Dealing with Panther Bands | Happy Dings
Sorry, ich will nur eien Diskussion in einem „Spiele“-Forum illustrieren. Ausserdem wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes heidnisches Weihnachten und schon jetzt einen guten Rutsch!
Bruhaha
Mir fällt gerade nichts ein. Beim Lesen der aktuellen Tagesnachrichten fühle ich mich oft wie die virtuelle Dame hier in Second-Life-Gor.
Communication Strategies: We are trying to earn to speak
Andrew McGregor, Regional Director, Text 100 EMEA (eine der größten Werbeagenturen der Welt) : In the next five years people will ask you for a list of memberships you have with online social networks.
Nicht ganz neu, aber immer noch hübsch aktuell: Die Zukunft der Medien im Internet. Für deutsche Medien ist das alles noch Science Fiction. (By the way; wonderful English…)
Outpost of Shaba
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For all Gor players in Second Life: you will find me in the rainforest of Shaba, jungle of Ushindi, near the camp of the Taluna tribe Kh’rees Ikerei. I am the commander of the Outpost of Shaba. (Und alle anderen einfach wegzappen!)
Wanted: Killerspieler und Paragraph Roleplayer
Second Life allein war mir doch zu langweilig, obwohl meine virtuelle Detektei einige Lindendollar abwarf. Ich habe daher meine Meinung geändert und bin nach Gor zurückgekehrt, um ein wenig Action zu haben.
Gor ist ein anspruchsvolle Rollenspiel nach den Trash-Romanen John Normans – voller (Cyber-)Sex und Gewalt. Nichts für Leute, die es gern politically correct haben. Es ist auch nützlich, um Englisch zu üben – ich empfehle Second-Life-Gor Schülern der Oberstufe. (Bitte nicht den LehrerInnen verraten: Die fielen gleich in Ohnmacht und riefen nach dem Jugendschutzwart. Die Age Verification kann man leicht umgehen.)
Mein Avatar lebt jetzt als Sklavenhalter in der Region von Shaba, im virtuellen Dschungel, mitten unter Pseudo-Azteken-Ruinen, Pygmäen und Talunas. Ziemlich gefährliche Gegend…
Hier gibt es ständig Überfälle und so genannte raids, meine Sklavinnen brauchen Schutz. I am looking for experienced roleplayers and male fighters to assist me! Voraussetzung: Gute Baller- und Killerspieler, gutes Englisch, am besten „paragraph roleplayers„. Gor in Second Life ist nicht vergleichbar mit World of Warcraft, es ist anspruchsvoller.
„The dictionary definition of roleplay is „to assume or act out a particular role.“ Roleplay is, basically, assuming the form of a character, and writing as that character, in a certain setting. It’s writing, but more/less structured, depending on how you look at it. When you set to write a story, you must write the setting, the plot, the characters, everything. When you roleplay, the setting and main plot has already been decided, as well as every character but your own. You have control over only half of the story, your own side. The other half is up to the other players. This strengthens interaction skills.“
Lehrer gegen Computerspiele

Es ist immer wieder erheiternd, Blinde über Farben dozieren zu hören. (Nichts gegen Blinde, die können Farben manchmal besser beschreiben als Lehrer das Internet.) Golem.de berichtet: „Bayerische Lehrer kämpfen gegen World of Warcraft. (…) Ein bayerischer Pädagogenverband stellt sich gegen Onlinerollenspiele: Die Lehrerinnen und Lehrer bieten Seminare über das Thema an und haben eine Broschüre veröffentlicht – mit sieben Punkten, anhand derer Eltern erkennen können sollen, ob ihr Kind bereits an Onlinespielesucht erkrankt ist.“
Die Pointe, die alles erklärt: „Der BLLV hat sich vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachen beraten lassen, dessen Leiter Christian Pfeiffer regelmäßig Computerspielegegner mit unter Wissenschaftlern umstrittenen Statistiken versorgt; Pfeiffers Schwester Regine tourt selbst mit Anti-World-of-Warcraft-Vorträgen durch die Provinz.“
Pfeiffer nimmt ohnehin niemand mehr ernst, der weiß, wie man „Piratenpartei“ buchstabiert – er ist einschlägig für Nonsens bekannt. Offenbar hat er eine Marktlücke entdeckt, seitdem er nicht mehr Justizminisster ist, und für sich und andere Familienmitglieder das neue Berufsbild „Vor-dem-Internet-Warner.“ Also ist er für Lehrer gerade richtig, die auch nicht vorher mal im Internet vorbeischauen, was dort über Pfeiffer zu lesen ist..
