Seminare
Seminarreihe: „Sicher im Internet – Kommunikation, Recherche und Verschlüsselung“ beim DJV Berlin
Termine:
03. September 2013 – 19.00 Uhr
10. September 2013 – 19.00 Uhr
17. September 2013 – 19.00 Uhr
24. September 2013 – 19.00 Uhr
01. Oktober 2013 – 19.00 Uhr
08. Oktober 2013 – 19.00 Uhr
15. Oktober 2013 – 19.00 Uhr
22. Oktober 2013 – 19.00 Uhr
Investigative Recherche im Internet an der Berliner Journalisten-Schule
Termine:
16. / 17. August 2013, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
09. / 10. Dezember 2013, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Sicherheit im Internet – Crashkurs“
Termine:
02. September 2013, 9.00 bis 17.00 Uhr
20. Dezember 2013, 9.00 bis 17.00 Uhr
Alle Seminare sind auch für Nicht-Journalisten offen.
Leserbrief c’t Security s. 38ff
Guten Tag,
Sätze wie „einen Virenschutz braucht jeder Windows-Anwender“ (S. 38) regen mich maßlos auf. Wie kann die c’t so etwas drucken? Ich habe noch nie ein Anti-Virenprogramm besessen und plane auch nicht, so etwas auf meinen Rechnern zu erlauben, zumal die Anbieter derartigen „Schlangenöls“ die Frechheit besitzen, mir penetrant bei der Installation zusätzlich Software unterjubeln wollen, z.B. die Datenkrake Google Chrome. Ist das seriöses Geschäftsgebaren?
Software schafft keine Sicherheit, sondern nur vernünftiges Verhalten. Das Problem sitzt immer vor dem Monitor und hat zwei Ohren.
Die Gegner sicherheitsbewussten Verhaltens sind ignorante Webdesigner, die Surfer um jeden Preis zwingen wollen, aktive Inhalte (etwa Javascript) zuzulassen. Sicheres Surfen unterbinden die Geschäftsmodelle fast aller Medien – und „sozialer“ Netzwerke sowieso -, die vom Verkauf der Nutzerdaten leben und nicht nur Myriaden von Cookies implementieren wollen. Mit das größte Problem ist die Unsitte, elektronische Postkarten (E-Mails) unverschlüsselt und ausschließlich in HTML verschicken zu wollen, weil es so chic aussieht und weil es alle machen. Phishing lässt grüßen.
Mit virenfreien Grüßen
Burkhard Schröder
E-Mails verschlüsseln in 30 Minuten via USB-Stick
Das zweite Tutorial „E-Mails verschlüsseln in 30 Minuten“ (Windows) – alles auf einem USB-Stick – ist jetzt auch online und kann verlinkt werden.
E-Mails verschlüsseln in 30 Minuten
Das Tutorial „E-Mails verschlüsseln in 30 Minuten“ (Windows) ist jetzt alpha und online und kann verlinkt werden.
Vielen Dank allen, die Hinweise gegeben, kritisiert und auf Fehler aufmerksam gemacht haben.
Jetzt geht es ans nächste Tutorial.
DLSAM und Hochwasser
Mein schnelles DSL geht wieder, und der Techniker von der Telekom konnte mir auch erklären, dass ein sehr „anspruchsvoller“ Fehler vorlag (ich war vermutlich nicht die Einzige, bei dem es das Problem gab): Offenbar sind bei einem der letzten Hochwasser ein paar DSLAM-Server abgesoffen.
DNS.NET erklärt: „Diese Verteiler werden in der Regel mit mindestens 1 GBit/s an das Internet angebunden und bieten Anschlüsse für viele Kundenleitungen. (…) … sind über die Leitungen sehr hohe Bandbreiten (theoretisch bis zu 100 MBit/s, praktisch in der Regel ca. 50 MBit/s) realisierbar.“
Ich kam zwar seit Samstag Nacht noch online, aber nur noch mit einer Geschwindigkeit von rund 11 Kilobit pro Sekunde – das ist Akustikkoppler-Niveau, und die meisten Datenpakete gingen auch noch verloren. Es half auch nichts, den Router zu resetten.
Der Techniker hat meinen Anschluss an einen anderen DSLAM-Server „gehängt“, und alles flutscht wieder, vermutlich sogar schneller als vorher.
Unknown Features
Morgen Mittag kommt ein Techniker von der Telekom, um mein kaputtes DSL zu reparieren. Mal sehen, ob der versuchen wird, unbekannte kleine Kästchen mit unbekannten Features zu installieren. Ich werde ihm jedenfalls auf die Finger gucken. Har har.
Mein Strohhut, eine leckere Dame und die Maske des bürgerlichen Klasseninteresses
Da ich seit gestern Abend kein schnelles Internet habe, sondern eines auf Akustikkoppler-Niveau (die Telekom arbeitet dran), beschloss ich nach dem spartanischen Frühstück, erst zu joggen. Als ich im 10 Uhr abgekämpft bei schon knapp 30 Grad wieder nach Hause kam, beschloss ich zudem, meinen Strohhut zu reaktivieren, den ich 1982 im Osten Kolumbiens – in Vistahermosa in der Nähe der Sierra de la Macarena – erworben hatte. Ich weiß gar nicht, warum man so ein praktisches Teil nicht hier auch verkauft und trägt.
