Chopin Waltz in b minor, Op.69, No.2 (Valerie Kim)
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Die Linke, Hagen Rether und Kultur
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Rether hat in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Preise abgeräumt und gastiert mit seinem Programm ‚Liebe‘ am kommenden Mittwoch im Bühnenhaus. Auch die Linke im Gummersbacher Stadtrat überschlägt sich – aber vor Empörung. Geschäftsführer Reinhold Spisla protestiert in einem Schreiben an die Stadt gegen den Auftritt des Kabarettisten. Wo Kurt Tucholsky als Linker überzeugt war, dass Satire übertreiben muss und ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht sei, wollen die Gummersbacher Linken Rether am liebsten schnellstens den Garaus machen. Die Verpflichtung von Rether für eine Sonderveranstaltung sei ‚ein Schlag in’s Gesicht aller antiklerikalen und der Aufklärung verpflichteten Demokraten‘, sind die Gummersbacher Linken überzeugt und sprechen von ‚linksgedrilltem‘ Stammtisch. Rether argumentiere antisemitisch und sei ‚in seiner Wirkung nicht weniger gefährlich als Agitatoren aus dem nationalistischen Lager‘.“
Totalüberwachtes Lob des Kommunismus
Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.
Du bist doch kein Ausbeuter, du kannst ihn begreifen.
Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm.
Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn schmutzig.
Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.
Die Ausbeuter nennen ihn ein Verbrechen.
Aber wir wissen:
Er ist das Ende der Verbrechen.
Er ist keine Tollheit, sondern
Das Ende der Tollheit.
Er ist nicht das Chaos
Sondern die Ordnung.
Er ist das Einfache
Das schwer zu machen ist.
Ich fordere aus gegebenem Anlass, diese volksverhetzenden, empörenden und vor allem total jugendgefährdenden Inhalte aus dem Schulunterricht und auch aus Museen zu verbannen. Lehrer, die es dennoch wagen, Brecht im Deutschunterricht zu erwähnen, sollten total mit Berufsverbot belegt oder mindestens totalüberwacht werden.
Dieses Verb gab es zwar bisher nicht im Deutschen, die deutsche Sprache sollte aber den Belangen der total wahren Totalitarismus-Doktrin – der einzig erlaubten Sicht auf die deutsche Geschichte – totalangepasst werden. Zumindest sollte ein Vermerk in jedes Buch und jede Internet-Veröffentlichung, dass der „Dichter“ Brecht seine total antifreiheitlichdemokratischen Zeilen in einem Zustand geistiger Totalumnachtung verfasst hat.
Es kann nicht sein, dass die Freiheit der Rede missbraucht wird, um den Jugendschutz zu unterhöhlen und Kinder und Herwachsenden total hilflos mit diesem Schmutz und Schund allein zu lassen. Allein schon wegen Brecht brauchen wir die Vorratsdatenspeicherung jetzt und total sofort. Auch sollte die Polizei jederzeit auf alle Computer zugreifen können, um kontrollieren zu können, ob sich dort jugendgefährdende Inhalte befinden – wie etwas Bertold Brecht und anderen Formen von Kinderpornografie. Das will auch die total große Mehrheit der Deutschen.
Schützt endlich unsere Kinder vor total undeutschen Dichtern!
Auch hier lesen: „10 Gründe, warum der Kommunismus schlecht für uns wäre“.
Hank starb an ner Überdosis Hasch
Avatar: It’s the one with the blue people
Ich habe mir das Spiel Avatar passend zum Film besorgt. „Avatar Points Way to Future of Movie Games“, sagt Wired ganz richtig. Ich finde die schnodderige Art, wie US-Amerikaner manchmal etwas beschreiben, ganz amüsant, wie etwa Wired schon im November 2009 unter der Überschrift „Taking Revenge on Dangerous Plants in Ubisoft’s Avatar“ („Rache an gefährlichen Pflynzen nehmen“, har har): „it’s the one with the blue people“. Genau, der Film mit den blauen Leuten. Weiß jeder gleich, was gemeint ist.
Wer den Film mag, wird begeistert sein. Ich bin aber an derartige Spiele, die hart an der Grenze zum Ego-Shooter sind, nicht gewöhnt; ich muss mich erst wieder einfinden. (Doom habe ich vor rund 15 Jahren gespielt – noch unter DOS.) In Second Life bzw. Gor herumzuballern ist anders, kommunikativer, individueller und man bestimmt die Story selbst. Aber das Ambiente von Avatar stimmt einfach. Bin gespannt auf das nächste Level…
Gospel Singers Ngaoundere, Cameroun
Das nenne ich mal Kirchenmusik, die man sich anhören kann.
Massenhysterie, reloaded: Rachid Taha ist verdächtig
Passend zu dieser Musik muss man Dominic Herzbergs Blog lesen: „Wie ich unter Terrorverdacht geriet“. Die medial geschürte und politisch gewollte Massenhysterie hat sich mittlerweile so entwickelt, das man Leute kontrolliert, die „falsche“ Musik hören. Ich hingegen aber sage Euch: Sperrt alle Leute prophylaktisch ein, die Richard Wagner hören – die beste Tarnung für Antisemiten und Terroristen!
Lisa Fischer
Balalaika Amok
Red Army Choir
Ich muss doch auch was für die ParteigängerInnen der Linken tun, dass die sich hier wohlfühlen, nicht nur für die Piraten…
Damaris yanay hamuy, tusuykusun!
Damaris, auch bekannt als Damaris Mallma Porras, ist nicht nur eine der schönsten Sängerinnen Lateinamerikas, sondern hat Quechua in Peru Disko-tauglich gemacht. Ihre Musik in spanischer Sprache und in Quechua könnte ich mir stundenlang anhören. Wenn man diese „Folklore“ mit dem unsäglichen Scheiß vergleicht, der einem hierzulande als „Volksmusik“ angeboten wird, könnte einem ganz schlecht werden. Einwanderer, integriert euch bloß nicht so, dass euch dieser deutsche „Volksmusik“-Müll gefällt!
Walter Trout – Dust my broom
Die Musik-Empfehlungen des Schockwellenreiters kann ich in der Regel ungeprüft übernehmen.
Lights Are On Nobody Home
Blues vom Feinsten…(via Schockwellenreiter)
Salt und Angelina