Laut Wikipedia sagte er: „Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden. Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt […]“. Das ist selbstredend faktisch falsch und außerdem Schwachsinn.
Onlinespielsucht. Dann will ich das mal anhand des Fragebogens überprüfen.
Verbringt Ihr Kind mehr als 1,5 Stunden täglich mit Computerspielen?
Ja, ich verbringe jeden Tag mindestens zwischen acht bis zwölf Stunden vor dem Computer; ich habe vier davon.
Zieht Ihr Kind Computer spielen anderen Freizeitaktivitäten vor, insbesondere Sport und Outdoor-Tätigkeiten?
Ja, besonders wenn es regnet, allerdings muss ich oft Outdoor, wegen Aldi oder so. Sport ist bekanntlich Mord. Auch Albert Einstein und Winston Churchill haben keinen Sport getrieben.
Gibt es regelmäßig Streit, wenn Ihr Kind am Computer sitzt und es zum Essen kommen, Schlafen gehen oder lernen soll?
Nein, ich gehorche grundsätzlich nicht. Alle, die mich kennen, wissen das und versuchen es erst gar nicht.
Hat Ihr Kind immer weniger Kontakte und spricht es mit den verbliebenen Freunden viel über Computerspiele?
Ja, ich spreche mit Freunden viel über Computer und auch über Spiele. Dadurch habe ich mehr Kontakte gewonnen.
Haben Sie Ihr Kind schon einmal heimlich abends oder nachts beim Computerspielen entdeckt?
Ja, ich habe mich schon oft heimlich abends oder nachts beim Computerspielen entdeckt.
Stellt Ihr Kind, wenn es nachhause kommt, zuerst den Computer an?
Neij, ich stelle ihn schon an, wenn ich morgens aufstehe und erst wieder aus, wenn ich zu Bett gehe.
Beobachten Sie bei Ihrem Kind Leistungseinbrüche in der Schule?
Wenn, dann könnte es ja nur am Internet liegen. Andere Gründe kann es nicht geben. Das Internet ist bekanntlich an allem schuld, auch am allgemeinen Verfall der Sitten.

Wenn Pfeiffer und Konsorten nur wüssten, was alles in Second Life oder gar in Gor los ist, dann würden sie weniger vor World of Warcraft, sondern mehr vor Rollenspielen in 3D-Welten warnen. Dort gibt es nicht nur virtuelle Gewalt, sondern auch noch jede Menge Cybersex, Sklaverei, Folter – und zudem das alles, was es noch schlimmer macht, freiwillig in gegenseitigem Einvernehmen! Das Ende ist also nahe.
Pfeiffer und seine bayerischen Lehrer sind ein gutes Beispiel für selffulfilling prophecy. Man weiß vorher schon, was der „Experte“ sagt und welche Attitude er pflegt. Die Lehrer-Funktionäre, die offenbar das Internet und Computerspiele für Teufelswerk halten, bekamen und bekommen das verkündet, was sie ohnehin schon dachten.
Frauencybersexfantasien
Die Besitzerin der Sim (des virtuellen Areals) ist eine Frau, und die Inhaberin des Ladens in Second Life auch. Ich habe sie gefragt, wer denn dieses doch sehr abseitige Cybersexspielzeug kaufe? Mehr Leute als man denke, antwortete sie. Ich glaube, über so etwas würde die Emma nicht berichten.
Multimedialer Overkill mit Karmic Koala
Es ist alles gut gegangen. Ich habe einen neuen Rechner, und der „Karmische Koala“ läuft wunderbar. Ich kann jetzt wieder Second Life unter Linux spielen und muss nicht den Rechner wechseln.
