Im Memoriam Casca Hartono
Eine Todesanzeige aus Gor in Second Life – „Casca Hartono“ ist real verstorben: „He passed away with a blood clot in his lungs.“ Ich kannte ihn und habe oft mit ihm bzw. seinem Avatar gechattet. RIP
Dreamgirl
Wahlen
Wieso denke ich bei diesem Screenshot einer Griefer-Attacke in Second Life immer an Wahlen, insbesondere an die aktuellen in NRW?
We are continuing work to bring services back online
Stunden später…. Dann: status.secondlifegrid.net – da ist aber irgendetwas schwer abgeraucht in Kalifornien:
[5:23am PDT] [UPDATE] Work continues to restore all services.
[4:23am PDT] [UPDATE] We are continuing work to bring services back online.
[3:23am PDT] [UPDATE] We are still working on rectifying the problems and will let you know when that changes.
[2:21am PDT] [UPDATE] Work continues to bring services back online.
[1:23am PDT] [UPDATE] We are continuing our work to bring our services back online and will keep you updated here.
[29th April 2010 – 12:30am PDT] [UPDATE] We are continuing to investigate current issues and will post updates here as we have them.
[11:23pm PDT] [UPDATE] Logins, the Land Store, the LindeX, XstreetSL.com and registrations have been disabled as we continue to work on these issues.
[10:45pm PDT] [UPDATE] Logins are currently still down. The website and support portal have come back online, though they may be slow to load or experience errors. XstreetSL.com is inaccessible as well. We’re working to resolve this as quickly as we can – please continue to check back for updates.
Solche Meldungen gehörten seit mehr als einem Jahr eigentlich zur Vergangenheit in Second Life. Aber shit happens. (In dem Häuschen residiert übrigens mein Gor-Avatar. Alles selbst gemacht.)
The Great Tahari
Natürlich wissen wieder nur Eingeweihte, welche Gegend das ist und warum und wo…(Ja, ich bin zu sehen – und das ist kein Pferd.)
Töchter 2.0
Lange keine Fotos aus Gor in Second Life mehr gepostet… Was war das noch mal gleich?
„Gorean males are social dysfunctionals who base their rp [roleplay] around a series of sci-fi/fantasy books by John Norman. Despite the fact Norman’s prose makes L. Ron Hubbard read like Shakespeare, Goreans treat his pap like sacred writ. They do their best to base rp true to the Gorean ideal: doing fierce battle, flying around on winged lizards, and reducing women to a level of subservience impossible in actual slavery. All this while living in their parent’s basement.“
Etwas neutraler: „Gor (pronounced /ˈɡɔr/), the Counter-Earth, is the alternate-world setting for John Norman’s Chronicles of Gor (sometimes called the Gorean Saga), a series of twenty-eight novels that combine philosophy, erotica and science fiction. The customs, terminology and imagery depicted in these books inspired a related subculture. On- and off-line followers of this lifestyle are called Goreans. (…) Most of the novels in the series are action and sexual adventures.“
Das obere und das untere Bild zeigen den Hafen von Gimli. Die beiden attraktiven Damen sind meine beiden „Töchter“ Danika Stenvaag (links, aus Kalifornien) und Tanita Uriza (Nordrhein-Westfalen).
Avatar – Aufbruch nach Pandora

Heute habe ich die Zukunft gesehen. Ganz im Ernst. Nicht nur die Zukunft des Kinos, sondern die Zukunft der digitalen Unterhaltung an sich. Ich war in Avatar – Aufbruch nach Pandora und habe mich keine Sekunde gelangweilt. (Nein, ich will nicht über die Handlung sprechen. Bei Titanic weiß man auch vorher, wie es ausgeht.)
