SAIS Túpac Amaru

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Die fetten peruanischen Schafe auf dem untersten Foto haben im Jahr 1979 mein komplettes Weltbild über den Haufen geworfen – mit weitreichenden Konsequenzen; sogar der große Vorsitzende Mao Zedong musste in die Mülltonne. Aber der Reihe nach.

Ich stieg in Lima, der peruanischen Hauptstadt, in den Zug nach Huancayo, hoch in den Anden. Von einem Deutschen hatten wir gehört, es gebe dort irgendwo in der Bergen eine landwirtschaftliche Kooperative, die SAIS Túpac Amaru (La Sociedad Agrícola de Interés Social “Tùpac Amaru” Ltda.. Nº 1). Die Bahn war damals noch die höchste der Welt. „Im September 1892 konnte der erste Zug der Ferrocarril Central Andino von Lima nach Oroya befahren. Diese Bahnlinie war bis 2005 die höchste normalspurige Eisenbahnstrecke der Welt mit einem Scheitelpunkt bei 4781 m ü. NN bei La Galera.“ (Wikipedia). (Video)

Ich habe die Kooperative auf der Karte zunächst nicht wiedergefunden; der Name der Bahnstation mit der beeinduckenden geologischen Formation war mir entfallen. Nach einer kleinen Suche bin ich mir sicher, dass es Canchayllo war, in dessen Nähe die SAIS liegt, und die Bahnstation heisst Pachacayo (4. Bild von oben).

Die Kooperative bestand damals aus 17 Dörfern, die sich zusammengeschlossen hatten, vergleichbar der chinesischen Volkskommune. (Wie überall in den Anden war auch die Kooperative umzingelt von Ruinen aus der Inka-Zeit. Ich bin da auf dem Foto zu sehen.) Die linke Militärregierung Perus unter General Juan Velasco Alvarado startete 1069 eine Agrarreform. Der US-amerikanische Besitzer der großen Hazienda auf dem Gebiet der heutigen Genossenschaft war enteignet worden. (Vor dem Dorf standen noch einige kleine konfortable Häuser, in denen deutsche „Entwicklungshelfer“ gewohnt hatten, denen die Wohnungen der Bauern „zu primitiv“ gewesen waren und die sich zunächste eigene Häuser bauen ließen, die heute als Gästehäuser dienen.)

Die Agraringenieure der SAIS erzählen die Geschichte, und ich war selbstredend zunächst von dem Konzept begeistert, zumal die Schafe der Kooperative fetter als die der privaten Bauern (2. Bild von unten) waren, das Gras grüner, und auch landwirtschaftliche Maschinen gab es, die sich ein Kleinbauer im Hochland nie hätte leisten können. Die Bauern, rund 1000, die sich der Kooperative angeschlossen hatten, wurden zu Landarbeitern, die bezahlt wurden. In meinem Reisetagebuch habe ich notiert, dass ich eine Broschüre zu lesen bekam: „SAIS – Creation de la Revolution Peruana“. Eine linke Revolution, der Erfolge vorzeigen könnte – und alles schien ähnlich revolutionär wie in China – mein Weltbild wurde bestätigt. Was konnte also noch schiefgehen?
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Irgendwann merke ich, dass die Ingenieure und offenbar auch die Bauern in zwei Lager gespalten waren – die einen gaben bereitwillig Auskunft, die anderen verweigerten jegliches Gespräch. Dann erzählte uns jemand, es habe vor kurzem eine Dorfbesetzung gegeben – von Bauern, die noch Besitztitel auf ihr Land hatten und das offenbar von der Kooperative zurückwollten. Hinter dieser Kampagne standen einige linke Organisationen und offenbar auch, so wurde gemunkelt, die Guerilla Sendero Luminoso. (Deren Anführer gingen erst 1980 in den Untergrund. Ich konnte zum Jahreswechsel 1979/80 noch offen mit deren Sympathisanten in Aycucho, der späteren Hochburg der Guerilla, diskutieren.)

Also wie war das jetzt? Eine linke Militärregierung enteignet die Gringos, macht eine Agrarreform und produziert besser und mehr und kollektiver – und die Revolutionäre sind dagegen?

Je mehr ich darüber nachdachte, um so komplizierter wurde das. Die Kooperative zahlte viel Steuern an den Staat; es war eigentlich ein kapitalistisches Unternehmen, das Profit machen musste. Den Bauern ging es ähnlich wie den vielen armen und landlosen preussischen Bauern, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Berlin zogen und dort Proletarier wurden. Sie hatten nichts mehr, ausser ihrer Arbeitskraft, und die mussten sie auf dem Markt verkaufen, „geben“. (Der Arbeiter ist eigentlich der Arbeit“geber“, nicht der Kapitalist, der nimmt die Ware Arbeitskraft.)

