Unter Tazenden
Die Taz auf Papier wird 2025 eingestellt. Nur die Wochentaz bleibt.
Ich habe früher viel für die Taz geschrieben. Seitdem aber dort gegendert wird und die Zeitung sich dem reaktionären woken Milieu verschrieben hat, machte das keinen Sinn mehr.
So auch hier. Was soll dieser Quatsch? „Mein Deutschland“? Proletarier haben kein Vaterland. Das Land gehört euch nicht, ihr gefühltlinken Kapitalismus-Reparierer, sondern der herrschenden Klasse, wie der Name schon sagt.
Offen für was? Man merkt, dass auch die Mittelklassenschreiber dort den Kontakt mit dem realen Leben verloren haben, wie auch die „Linken“ und Grüninnen.
By the way: Offene Grenzen sind im Sinn des Kapitals. Nicht nur, dass eine industrielle Reservearmee herangezüchtet wird, die noch nicht einmal weiß, wie man Gewerkschaft buchstabiert. Die Leute werden auch so dumm und verdummt, dass sie alles akzeptieren.
Was soll man dazu sagen, dass viele Leute im deutsch-türkischen Milieu noch nicht einmal in der Lage sind, einen gerade deutschen Satz zu schreiben, obwohl sie hier geboren sind? Es fehlt einfach der Wille dazu. Ich rede nicht von den wenigen, die den sozialen Aufstieg hinbekommen haben und dann in den Talkshows auftauchen. Ich rede vom Proletariat und von der unteren Mittelklasse.
Über die eingewanderten Araber braucht man gar nicht reden. Die haben schon in ihren Herkunftsländern nichts hingekriegt. Failed states, so weit das Auge reicht.
Das alles wird man sowieso nie in der Taz finden. Deren Publikum will das nicht hören. Man will nur hören, dass man zu den Guten gehört. Und vielen Dank für die Globuli.
Kommentare
25 Kommentare zu “Unter Tazenden”
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Man könnt den Planeten in ein Paradies verwandeln.
Man verfranst sich in Identität. Jodeldiplom.
Politik ist Herrschaft. google Why Arabs lose wars.
Ibn Khaldun.
Kapitalismus ist Eigentum. Vor Locke gehörte alles Gott, danach Natur, eigener Körper+Arbeit.
Eigentum heißt: Der Ausschluß andere vom Gebrauch.
Das ist meins, Du darfst da nicht ran außer Du zahlst. Kapitalismus Logik: Aus Geld mach mehr Geld.
Gesellschaftliche Verhältnisse werden als Natur buchstabiert (erscheinen als Kann ma nix machen).
https://www.lrb.co.uk/the-paper/v46/n17/john-lanchester/for-every-winner-a-loser
https://www.youtube.com/@garyseconomics/videos
Kann man da helfen? Soll man das?
Ich kannte das auch, dieses Gefühl, als Nüchterner unter Besoffenen allein zu sein, klar zu sehen, auf welche reissenden Stromschnellen der morsche Kahn zutrieb, ächzend und knarrend, voll der grölenden Massen in ihren billigen Tangas, knielangen Targohosen und Birkenstockbadelatschen; aber irgendwann in meiner Einsamkeit, badend im Pool der immer und JEVERlassenen schöpfte ich ein wenig Hopfen und stimmte ein in den Abgesang der Verlorenen – und die taumelnde Welt sang mit mir…hx.
https://www.youtube.com/watch?v=SJUhlRoBL8M
wird da nach dem gefühlt 478-ten gleichlautendem Post nicht auch langsam mal langweilig, der Entfremdung von den Stationen deiner Vergangenheit nachzutrauern, indem du so tust als hätten die sich von dir – und damit dem einzig legetimen Standpunkt – wegbewegt…
in deinem Blog bist du doch Herr im Hause – vertritt hier deine Standpunkte, anstatt ständig nur zu schreiben, die anderen würden die falschen Dinge schreiben…
Davon mal abgesehen:
die AfD-wählenden Proleten denken schon, dieses Land würde als „Ihrer Väter Land“ ihnen gehören.
Deswegen sollen ja die neuzeitlich zugewanderten wieder abwandern…
Und – wenn du sagst, es gehöre dann doch eher den herrschenden Klassen, und du dann auch sagt, die Schreiberlinge vertreten die Standpunkte eben jener herrschenden Klasse, dann gehört es denen ja doch irgendwie…
That’s it! In Berlin lässt das Kapital die Puppen tanzen.
Warum sollen Deutsch-Türken sich auch fehlerfrei auf Deutsch unterhalten?
