Meditatives Kajaken, gechillte Katzen und anthropologische Miszellen
Vielleicht war gestern der letzte richtig heiße Tag in diesem Jahr (wg. Klima, Armageddon usw.). Das musste ich ausnutzen dergestalt, dass ich noch einmal ins Boot stieg und an den hier schon bekannten Orten herumpaddelte. (Ich werde bei Gelegenheit versuchen, ChatGPT den Gebrauch des Wortes „dergestalt“ beizubringen, wie und wann man das benutzt, fürchte aber, das wird ohne Ergebnis bleiben. Für Stilfragen der gehobenen Art ist AI zu doof und zu humorlos. „ChatGPT, ich will mehr Katachrese und Onomatopoesie sehen, auch Vulgarismus ist möglich! Lerne Heinrich von Kleist auswendig und imitiere dessen Stil, wenn du mit mir herumhalluzinierst!“)
Am Anfang stand die kühne Idee, die Tiefwerder Wiesen per Kajak zu erreichen. Google ist schuld: „Naturschutzgebiet zum Wandern und Kajakfahren“. (Hallo, Google? Ich fahre nicht mit dem Kajak, ich kajake!*) Ist aber gelogen. Man kommt da gar nicht hin mit einem Boot, weil der Hauptgraben beim letzten Haus der Siedlung gesperrt ist.


In einem Seitenarm des Hauptgrabens
Nicht nur gesperrt: Es ist noch viel fieser und hinterhältiger! Das Wasser wird flach und flächer flacher, bis nur noch ein Millimeter Platz ist zwischen Kiel und Modder und man endlich, beinahe mit Ansage, steckenbleibt und das Ruderblatt sich verkeilt. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, um zu wenden, das Boot wieder flottzukriegen und auch das Ruder zu justieren. Dazu musste ich aussteigen (das ist gar nicht so einfach und in tiefem Wasser einfacher als in flachem!) und knietief in der Matsche waten und saute mich und das Boot voll ein. Immerhin bin ich nicht ins Wasser gefallen.
In bekannten Gewässern wandte ich mich gen Norden, zum großen Jürgengraben. Auch hier tobte vor einer Zeit der Klassenkampf, der aber von denen da unten, die Widerstand leisteten, gewonnen wurde. Aber natürlich geben die da oben genau so wenig auf wie die SPD mit der Vorratsdatenspeicherung. (Leiterin des Umwelt- und Naturschutzamts in Spandau ist aktuell die Forstwirtin Anja Sorges, die auf ihrem Facebook-Profil „Keinen Millimeter nach Rechts“ geht.)
Die Farben laden zum Meditieren ein, manchmal ist es ganz still, falls man mit dem Paddel nicht herumplantscht, und wenn dann noch eine total gechillte Katze (Foto oben) am Ufer liegt, die sich keinen Millimeter nach rechts und links bewegt, kommt man ins Grübeln ob der Weltläufte und was wichtig ist und was nicht.
11. September – Putsch in Chile. Niemals vergeben, niemals vergessen, auch was die hiesige Bourgeoisie und ihre Lautsprecher damals sagten und was sich jederzeit so wiederholen würde.
Ich mache mir übrigens Sorgen, dass schon in naher Zukunft niemand mehr dieses Blog lesen wird, weil es nicht in einfacher Sprache verfasst ist. Harald Martenstein schreibt (Paywall): „1899 gab es in Deutschland laut Statistik noch ein Prozent Analphabeten, bis 1912 sank die Zahl offiziell auf null. Heute ist offiziell von zwölf Prozent die Rede, dabei werden allerdings nur die Erwachsenen gezählt und noch nicht die Kinder aus Nordrhein-Westfalen. Die Definition des Analphabetismus ist allerdings schwierig – wie soll man Menschen nennen, die mit Mühe innerhalb von ein, zwei Minuten einen Satz entziffern können? Laut Unesco gelten nur noch 13 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung als Analphabeten, die ärmsten Länder eingerechnet. Diese Zahl, 13 Prozent, Weltdurchschnitt, dürfte Deutschland inzwischen nicht mehr erreichen.“
Ein Rat an die Nachgeborenen für die Berufswahl: Die Meldestellen-Industrie ist die einzige Industrie, die in Deutschland rapide wächst.
Ich habe mich an den Anblick des Südhafens – genauer: des Unterhafens Spandau gewöhnt. Er ist nicht schön, aber zeigt an, wie die Skyline einer Oase nach tagelanger Wüstenwanderung, dass man es nicht mehr weit hat zum Ziel, hier: zum Steg am Bootshaus. Ich muss hier nur rechts abbiegen und noch 15 Minuten paddeln durch das Labyrinth der Wasserläufe in Klein-Venedig. Vielleicht war das auch das letzte Mal in diesem Jahr.
In vergangener Zeit, als ich noch auf Autobahnen unterwegs war, gehörte es zum Ritual, auf einer Raststätte zu halten, „Kartoffelsalat“ mit Würstchen zu essen und das Publikum anthropologisch zu beobachten. Nach dem Paddeln kehre ich manchmal in der Waldschänke ein, die eher eine Imbissbude mit großem Biergarten ist. Dort lebt noch das alte West-Berlin. Und dort isst man auch keinen veganen Salat, gar mit Hafermilch als Getränk, sondern Würste und flüssigen Zucker mit Geschmack, wie es sich gehört. Ich bestelle in Timbuktu auch kein Eisbein mit Sauerkraut oder in Jerusalem Schweinefleisch süß-sauer. Für den richtigen Stil braucht man das richtige Gefühl, auch auf der Zunge.
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* Welche deutsche Verben kann man benutzen als Synonyme für „paddeln“, wenn man sich mit einem Kajak fortbewegt?
ChatGPT: Es gibt verschiedene deutsche Verben, die als Synonyme für „paddeln“ verwendet werden können, wenn man sich mit einem Kajak fortbewegt. Hier sind einige Beispiele:
Rudern: Dieses Verb wird oft verwendet, um das Paddeln mit einem Kajak zu beschreiben. Zum Beispiel: „Wir ruderten den Fluss hinunter.“
Kanufahren: Obwohl „Kanufahren“ normalerweise mit Kanus in Verbindung gebracht wird, kann es auch verwendet werden, um das Paddeln mit einem Kajak zu beschreiben. Zum Beispiel: „Wir gingen Kanufahren auf dem See.“
Kajaken: Dieses Verb ist spezifischer und bezieht sich direkt auf das Paddeln mit einem Kajak. Zum Beispiel: „Wir haben den ganzen Tag gekajakt.“
Paddeln: Natürlich kannst du auch einfach „paddeln“ verwenden, da es das Standardverb für diese Aktivität ist. Zum Beispiel: „Wir paddelten entlang des Flusses.“
Diese Verben sind in der Regel austauschbar, wenn es darum geht, das Paddeln mit einem Kajak zu beschreiben. Die Wahl des Verbs hängt oft von persönlichen Vorlieben und regionalen Unterschieden ab.
Promptologisch

