Aramäische Papyri aus Elephantine
Mit welchen Wörtern der Überschrift kann das Publikum nichts anfangen?
Im Ernst: Manchmal gönne ich mir für zwischendurch etwas Schmökerei, die zu fast gar nichts nützlich ist. Die Muse der Gelehrsamkeit an sich küsst mich. Ich hatte die Literaturangabe irgendwo bei Barbara Schmitz gefunden, aber noch nie etwas von diesen besagten Papyri gehört.
Warum ist das interessant? Es könnte Verehrer höherer Wesen der jüdischen Art beunruhigen. Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
„Die Elephantine-Papyri sind eine Reihe verschiedener Papyri, die auf der ägyptischen Nilinsel Elephantine in der Nähe von Assuan gefunden wurden. Die dort ansässige Militärkolonie beherbergte Söldner verschiedener Herkunft, darunter griechische, phönizische und syrische Gruppen. Das Wüstenklima begünstigte den Erhalt von Papyrus, daher finden sich aus einer Zeitspanne von rund 1000 Jahren entsprechende Dokumente in Demotisch, Altgriechisch, Aramäisch, Latein und Koptisch.“
Jetzt die Pointe: „In Elephantine gab es schon vor dem Jahr 525 v. Chr. eine jüdische Kolonie, die einen eigenen JHWH-Tempel mit Opferkult hatte. Otto Rubensohn fand bei seinen Ausgrabungen das Archiv der jüdischen Gemeinde“. (Chapeau, Hugo Ibscher! Solche Leute wie Dich gibt es in Deutschland nicht mehr.)
Die hatten da einen jüdischen Tempel. Nicht in Jerusalem. Nein, auf einer Insel im Nil. Und wenn es da einen gab, dann existieren auch andere davon.
Was sagt denn die Tora-kundige KI?
„Ein zentrales Beispiel aus der Tora, das zeigt, dass es nur einen legitimen Ort für Opferkult / Tempel geben soll, steht in Devarim (Deuteronomium) Kapitel 12.
Sondern nur an dem Ort, den der HERR, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, dorthin sollt ihr gehen. Dorthin sollt ihr eure Brandopfer, Schlachtopfer, Zehnten und Weihegaben bringen
– Die Tora verbietet ausdrücklich mehrere Opferstätten,
– Opfer dürfen nicht dezentral oder privat dargebracht werden,
– Es gibt einen einzigen von Gott erwählten Ort.“
Ach. Ach was.
Kommentare
3 Kommentare zu “Aramäische Papyri aus Elephantine”
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Die „Muße der Gelehrsamkeit“ küsst Dich? Dann laß die Dame doch entweder mal die Rechtschreibung nachsehen oder das Sprachbild aufräumen! Danach könnt ihr ja gerne weiterknutschen.
Unsinnige Urkunden aus Elefantenvorhaut.
Atlantis schafft es ja auch immer noch in heutige Filmproduktionen.
Oft hören Leute den Unterschied zwischen scharfen stimmlosen ß und sanften stimmhaften s nicht mehr.
andra moi ennepe musa