At any cost [Update] [Update II]
Welt-Redakteur Tim Röhn schreibt auf X: „Seinen – gelöschten – Beiträgen auf x zufolge dürfte er die Tat über sehr lange Zeit geplant haben, kündigte schon vor Monaten für den Moment der Rache genau den Post an, den er um kurz nach 19 Uhr am Freitag absetzte. Die Behörden bekamen von all dem offenbar nichts mit. Diese schon im Frühling 2024 wieder gelöschten Tweets wurden bei x gemeldet – aber passiert ist nichts. Aus Sicherheitskreisen heißt es, der Täter sei bislang völlig unbekannt gewesen.“
Wir warten auf:
[ ] Elon Musk und X sind schuld.
[ ] Wir brauchen jetzt sofort die Vorratsspeicherung.
[ ] Das hat nichts mit dem Islam zu tun.
[ ] Der Verfassungsschutz braucht mehr Befugnisse.
[Update] Das ehemalige Nachrichtenmagazin liefert: „…ein islamistischer Hintergrund so gut wie ausgeschlossen“. Das Gegenteil ist auch eine Nachahmung.
[Update II] Rainer Wendt liefert: „21:40 Uhr hat Rainer Wendt bei WeltHD Vorratsdatenspeicherung gefordert, weil sich das sonst nicht aufklären lässt.“
Klassenfragen
Sehr interessantes Interview im Overton-Magazin: „An Universitäten werden zunehmend Professoren entlassen oder von hohen Ämtern degradiert, weil sie irgendwie stören. Aber wann stört ein Professor? Darüber hat Roberto De Lapuente hat mit der Geographin Heike Egner gesprochen.“
»Wenn Studenten mit einer 2 benotet werden, kommen Beschwerden.«
Was bin ich froh, dass ich nicht mehr an einer Universität lehre…
Unter Versicherten
Aus dem Telegram-Kanal der religiös-zionistischen Nachrichtenagentur „Israel heute“: „Laut dem russischen Nachrichtendienst TASS hat der ehemalige syrische Präsident Baschar al-Assad Israel eine Liste mit militärischen Zielen übergeben, bevor er Syrien verließ. Ein türkisches Medienwerk fügte hinzu, dass Assad die militärischen Positionen als eine Art persönliche „Versicherung“ Israel übergab, um sicherzustellen, dass Israel ihn bei der Flucht nach Russland nicht anschießt [gemeint ist vermutlich: „abschießt“].
Baschar al-Assad hat alle Koordinaten und Standorte syrischer Militärziele, darunter Waffenlager, Raketenabwehrsysteme und Kampfjets, an Israel weitergegeben.
Abdulkadir Selvi, ein Kolumnist der türkischen Zeitung Hürriyet, schrieb, dass eine „verlässliche Quelle“ ihm bestätigt habe: „Assad übergab eine Liste mit genauen Positionen, um sicherzustellen, dass Israel ihm keinen Schaden zufügt, während er das Land verlässt.“
Polyglott
Watson.ch: Niko Aktas ist womöglich der vielsprachigste Mensch in der Schweiz. Der 36-Jährige kann auf Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Türkisch und Russisch Gespräche führen. Auf weiteren drei Sprachen – Slowakisch, Arabisch und Albanisch – kann er sich verständigen. Eine Handvoll weiterer versteht er, zum Beispiel Rumantsch.
Aktas ist damit einer der wenigen Hyperpolyglotten im Land. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: «Poly» bedeutet «mehrere» und «glōtta» ist «die Sprache». Während Polyglotten drei oder mehr Sprachen sprechen, sind es über sechs bei Hyperpolyglotten wie Niko Aktas.
„Grundsätzlich lege ich den Fokus am Anfang kaum auf Grammatik. Ich habe fünf Punkte entwickelt, die ich meinen Sprachschülern weitergebe. Erstens: eine Liste mit den wichtigsten zweihundert Wörtern, die ich mit einem anderen Polyglotten zusammengestellt habe. Diese Wörter sind noch relativ unspezifisch.“
Dazu im ehemaligen Nachrichtenmagazin (Paywall) ein Interview mit Torben Schmidt, Professor für Didaktik des Englischen an der Leuphana Universität in Lüneburg: Sollten Kinder eine zweite Fremdsprache lernen?
