicheren Darstellung bedürfen.
Beginnen wir mit ein paar Büchern, die sich mit der wirtschaftlichen Hegemonie der USA und dem Dollar befassen. Der Mainstream-Ökonom Kenneth Rogoff hat Our dollar, your problem [auch in Deutsch verfügbar] veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf die Aussage des damaligen US-Finanzministers John Connally aus dem Jahr 1971, der seinen europäischen Amtskollegen sagte: Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem, als die USA beschlossen, den Dollar um 20 % abzuwerten, um ihre Handelsbilanz zu verbessern, die auf ein Defizit zusteuerte.
In seinem Buch argumentiert Rogoff, dass die Vorherrschaft des Dollars (die sogenannte „Pax-Dollar-Ära“) auf den Weltmärkten möglicherweise zu Ende geht. Rogoff vermutet, dass dies nicht daran liegt, dass die USA ihren Anteil am Welthandel mit Waren verlieren – was aktuell auch Trump meint. Rogoff sieht keine Anzeichen dafür, dass andere Währungen den Dollar im Handel oder Finanzwesen ersetzen könnten. Der Grund für den Dollarverfall liege in den USA selbst, nämlich im enormen Anstieg der Staatsverschuldung, die mittlerweile auf 125 % des US-BIP zusteuert. Rogoffs Schlussfolgerung lautet: Wenn die außer Kontrolle geratene US-Schuldenpolitik weiterhin mit höheren Realzinsen und geopolitischer Instabilität kollidiert und der politische Druck die Fähigkeit der Federal Reserve, die Inflation konsequent zu zügeln, einschränkt, wird dies zum Problem aller.
Die Frage der Staatsverschuldung war schon immer Rogoffs Thema. Berühmt (oder berüchtigt) ist er für sein gemeinsam mit Carmen Reinhart verfasstes Buch „This Time is Different“, in dem er darlegt, dass Wirtschafts- und Finanzkrisen durch Schulden – insbesondere Staatsschulden – verursacht werden. Erreicht die Staatsverschuldung eines Landes ein bestimmtes Niveau, kommt es zu einer Währungskrise, die die Wirtschaft zum Einsturz bringt. Die Ironie dieses Arguments liegt darin, dass die empirische Arbeit von Rogoff und Reinhart, die diese These untermauerte, von einem Doktoranden als fehlerhaft entlarvt wurde.
Vor allem zwei Dinge: Erstens: Verursacht eine hohe Staatsverschuldung Krisen oder ist es umgekehrt? Langsames Wachstum und Konjunkturabschwünge führen zu einer Verringerung der nationalen Produktion und einem Anstieg der Staatsdefizite. Die Staatsverschuldung ist in allen großen Volkswirtschaften stark angestiegen, hauptsächlich aufgrund von Krisen im privaten Sektor, die zu Bankenzusammenbrüchen und Rezessionen führten. Regierungen retten Banken und insolvente Unternehmen durch die Ausgabe von Schuldtiteln und/oder die Gelddruckerei (quantitative Lockerung). So wird die Last des Zusammenbruchs des privaten Sektors auf den öffentlichen Sektor und dann durch Sparmaßnahmen, die die Schulden abbauen sollen, auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt. Zweitens: Der Anstieg der privaten Verschuldung stellt das Risiko für die Währung eines Landes dar. Dies wird von Rogoff ignoriert, der keine bösen Worte für den Kapitalismus übrig hat.
Der sozialistische Ökonom Jack Rasmus bietet eine deutlich bessere Erklärung für den relativen Niedergang des US-Imperialismus und des Dollars. Sein Buch erscheint ab Oktober. In seinem Buch „The Twilight of American Imperialism“ behandelt er den allmählichen Rückgang der US-amerikanischen Dominanz im verarbeitenden Gewerbe ab den 1970er Jahren, der zur Aufhebung der Bindung des US-Dollars an einen festen Goldpreis führte, sowie Connallys Bemerkungen.
Rasmus argumentiert, dass es die internen Widersprüche der US-Wirtschaft sind, die ihre Fähigkeit zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Hegemonie geschwächt haben. Im 21. Jahrhundert haben die USA angesichts der Herausforderung durch die BRICS-Staaten und andere Widerstandsmächte zunehmend auf Kriege zurückgegriffen, um ihre Hegemonie zu verteidigen. Das amerikanische Imperium erreichte seinen Höhepunkt in Bezug auf globale wirtschaftliche Hegemonie und geopolitische und militärische Macht um die Mitte des ersten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts. Seitdem befindet sich das US-Imperium in all seinen wesentlichen Dimensionen – wirtschaftlich, politisch, sozial, technologisch und sogar kulturell – im Niedergang. Nun konzentriert sich Trump stärker auf die westliche Hemisphäre und den Pazifik und ordnet strategische Prioritäten neu, beispielsweise die Vorbereitung auf die wirtschaftliche und sonstige Einbindung der BRICS-Staaten, Chinas und Russlands sowie die Sicherung von Finanzierungsquellen für Militär- und Verteidigungstechnologien der nächsten Generation.
„Blood and Treasure“ ist ein neues Buch von Duncan Weldon, jetzt beim Economist. Er argumentiert, dass Krieg zwar kostspielig sein mag, aber zeitweise auch notwendig war, damit Staaten globale Bedeutung erlangen konnten. Im Grunde wird Krieg von den wirtschaftlichen Bedürfnissen von Staaten und ihrer Elite getrieben. Tatsächlich könne die Geschichte des Krieges helfen, die moderne Ökonomie zu erklären, argumentiert Weldon. Meiner Ansicht nach ist der aktuelle Übergang der großen Volkswirtschaften vom Wohlfahrtsstaat zum Krieg kein Zufall, sondern das Ergebnis der zunehmenden Schwäche dieser Volkswirtschaften.

