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Keine durchgeknallte Frau

Pressemeldeung des Bundesverfassungsgerichts: „Die Bezeichnung als ‚durchgeknallte Frau‘ kann, abhängig vom Kontext, eine ehrverletzende Äußerung sein, die nicht mehr vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist.“

Aus der Begründung wird klar, wer die Klägerin war, auch wenn deren Name nicht genannt wird.

Mäuse-Mem

mäuse

Auch wenn dieser Mem(e) schon älter ist, ich finde es trotzdem lustig.

Christliche palästinensische Israelis

Al Jazeera berichtet über christliche palästinensische Israelis. Das Thema ist vermutlich für deutsche Medien zu anspruchsvoll, denn die Deutschen an sich denken, „Palästinenser“ seien Muslims und Israelis seien allesamt Juden.

Triage oder: Burasi bekleme yeri değildir

Triage

Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen Wortschatz noch würde erweitern können, zumal ich annahm, ich kennte mindestens so viele Wörter wie Jacob und Wilhelm Grimm, Johann Wolfgang von Goethe oder Thomas Mann oder sogar noch mehr (zum Beispiel „Internet“).

Da ich während des Studiums Althochdeutsch und Mittelhochdeutsch gelernt habe, sind mir auch Wörter und Formen nicht fremd, die niemand mehr gebraucht, die aber noch korrekt wären. Mein Opa, Bauernsohn und Bergmann, benutzte noch den starken Imperativ das starke Imperfekt von „fragen“ – „frug“ -, und nannte eine Jacke für Männer „Wams“. Dafür hätte er mit „Sneakers“ nichts anfangen können.

Gestern begegnete mir „Triage„: „Die Triage (frz. trier ‚sortieren‘), deutsch auch Sichtung oder Einteilung, ist ein aus der Militärmedizin herrührender Begriff für die – ethisch schwierige – Aufgabe, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten oder anderweitig Kranken darüber zu entscheiden, wie die knappen Mittel (personelle und materielle Ressourcen) auf sie aufzuteilen seien. Es handelt sich dabei um ein Stratifikationsverfahren vor erster Diagnose.“

Jetzt muss ich etwas einschieben. Wie meine Freunde schon wissen, arbeite ich drei Mal in der Woche als Sicherheits-Verantwortlicher in der – oft turbulenten – Rettungsstelle eines großen Berliner Krankenhauses, das im Einzugsbereich von gleich zwei so genannten „Problembezirken“ liegt – nur Nachtschichten und die zwölf Stunden. Das bessert meine Finanzen auf, gibt mir Zeit, um meine zwei (oder waren es drei?) Bücher in der freien Zeit zu schreiben und löst auch die von den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern schon oft heimlich erörterte Frage, warum der Betreiber dieses gesellschaftlich irrelevanten Blogs, das vom deutschen Blogger-Mainstream komplett und zum Glück ignoriert wird, vor einiger Zeit die Sachkundeprüfung nach § 34 a Gewerbeordnung abgelegt habe und auch noch Kampfsport betreibe. Nein, ich bekomme mehr als den Mindestlohn.

Der Job ist spannend, aber manchmal auch sehr anstrengend, zumal ich der einzige Security-Mann dort bin. Es gibt keine festen Regeln und keine „Dienstanweisung“, und ich muss alles selbst herausfinden. Ich muss nur das medizinische Personal beschützen entlasten und für Ordnung sorgen. Eigentlich müsste man Psychologie und Völkerkunde studiert haben, Türkisch und Arabisch können, Sozialarbeiter sein, Nerven wie Drahtseile haben, sich mit den Risiken und Nebenwirkungen aller bekannten psychotrophen Substanzen für den Publikumsverkehr auskennen, und natürlich auf gestresste und bis zum Hals mit Adrenalin vollgepumpte junge Männer einschüchternd beruhigend wirken oder auf Jugendliche, die nicht wissen, dass man sich mit Alkohol auch umbringen kann.

Daher begegnete mir „Triage“ – das steht dort auf einer Tür, und das ist dort auch das Thema.

Jetzt muss ich etwas einschieben in den Einschub: Wie mir neulich berichtet wurde – sogar Namen wirden genannt -, gibt es in den Berliner Journalistenvereinen immer noch Charaktere, die mich bis aufs Blut hassen und die jede Gelegenheit ausnutzen, gegen mich zu intrigieren oder die versuchen, mir eins auszuwischen, aus Rache dafür, dass sie mich während der turbulenten Zeit im DJV Berlin nicht kleingekriegt haben und weil ich danach Recht behalten habe mit dem Zitat meines Hausphilosophen Georg Christoph Lichtenberg: „Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“ Denen, die mich hassen, aber sage sich: Wieviel ist sieben Tage geteilt durch zwei? Genau. Burks arbeitet immer noch als Journalist und Schriftsteller, es gibt keinen Grund zu versuchen, mich wieder ausschließen zu wollen, weil man theoretisch nur Mitglied des DJV sein kann, wenn man „hauptberuflich“ als Journalist werkelt.