„Wir sprechen hier von ‚Skill Skipping‘: Wenn durch technische Möglichkeiten gewisse Fähigkeiten nicht mehr erlernt oder trainiert werden. Wir kennen das aus der Mathematik: Wer häufig den Taschenrechner nutzt, verlernt das Kopfrechnen. Die neuronalen Verknüpfungen werden nicht mehr gebraucht. Wer verschiedene Sprachen beherrscht, dessen Hirnareale sind besser miteinander verbunden, es findet mehr Aktivierung statt.“ Mehrsprachige Menschen seien auch im Alter noch neurologisch fitter als solche, die nur eine Sprache sprechen.
Die Sache mit den 200 Wörtern finde ich interessant. Aber wann „kann“ man eine Sprache? Ich spreche Deutsch und Englisch fließend, Spanisch ganz gut. Französisch kann ich lesen, ich verstehe fast alles und kann mich verständigen (hatte ich in der Schule, aber das Spanische hat es überschrieben). Jiddisch kann ich lesen und verstehen, aber richtig aussprechen natürlich nicht immer. Hebräisch lerne ich seit gut eineinhalb Jahren, aber bis zum aktiven Sprechen ist es noch weit. Lateinische Texte verstehe ich nicht ganz, aber weiß immer, worum es geht (großes Latinum: mehr als fünf Jahre Lateinunterricht).
Für das übernächste Jahr, wenn ich mit hoffentlich mit meinem Hebräischen zufrieden bin, habe ich mir vorgenommen, wieder mit Mandarin weiterzumachen.
Also: Neurologisch ist hoffentlich alles ok mit mir.
RAF jetzt mit Gendersternchen
Die RAF benutzt jetzt Gendersternchen. Mehr muss man gar nicht wissen. Jedes dämliche Klischee passt: Klimakleben, Corona, „Gaza“.
Vielmehr beschreibt Garweg sich weiter als politischen Aktivisten, als Teil einer „revolutionären Linken“ bis heute.
Solche antisemitisch-völkischen und weltanschaulich verirrten Vollhonks sind weder „links“ noch „revolutionär“.
Indianerfrau aka Mujer Campesina
Postkarte an Verwandte vom 28.01.1980 aus Sucre, der Hauptstadt Boliviens. (In Sucre war ich 1984 noch einmal.)
Auf der Rückseite der Karte steht: Mujer campesina de Tarabuco, con su traje de fiesta. Indianerfrau aus Tarabuco (Sucre) in Festtagskleidung. Tarabuco Indian Woman with typical „fiesta“ dress.
La Paz, Bolivien, 27.1.
Ihr Lieben! Hier gibt es keinen Putsch und wir sind nach 5 Wochen Peru und vielen schönen Erlebnissen hier ohne Schwierigkeiten eingereist. In 2 Wochen kommen wir in den Urwald im Norden und es wird sehr heiß bis Guyana und Barbados bleiben. Von Georgetown fliegen wir am 19.3. nach Barbados und hoffen auf schnellen Anschluß nach Europa.Buchungen sind sehr kompliziert hier. Liebe Grüße an alle.
Unter virtuellen Agenten, dreistellig

The virtual agents present themselves as shadowy and enigmatic, their personas cloaked in secrecy and intrigue. They frequently operate under elaborate pseudonyms, creating an air of mystery to mask their true identities. Their avatars are often dressed in dark, nondescript clothing, projecting an image of someone skilled in covert operations. However, their lack of professionalism becomes evident in their actions. They often miss critical details in their assignments, misinterpret simple instructions, or fail to maintain basic operational security. For instance, they might use poorly encrypted communication tools, inadvertently reveal sensitive information, or leave obvious digital footprints that make them easy to trace. Their mysterious demeanor is frequently undermined by comical missteps. They might try to appear intimidating but end up exposing their lack of preparation during a simple interrogation or surveillance mission. They are also prone to internal squabbles over trivial matters, further eroding their credibility. Despite their shortcomings, they remain deeply committed to their roles, often compensating for their lack of skill with exaggerated theatricality. Their antics can sometimes lead to unintended successes, making them more of a curiosity than a genuine threat to adversaries. –ar 3:2 –
„Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag offengelegt, dass der Verfassungsschutz des Freistaates derzeit eine beträchtliche Anzahl von Fake-Accounts in sozialen Medien unterhält. Die Zahl dieser Accounts liege „im dreistelligen Bereich“. Schuster lehnte es jedoch ab, genauere Angaben zu machen, etwa zu den spezifischen Plattformen oder der Zahl der involvierten Mitarbeiter. Er begründete dies mit dem andernfalls gefährdeten „Einsatzerfolg“.“ (Apollo News, MDR)
Im Video des MDR ist von „virtuellen Agenten“ die Rede. Das schreit natürlich nach eine adäquaten Bebilderung.
