Umstrittenes

das Kapital
Ein Buch in der Stadtbücherei Münster (Symbolbild)

Das Ministerium für Wahrheit aka Stadtbücherei Münster informiert: Inhalte, die uns nicht gefallen, verleihen wir nur unter Protest und wegen der Zensurfreiheit. Wir warnen ausdrücklich davor, sie zu lesen.

Die bürgerliche Presse berichtet: „Die Stadtbücherei Münster markiert zwei Bücher für Leser mit Warnhinweisen – der Inhalt wird als „umstritten“ eingeordnet. Jetzt tobt ein Rechtsstreit darüber, ob das zulässig ist: Ein Autor fühlt sich in seinen Grundrechten verletzt.“

Es handelt sich um die Bücher von Gerhard Wisnewski: „verheimlicht – vertuscht – vergessen 2025: Was 2024 nicht in der Zeitung stand“ (2024) sowie von Jacques Baud: „Putin: Herr des Geschehens?“ (2023).

„Wer die beiden Exemplare aufschlägt, findet darin einen Aufkleber mit folgender Formulierung der Stadtbücherei: „Dies ist ein Werk mit umstrittenem Inhalt. Dieses Exemplar wird aufgrund der Zensur-, Meinungs- und Informationsfreiheit zur Verfügung gestellt.“ In einer ersten Version gab es noch den Zusatz: „Der Inhalt dieses Werks ist unter Umständen mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft unvereinbar.“ Dieser Zusatz wurde inzwischen gestrichen.“

Feige sind sie auch noch. Aber sie schreiben Gendersprache. Quod erat demonstrandum.

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Kommentare

8 Kommentare zu “Umstrittenes”

  1. ... der trittbrettschreiber am April 25th, 2025 10:14 p.m.

    Wer Augen hat, zu lesen, der lese.
    Wichtig ist, dass er dabei nicht aufschaue – würde er doch gewahr, was um ihn herum passiert.

    Alles ist Zisch, alles ist Plopp…hx.

  2. Trebon am April 25th, 2025 11:41 p.m.

    Also die Warnung ist doch Ok. Gibt noch ganz andere Narrative die „umstritten“ sind, aber da gibt es in Old Germany Knast und nicht zu knapp.

    Finde es auch völlig Ok das die ganzen Schafe, Mitläufer, Mittäter, Darmparasiten und was die BRD zu 90% sonst so ausmacht darauf hingewiesen werden wenn Sie den Aphelion des öffentlich-rechtlichen Propagandauniversums tangieren. Der Rest weiß es sowieso und ne Leihbücherei ist der letzte Ort wo „umstrittene“ Literatur verfügbar ist.

  3. blu_frisbee am April 26th, 2025 12:48 a.m.

    Das Werk von Marx wird falsch gelesen.
    Kapitalistische Produktionsweise gabs ab ca 1770 (ymmv) mit jahrhundertelangem Vorlauf.

    Geld gabs als Staatsgeld seit Installierung in Mesopotamien, zugleich mit Kredit (Fernhändler finanziert Karawane, Gläubiger braucht früher cash und verkauft den Titel).

    Adam Smith war der erste Theoretiker wie die Bougeoisie sich vorstellt daß Kapitalismus funzt. Sein Buch wird kaum gelesen und falsch zitiert.
    https://www.youtube.com/watch?v=Ahi9ML-Wmy4

    Marx studiert die Literatur seiner Zeit bewaffnet mit Hegelscher Dialektik und kritisiert die.
    So wie sich die Bürgerlichen das vorstellen funzts nicht.
    Zum Kapitalismus gibts 3 Ansichten
    – selbststabilisierend
    – braucht Staatsnudge (Keynes)
    – unweigerlich instabil, inkl finale Endkatastrofe

    Jedenfalls kann man im Kapitalismus nix ausrechnen. „Linke“ verzapfen Arbeitszeitrechnung, an Unis wird bullshit gelehrt, Regierungsberater sind in der selben Kategorie wie früher Astrologen.