(Bild: KI Midjourney | Bearbeitung Burks oder: Was Heise kann, kann ich auch)
Ich habe ein paar neue KI-Links in die Blogroll und in die Werkzeugsammlung getütet. Heise hat einen Artikel zu: „KI-Sprachmodelle: Tipps und Tools für den produktiven Einsatz“ (aber Paywall).
PromptPerfect ist zum Beispiel vergleichbar mit dem Midjourney Prompt Helper. Ich halte vieles für heiße Luft, aber die Werbefuzzys sind natürlich begeistert, weil sie auch nur Textbausteine aneinanderfügen wie die KI.
Trotz der ausgefeiltesten Prompts werden Sie immer mal wieder feststellen, dass ChatGPT faktisch falsche Dinge erfindet, sie „halluziniert“. Dann können Sie versuchen, am Prompt herumzuoptimieren, um den Output zu verbessern.
Darauf hat die Welt gewartet – auf herumhalluzinierende Roboter. Wenn man dem Output de facto nicht trauen kann, ist es dann nicht gleich besser, mit Google zu recherchieren, so dass man bei den Quellen mit natürlicher Intelligenz eine Ersteinschätzung vornehmen kann?
Klimatisiert und staubfrei
Aus Oskar Jursa: Kybernetik die uns angeht, 1971. Habe ich gerade in meiner Bibliothek gefunden. Auf dem hinteren Buchdeckel steht zum Beispiel: „Kybernetik: sie schafft den Computer, die künstliche Intelligenz.“ Dafür hat sie aber eine Weile gebraucht.
Replace Background [Update]
Ich habe ein altes Foto von mir und Tölchen aka Ajax vom Teufelslauch genommen und der KI befohlen, es mit einem anderen Hintergrund auszustatten. Leider sieht der Hund nicht mehr so deutschdrahthaarmäßig aus wie das Original.
Danach habe ich die neue Funktion Vary (Region) getestet und „mich“ und den Hund variieren lassen. Das Ergebnis ist ernüchternd zum Totlachen.
Aktuelle Frontberichte, reloaded
Historisch-pädagogische Front
Am 21 August 1831 begann ein Aufstand versklavter Afrikaner in Virginia, USA. Der Anführer war „der Prophet“ Nat Turner. Turner wurde am 11. November 1831 in Jerusalem im Southampton County, Virginia, gehängt; sein Körper wurde Ärzten überlassen, die ihn köpften, abhäuteten und vierteilten. Im Gegensatz zu Spartacus hat Nat Turner ein schriftliches Vermächtnis hinterlassen.

Zerstörter Leopard 2 in der Ukraine (Quelle: russische Propaganda, also automatisch voll gelogen)
Ostfront
„US-Geheimdienste schätzen, dass die Ukraine ein zentrales Ziel ihrer Offensive verfehlen wird.“ Ich schätze die Lage als Experte ein, falls das jemand wissen will, aber nur per verschlüsselter E-Mail. Oder hier auf dem Blog.

Izz al-Din al-Qassam Brigaden der Hamas, Source: IDF
Terror- und Religiotenfront
Jerusalem Post: „Arab indicted for stabbing co-worker in ‚religiously motivated‘ terror attack“. Jeruslalem Post: „Hebron terror attack: Mother shot dead in front of daughter“. Bezael Smotrich ist zum Thema wie gewohnt Trump-mäßig unterwegs. Übrigens: Israel verurteilt Israelis wegen rassistisch motivierter Gewalt.

Türkische Männer, deren Söhne und Enkel in Deutschland Fußball spielen (Symbolbild)
Leibesübungen-Front
Ich frage nur nach den Vornamen. Die Wahrung des Landfriedens – das Verbot von Faustrecht und Selbstjustiz – ist in der Form des staatlichen Gewaltmonopols Basis jeder modernen Rechtsordnung. Definiere „modern“ und übersetze das Ergebnis ins Arabische und Türkische.
Virtuelle und linguistische Front
– Heise: „Ein von einer KI-Technik generiertes Kunstwerk fällt in den USA nicht unter die Copyright-Regeln und kann nicht urheberrechtlich geschützt werden.“ Das ist in Deutschland auch so. „Menschliche Beteiligung“ kann aber bedeuten, dass ich ein von der KI generiertes Bild minimal verändere. Und dann?
– „Nach Sachsen und Schleswig-Holstein untersagt jetzt auch Sachsen-Anhalts Bildungsministerium an Schulen das Gendern mit Sonderzeichen. Die Entscheidung bezieht sich sowohl auf den Unterricht, als auch auf den offiziellen Schriftverkehr der Schulen.“ [Nach „Unterricht“ kommt kein Komma, Verein Deutsche Sprache! SCNR]
– Sehr lustig in der Süddeutschen über Haar: „Bürgermeister Andreas Bukowski hat per Anordnung entschieden, dass im Rathaus zukünftig ohne Sternchen, Doppelpunkte oder Unterstriche kommuniziert werden soll. Von der SPD kommt Widerspruch. Und die Gleichstellungsbeauftragte wirft hin.“
– Der Hamburger Senat hat offiziell bestätigt, dass die Volksinitiative Schluss mit Gendersprache in Verwaltung und Bildung zustande gekommen ist; die Zahl der mindestens 10.000 Unterschriften der Hamburger Wahlberechtigten sei erreicht worden. Jetzt muss sich die Bürgerschaft mit dem Anliegen beschäftigen.
– Mal sehen, wann mein Avatar in Secondlife einen Ausweis braucht.
Technische Front
Die Ente ist out.
Keine Flüge und pro Jahr nur 167 Meter Straße, parallel satanisch eingetaktet
Anke Domscheit-Berg kommentiert auf Twitter: „Die #Digitalkompetenz im #Bundestag ist auch daran erkennbar, dass zB dieser CDU MdB nicht mal dann einen Satireaccount erkennt, wenn im Accountnamen „Parodie“ drin steht.“ Mittlerweile hat Wiener den Beitrag wieder gelöscht.
Heute schreiben sich die Geschichten wie von selbst.
Die Flugbereitschaft schafft es also nicht, Außenministerin Baerbock nach Australien zu bringen. Ist das schon einmal in irgendeinem Land passiert, außer in Somalia? „Wir haben bis zuletzt geprüft und geplant.“ Hear, hear.
Was wollte sie da? „Baerbock wollte ihr Programm am Mittwoch mit einer Rede am renommierten Lowy Institute beginnen. Es wurde erwartet, dass sie sich angesichts des immer aggressiveren Machtstrebens Chinas zur geopolitischen Situation in der Pazifik-Region äußern würde“, berichten die Qualitätsmedien. Dann muss man froh sein, dass sie nicht dort angekommen ist. (Warum der Zusatz „renommiert“? Wer bestimmt, was renommiert ist und bei wem? Ist das Journalismus oder was?)
„Im Rahmen der Zusammenkunft mit Wong sollten Kulturgüter aus der Kolonialzeit an das indigene Volk der Kaurna in Australien zurückgegeben werden.“ Schön, kein Raubgut, sondern von Missionaren eingesammelt – aber, liebe Praktikanten von der „Welt“: Hattet ihr keine Zeit mehr für Wikipedia? The last surviving person of full Kaurna descent, a woman called Ivaritji (Amelia Taylor or Amelia Savage) died in 1929.
„Die Kulturgüter des Grassi-Museums in Leipzig – ein Holzschwert, ein Speer, ein Fischnetz und eine Keule – haben sakralen, kulturellen und identitätsstiftenden Wert für das Kaurna-Volk“ Hat man die Kaurna, die es gar nicht mehr gibt, eigentlich gefragt, ob sie den Krempel zurückwollen? Und welche Identität wird wie damit „gestiftet“?
Und now for something completely different.