Außerordentlich und neu: Mit wenigen Mausklicks lässt sich das home-Verzeichnis (also alle eigenen Dateien und Einstellungen) verschlüsseln. Niemand wird jemals meine Datein lesen können, wenn ich es nicht erlaube. Sogar die TV-Karte wird erkannt, aber was wäre multimedialer Overkill: TV zu gucken, Cybersex in Second Life machen, parallel dazu zu chatten und auch noch seine E-Mails abzurufen und zu twittern…
Fabiana, Goddess of Scripts
Dreieinhalb Leser werden sich an meinen „Fotoroman„: „Ein Quantum Plutonium“ erinnern. Eine der Darstellerinnen war Fabiana, real eine junge Italienerin. Ich treffe sie immer noch und mag sie – eine junge Frau mit sehr gutem Geschmack, überraschend zynischer Attitude und „inworld“ Inhaberin eines Ladens mit ausgefallenem virtuellen Sexspielzeug. Das macht sie selbst, sie ist eine begnadete Scripterin. Spräche sie deutsch, würde ich sie für die Piraten werben. Von virtuellen Welten haben die noch nicht viel Ahnung, das ist zu avantgardistisch. Dafür sind ältere Herren mit Globetrotter-Vergangenheit wie ich da.
Second Chance für Second Life (in deutschen Medien)
Screenshot: die Benutzeroberfläche des Second-Life-Clienten. Mein virtuelles Büro in Cymric auf knapp 4000 „Meter“ Höhe. Der rote Button links ist für eine „minderlegale“ Software, mit der ich andere Avatare durch die Gegend schleudern kann, wenn sie mich nerven. Die Menüs rechts machen meinen Avatar zu einem Karatekämpfer, der andere wegpushen kann, auch wenn Avatare unverletzlich sind, und versetzen ihn in die Lage, die Chats anderer zu belauschen – auch aus einiger Entfernung. Als Inhaber einer virtuellen Detective Agency hat man immer ein paar schmutzige Tricks im Ärmel. Neulinge – „geboren“ nach 2007 – in Second Life wissen oft gar nicht, was es so alles gibt.
Deutsche Medien und Second Life – ich sollte ein Lehrbuch für Journalistik schreiben. Ich hatte gleich zahllose Beispiele, wie man es nicht machen sollte. Vielleicht tue ich Spiegel offline auch unrecht. Vielleicht ist es nur Selbstironie, wenn die über Second Life schreiben: „Totgeglaubte virtuelle Welt“. Vom Glauben wird man nicht satt, und Glaubensfragen zu verbreiten ist keine journalistische Aufgabe. wer glaubte denn – und warum?
„Glaubt man dem Medienecho, dürfte es ‚Second Life‘ längst nicht mehr geben. Die einst hochgelobte virtuelle Welt hat einen miesen Ruf. De facto aber ist ‚Second Life‘ ein profitables Unternehmen mit vielen Nutzern. Und Konkurrenten wie „Twinity“ [nein, Spiegel offline setzt keinen Link zu Twinity.] versuchen sich auf dem gleichen Feld.“
„Einst hochgelobt“ – vom wem? Vom gesunden Volksempfinden? Von Redakteuren, die sich zehn Minuten dort aufgehalten haben? Interessanter wäre es doch zu erklären, warum es zu einem sinnfreien Hype kam und warum der plötzlich abebbte. Natürlich – es handelt sich um deutsche Medien. Denen muss man nur das Wort „Kinderpornografie“ in den Rachen werfen. Irgendetwas wird schon hängen bleiben. Vergleiche den unsäglich dämlichen Artikel im österreichischen Standard: „Kinderpornos: Die Gefahr lauert nicht nur im WWW“. (Deutschsprachige, nicht deutsche Medien – wie wollen die Aussis nicht einverleiben.)
Einen „miesen“ Ruf hat Second Life nur bei denen, die alles glauben, was in der Zeitung steht oder im Fernsehen kommt. „Kinderpornografie in Second Life“ ist eine Medienente von Report Mainz. (Mittlerweile kenne ich sogar diejenigen, die damals agierten, als der Informant von Report Mainz Screenshots machte – es waren ohnehin keine Kinder involviert.)
Mein Avatar besucht eine Sim in Second Life, die das Engadin virtuell präsentieren will.