Langer Rede kurzer Sinn: Später in Bolivien bekam ich noch mehr Informationen, wie man es auch hätte machen können. Dort griff die Linke auf kollektive Konzepte der landwirtschaftlichen Arbeit zurück, die eigentlich von den Inkas stammen, unter anderem etwas, das in Deutschland als Allmende bekannt ist. („Die Allmende ist jener Teil des Gemeindevermögens, der nicht unmittelbar im Interesse der ganzen Gemeinde zur Bestreitung derer Ausgaben verwandt wird, sondern an dem alle Gemeindemitglieder das Recht zur Nutzung haben.“)

„Links“ bedeutete also nicht, der Landbevölkerung irgendwelche superklugen Konzepte überzustülpen, ihnen gar zu „helfen“, weil Bauern bekanntlich blöd sind, oder zwangweise den gut gemeinten Staatskapitalismus einzuführen, der sich auch als „Sozialismus“ kostümieren kann wie in der DDR, sondern den Bauern zuerst einmal zuzuhören, was die eigentlich wollen. Die sind nämlich gar nicht blöd.

Jedenfalls waren die Schafe der peruanischen Kooperative der erste Schritt, der mich aus dem Politsektentum herausbrachte.

In der Serranía de la Macarena

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Dschungelcamp? Nein, danke, darüber kann ich nur lachen. Der Dschungel ist wunderschön, wenn auch nicht für den so genannten zivilisierten Menschen ganz ungefährlich.

Die Serranía de la Macarena im Osten Kolumbiens ist heute Nationalpark und zudem Rückzugsgebiet der Guerilla FARC. Ich hatte das Glück, im Jahr 1982 das Gebiet ein wenig erforschen zu können. Ausgangspunkt war der winzige Ort Vistahermosa (vgl. unteres Bild), eine Tagesreise südlich von Villavicencio. Um den Wasserfall zu erreichen, mussten wir zwei Tage marschieren und uns den Weg mit der Machete zum Teil freischlagen. Mehr dazu auf spiggel.de: „Dschungelfieber“ (27.01.2004) und „Das Cucaracha-Massaker“ (28.01.2004)

[Update] Der Ort am Fluss ist Puerto Lucas am Rio Guejar.

Der Weg zum Strand

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Lassen wir die Revolution in Libyen mal kurz beiseite. Ich bin den blöden Winter satt. Ich hasse es, wenn es kalt ist und ich friere.

Da fielen mir die Kleinen Antillen ein – genauer gesagt Barbados. Nach einer halbjährigen Reise kreuz und quer durch Mittel- und Südamerika habe ich hier 1984 eine Woche relaxt, um mich mental wieder auf Deutschland vorzubereiten. Der Hafen der damals verschlafenen Hauptstadt Bridgetown wird heute sicher anders aussehen, als ich ihn in Erinnerung habe.

Das Youth Hostel bei Oistins an der Südküste habe ich nicht mehr gefunden, aber es ist auch schon eine Weile her. Ich kann es, wenn es noch existiert, nur empfehlen (wenn man noch zur Jugend gehört). Ich hatte nur zwei Minuten Fußweg zum Strand (2. Bild von unten)….

Genau das brauchte ich jetzt.

Ecuador: Am Rio Napo

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Mit großem Vergnügen und mit Schadenfreude las ich Berichte diverser Holzmedien, u.a. der FAZ: „Ein Gericht in Ecuador hat den amerikanischen Ölkonzern Chevron zu einer Milliardenstrafe wegen starker Umweltverschmutzung im Amazonasgebiet verurteilt. Dort sickern seit Jahren große Mengen Öl aus einer alten Förderstätte in den Boden und verseuchen die Region.“

Das Womblog – „Nachrichten aus Lateinamerika“ – ist informativer als deutsche Zeitungen, die eh aus dem Wall Street Journal abgeschrieben oder ohne eigene Recherchen von der Nachrichtenagentur dpa übernommen haben: „Das Provinzialgericht von Sucumbíos hatte nach 17 Jahren Rechtsstreit über den Fall entschieden. Indigene Gemeinschaften hatten zunächst ihre Klage gegen das Unternehmen Texaco vor US-amerikanische Gerichten gebracht: Texaco habe zwischen 1964 und 1990 giftige Abwässer in den Boden sickern lassen, die der Umwelt und den dort lebenden Menschen großen Schaden zugefügt hätten. 2001 übernahm Chevron Texaco und der Fall wurde nach Ecuador übertragen.“

Leute, könnt ihr nicht verständlich reden? Indigene Gemeinschaften? Indianische Völker – das ist gemeint, und vor allem die Auca, eine kriegerische und passporttapfere Nation, auch Huaorani genannt, die schon die Inkas nicht unterwerfen konnten und die mir vor allen deshalb sympathisch sind, weil sie mit den modernen Konquistadoren, den christlichen Sekten mit ihrem missionarischen Eifer, kurzen Prozess machten.

