Tauentzien: Blasenentzündung inbegriffen

Tauentzien

Wer hat diese Scheußlichkeit am Tauentzien verbrochen? Ich war durch Harald Martenstein im Tagesspiegel schon vorgewarnt worden:
Jetzt haben sie die Bänke weggerissen und schiefe Granitblöcke hingesetzt, auf die man sich niederlassen kann, falls man noch nie Blasenentzündung hatte und neugierig ist, wie sich das anfühlt. Statt Blumen haben sie in Reih und Glied Eiben gepflanzt, eine Friedhofspflanze. Eiben sind extrem giftig, tödlich für Hunde, tödlich für Katzen, tödlich für Vögel, leider auch für Kinder.

Beim Anblick des Ensembles fielen mir spontan zahlreiche mittelalterliche Folterarten ein. Verantwortlich ist offenbar der CDU-BausStadtrat Klaus-Dieter Gröhler, ein Jurist. Warum sind Juristen jetzt auch für Geschmack und Bauen zuständig? Das kommt von das, sagte Wilhelm Busch.

Anruf genügt

Die Nürnberger Nachrichten über den Fall Mollath: „Laut der Zeitung landete die Anzeige Mollaths gegen seine Frau und weitere HVB-Mitarbeiter im Jahr 2004 auch bei den Nürnberger Finanzbehörden, wurde aber dort relativ schnell als ‚erledigt‘ zu den Akten gelegt. Grund dafür sei ein Anruf aus der Justiz gewesen.“

Cajamarca nur 10600 Kilometer entfernt

cajamarca

Was denkt der gebildete Mitteleuropäer bei Cajamarca? Richtig: spanische Conquista, Pizarro, das Massaker an den Inkas, die Ermordung Atahualpas.

Ich wusste gar nicht, dass Cajamarca die Partnerstadt Berlin-Treptow-Köpenicks ist. Das Foto habe ich in Treptow gemacht.

Schon wieder ein Berlin-Rätsel

see

Was zeigt dieses Bild aus Berlin?

Villa im Grunewald

villa

Gefährliche Tatwerkzeuge Titten

titten

WAZ (via Pornoanwalt): „Ein Jurist aus Unna wirft seiner Ex-Freundin vor, sie hätte ihn mit ihrer üppigen Oberweite beim Liebesspiel ‚hinterhältig angegriffen‘.“

Rassische Herkunft der Siedler [Update]

rassismus bei ubisoft

Das Ministerium für Wahrheit heisst Ubisoft bzw. Bluebyte:
Blue Byte erhebt und verarbeitet personenbezogene Daten von Nutzern nur soweit Blue Byte annimmt, dass dies vernünftigerweise dem rechtmäßigen Geschäftszweck dient.

Ach. Da muss ich mal außerdem nachhaken.
Blue Byte GmbH
Adlerstr. 74
40211 Düsseldorf
Deutschland

E-Mail: info@bluebyte.de
Betr. http://www.diesiedleronline.de/de/datenschutz

Guten Tag,
auf Ihrer Website http://www.diesiedleronline.de/de/datenschutz liest man:
„Blue Byte erhebt keine Daten, die Angaben über die rassische und ethnische Herkunft“.

Frage: Welche Menschenrassen gibt es Ihrer Meinung nach beim Homo Sapiens? Und was genau bedeutet „rassische Herkunft“?

Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

[Update 18.12.2012] „Sehr geehrter Herr Schröder,
vielen Dank für Ihre Anfrage und den Hinweis auf die Datenschutzerklärung von Die Siedler Online. Wir haben die Formulierung unter Punkt 2.2 umgehend geändert.“

Eine seltsame Allianz von CSU und TAZ

Ein Kommentar Dr. Michael Schmidt-Salomons (Giordano-Bruno-Stiftung) über den Säkularisierungsschub in einigen westlichen Gesellschaften:
„Der Ton wird rauer – Viel Feind‘, viel Ehr‘, heißt es. Tatsächlich lässt sich der Erfolg einer neuen sozialen Organisation daran bemessen, zu welchen Diffamierungsstrategien sich ihre Kritiker genötigt sehen.“

Schön zu lesen.

Bund der Vertriebenen

Eine jüngst veröffentlichte Studie des Instituts für Zeitgeschichte kommt zu dem Ergebnis, daß der Bund der Vertriebenen (BdV) von ehemaligen Nationalsozialisten dominiert wurde.

In weiteren Meldungen: +++ Langjährige Studie belegt: Merkel in der CDU +++ Naturforscher sicher: watschelnde, quakende, entenähnliche Kleinvögel sind Enten +++ Männer finden Brüste erstaunlich anziehend +++ Kinderpsychologen decken auf: Überraschungs-Eier oft wenig überraschend +++ (Quelle)

Schönes Holz bei Nacht

schönholz

Der Anfang vom Ende der Prohibition

Das war mir ganz entgangen (Pressemitteilung des Deutschen Hanf Verbands vom 07.11.2012, vgl. auch die taz):

Die Bürger der US-Staaten Washington und Colorado haben gestern die vollständige Legalisierung von Cannabis beschlossen. Anders als in vielen deutschen Medien berichtet, geht es nicht nur um die Entkriminalisierung des gelegentlichen Konsums. Ausgerechnet in den USA wird weltweit zum ersten mal Marijuana ähnlich wie Alkohol reguliert, kontrolliert und besteuert.

