Griechenland braucht jetzt einen entschlossenen Führer

„Das kann man doch nicht machen. Einfach den Plebs fragen. Der Pöbel ist doch doof wie Stulle. Dööfer ist nur, wer den Pöbel nach seiner Meinung fragt und sogar plant, sich auch noch danach zu richten. Ach, statt G. A. Papandreous bräuchte Griechenland jetzt einen entschlossenen Führer wie Gaddafi.“ (Spam)

Braucht eine Regierung eine Facebook-Seite?

Ein Nutzer postet dazu in den Heise-Foren:

Es benutzen auch viele Leute World of Warcraft. Trotzdem braucht die Regierung nicht meine Steuergelder auszugeben um in WoW präsent zu sein…

Auf dem Weg zur Einheitsfront

„In der deutschen Politik setzt sich eine Uniformierung des Denkens durch“, schreibt Franz Walter ganz richtig. Jetzt erst? Ist doch schon längst so.

Man muss sich nur ansehen, wie deutsche Journalisten kritiklos das Neusprech des Ministeriums für Wahrheit übernehmen: „Rettungsschirm“, schreiben und sagen sie. Dabei handelt es sich weder um eine Rettung Griechenlands, sondern um die Ausplünderung des Landes, noch um einen Schirm, sondern darum, dass die Gelder der Steuerzahler den französischen und deutschen Banken in den Rachen geworfen wird.

Wer die Begriffe besetzt, beherrscht die Gedanken.

Dieses letzte Aufgebot einer korrupten Kasperletruppe

Feynsinn: „Es erinnert stark an Putin und Medwedew, wenn die Sargnägel jeder linken Hoffnung sich im Staatsfernsehen gegenseitig beweihräuchern. Schmidt und Steinbrück sind mir ebenso lupenreine Demokraten und vertrauenswürdige Staatenlenker in einer Finanzkrise wie ihre russischen Genossen im Geiste.“

Zu viele Online-Freunde

„Zudem, so die Forscher, könnten zu viele Online-Freunde im Extremfall zu Schädelrissen oder sogenannten Facebook-Stirnwülsten führen.“

Kinder werden seltener Opfer von Sextätern

Via Kritik und Kunst und Deutsche Welle: „Sexueller Kindesmissbrauch geht laut einer repräsentativen Studie in Deutschland deutlich zurück. Die gefühlte Kriminalitätstemperatur liegt demnach gravierend neben der Wirklichkeit.“

Verfassungskonforme Überwachung von Computern ist technisch nicht möglich

Christopher Lauer sagt klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens käm (via Fefe):

Der Einsatz des “Bundestrojaners”, der unter anderem auch Bildschirminhalte überwacht, stellt also einen klaren Verfassungsbruch dar, wird aber trotzdem von Spitzenpolitikern wie Uhl oder Friedrich verteidigt. (…) Eine verfassungskonforme Überwachung von Computern ist schon technisch nicht möglich. Der Innenminister täte gut daran seinen aussichtslosen Kampf gegen die Realität zu beenden.

Solchen Dumpfbacken wie dem Innenminister würde ich auch einen Putschversuch trauen.

Ihr glotzt TV

„Gewiss, das Fernsehen macht dumm, aber zuerst seine Produzenten, und so dürfte es zwar schwerfallen, einen Moderator zu finden, der nicht klüger wäre als sein Programm, aber niemand wurde im Fernsehen je bestraft, der sein Publikum unterforderte.“ (Roger Willemsen, sueddeutsche.de)

Linux®

Die DigiTask hat die staatliche Spionage-Software programmiert. So sieht das auch aus:

„Unsere Softwareabteilung entwickelt für Sie in den verschiedensten Entwicklungsumgebungen (Visual C++®, Visual Basic®, Visual Objects® etc.) und auf den gängigsten Plattformen (wie z.B. Windows 2000®, Windows XP®, Windows Vista®, Unix®, Linux® oder QNX®) die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Softwarelösung. Die langjährigen Erfahrungen unserer Programmierer bedeuten für Sie eine konsequente und zielgerechte Umsetzung der an uns gestellten Aufgaben.“

Unix®, Linux® Bruhahahahaha!

Im Bunker

Satz des Tages: „Um Geld zu sparen, hatten Behörden einige Beamte gebeten, in ihrer Freizeit eine Software für Observationssysteme zu entwickeln.“ (via Fefe)

Da bekommt der Ausdruck „dümmer als die Polizei erlaubt“ einen ganz anderen Beigeschmack.

„Bei den ‚Entscheidungsträgern in den Behörden‘ herrsche eine ‚Mischung aus technischer Inkompetenz und Bunkermentalität‘.“ Das ist bei den Medienanstalten auch nicht anders.

Man weiß gar nicht, ob man lachen oder weinen soll. Die Titanic hilft.

Heulsusen und Netzwahlkämpfe

Sätze der Woche:

„Fachzeitungen haben im Übrigen den Grünen bescheinigt, dass wir den besten Netzwahlkampf führten.“ (Jürgen Trittin laut faz.net)

„‚Peer Steinbrück verachtet die Partei und bezeichnet ihre Funktionäre gern als Heulsusen‘, sagt Juso-Chef Sascha Vogt. ‚Seine Kandidatur würde die SPD tief spalten…'“ (Quelle)

Quod erat demonstrandum.