Im Dezember 1979 war ich im Gebiet der Auca in Ecuador, im östlichen Dschungel des Landes. Von der Hauptstadt Quito aus ging es per Bus und Lkw – mit einigen Problemen (vgl. Fotos oben – die Brücke war eingestürzt) nach Misahualli (unteres Foto, damals noch ein winziger Ort mit echtem Dschungel-Flair).

Wer übrigens glaubt, man könnte im echten Dschungel einfach so herumwandern, der täuscht sich. Dieser kleine Pfad zum Beispiel ließ mich fast knietief im Schlamm waten. (Die Schlange, die ich auf dem Foto halte, ist eine junge Anaconda, eine Würgeschlange, die hier zwar klein ist, aber beissen kann wie ein Hund – mir war recht mulmig.) Ja, in Misuahalli habe ich ein paar Auca gesehen, die mit Pfeil und Bogen und Speeren bewaffnet waren und lange durchbohrte Ohrläppchen hatten, aber ich habe mich damals nicht getraut, die zu fotografieren.

Von dort per Boot nach Puerto Francisco de Orellana, das damals der zentrale Ausgangsort für die nach Erdöl bohrenden Firmen im Dschungel von Ecuador war (vgl. den Stempel in meinem Pass). Es gab keine Pension – wir durften freundlicherweise im örtlichen Bordell übernachten.

By the way: Wer über Orellana weiterlesen will, nach dem der Ort benannt ist: Der Bruder Pizarros ist am Mythos der Amazonen schuld; seine „Expedition“ hat die Filme Aguirre, der Zorn Gottes“ und „Indiana Jones“ inspiriert.

Chicas

Ajijic

Fotografiert 1981 in Ajijic am Lago Chapala, Mexico.

Die Küste der Miskito

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Bei einem Blick in einen meiner uralten Reisepässe stellte ich fest, dass ich 1981 in Nicaragua war, nicht 1982, also ein knappes Jahr nach dem Sieg der Revolution (das ist das Stichwort). Im November und im Dezember 2003 habe ich hier schon etwa dazu gebloggt – die ältere Generation des Stammpublikums kann jetzt also wegzappen.

…Nach einer Woche Schiffsreise erreichen wir den winzigen Hafen von Puerto Lempira (Bild oben) im Nordosten von Honduras. Der Ort liegt sozusagen am Gesäß der Welt (das gilt immer noch). Auf dem Dach unserer Hospedaje („Herberge“, 2.Bild) versammeln sich die Aasgeier. Eine rostige Tonne schmückt den Vorhof. Wir treiben uns in den wenigen Spelunken des Ortes herum. Endlich gute Musik: Radio Cayman sendet beschwingte karibische Rhythmen. Wir knüpfen Kontakt mit einem Chinesen, der mit allem und jedem handelt. Er will in den nächsten Tagen mit seinem Jeep nach Leimus in Nicaragua, was zufälligerweise auch genau unser Ziel ist.

Wir starten mitten in der Nacht. Die Strasse führt durch endlose Kiefernwälder und würde in Deutschland als Waldweg der unteren Kategorie durchgehen. Am Nachmittag erreichen wir den Rio Coco, den Grenzfluss zwischen Honduras und Nicaragua. Die Situation ist brenzlig. Noch vor wenigen Monaten (1981) gab es hier bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Sandinistas, der Armee aus Honduras, Miskito-Milizen und irgendwelchen Banden, die auf eigene Rechnung morden und plündern. Ein Mann der honduranischen Geheimpolizei (steht auf seinem T-Shirt, und er hat eine Pistole) taucht auf und fragt, ob wir eine Erlaubnis der Immigracion in Puerto Lempira hätten. Haben wir nicht, aber ich erzähle ihm was vom Pferd, und er lässt sich zum Glück beeindrucken.

Eine halbe Stunde sitzen (3. Bild) wir im Gebüsch und spähen über den Fluss. Der Chinese ist verschwunden, und wir warten, ob sich auf der anderen Seite etwas regt. Dann steigen drüben zwei Mädchen in einen Einbaum und paddeln zu uns herüber.