Create a realistic photo that metaphorically depicts the rapid national debt
Dass das Geschehen im privaten Sektor für Krisen und Finanzkollaps relevanter ist als das im öffentlichen Sektor, war schon immer die starke Botschaft des postkeynesianischen linken Ökonomen Steve Keen. Keen ist kein Marxist – tatsächlich hat er viel darüber geschrieben, Marxens Wertgesetz als ungültig und irrelevant abzutun. Anstatt Veränderungen der Rentabilität als Schlüssel zu kapitalistischen Krisen zu betrachten, sieht Keen die „übermäßige“ private Verschuldung.
Keen übte in seinem Buch „Debunking Economics“ eine brillante Kritik der Mainstream-Ökonomie. Nun hat er ein neues Buch mit dem Titel Money & Macro from First Principles für Elon Musk und andere Ingenieure veröffentlicht, in dem er Elon Musks ökonomische Ideen, die auf der libertären Marktwirtschaft Milton Friedmans basieren, widerlegt. Wie Keen sagt, sind private Bankkredite gefährlicher für die wirtschaftliche Stabilität als Staatsausgaben. Keen glaubt, dass die globale Finanzkrise von 2008 durch eine private Schuldenblase verursacht wurde. Damit hat er oberflächlich betrachtet recht. Doch warum wurde der private Kredit zu einer Blase, die platzte? Meiner Ansicht nach waren es Kräfte in der „realen“ Ökonomie der Akkumulation und Produktion, die die zugrundeliegenden Ursachen darstellten, nämlich Veränderungen in der Kapitalrentabilität.
Während die Weltwirtschaft immer weiter aus dem Ruder läuft und Krisen zunehmender Intensität auftreten, mehren sich die Kritiker der „freien Marktwirtschaft“, der neoklassischen Ökonomie. Die jüngste Kritik stammt von Nat Dyer in seinem Buch „Ricardos Traum: Wie Ökonomen die reale Welt vergaßen“. Das Buch wirft der modernen Ökonomie vor, den Bezug zu den realen Belangen verloren zu haben, die ursprünglich klassische Ökonomen wie David Ricardo motivierten, der sich konkret mit Vermögensverteilung, Handel und Arbeitsdynamik beschäftigte. Stattdessen, so Dyer, sei die zeitgenössische Ökonomie zu abstrakt geworden und werde von mathematischen Modellen dominiert, die historische, politische und soziale Realitäten ignorieren. Dyer plädiert dafür, dass die Ökonomie wieder mit Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft in Verbindung treten müsse – ganz im Sinne Ricardos. Dyers Argumente sind nicht neu, da mehrere Autoren vor ihm dieselben Punkte vorgebracht haben. Aber sein Buch bietet dem Leser eine fesselnde Reise.
Brisanter ist „Hayeks Bastarde: Das neoliberale Projekt und die Auflösung der Demokratie“ von Quinn Slobodian. Dies ist ein aufschlussreicher Bericht darüber, wie sich die neoklassische Ökonomie, wie sie von vermeintlich objektiven Ökonomen wie Friedrich Hayek vertreten wurde, in eine neoliberale Politik der Privatisierung, Gewerkschaftsfeindlichkeit, Zerstörung öffentlicher Dienstleistungen und Deregulierung verwandelte. Aber mehr noch: Die Ökonomie Hayeks wurde von der extremen Rechten aufgegriffen. Slobodian argumentiert, dass die heutigen rechtsradikalen, antidemokratischen, libertären Anhänger Hayeks nicht gegen Freihandel und Märkte (mit Ausnahme von Arbeitsmigranten) seien, sondern Bastardkinder dieser Denkrichtung. Diese Bastarde glauben an Rassenunterschiede und Stämme: Rassen sollten nicht vermischt werden. Darüber hinaus ist es die weiße Rasse, die einen höheren IQ hat, wie die Entwicklung der Informationstechnologie in den Entwicklungsländern (!) zeigt. Inmitten der Weltkrise predigten die Bastarde der ‚freien Marktwirtschaft‘-Ökonomen Mises und Hayek eine Flucht aus der Demokratie in die Sicherheit: ins Gold, in die Familie, ins Christentum, ein Appell, sich von staatlichen Geldern zu trennen und in das Metall zu investieren, das schwer in der Hand liegt.
Ich erinnere mich, dass Hayek in seinem Buch „The Road to Serfdom“ [auf deutsch verfügbar von Carlos A. Gebauer: Hayeks Warnung vor der Knechtschaft: Eine kommentierte Einführung in das Jahrhundertbuch „The Road to Serfdom“ 80 Jahre nach seiner Erstausgabe) argumentierte, staatliche Kontrolle würde die „Demokratie“ und die Freiheit der Marktwirtschaft beenden. Nach der Lektüre des Buches schrieb Keynes an Hayek: Moralisch und philosophisch stimme ich praktisch in allen Punkten überein; und nicht nur, sondern zutiefst bewegt. Hayeks Antisozialismus war also nicht nur ein Aushängeschild libertärer Faschisten.

Der Präsident des Centro de Estudios Públicos in Chile, Jorge Cauas, begrüßt die Konferenz „Grundlagen für ein freies Gesellschaftssystem“ im April 1981. Friedrich Hayek ist als vierter von links in der ersten Reihe zu sehen. (Centro de Estudios Públicos via Wikimedia Commons)
Hayek reiste nach dem Militärputsch, der General Pinochet an die Macht brachte, nach Chile. 1981, auf dem Höhepunkt der Diktatur, organisierte er Treffen der libertären Mont Peleriin society in Viña del Mar, Chile. Er gab der regierungsnahen Zeitung El Mercurio ein Interview (damals gab es natürlich noch keine regierungsfeindlichen Zeitungen), in dem er angeblich sagte: Mi preferencia personal se inclina a una dictadura liberal y no a un gobierno democrático donde todo liberalismo esté ausente (zitiert in Juan T. López, „Hayek, Pinochet y algún otro más“, El País, 22. Juni 1999. Eine grobe Übersetzung lautet: Meine persönliche Vorliebe tendiert zu einer liberalen Diktatur und nicht zu einer demokratischen Regierung, in der jeglicher Liberalismus fehlt.) Slobodian argumentiert, dass sich diese Ansichten im 21. Jahrhundert mit Leuten wie Jair Bolsonaro in Brasilien, Sebastian Kurz in Österreich, Donald Trump in den USA und jetzt Milei in Argentinien verbreitet haben. Viele vermeintliche Störer des Status quo sind weniger eine Gegenreaktion gegen den globalen Kapitalismus als vielmehr eine Gegenreaktion innerhalb des Kapitalismus.
