Zu viel Demokratie in Israel
Starkes Indiz, dass etwas im Argen liegt: Alle deutschen Medien sind einer Meinung. Niemand verteidigt die so genannte Justizreform in Israel. Da stimmt doch etwas nicht? Es gibt zu jedem politischen Thema mehrere Ansichten – und hier nicht?
Die angelsächsische Presse, in deren Tradition auch die israelischen Medien stehen, berichtet weitaus ausgewogener und ohne Schaum „gegen Rechts“ vor dem Mund. Sogar die arabische Presse ist sachlicher als die deutsche. Also schauen wir genauer hin.
Eine Justizreform wäre vernünftig
Eine Reform täte dem israelischen Gerichtswesen gut:
Das oberste Gericht tritt auch als Oberster Gerichtshof und somit als oberste Berufungsinstanz überhaupt, zusammen. Diese Funktion ist eine Besonderheit des israelischen Systems, da das oberste Gericht als Oberster Gerichtshof in entsprechenden Verfahren die erste und letzte Instanz ist. Der Oberste Gerichtshof ist zur juristischen Revision von Entscheidungen anderer Regierungsgewalten berechtigt und besitzt Machtbefugnisse „in jenen Angelegenheiten, die nicht in den Jurisdiktionsbereich eines anderen Gerichts oder einer anderen gerichtlichen Institution fallen und in denen es das Gericht im Interesse der Gerechtigkeit für notwendig hält, Abhilfe zu schaffen“.
Der oberste Gerichtshof ist also eine Art von Parallelregierung, die selbst entscheiden kann („reasonableness„), ob sie eingreift. Und man ahnt schon, dass es wichtig sein könnte, wer wie von wem warum zum Richter ernannt wird. Warum spricht die Tagesschau aber von einer “ Schwächung der unabhängigen Justiz“, wenn das oberste Gericht Recht sprechen kann, ohne dass es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt? Die Botschaft Israels in Deutschland beschreibt das so: Durch das Fehlen einer schriftlichen Verfassung oder eines Grundgesetzes und angesichts der fortdauernden Gültigkeit von Bestimmungen aus der Zeit der britischen Mandatsherrschaft sowie der umfangreichen Machtbefugnis der Legislative erhält das Gerichtswesen in Israel jedoch eine wesentlich wichtigere, komplexe Position.
Es ist also ganz anders als in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Gesetze der Regierung mit den juristischen Grundlagen, insbesondere dem Grundgesetz, konform gehen – nicht mehr. In Israel kann der Oberste Gerichtshof zum Beispiel entscheiden: Wir halten neue Siedlungen in Judäa und Samaria für illegal, weil wir das so sehen – ohne dass es dafür ein Gesetz gäbe, auf dass man sich berufen könnte (nein, Deutsche Welle: „nicht verfassungsgemäß“ ist falsch, weil Israel gar keine Verfassung hat).
Eine demokratische Reform mit Nachteilen
Auch in Deutschland werden die obersten Richter ausgekungelt: „Der Bundestag setzt zunächst einen Wahlausschuss von zwölf Abgeordneten ein, der einen Kandidaten zur Wahl vorschlägt. (…) Ein wichtiges Merkmal der deutschen Richterwahl ist daher, dass ein großer Konsens über die Kandidaten gesucht werden muss. Das unterscheidet das deutsche System von den Vereinigten Staaten, wo mit einfacher Mehrheit gewählt wird.“ Auf die Qualifikation kommt es hierzulande nicht immer an. Manchmal reicht es schon, wenn man etwas mit Migration macht.
Ich habe in den letzten Wochen zahllose Artikel zum Thema gelesen, und es gab nur einen, der objektiv war und die Sache auf den Punkt bringt: Netanjahus Reform der Justiz ist deswegen nicht etwa deshalb problematisch, weil sie undemokratisch wäre, sondern weil sie demokratisch ist: weil sie die Justiz, vor allem das oberste Gericht, dem Willen der Parlamentsmehrheit unterwerfen will. Sie schafft Israels Demokratie nicht ab, wie Bestsellerautor Harari meint – und damit übertreibt. Aber sie schafft Bedingungen, unter denen im Namen der Demokratie die Rechte von Minderheiten eingeschränkt oder abgeschafft werden könnten. (Alan Posener in der „Zeit“)
Was ist das Motiv?
Damit kommen wir zum Thema. Die Jerusalem Post fasst das knapp und sachlich zusammen: Prominent government members want Israel to expand its West Bank settlements and annex part, or even all, of the contested region.
Currently, the Palestinian Authority has some control over portions of the West Bank and shares responsibilities with the Israeli military in others. Roughly 60% of the area is under exclusive Israeli military—but not civilian—control. The international community [wer soll das sein? China?] regards the entire West Bank as militarily occupied territory, and the Palestinians consider it the core of their future state.
The government’s legal reforms would effectively remove the Supreme Court from West Bank-related deliberations, giving the government an almost free hand.
At the same time, the government has other laws and policies on its agenda that the opposition bitterly objects to. For example, it wants to shield Israeli soldiers from investigation for suspected misbehavior, retroactively legalize Jewish settlement outposts in the West Bank, and grant more authority to Jewish rabbinical courts.
Natürlich wollen die Religioten Israels mehr Macht, mehr Geld und letztlich die säkularen Grundlagen Israels ändern. Aber das hat nichts mit der Justizreform zu tun, sondern ist eine Frage von Mehrheiten. Die Reform, würde sie so umgesetzt, wie sie geplant ist, würde nur die Fakten anerkennen und das konsequent weiterführen, was ohnehin schon geschieht: Einen „palästinensischen“ Staat wird es nicht geben, und auf lange Sicht werden Judäa und Samaria (aka Transjordanien oder Westbank) wieder zum Staat Israel gehören. Und warum sollte Israel für seine eigenen Bürger dort keine neuen Städte bauen? Das oberste Gericht soll sich nicht einmischen – was es bisher getan hat.
Alle Grenzen Israels sind das Resultat von Kriegen. Das ist bei fast allen Staaten so, außer bei Inseln. Warum tun sich ausgerechnet die Deutschen, die das doch am besten wissen müssten, so schwer damit, das einfach anzuerkennen?
Man muss auch einmal ganz laut sagen, was die Motive der Wähler Israels waren, die den so genannten „Rechten“ eine knappe Mehrheit verschafft haben und worauf die „Linke“ keine Antwort hat – und das ist in Deutschland ähnlich:
Die Israelis sind beunruhigt über den zunehmenden palästinensischen Terrorismus im Gebiet der Grenzen vor 1967 sowie in Judäa und Samaria. So filmte eine Straßenkamera am Wahltag einen arabischen Mann, der in der Stadt Tiberias versuchte, eine israelische Frau zu entführen und sie in sein Auto zu zwingen. Sie konnte sich losreißen und fliehen.
Es vergeht kaum ein Tag ohne einen Anschlag, und die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde unternehmen praktisch nichts, um die Terroristen zu stoppen. Die scheidende Lapid-Regierung, zu der auch Verteidigungsminister Benny Gantz gehört, hat das Vertrauen der Öffentlichkeit verloren, weil sie nicht in der Lage war, die blutige Terrorwelle zu unterdrücken.