Yberunifrom der Cyberabwehr des Cyberverfassungsschutzes (männlich)
Das Bundesamt für Verfassungsschutz wirbt jetzt auf Instagram. „Fragen zur Bewerbung bitte nur per Website/Telefon„. Ähm. Nicht per verschlüsselter E-Mail? Die suchen was mit Cyber und so. Da ist das hiesige Publikum doch vermutlich qualifiziert? Ich habe mir schon Gedanken über neue Cyber-Dienstuniformen gemacht.

Yberunifrom der Cyberabwehr des Cyberverfassungsschutzes (weiblich)
Jetzt zum öffentlichen Nah- und Fernverkehr.
Rund 200 Fahrgäste haben mehrere Stunden auf freier Strecke bei Hamburg in einem liegengebliebenen ICE ausgeharrt, darunter auch Klaus Müller, der Chef der Bundesnetzagentur. Ein technischer Defekt habe dazu geführt, dass der ICE 1675 Richtung Frankfurt nicht weiter fahren konnte, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Dienstagmorgen. Zunächst sollte das Fahrzeug mithilfe einer Hilfslok weggezogen werden, dies habe jedoch nicht funktioniert.
Wait a minute. Das hat nicht funktioniert? Warum denn nicht? Hatte die Hilfslok nicht genug Kohlen dabei? Oder war geplant, nur die Lok abzuschleppen und den Rest stehen zu lassen, und ist ihnen zu spät eingefallen, dass das eher suboptimal gewesen wäre? Sind wir schon Dritte Welt oder schon weiter?
Zehn Jahre Bauzeit für eine 1,2 Kilometer lange Brücke über den Rhein, die 34 Millionen teurer wurde als geplant. „So erschwerten über die Jahre die Witterungsbedingungen die Bauarbeiten. Mal war es zu warm, mal zu kalt.“ Ach ja. Das Klima war es!
Nun das Lokale. Zwölf Jahre geplante Bauzeit für die Erneuerung von zwei Kilometern Fahrbahn in Berlin-Neukölln. Und die Karl-Marx-Strasse ist immer noch Baustelle. Allerdings habe ich da noch niemanden arbeiten sehen. Ich fahre da fast täglich vorbei. „Die Karl-Marx-Straße wurde offenbar vorsätzlich als Dauerbaustelle geplant. (…) Pro Jahr werden nur 167 Meter Straße fertig.“ Auch noch Vorsatz? Sollte man nicht jemanden einsperren?
Vgl. Beipanjiang-Brücke (Autobahn Hangzhou-Ruili), höchste Brücke der Welt, vier Jahre Bauzeit.

Vorbereitung auf Senkung des Blutdrucks (Symbolbild)
Immer noch Nahverkehr: „Während Geschlechtsverkehr bei Frauen das Risiko für Bluthochdruck senkt. Können häufige Orgasmen bei Männern das Risiko für Herzinfarkte erhöhen.“ Ist das jetzt nicht ein Dilemma? Und was muss ich jetzt tun? Und kommt es nicht, wie immer beim Sex, auf die Qualität und nicht auf die Quantität an?
Und nun zu uns, russische Propaganda (also automatisch voll gelogen). Ihr schreibt untertitelnd, Schoigu habe gesagt, es sei nun offensichtlich, „dass der Einsatz von westlichen Waffen und angeblich fortschrittlichen Methoden bei der Planung von militärischen Operationen keine Überlegenheit auf dem Schlachtfeld garantieren könne.“
Wo habe ihr eigentlich Deutsch gelernt? Bei den Ossis? wenn man Kriege plant und westliche Waffen einsetzt und angeblich fortschrittliche Methoden [geht es auch konkreter?], ist man auf dem Schlachtfeld weder überlegen noch garantiert das den Sieg. Kein Ung, kein Heit. Ich empfehle sogar, den Satz umzudrehen: Das, was das Publikum interessiert, muss nach vorn. Man siegt nicht und ist auf dem Schlachtfeld nicht überlegen, wenn [aha! jetzt wird es spannend, denkt der Leser – das will ich jetzt wissen], wenn man westliche Waffen und angeblich fortschrittliche Methoden einsetzt [„Methoden einsetzen“ ist fürchterliches Deutsch, aber ich weiß nicht, was die meinen].
Unter Bicyclisten
Fahrt mehr Fahrrad und ihr sterbt gesünder! (By the way: Ich glaube nicht, dass KI so ein Foto machen kann.)
Religion ist Wahrheit

Jesus und Jünger, zeitgenössische Wandmalerei des Famulus, ca. 64 n. Christus, zur Zeit Kaiser Neros, Domus Aurea
„Ihr habt eine törichte Lehre angenommen, macht euch selbst einen Christus und geht darum jetzt in eurem Leichtsinn zugrunde.“ (Justin der Märtyrer († um 165) – Dialog mit dem Juden Tryphon)
Hier also das schon angekündigte Wort zum Sonntag. Um mich meditativ zu versenken und mental darauf vorzubereiten, las ich, wie zu erkennen war, Rudolf Augsteins „Jesus Menschensohn“, dessen erste Auflange schon 1972 erschien. Ein Rezensent schrieb im Vorwort der US-amerikanischen Ausgabe: „In Jesus Menschensohn sind viele schlechte Nachrichten, die aus der guten Nachricht aus Galiläa resultierten, mit kühler Eleganz beschrieben. Vor drei Jahrhunderten hätten sie dem Autor den Scheiterhaufen auf dem Campo dei Fiori in Rom beschert.“
Das ist eine grandiose Empfehlung, die ich für meine Bücher auch gern bekommen hätte. Ich will das Buch nicht besprechen. Nur so viel: Jesus von Nazareth hat es gar nicht gegeben, und aus Nazareth war er auch nicht (sondern Nazoräer aka nasiräer oder nazrájja aka „die Bewahrer“- aber was kümmert die Religioten, wenn etwas falsch aus dem Aramäischen, Griechischen oder Hebräischen übersetzt wurde.) Herodes hat auch keine Babys ermorden lassen, und Bethlehem war nicht der Geburtsort des Messias. Wenn ich jetzt aufzählte, was noch alles im so genannten Neues Testament erlogen, erfunden oder falsch übersetzt wurde, wäre das Traktat so lang wie die Bibel selbst. Viele Theologen wissen das, aber wenn sie es sagten, wäre ihre berufliche Laufbahn ruiniert, so meint Augstein und zitiert viele Quellen dazu.