Content-Mafia: Kinder zu schlagen schadet nicht

Die FAZ berichtet über die Entscheidung des Bundesgerichtshofs: Eltern müssen für den illegalen Musiktausch eines minderjährigen Kindes grundsätzlich nicht haften, wenn sie das Kind ausreichend über das Verbot einer Teilnahme an „Internettauschbörsen“ belehrt haben.

Sehr lehrreich ist ein Satz des Vertreters der Content- und Abmahnmafia: „Der Fall werfe ‚ein grelles Licht‘, darauf, dass für viele Eltern der Begriff Erziehungsaufgabe zu einem Fremdwort geworden sei, beklagte der Rechtsvertreter der Musikindustrie nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP in der mündlichen Verhandlung vor dem Karlsruher Bundesgericht. Während früher ‚auch mal eine Ohrfeige nicht geschadet‘ habe, würden Kinder heute an freier Leine laufen gelassen.

Das kapitalistische Privateigentum an Ideen und Gedanken muss notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. Man kann nicht früh genug damit anfangen, die lieben Kleinen ideologisch in die Glaubensgemeinschaft Freier MarktTM hineinzuprügeln.

Das grosse Rätsel für Berlin(er S-Bahn)-Kenner

s-bahn

Von welcher Brücke aus habe ich fotografiert?

Deutsche Justiz: Sein Wille geschehe

Das Magazin der Süddeutschen schildert einen geradezu haarsträubenden Justizskandel, der einem den letzten Glauben an die „Recht“sprechung hierzulande rauben kann. „Am Anfang war es ein Streit, wie er in vielen Familien vorkommen kann. Doch dann begann ein Kampf, in dessen Verlauf eine Familie zerstört, das Leben der Mutter zum Albtraum und das Wohl des Kindes geopfert wurde. Deutsche Justiz- und Sozialbehörden hätten das verhindern können.“

BER

Die Bild-Zeitung über den Berliner Flughafenbau: „Möglicherweise müssen große Teile des Terminals wieder aufgerissen werden.“

Bruhahahaha. Die Verantwortlichen werden aber ihr Schäfchen im Trockenen und keine Konsequenzen zu befürchten haben. Berlin bleibt doch Berlin.

Petraeus: Das kommt davon

„Bei einer Überprüfung seines Computers wurden laut New York Times dann E-Mails des 60-Jährigen an Paula Broadwell entdeckt.“

Im Original heisst es: “ In the course of their inquiry into whether a computer used by Mr. Petraeus had been compromised, agents discovered evidence of the relationship as well as other security concerns.“

Ein Vier-Sterne-General der US-Army, der digitale Postkarten unverschlüsselte E-Mails an seine Geliebte schreibt? Wie doof muss man dazu sein?

Grüne Männer

Spiegel online über den ehemaligen Brandenburger Schatzmeister der Grünen, der rund 300.000 Euro veruntreut hat:
Die Frau habe ihm vorgegaukelt, Geld für den Krankenhausaufenthalt ihrer Schwester zu brauchen und von einem privaten Kreditgeber erpresst zu werden. Insgesamt habe er ihr 200.000 Euro gegeben, sagte Goetjes. Anschließend sei sie abgetaucht.

Armes Schwein. Ich glaube ihm die Geschichte. Aber man fragt sich doch, warum ein Landesverband einer Partei nicht merkt, dass 300.000 Euro in der Kasse fehlen? Was sitzen denn da für Pappnasen?

Gröblich unsittlich

unsittlich

„Ein Medium ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung unsittlich, wenn es nach Inhalt und Ausdruck objektiv geeignet ist, in sexueller Hinsicht das Scham- und Sittlichkeitsgefühl gröblich zu verletzen. Das Tatbestandsmerkmal ‚unsittlich‘ kann daher schon dann erfüllt sein, wenn Menschen nackt dargestellt werden und weitere Umstände hinzutreten.“

So sieht das die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (laut Pornoanwalt)

Sitlichkeitsgefühl. Gröblich, nicht etwa nur „grob“. Heime für gefallene Mädchen. Die Sitte. Protestantische Prüderie. Heuchelei. Bigotterie. Restriktive Sexualmoral im Kostum des gesunden Volksempfindens. Das tut man nicht.

Wann endlich fordert eine politische Partei, die unsägliche Zensurbehörde Bundesprüfstelle für „jugendgefährdende“ Medien abzuschaffen?

Not go out again with the same performance

„The players understood at half-time they could not go out again with the same performance.“ (The Sun)

Die englische Sprache kann sehr elegant und schnörkellos sein. Das kriegt man im Deutschen nur schwer hin. „Not go out again with the same performance“ sollte sich der Bundesvorstand der Piraten auch jedes Mal sagen, wenn jemand mal wieder etwas verbockt hat.

Und dann kam der Laubbläser

Herbstlaub

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