Erbitterter Kampf bis zum letzten Zug
Heute habe ich mir mit den schwarzen Steinen eine wunderschöne Partie mit einem gleichstarken Gegner geliefert, die erst in der letzten Sekunde und mit dem letzten Zug entschieden wurde. Schön, weil beide kaum Fehler gemacht haben – außer meinem Lapsus im 50 Zug, den ich aber ausbügeln konnte. Ich spiele mit Schwarz oft Königsindisch auf d2-d4; wenn der Weiße sich damit nicht auskennt, kann man oft unverhoffte und erfolgreiche Ausfälle aus dem anfänglich defensiven Steine-Verhau machen. Zum Glück hat er nicht den „Vierbauernangriff“ gewählt, mit dem habe ich immer meine liebe Not. Mit meinem 18. Zug habe ich den starken Angriff des Weißen endgültig abgeblockt. In den fünfziger bis siebziger Jahren war Königsindisch eine der bevorzugten Spielweisen in der Weltelite. Meine Elo-Zahl ist jetzt übrigens kurzzeitig auf 1683.
Ausgekontert
Nachdem ich in der vergangenen Zeit auf schacharena.de wegen mangelnder Konzentration eine desaströse Serie hingelegt und fast die Lust verloren hatte, geht es jetzt wieder aufwärts. Heute habe ich die lustigste Partei überhaupt gespielt – mit den schwarzen Steinen einen nach Elo-Punkten weit überlegenen Gegner nach nur fünf (!) Zügen zur Aufgabe gezwungen. Das kommt davon, wenn man als Weißer Königsgambit spielen will und mit dem Falkbeer-Gegengambit gekontert wird – die Theorie desselben aber nicht kennt.
Weiß am Zug gewinnt
Zum Glück hatte ich die weißen Steine….Wie geht es?
Matt in fünf Zügen, angesagt
Auf die Partie (Falkbeer-Gegengambit) bin ich (Schwarz) nicht besonders stolz, aber auf den Schluss: Schwarz am Zug, angesagtes Matt in fünf Zügen! Wie geht’s?
Schwarz am Zug
Das war knapp. Ich hatte die schwarzen Steine, war am Zug und schlug mit dem Turm den Bauern auf c6; Weiß schlug den Tum – und verlor. Die beiden Freibauern sind nicht aufzuhalten, wenn man den weißen König davon abhält, den Turm zu unterstützen. Hätte der Weiße jedoch meinen Turm nicht geschlagen, sondern zunächst auf f2 Schach geboten, hätte ich vermutlich schnell verloren, weil der Bauer auf der e-Linie nicht mehr zu stoppen ist. Ich spiele aber ausschließlich Blitzpartien mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit. Das ist gut für die Konzentration.
Schacharena
Ich spiele jetzt öfter bei Schacharena Blitzpartien von 15 Minuten. Ich musste mich erst an einige Features gewöhnen; eine Partie habe ich in Gewinnstellung versehentlich verloren, weil ich dachte, der Gegner hätte aufgegeben. Aber auf zwei Partien auf hohem kämpferischen Niveau bin ich stolz: Einmal gewann ich in offenem Schlagabtausch mit zwei Türmen gegen eine Dame, und in dieser Partie mit zwei Figuren weniger, aber mit aggressiver Position, mit einem überraschenden Matt in drei Zügen. Uff, das war knapp.
