„Christus et discipuli eius“, unbekannter Künstler zur Zeit Kaiser Neros, Fresko im Casa dell’Ara massima, Pompeji
Es gibt nicht nur keine validen Quellen, sondern diejenigen, die Jesus erwähnen, widersprechen sich ständig. Eigentlich stimmt gar nichts an der angeblichen historischen Figur. Sobald die Katze aus dem Sack war, also die frommen Märchen später, oftmals Jahrhunderte später, wiedergekäut wurden, redigierten und retuschierten die Kirchenväter und ihre Epigonen viele Details, die nicht in den Kram passten. Oder die Theologen „einigten sich mehrheitlich“ auf irgendetwas, weil es keine Fakten gab, Christus „der Erlöser“ aber dringend existent sein musste.
Oder, wie Gerhard Möbus in seinem Buch »Die Christus-Frage in Goethes Leben und Werk« befand: »Die Mehrdeutigkeit seiner Äußerungen über das Christsein« ändert nichts daran, daß Goethes Grundüberzeugung (Möbus nennt es seine »Vorentscheidung«,) feststeht: »Daß das Christsein ein Irrtum ist, der mit Gewissen, Vernunft und Wirklichkeit unverträglich ist und der seine Anhänger in den Zustand der Lügenhaftigkeit und Unredlichkeit versetzt, wenn sie auf einer höheren Bewußtseinsstufe stehen.«

Wandmalerei in Pompeji, Macellum, Tempera-Stil, Künstler unbekannt, Kopie einer Wandmalerei samt Inschrift auf einer Mauer in Galiläa: המשיח מנצרת, הנקרא כריסטוס
Wie kommt man gegen Mythen dieser Art an? Gar nicht. Man sollte auch nicht die Religion an sich beschimpfen, weil sie ein falsches Bewusstsein der Realität ist, eben ein „Seufzer der bedrängten Kreatur“, wie jemand mal sagte. „Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.“
Angesichts der spärlichen Belege kann man fragen, ob denn der ganze Jesus nicht eine aus mehreren Figuren und Strömungen synthetisch in eins geflossene Erscheinung sei, in der Phantasie hellenistisch gebildeter Juden als eine personifizierte Heilserwartung des jüdischen Volkes unbewußt erschaffen.“ (Rudolf Augstein)
Full ack, Euer Ehren, aber wir ruinierten auch die Tourismusindustrie in Israel, insbesondere in Jerusalem. Bethlehem, Nazareth. Nur Potemkinsche Dörfer. Sagte da jemand Jericho?
Vor 13 Jahren schrieb ich: Ich wette, dass in deutschen Schulklassen immer noch die fromme Legende erzählt wird, es habe einen „Auszug Israels“ aus Ägypten oder gar die sprichwörtlichen „Posaunen vor Jericho“ gegeben. Seit Israel Finkelsteins (…) Buch „Keine Posaunen vor Jericho: Die archäologische Wahrheit über die Bibel“ wissen wir, dass alles das ein gut erfundenes Propaganda-Märchen ist. Das ist nicht Geschichte und Realität, sondern ein Mythos!

Auszug der Israeliten aus Ägypten, Öl auf Leinwand, Jacques-Louis David im Auftrag Napoleons, heute im Louvee. Das Gemälde ist eine Kopie einer verloren gegangenen Wandmalerei aus der Zeit des Neuen Reiches (18. bis 20. Dynastie, etwa 1500–1000 v. Chr.. Die ursprüngliche Beschriftung war in Hieratisch.)
Die religiösen Zionisten Israels und andere Orthodoxe warten bekanntlich auch auf den Messias. Ob der jemals kommt? Man könnte das beschleunigen, indem man den Felsendom schon mal in die Luft sprengt, um Platz für den dritten Tempel zu schaffen, der dort stehen soll. Leider gibt es für den ersten Tempel keine archäologischen oder sonstigen überprüfbaren Quellen, nur fromme Geschichten, so dass man über die Zählung eins, zwei, drei trefflich streiten kann. Der Felsendom ist übrigens auch nicht die drittheiligste Stätte des Islam, auch das ist Bullshit-Bingo. Im 19. Jahrhundert war das Gebäude in einem jämmerlichen Zustand, und niemand kümmerte es.

wie oben, aber Vatikanisches Geheimarchiv

Die Himmelfahrt Mohammeds, gemalt nach Augenzeugenberichten, frühes 8. Jahrhundert (Kopie). Titel auf dem verloren gegangenen Original: araǧa bi-rasūli ʾllāh ilā ʾs-samāʾ as-sābiʿa.
Rinks- und lechtslastig
Heise: „Studie prüft, welche KI-Modelle eher links- oder rechtslastige Antworten geben“. Da wurde ich natürlich neugierig.
Linksgerichtete Sprachmodelle waren auch besser darin, Fehlinformationen aus rechtsgerichteten Quellen zu identifizieren, aber weniger empfindlich gegenüber Fehlinformationen aus linksgerichteten Quellen. Rechtsgerichtete Sprachmodelle zeigten das umgekehrte Verhalten.
Ach. Vielleicht sollte ich mir auch so etwas basteln: Eine linksextreme künstliche Intelligenz mit profunder Kenntnis des Marxschen Œuvres, die in Nullkommanix wesentliche Fragen des Universums beantwortet, etwa: Hat Nobuo Okishio recht, oder doch eher Michael Heinrich, oder sogar Paul Sweezy?
Linkslastige Modelle wurden noch linkslastiger und rechtslastige noch rechtslastiger.
Was heißt das überhaupt? Ich halte Gendersprache für rechtslastige Sprachesoterik; die „Linke“ würde das anders sehen. Eine deutsch trainierte KI würde Marx‘ Thesen über den Islam oder gar seine Äußerungen über „Nigger“ vermutlich als rechtspopulistisch oder AfD-nah eintüten. Und ist es sicher, dass die KI nicht Karl Marx mit Karl May verwechselt?
Oder soll ich hier autonome Blog-Agentinnen beschäftigen, die die User beschimpfen oder plötzlich in meiner Küche Kaffee trinken? Ich muss Jim Fan fragen, wie ich einen Simuation Server starte…
Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass die Antworten eines Modells möglicherweise nicht seinen „inneren Zustand“ widerspiegeln, wie es Vosoughi nennt. Er verweist auf den Umstand, dass KI-Modelle dazu neigen, sich Antworten schlicht auszudenken.
Ach ja? Wenn die KI nichts weiß, denkt sie sich etwas aus? Echt jetzt? Das klingt aber schon sehr humanoid. Vermutlich gibt es bald die erste künstlich-intelligente Religionsgründung.
Digitale Feudalherrn

