Avatarinnen sehen dich an, revisited

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Flug zum Mond, gescriptet

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Ich wollte gestern den Weltläuften entfliehen (für die des anspruchsvollen Deutschen Kundigen: Ich wollte die Weltläufte fliehen) und kaufte mir einen wiederverwendbaren Mondflug (gut vier Euro) in Secondlife. Ich hatte schon vor mehr als zehn Jahren vom „Hersteller“ etwas Ähnliches erworben; es funktioniert immer noch und ist immer noch außergewöhnlich. Die verkaufen cooles Zeug.

Für diejenigen, die kleinen blassen Schimmer haben, wie das funktioniert: Das virtuelle Objekt erscheint nach dem Kauf als Symbol im Inventar des Avatars (das sich durchsuchen lässt). Hier also LAUNCHER_LACUS-MORTIS_MOON-BASE. Das Objekt kann aus nur einem Prim (Polygon) sein oder aus Dutzenden oder gar Tausenden. Man rezzt es, das heißt: Es erscheint in der virtuellen Welt, vorausgesetzt, man hat die Rechte, das zu tun. (Ich habe eine eigene Sim und darf das natürlich.)

Hier erscheint eine Rakete aus ca. 30 Prims. Der Avatar kann sich auf einen der Sitze platzieren und dann auf Buttons drücken, etwa „launch“ oder „start engine“. Das funktioniert über Scripte, der der Schöpfer der virtuellen Objekts vorher eingebaut hat. (Mittlerweile beherrscht sogar ChatGPT die Secondlife-interne Scriptsprache.) Ein Script kann sehr einfach sein wie ein „Giver“-Script, etwa nur einen Text ausgeben, wenn der Avatar auf das Objekt klickt.

In diesem Fall verhält sich der „Mondflug“ zu einem „Giver“-Script wie ein hypermoderner Panzer zu einem Holzauto. Wenn die Rakete auf eine vom User/Avatar per Menu definierte Höhe geflogen ist, sieht man plötzlich ziemlich realistisch den Weltraum, Erde und Mond. Das zu scripten, muss höllisch aufwändig gewesen sein und wird durch eine kugelförmige Projektion im Inneren eine riesigen Prims erzeugt. Nicht nur das: Das Raumschiff, in dem der Avatar sogar herumlaufen kann, fliegt in Richtung „Mond“ und braucht dazu eine knappe Viertelstunde, während die Oberfläche des virtuellen Erdtrabanten immer näher kommt.

In der Mondumlaufbahn wird ein Teil des „Raumschiffs“ weggesprengt und verschwindet (die Kugel ist der „Ereignishorizont“ – man sieht nichts außerhalb des Riesenprims). Der Rest landet auf der Mondoberfläche, wo man eine kleine Raumstation vorfindet, die man betreten kann. Es gibt sogar einen Mondrover, mit dem der Avatar durch die Gegend düst, wenn er will. Und natürlich eine Reminiszenz an „Odyssee im Weltraum“ und „Stargate“ und noch ein paar Überraschungen. Man kann sogar zurückfliegen und landet dann dort, wo man herkam.

Ich habe keine Ahnung, wie man so etwas hinbekommt – das müssen unzählige und höchst komplexe Scripte sein. Das ganze Szenario verbirgt sich in dem einen Prim im Inventar. Chapeau! kann ich nur sagen. Ganz großes Kino und große Scriptkunst.

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Ausschnitt aus dem Inventar – also das, was mein Avatar mit sich herumschleppt und was immer verfügbar ist.

Willst du Ärger?

tharlarion

Es gab schon vergleichbare Fälle

Klatsch im Schein einer Öllampe

gor

Saß gestern in später Nacht in einem Cafe und plauderte angeregt mit einer (italienischen) Dame. Der Mann mit den weißen Haaren ist ein Killer (Assassinen – die absolute Elite im virtuellen Hauen und Stechen), aber der tut mir nichts, weil ich ihn unter Vertrag habe als Bodyguard. #secondlife #roleplay #Gor #fantasy #roleplayer #oasisoflamekaiila

Mal eine Frage: Macht das eigentlich kein Mensch außer mir?

