Putita oder: En el barro

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Ich empfehle wärmstens „Im Dreck“ (Spanisch: El el barro), ein argentinischer Film auf Netflix über den (fiktiven) Frauenknast „La Quebrada“ (Spanisch: „Die Schlucht“, metaphorisch für einen abgelegenen Ort).
Der Plot ist nicht neu, sondern entspricht in etwa dem von Orange is the New Black. „Im Dreck“ ist noch besser – und die Charaktere realistischer.
Das Publikum mag mir zunächst verzeihen, dass ich befangen bin: Ich schaue den Film natürlich in Spanisch, weil ich den Tonfall einfach liebe. Spanisch ist die Sprache, die sich vom Klang her am besten dazu eignet, wenn man jemanden anschreien und beleidigen will. Nebeneffekt: Man lernt unzählige Schimpfwörter und Flüche dazu (was natürlich zu erwarten war). „Putita“ etwa habe ich sofort erkannt: „Puta“ ist die Prostituierte, aber in Lateinamerika wird vieles mit der Verkleinerungsform -ita benutzt – also: Du kleine Hure! (Ich muss mir das alles aufschreiben, falls ich je wieder in ein Land reise, in dem Spanisch gesprochen wird.)
Für die hier mitlesenden Spanner und Voyeure und lüsternen alten Herren: Es kommen zahlreiche nackte Frauen vor, es werden heimlich Pornos im Knast gedreht, und natürlich gibt es Lesben- und anderen Sex.
Die Stimmung ist aber insgesamt düster, hart, Gewalt ist selbstredend an der Tagesordnung. Philosophische Frage aus dem Off: wie entsteht Solidarität und warum, wenn alle gegen alle ums Überleben kämpfen?
Ich habe nur wenige aussagekräftige Rezensionen gefunden. „Diese achtteilige argentinische Serie ist keine eigenständige Produktion, sondern ein mit Spannung erwartetes Spin-off des von der Kritik gefeierten Kriminaldramas El Marginal, einer Serie, die das Gefängnisgenre mit ihrer rohen Wirklichkeitsnähe und komplexen Charakterstudien neu definierte“. (Werde ich mir gleich danach ansehen – aber nur Frauen ist natürlich interessanter, weil es vom Plot „Männer im Knast“ schon fantastilliarden Versionen gib.)
Ich empfehle die Serie vor allem wegen der Schauspielerinnen. Insbesondere Valentina Zenere hat mich gefesselt (ich habe sie auf dem Wikipedia-Foto gar nicht sofort wiedererkannt). Die wechselt von einem Augenblick zum anderen vom viel zu jungen Höhere-Tochter-und-Model-Look zur abgebrühten Porno-Diva. Auch die anderen Latinas spielen umwerfend, und einige sehen auch so aus. (Maria Beccera hat fast 15 Millionen Follower auf Instagram). Die Kolumbianerinnen – allesamt lechz!
Am meisten gefallen mir aber die alten, abgezockten Frauen, die das Sagen haben: Lorena Vega, neben der Zenere die heimliche Hauptdarstellerin (und exakt mein – natürlich erfolgloses – Beuteschema – und sogar nicht zu jung). Und Ana Garibaldi und noch einige andere. Durchweg großartige Schauspielerei.
Ich bin erst bei der vierten Folge, und das Niveau bleibt gleich hoch. (Wer die Serie nicht OmU sieht, kommt in den nächsten See mit einem Gewicht an den Füßen.)
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Burks, Du bist ein alter geiler Bock. Wärst Du politisch nicht auf der falschen Seite gelandet und hätten die anderen gewonnen und wärst Du führender Kader geworden, dann könntest Du Dich heute jeden Tag sexuell betätigen. Was meine ich damit? Das:
Klick. Klick. Klick. Klick.
Sei froh das Du dem entgangen bist. Igitt!