Das Ende des Autos , wie wir es kennen, ist nahe

„In der zweiten Stufe wird das Auto Teil des Internets und wir nutzen das Auto als Sensor“, erläutert Scheider.
Schneider ist zwar ein Lobbyist, und der Heise-Artikel ist kein Journalismus, weil keine unabhängigen Quellen genannt werden, aber es ist trotzdem interessant zu lesen, dass sich die Science-Fiction-Autoren nicht geirrt haben, wenn sie einen komplett vollautomatischen öffentlichen Nahverkehr voraussagen. Zunächst wird das natürlich ein epic fail werden, wenn deutsche Firmen etwas „aus dem Internet herunterladen“, vermutlich via De-Mail. Wer in der Zukunft im Auto fährt, wird sein komplettes Bewegungsprofil hinterlassen müssen. Für Smartphone-süchtige Fußgänger ist das jetzt schon so.
Verinnerlichter Kapitalismus
Mit eigenen Ohren gehört: Eine Patientin meldet sich in der Rezeption eines Krankenhauses an. Sie wird nach ihrem Namen und ihrer Adresse gefragt. Als man auch noch ihre Telefonnummer wissen will, fragt sie zurück: „Zu Werbezwecken?“
Cold Smile
Unterirdisch entsorgt
Päderastie und Totalüberwachung oder: Da war doch was
Don Alphonso über den „Fall Edathy“: „Kinderpornographie ist das Lieblingsargument der Freunde einer Vorratsdatenspeicherung. Im Fall Edathy kann man sehen, wie die Behörden mit Daten, Grauzonen und Vermutungen umzugehen gedenken.“
Hätte die Staatsanwaltschaft den Fall lediglich auf Basis der ihr vorliegenden Beweise und Daten behandelt, wie das von politischer Seite bei der geplanten Einführung der Vorratsdatenspeicherung versprochen wird, wäre die ganze Geschichte vielleicht nie aufgekommen. Statt dessen wurde ein “Graubereich” entdeckt, in dem sich Edathy befinden sollte, über die Natur der Inhalte müsste letztlich erst ein Richter entscheiden, und dazu kommt dann noch die “kriminalistische Erfahrung”, dass da noch mehr ist.
Der Don zitiert auch die Süddeutsche Zeitung: „Wie aus ’strafrechtlich irrelevant‘ eine Razzia wurde“: „Durch die gesamte Akte zieht sich die Floskel, die kriminalistische Erfahrung lehre, dass alles immer viel schlimmer sei.“
Lesenswert auch Heribert Prantl dazu in der „Süddeutschen: „Strafrecht ist kein Moralrecht“.
Man hat keine festen Anhaltspunkte für eine Straftat, durchsucht aber, um feste Anhaltspunkte zu finden – und dann damit die vorherige Durchsuchung zu begründen. Und wenn man sie nicht findet, wird gesagt, dass wohl Beweise vernichtet worden seien. Es handelt sich um eine Beweisermittlungsdurchsuchung; das Verfassungsgericht nennt das „verbotene Ermittlungen ins Blaue hinein“. Das ist nicht Strafrecht, sondern Spekulationsrecht. Mit solchen Begründungen kann man bei fast jedem Bürger durchsuchen.
95 Prozent der Bevölkerung lesen derart ausführliche und subtile Argumentationen nicht. Bei denen bleibt nur hängen: „Da war doch was mit Kinderpornografie“. Und damit ist die betreffende Person erledigt, wenn man auch zusätzlich von von der Feigheit und dem angepassten Opportunismus der breiten Masse ausgeht.
Wichtigster Satz bei Don Alphonso: „Wer seine Rechte und Möglichkeiten ausschöpft, macht sich verdächtig.“ Das erinnert mich an meine Gerichtsververhandlung, die bekanntlich mit einem Freispruch endete, bei der ich mich vom Richter und Staatsanwalt wegen meines „üblen Charakters“ beschimpfen lassen musste.
Warten auf den Bus

Burks morgens um kurz nach vier Uhr.