Aber so in der Sonne zu braten, ist auch langweilig, zudem die leckere Dame, die mich mit ihrem Anblick erfreute, bald gehen musst. Ich konnte mich aber noch verbal für den ästhetischen Genuss bedanken, was auch sie erfreute.
Ich werde mich wohl jetzt mit Habermas‘ „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ in ein Café setzen. Ich habe das Buch zum ersten Mal in den 70-ern gelesen; ich wundere mich, warum Habermas nicht im Verfassungsschutzbericht auftaucht, zumal er die Heilslehre der „Freien Marktwirtschaft“ und deren Gläubige auf allerhöchstem theoretischen Niveau ständig abwatscht:
Marx denunziert die öffentliche Meinung als falsches Bewußtsein: sie verheimlich vor sich selbst ihren wahren Charakter als Maske des bürgerlichen Klasseninteresses. Seine Kritik der Politischen Ökonomie triffe in der Tat die Voraussetzungen, auf denen das Selbstverständnis der politisch fungierenden Öffentlichieit beruhte. Ihr zufolge kann sich das kapitalistische System, sich selbst überlassen, nicht krisenfrei als eine ’natürlich Ordnung‘ reproduzieren. (S. 151)
Wahrscheinlich ist Habermas nur deshalb nicht in Deutschland gesellschaftlich geächtet, weil PolitikerInnen zu faul oder zu dumm sind, seine Bücher zu lesen. Allerdings hat er auf seine alten Tage die Verehrung höherer Wesen und anderen Formen des Aberglaubens wieder ernst genommen; das nehme ich ihn persönlich übel.
Salat! Sex! Nerdinnen!
Heute morgen bin ich wieder zu spät rausgekommen (zu viel gebloggt und gedröselt). Es waren schon 25 Grad, als ich losgelaufen bin, und prompt habe ich nach rund 10 Kilometern wieder schlapp gemacht. Zum Glück merkte ich rechtzeitig, dass meine Kräfte schwanden, und ich konnte die Strecke zu verkürzen, dass ich immerhin laufend – und nicht gehend – wieder zu Hause ankam.
Ich habe mich entschlossen zu versuchen, auf unter 85 Kilo zu kommen, drei oder vier, je nach Tagesform, müssen also noch runter. Knapp 90 ist einfach zu dick. Bis zum Herbst muss das doch drin sein. Also ist vermehrt Burkscher Salat mit selbst gebackenem dunklen Brot angesagt.
Wie ich heute der einschlägigen Presse entnahm, soll Sport auch Lust auf Sex oder mehr Sex machen. Hm. Tja. Stimmt wohl. Aber dazu fehlt gerade eine (oder sollte ich schreiben: mehrere? Har har) Partnerin.
Je älter ich werde, um so mehr tritt ein Charakterzug an mir hervor, von dem ich noch nicht weiß, ob er gut oder schlecht ist. Mich kann man nicht herumschubsen oder an mir herumzerren oder mir Theater vorspielen, um etwas zu bewirken, und an mir herummanipulieren kann man auch nicht. Das macht es für Frauen natürlich schwer, mich zu mögen.
Kurzfristige Bewerbungen von Nerdinnen bitte ich nur verschlüsselt per E-Mail einzureichen. Diskretion auch bei Postkarten garantiert.
Handel mit Edelsteinen
Mein Avatar (links, der mit den zwei Schwertern auf dem Rücken und der Maske) handelt mit Edelsteinen. Das Bankgebäude, in der das Feilschen stattfindet, habe ich auch selbst gebaut, und natürlich auch die „Edelsteine“. Das musste mal gesagt werden. Es ist übrigens meine Bank.
Nur zum virtuellen Chillen, bevor es wieder politisch und/oder ökonomisch wird oder ich die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser mit technischen Problemen behellige. Ich werde mich gleich in der realen Welt auf eine sonnige Wiese legen, das Laptop mitnehmen und ein wenig arbeiten.
Tutorial Beta
Die Einführung für die beiden Tutorials ist fertig.
„German Angst“ vor dem Datenklau
Die Deutsche Welle zitiert mich in einer Reportage über „German Angst“ vor dem Datenklau: „‚Wir müssen uns doch bewusst darüber sein, dass bestimmte Dinge nicht jeden etwas angehen‘, meint Burkhard Schröder und kann es nicht verstehen, dass die meisten Menschen hierzulande einfach zu bequem seien, um sich mit Verschlüsselung und ähnlichen Schutzmaßnahmen auseinanderzusetzen.“
Seminartermine an der BJS
Sicherheit im Internet – Crashkurs:
02. September 2013, 9.00 bis 17.00 Uhr
20. Dezember 2013, 9.00 bis 17.00 Uhr
Investigative Recherche im Internet:
16. / 17. August 2013, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
09. / 10. Dezember 2013, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Reminder: Die Regeln bestimme ich
Marcus Pössel auf scilogs:
Was geht im Kopf von jemandem vor, der „Zensur, Zensur!“ ruft, weil sein bzw. ihr Kommentar nicht freigeschaltet wurde? Wenn wir mal den Fall außen vorlassen, dass der- oder diejenige die Gelegenheit schlicht zu einem persönlichen Anwurf nutzt (da bin ich mittlerweile leider inzwischen einiges gewohnt): Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da im Hintergrund nicht selten eine Verwechslung des Rechts auf freie Meinungsäußerung mit einer Art „universellem Verbreitungsrecht“ der eigenen Meinung vorliegt.