Credits: Al Jazeera/Perry-Castañeda Library Map Collection
Surveillance, allüberall und nirgends [Update]
Heise veröffentlicht Bullshit-Bingo für Klein-Fritzchen, natürlich von Stefan Krempl. Ich weiß nicht, was den treibt. „Polizei soll Staatstrojaner nicht mehr bei Alltagskriminalität einsetzen.“
– Erstens heißt es nicht „Staatstrojaner“. Die Trojaner waren draußen, die Griechen saßen im Pferd.
– Zweitens darf die Polizei das nicht (was sie natürlich nicht daran hinderte). Es gibt ein Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme. Oder ist die Entscheidung des Bndesverfassungsgerichts mittlerweile revidiert worden, Heise? Nein, ist sie nicht.
– Drittens ist es technisch grober Unfug, auch wenn tausend juristische Pappnasen das immer wieder anders behaupten. Man sollte auch nicht die Transportverschlüsselung mit der Verschlüsselung von Inhalten auf einem Rechner verwechseln. Nur noch einmal, Krempl, zum langsamen Mitschreiben: niemand (in Worten: niemand) kann auf meine Rechner von „draußen“ zugreifen, selbst wenn ich einen Angriffskrieg vorbereitete. Niemand hat auch bisher erklärt, wie das gehen sollte. Die raunen nur alle geheimnisvoll herum und tun sich wichtig damit.
Ohne weiteres kann der Staat jedoch nicht erfassen, was auf einem Computer geschieht. Der einzige Weg ist über Sicherheitslücken in den betroffenen Systemen. Und hier muss man sich schon wundern: Statt, dass der Staat hilft, bekannte Lücken zu schließen oder zumindest auf sie aufmerksam zu machen, die letztlich alle Nutzer von Computern gefährden und von Kriminellen ausgenutzt werden können, nutzt er sie selbst aus, um das Gerät zu hacken und „mitlesen“ zu können. (Das „schreiben Mitarbeiter der intersoft consulting, die als Experten für Datenschutz, IT‑Sicherheit und IT‑Forensik international Unternehmen beraten.“)
Der Staat nutzt also Lücken aus? Wie denn? Beispiele?! Das Bundesinnenministerium kauft also Zero-Day-Exploits, womöglich für Linux? Ihr spinnt doch.
– Viertens gibt es die „Online-Durchsuchung“ weder bei „Alltagskriminalität“ noch bei schweren Straftaten, nur im nachhinein, wenn die Rechner des Verdächtigen beschlagnahmt wurden und dieser auch noch ein IT-Vollidiot ist.
Was will mir dieser Artikel suggerieren? „Bei der Quellen-TKÜ geht es darum, die laufende Kommunikation per Staatstrojaner direkt auf dem Gerät eines Verdächtigen abzugreifen, bevor sie ver- oder nachdem sie entschlüsselt wurde.“ Ach ja? Und wie soll das gehen? Krempl, du bist ein Verschwörungstheoretiker.
Dazu passt noch ein ganz ähnlicher Artikel: „Autos, Navis & Co.: Polizei will Zugriff auf alles – unverschlüsselt und sofort“. Schon klar. Ich will auch Diktator von Deutschland werden. Das ist ähnlich realistisch, selbst wenn diejenigen, die das fordern, Nachhilfeunterricht beim Chinesen nähmen.
[Update] Links repariert.
Unter Einkochenden
Ich habe mir das ausgerechnet: Wenn ich die Zutaten für’s Einkochen im Supermarkt meines Vertrauens kaufe, wird die Marmelade ungefähr genau so teuer wie dort, sie schmeckt nur besser. Wenn ich aber einen Garten gehabt hätte, in dem Erbeeren, Kirschen, Rharbarber und Heidelbeeren wüchsen, könnte ich die rund 50 Euros woanders ausgeben.
Altiplano
Irgendwo in den Anden Perus (1984), vermutlich auf rund 4000 Höhenmetern. Ich dachte erst, die Szenerie wäre die bei Sumbay, aber die Konturen des Tales sind nicht identisch. Auch den kleinen See ganz rechts habe ich nicht gefunden. Es muss aber irgendwo dort gewesen sein.
Wir sind damals zu Fuß von der ins Tal abgestiegen zur Bahnstation, also von der Ruta nacional PE-34, ungefähr in Höhe des Fundo Chapioco U.C.S.M. – einer der schrecklichsten Tage auf Reisen, den ich jemals erlebt habe. Man muss sich so ein abschüssiges und felsiges Gelände, auf dem noch nicht einmal Büsche wachsen, bei stundenlangem Sturzregen vorstellen. Romantische Reisegefühle kommen da nicht auf, zumal wenn man noch einen 22 Kilo schweren Rucksack trägt.
Projekt Sirius
In alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, als die Russen noch keinen Krieg angefangen hatten und Wissenschaftler noch kooperierten, berichtete IFLScience (aus dem sie das fucking gestrichen haben wegen der Werbekunden) über das russische Projekt Sirius (Scientific International Research In Unique terrestrial Station).
Scientists Are Testing Astronauts In Long Mars Simulations, And The Results Are Worrying. Das ist natürlich spannend, und auch eine gute Gelegenheit, die KI auf das Thema loszulassen.
Die Russen titeln: Das 120-tägige Isolationsexperiment reproduziert die Hauptmerkmale eines echten Raumflugs zum Mond und umfasst die folgenden Phasen: Flug zum Satelliten, gefolgt von einem Vorbeiflug zur Suche nach einem Landeplatz, Landung von vier Besatzungsmitgliedern für Operationen an der Oberfläche, Aufenthalt in der Mondumlaufbahn und Fernsteuerung des Mondrovers zur Vorbereitung der Basis, Rückkehr zur Erde.