digital media, made-believe, fictional, –chaos 100 –s 750
„In einer Welt, in der man mit Informationen überschüttet wird, sorgen die Algorithmen, die die neuen Medien beherrschen, wiederum dafür, dass jeder von uns nur den Teil der Realität sieht, der die eigene Meinung bestätigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Informationen nun wahr oder falsch sind. (Giuliano da Empoli, Quelle: „Digitale Feudalherren bestimmen, worüber wir sprechen“)
Die hiesige Leserschaft möchte also burks.de konsumieren, um einen von mir aufbereiteten Teil der Realität zu sehen, der ihre eigene – schon vorhandene – Meinung bestätigt? Gut zu wissen!
Empty Activity oder: Unter IT-Evangelisten
Ein indischer Arbeitskollege, der Software Engineer und Mathematiker ist, schickte mir ein Instagram-Video eingedenk dessen, dass hier (wo ich arbeite) die meisten wissen, dass die Programmierer hier alle meine Kinder, wenn nicht sogar meine Enkelkinder sein könnten, nähme man nur das Alter. Das inspirierte mich. Ich sollte das, was die Dame im Filmchen kann, auch können sollte oder es zumindest versuchen. Ich bin ja noch viel jünger. Warum eigentlich nicht?
Frage also an das Publikum: Welche App braucht man als alter weißer Mann, die es noch nicht gibt?

programming an app for android, kotlin, java, –no people –chaos 100 –s 750
Da ich bei Apps absolut ahnungslos bin, fragte ich natürlich zuerst meinen Dienstroboter die künstliche Intelligenz: Wie programmiert man eine App für Android?
ChatGPT: Das Entwickeln einer Android-App erfordert grundlegende Programmierkenntnisse, insbesondere in Java oder Kotlin (Ach was! So etwas sollte die KI auch können!), da dies die Hauptprogrammiersprachen für die Android-Entwicklung sind. Hier ist eine grundlegende Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man eine Android-App entwickelt:
Vorbereitung:
Installiere Android Studio: Dies ist die offizielle integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) von Google für die Android-Entwicklung.
Lade die erforderlichen SDKs und Tools über den Android Studio SDK Manager herunter.
Projekt erstellen:
Starte Android Studio und erstelle ein neues Projekt.
Wähle den Projekttyp (z. B. „Phone and Tablet“, „Empty Activity“) und gib den Projektnamen sowie andere Einstellungen an.
Design der Benutzeroberfläche:
Verwende den integrierten Layout-Editor, um das UI deiner App zu entwerfen.
Definiere XML-Layouts für verschiedene Bildschirmgrößen und -orientierungen.
Programmierung:
Verwende Java oder Kotlin, um die Logik deiner App zu programmieren.
Definiere Aktivitäten, die verschiedene Bildschirme und Interaktionen repräsentieren.
Implementiere UI-Elemente und verknüpfe sie mit Code.
Funktionalität hinzufügen:
Füge Funktionen wie Buttons, Menüs, Texteingaben, Bilder usw. hinzu.
Implementiere die gewünschte App-Logik, wie Datenverarbeitung, Berechnungen usw.
Ressourcen verwalten:
Füge Ressourcen wie Bilder, Zeichenketten und Farben hinzu.
Organisiere diese Ressourcen in den entsprechenden Verzeichnissen im Ressourcenordner.
Testing:
Verwende den Android Emulator oder teste die App auf einem physischen Gerät.
Führe umfassende Tests durch, um sicherzustellen, dass deine App einwandfrei funktioniert.
Optimierung:
Achte auf die Leistung deiner App und optimiere bei Bedarf den Code und die Ressourcennutzung.
Veröffentlichung:
Registriere dich für ein Google Play Developer-Konto.
Generiere ein signiertes APK (Android Package) deiner App.
Veröffentliche deine App auf dem Google Play Store.
Aktualisierung und Wartung:
Behalte deine App im Auge, sammle Feedback von Nutzern und füge neue Funktionen hinzu.
Halte die Android-Plattform-Updates im Blick und aktualisiere deine App entsprechend.
Ich konnte mich nicht zurückhalten und fragte nach: Gib ein Beispiel für einen Code in Kotlin, um eine App für Android zu programmieren! Auch da bekam ich eine Antwort (Textdatei). Hehe! Soll ich jetzt damit anfangen? Was ist mit einer Marktanalyse? Sollte ich schon Gelder für mein Startup einsammeln?
Und ab sofort nennt ihr mich Herr IT-Evangelist!
/Describe Forestpunk Sumatraism