Erstens: Twinity ist eine Totgeburt. Recherche bedeutet nicht, dass man das abschreibt, was die Macher behaupten. Das hingegen nennt man Public Relations, auch als Werbung bekannt. Schon mal davon gehört? Christof Kerkmann, dpa, ich wette, geschätzer Kollege, dass du weder einen Avatar in Twinity noch in Second Life hast.
„Bereits vor einigen Monaten verbannte die Firma aus San Francisco einige Inhalte in einen virtuellen Rotlichtbezirk. Nur wer sich bei der Registrierung als Erwachsener ausweisen kann, kommt dort rein. Kein Avatar soll ungewollt mit Sex, virtuellem Drogenkonsum und Gewalt zu tun bekommen – das schadet dem ohnehin angeschlagenen Ruf.“
Zweitens: Davon ist so gut wie kein Wort wahr. Es gibt – so wie das da steht – keinen „virtuellen Rotlichtbezirk“. Cybersex kann man überall kriegen und haben. Ich will nicht schon wieder von Gor in Second Life anfangen. Gemeint ist: Eine Sim mit „adult“-content, also Inhalt für Erwachsene, kann man als Avatar nur betreten, wenn man eine „age verification“ gemacht hat. Ein 16-Jähriger kann Second Life genau so leicht spielen wie er ein Video ausleihen kann, das nur für Erwachsene ist. Die „Altersverifikation“ ist ein Placebo. Vermutlich hat Lindenlab die nur eingeführt, damit deutsche Medien mit ihrer calvinistischen Obsession endlich das Maul halten. Aber um das herauszufinden, müsste man „vor Ort“ recherchieren. Beim Thema Second Life ist Google offenbar noch nicht einmal der Minimalstandard der Recherche. Und noch eins: „virtuellem Drogenkonsum und Gewalt“. Tickt ihr noch ganz richtig bei Spiegel Offline bzw. dpa? Was zum Teufel ist „virtueller Drogenkonsum“? Und haben das die Jugendschutzwarte auch verboten? Zuzutrauen wäre es ihnen. Wie kann man so einen Unfug unredigiert auf die Leute loslassen?.
Es nützt auch nichts, wenn ab und zu virtuelle Welten gelobt werden mit dem Hinweis, dass die nächste Generation (für Zensursula und Schäuble wäre das die gefühlte überüberübernächste Generation) schon mit Avataren aufwächst. Diese Welten sind Datenkraken, erziehen die lieben Kleinen zu Konsumfetischisten und sind nur primitive 3D-Chats – kein Vergleich mit Second Life.
Auch Zeit Online stößt ins gleiche Horn: „Ausgestorben, unfertig, völlig überschätzt: «Second Life» hat einen miserablen Ruf. Die virtuelle Welt erlebte erst einen beispiellosen Höhenflug bei Nutzern und Medien, stürzte dann aber umso tiefer ab.“
Wieso „stürzte sie ab“? Die Nutzerzahlen sind kontinuierlich gestiegen, die Performance hat sich kontinuierlich verbessert. Fakten, Fakten, Fakten, und nicht an die Gefühle denken. Das wäre Journalismus. Der Text des Artikels konterkariert sich immerhin selbst: „‚Die Wahrnehmung von Second Life entspricht nicht der Realität‘, sagt der Chef von Linden Lab. Das Entwicklerteam habe anfangs nicht mit dem riesigen Andrang Schritt halten können, gesteht er ein. Doch heute sei die 3D-Welt stabil – und bei weitem nicht entvölkert: Rund 16 Millionen Nutzer sind registriert, jeden Monat loggt sich eine Million von ihnen ein, ein beträchtlicher Teil davon aus Deutschland. Ebenso wichtig für die Firma: Sie verbringen im Schnitt immer mehr Zeit auf der Plattform.“
Ja, was deutsche Medien schrieben, entsprach nicht der Realität. So einfach ist das. Darüber sollte man ein wenig nachdenken. Und woher das wohl kommt? Ansonsten ist es dergleiche Artikel von dpa, nur dass Zeit Online den Namen des Autors weglässt. Zeit online und Spiegel „Online“ bringen identische Artikel? Ja. Bin mal gespannt, was passierte, wenn ich beiden denselben Artikel anböte mit dem Hinweis, das wäre doch kein Problem..