Datenkraken, revisited

„Wenn wir in das Netzwerk reingehen, bezahlen wir kein Geld, sondern wir bezahlen eben mit unseren Daten. Und die sind offensichtlich ein einträgliches Geschäft, wenn man sich die geschätzten Börsennotierungen von Facebook anschaut.“ (Prof. Dr. Johannes Caspar, Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, laut Heise)

Wie funktioniert eigentlich der Kapitalismus und wo führt er hin? (revisited)

„In den USA leben immer mehr Menschen in Armut. Wie die Statistikbehörde des Landes mitteilte, galten im vergangenen Jahr 46,2 Millionen Menschen als arm – rund 15 Prozent der US-Bürger. Dies ist der höchste Wert seit 1993. Die Armutsgrenze liegt nach offizieller Festlegung bei einem Jahreseinkommen von umgerechnet knapp 16.000 Euro für eine vierköpfige Familie und bei rund 8.100 Euro für eine einzelne Person.“ (Quelle: Deutschlandradio)

Nah an den neuen Kräften und Blut für Öl – worum es in Libyen geht

Tagesspiegel: „Experten gehen davon aus, dass die Nachfolger des Gaddafi-Regimesfundamentales Interesse daran haben, die Ölausfuhren rasch wieder anzukurbeln, um die Einnahmen zu sichern. Nach Ansicht von Udo Steinberg ist die EU und die internationale Gemeinschaft den neuen Kräften ‚hinreichend nahe‘, um eine Kontinuität des Ölflusses sicherzustellen.“

Die Schulden der Staaten sind das Vermögen der Reichen

Lafontaine: „Zunächst müssten die Griechen ihre völlig überhöhten Militärausgaben zusammenstreichen. Und dann müssten die 2000 reichen Familien des Landes, die 80 Prozent des Vermögens besitzen, endlich über eine kräftige Vermögensabgabe zur Kasse gebeten werden. Das müsste europaweit geschehen. Sehen Sie: Die europäischen Schulden betragen addiert etwa neun Billionen Euro, das Geldvermögen der Millionäre Europas beträgt etwa neun Billionen Dollar. Würden die Reichen Europas die Hälfte ihres Vermögens abgeben, wären die Schulden deutlich reduziert und die Reichen wären immer noch reich. Was man endlich lernen muss, ist: Die Schulden der Staaten sind das Vermögen der Reichen. Wenn man Schulden abbauen will, darf man das Geld nicht bei der Bevölkerung nehmen, die ohnehin unter der verfehlten Politik des Lohndumpings leidet, sondern man muss es bei denen nehmen, die seit Jahrzehnten Nutznießer dieser Politik sind.“

Klassenjustiz

„Je größer der Schaden ist, den ein Bürger der unteren Schichten anrichtet, je größer der Gewinn ist, der ihm dabei lockt, desto härter ist die Strafe. Vier Jahre Haft für einen übermütigen dummen Eintrag bei Facebook gelten da als angemessen. Die Billionen, die von der Oberschicht versenkt und verzockt wurden, legal oder illegal, bleiben ebenso fast zu 100% straffrei wie deren Steuerhinterziehung. Auch das ist unpolitisch. Es wird nicht zum Politikum, und reiche Verbrecher können sich stets der Unterstützung durch Politiker gewiss sein – siehe Hessen. Eine politische Debatte dazu findet nicht statt, die Zeitungen haben wenig bis kein Interesse daran.“ (Feynsinn)

Vielen deutschen Medien drohen jetzt Strafen

Heise: „Gegen geltendes Recht verstößt auch, wer Werbung als redaktionelle Artikel tarnt.“

Das gilt auch für Verlautbarungen des Verfassungsschutzes, der Jugendschutzwarte und der Zensur-Lobby im Bundesinnenministerium, die künftig als Werbung gekennzeichnet werden müssen und nicht einfach mehr in Artikel übernommen werden dürfen.

Die menschliche Dummheit

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)

Dazu passt eine Heise-Meldung über den „Rewe-Hacker“: „Die Kunden hatten im Internet Tier- oder Fußball-Bildchen von Rewe getauscht und sich mit Namen, E-Mail-Adressen und Passwörtern angemeldet. Viele benutzten dasselbe Passwort auch für andere Online-Dienste. (…) Die Internet-Tauschbörse wurde nach Rewe-Angaben von einem externen Dienstleister betrieben.“

Vermutlich von einer Werbeagentur, die HTML-Newsletter verschickt.

Arschlochquote extrem hoch

„In Berlin selbst wollen die Menschen die Mauer aber an anderer Stelle haben. Um den Prenzlauer Berg herum, zum Beispiel, weil die Arschlochquote dort extrem hoch ist. Das wäre dann übrigens auch ein guter Ort für ein Atom-Endlager.“ (Martin Sonneborn in der taz)

Lost all legitimacy

‚Moammar Gadhafi’s regime in Libya – perhaps only half-jokingly — called for British Prime Minister David Cameron to step down, asserting that he has „lost all legitimacy“ — a charge often leveled at Gadhafi — because of the riots. „Cameron and his government must leave after the popular uprising against them and the violent repression of peaceful demonstrations by police,‘ the state news agency Jana quoted Deputy Foreign Minister Khaled Kaaim as saying.“ (International Business Time)

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