genesis evolution artificial intelligence –chaos 100 –s 750
ChatGPT übersetzt: „Sie begannen mit einem Startvorgang, bevor sie auf der unwirtlichen Umgebung eines spezialisierten Bereichs innerhalb der Trainingsanlage landeten. Die Besatzung wurde dann gemeinsam in Kapseln eingesperrt, erhielt minimale Rationen und Vorräte und war der vollständigen Isolation der tatsächlichen Mission ausgesetzt.“
„Die Analyse der Experimente ergab mehrere Schlussfolgerungen, einige positiv, während andere problematischer waren. Die Besatzung erhöhte tatsächlich ihre Kommunikation mit dem Missionskontrollzentrum (MCC) in der Mitte der Simulation, die die Marslandung beinhaltete, wurde dann aber später distanzierter und reduzierte die Kommunikation mit dem MCC. Sie verließen sich weniger auf die Empfehlungen des MCC und wurden autonomer, da sie sich an ihre Mission anpassten.“
„Obwohl es positiv ist, dass die Besatzung in der Lage war, eigenständig zu handeln und autonom zu leben, ist eine Entfremdung vom MCC ein besorgniserregendes Phänomen.“
Das ist der Plot in zahllosen Science-Fiction-Roman und -filmen. Das hätte ich ihnen auch vorher verraten können.

Research::3 on the psychology and human performance for female astronauts in prolonged isolation on space exploration missions, cinematic light, Clear face and features, no smudging, insanely detailed and intricate, hypermaximalist, hyper realistic, super detailed –ar 16:9 –s 750
„Die negative Seite ist, dass das Missionskontrollzentrum die Möglichkeit verliert, die Bedürfnisse und Probleme der Besatzung zu verstehen, was folglich die Fähigkeit des Missionskontrollzentrums einschränkt, Unterstützung zu bieten“, sagte Co-Autor Dmitry Shved von der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Moskauer Luftfahrtinstitut in einer Erklärung gegenüber CNET.“ [Warum können die alle keine Links setzen?]
„Es gab auch eine interessante Korrelation zwischen den männlichen und weiblichen Besatzungsmitgliedern. Ähnlich wie bei früheren Experimenten berichteten Frauen häufiger über Probleme an das MCC und äußerten ihre Unterstützung, wobei ihre Kommunikationsstile emotionaler waren. Die Männer hingegen waren weniger geneigt, dem MCC Bericht zu erstatten. Interessanterweise hatten sich Männer und Frauen bis zum Ende der Simulation an die Kommunikationsstile des jeweils anderen angepasst und zeigten ein ähnliches Maß an Emotionen und Regelmäßigkeit der Kommunikation.“
Überraschung! Frauen sind im Durchschnitt emotionaler, Männer weniger. Wenn man aufeinander angewiesen ist, ändert sich das. Auch das kennt man aus der Vorurteilsforschung und auf dem Arbeitsleben.

Research on the psychology and human performance of astronauts in prolonged isolation on space exploration missions, cinematic light, Clear face and features, no smudging, insanely detailed and intricate, hypermaximalist, hyper realistic, super detailed –ar 16:9 –s 750
„Natürlich ist es aufgrund der Teilnahme von nur 12 Personen an den Simulationen auch möglich, dass Abweichungen zwischen Gruppen und Einzelpersonen rein auf individuelle Unterschiede zurückzuführen sind, sodass keine Verallgemeinerungen gezogen werden können, bevor weitere Forschung durchgeführt wird.“
Wer hätte das gedacht. Das Ergebnis:
It should be generally noted that while the male and female parts of the SIRIUS-19 crew showed significant differences in the style and content of their communication with the control center in the first month of isolation; then, during the experiment, these differences were smoothed out.
It is quite interesting that similar tendencies were also noted according to the data of sociopsychological studies. In the course of isolation, the sociometric cohesion increased and the structure of the group consolidated for the situation associated with participation in the isolation experiment (work activity). The sociometric structure according to the criterion of „joint leisure activities“ from the very beginning reflected a very high level of cohesion of the crew..
Wisst ihr Bescheid, wenn ihr mal rausfliegt.

