Unter Animateuren
Fotografiert am 18.10.1981 in Pátzcuaro, Mexiko, Bundesstaat Michoacan. Auf dem Markt gab es einige „Animateure“, die die Leute mit allerlei Unsinn unterhielten. Der unten im roten Pullover machte es sehr spannend und forderte alle Kinder auf, sich in einer Reihe aufzustellen. Das dauerte natürlich eine Weile, und alle warteten, was nun geschehen würde. Dann ließ er die Kinder durch eine Lücke zwischen den Zuschauern hinausmarschieren, und als alle „draußen“ waren, meinte er zum Publikum, jetzt hätten sie endlich Ruhe. Die Leute haben sich kaputtgelacht.
Chicas con Sombreros
Fotografiert am 18.10.1981 in Pátzcuaro, Mexiko, Bundesstaat Michoacan – der schönste Ort in Mexiko, den ich gesehen habe. Es waren auch nicht die hässlichsten Mädchen des Ortes auf den Pferden…
Hüte und Kokosnüsse
Das obere Foto habe ich 1981 auf dem Markt von Pátzcuaro im mexikanischen Bundesstaat Michoacán aufgenommen. Beim unteren Foto bin ich mir nicht sicher, wo es war, aber auf keinen Fall in Pátzcuaro – vielleicht in Tepic.
Drei Mal
Die Ruinen der Maya-Stadt Uxmal, die wir hier schon mehrfach durchgenommen hatten, fotografiert in Yucatan, Mexiko, am 17.10.1979. Vorn mein damaliger Reisebegleiter. Wenn ich die Fotos der Ruinen mit denen anderer vergleiche, muss ich von Uxmal offenbar ziemlich begeistert gewesen sein – es waren viel mehr als bei den anderen. Palenque in Mexiko und Tikal in Guatemala kannte ich noch nicht.
Maya-Perspektive, unbekannt
Die Ruinen der Maya-Stadt Uxmal, die wir hier schon mehrfach durchgenommen hatten, fotografiert in Yucatan, Mexiko, am 17.10.1979. Leider kann ich die genaue Perspektive nicht mehr bestimmen. (Zum Vergleich hier noch das eingescannte Dia im Original.)
Museum auf dem Heuschreckenhügel
Fotografiert vom Museo Nacional de Historia, Castillo de Chapultepec, 06.10.1979, Mexiko-Stadt. Ich musste ein wenig herumsuchen, bevor ich die Perspektive fand, von der aus ich damals fotografiert hatte. Auf dem oberen Foto sieht man die Avenida Chapultepec; auch das gelbe Hochhaus steht noch da.
Auf dem unteren Foto in der Ferne der Vulkan Popocatépetl; also habe ich nach Südosten geblickt.
Mein Tagebucheintrag ist dünn: Ich war allein da, weil mein Begleiter von Montezumas Rache geplagt wurde.
Ballspielen im Nonnenviereck
Die Ruinen der Maya-Stadt Uxmal, fotografiert in Yucatan, Mexiko, am 17.10.1979. Das obere Foto zeigt das so genannte Nonnenviereck, das untere ein Detail des Ballspielplatzes (der Ring ist offenbar nachträglich ergänzt worden).
Meine eingescannten Dias aus dieser Zeit sind zum Teil in einem erbärmlichen Zustand, ich musste lernen, wie man mit Gimp einen Blaustich entfernt usw.. Das Foto unten zeigt das vor Jahren eingescannte Original, bevor ich es bearbeitet habe. Die Fotos habe ich vor 15612 Tagen gemacht (oder vor 42 Jahren, acht Monaten und 28 Tagen).
Ajijic, revisited again and again
Fotografiert im Oktober 1981 in Ajijic am Lago Chapala, Mexiko („das größte natürliche Binnengewässer Mexikos„). Über Ajijic hatte ich hier schon mehrfach geschrieben. Jetzt habe ich mir auch den Tagebucheintrag angeschaut:
12.10. Gestern Morgen nach Chapala, eine Riesenschlange am Busbahnhof [von Guadalajara]. Von Chapala weiter nach Ajijic am Lago Chapala. Das Hotel ist Nr. 18 [?] (Señor Emilio). Unser Zimmer ist zwar basic, aber mit einem großen Balkon inklusive einem Schatten spendenden Baum. [Die Kirche auf dem Foto dürfte die Parroquia San Andres Apostol sein. In Ajijic kann man mit Google herumfahren. Wenn ich das Foto nicht zufällig seitenverkehrt eingescannt hatte, müsste die Pension östlich der Kirche gewesen sein. Dann ist das kleinere Uhrtürmchen links vom Hauptturm zu sehen.] Für vier Nächte nur 300 Pesos. [Heute kommt man unter 20 Dollar pro Nacht nicht unter.]
