Professionelle Heuchelei

Rubikon über das Journalistenbüro Correctiv – lesenswert.

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Journalismus in Deutschland

„Es gibt keinen Journalismus mehr, vor allem in Deutschland nicht.“ (Tuvia Tenenbom)

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Fake News, revisited

Über Medien: „Journalisten-Verband löscht Falschmeldung über Falschmeldung“.

Hendrik Zörner hat ein Problem mit RT Deutsch. Der von der russischen Regierung finanzierte Internet-Sender hatte neulich Matthias Platzeck zu Gast, den ehemaligen Vorsitzenden der SPD, was Zörner gar nicht gut fand. Der Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) schrieb daraufhin eine kleine Wutrede ins „DJV-Blog“ auf der Internetseite des DJV. Er fragte dort, was Platzeck denn „getrieben“ habe, sich von der „Putin treuen Propagandaschleuder“, dem „Kreml-Propagandakanal“ interviewen zu lassen. Seither hat Zörner noch ein weiteres Problem mit RT Deutsch.

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Transparenz zur Beförderung der Wahrheit

(Via Fefe): Transparenz zur Beförderung der Wahrheit – und was unsere Presse darunter versteht.

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„Spiegel-Online“-Chef wird gegangen

FAZ: „Mehr als zwei Dutzend Redakteure und Ressortchefs hatten sich noch für sein Bleiben eingesetzt: ‚Spiegel-online‘-Chef Florian Harms muss gehen. Der Rauswurf ist das Ergebnis eines Machtkampfs.“

Vgl. die Berichte im Tagesspiegel, im Spiegel, bei Horizont.net und Meedia.de.

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Presseausweis nicht mehr kaputt

Meedia.de: „Deutscher Presserat und IMK beschließen Wiedereinführung des bundeseinheitlichen Presseausweises“.

Zu den wahren Hintergründen (die meedia.de verschweigt) vgl. Burkhard Schröder in Telepolis (2007): „Die Innenministerkonferenz will den „amtlich anerkannten“ Presseausweis abschaffen. Das Gezerre um den begehrten Ausweis entlarvt aber auch die Lebenslüge des organisierten Journalismus in Deutschland“.

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Fake-News

Meedia: „Testbericht.de: Auch Portale wie SpOn, Bild.de, FAZ.net & Co. verbreiten Fake-News – und zwar über unseriöse Werbe-Anzeigen“.

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Scheitern eines etablierten Meinungsbetriebs

Telepolis: „Und schließlich zeigt der Sieg Trumps das Scheitern eines etablierten Meinungsbetriebs aus politischen Institutionen, Umfrageinstituten und Medien, die sich offenbar erneut gegenseitig in die Irre geführt haben. Die entsprechenden Live-Ticker bieten eine Lehrstunde journalistischen und politischen Scheiterns.“

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Ein Volontär packt aus

Deutschlandradio Kultur: „Am Ende seines Volontariats bei einer Lokalzeitung bleiben unserem Autor zwei Gewissheiten. Erstens: Ist die Staubschicht erst einmal dick genug, ändert sich gar nichts mehr. Zweitens: Nichts ist stärker als ein Verlagsgeschäftsführer, dem nicht viel am Journalismus liegt.“

2Für 20 von 30 Redakteuren hier ist das Wort „Community“ ein Fremdwort – und sie sind nicht gewillt, das zu ändern. Es sind die „Alten“, die mit den guten, unbefristeten Tarifverträgen und Kündigungsschutz. Im Schnitt sind diese zwischen 45 und 50 Jahre alt. Die restlichen zehn haben zu viel Angst, Missstände anzusprechen, weil sie ihren Job verlieren könnten. (…)

„Dann verlieren innerhalb der Redaktion Layouter ihren Job, die schon seit 30 Jahren im Betrieb arbeiten. Kurz: Dem Verlag geht es finanziell mies. Die Abos werden immer weniger, in der Folge springen Anzeigenkunden ab. (…)

„Zuerst werden rund um die Lokalredaktion herum Stellen gekürzt. Ganze Abteilungen, wie etwa das Marketing, werden teilweise an Drittunternehmen ausgelagert, intern entstehen viele kleine Töchter, GmbHs.

Dann verlieren innerhalb der Redaktion Layouter ihren Job, die schon seit 30 Jahren im Betrieb arbeiten. Kurz: Dem Verlag geht es finanziell mies. Die Abos werden immer weniger, in der Folge springen Anzeigenkunden ab.“

Ich warte darauf, dass der DJV Alternativen vorschlägt, anstatt nur immer in den Chor der Jammernden einzustimmen. Aber da sitzen genau dieselben Leute, die im Artikel beschrieben werden.

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Die Tricks des Kapitals bei Entlassungen in der Zeitungsbranche

„Entlassungen“, so das Ministerium für Wahrheit, heißt jetzt „Jobabbau“.

Zeit online: „Die ‚Berliner Zeitung‘ wagt einen brutalen Neuanfang – mit Jobabbau und einem Boulevardblatt an der Seite.

Die Berliner Zeitung gehört zu einem großen Regionalzeitungsverlag, DuMont Schauberg (Kölner Stadt-Anzeiger, Express, Mitteldeutsche Zeitung, Hamburger Morgenpost), und dieser Verlag steckt in einer wirtschaftlichen Krise. Vorige Woche wurde in der Hamburger Morgenpost ein Abbau von 25 Prozent der Stellen nur halbherzig geleugnet. In Berlin soll es härter kommen. (…)
Bereits vor gut einem Jahr wurden im Verlag mehrere Unterfirmen gegründet. Die IT-Abteilung heißt jetzt beispielsweise DuMont Systems. Sind solche Unterfirmen klein genug, haben sie weniger als 20 Mitarbeiter, kann man sie einfach dichtmachen, ohne die Entlassenen besonders abzufinden, ohne ihnen mit einem Sozialplan einen längeren Übergang zu gewähren.

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