Mein Avatar mit zwei Freundinnen in Second Life, einer Holländerin, meiner virtuellen „Partnerin“, und einer Freundin aus Mendoza in Argentinien. Mit beiden chatte ich in Englisch, obwohl beide Deutsch verstehen.
Guadalajara und Jesus 2.0
Die meisten Menschen hierzulande wissen nicht, dass Mexiko ein nordamerikanisches Land und so groß wie Europa ist.
Neulich fielen mir meine zahllosen Fotos ein, die ich während meiner zwei Reisen gemacht habe – aber ich habe nur wenig davon digitalisiert. Vor einigen Jahren habe ich dazu gebloggt: Hier („Die fliegenden Füße“, 16. März 2006) und hier („Die Kinder von Ajijic“, 04. April 2006). Aus Guadalajara im Bundesstaat Jalisco habe ich noch nie etwas publiziert, noch nicht einmal die berühmte Catedral Metropolitana aus dem Jahr 1561.
Über eine 2.0-Version der Kathedrale bin ich jetzt in Second Life gestolpert. Alles war fast leer, wie man es gewohnt ist unvorstellbar im realen quirligen Guadalajara. Sogar ein virtueller Jesus hing am Kreuz. Nein, es ist nicht möglich, die Größenverhältnisse virtuell abzubilden, nur eine vage Idee davon. Immerhin – wie schon in Köln – bin ich weinig über das Dach geflogen. Dazu muss man in 3D keine Helikopter mieten. Aber einen passenden Musikstream hätte ich mir schon gewünscht – eine nervtötende Mariachi-Kapelle etwa.
German Privacy Foundation 2.0
Mein Avatar (Name: Burkhard Schroeder) in Second Life läuft jetzt endlich mit einem T-Shirt der German Privacy Foundation herum. Die virtuelle Textilie gibt es in zwei Versionen: mit der Aufschrift gpg – encrypt und mit einer Überwachungskamera (Terror). Das Logo der GPF ist in Bauchhöhe und auf dem Rücken. Pro Exemplar 500 Lindendollar (Mitglieder der GPF natürlich gratis).
Großer Canyon 2.0
Ob der Grand Canyon als Vorlage für das Ambiente hier in Second Life gedient hat, weiß ich nicht. Es sieht hübsch aus. Mein Avatar steht übrigens auf der Plattform und guckt.
By the way: die Baranca del Cobra (Bilder anklicken und Nutzername Leser und Passwort Bachue eingeben) in Nord-Mexiko kann es mit dem US-Vorbild durchaus aufnehmen.
Der Dom zu Kölle
Ich habe meine realen Fotos vom Kölner Dom mit meine Screenshots aus Second Life verglichen. Den Dom kann man irgendwie nicht virtuell nachbauen…
Eine Milliarde Dollar und eine Milliarde Stunden
Second Life wächst und gedeiht, jedoch weitgehend unbemerkt von den deutschen Medien. Ich muss mir mal selbst ein bisschen mehr in den Hintern treten und mehr darüber veröffentlichen. Ich habe jetzt übrigens eine Partnerin in in Second Life. Ich nenne sie Suad, warum, sag ich nicht. Im realen Leben stammt sie aus einem europäischen Nachbarland, arbeitet in der Security-Branche und ist Bikerin (will sagen: Sie fähr ein Motorrad). Man nimmt einen anderen in Second Life zum Partner, wenn man meistens mit ihm oder ihr (virtuell) zusammen sein will. Hier treiben wir uns in den Rocky Mountains oder was auch immer das ist herum. Auf dem letzten Bild sind wir jedoch auf meiner Lunar Station.
Aus der Pressemitteilung von Lindenlab: „Eine Milliarde Stunden und eine Milliarde Dollar: Second Life feiert wichtige Meilensteine in der Geschichte virtueller Welten“. „Die Inworld-Wirtschaft wuchs seit dem zweiten Quartal 2008 bis zum zweiten Quartal 2009 jährlich um 94 Prozent. Heute werden beinahe 50 Millionen US-Dollar pro Monat durch Transaktionen zwischen den Nutzern umgesetzt, so dass in Second Life ein jährlicher Erlös von mehr als einer halben Milliarde Dollar erwirtschaftet wird. Somit stellt Second Life das größte virtuelle Wirtschaftssystem der Welt dar.“
„Seit seiner Einführung in 2007 wurden 18 Milliarden Minuten Voice Chat in Second Life genutzt. Die Anzahl an Sprachminuten wuchs seit dem zweiten Quartal 2008 bis zum zweiten Quartal 2009 um jährlich 44 Prozent; sechs Milliarden Minuten allein in 2009. Das macht Second Life zu einem der führenden Voice Over IP-Anbieter(VoIP).