Unter Gummiparagraflern
Rechtsanwalt Markus Kompa erklärt, warum Edathy jetzt ein Problem mit den Gummiparagrafen hat, die er selbst mitformuliert hat:
2008 war er dabei, als § 184b StGB überarbeitet wurde. Er hat also an dem Gummiparagraf mitgewirkt, der ihm jetzt verdachtsweise zur Last geworden ist. Damals fügte man (…) die Strafbarkeit sogenannter „Jugendpornografie“ [ein] und hantierte mit Begriffen wie “wirklichkeitsnahes Geschehen” (…)
2011 hatte Edathy einmal die Vorratsdatenspeicherung(!) mit dem Argument(!) gefordert, ihm habe jemand unverlangt eine Plastik-Vagina zugesandt(!). Nun ist er ja selbst über alte Daten gestolpert, die ein Kreditkartenunternehmen quasi auf Vorrat gespeichert hatte.
Kompa verweist auf den Beitrag Udo Vetters im Lawblog:
Danach soll sich der Anfangsverdacht gegen den zurückgetretenen SPD-Bundestagsabgeordneten lediglich darauf stützen, dass er legale Aufnahmen von Kindern im Internet bezogen hat. (…) In dem sechsseitigen Durchsuchungsbeschluss stehe ausdrücklich, bei den Aufnahmen, die Anlass für die Ermittlungen waren, handele es sich nicht um Kinderpornografie im Sinne des Strafgesetzes.
Wenn ich ein Küchenmesser im Kaufhaus erwerbe, erwartet man also von mir, dass ich eventuell auch verbotene Messer besitze, was dann eine Hausdurchsuchung nach sich zöge. Im Klartext heißt das: Wenn ich etwas Legales tue, stehe ich automatisch im Verdacht, ich könnte auch etwas Illegales getan haben.
Wer anderen eine juristische Grube gräbt….
Leute, die ich zutiefst verachte
– Leute, die Leute beglotzen, die sich für berühmt halten, weil sie im altrömischen Colosseum ein Loch in den Sand der Arena gepisst am so genannten „Dschungelcamp“ teilgenommen haben.
– Leute, die an Fernsehsendungen als Zuschauer teilnehmen und applaudieren, wenn vorn jemand steht, der ein Schild hoch hält, auf dem „Applaus“ steht.
– Leute, die schon einmal bei Klatschmärschen die Hände bewegt haben.
– Leute, die behaupten, beim Homo sapiens gebe es „Rassen“.
– Leute, denen bei „deutsch“ zuerst „Kultur“ einfällt.
– Leute, die über so genannte Witze von Mario Barth, Dieter Nuhr, Michael Mittermaier, Bülent Ceylan und ähnlichen Pappnasen lachen müssen.
– Leute, die „Wetten, dass?“ sehen.
– Leute, die Reality TV sehen.
– Leute, die Worte wie „Konjunktur“, „Volkswirtschaft“, „bildungsfern“, „Trojaner“, „freiwillige Selbstkontrolle“, „Migrationshintergrund“, „Wachstum“, „Stellenabbau“ und „durchführen“ benutzen.
– Leute, die nicht rufen, dass der Kaiser nackt sei, wenn der Kaiser nackt ist, weil sie Angst davor haben, zu rufen, weil alle anderen schweigen und des Kaisers Kleider bewundern.
Finally a book on how to understand women

Die Subventionskönigin
Bettina Röhl schreibt in der Wirtschaftwoche über die staatlichen Subventionen an Alice Schwarzer.
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Die Quelle für das Original-Foto ist vermutlich hier – die „Ping An A Fu Stray Animal Rescue Organization“.
Threesome
Wo steht dieser Brunnen?
