Soll der Nürburgring ein Tierbordell werden?

Wahr ist, dass es keine Tierbordelle in Deutschland gibt. Aber man kann ja mal vor etwas warnen, was es nicht gibt.

Also tönt der Tierschutzbund: Es ‚wären zum Beispiel private Tierhalter denkbar, die entgeltlich ihr Haustier zur Verfügung stellen oder Landwirte, die Geld für den Zugang zu Nutztieren nehmen.'“

Denkbar ist vieles. Sagt mal, ihr „Tierschützer“: Habt ihr eigentlich noch alles Tassen im Schrank? Oder seid ihr schon so bekloppt wie die Jugendschutzwarte?

Sicher. Man darf Tiere nur essen, aber nicht ficken.

„Das neue Tierschutzgesetz soll auf Initiative der Landesregierung von Rheinland-Pfalz künftig einen Passus enthalten, demzufolge Zoophilie mit einem Bußgeld belegt wird.“

Auch klar. In Rheinland-Pfalz hat man auch sonst nichts zu tun. Und man sollte auf jeden Fall verhindern, dass der Nürburgring zu einem Tierbordell umgewandelt wird.

Neue Marktlücke für Anwälte: „Tiervertreter“. Gibt es schon eine Rechtsschutzversicherung für Schafe? Oder vielleicht einen „Missbrauchsbeauftragten“ der Metzger-Innung?

Die Zukunft der Pornoindustrie

porno

Der Technologieforscher Jonathan Coopersmith im Interview mit der taz:

„Ein zukünftiges Ziel der Pornoindustrie wird die Verschmelzung von virtueller Realität und reiner Realität sein. Die Pornografie könnte zukünftig ein wichtiger Faktor sein, bei dem Versuch die Kluft zwischen Realität und Sehnsucht zu schließen.“

Endlich mal jemand, der den Finger am Puls der Zukunft hat und auch meine Meinung teilt. Man sollte ihm Second Life empfehlen.

Am Rande vermerkt: „Technologie“ sei eine falsche Rückübersetzung aus dem Englischen und Griechischen und zudem Blähdeutsch, sagt der Sprachpapst Wolf Schneider. Die aktuellen Wörterbucher sehen das anders: Technologie sei die Wissenschaft von der Technik. Ein hässliches Wort ist es aber trotzdem. Mir gefiele „der Technikforscher“ besser. Also:

Der Technikforscher Jonathan Coopersmith im Interview mit der taz: Ein Ziel der Pornoindustrie für die Zukunft wird sein, Realität und virtuelle Realität zu verschmelzen.

Frauen und Tölchen

hund

Ein nettes Interview mit jemandem, der sich mit Hunden auskennt und wahre Dinge sagt:

Wenn der Hund gut erzogen ist, können Standardbefehle wie „Aus“ oder „Sitz“ eine Hilfe sein. Aber meine Erfahrung zeigt mir: Die Leute, die es nicht schaffen, den Hund vom Jogger abzuhalten, haben ihm auch nicht die elementaren Erziehungsregeln beigebracht. [Hört! Hört! Sehr wahr! Das gilt für 90 Prozent aller Berliner Hundebesitzer, insbesondere alleinerziehende Frauen.] (…) Wenn ich eine starke körperliche Präsenz habe und mich bedrohlich vor einem einigermaßen verträglichen Hund aufbaue, werden 99 von 100 Hunden sagen, okay, ich lasse es lieber.“

Auch wahr. Das Foto zeigt übrigens meine ehemaliges Tölchen Ajax vom Teufelslauch auf dem Gelände des Gleisdreiecks (2008), das heute leider ein Park ist. Und leider weiß ich auch nicht, wo der Hund heute ist; meine Ex-Frau, zu der ich keinen Kontakt habe, scheint ihn abgegeben zu haben. Das hätte ich ja nicht übers Herz gebracht.

Ein Wort an Euch, Verehrer höherer Wesen!

Jesus hates you

Gleisdreieck, revisited

GleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieckGleisdreieck

Die wohlwollenden Stammleserinnen und die geneigten Stammleser werden sich erinnern, dass ich am 12.04.2004 und am 14.11.2004 – also vor acht Jahren – hier zum ersten Mal das Gelände am Berliner Gleisdreck beschrieben habe. Google Earth bietet noch einen nostalgischen Blick auf das wildromantische Gelände inklusive des „Wäldchens„, das ich vor Jahren mit Tölchen aka Ajax vom Teufelslauch fast täglich durchstreift habe.

Heute ist das Gleisdreieck ein so genannter „Park„, das heisst Natur wird erstens kapitalisiert – wie alles im Kapitalismus – und zweitens „gestaltet“. Ich war damals einer der Sprecher der Bürgerinitiative, die genau das befürchtete. Widerstand ist zwecklos, nicht nur die Natur, sondern auch Bürgerinitiativen werden schnell assimiliert.