Jede Sekunde werden in Second Life etwa 1.250 Textnachrichten verschickt, während an einem durchschnittlichen Tag mehr als 600 Millionen Wörter geschrieben werden. Ungefähr 60 Prozent der aktiven Second Life-Nutzer kommen nicht aus den USA und vertreten über 200 verschiedene Länder auf der ganzen Welt. Der Second Life Viewer ist in 10 Sprachen erhältlich.“
I left Gor and stay away from the Oasis of Sand Sleen
Gestern habe ich die virtuelle SL-Welt Gor verlassen und mein Experiment Gor zeitweilig beendet. Wenn es am Schönsten ist, solte man aufhören. Neun Monate sind erst einmal genug. Ich weiß alles und es wiederholt sich jetzt nur noch. Aber zum Schluss gab es noch eine wunderschöne Intrige gegen mich, ähnlich wie vor einigen Jahren im DJV. Ich wurde aus meiner virtuellen Heimat Oasis of Sand Sleen vertrieben, weil ein paar dämlich Nasen mein Erfolg nicht passte und der Sim-Besitzer „Guru“ sich erpressen ließ und nicht Manns genug war, sich gegen die Intriganten durchzusetzen. Ein etwas komisches Gefühl hatte ich schon, denn zwölf „Sklavinnen“, die ich „besaß“, hinter sich denen reale Menschen und deren Spielspaß verbergen, rennen jetzt ohne Schutz und hiflos herum und werden vermutlich bald gekidnappt und gebrandmarkt werden.
Ein Fazit kann ich schon ziehen: Es ist nicht anders als im realen Leben. „Rollenspiel“ ist nicht wirklich ernst gemeint, denn niemand kann so einfach aus der „Rolle“ fallen und zum Beispiel einen „Obersklavenhalter“ spielen oder bewaffnete Amazone, wenn der reale Charakter gar nicht dazu passt. Und einen Kerl, der in Gor eine Frau spielt, erkenne ich auch recht schnell. Auch die empirische Verteilung der Charakter sie wie im wirklichen Leben: Zwei Drittel sind Opportunisten und Feiglinge, die Idiioten überwiegen, ein paar wenige sind Idealisten, und in Gor kommen noch eine Menge Leute dazu, die vermutlich nicht ganz richtig im Kopf sind und unter ärztliche Aufsicht gehörten. Aber zum Glück bleibt das, was sie tun, nur vituell, und das ist auch gut so.
Nein, Gor ist nicht jugendfrei, aber zum Glück wissen das die hiesigen schmallippigen Jugendschutzwarte nicht, sonst wären Gor und Second Life schon längst verboten und man sähe nur ein Warnschild vor www.secondlife.com. Vorsicht, Sex und brutale Gewalt! Wenn ich meine Artikel fertig und publiziert habe, wird es bei jedem Amokläufer dann heißen: Man fand den Second-Life-Clienten auf seinem Rechner, er hat bestimmt vorher Gor gespielt.
Irgendwie bin ich gut darin, Leute zu etwas zu überreden. Die bildhübschen Sklavinnen kamen zuhauf, um sich zu unterwerfen und virtuell alles zu tun, was ich wollte. Ja, auch Cybersex. Ich galt als orthodoxer Goreaner, den man zu allem befragen konnte, obwohl ich nie auch nur einen dieser 26 Schundromane ganz gelesen habe. Wozu gibt es Google. Wer Erfolg hat, dem folgen die Neider und die Niedertracht auf dem Fuße. Die „Nachbarn“ in Gor, in „Wastelands in Sand Sleen“, versuchten alles, um mich aus dem Weg zu räumen, sie schickten mir sogar einen Killer auf den Hals. Vergeblich, sie kriegten mich nicht klein. Irgendwann fälschten sie sogar private Nachrichten und schickten sie zum Besitzer des Areals. Das geht leider in Second Life sehr leicht. Und sie drohten damit, das Areal zu verlassen – und ihnen gehörte die Hälfte des Marktes, die Einnahmen in Form von Lindendollar bringt. Und das gab den Ausschlag mich hinauszuwerfen.