Endlich – wir sind in Nicaragua, im Jahr zwei der Revolution. Überall bis an die Zähne bewaffnete Männer und Frauen im Che-Guevara-Look. Es gibt ein oficina de imigration. Dort ist man uns nicht wohlgesonnen. Offenbar sehen wir wie Spione der USA aus, und die würden die Sandinistas vermutlich gleich standrechtlich erschiessen. Erst das Visum des Konsulats von Nicaragua in Deutschland (vgl. Foto) hellt die Mienen auf. Unsere Rucksäcke werden bis auf die letzte Wäscheklammer auseinandergenommen. Die Karte von Nicaragua erregt wieder Argwohn, so eine haben sie selbst nicht. Der comandante will sie konfiszieren, ich bitte um eine Quittung. Dann muss der Vorgesetzte entscheiden. Und am Schluss kriege ich sie doch zurück und schenke dem comandante eine Zigarre, die ich noch in Mexico gekauft hatte und die ohnehin schon ramponiert ist. Das bricht das Eis völlig. Wir werden sofort eingeladen zu einem comida international („internationales Essen“), das sich als Spaghetti mit Tomatensoße entpuppt, und sitzen am Tisch der jungen revolutionären Garde Nicaraguas. Niemand trennt sich von seiner Waffe. Es ist wie im Western. Wir plaudern ein paar Stunden über die allgemeine und besondere Weltlage. Was dazu führt, dass der comandante von Leimus uns einen Militärjeep samt Fahrer und Soldaten zu unserem Schutz zur Verfügung stellt, der uns bis zur Küste nach Puerto Cabezas bringt. In den Miskito-Dörfern halten wir an, aber die Leute machen einen verschüchterten Eindruck. Eine Frau lädt uns dann doch zum Tee ein. (vgl. die beiden Kinder oben)

Am Abend treffen wir in Puerto Cabezas ein. Zum ersten Mal sehe ich revolutionäre Propaganda in der Sprache der Miskito (Bild links unten). „Taski lulkapra“ heisst auf spanisch „no botas basura“ und auf deutsch: Keinen Müll herumwerfen. map

Puerto Cabezas alias Bragmar Bluff [hehe, es gibt keinen Treffer bei Google zu „Bragmar Bluff“!], la Mosquitia (Mosquito Küste), Nicaragua, 29.11.1981.

Hotel Costena, very basic. Drei Mahlzeiten, alle bestehen aus Reis, Bohnen, Fleisch, papas fritas. Zum Frühstück gibt es Würstchen. Über uns ein Bild von Arafat, Sandino und der Jungfrau Maria. Eine merkwürdige Dreieinigkeit. Oder die Absicht, sich mit keiner Weltanschauung anzulegen und es allen recht machen zu wollen. Aber es ist das Jahr zwei der Revolution. Niemand weiß, wie alles enden wird. Revolution à la Sandinismus in Mittelamerika heisst, wie überall, mehr Bürokratie: zwei Stunden Warten im oficina de imigracion. Umständlicher Geldumtausch in Begleitung eines bewaffneten Soldaten.

Der erste Abend an der Atlantikküste seit langem ohne Stress. Das heisst für mich immer: Chinesisch essen gehen, ganz gleich wo. Also auch in Puerto Cabezas. Es gibt einen Chinesen, neun Mark das Menü, also sündhaft teuer. Aber das Etablissement ist es wert: rund vier Dutzend bis an die Zähne bewaffnete Männer und Frauen. Überall lehnen Gewehre an der Wand. Der Che-Guevara-Look ist hier mainstream. Alle schauen uns an wie Marsmenschen. Dos gringos, und die Frau ist auch noch blond.

Chop suey mit Gemüse, da kann nichts schief gehen. Aber die Frage nach palitos (Stäbchen) erregt Aufsehen, als hätten wir den Wunsch geäussert, mit den Füssen essen zu wollen. Die Küchenmann- und frauschaft glotzt komplett herein, ein eifriger alter Chinese wieselt an uns vorbei, gestikuliert unterwürfig mit den Händen, huscht hinaus und kehrt nach fünf Minuten mit zwei Paar Stäbchen zurück und überreicht sie uns mit breitem Grinsen. Alle starren auf unsere Hände, als würden wir uns gleich gegenseitig erstechen wollen. Ein kosmopolitischer Flair weht durch den Raum, und alle Gäste amüsieren sich köstlich.passportDie Stadt – oder sollte man besser „Dorf“ sagen, ist voller Kirchen, die meisten aus Holz. Hier haben die mährischen Brüder missioniert. Die Miskito sind evangelisch, sprechen eben miskito, suma oder englisch. Die Gottesdienst sind auch in miskito und englisch. Und wenn katholische Revolutionäre über die Berge kommen und erklären, jetzt seien sie befreit, wissen sie nicht, was das soll.

