Stadtansichten bei Nacht
Von oben nach unten: Kirchgasse, Berlin-Rixdorf, ca. 23 Uhr, Urban-Krankenhaus, Kreuzberg, gegen Mitternacht, U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, 4.05 Uhr am Morgen, U-Bahnhof Naturkundemuseum, 4.40 Uhr morgens.
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#Negergate, Update

Update: „Antirassistische Aktivisten wollen verhindern, dass aus einer Rede, dass aus der Rede von Martin Luther King zitiert wird. Sie kreischen den Moderator (immer mich) an: ‚Sag das Wort nicht! Sag das Wort nicht!'“ (Deniz Yücel in der taz über Zwangsneurotiker und inquisitorischen Furor):
Nur haben die Critical-Whiteness-Spinner an einigen Fachbereichen die Nachfolge des trotzkistischen ‚Linksrucks‘ oder der K-Gruppen noch früherer Tage angetreten: geschlossenes Weltbild, Auftritte in Rudelform, uniforme Redebeiträge und die totalitäre Unfähigkeit, etwas zu ertragen, das nicht der eigenen Weltanschauung entspricht.
Full ack.
Crumbling Bridges and Roads
Der New Yorker: Die Mehrheit der US-Amerikaner will eine große Mauer bauen, auch wenn der Preis wäre, dass Straßen und Eisenbahnen verrotten.
Ritter, Maurer und wirkliche geheime Räte
Der Invalidenfriedhof in Berlin-Mitte: Deutsche Geschichte vom Feinsten. Ich empfehle den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern, selbst die einschlägigen Quellen aka Wikipedia zu studieren. (By the way: „Maurer“ meint Freimaurer.)
Berliner Alltag: Mordkommission ermittelt
Dazu die Polizeimeldung vom 28.08. „Gestern Nachmittag kam ein Mann nach einer Auseinandersetzung in Kreuzberg mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es zwischen dem 44-Jährigen und einem anderem Mann gegen 15.40 Uhr an der Alexandrinen- Ecke Oranienstraße einen Streit gegeben haben. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung erlitt der 44-Jährige Stichverletzungen und kam dann in ein Krankenhaus. Nach einer Operation ist der Zustand des Verletzten stabil. Am Ort wurde der mutmaßliche Angreifer (…) vorläufig festgenommen“.
Der Fahrer des Autos hat dem Opfer übrigens das Leben gerettet: Wenn der den schwer verletzten Mann nicht sofort – und ohne Verkehrsregeln zu beachten – in ein Krankenhaus gefahren hätte, wäre der verblutet.
Stiller Fluss mit Treppen
Ein Quiz für Berlin-Kenner: Welcher Fluss ist das, und wo habe ich das Foto gemacht?
Es gibt so Tage…
Berlin-Osthafen, Britzer Verbindungskanal, morgens um 5.30 Uhr
Wenn es ein höheres Wesen gäbe oder vielleicht mehrere davon, wären die mir gestern und heute wohlgesonnen gewesen, weil sie es einrichteten, dass alle denkbaren Katastrophen fast gleichzeitig eintrafen: Die Festplatte meines Hauptrechners ist hinüber (backup eingespielt, aber die Platte röchelt vernehmlich, das wird wohl nix mehr – ich wollte eh auf SSD umsteigen).
Beim Sonnenbaden auf den Brillenbügel gesetzt und den zerstört (Lob und Preis dem Optiker meines Vertrauens, zu dem ich seit 1988 immer wieder gehe und der mir das Teil heute hartlötete und dafür kein Geld haben wollte).
Das Armband meiner Uhr musste verkürzt werden, es fand sich aber kein Uhrmacher, der sich dafür interessierte, bis ich den Laden des Herrn Kuyumcu in Neukölln betrat (der aber kein Herr ist, das Wort bedeutet auf Türkisch „Juwelier“), der das für fünf Euronen erledigte (auch ihm sei Lob und Dank!).