Manche mögen argumentieren, dass auch China eine Diktatur sei, doch selbst wenn das stimmt, ist diese Diktatur kein Produkt von Hayeks „Bastarden“. Zwei neue Bücher über China sind erschienen, neben vielen, die im Laufe der Jahrzehnte veröffentlicht wurden. In „China im Aufstieg: Der Wandel struktureller Macht im Zeitalter der Multipolarität“ greifen Efe Can Gürcan und Can Donduran auf das Konzept der „strukturellen Macht“ der verstorbenen britischen Ökonomin Susan Strange zurück, um den Aufstieg Chinas zu erklären. Ihnen gefällt Stranges Ansatz zur Entwicklung, weil er eklektisch ist und Erkenntnisse aus verschiedenen Perspektiven, darunter Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus und Marxismus, kombiniert. Mit dieser Mischung argumentieren die Autoren, dass Chinas Aufstieg nicht auf eine aggressive politische Kraft zurückzuführen sei, sondern auf eine „strukturelle wirtschaftliche Entwicklung“. Dies erscheint mir offensichtlich, und darüber hinaus fehlt dem Buch jede klare Botschaft zu den Ursachen des Aufstiegs Chinas.
Der chinesische Ökonom Xiaohuan Lan bringt es in seinem Buch Wie China funktioniert auf den Punkt. Es ist ein Bestseller in China [und kostet leider rund 90 Dollar]. Lan argumentiert, Chinas Aufstieg sei nicht primär auf den Aufstieg des kapitalistischen Sektors zurückzuführen, sondern vor allem auf die Rolle des Staates. Er sagt jedoch: Die Rolle des Staates zu betonen, ist sicherlich nicht dasselbe wie für eine Planwirtschaft einzutreten. Er behauptet, es gebe in China keine Planwirtschaft sowjetischen Stils mehr, und solches Gerede sei „nicht am Thema“. Ich finde diese Schlussfolgerung seltsam unvereinbar mit der Politik der KP, die zwar keine zentrale Planung sowjetischen Stils ist, aber dennoch einen Fünfjahresplan für Chinas Entwicklungsziele vorlegt, an dem sich Staat und Privatwirtschaft orientieren sollen. Xiaohuan Lan sieht Chinas Wirtschaftssystem in drei Komponenten: lokale Regierungen mit großen Ressourcen und großem Handlungsspielraum; eine mächtige Zentralregierung mit ausgeprägter Koordinations- und Kontrollfähigkeit; und ein gut organisiertes bürokratisches System mit starkem Humankapital. Ich denke, man könnte den staatlichen Finanzsektor und große Staatsunternehmen in allen Sektoren noch hinzufügen.
Schließlich gibt es einige neue Bücher, die die Widersprüche des Kapitalismus im 21. Jahrhundert erklären. Der französische Ökonom Thomas Piketty hat ein Buch veröffentlicht, das einen Dialog zwischen ihm und Michael Sandel wiedergibt. Piketty ist vielen als Experte für weltweite Vermögensungleichheit bekannt und berühmt für sein Buch Das Kapital im 21. Jahrhundert, das vor über zehn Jahren die Mainstream-Wirtschaftsmedien im Sturm eroberte. Michael Sandel lehrt politische Philosophie an der Harvard University und wird als „Rockstar-Moralist“ (Newsweek) und „der einflussreichste lebende Philosoph der Welt“ (New Statesman) bezeichnet.
In ihrem Buch „Equality: What It Means and Why It Matters“ [auf Deutsch verfügbar: „Die Kämpfe der Zukunft: Gleichheit und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert“] diskutieren Piketty und Sandel, wie Ungleichheit weltweit verringert oder beseitigt werden kann. Sie fordern Kapitalkontrollen, um reiche Menschen und Unternehmen davon abzuhalten, ihr Vermögen in Steueroasen weltweit zu verstecken. Piketty fordert zudem eine Rückkehr zur progressiven Einkommensbesteuerung, die neoliberale Regierungen seit 40 Jahren schrittweise abschafften. Um der zunehmenden Ungleichheit entgegenzuwirken, scheinen sich Piketty und Sandel auf eine Form des „demokratischen Sozialismus“ zu einigen. Dieser zielt auf eine Ausweitung des öffentlichen Dienstleistungsangebots, einschließlich Gesundheits- und Bildungswesen, und eine stärkere Arbeitnehmervertretung in Unternehmensvorständen ab, „um die Beteiligung und Partizipation an Entscheidungsprozessen in der gesamten Wirtschaft zu erweitern“.
Für mich scheint dies eine Rückkehr zur Politik der Sozialdemokratie zu sein, nämlich einer schrittweisen Reform des Kapitalismus, um ihn gerechter und kontrollierbarer zu machen – eine Politik, die in den 1970er Jahren, als das goldene Zeitalter des Kapitalismus nach dem Krieg zu Ende ging, kläglich scheiterte. Das Problem, Ungleichheit als Hauptwiderspruch des Kapitalismus zu betrachten, besteht darin, dass es keine Erklärung [von den oben genannten Autoren] für die Existenz von Ungleichheit gibt. Dies war eine der Schwächen von Pikettys Meisterwerk von 2014.