Ich muss zugeben, dass ich mir das Ergebnis schlimmer vorgestellt habe als es ist. Das, was früher interessant, romantisch und abenteuerlich war, ist natürlich alles weg. Quod erat demonstrandum. Der Park wird offenbar von der Bevölkerung angenommen, aber für Kinder gibt es ausser dem „Wäldchen“ („Gleiswildnis – bitte nicht betreten“) nichts zu entdecken. Alles ist kindersicher und verplant. Und natürlich sind auch alle Ruinen verriegelt und verrammelt.

Lustig war ja, dass die Planer des Parks das eigentliche Anliegen – Kreuzberg und Schöneberg zu verbinden – am Anfang gar nicht realisierten. Auch jetzt es es mühsam, nach Schöneberg zu kommen. Ich musste erst einen Zaun niederreißen (sorry). Aber immerhin gibt es „meine“ Wiese noch (Bild ganz oben), auf der ich mich vor sechs Jahren oft ins Gras gelegt habe, während Tölchen auf Mückenfang ging oder sonstwie herumtollte.

Nördlich der Monumentenbrücke (unteres Bild) scheint noch ein Rest unverplanter Natur zu sein, vielleicht werde ich das Gelände südlich der Yorckbrücken bald erkunden, bevor es plattgemacht auch in einen „Naturerlebnisraum“ verwandelt wird.

Geisterfahrer

geisterfahrer

Welche Berliner Straße befahre ich hier auf der Gegenfahrbahn?

Potsdamer Platz blitzlos

Potsdamer Platz

Ich staune immer wieder, wozu die Kamera meines Smartphones freihändig in der Lage ist. Meine normale Kamera würde ohne Stativ nur verwackelte Bilder hinkriegen.

Mehdorn revisited

Manager Magazin: „Der arabische Großaktionär Etihad, der mit knapp 30 Prozent an der Fluggesellschaft beteiligt ist, drängt auf einen Abschied von Hartmut Mehdorn.“

Ich wüsste einen würdigen Nachfolger, der ähnlich qualifiziert ist: Rainer Schwarz. Oder vielleicht Wowereit.

Auf der Möckernbrücke nachts um halb Eins

ora et labora

Eine wirklich schöne Frau, und sehr individuell und geschmackvoll angezogen. Sie würdigte mich keines Blickes, obwohl ich sogar meinem Bauch einzog, und obwohl wir beide am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße ausstiegen und in dieselbe Richtung gingen. What a pity. (Aber ich hatte ein scheußliches weißen Hemd an, das schreckt natürlich ab.)

Die Polizei, dein Freund und Kinderschänder

Der österreichische Kurier (via Fefe) berichtet: „Ein Linzer Exekutivbeamter und seine Ehefrau sollen Kinderpornos besessen, angefertigt und in Umlauf gebracht haben.“

Wie man Kinderschänder erkennen kann, zeigt der Artikel deutlich: „‚Der Mann ist bisher als korrekter, engagierter und hilfsbereiter Beamter in Erscheinung getreten‘, (…) In dieses Bild passt auch, dass der 47-Jährige unter anderem als Lebensretter in Erscheinung getreten ist. ‚Mein größtes Hobby ist meine Familie‘, erklärte der als Held Gefeierte später.“

Ora et Labora in Schönholz

ora et labora

Diese Ruine in Berlin-Schönholz soll früher ein Kloster gewesen sein, das würde den Schiftzug „ora et labora“ auf der Wand erklären. Ich habe aber keine Ahnung, welches es war, eine Recherche half nicht weiter. Ich werde mir vermutlich demnächst auch das Sowjetische Ehrenmal ansehen, von dessen Existenz ich bis gestern gar nichts wusste.

S-Bahn-Canvas

canvas

Zu welchem bescheuerten Online-Verhalten will mich denn die Berliner Boulevard-Zeitung BZ Berlin hier erziehen? Ich vermute, dass „Canvas element“ etwas mit einer falsch gestellten S-Bahn-Weiche meinem ausgeschalteten Javascript zu tun hat?

Schwedischer Assange Sex

Ich weiß nicht, warum in deutschen Medien ständig von „Vergewaltigungsvorwürfen“ gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange die Rede ist. Das ist Quatsch.

Welt Online hat dazu einen ganz vernünftigen Artikel verfasst:
Internationalen Statistiken zufolge liegt Schweden bei Vergewaltigungen an der Spitze – weil Frauen sich hier eher trauen würden, zur Polizei zu gehen, sagen die einen. Weil Verurteilungen auch ohne ausreichend Beweise zustande kämen und in Schweden Dinge als Vergewaltigung definiert würden, die in anderen Ländern kein Straftatbestand sei, sagen die anderen. (…) Aus den Aussagen der Frauen jedenfalls geht weder hervor, dass Geschlechtspartnerin Nummer 1 – eine in Schweden bekannte und radikale Feministin –, zum Sex gezwungen worden sei, noch, dass das Kondom seinen Geist aufgegeben habe.