Jetzt volljährig

secondlife

Meinen ältesten, jetzt 18-jährigen Avatar spiele ich so gut wie nie. Es ist zwar lustig, wenn der Avatar denselben Namen hat wie die Person, die ihn bewegt, aber eigentlich möchte man jemand anderes sein als in der Realität – das ist die Idee. Dieser Avatar ist auch kein netter Kerl, was seinen Charakter angeht, also ganz das Gegenteil von mir.

avatar

Wanderer, kommst du nach

oasis of Lame Kaiila
Schreibe ein Gedicht in Hexametern, das einen einsamen Wanderer durch die Wüste beschreibt, der endlich in der Ferne, von Sandstürmen umtost, eine kleine Oase erblickt, mit alten, aber sehr schönen Gebäuden, und mache das Gedicht im Stil von Friedrich Schiller: „Wanderer, kommst du nach Sparta“.

Einsam wandert der Mann, von der glühenden Sonne gepeinigt,
Dürr ist der Boden, und heiß erhebt sich der Staub um die Füße.
Sandstürme toben, verwehen den Weg und verhüllen den Himmel,
Keinen Schatten gewährt ihm der dürre Tamariskenbusch mehr.

Durst brennt wild in der Kehle, die Lippen sind spröde wie Scherben,
Doch in der Ferne erglimmt ein Schimmer im goldenen Staube,
Wagt er den Blick, und siehe, es hebt sich im flirrenden Dunstmeer
Grünendes Leben empor, ein Wunder im endlosen Öde.

Datteln wiegen sich sanft in der Krone der uralten Palmen,
Klares Wasser entspringt aus steinernen, moosigen Becken.
Mauern, gezeichnet von Zeit, doch reich in erhabener Schönheit,
Künden vom Ruhm jener Tage, da Kunst hier die Wüste belebte.

Sachte betritt er den Ort, doch Ehrfurcht hemmt seine Schritte,
Staunend lauscht er dem Flüstern des Windes in Säulenarkaden.
„Ruhe,“ so scheint es zu rufen, „erschöpfte Seele, verweile!
Fremdling, das Leben erblüht, wo der Mühsal Gnade erstrahlet.

Wie man unschwer erkennen kann, hat meine Bibliothek ihren Platz gefunden.

Unter Second-Life-Mobile-Beta-Testenden, revisited

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Ich revidiere schnell zwischendurch – der Fairness halber – mein Verdikt vom 22.11.2024 über die neue mobile App für Secondlife. Jetzt funktioniert alles hervorragend, und auch Mesh-Avatare werden pixelkorrekt gerendert.

Vermutlich musste man sich bei Lindenlab Mühe geben, da der Standing-alone-Gamer-PC nicht mehr der Standard ist und die Kunden oft nur mit Smartphone unterwegs sind. Textviewer wie Radegast laufen zwar auch auf uralten Möhren schwachbrüstigen Uralt-Computern und Handys, aber erinnern eher an IRC oder Lynx. Dafür loggt man sich aber nicht in 3D-Welten ein.

Die Bedienung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber wenn man die unzähligen Features und die Einstellung durchprobiert hat, läuft der Avatar sogar ziemlich smooth.

Guten Rutsch!

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Ich wünsche den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2025!

Während der frisch gemachte Kartoffelsalat erkaltet, habe ich meinen Avatar schnell noch etwas auf meiner Sim in Secondlife bauen lassen. Nach vier 12-stündigen Nachtschichten war mir nicht nach ausgelassenem Feiern, zumal meine Freunde entweder im Ausland, im Urlaub oder sonstwo sind und ich ab morgen noch drei Nachtschichten vor mir habe.

The #Oasis of Lame Kaiila in #Secondlife has a new building in which lectures can be held. The builder is happy! #Gor #fantasy #roleplay

Ihr könnt die Freude meines Avatars als Video auch auf Youtube oder Instagram ansehen.

Unter virtuellen Agenten, dreistellig

virtuelle Agenten
The virtual agents present themselves as shadowy and enigmatic, their personas cloaked in secrecy and intrigue. They frequently operate under elaborate pseudonyms, creating an air of mystery to mask their true identities. Their avatars are often dressed in dark, nondescript clothing, projecting an image of someone skilled in covert operations. However, their lack of professionalism becomes evident in their actions. They often miss critical details in their assignments, misinterpret simple instructions, or fail to maintain basic operational security. For instance, they might use poorly encrypted communication tools, inadvertently reveal sensitive information, or leave obvious digital footprints that make them easy to trace. Their mysterious demeanor is frequently undermined by comical missteps. They might try to appear intimidating but end up exposing their lack of preparation during a simple interrogation or surveillance mission. They are also prone to internal squabbles over trivial matters, further eroding their credibility. Despite their shortcomings, they remain deeply committed to their roles, often compensating for their lack of skill with exaggerated theatricality. Their antics can sometimes lead to unintended successes, making them more of a curiosity than a genuine threat to adversaries. –ar 3:2 –

„Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag offengelegt, dass der Verfassungsschutz des Freistaates derzeit eine beträchtliche Anzahl von Fake-Accounts in sozialen Medien unterhält. Die Zahl dieser Accounts liege „im dreistelligen Bereich“. Schuster lehnte es jedoch ab, genauere Angaben zu machen, etwa zu den spezifischen Plattformen oder der Zahl der involvierten Mitarbeiter. Er begründete dies mit dem andernfalls gefährdeten „Einsatzerfolg“.“ (Apollo News, MDR)

Im Video des MDR ist von „virtuellen Agenten“ die Rede. Das schreit natürlich nach eine adäquaten Bebilderung.

Ich hoffe nicht, dass diese virtullen Verfassungsschützer in Secondlife auftauchen. Da könnte ich sie umhauen – ich habe 17 Jahre Erfahrung im virtuellen Schwertkampf.

Frage an das Publikum: Sind Blogs eigentlich „soziale Medien“?

Krieger, Zehnägel mit Dolchen und nützliche Sklaven

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Da wir schon bei Modelleisenbahnen waren, können wir auch andere, total relevante Themen durchnehmen wie Wüstenkrieger, die sich nicht die Zehnägel schneiden müssen (das sind übrigens die Füße meines Avatars), und Sklaven, die sich nützlich machen, was löblich ist.

Kulturell angeeignet

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Der Kerl (im wahren Leben „weißer“ US-Amerikaner) spielt meinen „Bruder“ in Secondlife. (Mein Avatar ist auch dunkelhäutig und hat Rasta-Locken.) Darf der das? Das ist doch bestimmt kulturelle Aneignung!

Zum Glück schert das in Secondlife niemanden. Deswegen gibt es auch so wenige deutsche Rollenspieler. Und welche Rolle die Dame spielt, will ich am besten gar nicht erwähnen. Den Screenshot kann ich aus Gründen nicht in sozialen Medien verbreiten, aber hier…

Abgelenkt

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Ich war in den letzten Tagen durch mancherlei Dinge abgelenkt, obzwar ohne Lohnschindereipflicht. Man könnte über viele Dinge räsonnieren – aber ist das wirklich wert? Schauen wir doch mal im 12. Buch des Diodor nach, was mitteilungswürdig ist:

Als in Athen Aminias Archon war, wählten die Römer zu Consuln den Lucius Julius und Lucius Papirius. In diesem Jahr fielen die Einwohner von Scione, den Athenern wegen der Niederlage bei Delium Trotz bietend, zu den Lacedämoniern ab und übergaben die Stadt dem Brasidas, dem Heerführer der Lacedämonier in Thracien. Die Flüchtlinge von Lesbos, die bei der Eroberung von Mitylene durch die Athener in großer Zahl der Gefangenschaft entgangen waren, und die schon lange versuchten, Lesbos wieder einzunehmen, vereinigten sich jetzt und besetzten Antandrus; von dort machten sie Ausfälle und gritfen die Athener an, welche Mitylene inne hatten. Darüber aufgebract sandte das Volk der Athener die Feldherrn Aristides und Symmachus mit einem Heer gegen sie aus. Diese machten, als sie in Lesbos ankamen, beständige Angriffe auf Antandrus und eroberten die Stadt. Die Flüchtlige wurden von ihnen theils getödtet, theils verjagt.

Oder ist das hier wichtiger?

Dutzende Journalisten und Autoren sowie eine Reihe von gesellschaftlichen Institutionen in Deutschland haben gemeinsam ihren Abschied vom Kurznachrichtendienst X angekündigt. Darunter sind die Fernsehmoderatoren Dunja Hayali und Jo Schück ebenso wie Bestsellerautorin Anne Rabe sowie etwa mehrere NS-Gedenkstätten wie das NS-Dokumentationszentrum in München und die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin. Insgesamt trägt die Liste mehr als 60 Unterschriften.