Ich heule nur sehr ungern mit der Masse und suche immer das Haar in der Suppe, aber die Kritiker haben noch untertrieben. „Es ist die revolutionäre Machart, die ‚Avatar‘ zu einem Filmereignis emporhebt, das die technischen Maßstäbe des Kinos neu definiert. Diesen Film sieht man nicht, man erlebt ihn.“ – „Avatar ist einer dieser Filme, wofür das Kino erfunden wurde, ein Gang dahin ist also Pflicht.“ – „James Cameron ist mit Avatar angetreten, die Welt zu verändern. Das schafft der Regisseur formal auch, sein Film begeistert als berauschende Technikdemonstration, selbst wenn auf inhaltlicher Ebene noch Luft nach oben gewesen wäre. Der Ansatz, sein knallbuntes Sci-Fi-Abenteuer als ein futuristisches ‚Pocahontas auf Pandora zu trimmen, birgt zwar keine große Komplexität, hat aber durchaus seinen Charme.“ – „Überhaupt streift Cameron in ‚Avatar‘ alles, was die Welt gerade bewegt.“
„Keine Idee ist neu, kein Gefühl ist echt“, mäkelt jemand. Ja, es ist wie im realen Leben. Natürlich ist die Idee von Rainer Werner Fassbinder geklaut, der 1973 in „Welt am Draht“ einen Avatar in einen lebendigen Körper schlüpfen ließ. Avatar ist auch ein Indianerfilm frei nach Der mit dem Wolf tanzt: Der Held kommt als Alien in eine Welt, die naturverbunden ist wie in Rousseaus konservativem Romantizismis. Heutige Esoteriker kriegen also eine wohlige Gänsehaut, allüberall ist „Energie“ in Pandora.
Dann sind da noch klammheimliche Zitate aus Chato’s Land, der ultimativen Allegorie auf den Vietnam-Krieg: Die Ureinwohner von irgendwo gewinnen, weil sie ortskundiger sind als die waffentechnisch weit überlegenen Eindringlinge. Der Fillm ist vermutlich schon deshalb sehenswert, weil die US-amerikanische Rechte schäumt: James Cameron habe „einen tiefen Antiamerikanismus, weil er die Zuschauer die Niederlage amerikanischer Soldaten herbeisehnen lasse.“ Das ist auch witzig, weil niemand auf die Idee kommen würde, das Militar in Avatar als US-Truppe zu bezeichnen, genauso wenig wie in Alien. Ja, Sigourney Weaver spielt mit, und das ist auch gut so. Übrigens: The most sexy Hubschrauberpilotin i have ever seen.
Aber die Pointe ist auch den begeisterten Kritikern entgangen. Die Zukunft ist, dass wir in solchen 3D-Welten mitspielen werden (können). Second Life verhält sich technisch zu Avatar wie ein Fordmobile aus dem Jahr 1903 zu einem heutigen Ferrari. Aber es kommt auf die Idee an!
Wikipedia: „Für diese neuartigen Techniken war leistungsstarke Hardware vonnöten: 35.000–40.000 wassergekühlte Prozessorkerne, 105 Terabyte Arbeitsspeicher und 2 Petabyte Festplattenplatz. Trotz dieser Leistung benötigten einzelne Szenen 48 Stunden zum Rendern, wobei bei einer Filmminute 17,3 Gigabyte Daten anfielen. Angeschlossen war die Serverfarm an ein 10-Gigabit-Netzwerk. Um das Filmmaterial zu bearbeiten, kam das freie Betriebssystem Ubuntu (Linux) zum Einsatz.“ Ich habe zwar auch Ubuntu, aber ein bisschen RAM undsoweiter fehlen mir noch…
Die kulturellen Konsequenzen sind kaum abzusehen, wenn das auf der Ebene von Hard- und Software umzusetzen wäre: Käme überhaupt noch jemand zurück in die reale Welt? Auf jeden Fall sollte man sich den Film ansehen, er gehört schlicht zum Bildungskanon. Einer der besten Filme, den ich jemals gesehen habe. (Der einzige Kritikpunkt: Es gibt keinen Sex, und die Brüste der schnuckeligen Zoe Saldana sind verdeckt.)

Knebelvertrag

Lange kein Avatar-Foto mehr gepostet
Nervöse und aggressive Avatare leben
Har har. Was lese ich da auf einer bayerischen Website? „Fast jeder zweite Bundesbürger ist mittlerweile davon überzeugt, dass die „Sinnesüberreizung durch die Medienflut die Menschen nervöser und aggressiver macht“. Wie meinen? Welche Medienflut? Die Privatsender? Sind zwei Programme wie in der DDR genug?
Das muss wieder an der German Internet-Angst liegen (ich hoffe, dass dieser Begriff unübersetzt in andere Sprachen übernommen wird wie „Kindergarten“, Blitzkrieg“ und „Berufsverbot“, also die deutsche Leitkultur an sich.)