Die Stimmung ist „konterrevolutionär“, trotz der gut gemeinten Alfabetisierungs- und anderer Kampagnen der Sandinistas. Am Sonntag stellt sich die träge karibische Lebensart ein, mit einer Spur der Melancholie, wenn es regnet. Die alten Leute versammeln sich zum Glücksspiel auf offener Strasse in dem Wissen, dass das verboten ist.

Die Menschen auf dem schmuddeligen Markt (vgl. Foto) sprechen ausnahmlos englisch und sind sehr freundlich. Ein riesiger Schwarzer warnt uns ständig vor den „Spionen der Kommunisten“. Der Markt ist für Autos und Betrunkene verboten. Man verkauft Schildkröten, auch am Strand . Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht auch verboten ist: die Miskito-Küste ist bis hinauf nach Honduras zwar reich an den Tieren, die stehen aber vor der Ausrottung, wenn sie nicht geschützt werden.

Der Hafen ist traurig: Holzbohlen, ein verrosteter Schienenstrang, ein paar Güterwagen. Ein Schiff, das ähnlich aussieht wie die Schienen. Fotografieren verboten, warum auch immer. Wer will das kontrollieren? Es soll angeblich ein Schiff kommen, das die Küste nach Süden entlang schippert, bis nach Bluefields, unserem nächsten Reiseziel. Das geschieht auch, drei Tage später. Wir reden mit dem capitan. Er weiß nicht genau, wann er ablegen wird. Wir knüpfen die Hängematten auf und schlafen in der Tropennacht auf dem sanft schaukelnden Schiff. Schwere Regenwolken ziehen von Norden heran, als wollten sie uns forttreiben.

Vergesst das nie!

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Auf dem Plakat steht: „Volk, vergiss nicht: Zwischen dem 1. und 7. November 1979 wurden 400 unschuldige Bolivianer getötet!“ Der Aufruf stammt vom Movimiento Nacionalista Revolucionario de Izquierda (MNRI) (1984 in La Paz fotografiert). Erinnert mich irgendwie an das heutige Ägypten….

Abajo la Dictatura

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Tut mit leid, ich war noch nie in Ägypten und habe keine passenden Bilder zur gegenwärtigen Revolution. Vielleicht sind diese hier ein Ersatz: Auf dem obigen erkennt man das Sgraffito „Abajo la dictatura“ („nieder mit der Diktatur“) auf einer Mauer. Beide Fotos habe ich in 1979 Huancayo im Hochland von Peru gemacht.

USA finanzieren regierungskritische Medien in Venezuela

Wikileaks hat gerade ein Dokument veröffentlich, aus dem hervorgeht, dass die USA die Medien finanziell unterstützen, die in Venezuela gegen Chavez ausgerichtet sind. Das kennen wir ja schon aus Chile zur Zeit Salvador Allendes.

Esst mehr Fleisch!

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„Ich habe mich doch nicht in Jahrmillionen der Evolution an die Spitze der Nahrungskette gekämpft, um mir dann eine Salatplatte zu bestellen.“ (Ein Leserbrief im aktuellen Spiegel)

Im bolivianischen Pando-Dschungel (1984) habe ich von armen Kautschuk-Sammlern gebratenene Affen als Abendessen vorgesetzt bekommen. Das Tier hing am vorher am Haken in dieser „Küche“. Und natürlich habe ich zugelangt; die Gastgeber wären beleidigt gewesen, hätte ich es nicht getan. Damals war die völlig abgelegene und fast unerforschte Gegend nördlich des Rio Madre de Dios noch kein Nationalpark („Reserva Nacional Manupiri-Heath“). Wenn ich das Stichwort „Dschungelcamp“ höre, muss ich immer nur lachen.

Nachruf zum Tod von Bischof Samuel Ruiz García

Poonal: „Im Alter von 86 Jahren verstarb in Mexiko-Stadt der katholische Altbischof Samuel Ruiz García. Als Menschenrechtsverteidiger, Vermittler in Konflikten und Unterstützer der indigenen Bevölkerung genoss Ruiz über die mexikanischen Grenzen hinaus hohes Ansehen. (…) Im Gegensatz zu den meisten anderen Bischöfen besuchte er auch die entferntesten Gemeinden seiner Diözese und lernte die bittere Armut der bäuerlichen und indigenen Bevölkerung aus eigener Anschauung kennen. Er verwies die Menschen nicht auf das Jenseits, sondern ermunterte sie, für ihre Rechte auf Erden zu kämpfen. (…) Zweimal wurde Samuel García für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Trotz Unterstützung aus vielen Ländern sollen es die Einwände von Vatikan und mexikanischer Regierung gewesen sein, die eine Auszeichnung verhinderten.“

Heiliger Josef an der reichen Küste

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Nachdem ich den langweiligen Artikel bei SpOff über Costa Rica gelesen hatte, suchte ich in meinen eigenen Erinnerungen und Fotos. Im Dezember 1981 verbrachte ich einige Tage in der Hauptstadt San José. San José hat ungefähr so viel Einwohner wie die beiden Berliner Bezirke Neukölln und Spandau zusammen. Berlin und Costa Rica haben gemeinsam, dass sie sich keine eigene Armee leisten – noch nicht.

