Weihnachtsfrühstück

Frühstück am 25.12.2013 im Zum Stumpfen Eck am Böhmischen Platz in Rixdorf, auch bekannt als Berlin-Neukölln.
Anti Anti-Prostitution
Der Supreme Court of Canada hat alle Gesetze gegen Prostitution einstimmig für null und nichtig erklärt. (via Fefe)
The court struck down all three prostitution-related prohibitions – against keeping a brothel, living on the avails of prostitution and street soliciting – as violations of the constitutional guarantee to life, liberty and security of the person.
Was nun, Alice Schwarzer und andere reaktionäre LichterkettenträgerInnen?
Es gab genug anderes, was wichtiger war
Don Alphonso spricht mir aus dem Herzen: „Jedenfalls brachte es das Leben mit sich, dass ich nicht voller Absicht Frauen angesprochen hätte, es gab genug anderes, was wichtiger war. Und für Beziehungen und Affairen mit wirklich schwierigen Zeitgenossinnen hätte ich auch keine Zeit gehabt.“
Tabledance und Schopenhauer
Ein schönes Weihnachtsmärchen gab es vor ein paar Tagen beim Kiezneurotiker. Lesenwert.
Seitensprung
Seitensprung finden: „Diese Seite ist all Denen gewidmet die in einer Partnerschaft leben und einen Seitensprung suchen. Finden Sie hier Ihren Traumpartner der vielleicht direkt nebenan wohnt. Damit bieten wir Ihnen einen Weg diese Frauen und Männer aus Deiner Stadt kennenzulernen.“
Nein, der Burks hat nichts unübliches geraucht oder getrunken…
Sneakers
Bis vor wenigen Minuten wusste ich nicht, was Sneakers sind. Ich wunderte mich nur, dass heutzutage die meisten Leute Turnschuhe tragen, die aber mit „Turnen“ offenbar nichts zu tun haben.
Der Begriff Sneaker selbst ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und stammt vom Werbefachmann Henry Nelson McKinney; denn außer Mokassins hatten damals alle anderen Schuhe bedingt durch die Ledersohlen einen lauten Auftritt (engl. „to sneak“: schleichen). In den 1950er Jahren ließ sich Teenikone James Dean mit Sneakers ablichten; daraufhin wurden die billigen und pflegeleichten Schuhe zur bevorzugten Fußbekleidung der Jugend und gaben in den Folgejahrzehnten einer ganzen Turnschuhgeneration den Namen. Der ursprüngliche Grund für das Tragen von Sportschuhen im Alltag war der sich auch in der Kleidung manifestierende Protest der Jugend gegen das herrschende Establishment und die Erwachsenenkultur, die glanzpolierte Lederhalbschuhe bevorzugte.
Interessant. Das hieße ja, dass der kulturelle Protest gewonnen hat? Glaube ich nicht. Wenn man sich die Geschichte der Mode ansieht, entwickeln sich Stile von unten nach oben. Das beste Beispiel ist die Arbeitermode Englands wie die Marken Ben Sherman und Lonsdale. Im ersten Schritt wird zum Beispiel die Arbeitskleidung der Bergleute von der Subkuktur der Skinheads adaptiert; später darf jeder die Marken tragen, weil sie als ikonografischer „Protest“ gegen den Mainstream nichts mehr bedeuten. Ich schrieb in „Nazis sind Pop„:
Wolfgang Joop mokiert sich zu Recht über den Versuch, das „Outfit“ der Outsider zynisch zu missbrauchen: „Obdachlose ‘Hobos’ in romantischem Wet-Look. Die feuchte Kleidung der Allerärmsten – auch mal angesengt und mit Brandlöchern dekoriert vom unvorsichtigen Lagern an wärmender Feuerstelle – war Inspiration für ein sakastisch-subversives Modespiel zum Thema Arm und Reich. Die Preise für die Couture-Mode…lagen zwischen 20000 und 100000 Dollar.“ Es sei schließlich nicht so leicht, gar keine Geschmack zu haben. Oder, wie die Sängerin Dolly Parton es kurz und knapp formulierte: „Man braucht eine Mange Geld, um so billig auszusehen wie ich.“
Ich muss jetzt öfter morgens um sechs oder sieben Uhr mit öffentlichen Verkahrsmitteln fahren und sehe mir die Leute genau an. Je früher, umso ärmer die Kleidung – und um so mehr schwere Arbeitsschuhe sieht man. Nur die Angestellten mit dem Privileg der Gleitzeitarbeit laufen noch mit Lederschuhen herum, obwohl es gerade bei denen auch Sneakers täten…
Die wichtigsten Dinge müssen sicher sein [Update]
[Update] Interessant ist auch ein Beitrag bei pornoanwalt.de zum Thema.
Der Arnika-Tester
Eintritt Burks, Apotheke 1, Karl-Marx-Strasse, Rixdorf. Höfliches Lächeln. Guten Tag, bitte sehr?