Den Grub-Sektor meines Netbooks zerhauen (ja, ich weiß, wie gefährlich sudo ist!), so dass eben dieses rein gar nicht mehr starten wollte, ich aber – einem unbekannten höheren Wesen sei Dank! – noch den USB-Stick mit dem Linux-ISO aufbewahrt hatte und den benutzen konnte, um das System komplett neu zu installieren, was mich aber insgesamt zwei Tage meiner freien Zeit kostete, um alles wieder so hinzukriegen, dass ich mich zufrieden zurücklehnen kann (nur das verdammte WLAN des Netbooks will noch nicht, ich versuche es mit sudo apt-get install wirless-tools wpasupplicant)…
Ein Mensch mit Charakter
Ein ehrenhafter Mann und untypischer Deutscher, vor dem ich mich verbeuge. (U. a. the Telegraph berichtet.)
Gottesbeweis oder: All hail the monster and his tasty aquatic noodly appendages
The Register hat den (Video-)Beweis für die Existenz des Flying Spaghetti Monsters.
World Elephant Day
Über das Foto könnte ich fast genauso lange räsonnieren wie über das meistdiskutierte Gemälde in der Geschichte der Malerei.
Emma schützt jetzt auch gefallene Mädchen
Amnesty International: „Richtungsentscheid für die Menschenrechte von Sexarbeiter/innen“. Prostitution soll legalisiert werden.
(Schreckliches und unverständliches Deutsch, aber guter Inhalt.)
Die Emma disqualifiziert sich selbst zum Thema. Schwarzer sollte besser Heime für gefallene Mädchen errichten.
Ein Kessel Buntes

Foto: Panama 1982
Man kann dem so genannten „Sozialismus“ der DDR vieles vorwerfen, aber wer zweifelt, dass das heutige Beitrittsgebiet genauso oder noch viel mehr typisch deutsch gewesen sei, alle Versuche, die breite Masse des Volks von Befehlsempfängern, Untertanen, Hobby-Blockwarten und grauslichen Spießern zu aufrecht gehenden und mündigen Citoyen zu machen, demgemäßg zwangsläufig scheitern mussten, dem muss man nur die Zeichenkette „Ein Kessel Buntes“ zum feuilletonistischen Fraße vorwerden und abwarten, ob dieser Zweifler dann das Würgen begönne, was gemeinhin ein eindeutiger Hinweis darauf ist, die Sinne noch einigermaßen beisammen zu haben. Das erklärt auch den Titel dieses Postings. Mir fiel keiner ein, und „miscellaneous“ wollte ich nicht schon wieder schreiben.
Ungefähr ein Mal im Jahr ändert ein journalistischer Artikel meine Meinung zu diesem und jenen – oder meinen Blickwinkel auf ein Thema. Heute geschehen mit Deniz Yücels Kommentar in der „Welt“: „Es geht nicht um Kurden, sondern um den Islam“. Lesenswert.
Der tschechische Präsident Milosh Zeman sagt ganz richtig: Die Flüchtlingswellen nach Europa seien das Ergebnis der westlicher Militärinterventionen im Irak, Libyen und Syrien, die dazu beigetragen hätten, dass sich Terrororganisation im Nahen Osten ausbreiten haben ausbreiten können (Grammatik und Satzbau auf burks.de sind korrekter als bei RT Deutsch; es ist aber – zugegeben! – im Deutschen nicht ganz einfach, den Konjunktiv der indirekten Rede zu unterscheiden vom Konjunktiv irrealis, geschweige denn, dessen Formen zu kennen und korrekt zu verwenden).
By the way: Meine Verschwörungstheorien zum Fall netzpolitik.org bestätigen sich schon wieder. Alle wussten vorher Bescheid, also auch der Justizminister. „Das Justizministerium will von dem Verfahren eindringlich abgeraten haben.“ Pofalla-Syndrom, ich sag’s ja.