Research on the psychology and human performance of astronauts in prolonged isolation on space exploration missions, cinematic light, Clear face and features, no smudging, insanely detailed and intricate, hypermaximalist, hyper realistic, super detailed –ar 16:9 –s 750
Mariniert
Bulgogi habe ich schon lange nicht mehr mariniert. Das Rezept hatte ich hier schon gepostet.
Arbeiten ohne Internet [Update]

A man walks through Google offices in New York City –no balloons –s 750
CNBC (via Fefe): „Google restricting internet access to some employees to reduce cyberattack risk“.
Ich verstehe das nicht. Im Ernst. Warum schult man nicht einfach die Mitarbeiter und gibt denen klare Regeln vor? „Cyberattacken“ sind doch kein Naturereignis oder Schicksal. In der (britischen) Firma, in der ich arbeite und in der auch Microsoft-Produkte genutzt werden, könnte das, soweit ich das beurteilen kann, nicht passieren. Die sind so permanent paranoid, was Sicherheit angeht, dass ich immer wieder angenehm überrascht bin.
[Update] Heise hat auch etwas dazu.
Indian Punchline
Neu in der Blogroll: Indian punchline von Melkulangara K. Bhadrakumar.
„Fundamentally, Germany’s motivation is traceable to the crushing defeat by the Red Army and has little to do with Ukraine as such. The Ukraine crisis has provided the context for accelerating Germany’s militarisation. Meanwhile, revanchist feelings are rearing their head and there is a “bipartisan consensus” between Germany’s leading centrist parties — CDU, SPD and Green Party — in this regard.“
Gut zu wissen.
Links Checken [Update]
Ich habe heute meine Service-Seite Journalistische Werkzeuge aktualisiert. Ich bin schon erstaunt, wie oft manche Websites die Links wechseln oder der Link dahin zu einem Error 404 wird. Ich habe übrigens Dr. Link Check benutzt.
[Update] Journalistische Werkzeuge – Wirtschaft ist auch aktualisiert.
Miscellaneous, zusammengepantscht
Ich muss wieder Dinge zusammenpantschen, die gar nicht zusammengehören.
„Hebräisch ist eine schwierige Sprache, daher solltest du die Erwartungen an dich nicht zu hoch setzen, um später nicht enttäuscht zu werden. Setze deine Lernziele realistisch und nimm dir die Zeit, die du benötigst, anstatt dich unter Druck zu setzen.“ Jaja.
„Also so einen Grundwortschatz kann man in 1-2 Jahre erwerben, wenn man dranbleibt und auch Intensivkurse in den Ferien macht…“ Ach was.
Interessant übrigens, wie das FSI (US Foreign Service Institute) die Sprachen einteilt, wie schwer sie zu lernen sind. „German“ soll keine „hard language“ sein? Dann sprecht mal langsam und deutlich aus: Ich habe ein tschechisches Eichhörnchen in meinem Streichholzschächtelchen! Aber vermutlich meinen die „hart zu lernen“ im Vergleich zum Englischen. Alle Spanisch Sprechenden, die ich kenne, verknoten sich beim Deutschen regelmäßig die Zunge und verzweifeln an den zahllosen Ausnahmen bei der Grammatik.
– Deutsche Panzer sind gewohnt erfolgreich an der Ostfront. Die Russen behaupten übrigens, sie setzten jetzt auch Streumunition ein. Wer Wind sät… Ansonsten geht es, wie nicht anders zu erwarten ist, hin und her.

Nein, das ist nicht die Ukraine, sondern die KI: boring, dry and dirty –chaos 100
– Martin Sonneborn („Triggerwarnung: lang(weilig), trocken & schmutzig“) über den „Tod der Idee (EU)“. Fefe hatte auch schon was darüber.
„Es könnte der Verdacht entstehen, so mehrere NGOs um Lobby Control schon im Mai, dass dieses Einstellungsverfahren speziell darauf zugeschnitten wurde, eine ganz bestimmte Bewerberin aus dem Nicht-EU-Raum zu begünstigen. Wir möchten höflich widersprechen, denn der Sachverhalt geht über den reinen Verdacht natürlich längst hinaus.“

settlement Israel westbank press photo realistic –s 750. das Ergebnis ist natürlich hanebüchener Unsinn und noch nicht mal gut genau für ein Symbolbild. Die Israelis bauen ihre neuen Städte in Judäa und Samaria eher wie die Römer, alles nach Plan wie auf dem Reißbrett.
– In Israel hofft man vermutlich inbrünstig auf den Sieg eines republikanischen Bewerbers für die Präsidentschaft. Biden (wenn er nicht gerade schläfrig ist) meint, Israel belehren zu müssen. „US Senator Ted Cruz (R-TX) accused the Biden administration of „antisemitic discrimination against Israel.“ (…) „Joe Biden and Biden administration officials are pathologically obsessed with undermining Israel,“ Cruz said. „Since day one of their administration they have launched campaigns against our Israeli allies…This new boycott of Israeli Jews is yet another example…“ Das verspricht sehr unterhaltsam zu werden. (Ich hatte ursprünglich einen anderen Artikel gelesen.)

important email is lost –chaos 100 –s 750
– „Das Bundeskanzleramt hat die Protokolle des Corona-Expertenrats vor Veröffentlichung geschwärzt – gegen den Willen einiger Mitglieder. Die Wissenschaftler wurden dazu nicht angehört. Die Regierung könnte gegen geltendes Recht verstoßen haben. Auch eine wichtige Mail ist plötzlich nicht mehr auffindbar.“ (Quelle: Welt (Paywall))
Ein Schelm, wer sich etwas dabei denkt.
– Übrigens hat Patrik Baab gewonnen. Die taz musste ohnehin schon eine Gegendarstellung abdrucken.
Una chica y un sombrerito
Irgendwo Amantani in Peru, 1984 fotografiert. Leider war das Original schon sehr ramponiert, viel zu dunkel und das Gesicht kaum zu erkennen. Ich musste mit Gimp herumtricksen. Aber ich kann die Fotos von damals nicht wegwerfen, genau so wenig wie ich Bücher wegwürfe.
Unter Kostümjuden oder: Das Wilkomirski-Syndrom

