Ich sage nur: China, China, China [Update]

Von links nach rechts: Michael Schumann, Dr. Sigrun Abels, Wolfgang Hirn, Markus Frenzel, Finn Mayer-Kuckuck (Moderator).
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „China Kontrovers: Positionen und Debatten“ luden die China-Brücke e.V. und das Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (CCST) der TU Berlin zu einer Diskussion über die Berichterstattung über China ein. (Der Satz ist viel zu lang, stammt aber so nicht von mir.)
Soweit die Theorie. In der Praxis hackten alle auf Markus Frenzel herum, der das Buch China Leaks – Die lautlose Eroberung: Wie China westliche Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet“ veröffentlicht hat.
Frenzel nennt die Regierung Chinas „Verbrecherregime“. Das trifft vermutlich auf sehr viele Regime zu. So ist eben deutscher Journalismus – berichten und dann „westliche“ Moral drüberschütten. Seine Methode ist durchaus statthaft: Es geht um Kontaktschuld – wer mit wem schon geredet hat, und das ist dann ein „Netzwerk“, das, was bei Lobbygruppen nicht überrascht supergeheim ist. Man fürchtet sich davor, dass chinesische „Narrative“ hier übernommen werden, und dass das keiner merkt. Aber was will uns der Künstler damit sagen?
Na ja. Da es viele alte Männer mit großem Mitteilungsdrang im Publikum gab, die unbedingt Co-Referate halten wollten, habe ich nichts gesagt – es wäre auch zwecklos gewesen, weil das, was mich an China interessiert, gar nicht vorkam. Aber mein Wunsch, einmal nach China zu reisen, ist verstärkt worden.
Update. Die Veranstaltung ist jetzt bei Youtube zu sehen.
Kommentare
3 Kommentare zu “Ich sage nur: China, China, China [Update]”
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„es wäre auch zwecklos gewesen“
immer dieser Defätismus
„Aber was will uns der Künstler damit sagen?“
weiß ich auch nicht
aber im allg. ist zunehmend ein Trend zu beobachten oder gar schon Mainstream geworden, eine – wie soll ich sagen – feste, offizielle (gewissermaßen vorgegebene) Meinung/Wahrheit einzufordern.
Man will scheinbar etwas handfestes, woran man glauben kann.
Alles andere wird dann als Fake, Verschwörungstheorie, Geschwurbel, Demokratiefeindlich usw. gebrandmarkt.
Natürlich muss das Kind einen anderen Namen bekommen – aber in gewisser Weise will man die DDR (auf anderer Stufenleiter) neu erfinden.
Um Schland soll wieder eine Mauer gebaut werden. Nur dass man diesmal vor allem auf jene schießt, die rein wollen…
Der freie Markt soll so heißen, aber doch nicht wirklich so funktionieren.
Westeuropäisch-Kolonialistische Narrative, die in Asien anerkannt werden
ja
Umgekehrt?
nein
wer hätte ahnen können, dass man das Spiel, was man selber erfunden hat, einmal verlieren könnte…
Warst Du etwa dort? Ich spekuliere jetzt mal: Das war vor der nächsten Nachtschicht?
Ich wäre zum nächsten Bundesjustizminister Amthor gegangen. Der wurde bepöbelt. Der sagte zu seinen Zuhörern
Philipp Amthor war Donnerstagabend zu Gast an der Freien Universität (Berlin-Dahlem). Eingeladen hatte der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS).
Amthor ist ein toller Typ. Den hat Gott von allem Übel dieser Welt befreit. Das finde ich Klasse. So wäre ich gerne.
Ja, natürlich war ich dort. Ich habe das Foto gemacht.