Die türkische Kultur ist der deutschen überlegen. Während Türken Bauwerke wie die Hagia Sophia und eine tolerantes Großreich hervor gebracht haben hat Deutschland ausser Protofaschisten wie Bismark, Kolonalismus und 12 Jahre Nazizeit keinerlei Geschichte.
Zudem ist das Türkische eine Sprache in der nur geschlechtsneutrale Formen verwendet werden, und damit dem Deutschen überlegen.
Sexismus ist z.B. im Türkischen dadurch überhaupt nicht möglich, was auch dazu führt das es in der Türkischen Community keinen Sexismus gibt.
Ebenso ist es billig den Geflüchteten aus Arabien vorzuwerfen nichts in ihren Ländern auf die Reihe bekommen zu haben.
Arabien ist seit Jahrhunderten Opfer von westlichen Kolonialismus und Imperalismus. Erfolgreiche arabische Nationen wie Marokko, Tunesien und Algerien wurden z.B. Opfer der us-amerikanischen Kanonenbootpolitik, Palestina wurde von Zionisten überrannt und Kolonialisiert, der Irak wurde von dem Amis vernichtetet weil mit Saddam Hussein dort ein Herrscher an der Macht war der sein Öl nicht mehr billig an die USA verkaufen wollte.
Statt sich über die taz-Sekte zu beömmeln sollt ma besser fragen wieso die Marx-Denke so wenige überzeugt.
Die Sehnsucht nach der Kuhstallwärme von Identität (Volk, Nation)? Die (V)erklärung der Wirklichkeit durch Ideale (Gerechtigkeit)?
Wieso sind die Leut nur so dumm?
Ärger verständlich, Witze gibts im Kabarett.
Erklärungen der Sache fehlen.
Weil niemand Marx liest.
„Weil niemand Marx liest.“
… das ist nüchtern ja auch kaum zu stemmen aber wer es JEVERsucht hat, weiß das Konflux im Zusammenhang von Lesen und Zischen sowohl haptisch als auch intellektuell erfahrbar sein kann….hx.
„Weil niemand Marx liest.“
das würde ich wohl bezweifeln.
Nach der Bankenkrise 2008 gab es ja durchaus sowas wie ein Marx-Revival. Freilich ohne nennenswertes Ergebnis – aus Sicht der knechtenden Massen.
Es gibt schon Gründe, warum der Popanz nach wie vor „links“ gezeichnet wird – ob nun links-grün als versifft gilt, oder „links“ auf eine ominöse, ewig marodierende Horde Antifa reduziert wird…
während die „Gefahr“ von „rechts“ darauf reduziert wird, dass die nun Wähler binden und damit andere Parteien Jobs im polit. Feld kosten.
Auch Kubitschek liest den alten weißen Mann
Was für ein Text von Dir, Burks. Der geht an der tatsächlichen Ursache weitestgehend vorbei. Es geht ums Geld und nicht weil die Marx nicht gelesen haben.
Das muß man sich Mal vorstellen, da wird eine deutsche Tageszeitung von einer deutschen Bundes- und Landesregierung geradezu mit Geld überschüttet, sodass die Mitarbeiter dieser Tageszeitung an den Tagen der Geldausschüttungen nicht mehr die Fenster und Türen öffnen können und was passiert? Um diese Tageszeitung vor dem Ruin zu retten muß die Papierausgabe eingestellt werden.
Es ist unfassbar.
Statt zu reflektieren, warum die Insolvenz droht und hier stimme ich mit Burks überein, wird wohl weitergemacht wie bisher. Das kostet jetzt einigen Redakteuren und Druckern die Arbeitsplätze und womöglich kann sich eine Druckerei über die anstehende Insolvenz freuen.