Ajijic ist etwas sauberer als die übrigen Dörfer, aber indianisches [ich hatte das ohne Anführungszeichen geschrieben] können wir nicht entdecken. Dafür gibt es eine Kolonie von [US-]Amerikanern, die kunstgewerbliche Produkte verkaufen. Sogar ein „Schlitten“ aus Alaska ist da, die Leute sonst scheintot.
Lustiges Geplänkel mit Kindern vor der Kirche mit vielen Fotos. Sie spielen ein Spiel, bei dem der in der Mitte die Cucaracha ist.
Heute Morgen: Die Fischer ziehen jeweils zu dritt [oder zu viert] ein Schleppnetz an Land. Sie fangen „charales“, kleine, silbrige durchsichtige Fische [Chirostoma], die wie Sprotten aussehen und die es in Öl oder in der Suppe zum comida gibt. S. bekommt Ausschlag und fühlt sich auch sonst ziemlich übel. Mich stechen die Moskitos nicht oder die Stiche wirken anders.
Sonntag Abend ist auf dem Zocalo etwas los: Die Mädchen links herum, die Jungen rechts herum; nach den beiden Messen um 19 und 20 Uhr werden Informationen ausgetauscht und sich vergewissert, dass noch alles in Ordnung ist. Nachmittags großes Fußballmatch mit begeisterten Zuschauern und Schrummtata-Kapelle.
Run through the jungle, revisited
Dschungel, wenn es ein richtiger ist – das ist etwas, vor dem ich Respekt habe. Da gehört der Homo sapiens eigentlich nicht hin, weil er, wenn er eindringt, viel kaputt macht, ohne zu begreifen was. Das hier ist eines meiner Lieblingsbilder – das Dia-Original ist leider schon vor langer Zeit verloren gegangen. Ich musste die Farben nachbearbeiten. Eine große Version in DIN A2 (?) hängt noch bei mir im Flur. Meine Besucher werden es kaum erinnern, aber für mich steckt eine Geschichte dahinter.
Ich weiß nicht mehr genau, wo ich das Foto 1979 aufgenommen habe. Ich kann mich aber sehr wohl daran erinnern, dass es in irgendeiner Ruinenstadt in Mexiko war, ich mich in die „Büsche“ geschlagen und plötzlich keinen blassen Schimmer mehr hatte, wo ich war und wohin ich gehen sollte. Es war das erste Mal auf meinen Reisen, dass ich richtig Angst hatte, was nur selten vorgekommen ist. Irgendwie – aber mehr zufällig – fand ich dann doch wieder zurück.
War es in Tula? Nein, da war kein Dschungel. Monte Albán? Dito. Uxmal? Wäre möglich. Chichén-Itzá? Auch kein Dschungel, in dem man hätte sich verlaufen können, jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe. Teotihuacán? Auf keinen Fall, alles zu weitläufig. Palenque? Nein, weil das auf der ersten Reise 1979 passierte. Also doch und wahrscheinlich Uxmal. (Auf dem Foto sehe ich auch irgendwie verstört aus.)
Weites Land und behütete Menschen
Umgebung von Cuauhtémoc, ein Ort im Norden Mexikos, der nach dem letzten Herrscher der Azteken benannt ist. Ich wohnte 1981 bei den dortigen strenggläubigen Mennoniten, die mich als angeblichen „Lutheraner“ als Gast akzeptieren. Die Bauern liehen mir einen Pickup, mit dem ich die Gegend erkundete [andere Perspektive, die komplette Story (2013)]; mit Pferd und Wagen, wie die meisten der Mennoniten sich fortbewegen, hätte ich nicht wirklich umgehen können.
Cuevas De Los Portales, revisited
Hier noch garantiert das letzte Höhlengleichnis Bild zum Thema – man möchte sich manchmal angesichts des um sich greifenden Irrsinns in einer solchen verstecken. Fotografiert 1981 in Mexiko, nördlich von Cuauhtémoc, im Gebiet der Tarahumara (vgl. Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe). In den Bergen findet man zahlreiche Höhlen, die vermutlich schon seit Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden. Diese werden Cuevas De Los Portales genannt.
Cuevas De Los Portales
Fotografiert 1981 in Mexiko, nördlich von Cuauhtémoc, im Gebiet der Tarahumara (vgl. Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe). In den Bergen findet man zahlreiche Höhlen, die vermutlich schon seit Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden. Diese werden Cuevas De Los Portales genannt. Die Dame ist meine damalige Freundin, die Ethnologin war.
Cruce de Cristóbal
Straßenszene in San Cristóbal de las Casas, Chiapas, Mexiko. Das Foto habe ich in der ersten Novemberwoche 1981 gemacht. Es gibt zwar ein Straßenverzeichnis, aber ich bin mir nicht sicher, an welcher Kreuzung das ist, da die Schrift auf dem Straßenschild zu klein ist.