Ich habe mich damals nur kurz erholt von dem Stress, den ich im turbulenten Nicaragua kurz nach der Revolution hatte, bevor ich mich auf den Weg nach Panama und weiter nach Kolumbien machte. In San José gab es damals zwei deutsche Klubs – und von beiden erhielt ich eine Einladung, dort Silvester zu feiern. In dem einen verkehrten die Auswanderer, die Deutschland in den frühen 30-er Jahren verlassen hatten, und in dem anderen die, die Deutschland kurz nach 1945 den Rücken gekehrt hatten. Ich hätte schon gewusst, welche der beiden Einladungen ich angenommen hätte…

Hotel California

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Da sitze ich im „Hotel California“ in La Ceiba an der Atlantikküste von Honduras (1981). Von einer Sekunde zur anderen kann es in der Regenzeit zu schütten beginnen… Das Hotel war basic, aber offenbar gibt es das noch. Unfassbar, das sind ja schon 30 Jahre her…

Die Ming Star im Panamakanal

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Liebe Kinder! Das ist der Panama-Kanal im Jahr 1981. „Der Panamakanal ist eine künstliche, 81,6 Kilometer lange Wasserstraße, welche die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet. Die erste Durchfahrt erfolgte am 15. August 1914. Der Kanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt.“

Die Fotos habe ich an den Schleusen von Miraflores gemacht. Man sieht pädagogisch wertvoll, wie sich ein Schiff nähert und wie sich die Schleusentore öffnen. Lokomotiven rechts und links bugsieren das Schiff mit machtigen Drahtseilen zentimetergenau – in unserem Fall war weniger als ein halber Meter Platz bis zur Kaimauer.

Ich habe mal versucht die Ming Star zu suchen und gefunden, dass ein Schiff dieses Namens, das auch die richtige Größe hätte, offenbar nicht mehr im Dienst ist:
YM Star (ex-Ocean Starlight, ex-Starlight River, ex-Ming Star). IMO 7810894. Container ship. 210 m in length, 13,784 t. Liberian flag. Classification society, China Corporation. Register of Shipping. Built in 1980 in Kaohsiung (Taiwan) by China Shipbuilding Corp. Owned by Yang Ming Marine Transport (Taiwan). Detained in 2001 in Singapore, in 2003 and 2004 in Hong Kong, in 2005 in Hong Kong and Ningbo (China) and in 2008 in Bandar Abbas (Iran). Sold for demolition to China at 235 $ per ton.
Es könnte auch diese Ming Star sein, aber dann brauchte sie dringend einen neuen Anstrich. Sie gehört zu einer Reederei in Taiwan.

Update: 26.06.2020

Am Orinoco (1998)

Orinoco

In diesem Ort würde ich jetzt gern sein: San Fernando de Atabapo im venezolanischen Bundesstaat Amazonas (obwohl der Ort am Orinoco liegt).

Brüderchen und Schwesterchen

Guanajuato

Dieses Foto habe ich 1979 im mexikanischen Guanajuato gemacht.

Pisac am Urubamba

Pisac

Das Foto habe ich 1980 im peruanischen Pisac gemacht – ungefähr hier, im „heiligen Tal der Inka“ am Rio Urubamba. Die Zitadella Q’allaqasa ist gut zu erkennen. Der Junge hütete Ziegen.

Von Caracas nach Santa Ana de Coro

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So ein Blog ist doch etwas Feines – ich kann die Welt mit völlig nichtssagenden Fotos belästigen. Sie bedeuten nur für mich etwas, und wenn ich sie betrachte, erinnern sie mich an Angenehmes oder Aufregendes.