Heute war ich, um mich feuilletonistisch weiterzubilden und am Puls der Zeit zu bleiben, im Kino und habe mir Salt mit Angelina Jolie angesehen. Zuerst dachte ich, ich wäre der einzige Besucher im Karli, aber es kamen noch ein paar.
Fazit: Solide Hollywood-Unterhaltung, Spannung, ein intelligenter Plot (obwohl der Matrix-geschulte Rezipient genau weiß, dass nichts ist, wie es scheint), jede Menge Action (man sieht das Computerspiel durchschimmern) und eine überzeugende Hauptdarstellerin, die in jeder Verkleidung umwerfend gut und sexy aussieht, sogar dann, wenn jemand sie zusammenschlägt oder foltert und sie blutüberströmt in einer Ecke liegt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand die bescheuerte Idee gehabt haben könnte, einen Mann als Hauptdarsteller zu nehmen. Die Jolie passt wie keine andere in diese Rolle.
Früher hätte Bruce Willis die Welt gerettet, heute muss es eine Frau sein. Es ist wie bei den Rock-Gruppen, die heute ohne attraktive Lead-Sängerin gleich wieder einpacken könnten (Metal-Derivate ausgenommen). Eine hübsche Frau muss an die Front, auch im Kino.
Natürlich geht der Film nicht unter die Haut, und eine CIA-Agentin, die einen deutschen (!) Arachnologen (!) heiratet (Zitat: „Deutsche machen keine Scherze“), ist so realistisch wie eine deutsche Physikerin, die einen mormonischen Sektenprediger zum Ehemann nimmt. Auch fehlt dieser Massenware der doppelte Boden und der abgrundtiefe Zynismus der Mutter aller Agenten-Filme – „Der Spion, der aus der Kälte kam„.
Dennoch: Sehenswert! Das mehr oder wenig open end verspricht mehr Folgen.

Die Rixdorfer Jugend von heute hört schlechte Musik
Wieso hört die Jugend von heute eigentlich so grauenhafte Musik? Wenn ich in die beste Kneipe hier im Kiez gehe, die weitgehend von Studenten bevölkert ist, werde ich meistens von entsetzlicher Techno-Mucke belästigt, bis mir die Ohren abfallen. Nur um es mal klar zu sagen: Ich habe einen besseren Musik-Geschmack, und dazu muss ich auch keine Rentner-Bands wie die Rolling Stones hören. Und das hier ist gute Musik.
Gilberto Gil – Não Chore Mais
Curiositas

Da burks.de kein Mainstreamholzmedium ist, wollen wir die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser nicht dumm lassen, sondern auch anhand der Komik aufklären. Welches empfehlenswerte philosophische Buch könnte das obige Bild von randomfunnypicture.com illlustrieren? Und welchen Philosophen, der, als er alt wurde, nur in der Nacht arbeitete, sollte man kennen und lesen, obwohl ihn kaum jemand kennt? Ich lese übrigens gerade zum zweiten Male das hier, weil mich dieses Buch, das ich bestimmt schon fünfzig Mal gelesen habe, dazu inspirierte.
Passport
„Passport“ und Doldinger – so hieß die erste Schallplatte, die ich mir in meinem Leben gekauft habe – irgendwann in die 70-ern…


