Mann mit komischem Hut
In den Bergen bei Cuauhtémoc (Chihuahua), Mexiko, fotografiert im September 1981. Ich weiß nicht, warum ich so einen komischen Hut auf habe, vermutlich hatte ich keinen anderen. (Mehr: Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe, 30.09.2018.)
The Rebel Maya

Credits: The Modern Maya: A Culture in Transition, X-Cacal, 1974
Frage an die aus Wokistan: War der Krieg der Maya gegen die Weißen (Guerra de castas, 1847 bis 1901) rassistisch oder ist er ein Anlass für reaktionäre völkische Romantik wie bei den Themen „Kurdistan“ und „Tibet“?
Ambulantes
„Fliegende Händler“, die man in Lateinamerika ambulantes nennt, fotografiert 1981 irgendwo in Mexiko, vermutlich in Tepic, der Hauptstadt des Bundesstaates Nayarit.
Mesoamerikanischer Ort der Binsen, revisited
Nachtrag zu Tula („Ort der Binsen“), Mexiko, aufgenommen am 09.10.1979. Tula war das kulturelle Zentrum der Tolteken. (Versucht mal auszusprechen: Pyramide des Tlahuizcalpantecuhtli!)
Das Foto bzw. eingescannte Dia war schon total ramponiert. Aber so lernt man was dazu, zum Beispiel mit Gimp Blaustich aus Fotos entfernen. Ich bitte daher die mangelnde Qualität zu entschuldigen.
Ajijic am Lago Chapala, revisited
Fotografiert 1981 in Ajijic am Lago Chapala, Mexico. Über Ajijic hatte ich hier schon mehrfach geschrieben. Heute sieht es da anders aus, und die Grundstückspreise dürfte wegen der nahen Großstadt Guadalajara denen am Tegernsee gleichen.
Mariachi!
Mariachi-Kapellen am späten Abend auf dem Plaza de la Constitución, auch Zócalo genannt, fotografiert 1979 oder 1981. Ich wüsste nicht, was typischer für Mexiko wäre. Ich bin immer geflohen, wenn die mir zu nahe kamen.
Zapotekisch oder nicht, das ist die Frage
Am 13.07.2012 schrieb ich: „Monte Albán, die ehemalige Hauptstadt und das religiöse Zentrum der Zapoteken im heutigen Mexiko in der Nähe von Oaxaca. Das Foto habe ich 1979 ungefähr hier gemacht. Die drei kleinen Steinchen im Vordergrund sind von mir, nicht von den Zapoteken… Damals war Monte Albán noch nicht Weltkulturerbe, und es war kein Tourist weit und breit zu sehen.“
Das stimmt, Touristen waren dort nicht. Aber dafür kamen, als mein Begleiter und ich im Oktober 1979 durch die Ruinen der ehemaligen zapotekischen Hauptstadt stöberten, zwei schmierige verdächtige Gestalten aus dem Gebüsch, die sich offenbar versteckt hatten.
Angst hatten wir nicht vor ihnen, wir waren beide groß und stark und hätten es vermutlich zur Not auch mit vier Mexikanern aufgenommen, die mindestens einen Kopf kleiner als wir waren. Die Herren gestikulierten aufgeregt und winkten uns näherzukommen, als trauten sie sich nicht aus dem Gestrüpp. Sie fragen uns, ob wir zapotekische Artefakte kaufen wollen und zeigen uns ein paar Figuren, die sehr alt und recht demoliert aussahen.
Ich kann mich nicht erinnern, was ich damals gedacht habe. Aber es gab nur zwei Alternativen: Entweder waren das echte Grabräuber und die Artefakte auch, oder die Figuren waren so geschickt nachgemacht, dass man sie als ziemlich gute Kunst nehmen konnte. Wir verhandelten recht lange, der Preis war für lächerlich gering, für die beiden Kerle jedoch ein Monatsverdienst.
Ich habe das obige „Artefakt“ gekauft. Es ist ein bisschen kleiner als meine Hand. Die Blütezeit Monte Albáns lag ungefähr in der Zeit zwischen der römischen Reichskrise und den Soldatenkaisern bis zu Karl dem Großen und dem Frankenreich. Vermutlich war der Kauf strengstens verboten, wenn die Figur echt ist. Ähnliche Dinge erzielen hohe Preise. Auch der Stil sieht eindeutig zapotekisch aus.
Entweder besitze ich also mexikanische „Volkskunst“ oder ein recht exotisches und wertvolles Stück. Vermutlich werde ich das nie erfahren.













































