Cordillera Vilcanota

Ausangate

Das Foto habe ich 1984 gemacht; es zeigt ein Dorf östlich von Urcos in Peru. Der schneebedeckte Berg ist der Ausangate (6.384 m) am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota.

Ich war mit einem LKW (illegaler Holztransport, rund 20 Personen auf der Ladefläche und ein paar Benzinkanister) unterwegs von Puerto Maldonado im Urwald von Peru nach Cuzco, zwei Tage und eine Nacht, auf einer der damals gefährlichsten Straßen (Teil der Interoceanica Sur) der Welt. (Ja, das Fest Quyllur Rit’i – oder auch Qoyllur Rit’i – bei Ocongate steht auch noch auf meiner To-Do- bzw. To-Visit-Liste.)

In der Nacht hatten wir bei klirrender Kälte den Pass nördlich des Lago Sinkrinaqucha (4.377 m, spanisch: Singrenacocha) überquert. Ich weiß noch, dass der LKW gegen Mitternacht ein paar Stunden anhielt, weil der Fahrer sich nicht traute weiterzufahren, und dass ich austreten musste und fast alles anzog, was ich hatte, um nicht zu Eis zu erstarren: Zwei Pullover, Wollmütze, Wollhandschuhe. Noch vor Sonnenaufgang fuhren wir weiter und erreichten kurz darauf dieses Dorf, das ich nicht mehr identifizieren kann, zumal Google Maps dort fast nur Wolken zeigt.

Zum Glück ist diese Region für Touristen nur äußerst schwer zu erreichen und auch fast unbekannt, weil rund um Cuzco so viel zu sehen ist, dass nur Leute mit sehr viel Zeit auf die Idee kommen, nach Osten zu reisen. Und umgekehrt- vom Dschungel nach Westen hoch in die Anden – kommt genausowenig vor und kann bei ungünstigen Bedingungen Wochen dauern.

Kommentare

2 Kommentare zu “Cordillera Vilcanota”

  1. ...der Trittbrettschreiber am August 1st, 2014 6:04 am

    „Zum Glück ist diese Region für Touristen nur äußerst schwer zu erreichen…“

    Würden Touristen dort nicht Wohlstand und Wachstum, Eierkuchen, Freude und neuen Umgang mit dem irdischen Sein bringen(Shorts, Tennissocken, Ricksdorfer Fassbrause)?

  2. Ausangate, revisited : Burks' Blog am August 5th, 2018 11:39 pm

    […] Berg ist der Ausangate (6.384 m) am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota. Die Route habe ich hier 2014 schon beschrieben – dort sieht man den Gipfel des Bergriesen aus einer anderen […]

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