Jetzt die gute Nachricht: Avatar lebt! „Immer mehr junge Leute geben offen zu, dass sie im Internet selbst ‚eine Rolle spielen‘ und ’sich anders geben‘ können als sie wirklich sind (1998: 29% – 2010: 49%). Auch nutzen viele den Computer als Rückzugsnische mit der Begründung, auf dieser Weise ‚dem Stress und der Hektik des Lebens zeitweilig zu entfliehen‘ (1998: 30% – 2010: 44%). Gut ein Drittel der jungen Generation (1998: 30% – 2010: 37%) glaubt sogar, Defizite des Lebens durch die Beschäftigung mit dem Computer ausgleichen zu können.“
Ganz falsch. Alles das gilt auch für alte Leute. Ich gebe es auch alles offen zu. (Nein, das ist kein Screenshot aus Second Life.)
Was ist das?
Was ist das hier und auf was spielt das an? Noch schwerer: Auf welches Buch bezieht sich das Dargestellte? Da kommt ihr nie drauf. Ich müsste einen Preis aussetzen, um die wohlwollenden Leserinnen und Leser zu motivieren. Wer die richtige Boolesche Algebra Googles kennt, ist klar im Vorteil. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, meine (erwachsenen) Schüler in dem gerade laufenden Seminar über Internet-Recherche mit diesem Rätsel als Klausuraufgabe zu quälen. Aber das lasse ich lieber sein – ich fürchte, sie würden mit Monitoren nach mir werfen.
Mont Saint-Michel 2.0
Haarsträubende Zensur?
Oh, ihr Heuchler! Zeit Online schreibt: „Apple gibt sich prüde und schmeißt 5000 Programme aus seinem App-Store. Es soll wohl familienfreundliche Politik für das iPad sein, ist aber eher haarsträubende Zensur.“
Ach ja? Und Zeit Online und andere deutsche Mainstream-Medien drucken nackte Brüste ab? Nein, das traut ihr euch nicht, ausser den üblichen Verdächtigen. So what?
Heise: „Apple entfernt anstößige Anwendungen aus dem App Store“. Wenn ich das schon höre! „Anstößig“ – was soll den das heißen? Wer stößt an was an oder sich an wem? Haben die schmallippigen Jugendschutzwarte wieder aufgemuckt? Oder ist das nur die 366ste Auflage der protestantischen Bigotterie und Prüderie? Oder wagten es die Kinderschänder-Organisationen, sich für moralische Fragen zuständig zu erklären?
Ich erinnere an die Zensur bei Flickr.com vor drei Jahren aus identischen Gründen – habt ihr damals protestiert und das auch eine „haarsträubende Zensur“ genannt? Nein, habt ihr nicht. No tienen cojones…
Die hübsche Dame 2.0 ist übrigens sowohl in Second Life als auch in Gor.
Keine Intelligenz, nirgends
„Vor einem halben Jahrhundert haben Wissenschaftler die Suche nach außerirdischen Zivilisationen gestartet (wie gewohnt: keine Links auf Spiegel Offline). Doch trotz rasanter technischer Fortschritte gibt es bisher keinen Hinweis auf Intelligenzlinge im All“, heisst es. Stimmt. Weder auf der Erde noch auf der Gegenerde (SCNR) wurde man bisher fündig.
Biker’s Bride Pride 2.0
Kann man behaupten, man sei mit jemandem befreundet, den man seit acht Monaten kennt, aber nur virtuell – als Avatar? (Gut, ich weiß, wie sie real aussieht…) Die Dame auf dem Motorrad 2.0 spricht fünf Sprachen fließend, ist rund zwanzig Jahr jünger als sich, hat ein Kind, das auf eine Hochbegabten-Schule geht (IQ 186), lebt abwechselnd in Budapest und Sofia, arbeitet aber zur Zeit für eine Firma, die im weiteren Sinne Filmanimationen produziert, in Indien. Natürlich ist sie auch eine professionelle Programmiererin für 3D-Objekte, aber das nur als Hobby. Wir treffen uns zum Chat in Second Life auf einem Server in San Francisco. Das ist die Welt von morgen, für uns schon heute. Nur mal ein Hinweis, welche Leute man in Second Life so trifft…
Lecker Fisch 2.0
Çatalhöyük
Gestern war ich in Çatalhöyük. Natürlich nicht real, sondern nur virtuell. Der Besuch dauerte eine halbe Stunde, war gratis und interessant, und ich habe etwas gelernt. Was will man mehr. Wer das Wort noch nie gehört hat: „Çatalhöyük ist eine in der heutigen Türkei ausgegrabene Siedlung aus der Jungsteinzeit. Sie liegt knapp 40 km südöstlich der Stadt Konya auf der Hochebene Anatoliens und hatte mehrere tausend Einwohner.“ Die Wissenschaftler bieten eine 3D-Version der steinzeitlichen Stadt in Second Life an, inklusive eines „Lehrpfades“ über den Brand eines Hauses und den damit verbundenen Skelett-Funden.