Ich muss zugeben, dass ich ein wenig stolz darauf war, dass ich danach von Angeboten, „Head Slaver“ zu werfen, nur so überschüttet wurde. Wollt Ihr wissen wo, Goreaner? In Treve, Ushindi, Teletus, Olni, Sardar, Bosk Woods, Sulport, Zamora! Ich aber sage Euch, meidet bloß die Oasis of Sand Sleen! Und wenn ich aus meinen umfangreichen virtuellen goreanischen Kaderakten plaudern soll, dass fragt mich nur. Stay away from the Oasis of Sand Sleen and Wastelands of Sand Sleen!
Heute war ich wieder in Second Life (Bild unten). Gefällt mir immer noch. Demnächst mehr.
Nachtrag: Die Kommentare stellen noch mehr klar.
Der Jihad im Web 2.0
Deutsche Welle: „Seit Jahren werden Osama Bin Ladens Videobotschaften über extremistische Homepages verbreitet. Nun sickert die gewaltverherrlichende Propaganda auch immer mehr ins sogenannte Web 2.0, also in interaktive Plattformen. (…) Das Problem: Im gesamten Web 2.0 werden Islamisten nicht daran gehindert, ihre Propaganda zu verbreiten. Jugendschützer und Verfassungsschützer, die das „normale Internet“ untersuchen, kapitulieren vor dem unübersichtlichen Web 2.0-Netzwerken. Denn nach Auskunft des Berliner Internet-Spezialisten Burkhard Schröder, kostet es enorm viel Zeit, persönliche Profile anzulegen, Kontakt zu fragwürdigen Gruppen aufzunehmen und entsprechendes Material zu dokumentieren. (..) So habe ich das eigentlich nicht gesagt. Aber was soll’s..“Vor allem die virtuelle Welt ‚Second Life‘ sei hochkomplex, sagt er. ‚Ich habe ein halbes Jahr allein gebraucht, um die Software zu verstehen, die wahnsinnig viel kann. Und auch heraus zu finden, wie sich virtuelle Communities überhaupt bilden, ist gar nicht so einfach.'“- Es ging darum, dass es mehrere kleine Labels in Second Life gibt, die in den Tags (nach denen die interne Suchmaschine sucht) einschlägige Begriffe wie „Jihad“ usw. haben. Das hatte ich kurz für den Kollegen der Deutschen Welle, der anrief, recherchiert.
Does this Avatar Make Me Look Fat?
„Virtuelle Diät“ heißt ein kleiner Artikel im aktuellen Spiegel, der mich sehr interessierte. „Wie die US-Forschungsorganisation RTI in North Carolina in einer Studie darlegte, reicht es aus, seinen Avatar schlank und körperlich fit aussehen zu lassen, um sich selbst schlanker und fitter zu fühlen – Internetnutzer neigen dazu, ihren virtuellen Doppelgänger als Vorbild zu akzeptieren (…) In der von Elizabeth Dean durchgeführten Studie (veröffentlicht in der August-Ausgabe des ‚Journal of Virtual Worlds Research‚ wurden Bewohner von ‚Second Life‘ durch Avatare nach ihrer körperlichen Verfassung befragt“. Natürlich muss man sich die Quellen selbst zusammensuchen, Spiegel Online geruht nicht, einen mit Links zu belästigen.