Indem ich die Kommentarfunktion freischalte, biete ich Lesern dieses Blogs ein ganz bestimmtes Forum an. Die Regeln dazu bestimme ich…
Die Idioten, die meinen, mich auf’s Dümmlichste beschimpfen zu müssen, sollten nicht glauben, dass ich ihren geistigen Unrat hier freischalte.
Sichere Daten
Das Modul 8: „Sichere Daten“ (pdf) meiner Seminarreihe „Sicher Surfen im Internet“ steht jetzt – leicht gekürzt – öffentlich zur Verfügung.
Im Maschinenraum
Heute, nach dem Frühstück, habe ich mich auf eine (noch) ungedrosselte Pirsch nach Neuland begeben…
Neue E-Mail-Policy
Ich habe eine neue E-Mail-Policy formuliert. Auszug:
Ich beantworte keine unverschlüsselten journalistischen Recherche-Anfragen! Bitte benutzen Sie diesen öffentlichen Schlüssel:
I do not answer unencrypted investigation requests! Please use this public key:
burks@burks.de(0xC23A7B46)pub.asc – | Fingerprint: 1EE1 D41C 0AC8 FEF9 AE08 DA1C 01B6 6647 C23A 7B46
Unverschlüsselte E-Mails | Unencrypted E-Mail
Wenn Sie mir unverschlüsselte E-Mails (elektronische Postkarten) schicken, stimmen Sie automatisch zu, dass ich den Inhalt journalistisch verwende und eventuell publiziere. Regenzauber und magische Beschwörungen à la „diese E-Mail enthält vertrauliche oder rechtlich geschützte Informationen“ sind juristisch unwirksam, sinnlos und werden von mir ignoriert.
Bitte senden Sie E-Mails im Textformat (HTML-E-Mails werden von meiner Software nicht als solche angezeigt). Schicken Sie keine Word-Attachments.
Do not send HTML e-mails, I prefer plain text. Do not send Word-Attachments.
(…) For anonymous e-mail use Tor Browser Bundle and the contact form above.
Anonyme E-Mails an Burks
Die PrivacyBox wird in Kürze ganz abgeschaltet. Daher musste ich mir etwas ausdenken, den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern zu ermöglichen, anonym – und ohne geloggt zu werden – mit mir kommunizieren zu können.
Alle mir bekannten Lösungen sind entweder zu kompliziert zu installieren oder setzen voraus, dem Betreiber zu vertrauen. Beides hebelt die Idee aus, unerkannt bleiben zu können.
Daher schlage ich einen anderen Weg vor. Ich habe im Impressum das WordPress-Plugin Fast Secure Contact Form installiert, also ein Formular für Webmail. Wer das anonym nutzen will, installiert vorher den Tor Browser Bundle und surft es über Tor an. Der Header sieht dann wie oben aus.
Wer bessere Ideen hat: nur zu!
Dokumentation aktuelle Bauvorhaben
Hier wurde nach den aktuellen Bauvorhaben gefragt und warum ich einen Baumarkt aufgesucht habe. Das Thema hat eben auch mit ästhetischem Empfinden zu tun. Die Küchentür ist schon fertig gestrichen, Zargen sind neu gesetzt.
Rockprinzessin
Übrigens bin ich ein Groupie dieser Dame. Sagt etwas über die Qualität des deutschen Wikipedia aus, dass man dort nichts über sie findet. Vermutlich ist göttliche Musik irrelevant.
Seminarreihe: Sicher im Internet – Kommunikation, Recherche und Verschlüsselung
Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen “World Wide Web” und “Internet”? Was genau kann man in einer Whois-Datenbank herausfinden?
Kennen Sie das Usenet? Was hat der Mathematiker Boole mit Google zu tun? Schreiben Sie etwa immer noch digitale Postkarten und sind verschlüsselte E-Mails ein böhmisches Dorf für Sie? Warum braucht man für Phishing keinen Angelschein? Warum kann man einen Tor-Schlüssel nicht beim Pförtner abgeben? Warum ist ein soziales Netzwerk manchmal asozial? Und welches Protokoll brauche ich für Instant Messaging, wenn ich auf IRC verzichte?
Diese Seminarreihe soll nicht nur grundlegende Kenntnisse über alle Dienste des Internet vermitteln, sondern auch praxistauglich in vermeintlich exotische Themen einführen, die Journalisten zwar kennen, über die sie aber selten Genaues wissen: E-Mail-Verschlüsselung, Absichern der Daten auf dem Rechner, Sicherheit beim Surfen, mit dem Smartphone und in sozialen Netzen, anonym surfen. (Ab 25. April 2013)
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