Asozial ohne Facebook
„Der 22-jährige Sven B. wurde heute zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen, weil er keinen Account bei dem sozialen Netzwerk Facebook hat. Zuvor hatten Freunde die Gesundheitsbehörden alarmiert, weil sie sich wegen des asozialen Verhaltens des jungen Mannes große Sorgen machten.“ (Quelle)
Junges Team
Aus dem Heise-Forum über das Thema „Verweis auf ‚junges Team‘ in Stellenanzeige kann diskriminierend sein“: Klar will man Junge, die sind zum einen meist dümmer und manipulierbarer bzw. billiger – das ist alles.“
Bandenmässiger Betrug unter Beteiligung von Juristen
Aus dem Heise-Forum:
Richter geben dem Eingiff in die Rechte unbescholtener Personen statt, weil eine Briefkastenfirma über ein PHP Script mitloggen kann, dass ein Browser einen Stream startet, dessen Nutzungsrechte eine Firma für sich proklamiert und weil sich ein Anwalt findet, der bereit ist den Anschlussinhaber dafür abzumahnen, dass ein Browser gestartet wurde, der dank Trafficredirection auf einem Server mit einem PHP-Script gelandet ist, der einen Datenstrom weiterleitet dessen Empfang eigentlich nicht abgemahnt werden kann, weil es kein Download ist und der Abmahnende auch gar nicht die für die Abmahnung benötigten Rechte an dem Werk besitzt, was höchstwahrscheinlich ohnehin irrelevant wäre, da Pornos nur „den sexuellen Akt zeigen“ und ihnen somit die Schöpfungshöhe fehlt, die nötig wäre um das Werk schützenswert zu machen.
Angesichts dieser Umstände bleibt nur die Frage, in wie weit es sich bei der Tätigkeit von Juristen um geistige Onanie handelt und falls ja, ob die Berufsbezeichnung Jurist, dank der dann fehlenden Schöpfungshöhe überhaupt schützenswert ist.
Bandenmässiger Betrug, § 263 StGB:
(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
Meines Erachtens trifft das auf viele „Massenabmahnanwälte“ zu, die sich auf das Urheberrecht berufen. Und man sieht, welchen Abschaum die heilige Kuh des Kapitalismus im Zeitalter des Internet auf den Plan ruft.
The Murder of Meredith Kercher
Zahlreiche Fakten zu Amanda Marie Knox und dem Mord an Meredith Kercher gibt es auf der Website The Murder of Meredith Kercher.
Unter Beklopften

Da wir ohnehin die Bekloppten durchnehmen: Was und zu welchem Ende klopft man therapeutisch wohin? Diese Esoteriker haben ja eine Art pseudoreligiösen Geheimcode: „Autor und Seminarleiter“ bin ich auch – was ist das jetzt für eine Qualifikation?
In Rixdorf ist ein Fahrrad umgefallen
Und schon stellt jemand einen Sack Müll daneben. Wieso eigentlich?
Üble Nachrede vom Amt
Junge Welt (via Fefe): „Bank kündigt Konto einer Kundin wegen »Erkenntnissen« über ihren politisch aktiven Sohn. (…) Vermutlich habe der Verfassungsschutz die Finger im Spiel.“
By the way: Ich bin auch dafür, Banken zu vergesellschaften. Mal sehen, wann mein Konto gekündigt wird – und mit welcher Begründung. (Oha, meine Bank ist ja schon so gut wie sozialisiert.)
Das Ulfberht-Schwert
Foto: Torana (Wikipedia)
Aus dem Arte-Programm von heute: „Die Wikinger zählten zu den gefürchtetsten Kriegern aller Zeiten. Einige ihrer Elitekämpfer trugen die ultimative Waffe, das Ulfberht-Schwert. Das Material, aus dem diese legendenumwobenen Schwerter geschmiedet wurden, war den europäischen Feinden der Wikinger jahrhundertelang unbekannt. Ulfberht-Schwerter waren Kunstwerke und Hightech-Waffen zugleich. Über tausend Jahre nach ihrer Erschaffung zählen diese Schwerter immer noch zu den besten, die jemals hergestellt wurden. Dabei ist vieles im Zusammenhang mit der Konzeption, der Fertigung und dem Gebrauch dieser Waffe bis heute ungeklärt. Die Dokumentation lüftet die Geheimnisse um das Ulfberht-Schwert.“
Bei KPBS Public Broadcasting, San Diego, USA, lesen wir am 25.09.2013: „The Vikings were among the fiercest warriors of all time, and a select few carried the ultimate weap- on: a sword nearly 1,000 years ahead of its time. But the secrets behind this super sword’s design, creation and use have remained hidden for centuries. Now, through a mix of science, archeology, metallurgy and history, a new NOVA/National Geographic co-production unravels the mystery and re- creates this Viking uber-weapon—the Ulfberht sword—to kick off the new fall season of NOVA.“
Gut, dass es ausländische Medien gibt, von der deutsche Medien ohne Quellen-Angabe übernehmen können.


