Santa Ana de Alto Beni Bolivien 1984, vgl. „Run through the jungle“ (01.04.2012)
Liebe Kinder, Eure Aufgabe heute: Ihr bekommt ein Foto und versucht, mit Hilfe künstlicher Intelligenz aka Midjourney/Discord eines herzustellen, das dem Original möglichst ähnlich ist. Dazu lernen wir heute mit dem Prompt-Befehl /describe zu arbeiten. Ich habe das obige Bild hochgeladen. (Das geht auch, wenn man keinen eigenen Kanal hat wie ich.)
Man braucht den Midjourney-spezifischen uniform resource locator (URL), also den direkten Link zum hochgeladenen Bild. (Den erhält man entweder, indem man sich die Grafik im Browser ansieht oder per Rechtsklick.)
Mit /describe samt URL des Fotos spuckt die KI vier verschiedenen Beschreibungen aus, die man im Prompt dann variieren und einsetzen kann. Durch die Vorschläge lernt man gut, wie die KI „denkt“ und mit welchen Begriffen.
Ich musste erst einige Wörter googeln: Caffenol? Foreboding? Sumatraism? Forestpunk? Igbo art? Dom qwek?
1️⃣ a village near a river, in the style of caffenol developing, sumatraism –ar 64:41
2️⃣ river near town and house of women, in the style of indigenous culture, dark, foreboding landscapes, gloomy –ar 64:41
3️⃣ an area with houses and a village, in the style of iban art, gloomy, contax/yashica mount, environmental activism, forestpunk, igbo (ibo) art, washed-out –ar 64:41
4️⃣ a river and houses, in the style of indigenous culture, agfa vista, hazy landscapes, mingei, ethnographic influences, dom qwek, photo taken with provia –ar 64:41
Mein erster Versuch war: a village near a river, in the style of caffenol developing, sumatraism, indigenous culture foreboding landscapes, gloomy, ethnographic influences, forestpunk 16:9 –s 750
Das Bild, das mir am besten gefiel, habe ich noch variieren lassen (Man kann von jeder Grafik mit „V“ vier ähnliche Versionen machen). Von den vier Resultaten sortierte ich die aus, die Laternen und Lampen oder Umrisse verwachsener Personen zeigten. Es blieb nur eines übrig, das immer noch eher „asiatisch“ als „lateinamerikanisch“ aussah. Also hieß es das „Sumatraism“ durch „Amazon jungle“ zu ersetze, da ich annahm, dass die KI den Rio Beni, an dem ich fotografiert hatte, nicht als Archetyp führt.
Nächster Versuch: a village near a river, in the style of caffenol developing, amazon jungle, indigenous culture foreboding landscapes, gloomy, ethnographic influences, forestpunk, small wooden houses –ar 16:9 –s 750 (zwischendurch hatte ich vergessen, dass der Befehl für ein bestimmtes Format mit –ar begonnen werden muss, sonst werden alle Bilder quadratisch).
Nächster Versuch, weil ich den Betrachter weiter weg beamen wollte: a village near a river, in the style of caffenol developing, amazon jungle, indigenous culture foreboding landscapes, gloomy, ethnographic influences, forestpunk, panoramic view, small wooden houses –ar 16:9 –s 750
Voila. Das ist schon nicht schlecht. Aber trotzdem finde ich mein Original immer besser, zumal eine Geschichte dazu erzählt werden kann und Erinnerungen daran hängen, auch noch nach 39 Jahren.
Katzen im Sack
Ich befasse mich gerade mit:
FreedomGPT
Cloud Natural Language – Natural Language API (kostenpflichtig)
IBM Watson Natural Language Understanding (kostenpflichtig)
TensorFlow (kostenpflichtig)
Scrapy (kostenpflichtig)
Hunchly
Datawrapper.
Hat jemand diese Tools schon benutzt und kann etwas darüber sagen? Ich möchte nicht Katzen im Sack kaufen.
Etüde in Piep
Kleine und sinnlose Etüde in Piep-Dur am Morgen.
Unter Doppelgängern
Wie kann ich von mir selbst einen virtuellen Doppelgänger für virtuelle Meetings erstellen?
ChatGPT: Die Erstellung [besser, wenn schon kein Verb: Das Erstellen, oder in Genderquatschsprache: Das Zuerstellende] eines virtuellen Doppelgängers für virtuelle Meetings kann [nicht ist? Und wann nicht?] ein interessantes Projekt sein, das jedoch technische Kenntnisse und Ressourcen erfordert. [Das hätte ich jetzt nicht gedacht!] Hier sind einige Schritte und Technologien [Warum nicht Techniken?], die du in Betracht ziehen könntest [in welchem Fall? Ist das Irrealis? Ich könnte, wenn ich es täte?]:
3D-Modellierung: Zunächst benötigst du ein 3D-Modell von dir selbst, das als Grundlage für deinen virtuellen Doppelgänger dient. Du könntest einen 3D-Scanner verwenden, um dein Gesicht und deinen Körper zu erfassen, oder einen 3D-Künstler beauftragen, dein Modell zu erstellen.
Motion Capture: Für realistische Bewegungen und Mimik kannst du Motion-Capture-Technologien verwenden. Es gibt tragbare Motion-Capture-Anzüge oder spezielle Kamerasysteme (1), die deine Bewegungen erfassen und auf dein 3D-Modell übertragen können.
Sprachsynthese: Für die Sprachausgabe benötigst du eine Text-to-Speech-Engine, die deine Stimme synthetisiert. Es gibt verschiedene TTS-Modelle, die natürlich klingende Stimmen erzeugen können.
Spracherkennung: Um deinem virtuellen Doppelgänger zu ermöglichen, auf Sprachbefehle oder Fragen zu reagieren, benötigst du eine Spracherkennungstechnologie, die das Gesprochene in Text umwandelt.
Avatar-Plattformen: Es gibt spezielle Plattformen und Software, die bereits einige dieser Technologien kombinieren und es dir ermöglichen, deinen virtuellen Doppelgänger zu erstellen und in virtuellen Meetings zu nutzen. Einige dieser Plattformen bieten sogar Funktionen für Animation und Interaktion. [Ich weiß: Mein Avatar in Secondlife ist schwer bewaffnet für die adulte (!) Interaktion mit anderen Avataren. Er hat sogar Fist combat.]
Hardwareanforderungen: Beachte, dass die Erstellung und Darstellung eines hochwertigen virtuellen Doppelgängers leistungsstarke Hardware erfordert, insbesondere für Echtzeit-Animation und Rendering.
Es ist wichtig zu betonen [warum?], dass die Erstellung eines realistischen virtuellen Doppelgängers eine komplexe und kostenintensive Aufgabe sein kann, die fortgeschrittene Technologien und möglicherweise die Zusammenarbeit mit Experten erfordert. Je nach den gewünschten Funktionen und dem Grad der Realismus, den du anstrebst, könnten die Kosten und Anforderungen stark variieren. In einigen Fällen könntest du auf vorhandene Technologien und Plattformen zurückgreifen, um den Aufwand zu verringern.
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(1) Es gibt verschiedene Kamerasysteme und Technologien, die Bewegungen erfassen und auf ein 3D-Modell übertragen können. Diese Systeme werden oft für Motion Capture (MoCap) verwendet, um Bewegungen von Menschen oder Objekten auf virtuelle Charaktere oder Modelle zu übertragen. Hier sind einige der gängigsten Kamerasysteme:
Optische Motion Capture-Systeme: Optische Motion Capture-Systeme verwenden Infrarotkameras und reflektierende Markierungen (sogenannte Marker) auf dem zu erfassenden Objekt oder auf der Person. Die Kameras erfassen die Bewegungen der Marker im Raum, und Software berechnet die Bewegungen im 3D-Raum. Bekannte Marken in diesem Bereich sind VICON, OptiTrack und Qualisys.
Inertiale Motion Capture-Systeme: Diese Systeme verwenden tragbare Inertialsensoren, die Beschleunigungsmesser, Gyroskope und Magnetometer enthalten, um die Bewegungen des Trägers zu erfassen. Diese Systeme sind kabellos und eignen sich gut für die Erfassung [um zu erfassen, was sich bewegt, verdammt!] von Bewegungen in Innenräumen oder an Orten, wo optische Marker schwierig zu verwenden sind.
Depth-Sensing-Kameras: Depth-Sensing-Kameras, wie die Microsoft Kinect oder Intel RealSense, verwenden Infrarot- oder ToF- (Time-of-Flight) Sensoren, um die Tiefeninformationen der Umgebung zu erfassen. Durch die Analyse dieser Tiefeninformationen können Bewegungen und Körperhaltungen von Personen erfasst werden.
Kombinierte Systeme: Es gibt auch Systeme, die verschiedene Technologien kombinieren, um präzisere Motion Capture-Daten zu erhalten. Beispielsweise können optische Systeme mit Inertialsensoren kombiniert werden, um sowohl die Genauigkeit als auch die Mobilität zu verbessern.
Markerlose Motion Capture: Fortschritte in der Computer Vision ermöglichen es, Marker in einigen Fällen vollständig zu umgehen. Markerlose Motion Capture-Systeme verwenden Kameras, um die Bewegungen einer Person direkt zu erfassen, ohne dass Markierungen auf dem Körper angebracht werden müssen. Solche Systeme basieren auf fortschrittlichen Algorithmen zur Bewegungsanalyse und -verfolgung.
Die Wahl des geeigneten Systems hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Budget, dem gewünschten Genauigkeitsgrad, dem Anwendungsbereich und den spezifischen Anforderungen Ihres Projekts. Hochwertige optische Motion Capture-Systeme bieten in der Regel die präzisesten Ergebnisse, während markerlose Systeme weniger aufwändig in der Anwendung sein können.
Invoke Archetypes

