Plan G

Wagenknecht

Ich wollte das Publikum eigentlich nicht schon wieder mit diesem Thema belästigen. Aber ich versteh’s nicht: Warum nimmt nicht jemand mal die Genossin Wagenknecht zur Brust und erklärt ihr, was für einen völkischen Quark sie da verzapft, wenn nicht sogar antisemitischen Bullshit?

Was würde passieren, wenn Israel keine Waffen mehr kaufen könnte? Das kann man sich doch angesichts des Geisteszustands der meisten dortigen Araber vorstellen. Das nimmt die Wagenknecht also billigend in Kauf. Ich fass es nicht….

nd

Der Autor im „Neuen Deutschland“ Raul Zelik ist ausnahmsweise, wie bei diesem Thema sonst üblich, kein Quotenjude, beruft sich aber auf Jüdische Diaspora-Organisationen, womit das geklärt ist. „Und zweitens sind in dieser Frage auch Palästinenser Betroffene. (…) Worüber nicht gesprochen werden soll, sind die völkerrechtswidrigen Vertreibungspläne in Gaza und die Urteile der internationalen Justiz. Die nämlich schreiben verpflichtend vor, jede Kooperation mit israelischen Institutionen einzustellen, die an der Besatzungspolitik beteiligt sind“. Mehr muss man gar nicht wissen.

Natürlich darf jeder Israel kritisieren. Das mache ich auch, wenn mir jemand erzählen will, irgendwelche „Rechte“ gäbe es, weil das in frommen Büchern stehe. Da zitiere ich dann ganz schnell Israel Finkelstein: Alles Fake News.

gaza

Ich begrüße den Plan der „US-Aministration“ (was nur aus dem Englischen rückübersetzt ist, weil man das deutsche Work „Verwaltung“ nicht mehr kennt). Es gibt nur ein Problem – laut Israel heute: „Ausländische Organisationen haben kürzlich im Gazastreifen eine umfassende Umfrage durchgeführt, in der es um die Frage ging, ob die Bewohner des Gebiets bereit wären, den Gazastreifen zu verlassen, so N12. (…)

Laut der Umfrage wollen 50 % der Palästinenser des Gazastreifens nach dem Ende des Krieges verlassen. 80 % von ihnen gaben an, dass sie tatsächlich aktiv Schritte unternehmen wollen, um den Gazastreifen zu verlassen. 66 % der Befragten glauben, dass der sogenannte „Trump-Plan“, der einen Wegzug von Bewohnern aus dem Gazastreifen vorsieht, tatsächlich umgesetzt werden wird.

57 % derjenigen, die ausreisen möchten, nannten als Hauptgrund mangelnde persönliche Sicherheit.
36 % begründeten ihren Wunsch mit Arbeits- und Wirtschaftsgründen, und nur 4 % gaben Flucht vor Armut und Hunger als Hauptmotiv an. (…)

Bevorzugtes Auswanderungsziel der Gaza-Bewohner ist Europa, 73 % der Ausreisewilligen möchten in ein europäisches Land auswandern.“

Welches könnte das wohl sein? Wir schaffen das!

Gaza
Credits: The Times und The Sunday Times via Telegram-Kanal „Israel Syrien Jemen Iran“

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Kommentare

10 Kommentare zu “Plan G”

  1. Godwin am Mai 18th, 2025 6:15 p.m.

    geht es überhaupt noch um Geiseln
    oder die Hamas?

  2. blu_frisbee am Mai 18th, 2025 6:46 p.m.

    Es geht nicht um Realität sondern Vorstellung davon.

    Außerhalb der deutschen Denkblase ist Israel in Gerneralverschiß. Im Internet sieht man Bilder.

    Wenn ein Jurni „könnte“ schreibt weiß man daß der nicht in der Sache argumentiert.
    Bei Gravitation traut sich da heute keiner mehr.

  3. ... der trittbrettschreiber am Mai 18th, 2025 6:56 p.m.

    „Bevorzugtes Auswanderungsziel der Gaza-Bewohner ist Europa, 73 % der Ausreisewilligen möchten in ein europäisches Land auswandern.“

    Welches könnte das wohl sein? Wir schaffen das!“

    Was, wenn Israel den Genozid dann auf deutschem Boden fortführt – und nebenbei unter dem Schutz der Staatsräson Rache an den Deutschen übt, die ja den Antisemitismus, was immer das sein mag, wieder kultivieren? Sind wir dann geschafft?
    Und was wird aus Burks und seinen LesendInnen?