Denkt man daran noch nach mehr als zwei Jahrtausenden? Oder an die F.D.P.?

Nein, ich habe am Wochenende eine großes virtuelles Hauen und Stechen organisiert, das zwei Stunden dauerte. Wie man sieht, durchkämmen Avatare Wüstenkrieger eine heiße, abgeschiedene Gegend in der Nähe der Kasbah, um die Überreste einer überfallenen Karawane zu finden. Das taten wir nach einiger Zeit, aber die bad guys waren auch noch da. Deshalb gab es ein Pfeil- und Armbrustschießen und Schwerthieben vom Feinsten. Wir verließen jedoch siegreich die Walstatt. Und gestern mussten wir noch zahlreiche Dinge besprechen…

Das alles war interessanter und unterhaltsamer als sich mit „Prominenten“ wie Frau Chebli oder – wie hieß noch der von der F.D.P.? – zu beschäftigen. Darauf einen Lumumba!

tahari

Uschi vom Bahnhofsklo

Dortmund
Avatar Uschi vom Bahnhofsklo auf der Sim (Vabel) Dortmund City in Secondlife

Die gute Nachricht zuerst: Die Stadt Dortmund ist irgendwie in Secondlife. Die schlechte Nachricht: Der virtuelle Auftritt ist eine Katastrophe.

Dortmund

Hätte, hätte, Fahrradkette: Dortmund hat etwas zu bieten, Rombergpark (wo ich als Kind oft war), Westfalenpark, die Reinoldikirche und vieles mehr. („Seite nicht gefunden“ kommt, wenn man „Phoenixsee“ auf der Websites Dortmunds anklickt.)

Dortmund

Und was sieht man, wenn man als Avatar in „Dortmund“ aufläuft? Ein pott[sic]hässliches Sammelsurium von Dingen, die man schon im realen Leben verabscheut, triste Parkplätze, einen Fernsehturm, der nur rendert, wenn man nahe heranzoomt (Leute: ich habe einen Gamer-PC und eine sehr gute Grafikkarte!), die architektonische „Perle“ Bürgerbüro und Uschi vor dem Bahnhofsklo. Man fasst es nicht.

Da lasst man besser einen goreanischen Sim-Builder ran. Übrigens: Was sollen das für Berge sein, die das virtuelle Dortmund umrahmen? Das Sauerland oder die Alpen, die sich verlaufen haben?

Dortmund

Unter Second-Life-Mobile-Beta-Testenden

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Secondlife hat eine neue mobile App.

Thousands of exciting 3D spaces await you: dance clubs, stores, art, role playing, community hubs, and more. Now you can visit all of Second Life on your mobile device!“ Jaja, aber wozu habe ich einen Gamer-PC mit hervorragender Grafikkarte und kann weiter und besser „sehen“ – sogar ultra und unlimited – als viele andere?

Vermutlich ist der Unterschied zwischen der neuen App und Text-only-Viewern wie etwa Radegast wie der zwischen IRC und ICQ (kennt das noch jemand?): Die Leute wollen eher etwas Buntes und Herumzappelndes. IRC ist für schnatternde Kaltduscher, neue Chatformen boten/bieten mehr.

Die Radegast-Macher kleinen Hirse gemacht): Mein (Mesh-)Avatar sieht aus wie ein übergewichtiger gekreuzigter Sumo-Ringer, während er, betrachtet man ihn mit einem normalen Viewer, eher daherkommt wie ein zehnkämpfender modellathletischer Bob Marley.

„Linden Lab is seeking feedback (https://feedback.secondlife.com/mobile-public-beta-bugs) on the App, particularly if issues are encountered / persistent.“ Und was sieht man da? „You do not have permission to access this page“, sogar wenn man sich einloggt.

Es wird also mit dem „Beta“ noch eine Weile dauern.

Wenn ihr mich besuchen kommt (vorher Adult-Check machen! Es geht immerhin manchmal um politisch inkorrekten Sex und Gewalt für Senioren!), dann sagt Bescheid, wenn ihr mit dem Handy in Secondlife unterwegs seid. Es wäre nicht fair, wenn ich euch mit Leichtigkeit umhaute, weil mein Rendern und mein Ping um Klassen besser sind

(Das hat wieder total viele Leute interessiert….)