Das oberste Foto zum Beispiel könnte überall gemacht worden sein, über Mallorca, Ports Moresby oder den Osterinseln. Ich aber saß 1998 in einer Maschine der Iberia und sah zum ersten Mal seit 1984 wieder die Küsten Südamerikas – hier Venezuela, das ich noch nicht bereist hatte. Der Abend dämmerte schon. Man hatte mich vor dem angeblich gefährlichen Caracas gewarnt. Das schreckte mich nicht, aber ich plante, nicht dort zu bleiben, sondern mir einen Bus in den Nordwesten zu suchen, nach Santa Ana de Coro (Weltkulturerbe), um mich dort für ein paar Tag in der idyllischen Kleinstadt zu akklimatisieren: Ich recherchierte für meinen Roman Die Konquistadoren„, und Coro war im 16. Jahrhundert des Ausganspunkt der „deutschen“ Eroberungszüge zum „El Dorado“ gewesen.

Das alles schwirrte mir durch den Kopf. Vor acht Jahren bloggte ich hier:

„Land! Nicht anders muss sich Kolumbus gefühlt haben. Gieriger Blick aus dem Fenster: Südamerika, meine zweite Heimat. Wolken huschen über Inseln, man schaut wie ein Vogel auf die türkisblaue Brandung herab. Immer wenn ich das Meer sehe, muss ich an Marquez denken: Un relato de un naufragio. Es zieht in der Brust. Welcher wehmütiger Schmerz ist das? Das Gefühl, wie ein Tropfen Wasser im Meer zu sein, eine winzige weisse Wolke unter vielen – eine sanfte Brise, und sie löst sich auf in nichts. Das Traurige am wahren Reisen ist: Man kann es mit niemandem teilen, die Gefühle, die Sinneseindrücke nicht wiedergeben. Wie kann man eine Reise nach Südamerika erzählen? Vielleicht nur wie Rutger Hauer im Bladerunner: „I’ve seen things you people wouldn’t believe. …All those moments will be lost in time, like tears in the rain.“ Ich mag sehr gern fliegen, ich liebe den Augenblick, wenn der Druck beim Start einen in den Sessel presst. Weg, nach oben, ganz weit weg, auch wenn sieben Stunden Flug unrealistisch kurz sind für die Entfernung, die man tatsächlich zurückliegt. (…)

Die Sonne ist schon dunkelrot. Berge an der Küste, völlig kahl. Endlich gelandet. Immer das komische Gefühl: ich könnte den Boden küssen. Vielleicht haben das auch die deutschen Konquistadoren gemacht, deren Spuren ich verfolgen will und die schuld daran sind, dass ich jetzt in Venezuela bin. Allein, mit vielen Büchern über die Alemanes y los Belzares (Welser) im 16. Jahrhundert im Kopf. Die Hitze lullt mich ein, aber der Geruch! Ich erkenne Südamerika am Geruch. Den schweren Rücksack auf den Rücken werfen, knarrende Riemen. Auch das hört sich vertraut an. Der Druck auf den Schultern. Das Gefühl, ganz da zu sein, mit jeder Faser des Körpers. Das ist das wahre Leben – konzentriert und auf den Punkt gebracht.

Ein Collectivo nach Caracas. Meine erste spanischen Worte seit langem. Kurvenreiche Straße, Slums an die Hügel gekrallt. Die Bilder von draußen dringen noch nicht bis in meinen Kopf. Ich bin restlos glücklich. Das bekannte Gewusel. Bei halb geschlossenen Augen kann ich mir vorstellen, gleichzeitig in Bogota, Medellin, Quito, Lima oder in den Barrios von La Paz zu sein. Endstation. Ein paar hundert Meter zu Fuss. Die schon nächtliche Stadt liegt mir zu Füßen (zweites Foto). Der Verkehr rauscht um mich herum wie Wasser um einen Stein. Ich lasse den Stadtplan in der Hosentasche. Ich will reden, den Rhythmus des espanol in mich aufsaugen, frage Passanten. Ich muss wohl ein paar Kilometer zu Fuss gehen zum zentralen Busbahnhof. Man rät mir zum Taxi. Aber ich will das Gefühl genießen, allein durch die Nacht zu laufen. (…)

Am Busbahnhof umringt mich ein Dutzend Männer, die mir die Ziele ihrer Busse entgegenbrüllen. Schön hört sich das an: Maracaimaracaimaracaiboooooo! Maracaibo, die heiße Millionenstadt an der Lagune, die sich zum Golf von Venezeula öffnet, gegründet 1529 durch Ambrosius Dalfinger aus Ulm. Barquisimeto. Acarigua. Tocuyo. Namen, die ich aus den Briefen des deutschen Konquistadors Philipp von Hutten kenne… Noch klingen sie wie ein Geheimnis.