Unsere bekannteste Expertin für die Brechung des Zinsknechtschaft das raffende Kapital, welches sie angreift, weil sie das eigentliche Kapital nicht attackieren möchte, verkasematuckelt die deutsche Sprache: „Die Bundesregierung führt ihre Aktivitäten zur Beschaffung von Kampfdrohnen trotz deutlich ablehnender Meinung in der Bevölkerung fort.“
Aktivitäten fortführen“ – das stärkste Verb, seit Schiller die „Glocke“ schrieb. (Ja, verdammt noch mal, die „Glocke“ gdehört immer noch zum Bildungskanon, allein wegen der dortigen Tuwörter und wie man sie verwenden sollte.)
Es wäre so einfach: Äten und Ungs und Keits verbieten. Was bliebe übrig? Die Bundesregierung beschafft weiterhin Kampfdrohnen, (wer tat was und tut es immer noch?) obwohl die Bevölkerung das mehrheitlich ablehnt. Da wäre ein verständlicher deutscher Satz ohne Geschwurbel. Damit kriegte man aber eine Pressemeldung nicht voll.
Das Neue Deutschland schreibt über den aktuellen Stand des Klassenkampfs in Griechenland. Man sollte dort zur Zeit nicht mit der Bahn fahren, sondern stattdessen immer ein Ersatzfahrrad mitführen – oder ein Ersatz-Schiff, falls die Griechen mal dort streikten, wo es wirklich weh täte.
Und nun zum Feuilleton: National Geographic zeigt wieder mal „most popular“ Reisefotos. Da kann ich aber mithalten (vgl. oben). Alternative dortselbst: Katzenfotos oder Gürteltiere, die zurückschießen.
„Kassieren und blamieren“ – Der Freitag berichtet, dass das Bundesarchiv „historisches Filmmaterial laufend und in großem Stil“ vernichte.
Ich muss heute arbeiten. Der Guardian kommentiert das.
Mein Zorn ist besser als deiner
Lesenswerter Artikel auf The Atlantic: „My Outrage Is Better Than Your Outrage – Even when a dentist kills an adored lion, and everyone is furious, there’s loftier righteousness to be had. (…) So it’s meaningless, even if it’s fun, to go around one-upping people’s outrage. Try it.“
Well said.
Immobil in Griechenland
Die Neue Zürcher Zeitung beschreibt den Markt für Immobilien in Griechenland – natürlich aus unkritischer Kapitalismus-affiner Sicht. Ist trotzdem interessant zu lesen.
In Griechenland ist bis heute vielerorts kein Grundbuch- und Katasterwesen eingeführt. Eine Ausnahme bilden die Dodekanes-Inseln um Rhodos, wo man ein solches den Italienern verdankt, die dort drei Jahrzehnte in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts herrschten. Im Regelfall musste deshalb eine weit zurückreichende Recherche zu den Besitzverhältnissen sowie zu gegebenenfalls auf dem Objekt liegenden Lasten durchgeführt werden. Mit dieser wurde in der Regel ein Anwalt betraut, was ab einem relativ bescheidenen Kaufpreis sogar Pflicht war.
Qualitätsmedien oder: Alles bricht zusammen
Bildblog: „Das ‚Kollaps‘-Drama von Bayreuth: Merkel fällt vom Stuhl“.
Burks gefällt das. Recherche deutscher Qualitätsmedien at its best.
Remote kill of a Jeep
Wired: „Hackers Remotely Kill a Jeep on the Highway—With Me in It“.
Bruahahaha.
Eure Not ist unsere Sorge

Ich habe erst wieder übermorgen Zeit zu bloggen. Obiges nur zum Erheitern, das Plakat ändert keine Meinungen.
Palästina 1695
Heplev: „Eine Reise und Volkszählung in Palästina 1695: Kein Zeichen von arabischen Namen oder von Palästinensern (…) Fakt ist, bis heute hat mit Ausnahme von Ramallah keine arabische Siedlung einen Namen, der aus dem Arabischen stammt. Bis heute sind die meisten Siedlungsnamen hebräischen oder griechischen Ursprungs, in sinnlose arabische Namen entstellt.“
Religionen der Welt










