Ruhe bewahren

Tagesspiegel

Die Qualitätsmedien können es nicht lassen. Sie berufen sich auf einen nicht existierenden Konsens des Publikums, dass Trump böse ist und Harris gut. Wieso ist der Wahlsieg Trumps, Tagesspiegel, eine schlechte Nachricht? Schon klar: Alle in Israel außer der hierzulande gern zitierten Zeitung Haaretz (und deren völkischen Position zu den in Palästina lebenden Arabern) sind rechtsextrem.

Oder schreibt ihr einfach beim ehemaligen Nachrichtenmagazin ab?

Die Weltordnung ändert sich seit spätestens dem Aussterben der Dinosaurier ständig. Das ist auch keine per se schlechte Nachricht. Wer sich nicht verändert, verliert den Anschluss.

Ein Gefühl der Sicherheit wird man im Kapitalismus nie bekommen. „Im Kapitalismus sind Krieg und Gewalt nie weit. Sie sind sogar konstitutiver Teil unseres Zusammenlebens und betreffen sowohl autoritäre Staaten wie auch demokratisch organisierte. Gewalt ist dabei im Kapitalismus vielgestaltig und durchdringt fast alle Lebensbereiche – vom Lohnverhältnis bis zur Kriegswirtschaft.“

Was mich unsicher macht, ist die Bundeswahlleiterin: „Insbesondere ist es eine große Herausforderung in der heutigen Zeit, wirklich das Papier zu beschaffen und die Druckaufträge durchzuführen.“ Sagt die. Das muss an der Digitalisierung liegen. Aber was sagen die Märkte? Kein KloPapier auf Hawaii? Wo kämen wir denn da hin?

Was Burks jetzt empfiehlt: Ich bewahre immer Ruhe. Oder ich ziehe mich in die entlegenste Gegend einer sehr weit entfernten virtuellen Wüste zurück. Tote am Galgen sind besonders beruhigend.

Oasis of Klima

Virtuelles Basteln

sim secondlifesim secondlife

Die Weltlage ist bescheiden. Ich bastele lieber an meiner Sim in Secondlife herum. Morgen ist eh mein letzter Urlaubstag. #secondlife #secondlifeblogger

Hauen und Stechen, reloaded

avatare

Ich musste am letzten Wochenende meines Urlaubs abschalten und hatte ein Rollenspiel-Event organisiert. Will heißen: Mehr als 40 Avatare hauten und schlugen sich und schossen mit virtuellen Armbrüsten und Bögen um sich. Das „Foto“ oben zeigt aus Drohnenperspektive die Ankunft der Krieger, die in meine virtuelle Oase strömen.

So etwas ist gar nicht so einfach zu machen. Meine Sim wurde kürzlich upgegradet und kann jetzt bis zu 100 Avatare verkraften, ohne dass der Server in Kalifornien die Grätsche macht.

Wie kann man „der Server wurde upgegradet“ in Deutsch formulieren, ohne das Wort „upgegradet“ zu verwenden?
ChatGPT: Man könnte stattdessen sagen: „Der Server wurde aktualisiert“ oder „Der Server wurde aufgerüstet“. Beide Formulierungen drücken aus, dass der Server auf eine neue Version gebracht oder leistungsfähiger gemacht wurde.

avatare

Als aber schon 20 Leute angekommen waren, bekamen die Wartenden die Meldung „the sim is full“. Es passte also niemand mehr drauf, was aber nicht sein durfte. Ich musste mich erst einmal umhören, was zu tun war. Das Feature fand sich (hier: Firestorm-Viewer für Linux) unter „World“-„Region details“-„Region“: Dort kann man die Zahl der erlaubten Avatare erhöhen. Die Verwaltung virtuellen Landes in Secondlife ist ungefähr so kompliziert wie das fucking manual von Blender… Muss aber nur können, wenn man eine Sim besitzt.

Leider haben die Guten (unten, bei der Nachbesprechung der Anführer) gestern verloren und wurden nach rund 90 Minuten umgehauen und gefesselt. Die Bösen zogen aber ab. Ich musste an den berühmten Satz denken: „Du weißt zu siegen, Hannibal, aber den Sieg zu nutzen verstehst du nicht.“ (Maharbal (3. Jh. v. Chr.), Reiterführer Hannibals im Zweiten Punischen Krieg)

avatare

Im Land der Fantasie und des Wahns

witch
William Mortensen: The Wich oder „Vuelo de fantasía oder „Flight of Fancy oder „Flight To The Sabbath – wahrscheinlich würde man noch mehr Titel finden, wenn man länger suchte.