Ich hätte gern Arnika-Tinktur.
Oh, da muss ich nachsehen, ob wir das haben…Kopfschütteln. Ähm. Meinen Sie Globuli?
Ich meinte (Stimme leicht erhoben) A r n i k a – T i n k t u r.
Das müssten wir bestellen. Oder wollen Sie ein Ol?
Ich hätte gern Arnika-Tinktur. Und jetzt. Bis morgen ist der Schmerz eh weg.
Das tut mir leid.
Mir auch. Auf Wiedersehen.
Eintritt Burks, Apotheke 2, Karl-Marx-Strasse 50. Rixdorf. Höfliches Lächeln. Guten Tag, bitte sehr?
Ich hätte gern Arnika-Tinktur.
Oh, da muss ich nachsehen, ob wir das haben…
Stirnrunzeln.
Meinen Sie Globuli?
Ich meinte (Stimme leicht erhoben) A r n i k a – T i n k t u r.
(Holt eine Flasche mit Arnika-Tinktur aus einer Schublade.) Haben wir doch.
(Erfreutes Lächeln). Sehr schön, das gute Hausmittel hilft doch immer, im Gegensatz zu Globuli oder Esoterik.
Sie meinen Homöopathie? Das ist aber keine Esoterik. (Stirnrunzeln, Lächeln verschwindet.)
Für mich schon. Ich habe mir beim Kampfsport einen Zeh ein bisschen lädiert. Ich glaube nicht dran, also helfen bei mir keine Globuli.
(Finsterer Blick) Macht zwei Euro neunzig.
Frage: Wieso kriege ich eigentlich immer mit allen Leuten Streit oder so etwas Ähnliches, auch bei den geringfügigsten Anlässen? Mach ich etwas falsch?
Fiat Lux, revisited
Wände und Beleuchtung meines Schlafzimmers sind neu (gestrichen oder angebracht worden). Jetzt kommt der Fußboden dran. In zwei Wochen oder dreien werde ich berichten (für die Familienangehörigen oder potenziellen SexpartnerinnenLebensabschnittsgefährtinnen, die hier heimlich mitlesen).
Deutsch Kinshasa a.d. Oder
Don Alphonso über „Beziehungsängste“ – muss man gelesen haben.
„Quelle“
Netzpolitik.org listet des bösen Friedrichs Wunschliste auf, wie man einen totalen Überwachungsstaat bewerkstelligen könne. So wird jetzt die so genannte „Online-Durchsuchung“ definiert: „Bei der Quellen-TKÜ wird die laufende Kommunikation statt wie gewöhnlich beim Provider am Endgerät (‚Quelle‘) ausgeleitet. Hierzu ist in der Regel die verdeckte Installation einer entsprechenden Überwachungssoftware auf dem Endgerät notwendig.“
Aha. Wenn ich hier jemanden verdeckt in meiner Wohnung mit Tarnkappe oder Clownsnase sehe, dann werde ich mal gleich die übelsten Krav-Maga-Griffe anwenden und die Person mit ein paar gebrochenen Fingern und kaputten Ohren wieder hinauskomplimentieren.
Fiat Lux
Ich hatte schon erwähnt, dass ich meine dämliche Schlafzimmerlampe entsorgte und mir für fünf Euro beim Trödel meines Vertrauens eine kleine kitschige Wandleuchte besorgt habe – mit dem Vorteil, dass sie zwar auch hässlich, dafür aber kleiner ist. Fiat lux! Und jetzt muss ich noch die Wand verputzen und streichen, bevor der Fußboden an der Reihe ist.
Stemme, stemme und so weiter
Also wenn man erst einmal anfängt, dann findet man immer mehr Dinge, die renoviert werden müssen. Ich wollte ja nur die Decke meines Schlafzimmers streichen, um die Wasserschäden zu beseitigen, die das Kind des Nachbarn über mir vor einem Jahr verursacht hat.
Das ist geschehen, und siehe, der Fußboden ist auch scheisse, wie ich hier schon anmerkte. Neue Fußbodenfarbe wurde also gekauft und steht schon da. Dazu noch andere Farbe, um eine Wand farblich etwas anders als weiß zu gestalten, wie es jetzt bei den neuen Mittelschichten üblich zu sein scheint (Rauhfaser ist sowieso out, ockerfarbene Wände ohne Tapeten sind offenbar in.)
Jetzt fiel mir auf, dass mir die dämliche Schlafzimmerlampe auch nicht mehr gefiel. Also kaufte ich für fünf Euro beim Trödel meines Vertrauens eine Art kleine Wandleuchte, goldig und schön geschwungen kitschig, in die man auch rote Glühbirnen drehen könnte, wenn einem danach wäre, bei Damenbesuch etwa. Um die anzubringen, muss ich aber eine Leitung legen. Und dazu muss ich leider die Wand aufstemmen – wenn schon, denn schon Unterputz.