Ich hoffe nicht, dass diese virtullen Verfassungsschützer in Secondlife auftauchen. Da könnte ich sie umhauen – ich habe 17 Jahre Erfahrung im virtuellen Schwertkampf.
Frage an das Publikum: Sind Blogs eigentlich „soziale Medien“?
Unter Wagenknechten
Die neue Brombeer-Koalition in Thüringen ist der Anfang vom Ende des BSW aka der Wagenknechte. Das sagen „politische Beobachter“ wie ich voraus. Zur Zeit dümpeln sie bundesweit ein wenig oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde herum. Und das wird nicht signifikant besser werden.
Warum? Die Leute wollten doch eine Opposition, aber weder eine aus dem Genderklimaflüchtlingeretten-Milieu noch so angebräunte Dumpfbacken wie die Mehrheit der AfD-Mitglieder. Und was kriegen sie? Eine Partei, die mit denen, die eh schon alles verkackt haben, eine Koalition eingeht.
Und dann diese sinnfreien Textbausteine: „Uns ist ein guter Aufbruch gelungen, der das Leben der Thüringer spürbar verbessern wird“. Das glaubt doch niemand mehr. Gutes Leben im Kapitalismus. Was hamwa wir gelacht.
„Wir werden die irreguläre Einreise nach Deutschland reduzieren.“ Könnt ihr gar nicht, aus technischen und juristischen Gründen. Das ist so logisch wie die fantasierte Ankündigung Scholzens, man müsse „jetzt“ in großem Stil abschieben.
„Eine Stationierung [von Mittelstreckenraketen] und deren Verwendung ohne deutsche Mitsprache sehen wir kritisch.“ Ich sehe auch vieles „kritisch“. Und? Heißt das, die Deutschen wollen auch die Befehle geben können und auf die Knöpfe drücken? Verarschen kann ich mich allein. Wenn die jemals abgeschossen würden, gäbe danach niemand mehr Befehle.
„Wir wollen die Friedensbildung bereits an den Schulen stärker in den Fokus nehmen und eine Schule, die nicht werben muss für den Kriegsdienst.“ Muss nicht, aber kann. Wie ich schon sagte: Die Parole kann nicht heißen: Ohne Waffen und sich sofort ergeben! Sondern: „Waffen in die richtigen Hände“ und „Rüstungsindustrie vergesellschaften!“ Und Friedensbildung mit Arabern oder gar denen, die sich „Palästinenser“ schimpfen? In Israel würde man sich vermutlich kaputtlachen.
Inventur
Die Inventur artet in Arbeit aus…
Krieger, Zehnägel mit Dolchen und nützliche Sklaven
Da wir schon bei Modelleisenbahnen waren, können wir auch andere, total relevante Themen durchnehmen wie Wüstenkrieger, die sich nicht die Zehnägel schneiden müssen (das sind übrigens die Füße meines Avatars), und Sklaven, die sich nützlich machen, was löblich ist.
J’ai compris y ils sont fous
Ich habe Le Monde in der Blogroll durch Le Figaro ersetzt. Aus Gründen.
Übrigens: „Votre navigateur Chrome n’étant pas à jour, le site du Figaro risque de ne pas fonctionner correctement. Il est conseillé de mettre à jour votre navigateur.“ Ils sont fous, les IT-Français. Außerdem surfe ich gar nicht mit Chrome.
Märklin H0
Meine Modelleisenbahn war drei Jahrzehnte eingepackt. Was mache ich jetzt damit? Die Lok ist eine Märklin – Spur H0 – BR 24 058 aus dem Jahr 1958 und fährt natürlich noch. (Zustand 1957 oder 1958 und ein Jahr später. Zustand Ende der 60-er Jahre.)
Die meisten der unzähligen Häuser, die ich habe, finde ich noch auf Ebay, rund 10 Euro das Stück. Aber wer soll das alles verpacken und verschicken?
Schnell auf’s Land
Machu Picchu, Perú, 2,400 m. Vista panoramica. 1977,. Swiss Foto S.A. Apartado 430, Lima
Postkarte vom 21.12.1979 aus Lima, Peru, angekommen am 03.01.1980.
