Mesh Kreaturen

Ankunft am Fuße des Sardar-Gebirges
Nein, ich will das Publikum nicht schon wieder mit der virtuellen En’Kara-Messe langweilen. Aber man stelle sich vor, diese für die Weltläufte völlig irrelevanten Postings würden einen von tausenden Lesern dazu bringen, sich ebenfalls einen Avatar zuzulegen, um sich dann bei mir als virtueller Bodyguard virtuell zu bewerben? Oder gar eine Leserin als halbnackte Sklavin? Man darf die Hoffnung nicht aufgeben!
Heute ein bisschen Technik unter uns Gamedesignern. (Ist da noch jemand?) Die Messe findet auf sage und schreibe fünf vollen Sims statt, die für einen Monat von irgendjemandem bzw. einer Gruppe gemietet wurden. Der Spaß kostet mehr als 1000 Dollar. Die beiden Designerinnen, die die Messe und das Drumherum „gebaut“ haben, leisteten aber beeindruckende Arbeit: Die „Anlage“ hat zwei Ebenen: Bei der Ankunft ist man zunächst „oben“ und muss den Eingang zum Rollenspiel zwischen Dutzenden von Verkaufsbuden finden. Mittlerweile haben sich die „unsichtbaren“ Experience Teleporter durchgesetzt, weil niemand mehr irgendwo klicken muss, um an einen anderen Ort gebeamt zu werden – man läuft einfach durch und gelangt zum gewünschten (und vordefinierten) Ziel. Ich habe die auch auf meiner Sim; die Installation ist technisch anspruchsvoll, aber machbar.

Die Karte der fünf Sims der En’Kara-Messe in „Draufsicht“, jeder grüne Punkt ist ein Avatar.
Die Gamedesigner hatten folgenden Fantasy-Plot zusätzlich zum Ausstellungsgelände umzusetzen:
Während der jährlichen En’Kara-Messe (zur Zeit der Frühlings-Tagundnachtgleiche) und anderer Messen reisen viele Händler, Sklavenhändler, Krieger und Fremde aus allen Teilen Gors über die Straße ins Sardar-Gebirge. Sie verläuft durch verschiedene Territorien, von Stadtstaaten bis zu wilden Gebieten. Die Landschaft verändert sich je nach Region, von weiten Graslandschaften bis zu raueren Gegenden nahe den Bergen.
In der Nähe von Sardar ist die Atmosphäre mystisch und fast unheimlich. Es gibt Legenden, dass Reisende nahe Sardar manchmal spurlos verschwinden. Manche glauben, dass dies das Werk der Priest Kings sei, während andere behaupten, dass wilde Tiere oder Banditen dafür verantwortlich sind.
Die Straße ist zur Messezeit belebt von Karawanen aus allen Regionen Gors. Händler bringen Sklaven, exotische Waren, Waffen und seltene Güter mit.
Es gibt Gaststätten und Rastplätze, in denen Reisende sich sammeln und Informationen austauschen.
Das ist großartig gelungen. (Empfehlenswert: Firestorm Viewer: World/Environment/Shared Environment – die Designer bestimmen auch das virtuelle Wetter – aber das kann man abschalten.) Die „Straße“ geht auf dem oberen Level über alle fünf Sims. Man sieht kaum etwas wegen des Nebels, und das Gelände ist total unübersichtlich. Ich habe mich mehrfach „verlaufen“, weil zu einem Fantasy-Environment natürlich keine Orts- und Hinweisschilder passen. An manchen Stellen sind virtuelle Lagerfeuer und Camping „Wohnwagen“ der Wagenvölker. Alles sehr realistisch und macht Spaß. Irgendwann findet man dann doch den „Pass“ hoch oben in den Bergen… (und den unsichtbaren Teleporter nach unten). Ich brauchte dazu fasst eine Stunde.
Über Reittiere: Im Gor-Segment von Secondlife gibt es fleischfressende Eidechsen, auf denen man reiten oder denen man Lasten aufbürden kann und die albern mit den virtuellen Beinen schlackern, um das Gehen zu simulieren. Und u.a. die Tierchen, die wie eine Mischung aus Pferd und Kamel aussehen und Reißzähne und Klauen haben und die die Avatare ebenfalls reiten können.
Das ist aber technisch extrem schwierig umzusetzen (Ich kann so etwas nicht.) Entweder wird das Viehzeug so gescriptet, dass man es rezzt (etwas aus dem Inventar auf den Boden stellen) und sich dann draufsetzt und es steuert. Nachteil: Wenn man von einer Sim zur anderen teleportiert, kommt das Tier meistens nicht mit. Oder man „zieht es an“ wie ein Kleidungsstück oder eine Waffe. Letzteres hat den Nachteil, dass das Tier wieder im Inventar verschwindet, wenn man absteigt. Es gibt auch Kaiila-Avatare, in die ein Mitspieler schlüpfen muss. Auf dem galoppiert man dann durch die Gegend.
Jetzt aber gab es den Durchbruch und einen Quantensprung des virtuellen Reitens – die Teeglepet Animesh Pets.
Can I customize my horses to look different from one another?Absolutely! Whether you are using no-copy or copy, each horse can be individually customized with different skin textures, manes, tails, tack, accessories, and even animations. You can make your horses look as different as you want!
Ein Pferd kostet rund vier Euro, und man muss allerlei Accessoires hinzukaufen, um es zu einer goreanischen Kaiila „umzurüsten. Dann noch Sattel, Zaumzeug und Satteltaschen usw.. Aber das Viehzeug bewegt sich realistisch und kann mehrere Gangarten inklusive Galopp. Wenn man der Avatar absteigt und eine Weile weg ist, legt es sich selbständig auf den Boden und „schläft.“ Oder es wandert durch die Landschaft. Das ist wahrhaft die Hohe Schule des Scriptens.
Ich habe mir ein „andalusisches“ virtuelles Pferd zugelegt, Auf dem Screenshot unten komme ich damit gerade auf dem ground level der Messe an.
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