Es ist schon 22 Uhr und immer noch die Hölle los. Viele Tage habe ich in Busbahnhöfen verbracht, in vielen lateinamerikanischen Ländern. Das Leben spielt sich wie unter einem Mikroskop ab, alle Sorten von Menschen werden durchgeschleust. Bahnhöfe sind die interessantesten Orte einer Stadt, zusammen mit den Märkten. Wer die Bahnhöfe und die Märkte kennt, weiß, wie man in dem Land fühlt und lebt. Knapp drei Monate später werde ich mir ein very basic Hotel in einer kleinen nahegelegenen Seitenstrasse nehmen.“

Ich habe an anderer Stelle schon etwas über die Kathedrale von Coro gesagt. (Interessant, dass der deutsche Wikipedia-Eintrag zwar nicht verschweigt, dass Coro für einige Jahrzehnte den Augsburger Welsern gehörte, aber nicht den schwunghaften Sklavenhandel erwähnt, den die Welser betrieben und auch nicht, dass zahlreiche „Expeditionen“ – in Wahrheit Raubzüge – von Coro aus aufbrachen, um das sagenhafte Goldland zu finden – zum Beispiel Nikolaus Federmann, der Mitgründer der kolumbianischen Hautpstadt Bogotá; die deutsche Kolonialgeschichte, die in Venezuela jedes Schulkind kennt, fällt fast komplett unter den Tisch. Der spanische Eintrag ist aufschlussreicher.)

Das vorletzte Bild zeigt das winzige Frühstücks“cafe“, in dem ich eine Woche lang jeden Morgen einkehrte – ich finde es leider nicht mehr auf der Karte wieder.

Auf dem unteren Bild erkennt man die Dünen im Parque Nacional Los Médanos de Coro. Wikipedia: „Der Nationalpark umfasst 91.280 Hektar Wüste, Küste und Salzwiese. Die großen Dünen (‚Médanos‘) erstrecken sich über eine Länge von 5 bis 30 Kilometer und können bis zu 40 Meter hoch werden. Durch starke Winde ändern sie ständig ihre Form. Wegen der sehr seltenen Niederschläge besteht die Flora aus stacheligen Sträuchern. Die Fauna ist ebenso spärlich und besteht hauptsächlich aus Echsen, Hasen, Ameisenbären, Füchsen, Tauben und Falken.“ Ich hatte mir einen Lokalbus genommen und bin ganz allein durch die glühend heisse Einöde gestapft. Auch das werde ich nie vergessen.

Am Solimões

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Solimões wird der Amazonas von den Brasilianern zwischen dem Dreiländereck Peru-Kolumbien-Brasilien und dem Zusammenfluss mit dem Rio Negro genannt. Die Fotos habe ich 1982 in Leticia (Kolumbien, 1,2) gemacht und am gegenüber liegenden Ufer des Amazonas bzw. Solimões im brasilianischen Tabatinga (3,4,8). Die Fotos auf dem Schiff stammen von meiner anschließenden 10-tägigen Reise auf dem Amazonas nach Manaus. Seltenes Foto: meine Füße in meiner Hängematte. (Privatsphäre sieht anders aus, immerhin schliefen Männer und Frauen getrennt.)

Das grosse Sonntagsrätsel aus Prinzapolka

prinzapolkaOtavalo

Was ist das auf dem obigen Bild? Ein Segelschiff der Primitivklasse? Gulliver auf dem Weg nach Brobdingnag? Ach nein, nur das Resultat meiner Langeweile: Ein Teil einer Kokusnussschale, zurechtgebastet zu einem Schiffchen von mir persönlich, das ein paar Minuten den Wellen trotzte, an einem einsamen Strand an der Atlantiküste Nicaraguas in der Nähe von Prinzapolka. (Ich glaube, dass die wenigen Häuser eher zu Puerto Isabel gehörten.)

Am 14.12.2003 bloggte ich:
Miskito Coast, Nicaragua, 03.12.1981. Tropische Nächte auf einem kleinen Schiff, lauer Wind und kitschige Sonnenuntergänge. Die Küste ist noch in Sicht, am zweiten Tag verschwindet sie am Horizont. Nach Süden, nach Bluefields, dem ehemaligen Schmugglernest, das schon oft durch Hurrikane verwüstet wurde. Wie so oft bereitet uns der capitan des Schiffes eine Überraschung. Wir legen in Prinzapolka an, einem Küstendorf, besiedelt von Miskito, die alle zu den protestantischen Herrnhuter Brüdern gehören. Uns bleiben nur wenige Stunden. In einem komfortablen Haus am Strand wohnt ein junges Ehepaar, beide überzeugte Anhänger der Sandinistischen Bewegung und offenbar deshalb sozial isoliert. Sie freuen sich riesig über die Fremden und zeigen uns voller Stolz ihre Bibliothek, die fast ausschliesslich aus Reader’s Digest-Bänden besteht.

Über Nicaragua kurz nach der Revolution demnächst mehr.

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