Abstract: „The Centers for Disease Control and Prevention (CDC) has observed consistently increasing obesity trends over the past 25 years. Recent research suggests that avatar behavior and appearance may result in positive changes to real life individual behavior. Specifically, users may adjust their identity to match that of their avatars. Preliminary results of survey interviews in Second Life support our hypotheses that individuals whose avatars engaged in healthy behaviors were more likely to engage in physical activities in the real world than individuals with less physically active avatars. Furthermore, thinner-looking avatars were associated with lower BMI in real life. One unique feature of interviewing with avatars in Second Life is that researchers have the ability to manipulate environmental factors and interviewer characteristics with a consistency that is absent in the real world. In our preliminary results, respondents were more likely to report higher BMI or weight to a heavier-looking avatar than to a thinner-looking avatar.“
Das ist eine interessante und empfehlenswerte wissenschaftliche Online-Zeitung. In den USA werden virtuelle Welten wie Second Life ernst genommen und erforscht, hierzulande interessiert sich niemand dafür. Das wird sich in einigen Jahren rächen; der Wissens-und Erfahrungsvorsprung der US-Amerikaner wird bei 3D-Welten uneinholbar geworden sein. „Knee-High Boots and Six-Pack Abs: Autoethnographic Reflections on Gender and Technology in Second Life“. „The Gorean Community in Second Life: Rules of Sexual Inspired Role-Play“. „The Constitution of Collective Memory in Virtual Game Worlds“. Von diesem Diskussionsniveau könnt ihr hier nur träumen.
Nachtrag: Aesthetics and gratification: Sexual practices in virtual environments, von Nick Nobel, Trinity University, San Antonio
Oasis of Sand Sleen
Vielleicht liegt es an einer virtuellen Schilddrüse. Aber meine Lieblingssklavinavatarin schaut mich auf dem Screenshot aus Glubschaugen an, als sei sie über mich entsetzt. War sie aber nicht, außerdem ist sie im realen Leben Holländerin und fürchtet sich nicht vor virtuellen Deutschen. Die gewöhnliche Leserin und der durchschnittliche Mainstreamleser wenden sich mit Grausen ab, denn es geht wiederholt um die Second-Life-Ausgabe des 3D-Rollenspieles Gor nach den Büchern des US-amerikanischen Trivial- und Trash-Schriftstellers John Norman. Ich stelle heute die digitale Heimat meines Avatars vor, der sich in Wüstengegenden wie Kara Ben Nemsi herumtreibt, die aber hier nicht Arabien, sondern Tahari heißen. Und mein Avatar ist kein Held, der für das Gute, Schöne und Wahre eintritt, sondern ein zynischer Sklavenhändler, der weibliche Avatare mit einem sklave goad traktiert, einer Art Elektroschocker ohne Elektro und sie an die Kette legt. Alles freiwillig natürlich, den weiblichen Mitspielern gefällt das, sonst würden sie ja stattdessen Halma oder Counterstrike spielen. Das hindert einen deutschen Jugendschutzwart natürlich nicht daran, die Lippen zusammenzupressen und nach einem „melden, durchführen und verbieten“ zu rufen.
Die Goreaner werden wissen, was hier abgebildet ist: Die Perle der Tahari, die Oasis of Sand Sleem. Die ersten drei Bilder der drittletzten Reihe zeigen jedoch die Panther -Sim Hrimgar Foothills – leicht bekleidete Frauen also, die Männer mit Pfeil und Bogen niederschießen und sie als Sklaven verkaufen. (Nein, mich haben sie nicht erwischt und und ich weiß jetzt, wo der Eingang zu ihrem Camp ist.) Der Vulkan, den ich mit einem schneeweißen Tarn überfliege, steht in . Das letzte Foto ganz unten zeigt meine schönste Sklavin, mit der kann ich sogar in deutsch…äh…chatten. Sie gehorcht mir aufs Wort. Was will man mehr in virtuellen Welten. Ja, ihr könnt mich für bescheuert halten, aber ich amüsiere mich köstlich.
Per Browser nach Second Life
Wie hier schon ausführlich erörtert, kann man sich auch per Textclient oder gar per Browser in Second Life tummeln, jedoch dann den eigenen Avatar nicht sehen und nur sehr schwer bewegen. ajaxlife.net ist jetzt wieder online. Man kann in Second Life chatten, ohne einen Rechner mit guter SL-tauglicher Grafikkarte vor sich zu haben.
























































