The geometric illuminati, the father of power, tarot black and gold, black paper, fine point ink, stipple shading, volumetric lighting, glitchcore:: infrared black and white photography :: ominous seraphim-like angel, glowing gold void eyes, creation runes, illustrated by Kentaro Miura, monochromatic manga cover, symmetrical, bold black and white geometric details :: spacecore fantasypunk synthwave, symmetrical red crimson and black ink, full art geometric skeletal goddess of Death :: The geometric lich queen unreal engine, gauche monochromatic illustration by Kentaro Miura and Alphonse Mucha and Jungi Ito and Chris Foss :: 8k, unreal engine epic, ocult character symbolism — ar 9:21 — chaos 20 — stylize 3000 — q 2 — no long neck, two face, extra face –s 750
Ich habe mir ein extrem schwieriges fucking manual für Midjourney/Discord angetan und versucht, das ins Deutsche zu übersetzen. Schwierig deshalb, weil man nicht automatisch den Sinn versteht, selbst wenn man das Wort kennt. Ich spreche fließend Englisch, aber ich weiß zum Beispiel immer noch nicht, welches deutsche Wort man hier für „invoke“ benutzen sollte. Es soll Leute geben, die ChatGPT siezen. Parallel zu meinen eigenen Gehirnwindungen habe ich Google und ChatGPT übersetzen lassen, was aber auch nicht wirklich half.
Was ist die „Invoke“-Methode?(1) Was sind „Archetypen“ und wie kann ich sie verändern oder aufrufen?
Wenn es dir schwer fällt, eine bestimmte Aktion, Pose oder Szene [mit KI] zu erstellen, erwäge die „Invoke“-Methode. Das bedeutet: Beschreibe nicht die Details, sondern rufe stattdessen die Details mit „Stereotypen“, „Archetypen“ und „Klischees“ auf [die Midjourney bereits gelernt hat – vermutlich beschreibt „Vorlagen“ oder „Schemata“ ungefähr das, was gemeint ist].
Beispiele:
❌ a puppy with an envelope in its mouth walking down the street toward a mailbox
✅ a puppy delivering mail
❌ a middle-aged woman wearing glasses sitting behind a desk covered in books and one apple
✅ a schoolteacher sits at her desk
Wie und warum funktioniert die „Invoke“-Methode?
Um die Korrelationen zwischen Token [Eingaben, vgl. unten] und Regeln für die Pixelplatzierung zu lernen, hat Midjourney (unter anderem) die Beziehung zwischen Text [im Prompt] und Bildern [die erzeugt wurden] untersucht. Wenn wir Text schreiben, neigen wir dazu, assoziativ zu denken, anstatt ganz einfach zu beschreiben, da für uns Detailtreue und Prägnanz („in der Kürze liegt die Würze“) gleich wichtig sind. Wir möchten nicht, dass unsere „sehbehinderten“ Benutzer zehn lange Sekunden lang Text lesen müssen. Daher werden wir höchstwahrscheinlich nicht schreiben: A man in leather chaps, a suede vest, checkered shirt, boots, and a hat, holding a lasso, leaning against a cedar fence, surrounded by a herd of cows. Sondern eher: At a cattle ranch, a cowboy leans against a cedar fence. Das ist viel assoziativer und dauert nur einen Bruchteil der Zeit. Als Midjourney gelernt hat, Bilder zu erstellen, hat es sich vermutlich von der [ebenfalls antrainierten] Tradition der Aufrufmethode in Text [Prompt] inspirieren lassen.
Archetypen
And here are some more examples.
don’t say this ➡️ say this instead
a man with a sword ➡️ a swordsman (or guardian, or warrior, or…)
a female with a sword ➡️ a female swordsman
…with a bow and arrow ➡️ a male/female ranger
wearing glasses and carrying an apple ➡️ a schoolteacher
riding a bicycle ➡️ a cyclist
on a horse ➡️ a rider
carrying a magic wand ➡️ a magician
wearing a business suit ➡️ a businessman
having a glass of wine and talking to other people ➡️ mingling
sitting at a table with a pile of poker chips holding cards ➡️ playing poker
around a table with a pink cake and balloons ➡️ birthday party
a human with any non-human characteristic ➡️ humanoid
a cat with any non-cat characteristic ➡️ felinoid
Wenn wir einen /imagine-Job auf Midjourneys Servern ausführen, wird uns pro Job nur ein begrenztes Stück Arbeitsspeicher (RAM) zur Verfügung gestellt. Daher kann Midjourney nicht viele „Token“ [Eingaben](2) gleichzeitig verarbeiten. Stattdessen werden die Token irrlevant, miteinander verschmolzen oder weggelassen. [Ähnlich wie bei Schachcomputern, die nicht alle möglichen Züge durchrechnen). Dadurch ist die Aufrufmethode technisch effizienter. Einfach ausgedrückt benötigt „Cowboy“ weniger Speicherplatz als „Ein Mann in Lederchaps, einer Wildlederweste, kariertem Hemd, Stiefeln und einem Hut, der einen Lasso hält“. Damit kann Midjourney besser umgehen.

