I told you so oder: der Jesse-Ventura-Effekt [Update]

Trump. I told you so. Ich gehe jetzt raus in die sozialen Medien und lach mich kaputt über das Heulen und Zähneklappern der „liberalen“ Kleinbourgeoisie.

Reminder: Wo Trump ein Linker ist.

[Update] Fefe: „Ich vermute, dass gerade eine Menge der Progressiven merken, dass ihre Echokammer, in der sie sich die ganze Zeit gegenseitig bestätigen, wie Recht sie haben, nicht die Mehrheit der Bevölkerung wiederspiegelt. Die Leute, die sich immer so offensichtlich auf der Seite des Guten verortet haben mit ihren Gender-Sprachvorschriften und mit ihren Safe Spaces und ihren Antirassismus-Geschichten. Und das ist eine überfällige Erkenntnis.“

Kommentare

4 Kommentare zu “I told you so oder: der Jesse-Ventura-Effekt [Update]”

  1. hartmut am November 9th, 2016 12:05 pm

    Mit allem respekt, ich bedurfte dieser Erkenntnis nicht. ich trommel seit jahren, dass man eine fürchterliche Enttäuschung erleben wird, wenn man dem etwas kräftig gebauten HSV-Fan, der im Stadion sein Bier und seine Curry-Pommes verdrücken will, mit Veggie-Day und Gendersprech kommt. Insofern bin ich nicht völlig überrascht (ich hatte aber in der Tat einen achundkrachmitdreiblauenaugen-Clinton-Sieg getippt)

    Nur freuen muss das niemanden. Klar, die Wahl war special, so irgendwas zwischen Regen und Traufe. Aber sie bedeutet eben auch: Populism succeeds. Die AfD hat erwartbar reagiert: Sie ist begeistert. Eine neue (in Wahrheit uralte) Rechte soll ich nun begrüßen? you can’t be serios!

  2. ... der Trittbrettschreiber am November 9th, 2016 12:49 pm

    ;-) ach ist das alles schrecklich. Wie konnte eine Mehrheit nur anders wählen als das Stehlampen-Establishment. Man sollte Wahlen ganz abschaffen und nur noch die gebildeten und braven Eliten aller RAL-Werte regieren lassen. Die USA haben sich bei aller Armut, Ungerechtigkeit und Mangel gelangweilt und die Show, das Risiko und sicher in mancher Hinsicht auch die Hoffnung auf nur wenigstens etwas mehr ‚Anders-Gerödel‘ gewählt. Vielleicht fällt ja tatsächlich für die ‚Kleinen‘ was ab. Man heule, kotze und empöre sich ruhig weiter. Go on being deplorable.

  3. oblomow am November 9th, 2016 1:08 pm

    Es geht nicht darum, das zu begrüßen; es geht darum, zu erkennen, was und warum das entsteht, um sich greift und erfolg hat. Wenn z.b. ein soziopath wie Schäuble von 2.- mehr kindergeld spricht, dann fühlen nicht wenige der solch großzügig beglückten was?: der kerl spuckt mir ins gesicht und lacht mich auch noch aus – ungestraft.

    Das ist einer der punkte (via fefe): Man habe die Radikalität unterschätzt, mit der Wähler bereit seien, aus ihrer persönlichen Situation die Konsequenzen zu ziehen, sagte Röttgen im Deutschlandfunk.

    Wenn eine 80-jährige, zurück von der beerdigung ihrer tochter, bei der die Nahles zugegen war, sagt: „Ich hätte vor ihr ausspucken mögen.“, dann ist das eine gepflegte aussage, die dem hier entspricht: dem kollektiven mittelfinger.

    Danke, burks

  4. andreas am November 9th, 2016 1:38 pm

    Hahaha, da lachen ja die Hühner. Allüberall Spezialexperten, die nun glubschäugig Entsetzen in Idiotenlaternen quaken. Der Röttgen war sich eben nicht zu blöde zu sagen „Man kann an einem Tag das eine sagen und am nächsten das genaue Gegenteil machen.“ Ach ja? Kamen Trumps Wahlkampfberater und Redenschreiber aus den Reihen deutscher Parteien? Kaum war die Wahl gelaufen hat Herr Palast auch schon reagiert:http://us4.campaign-archive2.com/?u=33e4ec877eed6a43863a4a92e&id=bba5da2f54&e=782e20a916
    Hat vorher aber auch niemanden interessiert.

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