Jüdisches Kostüm (Symboldbild)
Diverse Qualitätsmedien berichten, wie auch die Jüdische Allgemeine: „Fabian Wolff, der angeblich jüdische Publizist, ist gar nicht jüdisch. Sein Judentum, das er gern mit jiddischen Begriffen und Ausrufen wie »Chutzpah!«, »Oi, Gewalt« oder »Was für ein Schlamassel« (Ja, es fehlte im Grunde nur noch das berühmte »Ich liebe Klezmer!«) unterstreichen wollte: komplett ausgedacht!“
Die NZZ: „Fabian wer? Noch ein Journalist, noch ein Jude, noch ein linker Jude, der Israel kritisiert sowie Boykott, Desinvestionen und Sanktionen (BDS) gegen den jüdischen Staat gutheisst. Ein Jude, der sich bewusst als Jude schon vor der jetzigen Albtraumkoalition aus Chauvinisten und orthodoxen Fundamentalisten gegen Israel – sprich: gegen die Lebensversicherung aller Juden – positionierte und als Alibi-Jude der Linken und Linksliberalen zelebrieren liess.“
„Fabian Wolff war jahrelang Autor der Jüdischen Allgemeinen, bis es zum öffentlichen Bruch seinerseits mit unserer Redaktion kam. Diesen Bruch verkündete er auf seinen Social-Media-Kanälen ebenso lautstark und wortgewaltig. Er »als Jude« fände es unerträglich, dass die Redaktion neben dem Antisemitismus von rechts, links und der Mitte der Gesellschaft auch vor dem Judenhass unter der muslimischen Community warnte. Der Applaus eines bestimmten politischen Spektrums war ihm fortan gewiss.“
Dafür gibt es sogar ein eigenes Krankheitsbild – das Wilkomirski-Syndrom. Insbesondere Deutsche werden von der Seuche erfasst. Das liegt vermutlich daran, dass ihnen der Beifall der hiesigen Medien garantiert ist, wenn sie etwas gegen Israel schreiben. Man sollte Experten zu diesem Syndrom befragen, vielleicht Lea Rosh.
Ich glaube dem Kerl übrigens kein Wort. auch nicht dem heuchlerischen Quatsch, den zum Beispiel das Neue Deutschland daherfaselt: „Doch Wolffs vermeintlich jüdische Stimme, die in Deutschland als solche viel zählt, hat – ob ihm seine wahre Herkunft bewusst war oder nicht – dieses Kräfteverhältnis verschoben. Das ist durchaus problematisch.“ Durchaus problematisch? Ihr tickt doch nicht mehr richtig.
Tom Uhlig twitterte dazu: „Unter dem Berg an Selbstoffenbarungsprosa darf nicht das Wesentliche verschütt gehen, dass Fabian Wolff jahrelang aus vermeintlich jüdischer Perspektive Stimmung gegen Antisemitismuskritiker gemacht hat.“
Da fällt mir ein: Ich wollte mir noch ein T-Shirt zulegen und als Kostümjude auf der Sonnenallee vor den arabischen Kneipen herumlaufen.
Das ist nicht Jane Birkin
Jane Birkin kriegt die AI nicht hin. Mein Foto, das ich hochgeladen hatte, wird zensiert.
crazy leader [Update]