Jetzt habe ich ganz vergessen, worüber ich eigentlich bloggen wollte. Hatte ich die zahlreichen hübschen Ärztinnen und Krankenschwestern schon erwähnt? Ich trinke jetzt erst einmal Kaffee, den ich bitter nötig habe.

Unverweslich

unverweslich

Zu welchem Berliner Gebäudekomplex gehört dieses Haus?

Präzisionssportart

minigolf

Wieso ist ein Minigolfplatz im Winter immer so ein trauriger Anblick? Und im Sommer eigentlich auch… so was von Siebziger. (Das Originelle bei diesem – am Rixdorfer Hertzbergplatz – ist immerhin das „ö“ in der Domain.)

Manga, Manga, oder: Sex und Ismus

hentai

Liebe Jugendliche unter 18 Jahren! Bitte klickt um einen höheren Wesens willen nicht auf dieses höchst gefährliche Bild! Wenn ihr das dennoch gegen meinen Rat tut, gefährdet das Eure seelische Entwicklung, ihr beibt retardiert, Euch fallen die Haare aus und Ihr werdet als Erwachsene negativ-dekadente Persönlichkeiten. Zu weiteren Details fragt bitte jugendschutz.net oder die Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien.

Mal sehen, wann wir das letzte Mal den Begriff „Sexismus“ in den Medien hatten, um die Verkaufszahlen Klickraten zu erhöhen. Welt online (05.01.2014): „Milch, Sexismus und slawisches Blut“. Frankfurter Rundschau (09.01.2014): „Italien: Ein bisschen weniger Sexismus“. Spiegel online (heute): „Sexismusvorwurf“.

Die Methode kann dieses kleine familienfreundliche Blog auch: Man schreibt darüber, dass jemand anderes das jeweils gefühlt Böse getan habe, dass sich die höheren Töchter, die gerade keine Heime für „gefallene Mädchen“ errichten, aufregen künstlich erregen, so dass ein Anlass vorliegt, den Voyeurismus der lechzenden LeserInnen bebildernd zu befriedigen. Die Alice-Schwarzer-Variante: Man findet ein paar PappnasInnen, die sich moralisch entrüsten, um dann das eigene Buch zu promoten, das „zufällig“ gerade zum Thema erschienen ist.

Aktuell geht es um ein wissenschaftliches Magazin aus Japan, das ein Manga-Comic auf dem Titelblatt zeigt. Darüber hat sich eine Frau in den USA aufgeregt (die auch „zufällig“ gerade ihr Werk promoten will). Ansonsten ist gerade kein Sack Reis umgefallen, den man mit nackten Titten bebildern könnte.

„Man“ darf also keine Frauen abbilden, die im Haushalt arbeiten und gleichzeitig ein Buch lesen? Sozialanthropologen könnten sicher über das Thema „Magie der Bilder“ einiges sagen. Das erinnert ein wenig and die spanischen Konquistadoren, die den Indianern Heiligenbilder zeigten und hofften, damit bewirkten sie irgendetwas. Verwandte Themen sind auch die nichtssagenden Textbausteine „Flagge zeigen“, „Gesicht zeigen gegen Rechts“ und das Tragen von Fackeln bei Nacht Lichterketten.

Wenn ich ein wissenschaftiches Magazin herausgäbe, dann würde ich mich damit befassen, warum das Essen von Kakerlaken in so genannten gefakten „Dschungelcamps“ angeblich nicht die Jugend sittlich gefährdet, nackte Comic-Figuren, die den Akt der von der Evolution vorgesehenen geschlechtlichen Vermehrung in dümmlicher Form thematisieren, aber schon.

Ihr seid doch allesamt ein verlogenes und heuchlerisches Pack. Ich will „Sexismus-Vorwurf“ in den Medien weder lesen, hören noch sehen. Meine Klicks kriegt ihr nicht.

