Die Tageszeitung stirbt aus als wie der Neandertaler

Cicero: „Das Konstrukt Tageszeitung ist überholt“.

Der Artikel enthält interessante Thesen, die ich nachvollziehen kann und die richtig sind, auch wenn sie von Cicero stammen.
Die Tageszeitung in Deutschland erlebt einen schleichenden Niedergang, der sich schon sehr viel länger hinzieht, als wie es das momentane Krisengeschrei nach dem mutmaßlichen Ende der FR und den entsprechenden Gerüchten um die ‚Financial Times Deutschland‘ vermuten lassen. Insofern ist alleine schon der Begriff ‚Krise‘ mindestens fahrlässig: Eine Krise, das wäre etwas, was vorübergehend kommt und dann irgendwann auch mal wieder vergeht. Davon kann bei den Tageszeitungen keineswegs die Rede sein…

„Als wie es das momentane Krisengeschrei“? Dieses Deutsch ist ja schlechter als wie es die Sprachpolizei erlaubt! (Entschuldigung, ich konnte nicht widerstehen.)

„Eine Krise, das wäre etwas“… nein: „Eine Krise wäre etwas“. Warum sollte sich ein Autor unnötig spreizen? Diese Bläh-Konstruktion erzwingt einen Nebensatz mit „das“ und dann noch einen Relativsatz mit „was“. Das klingt holperig.

Eine Krise kommt und geht vorüber. Entschuldigung, ich konnte nicht widerstehen: Das sind nur sechs Worte statt 15. Gibt aber weniger Zeilenhonorar.

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Kommentare

One Kommentar zu “Die Tageszeitung stirbt aus als wie der Neandertaler”

  1. Tom am November 16th, 2012 3:30 p.m.

    Nicht-widerstehen-können ist mehr als verständlich. Betreffend den letzten Absatz: Gemäß dem hier ==>
    http://www.sprache-werner.info/8-Worte-Woerter.1730.html
    gefundenen hätte der verehrter Blogger allerdings sechs Wörter benutzt.
    Im allerletzten Satz wird das Subjekt vemisst. […]Muss bei Deutsch des Grauens unbedingt bekrittelt werden. :))
    Allerbestes Wochenende!

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