Im Tal der Frauen
Zwei sehr hübsche (was man leider auf dem Foto nicht erkennen kann) Mädchen beim Abendspaziergang in Barquisimeto, Venezuela, fotografiert im Januar 1998. Ich habe damals kein Reisetagebuch geführt, mir aber Notizen für meinen Roman gemacht. Auf der Hauswand kann man Vencemos Lara erkennen. Barquisimeto ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Lara.
Gegründet 1552 durch Juan de Villegas als „Nueva Segovia“. Vor der Conquista großer indianischer Ort, von den Spaniern „Valle de las Damas“, „Tal der Frauen“ genannt.

Diese Karte aus dem 16. Jahrhundert ist eines der ältesten Exemplare, die den Norden Venezuelas zeigen. Der Titel:
VENEZUELA, Provincia in America Occidentali. Quam olim Dni. Velseri Patricij Augustani polsidebant a CAROLO V. Imperatore ipsis consignata.(…die Provinz, die den Patriziern der Welser von Kaiser Karl V. persönlich übereignet wurde.)
Nordwestlich von Barquisimeto erkennt man Bobures populi; vermutlich hat das heutige Bobare daher den Namen. Hier lag wahrscheinlich das historische Guarjibo. Nueva Segovia ist Barquisimeto. Die Llanos de Carora dürften die heutigen Llanos nördlich von Quibor meinen, dort wurde Philipp von Hutten 1550 ermordet. Der heutige Parque Nacional Juan C. Falcón in der Sierra de San Luis ist auf der Karte als Sierras de Xidehara zu erkennen. Das Gebiet der Cuyaber, durch das Hohermuth nach Tocuyo zog, heisst Provincia de Cuycas.
Barquisimeto wurde nach seiner Gründung mehrfach verlegt, unter anderem weil der – dank Klaus Kinski – wohlbekannte Lope de Aguirre sie hat niederbrennen lassen. Aguirre wurde in Barquisimeto von seinen eigenen Leuten erschossen, nachdem er seine eigene Tochter erstochen hatte, seine Leiche anschließend geköpft und gevierteilt.

Ausschnitt aus der Karte Venezuelas, die ich damals benutzt habe
Meine Reiseroute 1998 folgte zunächst der Route der Konquistadoren im 16. Jahrhundert, soweit das möglich war. Südlich von Barinas bin ich dann nach Osten abgebogen

Einkaufszentrum Centro Comercial Ciudad Paris in Barquisimeto. Ich weiß nur noch, dass damals dort ein Internet-Cafe war, wo ich surfen konnte.
Kommentare
2 Kommentare zu “Im Tal der Frauen”
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„….wo ich surfen konnte!“: das ist Kipping-Deutsch. („….in dem ich surfen konnte!“)
Und alle Distanzen mit dem Fahrrad bewältigt?
„…Mädchen beim Abendspaziergang… “
Die sehen eher wie androgyne Frauen mit rassismophobem Wortschatz aus. Der Begriff „Maedchen“ ist eigentlich die Bezeichnung fuer den vorpubertaeren weiblichen Entwicklungszustand, dessen Anwendung wir bei Heidi Klum und Dieter Bohlen gern und nur in zugedroehntem Zustand beobachten duerfen. Diejenigen, die einen derartigen praeadoleszenten Wahrnehmungsfilter beim Zeitgeist abonniert haben, sollten sich nicht wundern, wenn ihre vollkommen durchgegenderten Pheromone so etwas wie einen sozial erwuenschten Fortpflanzungstrigger einleiten, der dann ueber die Paywall bei Tinder zum ueberwachten, wenn nicht gar zensierten Onlineorgasmus transformiert wird. Besser ist es, bevor Mann dann doch wie eh und JEVERzweifelnd Vielosof wird, erstmal einen Schluck recycletes Miet-Wasser zu konsumieren. Erst dann, und selbstverstaendlich unter Zuhilfenahme eines profanen Flaschenoeffners aus Ostfriesland, drueckt sichs leichter auf den Ausloeser der Minox Leica M3 Gold Edition.
Alles im Eimmer, Burks in Allen – ein gelungenes, kuenstlerisch anspruchs[hier gibts 2 Moeglichkeiten] Foto….hx
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