Nordic News Net hat die Polizei-Interviews zusammengefasst (Englisch und Schwedisch):
• The sexual encounters between Julian Assange and the two women involved were entirely consensual.

• At no time did either woman tell Assange to stop or otherwise express disapproval of the sexual acts in which they participated.

• Both women told friends that their purpose in visiting the police was not to accuse Assange of any crime, but to seek assistance in compelling him to be tested for HIV.

• Upon hearing that a warrant had been issued for the arrest of Assange, the woman who was being interviewed by the police became so distraught that was unable to continue and departed without endorsing the written account. She later told a friend that she felt „run over by the police and others“.

• The other woman involved has given contradictory accounts of her relationship with Assange.

• The police officer who conducted the initial interview was ordered by a superior to alter the written record and was taken off the case.

Noch Fragen?

Kapital-Lebensversicherung ist legaler Betrug

Telepolis: „Bei einer Kapitallebensversicherung sind weder die genauen Investments noch deren Gewichtung bekannt. Meistens handelt es sich bei dieser Versicherung um einen langfristigen Sparvertrag mit einer oftmals erbärmlichen Rendite. Bereits 1983 fällte das Landgericht Hamburg ein vernichtendes Urteil (AZ: 74 047 / 83, LG Hamburg), dem bis heute Versicherungen nicht widersprochen haben. Der Kern des Urteils bildet der Satz: Eine Kapital-Lebensversicherung zur Altersvorsorge ist legaler Betrug.“

Lolita-Liebhaber (CDU) wird Jugendschützer

lolita

Die Hamburger Morgenpost berichtet, der CDU-Wirtschaftsrat in Kiel habe Christian von Boetticher „als neues Mitglied der Medienanstalt vorgeschlagen hat. Pikant: Die Anstalt beider Länder erteilt u.a. Zulassungen für private Hörfunk- und Fernsehprogramme und wacht über die Einhaltung des Jugendschutzes. Da der bisherige Chef der Medienanstalt (…) sein Amt zur Verfügung stellt, stehen die Chancen für Boetticher sogar gut, sein Nachfolger zu werden.“

Wikipedia über Christian von Boetticher: „Anfang August 2011 wurde eine frühere Beziehung von Boettichers zu einer damals 16-jährigen Schülerin bekannt. Nach Kritik aus der eigenen Partei trat von Boetticher daraufhin am 14. August 2011 als Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012 und als CDU-Landesvorsitzender zurück. Am folgenden Tag gab er auch das Amt des Vorsitzenden seiner Fraktion im Landtag auf und behielt lediglich sein Mandat als Landtagsabgeordneter bei.“

Da fällt mir eine ganz bestimmt deutsche Redensart ein. (Danke, C.!)

Umm..this is NOT Julian Assange

assange

(Quelle)

Uruguay gibt das Gras frei

Die einzigen vernünftigen Leute auf der Welt sind offenbar ehemalige Guerilleros wie José Mujica, ein Ex-Tupamaro.
Als erstes Land der Welt will Uruguay den Handel mit Gras verstaatlichen – und damit gegen die Uno-Konvention gegen narkotische Drogen verstoßen. Ein entsprechendes Gesetz hat Mujica am Mittwochabend ins Parlament eingebracht. Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich.

Man muss sich nur das irrationale Gekeife und Gekreische vorstellen, das es im Bundestag gäbe, falls die Piraten dort säßen und ein ähnliches Gesetz einbrächten.

Das grosse Sommerätsel auf burks.de

Berlin

Von wo aus habe ich das Foto gemacht?

Schafe auf dem Gendarmenmarkt

richardplatz

Ich habe mich schon immer gefragt, was eigentlich der Reiz am Reisen in Gruppen sein soll. Und dann noch im Zeitalter des Internet, wo sich jeder vorab mit der Suchmaschine des Vertrauens und mit Google Street View – was große Städte angeht – mit Informationen vollstopfen kann? Ich wüsste nicht, was mir ein „Fremdenführer“ auf dem Gendarmenmarkt in Berlin noch erzählen könnte. Zum Glück muss ich dort nicht mitten in der Schafherde stehen und mir von einem selbst ernannten guten Hirten etwas vorfaseln lassen. Ich gebe lieber den Wolf, erschrecke die Schafsnasen und beiße ab und zu in Waden, damit Leben in die Bude kommt.

Weisse Ruder-Power

„Frühere Kenntnis über die angebliche Beziehung Drygallas wies Sellering [Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident] zurück. Von den Verbindungen der Ruderin sei er überrascht ‚wie alle anderen auch'“.

Überrascht? Was für ein Schwätzer. Alles zu Nadja Drygalla (inklusive Fotos) findet man auf Indymedia.

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