So um Weihnachten herum sollte ich vielleicht fertig werden, inklusive des Fußbodens, falls mir in der Zwischenzeit nicht noch etwas unangenehm dazwischenkommt, dass erneuert bzw. verschönert werden müsste.
Self Defense
Nur mal so zwischendurch: Das Krav Maga macht viel Spaß, obwohl ich in den 90 Minuten (zwei Mal in der Woche) Training an meine körperlichen Grenzen komme. Jedenfalls bringt es mehr als traditioneller Kampfsport. Die Sportschule ist auch nur fünf Minuten mit dem Fahrrad entfernt. Ich dachte, ich hätte schon Kondition, aber es sieht so aus, als könnte sollte ich mich noch steigern. Irgendwann werde ich mal jemanden bitten, ein Foto zu machen, wie wir uns gegenseitig umhauen oder auf Sandsäcke eindreschen oder bei der soundsovielten Liegestütze zusammenbrechen.
The Rise of the New New Left
Peter Beinart („Daily Beast„) über den Linksruck der jungen Generation in den USA (Spiegel online, von denen ich den Hinweis habe, ist zu blöd und/oder zu faul, einen Link zur Quelle zu setzen):
The nationally visible Democrats rising behind Obama generally share his pro-capitalist, anti-bureaucratic, Reaganized liberalism. (…) America’s youngest adults are called „Millennials“ because the 21st century was dawning as they entered their plastic years. (…) For one thing, right-wing populism generally requires rousing white, Christian, straight, native-born Americans against Americans who are not all those things. But among Millennials, there are fewer white, Christian non-immigrants to rouse. Forty percent of Millennials are racial or ethnic minorities. Less than half say religion is “very important” to their lives. (…) It is these two factors—their economic hardship in an age of limited government protection and their resistance to right-wing cultural populism—that best explain why on economic issues, Millennials lean so far left.“
Und was denkt die Jugend in Deutschland? Interessiert sich mehr für Tierschutz und veganen Fraß als für Bürgerrechte. Pah! Pappnasen.
Mistwetter 2.0 und strategisches Denken
Die Bilder zeigen meine Gor-Sim „Tancred’s Landing“ in Second Life bei schlechtem Wetter.
Heise: „Videospiele können bei regelmäßiger Nutzung einige geistige Fähigkeiten verbessern. Dazu gehören zum Beispiel die räumliche Orientierung, strategisches Denken und die Gedächtnisbildung.“
Das erklärt vermutlich, warum meine räumliche Orientierung und mein Gedächnis gut sind und warum ich strategisch denken kann.
Holzfussbodenexperten vor!
Ich renoviere gerade mein Schlafzimmer. Wie oder mit was sollte ich die Fugen des Holzfußbodens füllen (ich schleife den Boden nicht ab)? Und was mache ich mit der großen runden Delle? Mit irgendetwas auffüllen?
Lustkäufe von Männern



Wer sagt’s denn. Ich habe heute die Sachkundeprüfung nach § 34 a Gewerbeordnung bestanden, könnte also jetzt auch Doorman einer Diskothek werden oder eine eigene Security-Firma gründen. (Gegen Altersarmut ist also auch vorgebeugt, wenn ich keinen Bestseller mehr schriebe.)
Bei solchen Anlässen neigen auch Männer zu Lustkäufen, als da in meinem Fall wären: Glengrant Single Malt (hier gekauft, der Laden ist ein Muss für Rixdorf-Touristen).
Das war noch nicht alles: Zudem noch eine programmierbare Gamer-Maus (Roccat Kone(+)). Letztere brauche ich, weil ich beim virtuellen Schwertkampf verschiedene Hotkeys („defensive“, „offensive stance“ usw.) per Maus bedienen muss, anstatt mit der linken Hand zahllose Tasten zu drücken, die ich dann doch nicht treffe, wenn ich gleichzeitig auf den Monitor starre, um Schwerthiebe 2.0. abzuwehren.
Lass Dich verzaubern
Lass Dich verzaubern zur selbst verschuldeten Unmündigkeit… Gesehen in den Neukölln Arcaden. Ich frage mich, ob die Datenschutzgesetze das eigentlich erlauben?
Abschied von einem nützlichen Gegenstand


Die reizende Dame beim Optiker meines Vertrauens meinte, dass sowieso niemand bemerken würde, dass ich eine neue Brille trage, da ich meinen Stil nicht verändert habe. Stimmt wohl. Die 200 Euronen taten mir zwar weh, aber das alte Gestell löste sich schon in seine Einzelteile auf und saß auch schief, weil ich dummerweise in einer Nacht darauf geschlafen hatte.
Ein anderer Optiker (billig, billig) in Rixdorf hatte mir vorher auf Nachfrage verkündet, Brillen wie meine trüge man nicht mehr, und die würden auch gar nicht mehr hergestellt. Bestellen könne er eine solche auch nicht. Har Har. Brillenkauf ist eben Vertrauenssache.





