Ungleichheit entsteht [laut Marx] durch die Ausbeutung der Arbeitskraft durch das Kapital. Ungleichheit lässt sich nicht wesentlich verringern, indem man im Nachhinein versucht, Vermögen und Einkommen durch progressive Steuerpolitik oder bessere öffentliche Dienstleistungen umzuverteilen. Kapitalistische Akkumulation führt lediglich zu mehr Ausbeutung.
Schließlich präsentiert William I. Robinson in seinem Buch „Epochal Crisis: The Exhaustion of Global Capitalism“, das Anfang nächsten Monats erscheint [kostet mehr als 100 Dollar], eine umfassende Analyse der globalen Krise des Kapitalismus.
Robinson geht davon aus, dass die wachsenden Widersprüche im Kapitalismus außer Kontrolle geraten, während seine Fähigkeit zur globalen kapitalistischen Erneuerung erschöpft ist. Der Kapitalismus verliert seine Produktivkraft und gerät in eine beispiellose und vielschichtige Krise. Robinson präsentiert sowohl theoretische als auch empirische Belege für einen irreversiblen Rückgang der Reproduktionsfähigkeit des Kapitalismus. Die neuen digitalen Technologien (KI usw.) könnten dem globalen Kapitalismus zwar zu neuem Leben verhelfen, allerdings nur vorübergehend. Der Zeitrahmen für eine solche Erschöpfung beträgt nur Jahrzehnte.
Robinson untersucht die Grundprinzipien der marxistischen politischen Ökonomie und Krisentheorie sowie die politischen und ökologischen Komponenten dieser Erschöpfung. Strukturkrisen haben ihren Ursprung in der Entstehung von Hindernissen für den laufenden Akkumulationsprozess, d. h. für die Profitmaximierung. Akkumulationskrisen sind in Wirklichkeit das Ergebnis einer zu starken Akkumulation; es handelt sich um Überakkumulationskrisen oder die Überproduktion von Kapital im Verhältnis zur Profitabilität.
Robinson argumentiert, dass der Kapitalismus möglicherweise einer tiefen Krise seiner eigenen Reproduktion gegenübersteht. Ohne Klassenkampf zu dessen Sturz könnte das System jedoch noch Jahrzehnte überdauern, zumindest bis der Kollaps der Biosphäre und der Zusammenbruch der gesellschaftlichen Reproduktion im großen Maßstab die Reproduktion des Kapitals unmöglich machen. Es ist daher unmöglich, die Politik von der epochalen Krise des globalen Kapitalismus zu trennen.
Durch die Wüste, revisited
Ein Eindruck vom vorgestrigen Rollenspiel-Plot auf meiner Sim in Secondlife.
Putita oder: En el barro

Alle Screenshots Netflix/Burks
Ich empfehle wärmstens „Im Dreck“ (Spanisch: El el barro), ein argentinischer Film auf Netflix über den (fiktiven) Frauenknast „La Quebrada“ (Spanisch: „Die Schlucht“, metaphorisch für einen abgelegenen Ort).
Der Plot ist nicht neu, sondern entspricht in etwa dem von Orange is the New Black. „Im Dreck“ ist noch besser – und die Charaktere realistischer.
Das Publikum mag mir zunächst verzeihen, dass ich befangen bin: Ich schaue den Film natürlich in Spanisch, weil ich den Tonfall einfach liebe. Spanisch ist die Sprache, die sich vom Klang her am besten dazu eignet, wenn man jemanden anschreien und beleidigen will. Nebeneffekt: Man lernt unzählige Schimpfwörter und Flüche dazu (was natürlich zu erwarten war). „Putita“ etwa habe ich sofort erkannt: „Puta“ ist die Prostituierte, aber in Lateinamerika wird vieles mit der Verkleinerungsform -ita benutzt – also: Du kleine Hure! (Ich muss mir das alles aufschreiben, falls ich je wieder in ein Land reise, in dem Spanisch gesprochen wird.)
Für die hier mitlesenden Spanner und Voyeure und lüsternen alten Herren: Es kommen zahlreiche nackte Frauen vor, es werden heimlich Pornos im Knast gedreht, und natürlich gibt es Lesben- und anderen Sex.
Die Stimmung ist aber insgesamt düster, hart, Gewalt ist selbstredend an der Tagesordnung. Philosophische Frage aus dem Off: wie entsteht Solidarität und warum, wenn alle gegen alle ums Überleben kämpfen?
Ich habe nur wenige aussagekräftige Rezensionen gefunden. „Diese achtteilige argentinische Serie ist keine eigenständige Produktion, sondern ein mit Spannung erwartetes Spin-off des von der Kritik gefeierten Kriminaldramas El Marginal, einer Serie, die das Gefängnisgenre mit ihrer rohen Wirklichkeitsnähe und komplexen Charakterstudien neu definierte“. (Werde ich mir gleich danach ansehen – aber nur Frauen ist natürlich interessanter, weil es vom Plot „Männer im Knast“ schon fantastilliarden Versionen gib.)
Ich empfehle die Serie vor allem wegen der Schauspielerinnen. Insbesondere Valentina Zenere hat mich gefesselt (ich habe sie auf dem Wikipedia-Foto gar nicht sofort wiedererkannt). Die wechselt von einem Augenblick zum anderen vom viel zu jungen Höhere-Tochter-und-Model-Look zur abgebrühten Porno-Diva. Auch die anderen Latinas spielen umwerfend, und einige sehen auch so aus. (Maria Beccera hat fast 15 Millionen Follower auf Instagram). Die Kolumbianerinnen – allesamt lechz!
Am meisten gefallen mir aber die alten, abgezockten Frauen, die das Sagen haben: Lorena Vega, neben der Zenere die heimliche Hauptdarstellerin (und exakt mein – natürlich erfolgloses – Beuteschema – und sogar nicht zu jung). Und Ana Garibaldi und noch einige andere. Durchweg großartige Schauspielerei.