    Tatsächlich stürzt K. von einer Katastrofe zur nächsten und kann Stabilität nur behaupten (aber nicht beweisen) indem er ständig nach vorne flüchtet wie ein Fahrrad das umfällt wenns steht.

    Die Neoklassik versuchts mit Analoga zur Physik (vor Erfindung der Quantenmechanik)
    Marx nimmt Hegelsche Erkenntnistheorie.
    Immerhin kann man bei dem was lernen.
    Besser wäre moderne Systemtheorie.

    Sauerländer, Faschos wie Trump, Religioten stellen sich die Welt, K., Sex etc als einfach wie LEGO vor und glauben Befehl reicht.
    Galileo hatte es vergleichsweise leicht.

  4. Godwin am April 26th, 2025 1:29 a.m.

    Immerhin wird noch darüber berichtet,
    was die Interpretation zulässt, dass es noch nicht allg. akzeptierte Praxis ist (gleichwohl es genügend Leute gibt, die das gern hätten)

  5. Jens am April 26th, 2025 6:09 a.m.

    … guten Tag,
    dass der Koppverlag ein Sammelbecken rechtsesoterischer Spinner ist, sollte doch klar sein.
    Ulfkotte und Konsorten sind doch Protagonisten der Verschörungsliteratur.
    Gruß Jens

  6. Keinkölner am April 26th, 2025 9:51 a.m.

    Ich plädiere für betreutes Lesen. Schafft auch Arbeitsplätze für Studienabbrecher mit richtiger „Haltung“…

  7. blu_frisbee am April 26th, 2025 2:24 p.m.

    Marx kritisiert die Vorstellung der Bourgeoisie wie Kapitalismus funktioniert. ZB faseln die Bourgeois immerzu von „Freiheit“ die 99% der Leute von ebendieser Freiheit ausschließt.
    Insofern ist „Das Kapital“ das wuchtigste Geschoß das der Bourgeoisie je entgegen geschleudert wurde.

    Daß das der Bourgeoisie nicht paßt ist klar.
    Verbieten geht aber auch nicht.
    Das Kapital wird als staatsfeindlich diffamiert.
    Damit erspart man Kritik (die Marx willkommen gewesen wäre. Als Wissenschaftler muß der durchaus ernst genommen werden).
    Statt Sachargument Machtargument.

    Das freie Wort bedeutet nur etwas wenn man Leuten Sachen sagt die sie nicht hören wollen [Orwell].

    Kapitalismus ist Herrschaft des Privateigentums.
    Damit Kritik am Staat der Privateigentum befiehlt.

    https://jacobin.de/artikel/grace-blakeley-neoliberalismus-freiheit-sozialismus

  8. ... der trittbrettschreiber am April 26th, 2025 5:07 p.m.

    @blu_frisbee
    „Das freie Wort bedeutet nur etwas wenn man Leuten Sachen sagt die sie nicht hören wollen [Orwell].“

    Orwells Visionen sind in erster Linie zunächst Fiktion. Was das „freie Wort“ ist, lässt er letzlich undefiniert.
    Was könnte damit gemeint sein?
    Ist es das unkonnotierte linguistische Konstrukt, das inhaltslose Verbal-Gerüst, das erst frei wird, wenn es den oder die oder das Sprecher*inn:chen phonetisch durch den Lippenspalt verlässt oder auch bereits der auf der Zunge liegende aber dennoch noch der Gefahr des Vergessens ausgesetzte Begriff?
    Sind z.B beleidigende und verletzende Verbalfäkalien, mit denen oft auch gebildete Menschen um sich schmeißen, freie Wörter und vom Terminus „freies Wort“ protegiert?
    Ich kenne nur ein „freies Geräusch“ mit zwei äußerst intellektuellen Varianten:
    Zisch und Plopp …hx.

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