Natürlich haben wissenschaftliche Blogs, Websites wie die der Stanford University und staatliche Institutionen in den USA ausführlich berichtet – im Sommer 2009. Thema: „Second Life as an Archaeological Tool“. Wenn man Aufwand und nicht nur den pädagogischen Nutzen gegeneinander aufrechnet, ist Second Life unschlagbar.
Deutsche Medien? Fehlanzeige – oder ein halbes Jahr später wie Spiegel Offline; dort hat man noch nicht einmal die Website des Projekts verlinkt. Quod erat demonstrandum. Das ist nur noch peinlich. Second Life? Da war doch etwas mit Kinderpornografie? Also Kopf ab zum Gebet und anschließend in den Sand damit. Igitt. Das ist ja Zukunft und SciFi. Damit wollen wir als deutsche Medien nichts zu tun haben. (Für die Blogs gilt das übrigens auch. Der Blogger-Apfel fällt nicht weit vom Holzmedien-Stamm.)
Leider wird die 3D-Präsentation auf der Website des Projekts nicht erwähnt (ich habe nichts dazu gefunden). Die SL-interne Suchmaschine wird bei „catalhoyuk“ nicht fündig, sondern nur, wenn man den Namen der Firma kennt, die Çatalhöyük 2.0 realisiert hat oder wenn man sich mühsam über „turkey“ die Ergebnisse entlanghangelt (vgl. vorletzter Screenshot: das Ergebnis der SL-internen Suchmaschine im Second-Life-Client). Das ist schlicht lieblose Schlamperei der Firma, die den Auftrag ergatterte. Höflich wäre es auch gewesen gewesen, das türkische Wort Türkiye als Tag aufzunehmen.
By the way: Ich will endlich Troia in Second Life sehen!
Emerald und nVidia
Für Second Life nutze ich unter Linux jetzt den Emerald-Viewer. Der ist erheblich besser und bietet auch mehr Features als der Linux-Viewer, den Lindenlab per default anbietet. Auch der Zahl der Abstürze hat sich auf ein erträgliches Maß verringert.
Tipp: man sollte auf keinen Fall den nVidia-Teiber Version 185 aktivieren (wenn man eine nVidia-Grafikkarte hat), sondern die ältere Version 174. Die neueste nVidia-Treiber-Version läßt Second Life garantiert in kurzer Zeit abstürzen. Darauf muss man erst einmal kommen (trial and error und danke, Gunter…).
Heute schon Pornos geschaut?
Carsten Knobloch fragt: „Heute schon Pornos geschaut?“ – „Einfach DidYouWatchPorn besuchen und den Test machen.“
Wer NoScript für Firefox benutzt, ist natürlich sicher. Die Website liest die History des Browers aus, aber nur dann, wenn Javascript eingeschaltet ist. Dödel machen das. HistoryBlock wäre auch eine Idee.
Warten of Gordot
„Gorean males are social dysfunctionals who base their rp [roleplay] around a series of sci-fi/fantasy books by John Norman. Despite the fact Norman’s prose makes L. Ron Hubbard read like Shakespeare, Goreans treat his pap like sacred writ. They do their best to base rp true to the Gorean ideal: doing fierce battle, flying around on winged lizards, and reducing women to a level of subservience impossible in actual slavery. All this while living in their parent’s basement.
Gorean males believe in Honor, spelled with a capital H, and use this to justify picking fights with every woman the encounter. If they lose the resulting fight, they complain bitterly in IMs and lay in a silent pout, thereby spoiling the ensuing RP. Needless to say, they never feel pain or fear.
Gor is every basement dweller’s fantasy, a world where sandwiches and pussy exist freely, and they all look like and act like wrestlers and people from West Coast Choppers.“
By the way: Wer sitzt da eigentlich vor der virtuellen Kneipe und was macht der da? Und ist das etwa eine High-Tech-Armbrust? Ich habe übrigens Harbinger gegen Primus getauscht. Schießt schneller.



















