Unseren täglichen islamischen Messerangriff gib uns heute. In der bürgerlichen Presse lese ich die tägliche Nachricht: „Im niedersächsischen Kreis Peine hat ein 32-Jähriger offenbar wahllos vier Menschen mit einem Messer angegriffen. Die drei Männer und eine Frau wurden bei der Attacke schwer verletzt. Der Täter soll psychisch verwirrt gewesen sein. Er konvertierte nach Angaben der Polizei zuvor zum Islam.“

Weil oder trotz? Bevor er psychisch verwirrt war oder nachher? Und ist nicht jeder, der höhere Wesen verehrt, irgendwie psychisch verwirrt? Wir lassen das mal so stehen.

refugees
Kleine Übung in Medienkompetenz

Wie das medienkundige Publikum bestimmt schon weiß: „Die Ministerin verteilt das Geld so wie sie will, egal, was andere so sagen.“ Und ganz gleich, was die Wähler denken. Es geht natürlich um, na, Sie wissen schon.

Ich verteile auch mein nicht vorhandenes Geld, wie ich will. Ist ganz ok. Es handelt sich aber nicht um Steuergelder. Wait a minute: Was wäre, wenn die US-amerikanische Regierung mexikanischen Schleuserbanden Geld gäbe, damit die Einwanderern den illegalen Grenzübertritt ermöglichten, weil sie sonst von mexikanischen Drogenkartellen dahingemetzelt würden? Das Risiko ist jedem bewusst. Ich war schon immer gegen die so genannte Seenotrettung aus Steuergeldern. Wurde eigentlich der Bundestag gefragt, ob es eine Mehrheit dafür gibt?

Der Haushaltsausschuss hatte ihr für die Jahre 2024 bis 2026 sechs Millionen Euro freigegeben, die sie verwenden kann, aber nicht muss. Nach dem Ampel-Stress buchte Baerbock das Geld für die Seenot-Aktivisten in ihrem Ministeriums-Haushalt um. Es wanderte von dem kleinen 24 Millionen Euro umfassenden Titel „Internationale Aktivitäten gesellschaftlicher Gruppen“ in den 2,2-Milliarden-Riesentopf für „Humanitäre Hilfe“. Laut Haushaltsexperten ein beliebter Trick, um umstrittene Ausgaben zu verstecken.

Dann ist ja alles gut. Sie darf das.

chat

Dann haben wir noch Mohammed Omar. Die Geschichte ist ein wenig rätselhaft. „Der Mann hätte längst abgeschoben werden sollen. Auf seine Spur kamen nicht deutsche, sondern ausländische Dienste“, schreibt die bürgerliche Presse.

Um welche ausländischen Dienst könnte es sich handeln? Etwa um den Service de Renseignement de l’État?

Nochmal. Der Festgenommene sei in Deutschland nicht als Gefährder bekannt gewesen, so „Bild“. Er habe vielmehr unbehelligt im brandenburgischen Bernau gelebt – und im Darknet, also dem für Sicherheitsbehörden schwer zugänglichen Bereich des Internets, sowie mit dem Kommunikationsdienst Telegram über Anschlagspläne mit einer Waffe gechattet. Ausländische Dienste hätten mitgelesen und die deutschen Kollegen alarmiert.

Also das Darknet ist schwer zugänglich? Muss ich meine Werkzeug-Liste erneuern, ausdrucken und den inländischen Diensten faxen? Oder liest der Mossad die Telegram-Kanäle mit und verpetzt alles an den Verfassungsschutz? Und ein potenzieller Terrorist chattet einfach so herum – und mit wem?

Das wird mir alles zu wahnhaft und aus dem Reich der Fantasie kommend… Da kann ich auch gleich in virtuelle Welten flüchten.

witch
Eingang zu einer „Gor evolved“-Sim. Dort wird nur herumgeballert, und man macht es den Angreifern durch die „Architektur“ möglichst schwer.

Frierende Avatare schauen dich an

Avatar

Nur mal kurz zwischendurch. Unten: Skerry of Var, Torvaldsland (die goreanische Version der Wikinger).