Ich bin erst bei der vierten Folge, und das Niveau bleibt gleich hoch. (Wer die Serie nicht OmU sieht, kommt in den nächsten See mit einem Gewicht an den Füßen.)
[Bitte selbst ausfüllen] provoziert mit
„Ankunft in Alaska. Trägt Lawrow ein UdSSR-T-Shirt?“ Was erlauben Lawrow?
Als ich die Meldung der Qualitätsboulevardmedien las, trug ich auch ein T-Shirt, was ich hiermit dokumentiere.
Weitere Meldung: Sack Reis in China provoziert mit Umfallen.
Au clair de la lune
Mein Arbeitsplatz bei Mondschein. Manche schreiben um ein Uhr nachts Romantisches. Ich muss diesen und nächsten Monat fast immer nachtschichten (Ja, ich habe dieses Tuwort soeben erfunden). Mein Roller ist auch zu sehen.
Frontberichte

Source: ISW
Ostfront
Waffen für die Ukraine, aber keine für Israel ist jetzt die deutsche Staatsraison.
Das wird alles nichts helfen, auch wenn man die Steuergelder verpulvert. Der Amtseid des Bundeskanzlers lautet übrigens: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde“. Waffen für die Ukraine sind zum Wohle des Volkes? Gut zu wissen.
Ich glaube, dass bei dem Treffen zwischen Putin und Trump nichts herauskommen wird, obwohl Trump als Geschäftsmann Angebote machen wird:“ The US intends to offer Russia the development of rare earth minerals in Alaska, reports The Daily Telegraph. Trump is preparing to present such a deal to Putin during the upcoming summit in Alaska, the publication says.bThe Telegraph writes that as incentives to end the war, the White House will offer opening Alaska’s natural resources to Moscow and lifting some American sanctions on the Russian aviation industry.“
Die Russen werden den Donbass einnehmen und auch sonst alles kriegen, was sie wollen.
| Hauptimporte Russlands aus den USA (Stand 2021) |
| Gemäß einer Analyse der US-Handelsdaten von 2021 waren die wichtigsten Warensektoren der amerikanischen Exporte nach Russland: – Transportgüter – rund 33,9 % der Exporte (z. B. Fahrzeuge und Flugzeugteile) – Maschinen – ein bedeutender Anteil (Mittelmaschinen, Ausrüstungen o. Ä.) |
|
(Trading Economics) nennt als Russlands insgesamt wichtigste Importkategorien (aus allen Ländern, nicht nur USA): – Maschinen, Kernreaktoren, Kessel – ca. $54,4 Mrd (2021) – Elektrische, elektronische Ausrüstung – $36,8 Mrd – Fahrzeuge (außer Schiene) – $26,8 Mrd (mit Unterstützung von ChatGPT) |
Die Russen brauchen also nichts von den USA. Und was sie brauchen könnten – wie Lithium – kriegen wie woanders her.
Innere Front
Die üblichen Verdächtigen haben natürlich aufgeheult. Die Amis lesen uns die Leviten. Was erlauben? Wie kann man nur gegen den Islam sein? (Man muss ja nicht gleich wie die Neuseeländer agieren.)
– „Zensur gebe es in Deutschland etwa auf Online-Plattformen, hieß es zudem unter Verweis auf die EU-Auflage für Facebook oder X, Hassbotschaften zu löschen. Im Kampf gegen die Ursachen von Antisemitismus legten die deutschen Bundesbehörden zudem einen zu großen Schwerpunkt auf Rechtsextreme und verharmlosten die Rolle eingewanderter Muslime.“ (Bezieht sich auf Country Reports on Human Rights Practices)
– „Bundestagspräsidentin Julia Klöckner soll beim Sommerfest der Koblenzer CDU sprechen. Doch es gibt einen Stein des Anstoßes: Die Veranstaltung soll bei einem Unternehmer stattfinden, der das Portal „Nius“ finanziert. Politiker anderer Parteien reagieren entsetzt.“
Entsetzt? Geht es nicht eine Nummer kleiner? Was ist an NIUS auszusetzen – außer dem Schwefelgeruch? Es geht wieder mal um Kontaktschuld. Oder: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.Wer schmuddelt, bestimmen die Anstalten. Die sind doch alle total irre.
Daniel Leon Schikora schreibt auf Facebook: „Eine Israelhasserin und einstige Apologetin der westukrainischen NPD-Schwesterpartei „Swoboda“ – einer Partei, die durch widerwärtigste antisemitische Hetze hervorgetreten war – darf sich in der JA über eine „Neuauflage des Münchner Abkommens von 1938“ verbreiten – womit sie selbstverständlich nicht die Tendenz, das bürgerlich-demokratische Israel seinen Todfeinden in den Rachen zu werfen wie 1938 die bürgerlich-demokratische Tschechoslowakei, im Auge hat, vielmehr bedient sie das geschichtsrevisionistische „Putler“-Narrativ ihrer Freunde in Lwiw. Glaubt die Redaktion der JA, auf diese Weise „propalästinensischen“ Geschichtsrevisionismus zu „bekämpfen“?
Front im Nahen Osten
– Kanadisches Filmfest strich Doku über Hamas-Massaker – „aus Sorge um Bildrechte der Terroristen.“
Frage: Hätten die US-Amerikaner die Fotos aus den Konzentrationslager in Deutschland zurückhalten sollen, weil die SS eventuell über die Urheberrechte verfügte?
– Bezalel Smotrich, Israels Finanzminister, macht eine interessante Ansage. „The plan is the ‚final nail in the coffin‘ for the concept of a Palestinian state“. Schon klar. Es geht um den E1 Settlement Plan „near Ma’aleh Adumim, which would split east Jerusalem from the West Bank. Tja. Ich frage mich, woher Israel eigentlich die Siedler hernimmt? Sind das die Orthodoxen mit ihrem Kinderreichtum? Wohl kaum.