Liebe Eltern! Gestern sind wir nach einem 57 Std. Trip mit Lastwagen und Bus in Lima, Peru, angekommen. Zum umseitigen Foto kommen wir erst in ca. 3-4 Wochen, aber die Post hier ist sicherer. Uns geht es gut, heute haben wir Geld bekommen, und nach Bolivien geht’s auch wieder. Temp. 25°, sehr unweihnachtlich. 1000 km vor Lima bis hier nur Sandwüste mit Oasen wie in de Sahara. Bitte Weihnachts- und Neujahrsgrüße an alle. Demnächst aus La paz ausführlicher Bericht, wir fahren schnell auf’s Land, da ist es schöner. Gruß Burkhard
Die Fahrt vom Süden Ecuadors nach Lima war abenteuerlicher, als ich es geschrieben habe. Wir kamen auf die abwegige Idee, die Panamericana nach Süden zu trampen. Aus meinem Reisetagebuch, 18.12.1979:
Morgens um 8 Aufbruch zum 57-Std. Trip nach Lima [von Duran bei Guayaquil, Ecuador]. Kriegen carro in den nächsten Ort, dann sofort Ölfahrer [Truck] nach Naranjal. Will unbedingt Papierblättchen, um Gras zu rauchen.
Finca = ist im Gegensatz zu Hazienda „vegetarisch“. Von Naranjal leerer Zementsattelschlepper bis Huaquillas. Die Gegend besteht fast nur aus Bananenplantagen. Vor der Grenze die üblichen Polizeikontrollen, wir kommen aber schneller voran als mit dem Bus, weil der Truckfahrer ein Höllentempo drauf hat. Kurz vor Huaquillas wereden wir bei einer Zementfabrik abgeladen. In der Kantine [der Fabrik] essen wir, und ich hole mir einen Bazillus für den Durchfall.
Pick-up bis zum Zollgebäude. Die Geldwechsler spinnen. Zu Fuß quer durchs Dorf und [den] Markt über die Brücke [Puente de la Paz] nach Peru. Für die Einheimischen herrscht freier Grenzverkehr. Bei Vorlage unserer [Flug]Tickets [von Barbados nach Europa] bekommen wir sofort 90 Tage [Visum] und genehmigen uns erst mal jugos.
Wieder Zementtruck bis Tumbes [unleserlich]. Leider legt sich der Fahrer kurz vor Mitternacht mit Frau + Kind schlafen und wir auf der Ladefläche, eingemummt in den Schlafsack, bei eisigem Winde. Die Landschaft ist großartig, Sand und Felsenwüste auch am Meer, dazu Sternenhimmel.
19.12. Morgens geht es weiter bis zu einer Oase (irgendwas mit A…)[vermutlich El Alto] bei Sonnenaufgang. Ziemlich verfallenes Nest. Ich muss wahnsinnig scheißen. Derselbe Fahrer nimmt uns weiter bis Sullana, dann Pick-up nach Piura = 200 km bis um 10. In einem Hof vor der Kneipe können wir uns waschen [wir waren total eingedreckt vom Zementstaub].
Bus kostet = 2800 [Soles], nach einigen Fragen soll er um 12 gehen, fährt aber erst nach Sullana zurück und dann wieder nach Piura. Die Gegend unbeschreiblich, abwechselnd flache Sandwüste, Felsen, meterhohe Dünen und Oasen mit Palmen. Mehrere Pannen, Riefenwechsel, Schaltung klappt nicht, gegen Mitternacht 1 Stunde Reparatur, aber bei 3 Fahrern klappt es. Abends um 17:15 Uhr Ankunft in Lima…
Willkommen zurück, Moskow!
Beinahe hätte ich dem Fahrraddealer meines Vertrauens das Misstrauen ausgesprochen. Mein NCM Moskow war seit dem 25. März in der Werkstatt – der Akku funktionierte nicht mehr -, und heute habe ich das Radl zurückbekommen (rund 400 Euro ;-() Aber das würde eine lange Geschichte, warum das so lange dauerte.

Was mich aber entzückt ist, dass der Akku mehr Features hat als vorher. Und natürlich kommen jetzt kommunistische chinesische Schriftzeichen ins Spiel: XiaoXiangElectric heisst die App, die per Bluetooth mit dem Akku kommuniziert und die mir den Zustand jeder Zelle anzeigt und noch viele mehr.
