Russian Asset

Bei der Mentalität der Insassen öffentlich-rechtlicher Medien fällt mir immer der Augiasstall ein (Symbolbild, made by AI and Burks).
Christian Y. Schmidt schreibt auf Facebook:
„Weil der linke Journalist John Goetz herausgefunden hat, dass das internationale Recherchenetzwerk OCCRP mehrheitlich von der US-Regierung finanziert wird, wird Goetz von dem Chef des OCCRP als russischer Spion verleumdet. Der NDR nimmt seinen Mitarbeiter nicht etwa in Schutz, sondern strahlt seine Recherchen einfach nicht aus. So geht es immer wieder Leuten, die für Aufklärung stehen. Sie werden ohne jeden Beweis als russische Einflussagenten diffamiert, um sie mundtot und möglichst arbeitslos zu machen.“
Das Statement bezieht sich auf die Reportage Alexander Osangs im Spiegel (Paywall): „Der Mann, der aus der Kälte kam“.

Screenshot von Mediapart.fr
Schmidt zitiert: Seit knapp zwei Jahren recherchiert Goetz für den Norddeutschen Rundfunk an einem Film über das internationale Recherchenetzwerk OCCRP, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Korruption und Organisierte Kriminalität aufzudecken. OCCRP kooperiert mit vielen weltbekannten, renommierten Medien wie der »New York Times«, dem »Guardian«, »Le Monde«, dem ZDF und auch dem SPIEGEL. Goetz errechnete, dass OCCRP zu mehr als 50 Prozent aus Mitteln der US-Regierung gefördert werde, die auch ein Mitspracherecht bei der Besetzung der Leitungsposten des Netzwerkes besitze. Er fand Quellen, die befürchteten, dass sich daraus inhaltliche Konsequenzen ergeben. Dass Journalisten, womöglich unwissentlich, US-Interessen durchsetzen. Im Mittelpunkt der Reportage steht ein langes Interview, das John Goetz mit dem Chef des OCCRP führte, einem Amerikaner namens Drew Sullivan.
Sullivan gab vor Goetz’ Kamera einen Einfluss der US-Regierung zähneknirschend zu, beharrte aber darauf, dass seine Mitarbeiter unabhängig seien. Er beschwerte sich allerdings wenig später beim NDR darüber, dass er im Beitrag als Agent der US-Regierung beziehungsweise der CIA dargestellt werden könnte. In einer Mail, die Drew Sullivan an die vielen Mitarbeiter seines Netzwerkes auf der ganzen Welt verschickte, warnte er sie vor einer Zusammenarbeit mit dem NDR-Team, vor allem deshalb, weil John Goetz im Interesse der russischen Regierung agiere. Vielmehr noch: Er sei nach Äußerungen deutscher Geheimdienste ein »russian asset«.
Ein russischer Spion. Eine Quelle. Ein Informant.
Belege für diese Behauptung lieferte Sullivan nicht. Er ließ sie einfach fallen. Es erinnert an die Visitenkarte des FBI-Agenten, die Goetz vor 35 Jahren in seinem New Yorker Briefkasten fand. John Goetz ist, wie es aussieht, wieder auf der Flucht vor einem Verdacht. Oder immer noch.
Kommentare
6 Kommentare zu “Russian Asset”
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ich zitiere aus einem zurückliegenden Fall:
„Hier will niemand die Wahrheit hören“
Die Logik ist ja recht simpel
Wer versucht aufzudecken, was verdeckt bleiben soll, arbeitet für „den Feind“(TM).
Zumal noch „links“ gelabelt…
Ich schrub hier ja schon vor einigen Jahren, als auch Burks auf den Zug der Linken-Basher aufsprang, dass diese z.t. als False Friends argumentierenden, Mitleid heuchelnden Schreiberlinge nicht anderes im Sinn hätten, als alles was als „links“ (d.h. als Alternativ zum Status Quo) ehemals positiv wahrgenommen wurde – dass all das diskreditiert und unmöglich gemacht werden soll.
Das sind jetzt so die finalen Aktionen der großen Vernich… ääääh „Säuberung“
Sowas kommt von sowas.
Allerdings – wieso sich auf die ÖRR verlassen?
Wenn er das Material hat, kann er es doch – wie es alle collen Leute heute machen – leaken, auf TikTok, YT usw. veröffentlichen.
Hat ein Teil der neuen Rechten nicht auch ein Interesse, die Kulturfeind jenseits des Atlantik bloßzustellen?
Die Leute wollen keine Klarheit. Sie wolken Wartainment.
Si, wie um Golfkrieg damals. Schön zum Frühstück die Glotze an, Erdbeermarmeladenbrötchen und Kaffee dabei und die schönsten Explosionen im Zeitraffer aufzoomen, so dass man da noch die Hand wegfliegen sieht, so wie damals bei Rambo auf VHS.
Es geht nicht um Wahrheit in der Sache sondern Aufstieg im sozialen Rang der Horde.
Windräder sind häßlich, meint Friedrich Merz
https://www.youtube.com/watch?v=yK4XDeP-ZA8
Merz will Wahlen gewinnen. Deshalb verzapft er Scheiß, mglw glaubt ers selber.
Das Weltbild ist die Vergangenheit die Merz wieder herbeizuregieren verspricht.
Leider irreale Traumwelt, als Wünschen noch half.
Man kann Merz mit Altersdemenz erklären.
Lindner sagt erst Geld ist Sache die man sparen muß, dann sagt er Geld wird von selber mehr deshalb Finanzmärkte, zuletzt sagt er Krypto ist Geld.
https://www.youtube.com/watch?v=Tyd4A_L75NE&t=524s
Beim Poker gewinnt hochstapeln gegen Anfänger.
Medien erzeugen beim Publikum Vorstellungen.
Das Prob ist: so viele glaubens.
Hallo,
passend zu diesem Post hat Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück einen Rat für Burks:
Vermutlich verstehen meinen Kommentar nur Mitglieder des DJV …
Die meisten Jurnis wollen nix über die Welt rausfinden
sondern ihren Sektenglauben verbreiten.
Je höher in der Machthierarchie desto gläubiger.
Was man nicht mag wird als Teufelei des Putin erklärt. Nach Wahrheitsgehalt wird nicht gefragt.
Wer vom Glauben abfällt wird geschasst.
https://www.youtube.com/watch?v=Ccq_FTNmY8g
Wie erklären Antideutsche Kugeln in Kindern?
https://www.infosperber.ch/freiheit-recht/menschenrechte/was-65-aerzte-krankenschwestern-und-sanitaeter-in-gaza-sahen/
Wie kommt man überhaupt auf die Idee
von kapitalistischen Medien Aufklärung über Realität zu erwarten?
Schließlich müßten dafür Medien anderen Interessen als Profit verpflichtet sein.
Im Einzelfall nützts der Herrschaft zur Verbesserung.
Der geschilderte Fall ist natürlich peinlich,
aber das versendet sich.