In dem vom Ehud Olmert 2006 vorgestellten Konvergenz-Plan gehörte Maʿale Adummim zu den großen jüdischen Siedlungsarealen jenseits der Grünen Linie, die Israel für sich beansprucht und im Falle eines Friedensvertrags mit den Palästinensern an Israel angegliedert werden sollten. Im Gegenzug war Olmert zur Aufgabe kleinerer Siedlungen bereit. Der Plan wurde von der Palästinensischen Autonomiebehörde abgelehnt.
(Ich glaube, da werde ich im Oktober mal gut essen.)
Natürlich, die lehnen immer alles ab, schon seit 1948. Da es keinen Friedensvertrag und keinen „palästinensischen“ Staat geben wird (außer vielleicht im Westen Gazas), kann man auch gleich Fakten schaffen. Das sieht Smotrich ganz richtig.
Avocados
Wenn man noch nicht gut kauen kann und schon gar keine fest Nahrung, überlegt man natürlich, was sinnvoll ist, wenn man nicht aus den Latschen kippen will. Die Frage erinnerte mich wieder an meine Reisen: Kann man nichts kaufen, wie etwa am Fluss der Heiligen Schlange; auch bekannt als Rio Made de Dios: Was ist das Minimum, was mitzunehmen sei – neben dem unvermeidlichen Müsli – als Survival Kit?
Ich habe mal eine Woche lang nur von Kokosnüssen und Orangen gelebt, seitdem ist mir der Geschmack von Kokos nicht mehr angenehm.
Ich erinnerte mich heute an einen Rat, von wem auch immer er kam: Iss Avocados mit Zitrone. Heute fragt man die KI, ob das stimmt.
| Warum Avocados gesund sind |
| Gesunde Fette: Sie enthalten viele einfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem Ölsäure), die das Herz-Kreislauf-System unterstützen und den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen können. |
| Ballaststoffe: Gut für Verdauung und Blutzuckerstabilität. |
| Vitamine und Mineralstoffe: Besonders reich an Vitamin K, E, C, B-Vitaminen (B5, B6, Folat) und Kalium (mehr als Bananen). |
| Antioxidantien: Enthalten Lutein und Zeaxanthin, die gut für die Augen sind. |
| Warum Zitronensaft dazu sinnvoll ist |
| Geschmack & Frische: Zitronensaft verhindert, dass Avocado braun wird (durch Hemmung der Oxidation). |
| Vitamin C: Fördert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Avocado enthält etwas Eisen). |
| Säure-Balance: Die leichte Säure kann die Fettigkeit der Avocado ausgleichen und so die Verdauung etwas erleichtern. |
By the way, Kapitalismus: Ich habe Bananen aus der Dominikanischen Republik gekauft, Orangen aus Südafrika und Avocados aus Kolumbien, alles im Supermarkt meines Vertrauens nebenan. Die Zitronen waren nicht gelabelt, aber stammen höchstwahrscheinlich nicht aus dem Sauerland. Wieso macht das Kapital noch Profite, wenn es preiswerte Produkte um die halbe Welt schicken muss? So niedrig können die Löhne in den Ländern doch gar nicht sein, dass das noch rentabel ist?
| Du hast gefragt: „Wie hoch ist der durchschnittliche Gewinn für den ursprünglichen Verkäufer in Kolumbien, wenn Avocados von dort nach Deutschland exportiert werden? Zum Beispiel für 10 kg Avocados.“ |
| Eine präzise Zahl lässt sich leider nicht eindeutig beziffern, da verlässliche und aktuelle Detaildaten zur Gewinnmarge der lokalen Erzeuger schwer verfügbar sind. Dennoch ergibt sich aus den Quellen ein hilfreicher Anhaltspunkt: |
| Was wir aus der Recherche wissen |
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– Laut einer Studie (Cornell Thesis, Pérez 2021) entfallen im Durchschnitt etwa 45,7 % des Erlöses auf Produktionskosten, was eine grobe Schätzung der Kostenbasis darstellt.
– Damit blieben dem Produzenten demnach theoretisch 54,3 % des Verkaufserlöses als Deckung für Gewinn, Risikopuffer und weiteres. Allerdings umfasst diese Zahl nicht Export-, Logistik- oder weitere Zwischenhandel-Kosten. |
| Hochrechnung für 10 kg Avocados (theoretische Modellrechnung) |
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Exportpreis pro kg (grobe Orientierung): ca. €4 → Gesamtverkaufspreis: €40 Produktionskosten (45,7 % vom Erlös): 45,7 % von €40 ≈ €18,28 → Produktionsaufwand Potenzieller Rohdeckungsbeitrag: 54,3 % von €40 ≈ €21,72 → verbleibender Teil Theoretischer Gewinn: ungefähr €21,70 für 10 kg (im Idealfall, ohne weitere Abzüge) |
| Wichtige Einschränkungen und Hinweise |
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– Die 45,7 % beziehen sich ausschließlich auf Produktionskosten. Exportkosten (Transport, Verpackung, Logistik, Zoll, Margen von Zwischenhändlern) sind in dieser Zahl nicht enthalten. – Der tatsächliche Netto-Gewinn der Farmer fällt daher deutlich niedriger aus. – Der Exportpreis pro Kilogramm variiert stark je nach Qualität, Markt, Saison oder Verpackung (z. B. ready-to-eat, Bio-Zertifikat). – Für genaue Zahlen wären Branchenpublikationen oder Insider-Quellen nötig (z. B. von Exportverbänden wie CorpoHass, Produzenten-Zahlen, Handelspartnern o. ä.). |
| Fazit |
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– Basierend auf den Produktionskosten (45,7 %) bleiben rechnerisch ca. 54,3 % des Erlöses für den Produzenten übrig – idealerweise. – In deinem Beispiel mit 10 kg Avocados (bei etwa €4/kg) läge der theoretische Gewinn bei rund €21,70 – allerdings ohne Abzug aller weiteren Kosten. – Die realistische Marge ist deutlich geringer, da Transport, Logistik und Handel dazukommen. |
Vielleicht sollte ich die KI marxistische Ökonomie lehren. Aber ich habe den Verdacht, dass die das schon alles weiß. Meine Avocados 2ind übrigens wirklich von CorpoHass – ich habe extra nachgeschaut.