a crazy lider 30-year-old woman who remains in a mining town for decades with short broown clipped hair, big green eyes, dirty and with a crazy face, she retains her same age and is the guide of the town, movie still by Baran bo odor, andrey Tarkovsky in Sonora Mexico, A misteriously with pine trees forest, miners explore with hamlet and lights, dramatic light. The shot is expertly framed using an ARRI ALEXA Mini camera, paired with a 25mm f/ 1. 4 Zeiss lens for its cinematic quality and ability to capture the futuristic atmosphere. The camera settings are an aperture of f/ 2, ISO 800, and a shutter speed of 1/ 48 sec, capturing the intricate details and rich textures of the scene. –s 750
Ich bin mir nicht sicher, ob man nicht Teile des Prompts, den ich von jemanden genommen habe, weil mir dessen Ergebnis gefiel, weglassen könnte. Die fotografischen Fachausdrücke musste ich alle googeln. Abe das Ergebnis kann sich sehen lassen. („Lider“ ist ist IMHO kein Englisches Wort, vermutlich hat die KI das einfach ignoriert.)
[Update] Interessanter Artikel bei Heise: „Die Hälfte der KI-Start-ups wird es bald nicht mehr geben“.
Partei der Migrationsfreundlichen*Innen
Carola Rackete als Kandidat wird der „Linken“ den Todesstoß versetzen. Vielleicht sollte sich die Linke“ umbenennen in „Partei der Migrationsfreundlichen*Innen“. Dann weiß auch der letzte Wähler, der mit der „Linken“ liebäugelt, dass er gar nicht gemeint ist.
Blow up oder: Unter Birkinisten
Die Traumfrau meiner Pubertät – noch vor Brigitte Bardot – ist gestorben. „Birkin hatte in den frühen Jahren ihrer Laufbahn ein Lolita-Image.“ Ach was. Darf man das überhaupt noch schreiben?
Immerhin hat sie beim Sex das Licht ausgemacht. Das hätte ich nie getan. Blond stand ihr gar nicht so gut, wenn man mich fragt. Aber dieser Blick! Und Singen konnte sie bekanntlich auch.
Regula de tribus [terminis] und Käsekuchen
Meine Chefin hat einen Käsekuchen bei mir bestellt, sie will ihn auch bezahlen. Meiner sei der beste, den sie jemals gegessen habe. Wieviel kostet so etwas?
Ich wusste, dass der Dreisatz auf mich zukommen würde. Das habe ich noch behalten vom Mathematik-Unterricht. Heute gibt es sogar Apps dafür. Also: Was unten links in der Gleichung steht, wird mit dem oben rechts multipliziert und dann durch das oben links geteilt, damit das unten rechts rauskommt. Richtig? Abiturienten von heute können das offenbar heute nicht mehr im Kopf. O tempora, o mores!
6 Eier kosten bei Rewe 3,39 €. Wieviel kostet dann ein Ei? (Stoppuhr benutzen!)
ChatGPT: Um den Preis für vier Eier zu berechnen, können wir eine einfache Proportionalität verwenden. Wenn 6 Eier 3,39 Euro kosten, teilen wir den Gesamtpreis durch die Anzahl der Eier, um den Preis pro Ei zu erhalten. Anschließend multiplizieren wir den Preis pro Ei mit der gewünschten Anzahl an Eiern (in diesem Fall 4).
Der Rechenweg wäre folgender:
Preis pro Ei = Gesamtpreis / Anzahl der Eier
Preis pro Ei = 3,39 Euro / 6 Eier
Preis pro Ei ≈ 0,565 Euro
Preis für vier Eier = Preis pro Ei * Anzahl der Eier
Preis für vier Eier ≈ 0,565 Euro * 4 Eier
Preis für vier Eier ≈ 2,26 Euro
Also kosten vier Eier ungefähr 2,26 €, basierend auf dem angegebenen Preis für sechs Eier.
Dann noch:
1 kg Mehl: 1,99, 200 Gramm = 0,34 €
1 Päckchen Vanillepuddingpulver: 0,99 €
1 Päckchen Vanillezucker: 1,29 €
Speisequark 500 Gramm: 1,59 €
1 Becher saure Sahne: 0,89 €
1 Becher Schlagsahne: 1,09 €
Margarine 1 Kilo: 2,98 = 325 Gramm 0,97 €
Zucker 1 Kilo: 1,49 = 300 Gramm 0,48 €
1 Päckchen Backpulver: 1,29 €
Summe 11,19 €.
Mein Stundenlohn ca. 12 € netto: 15 Minuten Arbeitszeit 3 Euro. Gas für 50 Minuten Backzeit kann ich nicht ausrechnen.
Also kostet mein selbst gemachter Käsekuchen 15 €. Je nach Hunger acht oder 12 Portionen – ein kleines Stück also 1,25 € – 1,87 €. In einem Berliner Cafe zahlt man 3,90 € dafür.
Übrigens: ChatGPT ist schneller, wenn es sich nicht um leicht zu dividierende Zahlen handelt.
Abra de Runkurakay
Runkurakay (3.760 m, südöstlich des Passes Abra de Runkurakay (3970 m), Camino de los Incas, Peru. Ich bin zwei Mal über den Inkatrail marschiert, im Januar 1979 und im Juli 1984 – bei der letzteren Version zu Fuß von Ollantaytambo aus (also einen Tag länger).
– Runkuraqai und Puyupatamarca (12.07.2023)
– Camino de los Incas, revisitado (12.11.2022)
– Inca Trail, revisited (11.12.2021)
– Valle de Pakaymayu (18.10.2021)
– Aufstieg im Nebel (02.02.2021)
– Camino des los Incas (16.10.2020)
– Salcantay – der wilde Berg (21.07.2020)
– Ayapata (11.07.2020)
– Speicher meines Gottes (09.09.2020)
– Bergwelt (16.01.2020)
– Warmi Wañusqa oder: Die Frau, die starb (08.01.2020)
– Wakaywillque (13.03.2019)
– Ewige Jugend (12.07.2018)
– Über allen Gipfeln ist Ruh…. (14.09.2016)
– Machu Picchu, revisited (28.04.2014)
– Machu Picchu (03.12.2012)
– El camino de los Incas (04.01.2012)
– Machu Picchu (29.08.2011)
Zionists in disputed territory [Update]

Juden sind natürlich brutal und „Besatzer“. Ich bin versucht, bei solchen Artikel das ehemalige Nachrichtenmagazin als antisemitisches Schmierblatt zu bezeichnen. Statt dessen habe ich versehentlich Kaffee darüber geschüttet.
“Why do a million Arabs sit in Israel as citizens of Israel, live in Israel, and we don’t say that’s not possible, but the idea that Jews should live next to Palestinians, that obviates the peace? That conception is the danger to peace. The idea that the presence of Jews on their ancestral homeland, which has been their homeland for 3,000 years, that Jews should not live there, that it should be Judenrein?” (Benjamin Netanyahu)
Nein, „Zionisten“ ist bei mir positiv besetzt und kein Schimpfwort wie unter Arabern und so genannten „linken“ Deutschen. Ich las neulich von Gershon Baskin, einem ehemaligen Berater Jitzhak Rabins und Ehud Baraks: „Israel has never been, nor can it ever be, a liberal democratic Jewish state because it is built on the idea of Jewish supremacy over Palestinians.“ Stimm das? Natürlich. Und es lässt sich nicht ändern, solange die Araber in Palästina sich nicht von ihren korrupten Warlords trennen, also eine Revolution gegen ihre herrschenden Terror-Clans anzetteln – und zwar in allen Staaten, die sich nicht mit Existenz Israels abfinden wollen, wozu auch die Türkei gehört. Eine Zwei-Staaten-Lösung wird es nicht mehr geben.