Skerry of Varr

Wie man zer welte solte leben und anderes

Oasis of Lame Kailla
Main Avatar sitzt auf einer virtuellen Steinbank und sagt in Mittelhochdeutsch:

Ich saz ûf eime steine
und dahte bein mit beine:
dar ûf satzt ich den ellenbogen:
ich hete in mîne hant gesmogen
daz kinne und ein mîn wange.
dó dâhte ich mir vil ange,
wie man zer welte solte leben.
deheinen rât kond ich gegeben,
wie man driu dinc erwurbe,
der keines niht verdurbe.

Wir müssen diverse Frontberichte nachholen.

Ostfront

Ostfront

Die russischen Streitkräfte rücken vor und vorer. An der Heimatfront tut sich auch einiges. Der Fliegerhorst Holzdorf, in Sachsen-Anhalt, soll, so meldete der MDR, „einer der größten Luftwaffenstützpunkte der NATO“ werden. Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) argumentiert: „Es ist durchaus vorstellbar, dass in den entsprechenden Berliner Kreisen weder die Landespolizeikräfte noch die Bundeswehr als wirklich zuverlässig angesehen werden, und die Einrichtung von NATO-Stützpunkten und Kommandozentralen in den östlichen Bundesländern vor allem einer Sache dient: ausländische Truppen dort unterzubringen.“

Das ist ja mal eine hübsche Theorie. Sozusagen die Allierten aka Admiral Harris 2.0. Was sagen die Wagenknechte?

Ostfront
Mitgaism begrüßt mich gleich auf Deutsch, obwohl ich das gar nicht will. Schon klar, auch ChatGPT weiß das: “ wird die IP-Adresse automatisch bei der Verbindung zwischen dem Gerät des Nutzers und der Website erkannt, und anhand dieser IP-Adresse kann mithilfe von Geolokalisierungsdiensten das Land oder die Region ermittelt werden, aus der der Nutzer stammt.“

Naher Osten Front

– Das religiös-zionistische Portal „Israel heute“ berichtet auf Telegram: „Die UN-Friedenstruppen, bekannt als UNIFIL, hatten nur eine Aufgabe, bewaffnete Terroristen aus dem Süden des Libanons fernzuhalten, von wo aus sie auf Israel schießen könnten. Sie scheiterten so katastrophal, dass Israel gezwungen war, in den Krieg zu ziehen, um die Region von den Terroristen zu säubern. Was macht UNIFIL jetzt? Sie weigern sich zu kämpfen, weigern sich, sich zu bewegen, und beschuldigen Israel, die Sicherheit ihrer Friedenstruppen zu gefährden“, hieß es im Leitartikel von heute im Wall Street Journal unter der Überschrift „Die UN-Friedenstruppen sind die besten Freunde der Hisbollah“.

Wall Street Journal: „Tehran is threatening in secret diplomatic backchannels to target the oil-rich Arab Gulf states and other American allies in the Middle East if their territories or airspace are used for an attack on Iran, said Arab officials.“

– Ganz besondert interessant fand ich den Bericht der Jerusalem Post von vorgestern: IDF website reveals critical information, aiding enemy attacks on Oct. 7. – A detailed virtual map of training bases, including specific locations such as mess halls, living quarters, and assembly areas, was publicly available on the IDF recruitment site, Mitgaisim.“

bild berichte

Heimatfront

Bild kann man zum Thema Israel besser lesen als die meisten anderen Gazetten draußen im Lande: „Seit Monaten blockierten Wirtschaftsminister Robert Habeck (55) und Außenministerin Annalena Baerbock (43) deutsche Waffenlieferungen nach Israel – mit ihrem Veto im Bundessicherheitsrat.“ – „Insider bezeichnen die Methode der beiden als „absurd“. Und trotz der Israel-Blockade gingen Waffen an Erdogan raus.“

Das kommt davon, wenn man feministische Außenpolitik macht. Auch Wolfgang Kubicki, mit dem ich sonst vermutlich nur beim Uhrenvergleich übereinstimme, hat recht: „Sollte dies zutreffen, wäre das ein ungeheuerlicher Vorgang“, so der FDP-Vize. Man müsse sich „in Grund und Boden schämen“, sollten die Grünen-Minister zudem eine Versicherung vom jüdischen Staat dafür eingefordert haben, dass die deutschen Waffen nicht völkerrechtswidrig (z. B. für einen Genozid) eingesetzt würden.

Da verschlägt es einem die Sprache…

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