Voice oder: Dein Gerät hört zu
ChatGPT hat auch eine Spracheingabe, genannt ChatGPT Voice. Ich werde mich mit dem Gerät vermutlich nur herumstreiten. Am PC höre ich übrigens eine Frauenstimme, mit der App einer Männerstimme, warum auch immer.

Alle Rassisten außer Mutti
Gelbart Legal („Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG“): „Ein weiterer Erfolg für Ahmad Mansour: Das Landgericht Berlin hat einem prominenten Redakteur der taz im Wege einer Einstweiligen Verfügung untersagt, ehrverletzende Äußerungen über Ahmad Mansour weiter zu verbreiten. Der Journalist hatte auf der Plattform „X“ zu einem bei der „Welt“ veröffentlichten Interview mit Ahmad Mansour erklärt: „Ahmad Mansour lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Sein Rassismus und seine Radikalisierung machen mir Sorgen. Wie kann sich unsere Gesellschaft dagegen schützen ?““
Diese Aussage finde ich auch ungeheuerlich und nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt. Schon klar: wer gegen den Islam das Wort erhebt, ist Rassist. Vielleicht führen die bei der Taz ja bald die Scharia ein oder machen Frau Chebli zur Chefredakteurin.
Unter Wegschlafenden

Gestern hatte ich eine 90-minütige Zahn-Operation. Das war zwar nicht wirklich schmerzhaft, aber unangenehm. Ich kann ca. eine Woche lang nichts Festes essen, und die neuen Zähne sind nur ein Provisorium und werden Ende des Jahres ersetzt. Ich war ziemlich geschlaucht und musste die Schmerzen wegschlafen. Heute wieder Nachtschicht…
„Was man nicht verhindern kann, kann man auch gleich begrüßen.“ (Japanische Redensart, nach Janwillem van de Wetering)
Eliminiert

Beim Deutschen Journalistenverband (Bundesverband) nimmt die Verblödung immer mehr zu, wenn es um Israel geht. „Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilt die Tötung von palästinensischen Journalisten und Kameraleuten durch das israelische Militär.
Die israelische Armee hatte zuvor bekannt gegeben, den palästinensischen Journalisten Anas al-Sharif wegen angeblicher Verbindungen zur Terrororganisation Hamas getötet zu haben. Dabei sollen vier weitere Medienschaffende ums Leben gekommen sein. Al-Sharif arbeitete für den Sender Al Jazeera. Der Sender sowie die UNO wiesen die Vorwürfe gegen den Journalisten zurück, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, weil internationalen Journalisten der Zugang zum Gazastreifen verwehrt wird.“
Sogar die Qualitätsboulevardmedien sind da besser: „So veröffentlichte ein Armee-Sprecher ein undatiertes Foto, auf dem al-Sharif mit dem mittlerweile getöteten Hamas-Chef Yahya Sinwar zu sehen ist. Der 2024 ausgeschaltete Terrorführer, der Architekt des Überfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023, legt ihm kumpelhaft den Arm um die Schulter, al-Sharif grinst fröhlich. Es ist ein Bild, das Intimität und Vertrautheit zeigt – nicht Distanz oder kritische journalistische Beobachtung. Für einen unabhängigen Reporter in einem der brutalsten Konflikte der Welt ist das ein mehr als ungewöhnliches Motiv.“
Die Vorwürfe lassen sich sehr wohl überprüfen. Aber die wollen nicht oder sind zu ignorant dafür.
Aperitif und mehr
Aperitif (irgendeine Mischung aus Kaffeelikör, Wodka und Martini), Vorspeise, Nachspeise (Zabaione). Ich habe vergessen, das Hauptgericht zu fotografieren. Alles geschah im Nuovo Mirabella, und es war der Geburtstag meiner jüngeren Schwester und meiner auch.
Morgen muss ich zum Zahnarzt und habe jetzt keine Lust mehr, etwas Intelligentes zu schreiben.
Kenechukwu Chinazam Udeokpala und anderes

Womit soll ich anfangen? Was schlägt mein E-Mail-Programm vor?
Die Iden des Merz. Wer weiß, was wirklich geschieht? Liefert Deutschland Waffen an Israel – und welche?
Ich hätte das an Merz‘ Stelle so gemacht. Ich hätte Netanjahu angerufen und ihm gesagt: Schalom, Benjamin, ich habe ein Problem. Du weißt vermutlich (und wenn nicht, frage den Mossad), dass mich mein Koalitionspartner SPD mit seinen muslimischen Wählern (andere haben sie ja kaum noch) erpresst. Dann ist da auch noch die Geschichte mit Frauke, die dumm gelaufen ist. Ich muss also symbolisch irgendwas tun, um die Idioten ruhig zustellen. Ich werde also behaupteten, dass wir euch keine Waffen mehr liefern, die ihr auch in Gaza benutzen könntet. Es wird einen Shitstorm geben, aber den sitze ich aus. In Wahrheit werden wir natürlich alles liefern, was ihr braucht, um die Drecksarbeit für uns zu machen, notfalls über Mittelsmänner… äh und Mittelsfrauen. Lehitraot!
Ich fürchte aber, dass der Kanzler gar nicht so klug ist. Wir brauchen vermutlich einen anderen Vorsitzenden des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet. Und Reden hört er auch nicht zu. Andere wollen, dass er sein Gesicht wahren kann.

Die Israelis sind einfach zu gutmütig. Warum lassen sie solche Gestalten ins Land? Weil es den Unterhaltungswert erhöht wie Meme auf Instagram?