Die „ taz “ ist nicht DIE ZEIT. Die „ taz “ ist eher wie die Hamburger Morgenpost. Bei der Hamburger Morgenpost schreiben die Redakteure aus dem 1. Stock Texte für die Redakteure aus dem 2. Stock und umgekehrt. Andere Leser sind nicht gefragt. Es reicht denen sich selber zu bespaßen. DIE ZEIT schreibt für ein bestimmtes Publikum. Es gibt Leute die nennen deren Publikum gerne Sekte. Aber dieses Publikum will genau das Lesen was DIE ZEIT schreibt. Und dieses Publikum sind nahezu ausschließlich indigene Deutsche, also sowas wie Fanatiker. Mit dem Versuch moslemische Bürger als Leser zu gewinnen ist DIE ZEIT – damals die Geschichte mit dem Berliner Tagesspiegel – gescheitert. Diese Klientel braucht DIE ZEIT nicht. Die verspätete Erkenntnis hat DIE ZEIT mehrere Millionen Euro gekostet. Aber DIE ZEIT kann das verschmerzen. DIE ZEIT hat treue Stammleser und die Verkaufszahlen bestätigen das DIE ZEIT auf dem richtigen Weg ist. Die „ taz “ hat diese Optionen nicht, obwohl über moslemische Leser mit Sicherheit nachgedacht worden war. Das DIE ZEIT besser als die von der „ taz “ mit Geld umgehen können, das erleben wir jeden Monat und das obwohl DIE ZEIT ähnlich wie die „ taz “ von einer deutschen Bundesregierung mit Geld zugeschmissen wird. Aber wohl nur von einer Bundesregierung. Wie DIE ZEIT damals den Helmut Schmidt mit ins Boot holen konnte, das wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Was die „ taz “ betrifft können die gerne auf die Müllkippe gehen und dort arbeiten. Hat nicht jemand von der „ taz “ das deutschen Polizisten empfohlen? Also weg damit.
Wieder einer von den 60% die alles OK finden. Die genau das wollen was gerade in Deutschland passiert. Die wollen das, die wollen die Islamisierung des öffentlichen Raumes, No-go-Areas für Frauen, Juden und Homosexuelle, die wollen das „Messern“, die wollen Gruppenvergewaltigungen von jungen Mädchen und wollen religiöse Terroranschlägen. Diese 60% haben sich entschieden.
Was die Schwefelpartei betrifft, die steht politisch ungefähr dort, wo FDP und CDU um 1990 standen und die SPD um 1955. Damals konnte sich jeder zu jeder Tageszeit in Deutschland frei bewegen oder schwimmen. Selbst Wehner war Nationalist.
In diesem Sinne
„Nicht nur, dass eine industrielle Reservearmee herangezüchtet wird, die noch nicht einmal weiß, wie man Gewerkschaft buchstabiert.“
Die machen dann lieber wilde Streiks, statt sich in der „Sozialpartnerschaft“ aka. Volksgemeinschaft einhegen zu lassen. Viel zu aufmüpfig, geht gaaar nicht!11
Lohnt sich das denn?
https://www.watson.ch/wirtschaft/history/726725308-200-jahre-marx-warum-der-kapitalismus-einfach-nicht-untergehen-will
Diese Ismusse haben sich wohl überlebt.
<8*) Diese Experimente (UDSSR, China, Nord Korea, Kambodscha, Kuba, VS) haben zu interessanten Ergebnissen geführt.
„By the way: Offene Grenzen sind im Sinn des Kapitals.“
Eindeutig kann man das wohl nicht sagen, denn sonst wäre nicht ‚der Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der herrschenden Klasse verwaltet‘ jetzt einstimmig gegen offene Grenzen.
@bentux
Die Experimente UDSSR, China, ect sind vor allem daran gescheitert das man zu nachgiebig gegenüber dem Klassenfeind und nicht strikt genug gewesen ist.
Allerdings sind die Zeiten nie besser gewesen als jetzt um durch die Anwendung des Marxismus eine bessere Welt zu schaffen:
1.) der Kapitalismus scheitert am Klimawandel. Einzig und allein ein Kriegskommunismus wie ihn die grüne Vordenkerin Ulrike Herrmann entwickelt hat kann den Klimawandel stoppen.
Maßnahmen wie Bezugsscheine für Fleisch und andere Lebensmittel, Tempolimit von 100 km/h bei der Bahn und die Rationierung von Wohnraum dürften das Problem des Klimawandels lösen.
Selbst wenn sie es nicht lösen, so ist zumindest ein kommunistische Grundstruktur entstanden die besser ist als das jetzige System.
2.) neue technische Möglichkeiten wie AI, Gentechnik und Psychopharmaka können dabei helfen einen neuen Menschen zu schaffen der frei von einem übersteigerten neoliberalen Egoismus ist, sondern der sich wie eine Ameise für das Kollektiv aufopfert.
3.) frische Ideen wie der Islamismus erweitert klassisches linkes Denken um eine spirituelle Dimension die auch schon erfolgreich den Kapitalismus in einigen Regionen (Iran, Palestina, Afghanistan,…) zurück gedrängt hat.
Man liest Marx weil man sich seinen Schaden erklären will.
Und sich nicht mit den einfachen Antworten begnügt, daß es die Juden oder die Eliten sind.
Das Weltbild des Marx ist fundamental anders.