Überlebender des Massakers an Juden in Hebron (1929)
Ich habe mir ein paar Zitate aus Tom Segevs „Es war einmal ein Palästina“ notiert.
Die zionistische Bewegung war in Europa entstanden, bezog ihre Anregungen aus Europa und war Teil der europäischen Geschichte. Ihr Nationalismus, Liberalismus und Sozialismus waren das geistige Produkt Europas. Die Gründungsväter der Bewegung hatten ihr von Anfang an auch eine kulturelle Mission zugedacht. Ein jüdischer Staat in Palästina wäre für Europa »ein Stück des Walles gegen Asien«, schrieb Theodor Herzl. »Wir würden den Vorpostendienst der Kultur gegen die Barbarei besorgen.«! Der Schriftsteller Max Nordau versicherte, dass die Juden in Palästina weder ihre europäische Kultur verlieren noch die untergeordnete Kultur Asiens annehmen würden, ebenso wenig wie die Briten in Amerika Indianer, in Afrika »Hottentotten« und in Australien »Papuaneger« geworden seien. »Wir würden uns bemühen, in Vorderasien zu tun, was die Engländer in Indien getan haben«, so sagte er auf einem der ersten Zionistenkongresse, »ich meine die Kulturarbeit, nicht die Herrschaft; – wir gedenken, nach Palästina als Bringer von Gesittung zu kommen und die moralischen Grenzen Europas bis an den Euphrat hinauszurücken.« Mit der Betonung ihres europäischen Selbstverständnisses versuchten die Juden in Palästina sich sowohl von den Arabern als auch von den Juden aus arabischen Ländern, etwa aus dem Jemen, die sich in Jerusalem niedergelassen hatten, abzugrenzen. Wir sind hier in Palästina die kultivierteste Bevölkerungsgruppe, und kein anderer Bevölkerungsteil kann es in kultureller Hinsicht mit uns aufnehmen«, schrieb Mordechai Ben-Hillel Hacohen. »Die meisten Bewohner des Landes sind unzivilisierte Fellachen oder Beduinen, die von der Weltkultur noch nicht erreicht wurden.« Hacohen sah wenig Veränderung voraus. »Es wird lange dauern, bis sie lernen, ein Leben ohne Raub und Diebstahl zu führen, ein Leben, in dem sie Scham darüber empfinden, halbnackt und barfuß herumzulaufen; ein Leben mit eigenem Besitz und festen Grenzen; ein Leben, in dem es ein Bedürfnis nach ebenen Gehwegen und gepflasterten Straßen, nach geregelten Schulen und Wohltätigkeitsorganisationen und unbestechlichen Gerichten gibt.«

Auch die Fahne Israels ist eine zu schwere Aufgabe für die künstliche Intelligenz. Hier alle vier Vorschläge.
Ich darf die geschätzte Leserschaft mit dem Begriff Alija vertraut machen. Vermutlich hat keiner der Judenhasser hierzulande oder Leute, die sich dem „Volk“ der „Palästinenser“ zugehörig fühlen, jemals davon gehört. Ich darf auch daran erinnern, dass den Pogromen in der Ukraine seitens der Ukrainer und auch der polnischen Soldateska zwischen 75.000 und 200.000 Juden zum Opfer fielen – ein nicht unwesentlicher Grund, nach Palästina zu flüchten bzw. auszuwandern.
Palästina war bekanntlich von 1516 bis 1918 Teil des Omanischen Reiches; nach dem 1. Weltkrieg unter britischer Verwaltung. Einen separaten arabischen Staat in Palästina hat es seit Saladin nicht gegeben.

Pogrome gegen Juden gab es in Jaffa 1921 und 1936 (oben)
Palästina ist ganz entschieden ein von Stämmen besiedeltes Land. Der Gedanke, dass es je einer einzigen Nation behören könne, selbst wenn es die Juden wären, widerspricht sowohl seiner Natur als auch der Heiligen Schrift.“ (George Adam Smith: Historical Geography of the Holy Land, 1894)
Juden gibt es seit 3.000 Jahren in Palästina. Die Zionistische Bewegung versuchte im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Land von den Türken und Arabern aufzukaufen. 1921 gehörten ca. 25 Prozent des Bodens in Palästina ihnen, die Negev nicht mitgerechnet.
Die zionistische Bewegung hatte stets vorgehabt, Palästina käuflich zu erwerben. Schon Herzl hatte sich in der Anfangszeit der Bewegung bemüht, Land vom türkischen Sultan zu kaufen.
„In den zwanziger Jahren kamen Juden und Araber hauptsächlich im Rahmen der jüdischen Bemühungen, Land zu erwerben, miteinander in Kontakt. Und die Araber waren durchaus zum Landverkauf bereit. In Allgemeinen wurde mehr Land angeboten, als sich die zionistische Bewegung mit den ihr zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln leisten konnte. Manche der arabischen Landbesitzer lebten außerhalb Palästina; die Verkäufer waren teils Grundstücksmakler, teils Bauern, die ihren Besitz direkt potenziellen Käufern anboten. Sogar maßgebliche Persönlichkeiten der arabischen Nationalbewegung verkauften Grund und Boden – Patrioten nach außen, Verräter im Innern.
Tom Segev fasst das klipp und klar zusammen: Die Araber „verschwinden zu lassen“, war nicht nur ein zentraler Bestandteil des zionistischen Traums, sondern auch eine unabdingbare Voraussetzung für seine Verwirklichung. (Seite 443)

Angehörige der Opfer des Ma’alot-Massakers 1974 – die Demokratische Front zur Befreiung Palästinas brachte 31 Israelis (darunter 21 Schüler) um.
Keine der beiden Seiten konnte und wollte akzeptieren, dass es einen binationalen Staat hätte geben können. Vor dem 2. Weltkrieg – sogar nach der Balfour-Deklaration – schlugen das die Briten vor, aber niemand interessierte sich dafür.
Die Befürworter einer Trennung zwischen Juden und Arabern hatten sich durchgesetzt. Jabotinsky sprach bereits von einer »eisernen Mauer«, die zwischen den Juden und den Arabern errichtet werden müsse. Das Prinzip der Segregation wurde bis auf sehr wenige Ausnahmen von allen Teilen der zionistischen Bewegung anerkannt. Zwar wurde noch gelegentlich über eine arabische Föderation, die Palästina einschlieBen sollte, diskutiert, doch sogar Achad Ha’am erklärte, dass er unter solchen Umständen nicht in Palästina bleiben würde: »Es ist besser, im Exil zu sterben, als hier im Land meiner Väter begraben zu sein, wenn es als die »Heimat« der Araber betrachtet wird und wir nur Fremde darin sind.“