Was die üblichen Verdächtigen sagen, ahnt man schon: Der Iran hat Marz zu seiner Entscheidung gratuliert, und Frau Chebli natürlich auch. Muss man da noch „Gesäße auf Eimern“ anmerken? Oder wächst da etwas zusammen, was immer schon zusammengehörte?
Wenn mir die Mullahs und gefühlte „Palästinenser&%_Innen“ applaudieren, dann weiß ich, dass ich etwas total falsch gemacht habe.

Alles Saure und Knackige

Die Landesflagge, fotografiert am Fort King George, Scarborough, Republic of Trinidad and Tobago (1982).
Scarborough/Tobago, 2.3.82
Liebe Eltern,
Also zunächst das Wichtigste: Wir fliegen am Samstag, den 3. April, abends um 10 in Barbados los und kommen Sonntag, 4.4., gegen Mittag (wegen der ca. 5 Stunden Zeitverschiebung) in Luxemburg an und werden, falls uns H. und A. abholen, am Sonntag abends in Unna sein. Falls sie uns nicht abholen, müssen wir trampen, weil wir kein Geld mehr haben werden, und das kann bis Montag dauern.
Da Trinidad gerade entsetzlich teuer ist (wesentlich teurer als bei uns), sind wir nur ein paar Tage geblieben und dann mit einem Schiff nach Tobago – aber hier ist es genauso teuer. Wir werden aber trotzdem 2 Wochen hierbleiben, weil vorher kein Flugzeug nach Grenada fliegt. Unser Etat beträgt nicht mehr als 30 DM pro Kopf und Tag, da ein Bett in einem Hotel der billigsten Sorte schon 20 DM kostet, müssen wir für 20 DM uns beiden 3 Mahlzeiten kochen – gelobt und gepriesen sei zum wiederholten Mal unser Öfchen! Es geht – nur einige Sachen vermissen wir doch sehr und würden sie gerne wiedersehen, z.B. dunkles Brot (oder sogar Möpkenbrot), Fleischsalat, Gurken, Schokolade, Gemüse – hier gibt es zwar wesentlich mehr Früchte, aber an Gemüse eigentlich nur Kohl.

Scarborough (Republic of Trinidad and Tobago).Auf der Bude steht: „David Noel – remember our champ“.
Klopse, Sauerbraten, Nudelsalat, jede Art von Obstkuchen oder Buttercremtorte, überhaupt alles Saure und Knackige. Wir zehren noch von unserem kolumbianischen Kaffee und dem brasilianischen Tee, mit dem wir uns reichlich eingedeckt haben. Wir haben immer noch Reis aus Manaus, obwohl die Tüte schon mehrmals in diversen Hotels von Mäusen und anderen Tieren angeknabbert wurde. Heute morgen fanden wir z.B. in einer 1kg-Tüte voll Curry (ein Souvenir aus Guyana) ein Loch – ob Mäuse wirklich Curry fressen, weiß ich nicht.
Wir wünschen uns zum Empfang Königsberger Klopse + Rote Beete! (für mich zum Nachtisch Vanillepudding). Senf! 1 sauren Apfel für Susanne bereithalten! Mettwurst. Keine Brötchen!

Fort King George bzw. die Reste davon, Scarborough, Republic of Trinidad and Tobago (1982).
Jetzt ist gerade das Licht im ganzen Ort ausgefallen – das scheint eine Spezialität von Trinidad und Tobago zu sein, in Port of Spain ist es auch schon passiert – wir haben die Kerzen immer griffbereit und schreiben im Schummerlicht weiter,
(…) Wenn nichts Umwerfendes mehr passiert oder in der Post in St. Georges/Grenada steht, aus finanziellen Gründen keine Post mehr! Wenn Grenada etwas billiger wird, vielleicht an irgendwen ein Kärtchen. Ab 14.3. sind wir in St. Georges, 2 Wochen später in Barbados.

Man-O-War-Bay, Tobago (Republic of Trinidad and Tobago, Kleine Antillen)
Es gibt traumhaft schöne, einsame, palmenumringte Sandstrände mit viel Sonne und blauem Bilderbuchmeer! Und das 5 Wochen lang!
Grüße von Susanne
Burkhard
Ever heard of Dresden?
Huckabee responded: “So Israel is expected to surrender to Hamas & feed them even though Israeli hostages are being starved? Did UK surrender to Nazis and drop food to them? Ever heard of Dresden, PM Starmer? That wasn’t food you dropped. If you had been PM then, the UK would be speaking German!”
Solarreserven
Ich habe mir noch ein nettes Gadget für die Negev im Oktober gekauft – eine Vikeri Solar Powerbank mit Kompass und allerlei Schnickschnack. Moovit hatte mir schon vor zwei Jahren aus der Klemme geholfen, aber ich weiß nicht, ob in der Wüste überall Empfang ist.
Ich werde ein paar Tage von Arabern umzingelt sein. Haben die überhaupt Internet? Da können Energiereserven in jeder Hinsicht nicht schaden.
Britische Orangenmarmelade
Bevor wir uns wieder den Weltläuften zuwenden: Nach einer mehr als 9-stündigen Schicht musste ich mir ein Abendessen kochen und anschließend die britische Orangenmarmelade (oben im Urzustand) einmachen, die ich gestern schon vorbereitet hatte. ChatGPT machte mir dazu ein wunderbares Rezept (PDF).
Drei Kilo Bio-Orangen und ca. 750 Gramm Zitronen ergaben 14 Gläser. Kosten: Weniger als 20 Euro, inklusive Gelierzucker. Da stehen – schon mit dem Deckel nach oben – auch drei Gläser Johannisbeermarmelade herum. Die waren schneller und einfacher zu machen als die Orangen.







