Nicht nur Fusspflege

fusspflege

Ich bin doch mal gespannt, ob jemand weiß, was das ist auf dem Foto…

Pofalla erklärt Bahn-Verspätungen für beendet

Pofalla wechselt in den Verschiebebahnhof Bahn-Vorstand„. Weitere Meldungen: „Mehdorn wechselt in den Vorstand der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum.“ – „Ratzinger wechselt in der Vorstand der Evangelischen Kirche in Deutschland.“ – „Til Schweiger wechselt in den Vorstand der Schauspielschule ‚Ernst Busch‘.“

Immer diese Verschwörungstheorien

conspiracy

Böllerwart in Seitenstraßen

„Die Grünen-Abgeordnete Silke Gebel (…) fordert daher, das Böllern in den meisten Straßen zu verbieten“, berichtet das inoffizielle Zentralorgan des grünen Milieus.

„Deutsch bleibt deutsch, da helfen keine Pillen“, sagte schon Kurz Tucholsky über die Lieblingstugenden des deutschen Untertanen und Spießbürgers: Melden, durchführen und verbieten. Da sind sich von der Antifa bis zur CSU alle ähnlich. Ich bin mal gespannt, wann die Grünen Böllerwarte in Seitenstraßen fordern.

Der Himmelüber Dahlem

himmel

Und wozu dient dieses Gestänge im Vordergrund?

Frauenbild

frauenbild

Es geht um eine Systemfrage

xmas

Heute nur Positives – eine weitgehend unbeachtete Meldung: Die Rhein-Neckar-Zeitung (u.a.) berichten über eine Entscheidung des Landgerichts Tübingen, die es den Kommunen weiterhin erlaubt, Krankenhäuser zu subventionieren. Bravo! (Hallo, Dr. Harald B.!)

Die Lokalzeitung sieht das ganz richtig: „Es geht um eine Systemfrage: Bleiben die Kliniken mehrheitlich in der Hand des Staats oder übernehmen profitorientierte Konzerne das Zepter? Seit Jahren schon steigt die Zahl der von privaten Unternehmen betriebenen Kliniken. Doch die Privaten fühlen sich benachteiligt: Denn während jede zweite bis dritte öffentliche Klinik regelmäßig Zuschüsse aus Steuermitteln bekommt, müssen private Betreiber ohne solche Finanzspritzen auskommen. (…) Die Klage sei ein Versuch, das Gesundheitswesen immer stärker zu kommerzialisieren,…“

Ein schwerer Schlag für die Anhänger der Glaubensgemeinschaft Freier Markt(TM). „Für die Richter ging es allein um die juristische Frage, ob Krankenhäuser ganz normale Wirtschaftsbetriebe sind oder nicht. Nach Überzeugung der Richter sind sie das nicht. Kliniken seien vielmehr ein Teil der staatlichen Daseinsvorsorge – deshalb müsse der Staat sie auch nicht den Kräften des freien Marktes überlassen.“

Nochmal bravo, bravo, bravo. (Übrigens ein Thema, das die „Netzgemeinde“ nicht interessiert. Aber: It’s the economy, stupid!)

Ich wünsche allen wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern schöne Festtage!

Hier wächst zusammen, was zusammengehört

google anzeigen

Anti Anti-Prostitution

Der Supreme Court of Canada hat alle Gesetze gegen Prostitution einstimmig für null und nichtig erklärt. (via Fefe)

The court struck down all three prostitution-related prohibitions – against keeping a brothel, living on the avails of prostitution and street soliciting – as violations of the constitutional guarantee to life, liberty and security of the person.

Was nun, Alice Schwarzer und andere reaktionäre LichterkettenträgerInnen?

Platz der Luftbrücke

Platz der Luftbrücke

Morgens um halb acht…

Suedananflug, Kommunismus, Terror, Pornografie

Wieso erinnet mich die allgegenwärtige Prüderie und Terror-Hysterie (via Fefe) an die McCarthy-Ära in den USA? (Deshalb hat damals Stefan Heym die USA verlassen, obwohl er US-Bürger war.)

Es wäre die Aufgabe von Soziologen und Völkerkundlern herauszufinden und zu erforschen, wann eine Gesellschaft und warum beginnt, kollektive exorzitische Reinigungsrituale gegen das vermeintlich Böse (Kommunismus, Terror, Pornografie) zu vollziehen.

Rechnen und Raumlehre

Zeugnis

Das Abschlusszeugnis (1915) meines Großvaters (Vater meines Vaters) Hugo Reinhold Schröder, Bergmann, geb. 07.01.1902 in Mittenwalde (Klein Dombrowo, nördlich von Elsendorf im Kreis Thorn), gest. 26.4.1992 in Unna.

Ich habe 1982, als ich durch Polen und das ehemalige Westpreußen gewandert bin, das Gebäude der ehemalien Volksschule von Mittenwalde fotografiert, ich finde es nur gerade nicht.

Ich musste überlegen: Was ist denn der Unterschied zwischen „Rechnen“ und „Raumlehre“ und warum gab es getrennte Zensuren dafür?

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