Krass verpixelte Bäume und die ehemalige wahre SPD

franz-neumann-platz

Eine Frage an die HistorikerInnen: Nach welchem Franz Neumann sind denn dieser Platz und die U-Bahn-Station benannt? Beim deutschen Wikipedia finde ich nichts darüber; im englischen Wikipedia immerhin: „politicians convinced the BVG to put the name of a famous SPD chairman inside.“ Da sollte sich mal jemand dransetzen und das ergänzen.

Update während des Schreibens: Es war der Vorsitzender der Berliner SPD. Wieso ist der „famous“?
Im Januar 1934 schwer von der Gestapo misshandelt, machte man ihm vor dem Kammergericht Mitte Juli jenes Jahres den Prozess wegen des „hochverräterischen Unternehmens, es unternommen zu haben, den organisatorischen Zusammenhalt der SPD aufrechtzuerhalten“. In der schriftlichen Begründung des Urteils (eineinhalb Jahre Gefängnis) hieß es, Neumann habe unter anderem seine Genossen in der Siedlung „Freie Scholle“ über Zustände und Personen im Konzentrationslager Oranienburg aufgeklärt. Der Gefängniszeit folgte die übliche Polizeiaufsicht. Nach der Freilassung arbeitete er wieder als Metallarbeiter.

Das waren noch Sozialdemokraten und Charaktere. Solche SPD-Mitglieder gibt es nicht mehr. Die heutigen Pappnasen sollten sich schämen.

Frontside and Backside

muellmuell

Gesehen in Berlin-Buckow.

Jeder wird für alles genommen bei der CDU Berlin

morgenpost

Lichtenrade

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Wenn man mit dem Bus durch den Berliner Stadtteil Lichtenrade fährt, bekommt man ein Gefühl dafür, wo die so genannte „Netzgemeinde“ und ähnliche sozialen Biotope nicht wohnt. Kein Proletariat, oder nur das gehobene oder verrentete, Herr und Frau Jedermann eben. Alte Mittelaschichten. Hier ist es nicht chic, sondern nur solide, kleinbürgerlich, aber nicht arm – oder nur in den Neubaublocks. Das Einfamilienhaus per default, ein Niveau höher als die Datsche.

Ich war zwischen den 70-ern und 90-ern Taxiunternehmer und -farher und kenne im Westteil Berlins eigentlich jede Straße. Als ich heute aber die Buslinie 172 nehmen musste, kannte ich die meisten Straßennamen gar nicht mehr. Zersiedelte Pampa eben. Um das zu mögen, muss man wohl hier geboren worden sein. Der Bahnhof sieht immer noch so aus wie in den 70-er Jahren, als sei die Zeit stehengeblieben.

Entartete Rechtsakte

Spiegel online: „‚So moralisch unhaltbar die Verfolgung ‚entarteter Kunst‘ auch gewesen ist, aus juristischer Sicht kann keine Restitution verlangt werden‘, schreibt der Rechtsexperte Carl-Heinz Heuer. Beschlagnahmungen aus Museen und der Verkauf der Werke waren demnach trotz aller Verwerflichkeit Rechtsakte. Denn der NS-Regime war Eigentümer der Kunstschätze deutscher Museen und konnte laut Heuer frei darüber entscheiden, was damit geschehen sollte.“

Sehr magere, fast nackte Modelle

Schaufensterpuppen

Sorry, ich konnte bei der naheliegenden Überschrift nicht widerstehen…

Unerreichbar

jacke

Rixdorfer Markt

kochstrasse

Karl-Marx-Platz, Rixdorf, auch bekannt als Berlin-Neukölln

Zeitungsviertel

kochstrasse

Das alte Zeitungsviertel Berlins – Kochstraße Ecke Friedrichstraße.

Freie Marktwirtschaft(TM), revisited

Spiegel online formuliert im Jargon der Glaubensgemeinschaft Freier Markt(TM):

Trotz der vergleichsweise starken Wirtschaftsentwicklung in Deutschland ist eine zunehmende Zahl von Menschen von Armut bedroht. (…) Mit 16,1 Prozent ist die Armutsgefährdungsquote in Deutschland höher als in vielen anderen Staaten. In Tschechien etwa gelten nur 9,6 Prozent der Menschen als armutsbedroht, in den Niederlanden sind es 10,1 Prozent. Auch in Frankreich lag die Quote mit 14,1 Prozent deutlich unter dem deutschen Wert.