    Werden Keller noch Zufluchtsorte sein oder verschanzt man sich lieber gleich im nächsten Getränkemarkt?

    Wird man all der Zischerei intellektuell noch gewachsen sein?

    Gibt es denn keine Horrornachrichten mehr…hx?

    Herr Ober… rufen Sie doch mal den Albert*

    * an.

  4. blu_frisbee am Mai 18th, 2025 8:09 p.m.

    Wenn Leut sich nicht auf Realität einigen können bilden sie unterschiedliche feindliche Kirchen. Dann gehts nicht mehr um verhandelbare Politik sondern unverhandelbaren Glauben, Gut gegen Böse.
    Das Böse muß vernichtet werden.
    Am Ende schießen sie es aus.
    https://www.youtube.com/watch?v=2-OCR_9sPaE

    Natürlich gehts um materielle Interessen.
    Religion ist die Verkaufe an den Pöbel.

    Kriege enden mit Sieg/Niederlage, Erschöpfung oder eine dritte Partei mischt sich ein.
    Ohne beträchtliche ausländische Subsidien könnten die Regierungen von weder Palis noch Israelis Krieg machen.
    As always: Rich mans war, poor mans blood.

  5. Tristan da Cunha am Mai 19th, 2025 12:39 a.m.

    Und dann wollen sie auch noch zu uns, diese Luxus-Migranten. Libyen ist schön, niemand will von dort weg.

  6. André Dreilich am Mai 19th, 2025 8:24 a.m.

    off topic:
    Bei der Floskel „Schulter an Schulter“ kommt mir stets ein auf eine (Leipziger) Hörsaalbank gekritzelter Spruch vor, über den ich mich noch heute (gut 40 Jahre später) beömmele: „Besser Brust an Brust mit einer breithüftigen Sekretärin als Schulter an Schulter mit einem engstirnigen Parteiskretär.“
    Die Steinigung möge beginnen.

  7. nOby am Mai 19th, 2025 12:11 p.m.

    Antisemitismus ist aber legal in UnsererDemokratie™. Ich kenne niemanden der wegen Antisemitismus hier im Land ins Gefängnis kam. Niemanden.

    Völkisch? Sind nicht 95% aller Bewohner dieser Welt völkisch? Das Völkisch schäbig ist, das ist Gerede, um ein Wort Horst Seehofers zu benutzen. Der sagte:

    Das BfV ist nachgeordnete Behörde des Bundesinnenministeriums, was ich in der Praxis auch immer wieder erlebt habe. Das Gerede von der Unabhängigkeit trifft einfach nicht zu. Das zeigt sich darin, daß die Spitze des Amtes politische Beamte sind, die jederzeit in den Ruhestand versetzt werden können. Herr Maaßen ist dafür ein bekanntes Beispiel. (Ex-Innenminister Horst Seehofer)

    Ich behaupte sogar das ist Quatsch.

  8. Karikaturen per Insta am Mai 19th, 2025 1:18 p.m.

    Eine besonders widerwärtige Judenkarikatur im Instagram- und Ticktock-Stil:
    https://www.instagram.com/p/DIYtAjpyin9/

  9. Die Anmerkung am Mai 20th, 2025 9:50 a.m.

    Qualitätsjournalismus siegt: Deutscher Presserat gibt Telepolis erneut recht
    20. Mai 2025 Harald Neuber

    Der Deutsche Presserat hat eine weitere Beschwerde gegen einen Telepolis-Artikel zurückgewiesen und unserem Online-Magazin damit erneut einen sorgfältigen und seriösen Journalismus attestiert.

    Diesmal ging es um einen Gastbeitrag zur humanitären Lage im Gazastreifen, dem ein Beschwerdeführer eine einseitige, anti-israelische Darstellung vorwarf.
    —–
    ROFLMAO

  10. ... der trittbrettschreiber am Mai 20th, 2025 11:48 a.m.

    „Diesmal ging es um einen Gastbeitrag zur humanitären Lage im Gazastreifen, dem ein Beschwerdeführer eine einseitige, anti-israelische Darstellung vorwarf.“

    Na ja, man soll ja nicht immer alles so negatief sehen…hx.

    https://youtu.be/Sz-obF5GY8w

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