Es macht natürlich Spaß, mit dem fetten Teil zu brettern. Ich bin eben von Weißensee nach Neukölln: Durchschnittsgeschwindigkeit 24 km/h, ohne dass der Pulsschlag sich beschleunigt. So etwas kriege ich mit dem Singlespeed auch hin, aber dazu muss ich mich richtig anstrengen und es muss ganz flach sein – und auch nur für eine kurze Strecke.

Mein Ziel:
Walter Bingham, now approaching the age of 101, holds Guinness World Records as the world’s oldest working journalist and oldest active radio host.“
Wisst ihr Bescheid, was auf euch zukommt.
Russian Asset

Bei der Mentalität der Insassen öffentlich-rechtlicher Medien fällt mir immer der Augiasstall ein (Symbolbild, made by AI and Burks).
Christian Y. Schmidt schreibt auf Facebook:
„Weil der linke Journalist John Goetz herausgefunden hat, dass das internationale Recherchenetzwerk OCCRP mehrheitlich von der US-Regierung finanziert wird, wird Goetz von dem Chef des OCCRP als russischer Spion verleumdet. Der NDR nimmt seinen Mitarbeiter nicht etwa in Schutz, sondern strahlt seine Recherchen einfach nicht aus. So geht es immer wieder Leuten, die für Aufklärung stehen. Sie werden ohne jeden Beweis als russische Einflussagenten diffamiert, um sie mundtot und möglichst arbeitslos zu machen.“
Das Statement bezieht sich auf die Reportage Alexander Osangs im Spiegel (Paywall): „Der Mann, der aus der Kälte kam“.

Screenshot von Mediapart.fr
Schmidt zitiert: Seit knapp zwei Jahren recherchiert Goetz für den Norddeutschen Rundfunk an einem Film über das internationale Recherchenetzwerk OCCRP, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Korruption und Organisierte Kriminalität aufzudecken. OCCRP kooperiert mit vielen weltbekannten, renommierten Medien wie der »New York Times«, dem »Guardian«, »Le Monde«, dem ZDF und auch dem SPIEGEL. Goetz errechnete, dass OCCRP zu mehr als 50 Prozent aus Mitteln der US-Regierung gefördert werde, die auch ein Mitspracherecht bei der Besetzung der Leitungsposten des Netzwerkes besitze. Er fand Quellen, die befürchteten, dass sich daraus inhaltliche Konsequenzen ergeben. Dass Journalisten, womöglich unwissentlich, US-Interessen durchsetzen. Im Mittelpunkt der Reportage steht ein langes Interview, das John Goetz mit dem Chef des OCCRP führte, einem Amerikaner namens Drew Sullivan.
Sullivan gab vor Goetz’ Kamera einen Einfluss der US-Regierung zähneknirschend zu, beharrte aber darauf, dass seine Mitarbeiter unabhängig seien. Er beschwerte sich allerdings wenig später beim NDR darüber, dass er im Beitrag als Agent der US-Regierung beziehungsweise der CIA dargestellt werden könnte. In einer Mail, die Drew Sullivan an die vielen Mitarbeiter seines Netzwerkes auf der ganzen Welt verschickte, warnte er sie vor einer Zusammenarbeit mit dem NDR-Team, vor allem deshalb, weil John Goetz im Interesse der russischen Regierung agiere. Vielmehr noch: Er sei nach Äußerungen deutscher Geheimdienste ein »russian asset«.
Ein russischer Spion. Eine Quelle. Ein Informant.
Belege für diese Behauptung lieferte Sullivan nicht. Er ließ sie einfach fallen. Es erinnert an die Visitenkarte des FBI-Agenten, die Goetz vor 35 Jahren in seinem New Yorker Briefkasten fand. John Goetz ist, wie es aussieht, wieder auf der Flucht vor einem Verdacht. Oder immer noch.
Viren, Spinnen, Goldfische, Napoleon und krebskranke Haie

O nein, Duolingo, das ist doch wieder mierda y tonterías graves grober Unfug. Aber man kann gegen solche Narrative Textbausteine gar nicht argumentieren, weil sie Teil der Populärkultur geworden sind, wie die Idee, dass jemand sich von fern und online gezielt an meinen Computer zu schaffen machen könnte.
ChatGPT: Hier sind einige weit verbreitete Missverständnisse oder Mythen, die viele Menschen für wahr halten, aber tatsächlich falsch sind:
1. Der Eiffelturm schrumpft nicht
Falsch: Viele glauben, der Eiffelturm sei immer gleich groß.