Moment?! Wieso „trotz“? Suggerieren die Lautsprecher des Kapitals „stk/Reuters/dpa“ hier etwa, wenn es „der Wirtschaft“ gut gehe, dann gehe es allen gut? Was für ein hanebüchener Unsinn ist das denn? So etwas wird hierzulande von „Nachrichtenagenturen“ verbreitet? Geht’s noch?

Im entwickelten Kapitalismus geht den darum, den Profit permanent zu erhöhen, und wegen des tendenziellen Falls der Profitrate muss die herrschende Klasse dafür sorgen, dass von unten nach oben umverteilt wird, ohne dass die da unten aufmucken. Für Ruhe im Volk sorgen Religion sowie anderen Formen des Aberglaubens, und Opium für’s Volk Volksverdummung, zu der sich dämliche JournalistInnen immer weder hergeben, wenn die das Propagandasprech der Kapitals unkritisch wiederkäuen.

„Wegen“ muss es heißen. Die Armen werden zwangsläufig ärmer, und die Reichen reicher. Its not a bug, its a feature!

Im Untergrund

u-bahn

NSAisten

Berlin (dpo) – Eine neue Sekte, deren Anhänger die allwissende und -mächtige Gottheit NSA verehren, erfährt deutschlandweit regen Zulauf. Die sogenannten NSAisten sind davon überzeugt, dass NSA nicht nur alles weiß, sondern über jeden ihrer Schritte aufmerksam wacht. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) sowie Innenminister Friedrich (CSU) nehmen in den Augen der Religionsgemeinschaft den Rang von Propheten ein. [mehr…]

USA Today oder: Freie Marktwirtschaft aka Kapitalismus, revisited

USA Today (via Fefe): „Four out of 5 U.S. adults struggle with joblessness, near-poverty or reliance on welfare for at least parts of their lives, a sign of deteriorating economic security and an elusive American dream.“

Ein Tempel der so genannten freien Marktwirtschaft

gürteltier-haus

Das Ludwig Erhard Haus oder auch „Gürteltier-Haus“, „das Kommunikations- und Servicezentrum der Berliner Wirtschaft“.

Der junge Mann und das Meer

Mann und Meer

Wenn ich mich recht erinnere, war das 1981 oder 1982 auf Baltrum. (Ja, das bin ich.)

Herbst am Adlergestell

Herbst

Nur ein kleiner, ähm, Hinweis: Wenn man da nicht aufpasst, kann man von einer Straßenbahn überfahren werden.

Frauen und andere spezielle Personengruppen

Frauen

Morgennebel über der Dahme

Dahme

Opium fürs Volk

Kosten des Afghanistan-Krieges (nein, es ist nicht ein Einsatz von „Schutz“truppen) für Deutschland bisher: 3590,6 Mio. Euro. Die vorhersehbare Pleite des Nürburgrings kostet den Steuerzahler 254 Mio. Euro. Kosten des Berliner Flughafen-Debakels vorausssichtlich fünf Milliarden Euro.

Kosten der katholischen Verschwendungssucht in Limburg: 40 Mio. Euro. Warum schreiben die Medien bloß über die klitzekleinen Fälle, die niemanden interessieren?

Der dunkle Fluss

Dahme

Die Dahme in Berlin-Grünau, auch Wendische Spree genannt (was ich bis vor fünf Minuten noch gar nicht wusste). Das Foto zeigt den „langen See“, der via Müggelspree mit dem Müggelsee verbunden ist.

„Der Name Dahme ist möglicherweise abgeleitet vom slawischen Begriff Dembrowa = Eichenwald. Andere Autoren führen den Flussnamen auf einen älteren, von der germanischen Vorbevölkerung stammenden Namen zurück, der eventuell einen dunklen Fluss bezeichnet. Solche alten Namen wurden oft von der germanischen Restbevölkerung an die slawischen Zusiedler weitergegeben.“

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