Faustregel: Ein Token entspricht in der Regel etwa ~4 Zeichen Text eines englischen Textes. Das entspricht in etwa ¾ eines Wortes (also 100 Tokens ~= 75 Wörter).
Der Nachteil der „Invoke“-Methode besteht darin, dass du beim ersten Versuch keine bestimmten Details angeben kannst. Dein Cowboy wird möglicherweise nicht mit dem gewünschten karierten Hemd dargestellt. Aber hier kommen andere Funktionen von Midjourney ins Spiel, insbesondere „Remix“. Sobald du deinen Cowboy erzeugt hast, kannst du einen Remix-Workflow verwenden, um Details hinzuzufügen, zu entfernen oder zu ändern. Es dauert etwas länger, aber es gibt dir eine viel bessere Kontrolle, da es die aktuellen Einschränkungen von Midjourney berücksichtigt.

a surreal cat with an ocular third eye, fantasy art –v 5 –s 750
„Push“-Wörter
Um einen „Archetypen“ zu modifizieren, kann man so genannte „Push-Wörter“ („unlock words“) zum Prompt hinzufügen.
Um einen Menschen mit einer nicht-menschlichen Eigenschaft „aufzupeppen“, könnte man formulieren:
a humanoid with blue skin
Ein wesentlich besseres Ergebnis ergäbe aber:
a humanoid with blue skin, fantasy art
Das „Push-Wort“ ist fantasy.
Beispiele:
fantasy
surreal
magical
concept art
make-believe
fabled
mythical
fictional
supernatural
fantastical
imaginary
unrealistic
fanciful
legendary
hallucinatory
mythological
illusional
dreamed
pretend
unreal
anachronistic
Schwierige Aufgaben mit der „Involve-Methode gelöst:
🔹 Du möchtest eine Katze mit drei Augen? „Archetypische“ Augen kommen nur paarweise. „Archetypische“ Katzen haben zwei Augen. Also kann man versuchen, den einen Archetypen („Katze“) mit einem anderen aufzumischen. Versuche a surreal cat with an ocular third eye, fantasy art –v 5. Das „Push“-Wort ist fantasy art Benutze rerolls, :vroll: vrolls, and remix, um dich deiner Idee anzunähern.
🔹 Du möchstest einen gläsernen Anker erstellen? Der „Archetyp“ Anker ist nicht aus Glas. Also muss man einen gläsernen Archetypen hinzufügen. Versuche: a glass sculpture in the shape of a ship’s anchor.

a glass sculpture in the shape of a ship’s anchor –chaos 100 –s 750
Mehr Beispiele für die „Invoke“-Methode
📗 Hovering (Remix)
📗 Create Selfies
📗 Dynamic Poses
📗 Control Poses
📗 Controlled Blending (Hybrids)
📗 Multiple Subjects
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(1) Einige deutsche Synonyme für das englische Wort „invoke“ sind: anrufen, heraufbeschwören, hervorrufen, aufrufen, verwenden, appellieren, beschwören, benutzen, in Anspruch nehmen, nutzen
(2) Tokenizer von OpenAI zeigt, wie Prompts von ChatGPT beziehungsweise GPT-3, aber auch von anderen KI-Tools separiert werden. Ein bis zwei kurze englische Sätze entsprechen etwa 30 Token; zwei deutsche Sätze gleichen Inhalts können zuweilen doppelt so viele Token umfassen.
OpenAI selbst gibt für GPT-3 und damit auch ChatGPT ein Limit von 4.097 Token an. Text, der über diese Grenze hinausgeht, wird von der Künstlichen Intelligenz ignoriert.
#aiart
Ich habe nur herumgespielt. Die Dame unten soll laut KI „german“ sein, warum auch immer.
#AI #aiartwork #aiartworks #aiartwork #aiartcommunity
Walser und die herumzigeunernden Israeliten

Ich habe mal die KI auf Walser angesetzt…
„Tagelang werden wir nun von den Medien mit Fotos zugespammt werden, auf denen das zerknitterte Antlitz und die wild wuchernden Augenbrauen des letzten deutschen Großdichters („Ich baue Leichtigkeit an wie andere Mais und dünge sie mit Himmelslicht“) zu sehen sein werden. Ich erinnere daher mal vorsichtshalber an diese denkwürdige Episode:
Nachdem Günter Amendt 1978 Bob Dylan auf seiner Europatournee begleitet hatte, begegnete er zufällig Martin Walser in den Redaktionsräumen der Zeitschrift ‚Konkret‘: „Er, der seine Worte besonders behutsam, nach meinem Geschmack behäbig zu setzen pflegt, fragte mich, von meinen Beobachtungen und Betrachtungen zu Dylans 78er-Tour offenbar gelangweilt, plötzlich nicht ohne einen aggressiven Unterton, was eigentlich an diesem ‘herumzigeunernden Israeliten’ Besonderes wäre.““
(Jan Seghers/Matthias Altenburg: „Geisterbahn“, Eintrag vom 6. September 2010) (via Thomas Blum auf Fratzenbuch)
Ants
Ich habe mal ein paar Ameisen gemacht. #AI #aiartwork #aiartworks #aiart
Data, Halbslawische Verteidigung und die feministische Herrschaft im Weltraum
– Danke für den Hinweis aus dem Publikum: Ich habe auch die Links zum Thema „Sicher Surfen“ überprüft. Es erstaunt schon, wer und was alles nicht mehr existiert: Jondonym, diverse Browserchecks, sogar bei Heise, Whatismyreferer (Vorsicht!) u.v.a.m. Beim BSI habe ich irgendwie den Eindruck, dass die aus purer Bosheit die Links immer wieder ändern, und das schon seit Jahren. Vielleicht wollen die gar nicht verlinkt werden.
– Will jemand etwas über die Daten Jens Spahns bei der Schufa wissen? (Die „Krawallinfluencerin“ ist klasse!)
– Die Ukraine will Großmeister und Ex-Blitz-Schachweltmeister Vasyl Ivantschuk nicht zum FIDE World Cup in Baku ausreisen lassen – trotz internationaler Solidarität und Protesten. Er ist noch nicht 60 und soll vermutlich an der Front verheizt werden. Es ist süß und ehrenvoll, für’s Vaterland zu sterben! (Übrigens: Die Chinesen dominieren das Frauenschach!)
– Mein Bäcker ist jetzt unverpixelt.
– Soll ich auch mehr Tiktoken? Dort ist bestimmt auch das Publikum, welchselbiges hier aufmerksam mitliest?
– Ich habe auch noch etwas zu unseren muslimischen Mitbürgern.
By the way: Ich wundere mich immer bei so genannten „SciFi-„Fotos oder Filmen, wie wenig Fantasie die haben, was menschliches Verhalten angeht, obwohl das doch gerade das Interessanteste ist. Im Abspann von „Krieg der Sterne“ – was weniger Science und mehr Fantasy ist – standen die Truppen wie durch Leni Riefenstahl aufgereiht zum Parteitag, und auch an der Fanfarenmusik hätte der Führer seine Freude. (Deswegen wird der Film auch in Deutschland als „besonders wertvoll“ bezeichnet.) Bei „Avatar“ ist es nicht viel anders, nur dass Lichterketten dazukommen.
Man müsste doch seit Theweleit wissen, wie gedämmte Flüsse zu interpretieren sind, ganz gleich, ob es sich um Humanoide oder Klone oder Roboter handelt. Vielleicht, wenn in ferner Zukunft das Universum von Frauen regiert wird, die sich männliche Sklaven halten, gibt es das Strammstehen nur noch für einzelne Körperteile und nicht mehr für Massen für Menschen. Aber sag das mal jemand der KI….




































