Bei „Kibbuz Israel“ produziert die KI nur Unsinn.
Es hat im Nachhinein verschiedene Versuche gegeben, Ben Gurions Haltung zur Frage des Transfers falsch darzustellen. Ein Brief, der in seinem Archiv lagert, enthält den Satz: »Wir müssen die Araber vertreiben«, aber dieser Satz ist eine Fälschung. Ben Gurions Biograf Schabtai Teveth wiederum gab sich große Mühe, den Eindruck zu erwecken, Ben Gurion habe der Idee des Bevölkerungstransfers distanziert gegenübergestanden, und auch mehrere historische Dokumente haben sein Interesse an der Vertreibung der Araber verschleiert. Beide Interpretationen sind unhaltbar. Ben Gurions Haltung zur Deportation ist wie die anderer zionistischer Führungspersönlichkeiten eindeutig und gut dokumentiert. Die Vorstellung des Bevölkerungstransfers ist in der zionistischen Ideologie tief verwurzelt. Sie ist eine logische Folgerung des Prinzips der Trennung von Juden und Arabern und spiegelt den Wunsch wider, den jüdischen Staat in der Tradition der europäischen, nicht der nahöstlichen Kultur zu errichten. Die Weigerung der Araber, der Gründung eines Staates mit einer jüdischen Mehrheit irgendwo in Palästina zuzustimmen, trug ebenso wie die arabische Terrorkampagne zur Förderung des Transfergedankens bei.“
Wie wird es also weitergehen? Wie bisher, wie seit einem Jahrhundert. Die Araber in Palästina werden sich damit abfinden müssen, dass Israel da ist, und dass Terror nichts nützt – ganz im Gegenteil. Ich gehe auch davon aus, dass Israel Judäa und Samaria wieder annektieren wird. Es wäre langfristig sinnvoll, auch wenn die Deutschen wie gewohnt Schaum vor dem Mund haben. Vermutlich rechnen die Israelis kühl Aufwand und Nutzen gegeneinander auf. Alle Versuche, Land gegen Frieden zu erlangen, sind gescheitert. Also kann man schlicht die Konsequenzen ziehen.
Vielleicht sehr ich mir im Oktober Ramat Arbel mal an, da ich eh eine Nacht in Tiberias am See Genezareth verbringen werde.
(Puls und Atmung noch normal?)
[Update] Wer gerne beim cringen Herumeiern zusieht – hier etwas von den „Progressiven“ in den USA: Progressive US Democrat Jayapal backtracks after calling Israel ‚racist‘.
Epoxidharz mit Olivenöl-Zitronenkuchen und Mandarin
ich habe heute, statt zu Paddeln und die Hitze auf dem Wasser zu genießen, zwei kleine Lecks an der Vorderseite des Kanus mit dem hier schon lobend erwähnten Epoxidharz samt Glasfasermatte vollgeschmiert. Dann hieß es vier Stunden warten.
Ich lernte Hebräisch und, da ich über mein mangelnden Wissen bzw. das die neuen Wörter sich einfach nicht schnell genug in meinem Langzeitgedächnis einnisten, irgendwann genervt war, per Duolingo eine Lektion Mandarin angefangen. Das hatte ich schon vor zehn Jahren einmal ein paar Monate versucht, aber auf die orthodoxe Methode, mit strengem Lehrer aus der VR China und einem Dutzend jüngerer Leute um mich herum, die alle mein Enkel hätten sein können und daher schneller lernten als ich, jedenfalls die meisten von ihnen.
Olivenöl-Zitronenkuchen mit süßer Mascarpone und Johannisbeeren, hergestellt von der Tochter des Hauses, veredelte das Warten… Die charmante junge Dame, voll auf öko und bio, wollte mir das Rezept aber nicht verraten. Also musste ich die KI bemühen, die ich bat, ein Rezept auszuspucken:
Selbstverständlich! Hier ist ein Rezept für einen köstlichen Olivenöl-Zitronenkuchen mit süßer Mascarpone und Johannisbeeren:
Zutaten:
Für den Kuchen:
200 ml Olivenöl
200 g Zucker
4 Eier
Saft und Schale von 2 Zitronen
250 g Mehl
2 TL Backpulver
Prise Salz
Für die Mascarponecreme:
250 g Mascarpone
200 ml Sahne
2 EL Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
Für die Dekoration:
Frische Johannisbeeren
Puderzucker zum Bestäuben
Anleitung:
– Heize den Ofen auf 180°C vor. Fette eine Kuchenform (ca. 24 cm Durchmesser) mit etwas Olivenöl ein und bestäube sie leicht mit Mehl.
– In einer großen Schüssel das Olivenöl, den Zucker und die Eier gut verrühren, bis die Mischung cremig wird. Füge den Zitronensaft und die Zitronenschale hinzu und rühre sie ebenfalls gut unter.
– In einer separaten Schüssel das Mehl, das Backpulver und eine Prise Salz vermischen. Gib die Mehlmischung nach und nach zur Eimischung und rühre, bis alles gut kombiniert ist.
– Gieße den Teig in die vorbereitete Kuchenform und backe den Kuchen für ca. 30-35 Minuten oder bis er goldbraun ist und ein in die Mitte gestochener Zahnstocher sauber herauskommt.
– Während der Kuchen abkühlt, kannst du die Mascarponecreme zubereiten. Schlage dazu die Mascarpone, die Sahne, den Puderzucker und das Vanilleextrakt in einer Schüssel mit einem Handmixer oder einem Schneebesen auf, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
– Wenn der Kuchen abgekühlt ist, stürze ihn auf eine Servierplatte. Verteile die Mascarponecreme großzügig auf dem Kuchen und garniere ihn mit frischen Johannisbeeren.
– Zum Schluss kannst du den Kuchen mit etwas Puderzucker bestäuben, um ihn noch appetitlicher aussehen zu lassen.
Genieße deinen Olivenöl-Zitronenkuchen mit süßer Mascarpone und Johannisbeeren!
Das mit dem Zahnstocher kannte ich noch nicht…








