Wahrheit: Der Eiffelturm kann je nach Temperatur um bis zu 15 Zentimeter schrumpfen oder wachsen, da sich Metall bei Hitze ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht.
2. Menschen haben nur fünf Sinne
Falsch: Viele glauben, wir hätten nur fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.
Wahrheit: Menschen haben tatsächlich mehr Sinne, darunter den Gleichgewichtssinn, die Schmerzempfindung (Nozizeption), die Temperaturwahrnehmung (Thermorezeption) und Propriozeption (Lage- und Bewegungssinn).
3. Der Great Wall of China ist vom Weltall aus sichtbar
Falsch: Es wird oft gesagt, dass die Chinesische Mauer das einzige von Menschenhand geschaffene Bauwerk ist, das vom Weltall aus sichtbar ist.
Wahrheit: Die Mauer ist aus dem niedrigen Erdorbit nur schwer zu erkennen, und unter den richtigen Bedingungen kann man auch viele andere Bauwerke sehen.
4. Goldfische haben ein 3-Sekunden-Gedächtnis
Falsch: Es wird oft behauptet, dass Goldfische nur ein sehr kurzes Gedächtnis haben.
Wahrheit: Studien zeigen, dass Goldfische Aufgaben erlernen und sich Wochen oder Monate lang daran erinnern können.

Take a metaphorical photo that illustrates the stereotype that people swallow spiders in their sleep. –ar 3:2
5. Man schluckt im Schlaf Spinnen
Falsch: Viele glauben, dass man im Schlaf regelmäßig Spinnen verschluckt.
Wahrheit: Es gibt keine Beweise dafür, dass dies passiert, da Spinnen normalerweise menschliche Vibrationen meiden.
6. Der Zucker-High
Falsch: Zucker macht Kinder hyperaktiv.
Wahrheit: Studien konnten keinen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Hyperaktivität feststellen. Es handelt sich oft um eine Wahrnehmungsverzerrung der Eltern.
7. Blitz schlägt nicht zweimal an derselben Stelle ein
Falsch: Blitz soll angeblich nie zweimal denselben Punkt treffen.
Wahrheit: Blitz schlägt häufig mehrmals an denselben Stellen ein, insbesondere bei hohen Objekten wie Gebäuden oder Bäumen.
8. Haie bekommen keinen Krebs
Falsch: Haie gelten als immun gegen Krebs.
Wahrheit: Haie können an Krebs erkranken, obwohl sie ein stärkeres Immunsystem als viele andere Tiere haben.
9. Wasser leitet keinen Strom
Falsch: Viele denken, Wasser leitet immer Strom.
Wahrheit: Reines Wasser (destilliertes Wasser) leitet keinen Strom. Verunreinigungen wie Salze und Mineralien sind für die Leitfähigkeit verantwortlich.
10. Napoleon war klein
Falsch: Napoleon Bonaparte wird oft als kleiner Mann dargestellt.
Wahrheit: Er war mit etwa 1,69 Metern für seine Zeit durchschnittlich groß. Das Missverständnis stammt wahrscheinlich aus Übersetzungsfehlern und Propaganda.
Unter Entschlossenen [Update]

Ein Sarkophag auf dem Mount Arbel (Vgl. „Mount Arbel am Wadi Hamam, an den Hörnern von Hittin gepackt“ (18.10.2023) und „Mount Arbel am Wadi Hamam, an den Hörnern von Hittin gepackt, revisited2 (29.11.2023).) Ich hatte mir die Details nicht notiert, aber vermutlich stammt der aus der Synagoge aus dem 4. Jahrhundert bei Arbel. Fotografiert am 18.10.2023, bisher unveröffentlicht.
Sehr interessante Analyse der gegenwärtigen Situation in Palästina (die Gegend) in der „Welt“ (Paywall), die aber nur das englische Original in Foreign Policy zusammenfasst: „Die neuen Machtverhältnisse im Nahen Osten“.
Doch die Mullahs haben den Fehler gemacht, diese Abschreckungsmacht mit dem Krieg gegen Israel auf die Probe zu stellen. Wer einen Krieg beginnt, geht eben auch das Risiko ein, ihn zu verlieren. Und der Iran hat eine krachende Niederlage nach der anderen kassiert. Die von ihm abhängige Hamas ist gänzlich aufgerieben und wird Gaza als Machtzentrum verlieren.