Marx: Verstand, Bürgerliche: Gefühl
Marx: Ursache, Religioten: Schuld, Verantwortung
Marx: System, Idealisten sehen nur Menschen
Marx: Klassenkampf, Bürgerliche: Gemeinschaft
Man liest Marx weil man Kapitalismus geistig durchdringen will.
Galileo, später Einstein hatten es leicht:
Sie hatten Zahlen aus der Natur und Mathe
(Einstein mußte für Tensoranalytik Nachilfe nehmen).
Die Leut reden über Gesellschaft wie der Geozentriker über die Planeten und kriegen von den bürgerlichen Predigern eingebimst daß Märkte immer recht haben.
Die Irren sind draußen.
Woke und Antideutsche sind genaus verblödet wie Kwerdenker. Man sucht Gründe bei denen die man nicht mag.
Die Leut wählen AfD weil man sie enteignet hat.
Daß Ludditen oder Faschisten die falschen Antworten geben macht die Frage nicht falsch.
https://www.youtube.com/watch?v=TqsRVM4oHhc
Sag mal Burks, und das ist jetzt eine Frage an einen Zeitzeugen und nicht weil ich mich an Deine Antwort ergötzen will, als Du damals für die „taz“ gearbeitet hast, habt Ihr Euch da mit Genossin und Genosse angesprochen und wenn es eine Personal- oder Betriebsversammlung gab, haben dann Redner oder Rednerinnen am Ende ihrer Reden die Faust in den Himmel gestreckt und „Freundschaft“ in den Saal gebrüllt? Die „Jungefreiheit“ berichtet davon.
Puh, geht es nicht eine Nummer kleiner? Das alles könnte man auch von einem Zuhälter als Unternehmer oder im Umgang mit seinem Personal behaupten.
Nein, nie. Die taz war nie „links“, sondern „alternativ“, d. h. das Sprachrohr für das entstehende grüne Milieu.
jetzt MUSS ich mal direkt frägen tun, was für Burks der Unterschied zwischen „links“ und „alternativ“ ist bzw. damals war?
für mich war das immer ein gutes Stück weit das gleiche (wenn auch nicht das selbe)
Weniger Theorie – mehr Action (wie im Porno)
somit auch mit mehr Erfolg, mehr Bezug zum Leben, mit anderer Perspektive – in gewisser Weise etwas anarchistischer…
freilich kann/muss man immer mit erwähnen, dass die Träger der Sache halt doch eher bürgerliche waren (Nr.14) – aber das sind die großen Klassenkampf-Schwätzer auch…
wer redet heute noch von Kapitalneutralisierung?
„Alternativ“ waren alle Strömungen und Bewegungen und Milieus, die Mitte der achtziger Jahre – also nach dem Niedergang der Studentenbewegung und der K-Gruppen – die außerparlamentarische Opposition ausmachten. „Links“ waren nur wenige, viele waren ausgesprochen rechts, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Gruhl
Die Überbleibsel der K-Gruppen gingen in Berlin zur „Alternativen Liste“ und wurden schließlich grün, wollten also nur noch den Kapitalismus reformieren.
Mmmmh
Deutet ein bisschen darauf hin, dass die Alternativen auch mit der Zeit und der gesellschaftlichen Akzeptanz zunehmend verwässerten, mainstreamiger und damit weniger alternativ wurden.
Würde zumindest erklären warum das dann im Zuge der Wiedervereinigung alles leise und spurlos verschwand…
@Godwin
Mit dem Wegfall der DDR als „Alternative“ zum sich nach und nach selbst BRDigenden Westen wurden diese Fisematenten obsolet – wie auch der Lipsischritt…hx.
https://www.youtube.com/watch?v=cwXs2XLAprM
Da bist Du alter Mann aber sehr milde mit Deinem Milieu.
Wurden nicht wenige Deiner Kampfgefährten durch exzessivsten Opportunismus gelenkt? Und nicht wenige sind damit reich geworden. Bütikofer ist Multimillionär und verwaltet heute seine Mietobjekte und paßt bald durch keine Wohnzimmertür mehr. Fischer ist mehrfacher Multimillionär. Was der mit seinem Geld macht weiß keiner so genau. Kretschmann besitzt laut BILD-Zeitung und BILD online eine Solaranlage auf dem Dach, 2 E-Bikes, 2 E-Autos und eine hypermoderne Heizungsanlage im Keller. Weitere nicht wenige vom Rest beziehen 5-stellige Euro Pensionen oder sitzen fürstlich bezahlt im EU Parlament. Mindestens zwei lokalisiere ich in Aufsichtsräten internationaler Konzerne. Puh! Mehr politischer Opportunismus geht nicht.
Der Blogger Danisch formuliert das so: