Keine Zukunft für die so genannte Linke
Interview mit Andrej Hermlin, Pianist und Ex-Mitglied der so genannten „Linken“:
„Die Kritiker Israels haben in der deutschen Öffentlichkeit sehr viel Raum: in den Universitäten, in der Presse, auf den Bühnen der Theater, bei fast jeder Preisverleihung. Dagegen haben die Verteidiger Israels kaum noch Raum in der Öffentlichkeit. Kritik an Israels Regierung oder seiner Kriegsführung ist legitim, aber hier passiert etwas ganz anderes: Israel wird als Staat delegitimiert. Die Antisemitismus-Definition, auf die sich die Linke nun beruft, ist ja keine wissenschaftliche, sondern eine politische. Wenn darin behauptet wird, die Israel-Boykottbewegung BDS sei nicht antisemitisch oder wenn darin eine Ein-Staat-Lösung im Nahen Osten als akzeptabel angesehen wird, dann rüttelt man wissentlich am Existenzrecht Israels. Das ist so schwerwiegend, dass die Partei damit den Kanon der anständigen Parteien verlassen hat. (…)
Aufgrund meiner Herkunft fühle ich mich nicht nur bedroht von der AfD, sondern ebenso von arabischen Schreihälsen auf der Sonnenallee oder von Studenten, die Bluthände an die Wände unserer Universitäten schmieren und damit das Leben jüdischer Menschen in unserem Land gefährden. Mir dreht sich der Magen um bei dem Gedanken, dass die Linke dies nun offensichtlich toleriert und allen Bekenntnissen zum Trotz der Propaganda der Hamas nachläuft. (…)
Dass sich in Deutschland angeblich progressive Kräfte mit islamofaschistischen Kräften im Nahen Osten zusammentun, anstatt ihnen entgegenzutreten, ist eine der niederschmetterndsten und ekelhaftesten Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit. So hat die Linke keine Zukunft.“ (Quelle: Tagesspiegel Checkpoint Kurzstrecke, 13.5.25), von Andrej Hermlin auf Facebook)
Kommentare
3 Kommentare zu “Keine Zukunft für die so genannte Linke”
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„Dagegen haben die Verteidiger Israels kaum noch Raum in der Öffentlichkeit.“
wozu auch. als offizielle Staatsdoktrin und Staatsräson.
Da benötigt man keine sog. Öffentlichkeit mehr.
Eigentlich müsste Burks an die Decke gehen – denn so etwas zu fordern bedeutet nur Gesinnungsgangbang – sich mit anderen gegenseitig vergewissern, auf der richtigen Seite zu stehen.
„den Kanon der anständigen Parteien verlassen“
https://www.youtube.com/watch?v=oyU1VaR-YQU
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„Aufgrund meiner Herkunft“
ist es nicht ein linker Anspruch, eben genau die Herkunft NICHT zum Maßstab zu machen??
„und ekelhaftesten Entwicklungen“
wenn ich schon Dummdeutsch wie „ekelhaft“ lese…
„So hat die Linke keine Zukunft“
Wäre der einzige Satz, dem ich zustimmen würde
Übaall Antisemiten!
https://www.youtube.com/watch?v=Lw3EiuBuqYQ
Doch Burks, DIE LINKE hat Zukunft. Warum?
Puh! Geschickt verfickt clever.
Und jetzt stellen wir uns den CDU/CSU Kollegen vor, der vor 15 Jahren bei Rheinmetall einkaufen durfte oder sogar beschenkt worden ist. Das dürften einige sein.