Die Hisbollah hat ihre gesamte militärische und politische Führungselite eingebüßt sowie einen großen Teil ihrer militärischen Kapazitäten, was ihren und damit Irans Einfluss im Libanon gefährdet. Und Syrien, wo der Iran seit Beginn des Bürgerkriegs laut von der iranischen Opposition geleakten internen Dokumenten um die 50 Milliarden Dollar investierte, ist nun ebenfalls gänzlich verloren für die Mullahs. (…)
„Der Domino-Effekt des Kollapses des Assad-Regimes wird unweigerlich das Ende der vom Iran dominierten Ordnung bedeuten. Sie wird ersetzt werden von einer regionalen Ordnung, die von Israel und seinen Partnern dominiert wird.“ (Lina Khatib, Foreign Policy) (…)
Tatsächlich tun sich viele im Westen noch schwer, den epochalen Charakter dieser Entwicklung zu erfassen. Zumal die Niederlage der Iran-Achse nie so klar ausgefallen wäre, wenn Israel auf die Forderungen aus Washington und europäischen Hauptstädten gehört hätte.
Gut, dass Israel gar nicht hinhört, wenn deutsche Außenminister oder die so genannten „Linken“ oder die Wagenknechte cringe vor sich hin faseln.
Es ist ganz witzig, in den russischen Foren zu lesen, was die zum Thema sagen. Fast alle sind Antisemiten und Israelhasser, aber sie können nicht umhin, die IDF zu bewundern. Manche kommentieren sinngemäß: Wenn nur unsere Militärführung so entschlossen handeln würde wie die in Israel…
[Update]: Die US-Army besetzt die ehemaligen russischen Militärbasen in Syrien, und die Russen haben offenbar Libyen als Ersatz für Syrien gewählt – „Libya will become the main logistical point of the Russian presence in Africa“.
Nieder mit dem variablen Kapital!
Wir müssen über den Kapitalismus reden. Nein, müssen wir gar nicht: Die beiden Screenshots sagen alles aus, was die Zukunft bringt. Die Sache ist aber nicht neu. Dazu gibt es die übliche Lektüre:
Wie ein Wechsel im Wert der Produktionsmittel, ob auch rückwirkend nach ihrem bereits erfolgten Eintritt in den Prozeß, ihren Charakter als konstantes Kapital nicht verändert, ebensowenig berührt ein Wechsel in der Proportion zwischen konstantem und variablem Kapital ihren funktionellen Unterschied. Die technischen Bedingungen des Arbeitsprozesses mögen z.B. so umgestaltet werden, daß, wo früher 10 Arbeiter mit 10 Werkzeugen von geringem Wert eine verhältnismäßig kleine Masse von Rohmaterial verarbeiteten, jetzt 1 Arbeiter mit einer teuren Maschine das hundertfache Rohmaterial verarbeitet. In diesem Fall wäre das konstante Kapital, d.h. die Wertmasse der angewandten Produktionsmittel, sehr gewachsen und der variable Teil des Kapitals, der in Arbeitskraft vorgeschoßne, sehr gefallen. Dieser Wechsel ändert jedoch nur das Größenverhältnis zwischen konstantem und variablem Kapital oder die Proportion, worin das Gesamtkapital in konstante und variable Bestandteile zerfällt, berührt dagegen nicht den Unterschied von konstant und variabel.
Die Roboter knabbern an den Kosten des variablen Kapitals – sie reduzieren sie, erhöhen also letztlich den Profit. Roboter feiern nicht krank und treten keiner Gewerkschaft bei und brauchen keine Pausen – ein Traum für jeden Kapitalisten!
Squad Leader
Kennt das noch jemand? Ich kriege es nur auf einem alten 34-bit-Windows-Rechner zum Laufen. Ich schrieb vor ein paar Jahren: Das Gefühl war mir sofort wieder vertraut, obwohl ich das zuletzt irgendwann Ende der 90-er gespielt haben dürfte. Es war hier vom Publikum empfohlen worden.
Neben Avatar und Privateer habe ich „Dune“ bestimmt am häufigsten gespielt. Die Grafik mag für heutige Verhältnisse grottig sein, aber der Spielspaß ist hoch, und auf den höheren Leveln gerät man ganz schön ins Schwitzen…
Ich gibt bestimmt noch anderen Leute, die sich immer noch mit Computerspielen vergnügen, die ein viertel Jahrhundert alt sind.











































